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Mittwoch, 15. August 2012

Flammenterrorismus

B"H 

Gestern abend brannte es mal wieder in der unmittelbaren Nachbarschaft und ich nehme an, dass Palästinenser erneut im Park gezündelt haben. Neulich erst wurde groß berichtet, dass die Palästinenser eine andere Art des Terrors entdeckt haben: Nämlich die Sommerhitze ausnutzen und Feuer legen. Immer dort, wo Juden leben wie erst in der vergangenen Woche zwischen dem Moshav Even Sapir und dem Hadassah Ein Kerem Krankenhaus in Jerusalem. 

Da sich in meiner Nachbarschaft ebenso Palästinenser befinden, wird auf der jüdischen Seite ständig gezündelt. Live beobachtet habe ich das zusammen mit Freunden an einem Schabbat vor ca. einem Monat als palästinensische Jugendliche im Park Feuer legten und sich dann schnell vom Acker machten. Gestern abend brannte es wieder und wir alle wussten, woher die Flammen kamen. 



Der Brand



Die Feuerwehr

Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 8. August 2012

Wieder neue Waldbrände

B"H 

Im Jerusalemer Wald um den Moshav Even Sapir und das Hadassah Krankenhaus brach bei dem heutigen trockenen heissen Wetter ein Waldbrand aus. 15 Löschtrupps der Feuerwehr sowie Löschflugzeuge sind im Einsatz. Es heisst, die Feuerwehr habe soweit alles im Griff und eine direkte Gefahr für Moshav und Krankenhaus besteht nicht. 

Auch im Norden des Landes brach erneut ein Brand aus wobei ich hier nicht unerwähnt lassen will, dass es zumeist Palästinenser sind, die absichtlich zündeln. Vor ein paar Wochen wurde ich selbst Zeuge, wie palästinensische Jugendliche ein Feuer legten. Leider bleiben die Urheber der Feuer in der hiesigen Presse fast unerwähnt, da Netanyahu eine weitere Eskalation mit den Palästinensern befürchtet. Also wird lieber geschwiegen als den wahren Täter zu nennen. 



Das heutige Feuer im Jerusalemer Wald

Alle Photos HIER !

Donnerstag, 19. Juli 2012

Waldbrände

B"H 

Aufgrund einer Hitze von 40 Grad Celsius sind die Grünflächen unseres Landes völlig ausgetrocknet. Ein Funke genügt und alles steht in sekundenschnelle in Flammen. Nicht wenige Palästinenser nutzen das aus und zündeln. Am Schabbat beobachtete ich das LIVE mit einer Freundin von meinem Balkon aus. Drei palästinensische Jugendliche legten Feuer in der Grünanlage gegenüber und rannten davon. Wir wollten gerade die Feuerwehr anrufen als ein Armeefahrzeug vorbeikam und den Brand meldete. 

Die Nachbarn meinten, dass die Palästinenser das ständig tun. So aus Jux und drumherum wohnen ja eh nur Juden, die da offenbar ruhig verbrennen können.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Großbrand bei Jerusalem


Alle Photos HIER !
B"H 

Kurz bevor ich gestern in Tel Aviv den Bus zurück nach Jerusalem nehmen wollte, sah ich auf meinem Smartphone die Nachricht, dass die Autobahn Nr. 1 kurz vor der Jerusalemer Stadteinfahrt komplett gesperrt worden war. Der Grund war ein Großbrand im Wald am Vorort Mozza. 

Erst vor zwei Wochen wurde in Israel das offizielle Untersuchungsergebnis zum Feuerwehreinsatz beim Großbrand am Carmel (Dezember 2010) veröffentlicht und heiss diskutiert. Damals kamen viele Menschen um und die israelische Feuerwehr musste ein russisches Löschflugzeug anfordern, um dem Brand Herr zu werden. 

