Donnerstag, 17. Mai 2012

In die Zukunft blickend

B"H

Der nächste Donnerstag sollte mein letzter Arbeitstag in Tel Aviv sein, doch heute kam alles ganz anders. Durch die viele Herumlauferei im Job machte heute mein Knie nicht mehr mit und ich ging bereits mittags heim. Verschleisserscheinungen und am Sonntag habe ich einen Termin bei meinem Orthopäden in Jerusalem. Das war's also, denn mit meinen Kniebeschwerden kehre ich die letzten Tage nicht mehr zur Arbeit zurück. Morgen früh fahre ich nach Jerusalem und verbringe den Schabbat dort. Am Sonntag zum Arzt und gleichzeitig ist am selben Tag YOM YERUSHALAYIM. Der Jahrestag, an welchem Israel den Sechs – Tage – Krieg im Jahre 1967 gewann und die Stadt wiedervereint wurde. Von 1948 – 1967 war Jerusalem geteilt, wobei die Jordanier die Hohheit über Ostjerusalem sowie den Tempelberg einnahmen.

Der YOM YERUSHALAYIM wird geprägt durch den MARCH OF THE FLAGS der vorwiegend nationalreligiösen Jugend. 


"March of the Flags" am Jerusalemtag


Nach dem Arztbesuch werde ich hinhumpeln und ein paar Photos machen. Wenn mich der Arzt nicht zu einem schnellen erneuten Termin lädt, fahre ich am Montage in paar Tage in den Norden des Landes. Urlaub und endlich einmal hinsetzen und ein paar neue Artikel schreiben. Zum Schabbat sowie zum anschliessenden Schavuot (Beginn am Samstag abend) werde ich jedoch wieder in Jerusalem sein. In die neue Wohnung ziehe ich am 1. Juni ein. Bis dahin bin ich sozusagen obdachlos. Bedeutet: Bei Freunden sowie in einem Hostel in Tzfat.

Aufgrund dem Stress auf der Arbeit bin ich immer noch nicht dazu gekommen, alle eingegangenen e – mails zu beantworten. Ich bitte diesbezüglich noch um ein paar Tage Geduld. Außerdem fragte eine ganze Reihe von Lesern, wann ich denn mein lange angekündigtes Buch über die Haredim (ultra – orthodoxe Juden) veröffentliche. In den Sommermonaten arbeite ich daran und ich hoffe, dass es im September soweit sein wird.

Shopping in Shenkin

B"H

Wer bei einem Tel Aviv Besuch nicht in der verrückten IN Straße SHENKIN war, der verpasste einen wesentlichen Kulturteil der Stadt. Mode, Krimskrams, Cafes, Restaurant, Leben … das bietet die Shenkin und kaum jemand kann sich ihrem Flair entziehen. 

Lage: Die Shenkin liegt zentral an der Kreuzung Carmel Markt / Allenby / King George. Wer freitags morgens oder mittags hingeht,der findet die Straße ziemlich mi taller Art Touristen überfüllt. An anderen Wochentagen hingegen ist es wesentlich bequemer, einmal durchzulaufen. Wer vom Carmel Markt kommt und die Shenkin bis fast zum Ende hinaufgeht, der stößt auf den Rothschild Boulevard. Eine weitere teure IN Street. 










Photos: Miriam Woelke

Obdachlos in Tel Aviv


Gesehen in Tel Aviv vor einer Bank Le'umi Filiale.

Photo: Miriam Woelke

Mittwoch, 16. Mai 2012

Bild des Tages


Bushaltestelle Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Tel Aviv wird zum Schlachtfeld

B"H

Die Vergewaltigung vom letzten Schabbat wurde von einem Araber begangen, der mittlerweile in Haft sitzt. Tel Aviv kommt aber deswegen noch lange nicht zur Ruhe, denn wieder wurde eine junge Frau (diesmal aus Beerscheva) sexuell belästigt. Aus dem heutigen Zeitungsartikel geht nicht direkt hervor, ob die 19 – jährige vergewaltigt wurde oder eine Gruppe Afrikaner aus Eritrea sowie dem Sudan erst dabei waren, sich auf sie zu stürzen. Tatsache aber ist, dass einer Polizeistreife morgens um 4.30 Uhr eine Gruppe Afrikaner in der Tel Aviver Innenstadt auffiel. Als die Polizisten näherkamen, sahen sie, dass die Afrikaner um eine leicht bekleidete Frau herumstanden und sie bedrohten. Vier Afrikaner wurden daraufhin festgenommen. 

Das Klima in der Stadt wird schlechter und viele Tel Aviver haben Angst, des nachts allein auf die Straße zu gehen. Seit längerem treiben sich Afrikaner selbst in besseren Stadtteilen herum. Sie stehen in Gruppen am Straßenrand oder sitzen vor Hauseingängen. 


Jeden Tag warten mehrere Hundert Afrikaner auf Tagelöhnerjobs am Tel Aviver Lewinsky Park (gegenüber vom Zentralen Busbahnhof). Die Photos machte ich vorgestern früh. 


