Freitag, 31. August 2012

Trip nach Ramat Gan

B"H 

Gestern war ich blogmässig etwas verhindert, denn ich reiste für ein paar Stunden nach Ramat Gan und Bnei Brak. Beide Städte grenzen direkt an Tel Aviv, wobei Bnei Brak vielerorts ausschliesslich von ultra – orthodoxen Juden (Haredim) bewohnt wird. Nicht im gesamten Bnei Brak, doch immerhin in großen Teilen der Stadt. 

Als ich nachmittags nach Jerusalem zurückkehrte, fuhr ich zu Jordan ins Hadassah Hospital, um sie zu besuchen. Mittlerweile vertritt mich derselbe Anwalt, der auch sie vertritt. Ein Spezialist für Autounfälle. Normalerweise arbeite ich bei anderen Gelegenheiten mit einem anderen Anwalt zusammen, doch der wollte den Busunfall nicht länger bearbeiten, da er sich als "nicht professionell genug auf dem Gebiet" betrachte. Jetzt also verklagen Jordan und ich die Busgesellschaft EGGED mit demselben Anwalt, doch die Rechtsangelegenheit wird sich hinziehen. Mindestens noch ein Jahr, denn erst dann wird ärztlich geprüft, ob bei uns gesundheitliche Folgeschäden bleiben. Immerhin haben wir einen super Anwalt auf Empfehlung vom Hadassah Hospital erhalten. 

Jordan selber habe ich die Grüße einiger Leser zukommen lassen und bei ihr und der Family gibt es einen kleinen Lichtblick am Horizont: Nächste Woche erfolgt eine erneute Hauttransplantation und wenn alles gutgeht, kehrt sie mit ihrer Mutter zum Rest der Familie heim nach Arkansas. Dort muss sie zwar ein paar Monate durch die Reha, aber daheim ist daheim. 

Und ich hatte wegen Anwalt, Ramat Gan sowie Bnei Brak keine Zeit für Blogs und e – mails beantworten. Alles bleibt mal wieder liegen bis morgen Abend bzw. Sonntag. 

Hier ein paar Photos von Ramat Gan, die ich gestern unterwegs knippste:









Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 29. August 2012

Was zum Mitschunkeln: AVRAHAM TAL

Israelische Küche

B"H

Außer dem dreckigen Politgeschäft und all den Sorgen und Querelen gibt es in Israel viele erfreuliche Dinge. Ehrlich gesagt habe ich fast ausschliesslich mit meinem eigenen Alltag zu tun und nicht viel Zeit, mich mit Politik zu beschäftigen. Der gelebte Alltag des Otto Normalverbrauchers sieht wesentlich anders aus und auch in Israel gilt das Prinzip: Ihr da oben und wir da unten. 

Es existiert viel Positives und ich suhle mich bestimmt nicht den ganzen Tag im Negativen. Eher ist das Gegenteil der Fall und deswegen komme ich heute einmal wieder zu einem meiner Lieblingsthemen, dem Essen. Ich gebe zu, dass ich kaffee – und teesüchtig bin und noch dazu, wenn es die Zeit erlaubt, gerne lange frühstücke. Vor allem am Schabbat, wenn ich Freunde eingeladen habe.

Mimi hat einen super Blog mit Rezepten zur israelischen Küche und ich habe schon so Einiges von ihr zitiert. Unter anderem sehr Ihr hier, wie ein deftiges israelisches Frühstück auszusehen hat.







Und zum bevorstehenden Schabbat wäre dies doch einmal eine interessante Kochvariante: 

http://www.israelikitchen.com/fleish-meat-and-poultry/slow-cooked-beef-in-white-wine-gravy/ 



Natur in Jerusalem




In der Jaffa Road





Kikar Safra (Safra Square) vor dem Rathaus

Photos: Miriam Woelke

Es ist an der Zeit, Schimon Peres nach Hause zu schicken

B"H 

Neulich erst mischte sich Präsident Schimon Peres wider seiner Amtsgewalt in Regierungsgeschäfte ein, indem er Netanyahu riet, den Iran nicht anzugreifen. Daraufhin erfolgte ein Aufschrei vieler Politiker, dass Peres zu repräsentieren haben und mehr nicht. 

Jetzt ist der 89 Jahre alte Peres erneut ins Fettnäpfchen getreten, indem er lebenslänglich einsitzende arabische Terroristen begnadigte. Wieder erfolgte ein Aufschrei und die Knesset solle endlich die Begnadigungsmacht des senilen Schimon Peres einschränken. Wer weiss, was er in seinem Wahn noch alles anstellt. Es wird Zeit für ihn, heimzugehen und sein Rentnerdasein zu geniessen, aber davor hat der als arrogant bekannte Peres Angst. Rente bedeutet für ihn in der Versenkung zu verschwinden und das wiederum halt sein Ego nicht aus.

Dienstag, 28. August 2012

VIDEO: Blick auf den Kotel (Klagemauer) Plaza


Das Video nahm ich vor einer Woche auf. Es zeigt den Alltag auf dem Platz vor der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt. Im Hintergrund ist der Muezzin der Al Aksa Moschee auf dem Tempelberg zu hören.

Netanyahu und sein Geld

B"H

Die linksgerichtete Zeitung YEDIOT ACHARONOT spann heute ihre eigenen Gedankenfäden. Seit Wochen drischt die Netanyahu – Regierung auf den israelischen Bürger mit Kriegsgerüchten ein und verbreitet Ungewissheit. Beim PR – Menschen Netanyahu aber müsse man auf der Hut sein, denn zu gerne stellt er Themen in den Vordergrund, um im Hintergrund heimlich, still und leise seine eigenen Süppchen zu kochen. Immer so, dass der Normalo Israeli nichts mitbekommt.

