Sonntag, 2. Januar 2011

Bibliothekssitzung mit Israels Rechter

B”H

Den gestrigen Schabbatnachmittag verbrachte ich fast ausschliesslich in der Bibliothek. In keiner öffentlichen Bibliothek, sondern in jener des relig. Hostels, wo ich zusammen mit vielen anderen an einem Seminar teilnahm. Nach dem Mittagessen sassen die Leutchen entweder zusammen und redeten, gingen sich hinlegen oder sassen in der Bibliothek. 

Ich wählte Letzteres und stiess auf sehr interessante Literatur. Wie das so ist, wenn man eigentlich Material zu einem anderen Stoff sucht, dann stösst man vornehmlich auf vieles andere. So fielen mir einige Schriften Israels Rechter in die Hände. In der Presse lesen wir stets von den Inhalten der sogenannten “Moshe Feiglin” Rechten oder diversen Verschwörungstheorien, die bezüglich des Mordes an Yitzchak Rabin bestehen. Wer aber setzt sich einmal hin und studiert die Inhalte ? Wer nimmt sich die Zeit dafür ?

Somit las ich ein Buch dessen Autor “Moshe Feiglin” heisst und der sehr detailliert beschrieb, dass Yitzchak Rabin Zeit seines Lebens zwar der Militärboss war, doch im Grunde genommen durch Abwesenheit glänzte. Beim Sechs – Tage – Krieg war er bei keiner grossen Schlacht zugegen; was er eh niemals war. Als alles vorbei war, tauchte er von irgendwoher besoffen auf. 

Rabin war so mit das unmilitäristischste, was Israel jemals hatte und es stellt sich die Frage, warum er unter Ben Gurion aufstieg: Wer sich in der israelischen Geschichte etwas auskennt, dem kommt der Schiffsname “Altalena” bekannt vor. Etzel und Irgun gegen die Palmach. Ben Gurion half den Briten und sandte auch schon mal die eigenen Landsleute in die Fänge der Briten; sprich Mitglieder der Irgun sowie der Etzel. Das ist kein besonderes Geheimnis und war schon zur damaligen Zeit vor und kurz nach der Staatsgründung ein Thema.

Yitzchak Rabin war Ben Gurions williger Helfer beim Angriff auf die Altalena vor Tel Aviv. Das Schiff brachte Waffen aus Europa und die Palmach wollte dies zusammen mit den Briten verhindern. Irgun und Etzel hatten das Nachsehen. Die Altalena sank und es kamen Menschen um. Jetzt wird davon gesprochen, das Schiff zu heben und auszustellen. 

Als Dank liess David Ben Gurion Rabin aufsteigen. 

Natürlich kann der eine oder andere Leser das jetzt alles als schwachsinnige Propaganda der Rechten abtun. Was Moshe Feiglin jedoch hier beschrieb sind Tatsachen, die in Israel niemand bestreitet. Es wird kaum davon geredet, denn unsere Presse ist links und sieht lieber einen falschen Helden Rabin als die Rechte im Land. Nur wünschte ich mir, dass Journalisten sich mit der israelischen Geschichte auseinandersetzen, bevor sie Artikel verfassen, die kaum wahre Inhalte aufweisen und die Leser so vorsätzlich falsch informiert werden. In Israel liegen Probleme aller Art generell tief in der eigenen Geschichte und es ist dort, wo zuerst gebohrt werden muss und nicht vorweglich im Heute.

Kommentare:

  1. Shalom,

    über Rabin überhaupt ein Wort zu verlieren ist Zeitverschwendung.

    Egal was ist, warum hock Yigal Amir immer noch in der Zelle und Araber kommen reihenweise frei? Sehr obskur das das Ganze.

    Shavuah Tov

    Joshua

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  2. B"H

    Naja, immerhin brachte Amir Rabin anscheinend um. Obwohl es da sehr widerspruechliche Aussagen gibt. Unter anderem, dass Rabin nicht gleich zusammenbrach, sondern nach den Schuessen weiterging, jedoch in seinen Wagen geschmissen wurde.

    Aussagen besagen, dass Yigal Amir Platzpatronen abschoss, dies aber nicht sofort wusste.

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