In dem offiziellen Report (Juni 2012) wurden Innenminister Eli Yishai und Finanzminister Yuval Steinitz der Schlamperei und Ignoranz bezichtigt. Die Feuerwehr habe keine notwendige Ausrüstung, alles sei veraltet und das Finanzministerium habe die Neufinanzierung abgeblockt. Gestern dann konnte die israelische Feuerwehr beweisen, dass sie es doch kann und ein Löschflugzeug gab es auch. Der Brand um Mozza sowie Teile des Vorortes Mevasseret Zion wurde gerade noch gestoppt, sonst wäre es vermutlich zu einer erneuten Katastrophe gekommen. Die sommerliche Trockenheit liessen die Flammen wie Zunder aufwirbeln. Nur wenige Meter von den Wohnhäusern entfernt. Mehr als zehn Jerusalemer Löschzüge waren schnell zur Stelle und nach mehr als einer Stunde konnte die Autobahn wieder freigegeben werden. Einige Autofahrer mit Rauchvergiftung mussten jedoch zuvor aus ihren Fahrzeugen evakuiert werden. 

Als unser Bus den Ort des Geschehens gegen 20.30 Uhr passierte, sahen wir immer noch Rauch vom gelöschten Brandherd aufziehen. Die heutigen Schlagzeilen lauten, dass Brandstiftung vermutet wird ! 

Alljährlich kommt es zu unzähligen Brandstiftungen. Auch in Jerusalem. Meist ausgeführt von Palästinensern. 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Chanukkah hat begonnen


Photo: Miriam Woelke
B”H

Heute abend zündeten wir die erste der insgesamt acht Chanukkah – Kerzen der Chanukkiah. Den eigentlichen Hintergrund zum Fest habe ich HIER einmal zusammengefasst.

Die Schlagzeilen um Tanya Rosenblit und ihren veranstalteten Hokuspokus scheinen selbst beim linksgerichteten Hetzblatt “Yediot Acharonot” vorerst vorbei, denn heute gehörten die Schlagzeilen schon wieder einem ganz anderen Thema: Regierung sowohl als auch Angehörige der umgekommenen Feuerwehrleute, Polizisten und JVA – Angestellten gedachten heute dem ersten Jahrestag der Brandkatastrophe auf dem Carmel im Dezember 2010.  

Ferner sind wir wieder einmal dazu angehalten, Wasser zu sparen, denn so richtig regnen will es auch in diesem Winter nicht. Gestern und heute herrschte in Tel Aviv eitel Sonnenschein bei 24 Grad Celsius.

Samstag, 3. Dezember 2011

Gedenken an die Brandopfer am Carmel - Berg vor einem Jahr

B”H 

Vor genau einem Jahr stand der Carmel – Berg um Haifa in Flammen. Die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Israels und erst im Ernstfall wurde allen bewusst, wie schlecht, oder besser gesagt, “PRIMITIV”, unsere Feuerwehr ausgerüstet ist. Erst ein russisches Löschflugzeug konnte den Brand unter Kontrolle bringen. 

Was hat sich seither getan ? Nicht viel. Verbrannte Bäume wurde abgeholzt, neue gepflanzt und langsam erholt sich der Carmel. Unsere Feuerwehr jedoch wuselt nach wie vor mit primitivsten Mitteln vor sich hin. 

Dieser Tage gedenkt Israel der Opfer der Brandkatastrophe. Besonders jenen mehr als Vierzig JVA Angestellten und Polizisten, darunter die Polizeichefin von Haifa, Ahuva Tomer, die vom Feuer eingeschlossen worden waren und verbrannten. 

Der folgende TV - Bericht ist nur in hebräischer Sprache, doch sehr interessant anzusehen.

Der Katastrophen - Fotograf RONI SOFER fuhr am Donnerstag mit seinem Wagen auf den brennenden Carmel und machte Photos. Unterwegs traf er auf plötzlich auftretende Feuerwände in den Bäumen. Er machte kehrt, doch da sah er den Bus mit den 40 JVA Angestellten kommen. Er warnte sie sowie zwei weitere Fahrzeuge nicht weiterzufahren. Die Fahrzeuge wendeten, doch einer der Fahrer (aus Tiberias) wird immer noch vermisst. Der Bus konnte nicht wenden und wurde von einem Feuerball erfasst. Genauso wie das Fahrzeug der Ahuva Tomer (Polizeichefin von Haifa). Die JVA Angestellten, die auf dem Weg waren, die Gefangenen des Gefängnisses Damon zu räumen, kamen in den Flammen um. Drei von ihnen retteten sich und sprangen in das Auto von Roni Sofer.



http://www.mako.co.il/news-channel2/Friday-Newscast/Article-0458fbd57ddac21004.htm 


Hier ein weiteres Video vom Brand des Busses der JVA Angestellten:

Dienstag, 29. März 2011

Video aus dem Bus beim Brand auf dem Carmel

B”H

Der TV – Sender der Knesset veröffentlichte ein Video, welches die aufgeregten Stimmen innerhalb jenes Busses aufnahm, der 40 Justizvollzugsangestellte zu einem Gefängnis im Carmel Gebirge bringen sollte, da durch den Brand (im Dezember 2010) eben jenes Gefängnis evakuiert werden sollte. Das traurige Ergebnis dürfte bekannt sein: Fast alle Justizvollzugsangestellten kamen damals in der Brandkatastrophe am Carmel ums Leben samt der Polizeichefin von Haifa, Ahuva Tomer.