Wurde eine Kriegsgefahr nur vorgeschoben, um vom eigentlichen Problem abzulenken oder versuchte Netanyahu vor einem etwaigen Krieg zu vermeiden, aus Aktienverkäufen mit deftigen Gewinn hervorzugehen ? Vielleicht wie der ehemalige Oberbefehlshaber der israelischen Armee, Dan Chalutz, kurz vor Ausbruch des Zweiten Libanonkrieges ?

Auf die Frage, woher Netanyahu ein Vermögen von ca. 30 Mio Schekel (ca. 6 Mio Euro) erwirtschaftet soll, wird kaum eingegangen, obwohl YEDIOT genügend Zahlen auflistet. Woher hat der Premierminister soviel Geld, wenn er lediglich 44,000 Schekel Brutto (ca. 8800 Euro) verdient ? Wie kann man sich da im noblen Caesarea eine Nobelvilla für fast 20 Mio Schekel (ca. 4 Mio Euro) leisten ? Wenn Netanyahu auch für viel Geld Vorträge halt, woher stammt der plötzliche Reichtum des Premier, welcher vor ein paar Jahren noch dick im Dispo versank ?

Ein Morgen auf dem israelischen Arbeitsamt


Wie ich diese Mentalität liebe ! 
Wer die israelische Mentalität kennen lernen will, der kann dies anhand dieses Cartoons tun. Man stelle sich auf einem Amt, der Krankenkasse oder im Supermarkt an, der jeweilige Angestellte wird intern etwas gefragt und schon verschwindet er bis in alle Ewigkeit.

Das Weisse Haus und seine Muslim Brotherhood Connections

B"H 

Huma Abedin ist die Top Assistentin von Hillary Clinton und offenbar noch dazu mit der MUSLIM BROTHERHOOD involviert. Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwieweit Mrs Clinton sowie Barak Hussein Obama selbst mit der MUSLIM BROTHERHOOD verbandelt sind. 

Ein heiss diskutiertes Thema in den USA und Israel, doch die europäische Presse zieht es vor zu schweigen. Dabei gewinnt das Thema gerade dieser Tage an Priorität, denn der ägyptische Präsident Mohammed Morsi will den Iran besuchen und denkt sogar an die Wiedereinrichtung einer ägyptischen Botschaft in Teheran. Der vorherige Präsident Hosni Mubarak unterhielt viele Jahre keine Beziehungen zum terroristischen Regime des Iran.

Dank an FRUMLIFE für das folgende Video !


Montag, 27. August 2012

Zfat (Safed) / Nordisrael


Photo: Miriam Woelke
B"H

In absehbarer Zeit werde auch ich wieder einmal ein paar Tage in Nordisrael (Tiberias am See Genezareth) sowie in Zfat (Safed) verbringen. 

Etwas zum Kibbutzleben

B"H

Vor genau einem Jahr interviewte ich die Leiterin des KIBBUTZ PROGRAMME CENTERS in Tel Aviv. Wer sich für die Volontärsarbeit im Kibbutz interessiert, der kann HIER nachlesen ! 

Ich weiss noch, wie ich, aus meiner kleinen deutschen Studentendaseinwelt gerissen, in Tel Aviv eintraf und zum Kibbutz Center schlappte, um mir einen Kibbutz auszusuchen. Am Ende lernte ich drei Kibbutzim kennen. Einen als Volontär und zwei weitere als Ulpanist (Teilnehmer am Hebräischsprachkurs). Eine super Zeit, die ich nicht missen will und bis heute unterhalte ich Kontakte zu Leuten, die ich im Kibbutz kennen lernte. Gemeinsam unternahmen viele Trips im Land und lernten Israel auf eine ganz andere Weise kennen. 

Eine Zeit lang überlegte ich mir sogar, selbst Kibbutznik zu werden und offiziell wurde ich von einem Kibbutz sogar gefragt. Obwohl sich die Lebensweise in den Kibbutzim im Laufe der Zeit drastisch verändert hat und die Moderne einkehrte (mit eigenem PKW, Video oder Computer und Internet) ist das Leben dort nichts für mich. Eine gewisse Zeit kann man es dort aushalten und Ihr werdet garantiert eines haben: Viel Zeit für Euch selbst !

Immer noch der Busunfall

B"H

Bald ist es zwei Monate her, doch die Angelegenheit mit dem Busunfall zieht sich in die Länge. In der vergangenen Woche besuchte ich, wie jede Woche, die 19 – jährige Amerikanerin Jordan, die beim Busunfall vom 9. Juli 2012 schwer verletzt worden war. Dagegen bin ich mit Schnittwunden und einer deftigen Rippenprellung noch gut bei weggekommen.

Mittlerweile ist der viermalige Beckenbruch bei Jordan gut verheilt. Bleiben die Verbrennungen an den Beinen, ausgelöst durch die heissgelaufenen Motoren der zwei Busse, zwischen denen sie klemmte. Vor fast zwei Wochen durchlief sie eine Hauttransplantation im Hadassah – Krankenhaus, doch die Operation wird in ca. einer Woche wiederholt. Jordan meinte zu mir, dass sie trotz all der Schmerzmittel oft vor Schmerzen die Wände hochgeht. Ich dagegen muss wieder einmal zum Orthopäden, denn der Rücken bereitet erneut Probleme. Vom Sitzen aufzustehen und zu gehen fällt mir seltsamerweise wieder schwerer. Auβerdem habe ich in dieser Woche wieder einmal einen Anwaltstermin. Offenbar sind es nur Jordan und ich, die verletzt worden waren und nun per Anwalt mit der EGGED – Versicherung um den Schadenersatz verhandeln.

Falls jemand Lust hat, könnt Ihr Jordan eine Mail schreiben und "Gute Besserung" wünschen. Ich würde die Mails an die e – mail Adresse der Mutter weiterleiten. Jordan’s Mutter verbringt seit fast zwei Monaten ihre Zeit am Krankenbett der Tochter. Mit Laptop und Handy verhandelt sie mit Versicherungen und dem Anwalt. 

