Der israelische Zivilschutz PIKUD Ha'OREF zum Schutz vor Raketen
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Freitag, 16. November 2012
Sonntag, 21. Oktober 2012
Katastrophenübungen in Israel
Quelle: Pikud Ha'Oref (Zivilschutz)
B"H Israel gleicht heute etwas einem Katastrophengebiet und viele, die es noch nicht wissen, mögen erschrecken, wenn sie überall Ambulanzen, Polizei oder Armee sehen. Aber keine Panik, denn es handelt sich lediglich um eine landesweite Übung.
Seit Jahren sagen Wissenschaftler für bestimmte Gebiete Israels ein verheerendes Erdbeben voraus und der Ernstfall wird geprobt. Tausende Tote, Verletzte sowie Obdachlose, darum geht der heutige Großeinsatz.
Morgen fahre ich auf zwei Tage in ein extrem erdbebengefährdetes Gebiet, in welchem es regelmäßig zu Erdstößen kommt und die Kinder in der Schule lernen, wie man sich im Falle eines Bebens zu verhalten hat. Sich nämlich nicht in einem Gebäude aufzuhalten, sondern im Freien. Wer in einem Gebäude ist, der krieche unter den Tisch oder suche Schutz im Treppenhaus. Dies sind so die gröbsten Ratschläge.
Zwei Tage werde ich in dieser Woche in Nordisrael, vorwiegend in Zfat (Safed) verbringen, und diese Region ist, wie gesagt, ganz besonders gefährdet. Zusammen mit dem Jordantal, Beit She’an und Tiberias. Allein im Mittelalter sowie im 19. Jahrhundert wurde die Kleinstadt Zfat im oberen Galiläa mehrere Male durch Erdbeben zerstört. Doch nicht nur für die Nordregionen wird ein schweres Beben vorhergesagt: Wenn die Katastrophe eintrifft, wird auch Jerusalem betroffen sein.
Links für den Kriegsfall:
Pikud Ha'Oref in englischer Sprache
und in deutscher Sprache:
Verhaltensregeln für den Verteidigungfall
Verhaltensregeln bei Ertönen der Warnsirene
Beim Ertönen der Warnsirene oder einer Explosion sind unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Zeitraums, die angemessenen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es ist dabei folgendermaßen vorzugehen:
In Gebäuden: Sich, je nach zur Verfügung stehendem Zeitraum, in den Luftschutzraum, Luftschutzbunker oder einen Raum ohne Aussenwände begeben und Türen und Fenster schließen.
Im Freien: Sich, je nach zur Verfügung stehendem Zeitraum, in das nächste Gebäude begeben. Falls man sich in einer nicht bebauten Gegend befindet und es in der Nähe keine Gebäude gibt, legt man sich flach auf den Boden und schützt den Kopf mit den Händen.
Im Fahrzeug: Auf dem Seitenstreifen oder am Straßenrand anhalten, aus dem Fahrzeug aussteigen und sich in das nächste Gebäude oder den nächsten Unterstand begeben. Falls es in dem zur Verfügung stehenden Zeitraum nicht möglich ist, ein Gebäude oder einen Unterstand zu erreichen, steigt man aus dem Fahrzeug aus, legt sich flach auf den Boden und schützt den Kopf mit den Händen. Falls es nicht möglich ist, aus dem Fahrzeug auszusteigen, hält man am Straßenrand an und wartet 10 Minuten.
• Falls keine anderen Anweisungen gegeben werden, können die Schutzräume nach 10 Minuten verlassen werden.
• Achtung! Sich von unbekannten Objekten oder auf dem Boden liegenden Raketen entfernen. In einem solchen Fall, Neugierige zurückdrängen und die Polizei verständigen.
• Weiterhin die über die Medien ausgestrahlten Anweisungen verfolgen.
Anweisungen zur Wahl des geschützten Umfelds und zu seiner Vorbereitung:
Das geschützte Umfeld ist im Verhältnis zu dem Zeitraum auszuwählen, der ab dem Ertönen der Warnsirene oder der Explosion zur Verfügung steht, - folgende Prioritäten sind zu berücksichtigen:
• Luftschutzraum (geschütztes Umfeld in der Wohnung): oder geschütztes Umfeld auf der Etage stellen die beste Lösung dar.
