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Donnerstag, 2. Februar 2012

Vor dem "HaBimah" Theater


Vor dem Nationaltheater "HaBimah" in Tel Aviv. Die Tel Aviver nutzten den heutigen sonnigen Tag zum draussen sitzen.:-)

Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, 26. Januar 2012

Das ausgebaute HABIMAH Theater in Tel Aviv






Photos: Miriam Woelke
B”H 

Das für Millionensummen umgebaute Nationaltheater “Habimah” wurde vor wenigen Tagen feierlich eingeweiht. Viel Prominenz war da, doch mir kommt der Bau ziemlich protzig vor. 
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Überraschend bekam ich heute Besuch aus Jerusalem und wir zogen etwas um die (Tel Aviv) Häuser. Im Theater waren wir nicht, dafür aber gut essen.:-)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Photos vom Opernhaus in Tel Aviv

B”H

Gestern abend sah ich mir im Tel Aviver Opernhaus eine “La Traviata” Aufführung an und war recht beeindruckt. Soweit ich das beurteilen kann, waren die Opernsänger ausgesprochen gut. Das Ensemble bestand aus Israelis, Italienern und ein paar Rumänen wie Stefan Pop, der die Rolle des "Alfredo" übernommen hatte.

Mehrere Hundert Besucher waren zur Aufführung gekommen. Weitgehend alte Leute, womit die wohlhabende aschkenasische Tel Aviv Society wieder einmal fast ganz unter sich war. Hier ein paar Eindrücke:










Im Vorhang war ein Spiegel in der Form eines Schlüsselloches installiert, indem sich bei geschlossenem Zustand die Zuschauer spiegelten.




Ende der Vorstellung

Photos: Miriam Woelke


Allgemein jedoch muss ich sagen, dass ich das Theater der Oper vorziehe.

Montag, 20. Juni 2011

"Laila Lavan - WEISSE NACHT" 2011 in Tel Aviv

B”H

Jerusalem feiert sein“Lichterfestival”, doch auch in Tel Aviv bahnt sich ein traditionelles Summer Event an: Am Abend des 30. Juni 2011 findet die “LAILA LAVAN – WEISSE NACHT” statt. Events in Weiss, Musik, Showeinlagen sowie Kunst aller Art. Einfach alles nur Erdenkliche ist vertreten.

Über die ganze Stadt verteilt finden unterschiedliche Veranstaltungen statt. Der Eintritt ist weitgehend kostenlos, es sei denn, man begibt sich auf eines der Konzerte bekannter israelischer Popstars, die ebenso mit von der Partie sind. Das Hauptevent der “Laila Lavan” findet in der Sderot Rothschild, in der Innenstadt, statt. 

Pläne zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es HIER in hebräischer Sprache oder direkt beim Event.

Ferner ein paar PHOTOS vom vergangenen Jahr.

Sonntag, 19. Juni 2011

Photos: “Shavua HaSefer Ha’Ivri – Woche des hebräischen Buches” in Tel Aviv, Teil 1

B”H

Bis zum 25. Juni 2011 findet sie noch statt, die “Woche des hebräischen Buches” in Israel. Heute abend machte ich mich auf zur so traditionellen alljährlich stattfindenden Freiluftbuchmesse. Jeder darf hin und der Eintritt ist frei !

Hier ein paar Photos vom Kikar Rabin (Rabin Square) vor dem Tel Aviver Rathaus !


Sicherheitskontrollen am Eingang.



Die "Digitale Ecke"



Puppentheater für die kleinen "Konsumenten"



Müller Milch einmal KOSCHER ! 



Die neuesten Joghurtsorten gab es umsonst verteilt und alles stürzte sich drauf.

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Samstag, 18. Juni 2011

Opernbesuch in Tel Aviv



B”H

Nur ein einziges Mal in meinem Leben war ich bei einer Opernaufführung und vielleicht gelte ich deswegen als “Kulturbanause”. In Israel, insbesondere in Tel Aviv, ist es nicht so einfach, an Theater – oder Operntickets zu kommen, da ständig alles ausverkauft ist. 

Die Bekannte eines Freundes wanderte jetzt nach Neuseeland aus und überliess dem Freund ihr Opern - Abo. Da er kaum nach Tel Aviv kommt, überlässt er mir nun ein wahnsinnig teures Ticket für eine Opernaufführung an der Oper zu Tel Aviv.

Trotz “Banausentum”, das kostenlose Ticket lasse ich mir natürlich nicht entgehen, auch wenn mir die Tel Aviver Klunker – High Society nervig vorkommt.