Wer sich von der Leserschaft für das Rechtliche interessiert: 

- In Israel besteht bei Verkehrsunfällen keine Schuldfrage. Bedeutet, dass die Versicherung des Verursachers zahlen muss, er selbst jedoch nicht. Die zwei Busfahrer, welche Jordan und mich fast in den Tod fuhren, kommen zwar vor Gericht, den finanziellen Schaden (einschliesslich Krankenwagen, Krankenhauskosten, Arztkosten, Schmerzensgeld und weitere Schäden) jedoch trägt die Versicherung der Busgesellschaft EGGED. 

- Wie lange haben wir, dem Gesetz nach Zeit, Egged zu verklagen ? 

Zuerst hörte ich Gerüchte, welche sechs Wochen veranschlagten. Stimmt aber nicht. Laut meinem Anwalt haben wir für Schadenersatzforderungen bis zu sieben Jahre Zeit.

Bild des Tages


Gesehen in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Jerusalem, Jaffa Road


Photo: Miriam Woelke

Off - Topic: "Der nackte Harry"


B"H

Eigentlich sollte ja der sogenannte Freund, welcher Harry's Nacktphotos ins Netz stellte, mit Verachtung gestraft werden. Da sieht man einmal wieder, dass Familie Windsor niemandem trauen darf, denn bei Geld hört die beste Freundschaft auf. 

Von mir aus kann Harry tun und lassen, was er will, doch die obige Photomontage finde ich total witzig.

Sonntag, 26. August 2012

FJORDMAN zum "Breivik - Urteil"

B"H

Anders Behring Breivik lebt in seiner eigenen Welt und da Norwegen ein liberales Land ist, fiel auch das "Breivik - Urteil" liberal aus. Warum gerade die deutschen Medien das norwegische Urteil kritisieren, verstehe ich weniger. Man stelle sich vor, Breivik wäre Deutscher und von einem deutschen Gericht verurteilt worden. Hätte das Gerichtsurteil in dem Fall soviel anders ausgesehen ? Was ist mit all den NS – Verbrechern, die von deutsche Gerichten entweder freigesprochen oder zu gerade einmal ein paar Jahren Gefängnis verurteilt worden sind ?  

Peder Jensen alias FJORDMAN ist weiterhin im Internet zu finden und schreibt mittlerweile seine eigenen Bücher. Manche mögen ihn als Islamhetzer abtun, für mich hingegen ist er ein Mann mit sehr viel Ahnung vom Fach.

Hier könnt Ihr FJORDMANs aktuellen Artikel zum Breivik – Urteil lesen:

Schulbeginn und Entlassungen


Gesehen in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Es ist wieder soweit: Morgen (Montag) enden für ca. zwei Millionen israelische Schüler die Sommerferien und die meisten sind sogar froh, dass sie endlich wieder in die Schule dürfen. Seit Jahren findet hierzulande eine ewig wiederkehrende Diskussion statt, ob es wirklich einer Feriendauer von knapp drei Monaten bedarf, damit die Schüler sich erholen. Nach spätestens zwei Monaten haben viele die Nase voll und langweilen sich. Wie in jedem Jahr geht die nationale Presse auf das Thema "Erster Schul – oder Kindergartentag" los. 

Soviel zur heilen Welt, denn am September erwartet uns nicht viel Gutes. Wer redet von einem Krieg gegen den Iran, wenn es dem israelischen Otto Normalverbraucher an die Geldbörse geht ? Benzin und Lebensmittel werden drastisch teurer. Nach dem Rosh Hashana (jüd. Neujahrsfest) Mitte September, klettern allein die Preise für Obst und Gemüse ins Unermessliche. Einen Vorgschmack erhalten wir bereits dieser Tage, wenn wir uns den Preis für ein Kilo Tomaten anschauen. 

Damit noch nicht genug, denn die israelische Wirtschaft verkündet weitere Entlassungen. Allein in den Sommernonaten Juni / Juli 2012 verloren mehrere Tausend Israelis ihre Jobs und es soll noch schlimmer kommen. Für den Herbst stehen Massenentlassungen an und kaum eine Branche ist davon ausgeschlossen. Auch nicht die Hightech und Customer Service Branche. Wie wir bereits wissen, verlieren mehrere Hundert Cellcom und Pelefon – Mitarbeiter ihre Jobs. 

Insgesamt wird die Jobsuche noch komplizierter und immer mehr Akademiker finden sich als Taxifahrer wieder. Wer einen Job findet, muss sich nicht selten mit miesen Arbeitsbedingungen zufrieden geben. In Tel Aviv kenne ich Betriebe bei denen die Mitarbeiter weder die gesetzlich vorgeschriebenen Sonderzulagen noch ein ausreichendes Gehalt erhalten. Wer krankmacht wird abserviert oder schief angesehen, wenn er denn in den Betrieb zurückkehrt. Bei der Gewerkschaft Histadrut beschwert sich nur selten jemand, denn zu sehr herrscht die Angst vor, anzuecken und so auch noch den Job zu verlieren. Und so arbeitet insbesondere das Restaurant – und Hotelgewerbe ohne die gesetzlichen Sonderzulagen wie mehr Stundenlohn am Schabbat oder den Feiertagen. 

Obwohl ein Arbeitgeber verpflichtet ist, nach Ablauf einer bestimmten Betriebszugehörigkeit, Rentenversicherung zu zahlen, trauen sich viele Arbeitnehmer nicht, danach zu fragen. Und ohne nachzuhaken schliessen die Arbeitgeber erst gar keine Rentenversicherungen ab. Einer nicht zu unterschätzenden Masse von israelischen Arbeitsnehmern kommt es auf das Geld an, was jetzt ausgezahlt wird, denn man will ja überleben und nicht auf der Straße sehen. Im Alter herrscht kommt die große Reue, wenn die Rente zu gering ausfällt.