Des nachts schlafen viele Afrikaner auf dem Spielplatz im Park. Auf einem Spielplatz, wo schon lange kein Kind mehr spielt.



 Afrikanerbehausungen am Busbahnhof

Photos: Miriam Woelke

40,000 zumeist illegale Afrikaner in der Stadt, von denen niemand weiss, ob sie wirklich Asylanten oder einfach nur Kriminelle sind. Bisher stellten sich nur ca. 5% als anerkannte Asylanten heraus und der Rest hält sich illegal in Israel auf. Drogen, Diebstahl, Vergewaltigungen … wann die soziale Bombe in Tel Aviv explodiert ist nur noch eine Frage der Zeit. 

Der LIKUD – Politiker Danny Danon machte jetzt den Vorschlag, die Afrikaner nach Osteuropa abzuschieben. Die Frage ist, ob Osteuropa die illegalen Afrikaner einfach so aufnimmt ? Russland garantiert nicht, denn die Russen in Israel hassen Afrikaner wie die Pest. 

Ob man es glaubt oder nicht, Israel will die osteuropäischen Länder bezahlen, damit die Afrikaner aufgenommen werden. Was Tausende kriminelle Afrikaner in Israel veranstalten und wie sich Netanyahu vorführen läßt, grenzt schon mehr als an einem Skandal.

Ausblick

B"H 

Wieder daheim in Tel Aviv muss ich noch bis Ende nächster Woche arbeiten. Meine Habe allerdings befindet sich bereits in der neuen Wohnung in Jerusalem. Gestern und heute herrschte Umzug pur und ich bin froh, dass das Schlimmste hinter mir liegt. Wie bereits erwähnt, der neue Jerusalemer Stadtteil ist super. Ruhige Lage und manchmal vielleicht sogar zu ruhig. Die Wohnung übernehme ich von einem Freund, der auszieht und der da meinte: "Es störe nur morgens um 4.00 Uhr oder so das Geschrei des Muezzin aus den zwei umliegenden arabischen Dörfern". 

Zwei Zimmer + ein kleiner Balkon, von dem man einen paradiesischen Ausblick hat. Wald und sogar die Sicherheitsmauer um Jerusalem ist nicht weit entfernt. Hier eine kleine Kostprobe von meiner Balkonaussicht: 




Photos: Miriam Woelke

Photos aus Jerusalem






Blick auf die Altstadt





Olivenbaum






Jaffa Road / Zion Square

Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 15. Mai 2012

Neue Wohnung in Jerusalem

B"H

Obwohl ich noch ein paar Tage in Tel Aviv arbeite, so befoerderte ich heute bereits meine Habe von Tel Aviv nach Jerusalem in die neue Wohnung. Es ist die beste Wohnung, die ich jemals in Israel hatte. Spitzenpreis, super Stadtteil und eine Aussicht ... Wow.

Wenn ich heute abend nach Tel Aviv zurueckkehre, stelle ich Photos in den Blog.

Montag, 14. Mai 2012

In Jerusalem

BH

Bis morgen abend bin ich noch in Jerusalem. Mit der Wohnung wollen wir morgen alles klarmachen. In den kommenden Tagen kann ich bereits mit dem Umzug beginnen.

Sonntag, 13. Mai 2012

Ab dem 1. Juni werden die Hostels teurer

B"H 

Die Touristensaison hat längst begonnen und es ist kein Geheimnis, dass Israel nicht über ausreichende Bettenkapazitäten verfügt. In den Sommermonaten Juni, Juli und August haben jene Touristen, die nichts im voraus gebucht haben, das Nachsehen. Zudem ziehen ab dem 1. Juni die Hostelpreise in Tel Aviv mächtig an. 

Die billigsten Hostels der Stadt sind nach wie vor das SKY sowie das MOMO’s. Im SKY steigen die Dormitory Preise auf 95 Schekel pro Nacht (fast 20 Euro) an. Zum Frühstück wird ein schlabberiges Stück Kuchen und ein Kaffee oder Tee serviert. Im MOMO’s nebendran (gleicher Besitzer) wird das Dormitory – Bett auf 100 Schekel (ca. 20 Euro) ansteigen. Privatzimmer wird es kaum mehr unter 300 Schekel (ca. 60 Euro) geben. 

50 oder 60 Euro in Israel bedeuten keinen Komfort nach deutschen Maßstäben, sondern ein Zimmer mit spärlicher Einrichtung und wenn man Glück hat, ist es auch sauber. Die Decke kann einem, unter anderem, schon einmal auf den Kopf knallen, aber wer nur 300 Schekel zahlt, der bekommt die Quittung. In einer Stadt wie Tel Aviv muss man tiefer in den Geldbeutel greifen, um Qualität zu erhalten. Mit 50 oder 60 Euro kann hier niemand einen Blumenpott gewinnen. 