Kaum vorzustellen, das die aufgeregten Stimmen im Video Menschen gehören, die nur wenige Minuten später verbrannten. Im Video gibt es noch Hoffnung und die Gefängniswärter werden aufgefordert, Ruhe zu bewahren und den Busfahrer nicht zu stören. Alle sollen sich hinsetzen, doch die Businsassen bekommen es mit der Angst zu tun. Schliesslich verlassen selbst die Feuerwehrleute den Brandort. Der JVA - Bus aber konnte nicht mehr rechtzeitig wenden und wurde von den Flammen umzingelt.


Links:


Der Photograph RONI SOFER berichtet von der Brandkatastrophe

Freitag, 7. Januar 2011

Schabbat Schalom

B”H

Heute morgen sah es noch nach einem perfekten Tag aus. Die Sonne lachte strahlend vom Himmel und es war warm. Selbst oben in der sonst so kühlen Bergregion um Zfat im Oberen Galiläa. Als ich ca. 35km südlich daheim in Tiberias aus dem Bus stieg, konnte ich die Jacke ablegen, denn noch viel wärmer. Vor ein paar Tagen hatte mir eine amerikanische Touristin verkündet, dass Tiberias eh das "israelische Florida" sei.
Später bezog sich der Himmel, es schüttete und nun ist alles grau in grau. Es wird ein verregneter Schabbat und damit Zeit, wieder einmal ein gutes Buch zu lesen. 

Die Presse weiss nicht viel Neues. Abu Mazen liess ein paar einsitzende Touristen frei, was mich nicht gross verwundert.


Ein 15 – jähriger Teenie, den die Presse nur “D” nennt, erhängte sich im Badezimmer seines Elternhauses. Offenbar hatten ihn Klassenkameraden auf Facebook in den Tod gemobbt. Der Schüler war für sein Alter recht klein gewachsen und man nannte ihn daher “Desche – Rasen”. Ferner wurde er verkloppt und auf Facebook als “Homo” beschimpft. “Er solle sich lieber gleich umbringen”.

Jetzt wimmelt die Schule ab und weist alle Schuld von sich. Die Mitschüler geben alles nur als “Spass” aus, aber die Polizei ermittelt weiter.
70% der israelischen Schüler besitzen ein Facebook Account und es kommt immer öfter zum Mobbing oder jetzt sogar auch zur Vergewaltigung einer 12 – jährigen, die da via Facebook ein paar obskure Typen kennen lernte und sich mit ihnen traf. 


Vor wenigen Tagen fand im Kibbutz Beit Oren bei Haifa eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Brandkatastrophe auf dem Carmel vor einem knappen Monat statt. Netanyahu war dort, der Knessetvorsitzende Ruven Rivlin, der sephardische Oberrabbiner Shlomo Amar sowie Innenminister Eli Yishai von der sephardischen SHASS – Partei. Nach wenigen Gedenkworten kam es zum Eklat. Der Lebensgefährte der beim Brand umgekommenen Polizeichefin von Haifa Ahuva Tomer, rastete aus. Danny Rosen forderte Netanyahu auf, Innenminister Yishai aus der Gedenkveranstaltung zu entfernen. Unverzüglich, sonst gehe er (Danny Rosen). Damit fingen auch andere trauernde Angehörige an, Yishai zu beschimpfen. Schliesslich wurde der Innenminister vom Oberrabbiner hinausgeleitet. Jedoch schlossen sich nicht alle trauernden Angehörigen der über vierzig im Feuer Umgekommenen an. “Man kann Yishai nicht zum Hauptschuldigen machen. Das sei ja absurd. Davon kommen die Toten nicht wieder und man solle mit seiner Trauer anders umgehen und nicht wahllos um sich schlagen”.