Dienstag, 31. August 2010

Sarrazin, A. B. Yehoshua und Amoz Oz

B"H

Was den Deutschen "Ihr" Sarrazin (obwohl ich die Aufregung um den "jüdischen Gen nicht nachvollziehen kann, denn Juden haben ihre eigene jüdische Seele, welche sie von Nichtjuden unterscheidet - siehe hierzu, unter anderem, Rabbi Yitzchak Luria oder Rabbi Schneur Zalman von Liadi. Ferner besitzen Juden eine zusätzliche Seele am Schabbat !) ist den Israelis die radikale Linke, die da absolut nicht begreift, dass diverse Städte in der Westbank, wie Ariel, zum israelischen Kernland gehören. Die Linke hasst die Siedler wie die Pest. Nicht nur das, sondern alles, was mit Judentum und Tradition zu tun hat. Zwar erwähnen linksorientierte israelische Schriftsteller gern die jüdische Geschichte, in der Realität jedoch erscheint ihnen die Hamas passabel und ein israelischer Staat im Unrecht. Heinrich Böll demonstrierte seinerzeit gegen die Stationierung von Pershing Raketen, was ihn allerdings sicherlich nicht an der Bundesrepublik Deutschland zweifeln liess.

In Israel betriebt die Linke eine gnadenlose Hetzjagd gegen alles, was sie meinen, Rechte. Siedler, Religion, Geschichte … das braucht kein Mensch. Dagegen ist die Assimilation hoch willkommen und wir sollen doch gefälligst so sein, wie andere Völker. Unseren Feinden die Hände reichen und so furchtbar tolerant sein. Dann nämlich gebe es Frieden und Schriftsteller verkauft noch mehr Bücher. Bei Amoz Oz und A.B. Yehoshua kommt es mir schon lange vor als haben beide den Kontakt zur Alltagsgesellschaft  verloren. Allein scheinen sie abgeschieden dahinzudümpeln und ab und an verfassen sie ein Buch. David Grossmann steckt in der Trauer um seinen Sohn, der im Zweiten Libanonkrieg fiel und hasst seither alles Drumherum, was nur nach "rechts" oder "Schutz gegen die Palästinenser" riecht. Fern jeder Realität, dass da ein Achmadinejad ein Bömbchen baut oder die Fatah wie die Hamas auf ewige Jagd gegen den Staat Israel schwören, verfolgen sie ihre Poesie der Assimilation.

Jetzt drückten linke Schriftsteller ihre Solidarität mit jenen Theaterschauspielern aus, welche ein Papier unterschrieben, worin sie sich weigerten, in der Stadt Ariel aufzutreten. Ariel sei Palästinensergebiet; ein Vorwurf, der absolut nicht zu halten und unberechtigt ist, denn Ariel ist israelisch.

Nicht wenige Israelis rufen zum Boykott jener Schauspieler sowie Schriftsteller auf, aber seien wir einmal ehrlich:
Braucht Ariel Theaterschauspieler aus Tel Aviv ? Gibt es keine anderen auf dem Markt ? Und brauchen wir einen A. B. Yehoshua, dessen Literatur langatmig daherwackelt und kaum mehr etwas mit dem heutigen israelischen Alltag zu tun hat ? Israel hat genügend andere und sogar bessere Autoren als die ewigen Grossmanns, Yehoshuas oder Oz.

Montag, 30. August 2010

Das Puppentheater - Israelische Schauspieler mit der Hamas




B"H

Als hätten wir nicht schon genug am Hals, Israels Linke trumpft momentan einmal wieder auf ! 36 Schauspieler der bekanntesten Bühnen wie Tel Avivs Bimah und Kameri sowie Jerusalems Chan Theater, unterschrieben ein Protestschreiben, in dem sie vermitteln, nicht in der Stadt ARIEL auftreten zu wollen. Ariel sei eine illegale Siedlung und da gehe man nicht hin. "Es lebe Ramallah, denn das ist legal und vermutlich ziehe man dies vor. Und wie wäre es mit einem Auftritt bei der Hamas in Gaza ?"

"לכו להופיע בעזה - Geht in Gaza auftreten" - so die Antwort der Rechten (siehe obiges Poster). Nicht nur der Rechten (falls das Ausland nun wieder auf die Siedler losgehen mag und die Linke in den Himmel lobt). Sogar Bibi Netanyahu zeigte sich geschockt von der anti - israelischen Unterschriftenaktion der Schauspieler. Erstens ist Ariel keine Siedlung; und schon gar kein illegal gebauter Ort und zweitens sind es unsere Steuern, welche die Kulturzentren unterstuetzen.