• Luftschutzbunker:
• Luftschutzbunker in einem Mehrfamilienhaus: vorausgesetzt, der Luftschutzbunker befindet sich innerhalb des Gebäudes und es besteht die Möglichkeit, ihn über das Treppenhaus des Gebäudes zu erreichen, unabhängig von der Vorwarnzeit.
• Öffentlicher Luftschutzbunker: vorausgesetzt, er ist innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraumes zu erreichen, ab Ertönen der Sirene.
• Falls kein geschütztes Umfeld, Luftschtzraum oder –bunker zur Verfügung stehen, ist ein geschützter Binnenraum zu wählen, mit der geringsten Zahl von Aussenwänden, Fenstern oder sonstigen Öffnungen.
• Bewohner des obersten Stockwerks, in Gebäuden mit mehr als drei Stockwerken ohne geschütztes Umfeld, Luftschutzraum oder –bunker, gehen zwei Stockwerke herunter und verbleiben im Treppenhaus.
• Bewohner des obersten Stockwerks, in Gebäuden mit mehr als drei Stockwerken ohne geschütztes Umfeld, Luftschutzraum oder –bunker, gehen ein Stockwerk herunter und verbleiben im Treppenhaus.
• Erklärung der abgeänderten Anweisungen:
• In einem dreistöckigen Gebäude ist der mittlere Treppenhaus-abschnitt der bestgeschützte Teil ( das zweite Stockwerk).
• In einem Gebäude mit mehr als drei Stockwerken ist jeder Treppenhausabschnitt geschützt, mit Ausnahme des Erdgeschosses und der beiden obersten Stockwerke.
• Zivilpersonen ist es untersagt, sich im Eingangsbereich des Gebäudes aufzuhalten, da bei Raketeneinschlag in der Nähe des Gebäudes bei Zersplittern der Verglasung Verwundungsgefahr besteht. Für weitere Angaben: Internetseite des Zivilschutzes www.oref.org.il , Facebook und das Informationszentrum des Zivilschutztes Telnr. 1207.
Donnerstag, 25. August 2011
Der PIKUD HA’OREF über Erdbeben und Raketen
B”H
Auf der Arbeit hatten wir heute einen halbstündigen Lehrgang vom Zivilschutz “Pikud Ha’Oref”. Eine junge Soldatin kam und klärte uns zwecks Verhalten bei Erdbeben, Tzunami sowie Raketen auf.
Innerhalb der nächsten zwanzig Jahre werde es in Israel zu einem verheerenden Erdbeben kommen. Jedenfalls wird das von heimischen Wissenschaftlern so vorher gesagt. Zwar nicht direkt für die Gegend um Tel Aviv, doch für Jerusalem, das Tote Meer, Beit Shean, Tiberias und Zfat. Ständig erfolgen kleine Beben und neulich sogar in Tel Aviv.
Heute lernten wir, uns vor dem Erdbeben zu schützen bzw. wie wir uns im Ernstfall verhalten sollen. Wenn der Boden wackelt, das Haus verlassen und draußen auf weitere Anweisungen vom Pikud Ha’Oref warten. Immerhin komme es gewöhnlich zu Nachbeben und diese sollten wir dann erst abwarten. Erdbebengeschützt seien nur die neuen Häuser und da ich im vollen Altbau wohne, gehe ich davon aus, dass beim kleinsten Erdbebengerumpel unsere Ruine wie eine Schachtel umkippt. Aber auch darauf hatte die Soldatin eine Antwort: Falls wir die Flucht nach draußen nicht schaffen, biete das Treppenhaus eventuellen Schutz oder zumindest einen potentiellen Fluchtweg.
Danach wurden die Raketen zum Thema. Weniger die derzeitigen Angriffe aus Gaza als ein richtiger Krieg zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarstaaten. “Wir haben ja um Tel Aviv keinen Eisendom (Kipat Barsel) wie derzeit Beersheva oder Ashkelon”, gab ein Arbeitskollege zu bedenken. “Naja, falls Tel Aviv angegriffen wird, werde der Eisendom aus dem Süden hierher verfrachtet. Greifen die Araber erst einmal Tel Aviv an, sehen sie eh nichts anderes mehr", so die Soldatin.
Bei Bombenalarm sollte man sich zumindest in die mittleren Etagen eines Hauses begeben, wenn gerade kein Bunker vorhanden ist. Zimmer ohne Außenwände. Die Soldatin hatte eine Gasmaske mitgebracht, welche uns auch erklärt wurde. Das Aufsetzen und den Filter anschrauben. Sogar ein Trinkrohr hat die israelische Gasmaske.
