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Sonntag, 19. August 2012

Israelische Taxifahrer zocken ausländische Touristen ab

B"H

Es ist kein Geheimnis, dass israelische Taxifahrer gern Touristen abzocken. Touristen haben meist keine Ahnung, tun sich schwer mit der israelischen Währung, können Preise schlecht einschätzen und, nicht selten, haben sie dazu noch Angst. Hört man nicht immer wieder Stories von palästinensischen Taxifahrern, die mitten in der Einöde die Fahrgäste auf die Straße setzen, sollten Letztere sich weigern, noch mehr Geld zu zahlen ? Jeder will so seinen Reibach an den Touristen machen und die Touristen wiederum suchen lediglich ihre Ruhe und zahlen gezwungenermassen. 

Wer von Jerusalem billig zum Ben Gurion Airport fahren will, der wende sich an die Taxizentrale NESHER und buche mindestens einen Tag im voraus. NESHER holt einen quasi von daheim ab und verlangt einen fairen Preis so um die 50 Schekel (ca. 10 Euro). Fragt in Euren Hostels oder Hotels nach NESHER JERUSALEM und lasst Euch kein privates Taxi aufschwatzen, denn dort zahlt Ihr locker 300 Schekel (ca. 60 Euro) für die Fahrt zum Airport. 

NESHER Telefonnummer zum Buchen des Sherut - Taxis von Jerusalem zum Ben Gurion Airport: 

02 - 6257227

Wenn Ihr von Jerusalem aus anruft, braucht Ihr die Vorwahl 02 nicht zu wählen, sondern nur direkt: 6257227

Dagegen könnt Ihr von und nach Tel Aviv bequem mit dem Zug fahren, denn der Airport und die Küstenstadt besitzen eine direkte Bahnverbindung. Außer am Schabbat oder nach ca. 23.00 Uhr, denn dann erwischt Ihr keine Züge mehr. 

Nehmt Ihr innerhalb einer Stadt ein Taxi, so muss der Fahrer sein Taxometer anstellen und kann nicht einfach willkürlich einen Preis bestimmen !

Mittwoch, 23. Mai 2012

Zfat (Safed)

B”H 

Saubere Luft, Natur und Vogelgezwitscher. In Tel Aviv lebend hatte ich gar nicht mehr daran gedacht, dass es Vögel gibt, denn das einzige, was ich vernahm war Straßenlärm und laute Musik. Deswegen sind ein paar Tage Urlaub in Zfat gar nicht einmal so schlecht, obwohl die Stadt allgemein den Ruf hegt, Hippies und Freaks aufzunehmen. All jene durchgeknallten neureligiösen Breslover, Carlebacher und Lubawitscher Chassidim. Wobei die Breslover Sparte der Na Nach Nachman – Chassidim eh in dem Ruft steht, sich vollzukiffen. Dagegen ist Chabad noch super normal. Aber es gibt auch ernsthafte Breslover Chassidim in der Stadt. 

Religion spielt in der Kleinstadt Zfat eine große Rolle, obwohl es gleichzeitig recht viele säkulere Juden gibt. Israelis. Einen hohen Anteil an den relig. Gruppen stellen Neueinwanderer aus den USA. Aber nicht nur Amerikaner, sondern immer mehr israelische Chassidim lassen sich in Zfat nieder. Der niedrigen Mieten wegen und Zfat war halt eine wichtige Stadt der Kabbalah des Mittelalters.

Bis heute spürt man in der Altstadt den Hauch der einstigen großen jüdischen Kabbalisten. Viele amerikanische Leser fragen mich immer wieder nach Zfat aus. Nicht alles ist so romantisch geprägt wie es auf den ersten Blick aussehen mag, denn die Stadt leidet an einer immens hohen Arbeitslosenquote. Keine Jobs und wer einen findet, der kommt meist nicht über das gesetzliche Mindesteinkommen hinaus. Was also nützen relativ niedrige Mieten, wenn man sie aufgrund des fehlenden Einkommens hinterher doch nicht aufbringen kann ? 


In der Altstadt

 
Zfat liegt eingebettet in den Bergen Galiläas. Circa 30 km oberhalb von Tiberias am See Genezareth. Oft wissen die Touristen gar nicht, dass sich hier oben auf dem Berg ein solche Romantik befindet. Die israelische Toskana. Zfat ist auch Künstlerstadt mit einem riesigen Künstlerviertel in der Altstadt. Galerie reiht sich an Galerie und alle warten auf Besucher, die Geld bringen. 