Die Stadt Ariel


Die Aktion der Linken war dermassen dämlich und rief Proteste hervor, dass einige der 36 Schauspieler sofort reagierten: Sie haben da gar nichts unterschrieben, sondern ihr Name sei nur zufällig auf dem Schreiben gelandet. Weitere Schauspieler wiegeln ab, dass das ja alles nicht so gemeint gewesen sei.
Und andere nutzen die Gunst der Stunde: Sarit Hadad, Yehudah Politker, Eyal Golan oder Moshe Peretz - die Sänger erklären öffentlich ihre Solidarität mit Ariel.

Wenn die Linken schon keine Chance haben, dann werden halt "Greenpeace Aktionen" aufgefahren, mit denen man auf sich aufmerksam macht. Theaterabos wurden anscheinend noch nicht gekündigt, doch haben die betroffenen Schauspieler ihren Ruf weg.


Details:

Arutz 7

Mittwoch, 4. August 2010

Gilad Shalit und das Israel Museum

B"H

Heute war ich schon einiges an unterwegs und fühle meine Beine kaum mehr. Und das ausgerechnet vor dem Gang zum Waschsalon sowie der Nachtschichtarbeit in der Bäckerei. Morgen früh kehre ich heim nach Tel Aviv; und bis zum Sonntag nachmittag bleibe ich dort.

Heute morgen kam ich endlich einmal dazu, zur Zeltdemo für den gekidnappten Soldaten Gilad Shalit zu gehen. Seine Eltern Avivah und Noam waren jedoch nicht zugegen, sondern in einem Meeting. Stattdessen sprach ich mit einer jungen Frau, die allem Anschein nach während der Abwesenheit der Shalits die Medienverantwortung trägt.

"Ja, die Shalits werden die Zeltdemo bis zur Heimkehr Gilads aufrecht erhalten.
Nein, das Ehepaar Shalit nächtigt nicht direkt in einem der Zelte, sondern in einer Wohnung in der Umgebung."

Ich machte viele viele Photos und werde alles morgen und in den folgenden Tagen in die Blogs stellen.

Danach ging es zufuss weiter zum wiedereröffneten ISRAEL MUSEUM. Drei Jahre war es wegen Umbauarbeiten geschlossen gewesen und nun erstrahlt es in voller modernisierter Pracht. Leider sind nur Aussenaufnahmen erlaubt, doch schoss ich viele Bilder vom "Schrein des Buches" mit den Rollen vom Toten Meer sowie dem Miniaturnachbau der Stadt Jerusalem zur Zweiten Tempelperiode.

Einen vollen Bericht dazu gibt es morgen !

Sonntag, 25. Juli 2010

Das ISRAEL MUSEUM in neuem Glanz



B"H

Aufgrund von Umbauarbeiten war das Israel Museum (Jerusalem) seit Ewigkeiten nur teilweise geöffnet. Diese Woche aber soll es wieder richtig losgehen und das Museum wird im neuen Glanz eröffnet.

Doch was sehe ich auf der Website ?
Mit der Neueröffnung zogen offensichtlich die Eintrittspreise drastisch an. Statt 40 Schekel (ca. 8 Euro) zahlt ein Erwachsener nun 48 Schekel (ca. 10 Euro). Für den israelischen Durchschnittsbürger ein Wahnsinnspreis. Dennoch werde ich mir in den nächsten Wochen einmal einen Besuch antun und darüber berichten !

Freitag, 2. Juli 2010

Dancing Auschwitz

B"H


Die Australierin Jane Korman startete ein Kunstprojekt, welches ihren Vater zusammen mit seinen Enkeln tanzend vor mehreren Konzentrationslagern zeigt. Ihr neunzig Jahre alter Vater überlebte das Vernichtungslager Auschwitz.


Die israelische Tageszeitung MAARIV berichtet heute, dass das Projekt in vielen jüdischen Kreisen auf Ablehnung stösst. Ausserdem würden Neonazis den Film für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.


Ich dagegen muss sagen, dass ich an dem Film nichts Anstössiges finde.


Jane Korman befindet sich dieser Tage in Israel, wo sie an einem neuen Projekt arbeitet.







 

Sonntag, 20. Juni 2010

Das Ben Gurion Haus in Tel Aviv



Hier wohnte David Ben Gurion mit seiner Frau Paula. Heute befindet sich im Haus das Ben Gurion Museum.


Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 30. Mai 2010

The Jerusalem Festival of Light

B"H

Im Juni ist ganz schön was los in Jerusalem ! Hier ein kleiner Vorgeschmack:

THE JERUSALEM FESTIVAL OF LIGHT vom 9. - 16. Juni 2010



Der Eintritt ist FREI !