Hinterher kamen wir Arbeitskollegen zu der Einsicht, dass wir kaum vor einem eventuellen Tzunami nach einem schweren Beben flüchten können, wie die Soldatin aufgetragen hatte. Wohin sollen wir denn da laufen ? Und die alten Tel Aviver Gebäude aus der Gründerzeit sind eh morsch und für jeden Tag, an dem sie noch stehen, müssen wir dankbar sein.:-)
Mittwoch, 22. Juni 2011
HEUTE: Landesweite Übung des PIKUD HA'OREF
B”H
Wer sich in Israel aufhält: Heute führt der “Pikud Ha’Oref – Zivilschutz – Home Front Command” eine landesweite Kriegsübung durch. Unter anderem werden Bombenangriffe auf Krankenhäuser, Militäranlagen sowie Großstädte simuliert. Morgens um 11.00 Uhr und abends um 19.00 Uhr ertönen die Sirenen für konventionelle sowie atomare Angriffe.
An Touristen: Es handelt sich dabei nur um eine Übung und hoffen wir, dass es auch so bleibt !
Donnerstag, 16. Juni 2011
Übung des "Pikud HaOref - Zivilschutz" am 22. Juni 2011
B"H
In der Praxis sieht das so aus, dass morgens um 11.00 Uhr und nochmals abends um 19.00 Uhr die Sirenen losgehen und wir dazu angehalten sind, den nächstgelegenen Bunker aufzusuchen.
Momentan schaltet der “Pikud HaOref” Announcen (siehe links im Bild) in den großen israelischen Tageszeitungen, wo es, u.a., heißt, dass wir uns vorher über die Lokalität des jeweiligen Bunker informieren sollen.
Normalerweise betreffen die Übungen des Pikud HaOref NUR israelische Staatsbürger und Touristen können ganz normal ihrem Alltag nachgehen !
Hier ein Videobericht der israelischen Armee zur Übung des "Pikud HaOref" im vergangenen Jahr !
Mittwoch, 26. Mai 2010
HaTargil Awar - Übung vorbei
B"H
Der heutige, für 11.00 Uhr morgens, anberaumte landesweite Großalarm ist vorbei. Jeder Israeli sollte mit dem Sirenenton einen Bunker aufsuchen. Ich befinde mich an einem öffentlichen Ort und wir wurden lediglich hinunter in die Cafeteria "befohlen". So bestellte ich einen Espresso und sass draußen im Garten die verlangten zehn Minuten ab. Alles war entspannt, denn noch ist Frieden.
Nach all den Jahren in Israel bin ich derlei Moment gewöhnt.
Montag, 24. Mai 2010
Homefront Drill am Mittwoch !
B"H
Am Mittwoch, 26.Mai 2010, ist landesweiter "HOMEFRONT DRILL" !
Um 11.00 Uhr früh gehen die Sirenen los und sämtliche ISRAELISCHE Staatsbürger (Touristen sind hierbei ausgenommen) sollten schnellst möglich einen Bunker aufsuchen. Bei dem Drill handelt es sich um eine Übung für den Ernstfall. Alles redet von einem neuen möglichen Krieg in diesem Sommer und die Hizbollah zeigt iranische Militaerstärke.
Am Mittwoch, 26.Mai 2010, ist landesweiter "HOMEFRONT DRILL" !
Um 11.00 Uhr früh gehen die Sirenen los und sämtliche ISRAELISCHE Staatsbürger (Touristen sind hierbei ausgenommen) sollten schnellst möglich einen Bunker aufsuchen. Bei dem Drill handelt es sich um eine Übung für den Ernstfall. Alles redet von einem neuen möglichen Krieg in diesem Sommer und die Hizbollah zeigt iranische Militaerstärke.
Sämtliche Details zum Drill beim PIKUD HA'OREF (Zivilschutz):
Sonntag, 23. Mai 2010
Bunkerprovokationen
B"H
Am Mittwoch um 11.00 Uhr soll es also soweit sein:
Landesweiter Sirenenton sowie gemeinsamer Bunkergang aller Israelis. Man will schliesslich vorbereitet sein, wenn Achmadinejad oder Hizbollah - Nasrallah durchdrehen und weitere Raketen gen Israel richten.