Von Ussishkin bis Wolffsohn


Eine der engen Gassen Nachlaots im Vordergrund. Im Hintergrund sehen wir einen der zahlreichen Betonsilos von Kiryat Wolffsohn. Und ausgerechnet diese Wolffsohn - Silos sind es, in denen vorweglich betuchte Jerusalemer verkehren. Reiche amerikanische Einwanderer genau so wie Israelis. 

Photo: Miriam Woelke

Der Sommer findet sein Ende


Photo: Miriam Woelke

B"H 

Immer noch scheint es als nehme der Sommer dieses Jahr überhaupt kein Ende. Die Blätter der Bäume welken noch lange nicht vor sich hin und die tägliche Hitze von ca. 32 Grad Celsius klebt über Jerusalem wie eine Glocke. Dass der Herbst aber dennoch langsam ansteht, erfahren wir am Abend, wenn es sich angenehm abkühlt. 

Ab morgen sollen die Temperaturen endlich auf ca. 28 Grad Celsius sinken und sich somit der Jahreszeit anpassen.

Samstag, 25. August 2012

Israelischer Autofahrer gegen palästinensischen Carjacker



 Israeli driver schools Arab Muslim Carjacker. Meet the Israeli George Zimmerman. When an Arab Muslim grabs a crowbar to smash into his car, he gets out his gun.

Hoffentlich heisst es jetzt nicht wieder: "Die armen Palästinenser werden von Israelis mit Waffen bedroht". :-)

HA’MASHGICHIM - המשגיחים

  

B"H

Zur Zeit sorgt endlich einmal wieder ein einheimischer Film für israelische Kinofurore: "HA’MASHGICHIM – Die SUPERVISOR / ÜBERWACHER". Ein super Film, welcher einen kleinen Teil der israelischen Gesellschaft brilliant wiederspiegelt. 

Avi (Avraham), Kobi (Yaakov) und Yaniv sind die besten Freunde und wohnen in einem kleinen Stadtteil von Bat Yam (südlich von Tel Aviv). In Israel ist die SCHECHUNAH (der Stadtteil) besonders wichtig und vielerorts besitzt jeder Stadtteil seinen eigenen Charakter, seine eigenen Bewohner sowie Eigenarten. Noch dazu ist die Stadt Bat Yam, u.a., geprägt von vielen Neureligiösen. Insbesondere Chabadnikim (Lubawitscher Chassidim), Shassnikim von der relig. – sephardischen Knessetpartei oder dem Neureligiösen – Movement der Breslover Chassidim (das Movement hat nichts zu tun mit den originalen Breslover Chassidim aus Mea Shearim / Jerusalem, die keine neuen Mitglieder akzeptieren und eine geschlossene Gruppe sind). 

Die Dreierclique sorgt für Ordnung in der Schechunah. Russen, die am Schabbat laute Musik aufdrehen und sich mit Wodka zuziehen, werden niedergemacht. Das Mädchen Miri mit ihrer lockeren Bekleidung wird darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich im Stadtteil anständig anzuziehen hat. Kurz darauf verliebt sich Avi in Miri, die am Ende doch noch mit ihm in die Synagoge geht und eigentlich gar nicht so säkuler ist, wie sie sich anfangs gab. Nur mit einer Gruppe Araber aus Jaffa gibt es Ärger und alles endet in einem Krieg mit einem Schwerverletzten aus. 

In eine andere Sprache übersetzen darf man den Film nicht, denn sonst geht der Witz und die dargestellte Schechunah – Mentalität baden. Untertitel ja, Synchronisation nein ! 

"Ha’Mashgichim" kommt in den Kinos hierzulande sehr gut an und als ich mir den Film vor ein paar Tagen anschaute, fühlte ich mir direkt in die Schechunah von Bat Yam versetzt. Ein Film über ganz normale Menschen, auf die man in Israel fast überall treffen kann.

Der Trailer




Wie wurde der Film gedreht ?


Donnerstag, 23. August 2012

Rabbi Israel Lau: "Auf einmal sorgen sich Deutsche um jüdische Kinder ..."

B"H 

Das deutsche Vorgehen gegen einen Rabbiner sorgt international für ziemlichen Wirbel und der ehemalige aschkenazische Oberrabbiner Israels und jetziger Oberrabbiner von Tel Aviv, Rabbi Israel Lau, merkt zurecht an, dass sich Deutsche doch sonst nie um das Wohlergehen jüdischer Kinder gesorgt haben. Jedenfalls habe er im KZ Buchenwald nichts davon gespürt. 

Unterm Strich bleibt wieder einmal die Frage, warum immer noch Juden in Deutschland leben, wenn sie dort nicht erwünscht sind. Heute gibt es einen Staat Israel und es ist gewiss nicht so, dass das deutsche Judentum keine Zuflucht hätte. In Israel fragt man sich, warum Diasporajuden in Ländern wohnen bleiben, in denen sie offenbar nicht erwünscht sind. Ob das nun Deutschland, Norwegen oder anderswo ist.

Photo des Tages


Auf dem Kotel Plaza vor der Jerusalemer Klagemauer (Kotel)

Photo: Miriam Woelke

Mittwoch, 22. August 2012

Umfrage

B"H 

Ein Dank nochmals an all jene, die bei der Umfrage "Wer von der Leserschaft schon einmal in Israel war und wer nicht" teilgenommen haben. Ich kann nicht sagen, ob die Umfrage so toll repräsentativ ist, doch scheinen viel Blogleser Israel bereits mehrere Male bereist zu haben.

Israel, der Iran und nackte Armeetatsachen


Tourismus in der Jerusalemer Altstadt

Photo: Miriam Woelke
B"H

Befindet sich Israel im Alarmzustand ? Ein Leser fragte mich zurecht in einer e – mail, ob Israeltouristen nicht lieber ihren Urlaub hierzulande absagen sollten. Den Grund kann sich sicher jeder denken: Ein eventueller Angriff Israels auf die iranischen Atomeinrichtungen.