Kein Zweifel, die Stadt ist arm und bis vor wenigen Jahren zog es viele einkommensschwache Israelis in die Stadt. Hier konnte man noch Miete zahlen, was an vielen anderen Orten gar nicht mehr möglich war. In Zfat ist eine Bleibe erschwinglich, obwohl die ansteigende Zahl amerikanischer Neueinwanderer allmählich die Preise kaputtmachen. Israelische Hausbesitzer werden immer gieriger und auch vor Zfat macht der Trend nicht halt. Besonders nicht jetzt, wo die Nachfrage nach Immobilien besonders hoch liegt. 


 Kaufangebote bei einem Makler: Eine 4 - Zimmer - Wohnung in der Altstadt kostet mittlerweile 1 Mio Schekel (ca. 200,000 Euro).

Die israelischen Bewohner sehen die Veränderungen mit Sorge, denn wer kann schon preislich mit den Amerikanern mithalten, wenn viele ihr Einkommen vom Arbeitsamt beziehen ? Ich bin gerne in der Stadt, doch immer nur für eine gewisse Zeit. Kleine Orte sind nichts für mich und in Zfat wird das öffentliche Leben meist abends gegen 18.00 Uhr zusammen mit den Gehsteigen hochgeklappt. Dann ist man daheim und fertig. Kein Kino, kein Pub, kein nichts. Wer abendliche Action sucht, muss ein paar Kilometer weiter nach Rosh Pina. 

Was man als Besucher in Zfat macht ? Sich die Landschaft sowie die Altstadt ansehen. 


Mehrere Male wurde die Stadt in den letzten Jahrhunderten von Erdbeben zerstört und auch heute kommt es immer wieder zu Erdstössen. Die Bewohner erwartet in der Zukunft ein heftiges Erdbeben. So sagen es Wissenschaftler voraus. Die Stadt gibt unterdessen "Erdbeben – Unterricht". Wie verhält man sich im Ernstfall. 

An jedem Mittwoch kommt in der Stadt richtige Action auf, denn dann ist Markttag. In größeren Städten sind Märkte eine feste alltägliche Einrichtung, nicht so in Zfat. Mittwochs kommen die Händler aus der Umgebung und bieten ihre Waren feil. Darunter viele Drusen aus den Bergdörfern auf dem Golan. So viel billiger als im Supermarkt ist der Markt allerdings nicht. Obst, Gemüse, Schmuckkitsch oder Süßigkeiten kiloweise. Daneben machen die Drusen mit ihren Klamottenständen recht gutes Geld. 


 Heute auf dem Markt in Zfat


Wer Zfat besucht, den erwartet Jerusalemer Klima. Im Sommer angenehm kühl, denn die Stadt ist die höchst gelegene des Landes. Im Winter hingegen ist es kälter als in Jerusalem. Bitterkalt und ohne Heizung nicht zu ertragen. 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 22. Mai 2012

Photos vom See Genezareth (Kinneret)




An der Strandpromenade in Tiberias. Hier wird der Wasserpegel des Sees angegeben und das Monument zeigt die Form des Kinneret. 









Copyright / Photos: Miriam Woelke

Montag, 21. Mai 2012

In Galiläa steht die Zeit fast still

B"H

Politik, Weltgeschehen, Business und all der Stress … das ist etwas für Tel Aviv und Jerusalem, aber gewiss nicht für den Norden Israels. Dort, wo noch alles gemächlich zugeht und Netanyahu, Achmadinejad oder die Reichen Tel Avivs so weit weg erscheinen. 

Ganz so wegdenken, mag man die Probleme dennoch nicht, denn Galiläa ist voller Palästinenser. Vor ca. 1,5 Jahren gab es ausgerechnet in der Kleinstadt Zfat (Safed) Streit zwischen Juden und palästinensischen Studenten der örtlichen kleinen Uni. Zwar vernimmt man von der Uni seit einiger Zeit keine Streitereien mehr, was jedoch nicht bedeutet, dass der Zwist beigelegt ist. Eines steht fest: Die Bewohner von Zfat wollen nicht unbedingt freie Wohnungen an Araber vermietet wissen. Darüber hinaus machen immer wieder arabische Jugendliche jüdische Mädchen an und auch das sorgt in der Umgebung für Ärger. 