Danach kam es zu einem weiteren Eklat zwischen der SHASS – Partei und Rosen. Israels Massenblatt “Yediot Acharonot” lässt in ihrer heutigen Schabbatausgabe Danny Rosen mehrseitig zu Wort kommen. Und damit geht das Land vorerst in den regnerischen Schabbat. 


Wie ich berichtete, denke ich darüber nach, nach Zfat zu ziehen. Zfat ist bestimmt kein zentraler Ort wie Tel Aviv, hat aber anderer Vorteile. Wer ein ruhiges Leben sucht, der ist in Zfat garantiert richtig. Vielleicht sogar viel zu richtig.
Wie aber finde sich in Zfat eine Wohnung ? Noch dazu eine Bezahlbare ?

Die Kleinstadt verfügt über eine riesige Anglo – Gemeinde und diese wiederum fand ihren eigenen Weg der “Community Communication”: Eine eigene Mailing List und auf ihr stellte ich ein Announcement ein. Prompt kamen fast 15 Antworten zusammen und ich habe einiges zu tun, um die zu prüfen.

In der Zeitung hiess es gestern noch, dass die Stadt Tiberias den prozentual höchsten Preisanstieg bei Häuserkauf aufweist. Wohlgemerkt, beim Kauf und (noch nicht) bei den Mieten. Warum das so ist, darauf gehe ich mit Photos zu Beginn der kommenden Woche ein.

“Schabbat Schalom” an alle Leser !

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Die Nachwirkungen der Brandkatastrophe auf dem Carmel

B”H

Nach dem riesen Unwetter vom Sonntag schien am Montag wieder die Sonne. Israel erwärmt sich und ich bin froh über die heutigen 22 Grad Celsius in Tiberias. Der Regenguss bescherte uns bisher zwar nur einen Wasserpegelanstieg des Kinneret (See Genezareth) von 5cm, aber Regen und frostige Kälte zusammen, das halt man in Israel kaum aus. Regen ja, aber ohne eisigen Sturm. Insbesondere im sonst so tropischen Tiberias findet man kaum eine Heizung und was die Leute tun ist, sich in mehrere Decken zu hüllen. Jerusalem ist zwar auch nicht gerade mit Heizungen gesegnet, doch die dortigen Bewohner sind das kalte Wetter gewohnt.

Die Zeitungen berichten täglich dasselbe und suchen, unter anderem, nach einem Schuldigen für die Brandkatastrophe auf dem Carmel von vor zwei Wochen. Die Regierung lässt sich jedoch nicht von der Medienhetze beeindrucken und so wird lieber von den Helden berichtet: Wie die drei Polizisten (darunter die Polizeichefin von Haifa – Ahuva Tomer), welche den Bus der JVA Angestellten in ihren drei Streifenwagen begleiteten, die JVA Angestellten nicht allein dem Feuer überlassen und ihnen helfen wollten. Die Hilfe nutzte nichts und allesamt verbrannten.

Zeugen berichteten, wie der Busfahrer die Türen wegen der grossen Hitzeeinwirkung nicht mehr öffnen konnte und die verzweifelten JVA Angestellten die hintere Tür des Busses einschlugen, um nach draussen zu gelangen. Nur wenigen gelang die Flucht durch die bereits um sich schlagende Feuerwand. Der Rest sah, dass es keinen Ausweg mehr gab. Sie stellten sich in einem Kreis um den Bus und fasten sich an den Händen. Vielleicht beteten sie alle gemeinsam, wer weiss… Als die verkohlten Leichen gefunden wurden, lagen sie alle in einem Kreis um den Bus herum. Das muss ein gespenstischer Anblick gewesen sein.

Jetzt werden Gelder gesammelt, um den weitgehend verbrannten Carmel wieder aufzubauen. Netanyahu sprach den ausgebrannten Bewohnern des Kibbutz Beit Oren sowie anderweitigen Betroffenen eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe.
Israelis sind von Grund auf neugierig und sobald das Feuer gelöscht war, setzte der “Katastrophentourismus” ein. Das halbe Land machte sich auf zum Carmel, um das Grauen selbst zu inspizieren. Die Behörden aber warnen vor Wanderungen durch die verbrannten Teile des Carmel, da befürchtet wird, das verkohlte Bäume einstürzen könnten oder der vom Regen durchgenässte Boden Erdrutsche verursacht.