Besteht also derzeit ein Grund, den Israelurlaub besser abzusagen ? Die öffentlichen Diskussionen jedenfalls lassen allen Anlass für negative Mutmassungen zu.

Ob ein Tourist den Urlaub verschieben oder gar absagen will, liegt allein an ihm. In Israel zumindest ist die Stimmung so, dass der normale Alltag weiterläuft. Viele Israelis sind der Meinung, dass unsere Armee einen Militärschlag ausführen sollte, andere wiederum befürworten das Gegenteil. Das Leben geht weiter und nichts deutet auf Panik hin, wenn wir einmal von diversen Massenmedien absehen.

Angeblich sucht Netanyahu Unterstützung für seinen Plan. Auch vom geistigen Führer der SHASS – Partei, Rabbi Ovadiah Yosef. Vor wenigen Tagen soll Netanyahu einen Abgesandten zum Rabbi geschickt haben, der Letzterem unmissverständlich klarmachte, SHASS solle ja für einen Angriff stimmen. Dazu sei angemerkt, dass die SHASS – Partei in der Koalition sitzt. Wie sich Rabbi Yosef letztendlich entschieden hat, ist nicht bekannt, doch geht es ihm normalerweise stets um die eigene Taktik.

Das Ausland und die israelischen Medien spekulieren auf Teufel komm heraus. Ob Netanyahu erst die Wahlen in den USA abwarte oder sich überhaupt auf Obama verlassen könne. In Israel meinen viele, dass das Land im Ernstfall immer allein dastehen wird und sich daher auf niemanden in der Welt verlassen kann. Eines jedoch fällt auf: Wenn ich ein Land angreifen will, posaune ich dies nicht im Vorfeld hinaus, sondern tue es. So wie Menachem Begin es einst gegen die irakischen Atomeinrichtungen tat. Heimlich und schnell zugeschlagen und das wars. Wieso sollte ich jedes Wenn und Aber im voraus ausdiskutieren ? Womit wir zu einer weiteren Spekulation kommen ? Will Netanyahu den Iran vielleicht nur warnen und zum Einlenken bewegen ?

Achmadinejad scheint alles andere als Angst zu haben. Ich an seiner Stelle würde beim Anblick dieser Bilder genau so denken: Israelische Soldaten aus den Eliteeinheiten Kfir und Golani, die nackt vor der Kamera posieren und deren Bilder aus ihren e – mail Accounts geklaut worden sind. Danach stellte jemand alle nackten Tatsachen auf eine Porno Site. All das macht bestimmt keinen bedrohlichen Eindruck auf Achmadinejad und Israel steht, dank ein paar Armee -  Idioten, wieder einmal als der Depp dar. Aber wer weiss, vielleicht sind die nackten Soldaten ja nur eine neue Netanyahu – Taktik !

Photos aus Jerusalem

B"H

Hier einmal wieder ein kleiner Satz aktueller Bilder aus Jerusalem. Ein paar Photos von der Klagemauer stellte ich in meinen relig. Hamantaschen - Blog.



Auf dem Machane Yehudah Markt



Blick auf das King David Hotel im Hintergrund



Blick auf die Altstadt









Die Löcher im Zionstor (Altstadt) sind Einschusslöcher vom Sechs – Tage – Krieg (Juni 1967). Vom Kampf um die Jerusalemer Altstadt, aus dem Israel bekanntlich als Sieger hervorging. 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 21. August 2012

VIDEO: An der Klagemauer

B"H

Eines der Videos, welches ich gestern abend an der Jerusalemer Klagemauer (Kotel) drehte:

Kino

B"H

Heute abend habe ich mir einmal einen derzeit recht populären israelischen Kinofilm gegönnt, über den ich morgen einiges berichten werde. Der Film war gut, der Kinosaal voll ... was will man mehr.

Bild des Tages


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

Terror einer libanesischen Familie in Berlin



Ich konnte kaum fassen, was ich da sah. Die deutsche Polizei lässt sich tatsächlich so dumm überrumpeln und zum Schweigen bringen ?

Die EU hält zur Hizbollah


Deutschland und die EU halten nach wie vor zur libanesischen Terrorgruppe Hizbollah und ignorieren deren Terrorismus.

Montag, 20. August 2012

BALABASTA 2012: "Ein wenig orientalische Musik"

B"H 

Ich kann nicht sagen, ob diese Art der Musik orientalisch ist oder ganz einfach der Middle East Style zur Zeit des Zweiten Tempels. Den Besuchern des Jerusalemer BALABASTA Festivals auf dem Machane Yehudah Markt gefiel die Musik. 


Hitzewelle

B"H 

Über 30 Grad Celsius weist das Thermometer auf. Nicht mal eben so auf ein Wochenende oder eine Woche wie in Europa, sondern nonstop von Mitte Mai bis mindestens Ende September. Dabei hatten wir in diesem Sommer längere Hitzeperioden von weit mehr als 30 Grad Celsius. Wer meint, es sei fast alles vorüber, der kann sich gleich auf eine weitere Woche sowie diesen Schabbat mit Hitzewelle einstellen. 


Sommertrockenheit in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
 

Morgens gegen spätestens 7.30 Uhr muss ich meine zwei Balkontüren schliessen, denn sonst wird meine Wohnung zur tropischen Zone. Erst gegen 16.30 Uhr kann ich mich, nach Abzug der Sonne, wieder auf den Balkon wagen und dort sitzen. Aber es ist nicht nur die Hitzewelle und die damit verbundenen Waldbrände, die für Schlagzeilen sorgen. 