Der Mauerputz auf dem Weg nach unten.:-)

Photo: Miriam Woelke

Tel Aviv by Night








Photos: Miriam Woelke

Wohnung anschauen

B"H 

Morgen geht es ganz früh nach Jerusalem Wohnung anschauen. Ein Freund von mir zieht Ende des Monats in eine andere Bleibe und ich kann eventuell seine jetzige Wohnung übernehmen. Toller Preis und perfekte Lage. Zentral gelegen und 2300 Schekel (ca. 460 Euro) Miete für zwei Zimmer. Falls es nicht klappt, muss ich halt weitersuchen. 

Es gibt ja Leute, die lieben es Wohnungen anzuschauen, für mich hingegen ist das ein Graus.

Die Sozialdemos kehren zurück

B"H 

Israels extreme Linke demonstriert gern gegen die Regierung. Dies aber nur im Sommer bei schönem Wetter. Im kalten Winter dagegen läßt man "sozial lieber sozial" sein und bleibt daheim im Warmen. 

Nach meiner derzeitigen Wohnungssucherfahrung kann ich sagen, dass es möglich ist, in Tel Aviv und Umgebung eine günstige Wohnung zu finden. Selbst im begehrten Stadtteil Florentin gibt es Angebote unter 3000 Schekel (ca. 600 Euro). Hinzu kommt, dass normalerweise in Tel Aviv die Gehälter höher liegen als, z.B., in Jerusalem. 

Nicht unbedingt die Mieten sind an allem schuld. Warum wird nicht stattdessen einmal vor den teuren Supermarktketten AM:PM, MEGA oder SUPERSAL demonstriert. Lebenmittel kommen mich in Tel Aviv wesentlich teurer als in Jerusalem oder anderswo. 


Die Zeltdemo der extremen Linken gegen soziale Ungerechtigkeit am Tel Aviver Rothschild Boulevard im vergangenen Sommer.



Photos: Miriam Woelke

Kriminelle Afrikaner in Tel Aviv

B"H 

Eine Tel Aviver Lokalzeitung berichtete kürzlich:


TEL AVIV: 

40 % aller Straftaten wie Diebstahl oder Gewalt gehen mittlerweile auf das Konto illegaler Afrikaner, die in der Stadt leben. 

Hinzu kommen neuerdings immer mehr sexuelle Belästigungen. Vor wenigen Woche konnte ein 15 – jähriges Mädchen nur knapp der sich anbahnenden Vergewaltigung einem Sudanesen entkommen. 

Gestern morgen um 3.00 Uhr wurde in einem Parkhaus der Tel Aviver Shopping Mall GAN HA’IR (an der Ibn Gavirol Street) ein junges Pärchen verprügelt und die junge Frau vor den Augen ihres Freundes vergewaltigt. Obwohl die Presse in ihren Berichten sonst stets groß nach der Tätersuche auffährt, zeigt sie sich diesmal erstaunlich reserviert. Sollte der Vergewaltiger ein Afrikaner sein, werden die Stimmungen in der Stadt hochkochen. 

Links:


40,000 Afrikaner in Tel Aviv, Teil 2

Samstag, 12. Mai 2012

KIKA und der Pleitegeier

B"H 

In Österreich mag KIKA erfolgreich sein, in der israelischen Niederlassung hingegen zieht momentan der Pleitegeier ein. 200 Angestellte der Niederlassung in Netanya haben ihr April – Gehalt nocht nicht erhalten und demonstrierten. Allein im Jahr 2011 fuhr KIKA 44 Mio Schekel (ca. 8,800,000 Euro) Verluste ein. 

Ich war noch niemals bei KIKA, doch ist allein der Standort Netanya nicht unbedingt erste Wahl, weil eben IKEA dort ansässig ist. Israelis lieben es gut und billig und die zwei IKEA – Filialen im Land (Netanya und Rishon Le’Zion) machen massenhaft Umsatz. Als vor ca. zwei Jahren KIKA eröffnete, da rannten die Israelis den Österreichern die Bude ein. Die Ware mag toll sein, doch erwartet man Preise wie bei IKEA und keinen Luxus.


 KIKA  Niederlassung in Netanya

Als ausländisches Unternehmen in Israel Fuss zu fassen ist alles andere als leicht. Kinderschokolade, Nestle Kaffee oder Mac Donald’s mögen recht erfolgreich laufen. Daneben noch H & M oder eben IKEA. Dennoch gibt es genügend Beispiele renommierter Unternehmen, die nach kurzer Zeit wieder dicht machten wie, u.a., Teile der PIZZA HUT, Hard Rock Café, Dunkin Donuts, Kentucky Fried Chicken, Starbucks, etc. Wer als ausländischer Anbieter nach Israel kommt, der sollte Qualität zu günstigen Preisen bieten und keine Luxusware. Mit Nahrungsmitteln sei ebenso vorsicht geboten, denn der Nahe Osten hat seine eigenen Geschmacksrichtungen.