Aber nicht nur das “arabische” Problem geistert durch Galiläa. Die Region ist geprägt von einer hohen Arbeitslosenquote, denn die Infrastruktur fehlt. Produktionsbetriebe lassen sich lieber an der Küste nieder und wenn es denn schon der Norden sein muss, dann doch lieber Haifa statt Tiberias, Zfat, Afula oder Beit Shean. 

Insbesondere Tiberias (am See Genezareth) sowie Zfat leben vom Tourismus. Letztere Stadt eher vom jüdischen Tourismus, denn die Stadt war im Mittelalter die Hochburg der jüdischen Kabbalah. Obwohl Zfat mehrere Male von Erdbeben zerstört worden war, finden wir bis heute die Überbleibsel des Mittelalters. Hierbei vor allem den berühmten jüdischen Friedhof. 

Was macht Zfat für nichtjüdische Touristen interessant ? 

Vielleicht die Altstadt, welche an die Toskana erinnert. Das Landschaftsbild, die Aussicht bis hin zum Kinneret (See Genezareth), die frische Luft und nicht das ganze Remmidemmi a la Tiberias, wo die Disco – Boote des nachts über den See dröhnen. Nachtleben ist in Zfat unbekannt und bereits am Spätnachmittag zieht es die Leute in ihr Heim. Ausgehen und so ist nicht, aber dafür herrscht eine Ruhe, die in Tel Aviv unbekannt ist. 

Wer nach Tiberias reist und Zeit mitbringt, der sollte sich unbedingt ein paar Stunden Zeit für das 30km entfernte Zfat mitbringen. Hoch auf dem Berg thront die Stadt über dem Kinneret und selbst im Sommer ist es relativ kühl und nicht tropisch heiss wie in Tiberias. Zfat ist bequem mit dem VEOLIA Bus vom Busbahnhof Tiberias aus zu erreichen. Linie 450 verkehrt fast stündlich und eine Fahrt kostet 15,50 Schekel (ca. 3 Euro). Die Endstation des Busses ist der Busbahnhof Zfat, welcher gleich neben der romantischen Altstadt liegt. Romantische Gassen, ein Künstlerviertel und der Bazar mit Kunst und den berühmten Zfat – Kerzen. Die Altstadt bietet Cafes, Restaurants und Snack Bars. Große Ketten wie Burger King oder AROMA Café kennt Zfat jedoch nicht, sondern da muss der Besucher hinunter nach Tiberias. 


Davon berichtet die Auslandspresse nicht: Das MADONNA - Haus in Zfat. Die "Kabbalah - Dame" wollte sich in der Kabbalah - Stadt ein Haus bauen und mit dem Kabbalah Center gross aufwarten. War aber nichts, denn die Bewohner rannten Sturm. Madonna ist unerwünscht und so blieb nur der Rohbau ihrer geplanten Villa.  



Downtown Zfat












Tourismus & Kunst = Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt.



An Kunstgallerien fehlt es gewiss nicht.

Photos: Miriam Woelke

Tiberias & Tzfat in Nordisrael

B"H



Von Jerusalem auf ein paar Tage Nordisrael. Etwas Urlaub machen und einiges an Schreiberei aufholen. Das erste Chaos folgte jedoch recht schnell, denn heute morgen herrschte am Jerusalemer Busbahnhof Chaos. Die Busverbindungen Tiberas – Kiryat Shemona in den Norden waren überlastet. Zuviele Reisende und nur ein Bus. EGGED arrangierte einen zusätzlichen Bus und so fuhr ich auf meiner Reise nach Zfat (Safed) zuerst nach Tiberias am See Genezareth. Allerdings nur, um dort den Bus nach ins 30km entfernte Zfat zu erwischen. Es besteht eine direkte Busverbindung Jerusalem – Zfat, doch die läuft nur ein paar Mal am Tag und ist meist ebenso überlastet.

Die Fahrt nach Tiberias ging recht schnell voran. Mittendrin stoppte der Bus, wie üblich, ca. zehn Minuten in der Kleinstadt Afula. Da kann dann jeder einmal für kleine Mädchen / Jungs und einen Kaffee kaufen.


Busbahnhof Afula

Nachdem ich etwas mehr als ein Jahr nicht mehr in Tiberias und Zfat war, kann ich eines sagen: Beides hat sich nicht verändert und es herrscht die typische galiläische Eile mit Weile. Am Busbahnhof von Tiberias füttert eine neue Mac Donald’s Filiale hungrige Fahrgäste, doch empfehlen kann ich den koscheren Mac nicht. Viel zu teuer und wer nicht vor Hunger stirbt, der sollte getrost auf einen Besuch verzichten.