Am Zion Square in Jerusalem wurde ein 13 – jähriger arabischer Teen von israelischen Jugendlichen zusammengeschlagen. Eine abscheuliche Tat, doch eines fällt seltsamerweise auf: Werden Israelis von Palästinensern verprügelt oder ermordet, halten sich Netanyahu und Peres nicht selten zurück. Geht es dagegen um einen Palästinenser, so macht sich der 89 – jährige Greis Peres so richtig wichtig. Vor wenigen Tagen noch mischte er sich in Regierungsentscheidungen ein als er predigte, Israel solle den Iran nicht angreifen. Von sämtlichen Seiten hagelte es sofort Kritik auf Peres ein. Als Präsident habe er sich nirgendwo einzumischen und es geht sogar das Gerücht um, Peres wolle noch einmal antreten und Ministerpräsident werden. Dabei machte er während seiner aktiven Regierungszeit alles falsch, was er anfasste. Er lehnte die Bombardierung eines irakischen Atomreaktors ab. Dies geschah zur Zeit der Regierung Menachem Begin

Später stand besonders Peres für das Palästinenserabkommen von Oslo, welches sich als pure Katastrophe erwies. Immer wenn Peres entscheiden will, geht alles in die Hose. Vor wenigen Tagen feierte er seinen 89. Geburtstag und es wird an der Zeit abzudanken. Davor jedoch hat Peres Angst, denn dann macht er keine Schlagzeilen mehr und sitzt ganz allein daheim. 

Derweil geht der Alltag weiter und aufgrund der Hitzewelle fühlen sich viele Leute energie - und lustlos. Mich mit eingeschlossen. Bei der Hitze kommt man zu kaum etwas und ich verschiebe sämtliche Arbeitsaktivitäten auf den späten Nachmittag und Abend. 

Mitte nächsten Monats stehen die hohen jüdischen Feiertage an und was viele traditionell tun ist die Wohnung auf Rosh Hashana (jüd. Neujahrsfest) - Vordermann zu bringen. Eine Tätigkeit, die mir auch noch bevorsteht. Insbesondere der Fensterputz. 

Ferner kosten die vielen anstehen Feiertage massig Geld und, wie berichtet, erhöhen sich pünktlich zum 1. September die Preise samt Mehrwertsteuer. Und so hat ein jeder seinen Alltagskampf auszutragen und denkt dabei weniger an den Iran als an den Vermieter, der pünktlich am 1. des Monats seine Miete will. Israel ist ein teures Land, indem die Bürger mit sich selbst beschäftigt sind und die Regierung deswegen weit mehr freie Hand hat als vielleicht anderswo in der Welt.

Ach ja, und Deutschland scheint sich wieder einmal auf die Seite der Al Khaida zu schlagen und unterstützt syrische Rebellen. Das ist keine Überraschung, denn Deutschland kriecht immer irgendwo im Nahen Osten herum. Entweder bei den Iranern, den Saudis, im Libanon oder bei den Palästinensern.

BALABASTA 2012: "Wie male ich ein Bild ?"


B"H

Ein weiteres Video vom alljährlichen Jerusalemer Sommerfestival BALABASTA auf dem Machane Yehudah Market. Man muss nicht unbedingt auf die BALABASTA, doch es ist ganz angenehm über den Machane Yehudah zu laufen und ein wenig Action zu sehen. Neben Obst und Gemüse stieg vor langem der Trend nach Abwechslungsreicherem und so umfasst der Schuk (arab. Markt) Cafes, Restaurants, Gallerien, Eiscafes oder kleine Boutiquen.

Das aktuelle LATMA Video / August 2012



Das aktuelle Video der israelischen Satiregruppe LATMA

Sonntag, 19. August 2012

VIDEO: "Auf dem BALABASTA Festival in Jerusalem"

B"H 

Ein klein wenig Marktatmosphäre vom heutigen BALABASTA Kulturfestival auf dem Machane Yehudah Markt in Jerusalem. Mehr Videos hierzu werden folgen, nur dauert mein Upload auf Youtube immer recht lange. 


Das Schmerzmittel OPTALGIN in Israel

B"H 

Wegen der starken Schmerzen meiner Rippenprellung bekam ich es vom Krankenhausorthopäden verschrieben und am Freitag las ich in der Tageszeitung, dass das Schmerzmittel OPTALGIN diverse Nebenwirkungen hervorrufen kann. Drei Israelis wurden in der vergangenen Woche innerhalb kurzer Zeit in Krankenhäuser eingeliefert, denn angeblich hatte OPTALGIN nicht ganz ungefährliche Nebenwirkungen gezeigt. Das israelische Gesundheitsministerium will den Anschuldigungen nachgehen, aber bis nichts Konkretes feststeht, bleibt OPTALGIN auf dem israelischen Markt frei erhältlich. 


Photo: Miriam Woelke
 

Während es in anderen Ländern entweder verboten oder rezeptpflichtig ist, kann ein Israeli OPTALGIN in jeder Apotheke ohne Rezept erstehen. Mir jedenfalls half das Schmerzmittel sehr und da ich es nur in geringen Dosen einnahm, gab es auch keine Nebenwirkungen. Mittlerweile bin ich, G - tt sei Dank, wieder ganz ohne Medikamente.

Weiteres Update zum Jerusalemer Busunfall vom 9. Juli 2012

B"H 

Am letzten Donnerstag wollte ich noch so viel für die Blogs vorbereiten, doch dann kam alles etwas anders als geplant. Am Donnerstag nachmittag besuchte ich die 19 – jährige Amerikanerin Jordan im Hadassah Ein Kerem Krankenhaus. Am 9. Juli dieses Jahres waren wir Beide bei einem Unfall dreier Egged Busse vor dem Zentralen Busbahnhof von Jerusalem verletzt worden. Mir geht es mittlerweile wesentlich besser und die Rippenprellung verschwindet einigermassen. Bleiben nur noch die Narben der Schnittwunden an Bauch und Arm. Bei Jordan sieht die Sache etwas anders aus, doch war ich freudig überrascht als ich sie am Donnerstag ausgestreckt zwei Sesseln sitzend vorfand. Ihre Mutter verkündete stolz, dass sie sogar einen kleinen Trip nach draußen unternommen hatten. Im Rollstuhl, aber immerhin. 