Als es am Sonntag endlich aus allen Eimern goss fragten wir uns alle, warum dies alles nicht eine Woche eher geschehen konnte. Da nämlich wäre der Brand in in Windeseile gelöscht worden. Das Positive an der Katastrophe ist, dass Israel sich der Not der Rettungsteams bewusst wurde. Eine neue moderne Ausrüstung muss her. Der negative Aspekt: Unsere arabischen Feinde kennen nun die Schwächen unseres Landes, doch mit einem rechnen sie nicht: Dem Zusammenhalt der Bevölkerung in Krisenzeiten und dem sich immer wieder aufbäumenden Israel sowie G – ttes Schutz über die Juden.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Bilder des JVA Bus, kurz bevor er in Flammen aufging


Der Bus der Gefängniswärter kurz bevor er Feuer fing.
Das Photo entstand am ersten Tag des Feuers auf dem Carmel vor knapp zwei Wochen. 41 Waerter kamen bei dem Brand des Busses um. Inclusive der Polizeichefin von Haifa, Ahuva Tomer, die in ihrem Wagen hinter dem Bus verbrannte.

HIER sind alle Photos zu finden !

Freitag, 10. Dezember 2010

Schabbat Schalom




B"H

Die Politiker zanken untereinander, wer denn nun für die israelische Feuerwehrmisere zuständig ist. Teilweise haben die Feuerwehrautos schon 35 Jahre auf dem Buckel und rumpeln gerade mal so den Berg hinauf. Personalaufstockung, mehr Lohn und eine bessere Ausrüstung werden gefordert, aber vorerst wird gestritten. Ich allerdings bezweifele, dass tatsächlich irgendein Minister seinen Rücktritt ankündigt. Jeder will seinen Stuhl behalten und kämpft wie ein Löwe darum.

Ich bin wieder daheim in Tiberias und der zwei Tage Trip nach Jerusalem kostete Nerven. Vor allem die Verhandlungen mit einem Versicherungsagenten und ich lasse mich mit soetwas nicht mehr ein. Aber den Rat brauche ich keinem weiterzugeben, sondern ein Jeder hat diesbezüglich sicher schon eigene Erfahrungen gemacht.

So richtig Winter soll es werden. Mit Regen, Überschwemmungen, Kält und Schnee auf dem Hermon. In Jerusalem war es des Nachts wahnsinnig kalt, doch in Tiberias sassen wir gestern am späten Abend noch draussen. Heute morgen noch schien die Sonne und es war relativ warm, wenn aus deutlich kühler. Mittlerweile jedoch bezieht es sich und der Regen ist nur noch eine Frage der Zeit.

Ich bin froh, wieder in Tiberias zu sein. Jerusalem ist mir mittlerweile zu stressig geworden. Verpestete Luft, zuviele Leute, Gedränge und Schnelllebigkeit. Irgendwo wird immer gequetscht: Auf dem Machane Yehudah Markt, vor und im Bus, in der Ben Yehudah Mall, am Busbahnhof. Der Raum in der Stadt ist begrenzt und vieles ist eng und man hangelt sich so durch. Vom fehlenden Landschaftsbild innerhalb der Stadt ganz zu schweigen.

In Israel ist für viele nur der Schabbat das Wochenende. Immerhin arbeiten Tausende auch am Freitag nicht mehr und haben somit zwei Tage Wochenende. Innerhalb der Woche arbeiten zahlreiche Israelis so hart, dass sie sich zwar immer wieder für das Wochenende etwas vornehmen, doch es kaum zu etwas bringen. Aus dem einfachen Grund, dass man am Freitag abend schon halb darnieder liegt. Dann ist die Luft raus und es wird schon beim Schabbatessen tief gegähnt. So geht es mit mittlerweile häufig und morgen werde ich nur ausspannen und lesen.