Vorab ein paar romantische Photos der Landschaft Galiläas:


Landschaft um Tiberias



Der See Genezareth heute mittag. Im Hintergrund die Golanhöhen und dahinter liegt schon Syrien.




Die Landschaft zwischen Tiberias und Zfat

 






Kurz vor Zfat. Heute ist die Stadt besonders bei amerikanischen Neueinwanderern sehr beliebt. Billige Mieten und relig. Juden fühlen sich in der ehemals berühmten Stadt der mittelalterlichen Kabbalah wohl. Nur an einem hapert es: An Arbeitsplätzen. 



Landschaft um Zfat







Die kleine Mall von Zfat: Rehov Yerushalayim - Jerusalem Street. Insgesamt ist es recht billig, doch die Shops halten, wie auf dem flachen Land, Mittagspausen. 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 5. Februar 2012

Das CARDO in Jerusalem, Teil 1

B”H 

Beim CARDO in der Altstadt von Jerusalem handelt es sich um eine einstige antike Shopping Mall. Gebaut von den Römern nach der Zweiten Tempelzerstörung. Damals nannte der römische Kaiser Hadrian “Jerusalem” in “Aelia Capitolina” um. Die ehemalige mehrere Kilometer lange Einkaufsstraße führte vom heutigen Damaskus Tor (Ostjerusalem) bis ins heutige Jüdische Viertel hinein. 

Hier ein paar Photos vom Teil des Cardos im Jüdischen Viertel. Verfehlen kann es der Tourist nicht und hineingehen kann jedermann umsonst. Heute bieten viele jüdische Souvenirläden alles für den Touristen an und ich rate jedem, sich eingehend nach den Preisen zu erkundigen. Die Waren sind gerade an belebten Touristenorten nicht billig !


Im CARDO: Was heutzutage überdacht wirkt, lag einst unter freiem Himmel.



Die römischen Originalsteine der antiken Einkaufsstraße






Rechts im Bild: Eine Gruppe israelischer Soldaten, die mit ihrem Tour Guide das Cardo besuchen.



Gemälde der antiken Mall



So sah das Cardo vor 2000 Jahren aus



Und so schaut es heute aus.

Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Jaffa / Yaffo bei Tel Aviv, Teil 1

B”H  

Die alte Kreuzfahrerstadt Jaffa (Yaffo) hat es vielen Israel - Touristen angetan und als ich vor ein paar Tagen einmal wieder dort war, fand ich die Stadt touristenüberfüllt vor. Ausländer, doch hauptsächlich Israelis mit ihren Kids, die die Chanukkah – Feiertage ausnutzten und ihren Kleinen während der Schulferin etwas bieten wollten. Ich machte viele Photos und hier erstmal eine kleine Auswahl davon. Fazit: Jaffa ist sehenswert und nur wenige Minuten von Tel Aviv entfernt. Zu Fuß oder mit dem Bus erreichtbar. 

Zwei kleine Tipps nebenbei: 
Besorgt Euch beim Touristenbüro einen kostenlosen Plan von Jaffa. Darauf findet Ihr sämtliche Routen und Sehenswürdigkeiten. Zweitens: Esst nicht in den überteuerten Lokalen an den Touristenattraktionen, sondern sucht Euch Cafes oder Imbisse in den kleineren Nebenstraßen ! Zumindest freut sich darüber Euer Portemonnaie. 


Am Strand entlang geht's von Tel Aviv nach Jaffa















Innenstadt mit dem "Clock Tower" im Hintergrund. 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Montag, 26. Dezember 2011

Blick nach Yaffo (Jaffa)


An der Strandpromenade zwischen Tel Aviv und dem Nachbarort Yaffo (Jaffa). Im Hintergrund die Altstadt der antiken Hafenstadt Jaffa. Bequem kann der Besucher an der Strandpromenade von Tel Aviv aus entlang laufen. Der Weg nach Jaffa dauert ca. 20 - 30 Minuten. 



Im Hafen von Jaffa

Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 9. Oktober 2011

Fish and Chips im Jerusalemer Machane Yehudah Markt

B”H 

Heute aß ich einen der besten Fish and Chips seit langem. Und das auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt für nur 32 Schekel (ca. 6,50 Euro). Ein Körbchen gefüllt mit hausgemachten Pommes und mehreren dicken frittierten Stücken Fisch. Dazu gabe es mindestens fünf Dips unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Vom Ketchup bis zur Knoblauchsauce. 