Das gebrochene Becken wächst gut zusammen und am vergangenen Montag wurde an Jordans Beinen eine massige Hauttransplantation durchgeführt. Noch sind die Beine dick verbunden, doch in dieser Woche beginnt die Physiotherapie. Mindestens einen weiteren Monat wird sie mit ihrer Mutter noch im Hadassah bleiben und dann heim nach Arkansas fliegen. Ein Wiedersehen gibt es trotzdem, denn wir beide werden von der Egged - Versicherung zu Ärzten geschickt, die entscheiden werden, ob wir eventuell chronische Schäden davontragen. 

Am Donnerstag im Krankenhaus jedenfalls verquatschten wir uns so ziemlich und so war ich am Ende länger als drei Stunden dort. Diese Woche fahre ich zu einem erneuten Besuch.

Israelische Taxifahrer zocken ausländische Touristen ab

B"H

Es ist kein Geheimnis, dass israelische Taxifahrer gern Touristen abzocken. Touristen haben meist keine Ahnung, tun sich schwer mit der israelischen Währung, können Preise schlecht einschätzen und, nicht selten, haben sie dazu noch Angst. Hört man nicht immer wieder Stories von palästinensischen Taxifahrern, die mitten in der Einöde die Fahrgäste auf die Straße setzen, sollten Letztere sich weigern, noch mehr Geld zu zahlen ? Jeder will so seinen Reibach an den Touristen machen und die Touristen wiederum suchen lediglich ihre Ruhe und zahlen gezwungenermassen. 

Wer von Jerusalem billig zum Ben Gurion Airport fahren will, der wende sich an die Taxizentrale NESHER und buche mindestens einen Tag im voraus. NESHER holt einen quasi von daheim ab und verlangt einen fairen Preis so um die 50 Schekel (ca. 10 Euro). Fragt in Euren Hostels oder Hotels nach NESHER JERUSALEM und lasst Euch kein privates Taxi aufschwatzen, denn dort zahlt Ihr locker 300 Schekel (ca. 60 Euro) für die Fahrt zum Airport. 

NESHER Telefonnummer zum Buchen des Sherut - Taxis von Jerusalem zum Ben Gurion Airport: 

02 - 6257227

Wenn Ihr von Jerusalem aus anruft, braucht Ihr die Vorwahl 02 nicht zu wählen, sondern nur direkt: 6257227

Dagegen könnt Ihr von und nach Tel Aviv bequem mit dem Zug fahren, denn der Airport und die Küstenstadt besitzen eine direkte Bahnverbindung. Außer am Schabbat oder nach ca. 23.00 Uhr, denn dann erwischt Ihr keine Züge mehr. 

Nehmt Ihr innerhalb einer Stadt ein Taxi, so muss der Fahrer sein Taxometer anstellen und kann nicht einfach willkürlich einen Preis bestimmen !

Donnerstag, 16. August 2012

Preiserhöhungen vor den Feiertagen


Aus der heutigen Ausgabe der israelischen Tageszeitung ISRAEL HAYOM

Photo: Miriam Woelke

B"H 

Wir kennen das ja alle schon: Pünktlich zu den hohen jüdischen Feiertagen im September / Anfang Oktober, werden in Israel wieder einmal die Preise erhöht. Als ob wir nicht schon genug für unser täglich Dasein ausgeben. Neben dem Spritpreis erhöhen sich gleichzeitig die Preise der Milchprodukte, Hühnchen wird auch teurer genau so wie Eier, Obst und Gemüse. 

Die Regierung beschloss gerade eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 17% und da die Erhöhung mit dem 1. September in Kraft tritt, erhöhen sich damit fast alle Preise. Lange habe ich es aufgegeben mir vor Augen zu halten, was ich in Deutschland für Klopapier, Käse, Fisch oder Wurst zahlte. Wenn ich die deutschen Preise mit den israelischen vergleiche, verfalle ich automatisch in die Depression und um dem vorzubeugen, stelle ich mir lieber gar nichts mehr vor. In Deutschland wird gejammert, dass alles so teuer ist. Israelis jammern noch schlimmer, doch haben sie auch mehr Grund dazu. Prozentual verdienen wir viel weniger, zahlen jedoch enorme Summe für Lebensmittel. Ganz schlimm wird es vor den Feiertagen, denn dann wollen die Händler so richtig Kasse machen.

Zu den anstehenden hohen jüdischen Feiertagen


Photo: Miriam Woelke
B"H 

Morgen abend (Freitag, Erev Schabbat) wird mit dem Beginn des neuen jüdischen Monat ELUL die Vorphase der im September / Oktober anstehenden hohen Feiertage eingeleitet. Natürlich werde ich viel darüber berichten und auch meine eigenen Videos drehen, damit Ihr in der Diaspora einen kleinen Einblick in die Zeit vor den Feiertagen erhaltet. Wie ist die Stimmung in Israel und wie wird sich auf die Feiertage vorbereitet ? Vom Essen bis hin zu den Gebeten. Einen kleinen Einblick erhaltet Ihr vorab auf meinem relig. Hamantaschen – Blog !

Mittwoch, 15. August 2012

Wirtschaftsstandort Jerusalem


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Jerusalem hat ein Standortproblem. Das ist nicht neu, doch wurde in einer Lokalzeitung vom letzten Freitag ein Interview mit einem Forum gebracht und der Frage nachgegangen, warum dieses Standortproblem nicht aus der Welt geschafft werden kann. Warum die Jugend vorwiegend nach Tel Aviv abwandert und warum Jerusalem kein Hightech – Eldora werden kann. 