Eine kleine Aufmunterung an alle, die im fortgeschritteneren Alter Aliyah machen:
Wer gute Qualifikationen vorweisen kann, hiermit spreche ich besonders den Hightech - Bereich an, der kann Glück haben und einen super Job finden. Dann, wenn er flexibel ist, lange Arbeitsstunden kein Hindernis sind, Begeisterung für den Computer und eine Ahnung von der Buchhaltung sollten vorhanden sein. Einer Freundin von mir ist dies so ergangen und sie steigt immer höher auf. Und das mit fast sechzig Jahren. Also, nicht immer ist es die Alterzahl, sondern oftmals genauso die persönliche Einsatzbereitschaft. Wer kommt, auf seine acht Stunden Arbeitszeit pocht und dann wieder schnell nach hause abhaut, hat hierbei das Nachsehen.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Israels Feuerwehr in der Knesset

B"H

Nach dem Löschen des Brandes auf dem Carmel und dem Leiden an schweren Verlusten wurden Israels Feuerwehrleute jetzt zu einer Chanukkah - Feier in die Knesset eingeladen.

Unterdessen streiten sich die Ministerien Sicherheit, Verteidigung und Finanzen um die Schuldzuweisungen bezüglich der schlechten Ausreustung der israelischen Feuerwehr. Wer ist Schuld am Branddebakel auf dem Carmel ?
Heute wird ein erster offizieller Bericht veröffentlicht, der über die Lage der Feuerwehr Auskunft gibt und wer wo nach dem Zweiten Libanonkrieg versagt hat. Anscheinend sind alle drei o.g. Ministerien tief involviert.



Der Knessetvorsitzende, Ruven Rivlin, zündete die Chanukkiah.



Israelische Feuerwehrmänner bei der Chanukkahfeier.

Alle Bilder davon HIER !

Schlagzeile: "Schwarz vor Augen"


Titelseite der Tageszeitung "Yediot Acharonot" vom Sonntag, 05. Dezember 2010.
Der Brand auf dem Carmel war fast gelöscht, doch die Auswirkungen sind fatal.

Photo: Miriam Woelke

Montag, 6. Dezember 2010

G - tt, Meschiach und die Brandkatastrophe vom Carmel

B"H

Einer meiner englischen Blogleser sandte mir das folgende Statement des Breslover Rabbiners Lazer Brody:


SUNDAY, 05 DECEMBER 2010

The Haifa Fire While the devastating forest fire on the outskirts of Haifa still blazes, a pointless national witch hunt is going on. Energies herewould be much better applied to soul-searching, teshuva, and learning emuna. We here at the Beams aren't going to participate of the finger-pointing festival. Nor shall we cry in lament like the secular media who says, "if we can't put out a forest fire, how can we defend ourselves?" We never did defend ourselves - it was Hashem that pulled us out of every fire; this is personal experience talking... We teach in the principles of emuna that everything Hashem does is for the very best. Everyone asks, how can 42 losses of life and thousands of acres of charred forests be for the best? The answer is in the following Midrash (Shir Hashirim 2:5, elaboratingon the passage, K'shoshana bane ha chuchim): Right before Moshiach comes, Hashem will burn the outskirts of Haifa.

http://lazerbrody.typepad.com/lazer_beams/2010/12/the-haifa-fire.html




Ich kommentiere das Statement jetzt nicht, sondern werfe lieber selber einen Blick in die besagte Midrasch, sobald ich sie in die Hand bekommen. Allerdings entspricht es der Richtigkeit, dass G - tt entscheidet, ob Israel auf der Siegerstrasse steht oder verliert. Und ER ist es ebenso, der Kriege entscheidet, wie wir aus der Thora von den Kriegen Moshes sowie jenen von Joshua sehen !




Link zum Thema:


Rabbi Ovadiah Yosef und seine Aussagen

Die Polizeichefin von Haifa, Ahuva Tomer, erlag ihren Brandverletzungen



B"H

Die Polizeichefin und Powerfrau von Haifa, Ahuva Tomer, erlag ihren schweren Brandverletzungen, die sie sich am vergangenen Donnerstag auf dem Carmel zugezogen hatte. Fast zu 90 % war ihre Haut verbrannt als man sie aus den Flammen zog.

Tagelang wurde um Ahuva gebangt und gelitten, heute nun war die Beerdigung:





Sonntag, 5. Dezember 2010

Das Feuer auf dem Carmel geht langsam aus

B"H

Es schmirgelt zwar noch ein wenig, doch die Feuer auf dem Carmel sind weitgehend gelöscht. Als die Flammen noch brannten, entfachte ein Streit darüber, wer denn genau schuld sei an der schlechten Ausruestung der Feuerwehr. Innenminister Eli Yishai schob alles auf das Finanzministerium und jedes Ministerium schiebt kräftig mit nach. Keiner will schuld sein und das Hickhack kann noch ewig dauern.