Eines ist dabei sicher:
Der nächste Angriff wird kein Zuckerschlecken werden, denn die Hizbollah hat Dank dem Iran und Syrien mächtig ausgerüstet. Wo bleibt da die EU mit ihrem Einspruch ? War man doch während des zweiten Libanonkrieges so fix und offerierte voreingenommene Hilfe, so bleibt diesmal die Voreingenommenheit ruhen, bis die nächsten Raketen auf Israel fliegen.
Der Libanon betrachtet die groß angelegte Übung Israels als Provokation, denn in Wahrheit plane Israel einen erneuten Angriff auf den Libanon. Zwischenzeitlich platziert die Hizbollah ihre frisch erhaltenen Missiles und Grad - Raketen gen Haifa, Tel Aviv und Jerusalem.
Mittwoch, 17. März 2010
ABC - Übung im Mai
B"H
In der letzten Maiwoche plant der "Pikud HaOref - Zivilschutz" eine landesweite Übung für den Ernstfall eines atomaren Angriffs. Der ABC - Alarm soll der grösste in der Geschichte Israels werden. Viel ausgedehnter als im vergangenen Jahr, denn im Mai heisst es, dass wir ebenso aus den Betten müssen, um in die Bunker zu rennen. Die Sirenen werden uns nachts aus dem Schlaf reissen und dann geht das Chaos los.
Ich sprach mit einigen Leuten aus dem Bekanntenkreis und die zeigten sich wenig beeindruckt. "Jaja", so die abwinkende Reaktion.
In der letzten Maiwoche plant der "Pikud HaOref - Zivilschutz" eine landesweite Übung für den Ernstfall eines atomaren Angriffs. Der ABC - Alarm soll der grösste in der Geschichte Israels werden. Viel ausgedehnter als im vergangenen Jahr, denn im Mai heisst es, dass wir ebenso aus den Betten müssen, um in die Bunker zu rennen. Die Sirenen werden uns nachts aus dem Schlaf reissen und dann geht das Chaos los.
Ich sprach mit einigen Leuten aus dem Bekanntenkreis und die zeigten sich wenig beeindruckt. "Jaja", so die abwinkende Reaktion.
Soll man nun bei einer ABC - Übung aufstehen oder sich lieber rumdrehen und weiterpennen ?
Iran hin oder her ...
Dienstag, 2. Juni 2009
Landkarte des "Pikud HaOref"
ABC - Alarm überlebt
B"H
Ob wir einen richtigen ABC - Angriff überlebt hätten, steht in den Sternen, denn in dem öffentlichen Gebäude, in dem ich mich befinde, gingen nur die Angestellten hinunter in die Bunker. Und ob die Angestellten tatsächlich in die Bunker hineingingen und nicht eventuell nur den Weg probten, ist fraglich, denn nach wenigen Minuten der Abwesenheit waren sie schon wieder an ihrem Arbeitsplatz.
Ein bitterer Nachgeschmack der Übung bleibt dennoch: Als die Sirenen ertönten, stand einem jeden ein Gedanke im Gesicht geschrieben:
"Hoffentlich wird aus der Übung in Zukunft kein Ernstfall !"
Ob wir einen richtigen ABC - Angriff überlebt hätten, steht in den Sternen, denn in dem öffentlichen Gebäude, in dem ich mich befinde, gingen nur die Angestellten hinunter in die Bunker. Und ob die Angestellten tatsächlich in die Bunker hineingingen und nicht eventuell nur den Weg probten, ist fraglich, denn nach wenigen Minuten der Abwesenheit waren sie schon wieder an ihrem Arbeitsplatz.
Ein bitterer Nachgeschmack der Übung bleibt dennoch: Als die Sirenen ertönten, stand einem jeden ein Gedanke im Gesicht geschrieben:
"Hoffentlich wird aus der Übung in Zukunft kein Ernstfall !"
Heute ist es soweit: Zivilschutzdrill um 11.00 Uhr
B"HDie grösste Wehrübung in der Geschichte Israels rollt heute an und viele Bewohner fühlen sich nach wie vor desinformiert.
Mittlerweile verteilen die Behörden sogar Aufklärungsbroschüren in jiddischer Sprache, um auch die haredische (ultra - orthodoxe) Bevölkerung insbesondere auf heute (Dienstag) einzustimmen. Dann nämlich erklingen um 11.00 Uhr früh im gesamten Land die Sirenen und wir alle, angeblich ohne Ausnahme, werden Teil eines militärischen Drills für den Ernstfall. Alles rein in die Bunker. Wie das genau ablaufen soll, darüber wissen viele Leute immer noch nicht genau Bescheid.