Das Forum schien die passende Antwort zu haben: Es fehle an Boden. Wo, bitteschön, sollen sich denn große Unternehmen niederlassen, wenn es a) an Bebauungsfläche fehlt und b) die gewerblichen Mieten viel zu hoch liegen ? Da biete die Küste oder selbst der Norden mehr Platz und Bebauungsfläche. Außerdem werde Jerusalem sein Stigma nicht los: Dass die Stadt Provinz und kleinbürgerlich sei. 

So also die Antwort und wir alle wissen, dass etwas Wahres daran ist. Nutzungsflächen sind rar und deswegen werden kaum Fabriken gebaut. Die Folge ist, dass Arbeitspläze fehlen, die wiederum in Tel Aviv vorhanden sind. Industriegebiete wie Talpiyot oder Beit HaTfus reichen bei weitem nicht aus. Auf dem Arbeitsmarkt auf der Strecke bleiben vor allem Neueinwanderer, die die Sprache nicht beherrschen und Probleme haben, sich der israelischen Mentalität anzupassen. Allein aus diesem Grund ist die Armut unter den Neueinwanderern prozentual häufiger verbreitet als bei geborenen Israelis. 



Industriegebiet Talpiyot in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke


Werfen wir auch gleich noch einen Blick auf den aktuellen Immobilienmarkt der Stadt Jerusalem:

So wurde eine Zwei – Zimmer – Wohnung im IN – Viertel German Colony, 48 qm, für, sage und schreibe, 1,280,000 Mio Schekel (ca. 256,000 Euro) verkauft. Im weniger betuchten Stadtteil Kiryat Yovel dagegen wechselte eine Vier – Zimmer – Wohnung für gerade zu läppische 1,320,000 Schekel (ca. 264,000 Euro) den Besitzer. 

Wer kauft sich auch in der German Colony, wenn er es sich nicht leisten kann ? :-)))
Das Statement soll jedoch nicht davon ablenken, dass auch in Jerusalem mittlerweile übertriebene Wohnungspreise eingefordert werden. Egal, ob bei der Miete oder beim Kauf einer Immobilie.

Flammenterrorismus

B"H 

Gestern abend brannte es mal wieder in der unmittelbaren Nachbarschaft und ich nehme an, dass Palästinenser erneut im Park gezündelt haben. Neulich erst wurde groß berichtet, dass die Palästinenser eine andere Art des Terrors entdeckt haben: Nämlich die Sommerhitze ausnutzen und Feuer legen. Immer dort, wo Juden leben wie erst in der vergangenen Woche zwischen dem Moshav Even Sapir und dem Hadassah Ein Kerem Krankenhaus in Jerusalem. 

Da sich in meiner Nachbarschaft ebenso Palästinenser befinden, wird auf der jüdischen Seite ständig gezündelt. Live beobachtet habe ich das zusammen mit Freunden an einem Schabbat vor ca. einem Monat als palästinensische Jugendliche im Park Feuer legten und sich dann schnell vom Acker machten. Gestern abend brannte es wieder und wir alle wussten, woher die Flammen kamen. 



Der Brand



Die Feuerwehr

Photos: Miriam Woelke

Schlagzeilen vom 15. August 2012

B"H

Mich auf alles zu beziehen, was derzeit in Israel abgeht, dazu habe ich einfach keine Zeit. Das Thema IRAN nervt langsam und, nach wie vor, melde ich meine Zweifel an einem Angriff an, wobei ich auch noch mit der amerikanischen Meinung übereinstimme, dass eine Bombardierung iranischer Atomanlagen den Iran selbst nicht daran hindern wird, sein Atomprogramm fortzusetzen.

Darüber hinaus ist der Ex – Geheimdienstmann Avi Dichter aus der KADIMA sowie der Knesset ausgetreten, um sich ab sofort "Minister für den Zivilschutz" zu nennen. Dass KADIMA Abgeordnete immer wieder mit einem Übersprung zum LIKUD äugeln, ist kein Geheimnis und Netanyahu kann es nur Recht sein. KADIMA ist eh ein Fall für den Friedhof und wird bei den kommenden Knessetwahlen beerdigt. Dennoch stellt sich die Frage, warum wir ausgerechnet jetzt, einen "Minister für den Zivilschutz" brauchen. Steht also doch ein Angriff auf den Iran bevor ? Zumindest hat Dichter erst einmal eine Menge Arbeit, denn die Mehrheit der israelischen Bunker befinden sich in einem desolaten Zustand: Verdreckt und sie dienen weitgehend als Abstellkammer. Und, seien wir einmal realistisch, bei einem Ernstfall wäre sowie so jeder Bürger auf sich allein gestellt. Da braucht sie niemand von uns anderweitigen Illusionen hingeben. Von wegen, Zivilschutz und dergleichen. Als ich vor einem Monat im Krankenhaus lag, wurde man dort in der Notaufnahme noch nicht einmal mit den regulär eingelieferten Patieten fertig und die Betten stauten sich in den Gängen. Wie also soll es da erst im Kriegsfall zugehen ? 

Da weltweit der Mehlpreis angestiegen ist, wird das Brot in Israel auch teurer. Dies wiederum betrifft vor allem den kleinen Mann, aber das scheint die Regierung nicht groß zu kümmern. Das Kabinett hat Wichtigeres zu tun, denn das Verteidigungsministerium will weitere Haushaltskürzungen nicht hinnehmen. 

Die EU will die Stadt Modi’in nicht als israelisches Territorium anerkennen, was wiederum den Handel betrifft. Siedlungen der Westbank werden bereits boykottiert und deren Produkte werden teilweise gesondert ausgezeichnet. Nun ist also auch noch Modi’in dran und das, wo die Stadt absolut säkuler eingestellt ist. Und die Palästinenser feiern einmal mehr ihre Terroristen.

Das war so das Wichtigste vom Politgeschehen und dazu kommen Tausende kleinere Lokalinfos aus Jerusalem. Wer soll sich da noch auf was konzentrieren ?