Hier eine Liste der 41 Todesopfer. Viele Drusen sind darunter sowie Juden aus dem ganzen Land.

Die neue Art des Terrors



Cartoon: ARUTZ 7

Falsche Gerüchte über die Aussagen des Rabbi Ovadiah Yosef

B"H

Auf einigen Sites sah ich falsche Zitierungen des ehemaligen sephardischen Oberrabbiners Ovadiah Yosef und möchte dies richtigstellen, bevor sämtliche Leute wieder meinen, alles besser zu wissen und ihren Senf dazu geben zu müssen:


Rabbi Ovadiah Yosef sagte nicht, dass das Feuer auf dem Carmel als Strafe ausbrach, weil nicht alle Juden den Schabbat einhalten. Was er sagte war, dass es verboten ist, am Schabbat ein Feuer zu löschen. Deswegen hätten die Feuerwehrleute am Schabbat ihre Arbeit einstellen müssen und auf G - tt vertrauen sollen.

Ich persönlich meine dazu, dass gerade jetzt an Chanukkah die Chashmonaim und zeigen, dass wir BETEN und AGIEREN sollen. Sobald wir aktiv werden, hilft uns G - tt und nicht, wenn wir nur dasitzen und nichts tun.

Es mag sein, dass die Gemara (rabbinische Diskussionen im Talmud) Beispiel für andere Reaktionen liefern und Rabbi Yosef diese so auslegte; ich aber bin für das Handeln und denke, es war ein Fall der "Pikuach Nefesh" gegeben, um Leben zu retten.

Zusatz:
Damit gebe ich dem Rabbi Recht, denn es ist ein jüdisches Konzept, dass G - tt allein das Universum regiert.
Rabbi Yosef sagte, dass nichts aus lauter Zufall geschieht und alles von G - tt ausgeht.


Würden die Juden Teschuva (Rückkehr zu G - tt) machen, wende sich alles zum Guten und wir können uneingeschränkt mit Seiner Hilfe rechnen.

Das Feuer auf dem Carmel kommt unter Kontrolle

B"H

Das ist es, was Israel gefehlt hat: Ein moderner Supertanker mit 80,000 Liter Wasser Ladevolumen. Von den erprobten amerikanischen sowie kanadischen Feuerbekämpfungsmethoden kann Israel eine Menge lernen.

Zur aktuellen Lage auf dem Carmel HIER !

Jetzt ist es an der Zeit, um sich zu schlagen und die Regierung tut dies, indem Schuldige gesucht werden. Schuldig am Versagen der "Home Front". Da kann man noch sagen "Glück gehabt", denn was wäre im Falle ein Krieges passiert !"

Bei der Feuerwehr herrscht Zuversicht, denn der Brand zündelt nur noch an zwei Stellen.

In den sechs Uhr Nachrichten im Radio wurden heute morgen samtliche Namen der 41 Toten verlesen und wann und wo heute die letzten Beerdigungen stattfinden.  Zwei Tote werden allein auf dem Militärfriedhof von Tiberias beerdigt.

Samstag, 4. Dezember 2010

Wie der Fotograf Roni Sofer drei Menschen aus dem Feuer holte

B"H

Der folgende TV - Bericht ist nur in hebräischer Sprache, doch sehr interessant anzusehen.

Der Katastrophen - Fotograf RONI SOFER fuhr am Donnerstag mit seinem Wagen auf den brennenden Carmel und machte Photos. Unterwegs traf er auf plötzlich auftretende Feuerwände in den Bäumen. Er machte kehrt, doch da sah er den Bus mit den 40 JVA Angestellten kommen. Er warnte sie sowie zwei weitere Fahrzeuge nicht weiterzufahren. Die Fahrzeuge wendeten, doch einer der Fahrer (aus Tiberias) wird immer noch vermisst. Der Bus konnte nicht wenden und wurde von einem Feuerball erfasst. Genauso wie das Fahrzeug der Ahuva Tomer (Polizeichefin von Haifa). Die JVA Angestellten, die auf dem Weg waren, die Gefangenen des Gefängnisses Damon zu räumen, kamen in den Flammen um. Drei von ihnen retteten sich und sprangen in das Auto von Roni Sofer.


http://www.mako.co.il/news-channel2/Friday-Newscast/Article-0458fbd57ddac21004.htm