Hier eine Erklärung des PIKUD HAOREF (Zivilschutz):
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/3/1083.pdf
Weiterer Link:
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/7/1077.jpg
Sonntag, 31. Mai 2009
Heute beginnt die Woche der Wehrübung in Israel
B"H
Die grösste Wehrübung in der Geschichte Israels rollt heute an und viele Bewohner fühlen sich nach wie vor desinformiert.
Mittlerweile verteilen die Behörden sogar Aufklärungsbroschüren in jiddischer Sprache, um auch die haredische (ultra - orthodoxe) Bevölkerung insbesondere auf diesen Dienstag einzustimmen. Dann nämlich erklingen um 11.00 Uhr früh im gesamten Land die Sirenen und wir alle, angeblich ohne Ausnahme, werden Teil eines militärischen Drills für den Ernstfall. Alles rein in die Bunker. Wie das genau ablaufen soll, darüber wissen viele Leute absolut nicht Bescheid.
Hier eine Erklärung des PIKUD HAOREF (Zivilschutz):
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/3/1083.pdf
Weiterer Link:
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/7/1077.jpg
Die grösste Wehrübung in der Geschichte Israels rollt heute an und viele Bewohner fühlen sich nach wie vor desinformiert.
Mittlerweile verteilen die Behörden sogar Aufklärungsbroschüren in jiddischer Sprache, um auch die haredische (ultra - orthodoxe) Bevölkerung insbesondere auf diesen Dienstag einzustimmen. Dann nämlich erklingen um 11.00 Uhr früh im gesamten Land die Sirenen und wir alle, angeblich ohne Ausnahme, werden Teil eines militärischen Drills für den Ernstfall. Alles rein in die Bunker. Wie das genau ablaufen soll, darüber wissen viele Leute absolut nicht Bescheid.
Hier eine Erklärung des PIKUD HAOREF (Zivilschutz):
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/3/1083.pdf
Weiterer Link:
http://www.oref.org.il/sip_storage/FILES/7/1077.jpg
Montag, 25. Mai 2009
Die größte Wehrübung in der Geschichte Israels
B"HSind alle Bunker gerüstet für den 2. Juni 2009 ?
Nächste Woche Dienstag findet in Israel die größte Wehrübung seit Bestehen des Staates statt.
Eine Kollegin fragte heute früh in unserer Bäckerei herum, wie sich die Belegschaft denn zu verhalten habe, wenn da die Sirenen losgehen ? Wo sei der nahegelegenste Bunker ? Sollen alle hineinmarschieren und wenn ja, wie ? Rennen oder gehen ?
Im Gebäude, in dem auch die Bäckerei untergebracht ist, befindet sich ein Bunker und ein betagter Hausbewohner macht nun alles klar. Allerdings gab er zu, dass ein weiterer Bewohner den Bunker als zweiten Kellerraum nutzt und erst einmal das ganze Gerümple herausgeschafft werden muss. Dazu kommt, dass der Bunker seit zehn Jahren nicht mehr saubergemacht worden ist. Die Kakerlaken sagen sich also Gute Nacht !
So schaut es in vielen Teilen Israels aus. Die Bunker werden als Lagerräume genutzt und nichts ist vorbereitet. Außerdem vermisse ich bisher die Aufklärung über die Wehrübung, an der die gesamte Bevölkerung teilnehmen soll. Außer ein paar kleinen Artikeln auf Walla sah ich nichts. Woher sollen wir also wissen, was zu tun ist ?
Photo: TapuzIch schaute auf der Site des israelischen Zivilschutzes "Pikud HaOref" nach - und dort gibt es immerhin ein kurzes Video mit dem Titel "Training the Public" zu sehen.
Da die Bedrohung aus dem Iran immer mehr ansteigt und Israel noch über eine eigene etwaige Militäraktion entscheidet, erleben wir jetzt die größte Wehrübung. Die arabischen Nachbarstaaten hingegen betrachten die Übung als Bedrohung und rollen bestimmt demnächst mit ihrer Propagandamaschinerie los. "Israel würde einen Angriff planen".
Dabei ist die Übung allgemein längst überfällig.
Link:
Die Waffen des Iran
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