Wer Zeit hat und einen Snack sucht, der sollte den “Fish and Chips” Stand gegenüber dem Italo – Restaurant Pasta Basta nicht auslassen. Mir reichte die Portion für zwei Mahlzeiten und ich liess mir den Rest einpacken. 


Fish and Chips mit den blauen Lampen. Sitzgelegenheiten gibt es gegenüber. 

 Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 2. Oktober 2011

HA’TACHANAH – Der alte Bahnhof von Tel Aviv, Teil 1

B”H   

Tiberias hatte die Familie GROSSMANN und das Gegenstück in Tel Aviv bildete die Familie WIELAND. Templar, christliche Missionare aus Deutschland, die es meist zur Jahrhundertwende (20. Jahrhundert) ins Heilige Land verschlagen hatte und die sich eine Existenz aufbauten. Eine ganze Reihe von ihnen lebten in Israel doch im Jahre 1941 zog die damalige britische Besatzungsmacht einen Schlussstrich und deportierte die deutschen Templar nach Australien. 1941, zu einer Zeit als in Europa der Zweite Weltkrieg wütete und die britischen Besatzer Palästinas die nazitreuen Templar von heute auf morgen aus dem Heiligen Land warf. So geschehen mit den Grossmanns sowohl als auch mit den Wielands. 

Vor einer Woche besuchte ich den alten Bahnhof von Tel Aviv. Nicht weit vom Strand entfernt, kurz vor der Stadteinfahrt von Jaffa. Sozusagen zwischen dem Tel Aviver Dolphinarium, Neve Zedek und der Nachbarstadt Jaffa. 22 Gebäude gibt es auf dem Bahnhofsgelände zu bestaunen und im Prospekt lautet es, dass die Geschichte des Bahnhofes mit der Geschichte der Wielands verknüpft sei. 

Im Jahre 1900 sei der Templar Hugo Wieland auf das Gelände gekommen und habe sich mit seiner Familie dort niedergelassen. So entstanden neben dem Bahnhof die Villa der Wielands, eine Fabrik und ein Geschäft, in dem die Wielands ihre Erzeugnisse verkauften. Heute dient der gesamte Komplex inklusive Bahnhof als Kulturzentrum. Kneipen, Restaurants, Geschäfte, Museum. All das befindet sich heute in den ehemaligen Wieland – Gebäuden. Konzerte, Vorlesungen, Ausstellungen Touristen. Alles ganz toll hergerichtet und ein MUSS für jeden Tel Aviv Touristen ! 

Der alte Bahnhof von Tel Aviv bildete eine wichtige Verbindung hinüber nach Jaffa. Das Hauptgebäude entstand im Jahre 1892 als Teil der Bahnverbindung Jaffa – Tel Aviv – Jerusalem. Im Jahre 1900 kam der Templar Hugo Wieland kam mit seiner Familie nach Israel, liess sich in Tel Aviv nieder und baute im Jahre 1902 seine Villa neben dem Bahnhof. Seine Fabrik baute er nahe seinem Haus, was im Jahre 1905 stattfand. Hergestellt wurden Baumaterialien genaus so wie Produkte für die Landwirtschaft. 

Heute ist der gesamte Gebäudekomplex ein abgeschlossenes Gelände mit Security Guard am Eingangstor. Der Eintritt ist kostenlos, doch die Restaurants sind garantiert nicht billig. Wer dennoch einen preiswerten Kaffee trinken will, der setze sich in das “Café Greg” gegenüber der alten “Wieland Villa”. 


Umgebung am Eingang zur Tachanah (Station). Im Hintergrund das Meer und der Turm von Jaffa. 



Gleich am Eingang: Das alte Bahnhofsgebäude aus dem Jahre 1892. Frisch restauriert. Innendrin links befindet sich eine Touristen - Info und rechts ein Cafe. 



 Ein Blick links vom Bahnhofsgebäude: Bei dem weissen Gebäude rechts im Bild handelt es sich um den ehemaligen Cargo Terminal des Bahnhofs. 



Ebenfalls am Eingangstor: Ein ehemaliger Bahnwaggon auf den alten Schienen.



Der Waggon hat auch ein Innenleben



Ein Bildschirm für Dokufilme und Photos aus der alten Zeit.



Ich kam mir wirklich vor wie in Deutschland. Alles war sauber und aufgeräumt und die Häuser so typisch.:-)))





Copyright / Photos: Miriam Woelke