Sonntag, 11. April 2010

Visa in die Freiheit


B"H

Eine aktuelle Ausstellung im "Beit Hatefuzoth - Diaspora Museum" zeigt, wie spanische Diplomaten deutschen Juden halfen, dem Holocaust zu entkommen, indem sie ihnen Visa ausstellten.

Von der unbekannten Seite Spaniens:

http://www.bh.org.il/on-line-exhibition-intro.aspx?69015

Mittwoch, 31. März 2010

Deutsch - Jüdische Soldaten beim Yom Kippur Service 1870 in Metz


Photo: Fishburnbooks / Museum Eretz Israel Tel Aviv


B"H

Dieser Stoffdruck (Vorhang ?) erfasste heute im Tel Aviver "Eretz Israel Museum" mein Auge. Auf dem Bild sind deutsch - jüdische Soldaten aus dem Krieg von 1870 / 1871 gegen Frankreich zu sehen, die gerade ihren Yom Kippur Gebetsservice abhalten.

Das "Eretz Israel Museum" ist ziemlich weitläufig und von mehreren Parks umgeben, in denen Ausgrabungen oder, u.a., Oliven - bzw. Weinpressen, zu sehen sind. Im Folklore Pavillon fiel mir dann das obige Bild auf und ich dachte daran, dass Tausende jüdischer Soldaten für Deutschland kämpften und wie relativ tolerant es noch im Jahre 1870 bei der deutschen Armee zuging. Ganz im Gegensatz was ca. 70 Jahre später folgen sollte.

Mittwoch, 24. März 2010

KOSTENLOSE Besuche israelischer Museen an Pessach

B"H


Wie an jedem Pessach sponsert Israels "Bank Hapoalim" auch in diesem Jahr wieder unzählige kulturelle Events an den Pessachfeiertagen.

Folgende Museen oder Naturparks können an jenen Tagen KOSTENLOS (für jedermann) besichtigt werden:

1. Israel Museum Jerusalem, 2. Der Zoo in Haifa, 3. Tel Avivs Art Museum, 4. Botanical Garden in Jerusalem, 5. Das Ben Gurion House in Tel Aviv, 6. Das Militärmuseum in Latrun, 7. Das Bloomfield Museum in Jerusalem, 8. Museum Lochamei HaGeta'ot - Kämpfer aus dem Warschauer Ghetto (Kibbutz Lochamei HaGeta'ot), 9. Museum Ashdod, 10. Museum Herzliya, 11. Das Diaspora Museum in Tel Aviv.

Montag, 4. Januar 2010

Bilder aus dem Yad Vashem

B"H

Photos aus dem Jerusalemer Holocaust Museum "Yad Vashem"












Der Eintritt dort ist kostenlos und das Museum ist zu erreichen mit den Buslinien 20, 18 oder 39 in Richtung Har Herzl (Herzlberg). Wer will, der kann nebendran auf den Friedhof gehen und die Gräber von Theodor Herzl, Yitzchak Rabin, Jonathan Netanyahu oder Moshe Dayan ansehen.


Sämtliche Photos gibt es hier:

http://www.bhol.co.il/news_read.asp?id=14486&cat_id=2

Dienstag, 15. Dezember 2009

Tmol Shilshom



B"H

Und weiter geht es mit dem heutigen fünften Tag an Chanukkah. "Shame on me", da ich bisher stets verpasste, an einer der öffentlichen Lichterzündungen der Chabad (Lubawitsch) Chassidim teilzunehmen.
Verpasst oder nicht, nirgendwo auf der Welt herrscht eine so "perfekte" und "gemütliche" Chanukkah Atmosphäre wie in Jerusalem. Insbesondere in den ultra - orthodoxen Stadtteilen.

Das Einzige, was mich derzeit etwas ärgert ist, dass ich diese Woche doch nicht mehr nach Hebron komme. Zuviel Arbeit in der Bäckerei, denn die Kundschaft frisst uns das Haar vom Haupt. Morgen fahre ich heim nach Tel Aviv; platt und müde.

Chanukkah bestand für mich in dieser Woche nur aus schuften, schuften, schuften und wenig Schlaf. Gestern dann nahm ich mir trotzdem ein zwei, drei Stunden und ging mit Freunden essen. Das "Tmol Shilshom" besuchen wir, mehr oder weniger, regelmässig und ich kann das Restaurant nur weiterempfehlen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein "Bücher - Cafe - Restaurant" und der Stil bzw. die Leute mögen nicht jedermanns Sache sein. Ausprobieren sollte man es dennoch einmal.

Das "Tmol Shilshom" verfügt über "Wireless" (WIFI), die Preise sind okay und man kann auch so nur mit einer Tasse Kaffee dasitzen. Wer sich ggf. mit dem Koscherzertifikat (Hechscher) des Oberrabbinats (Rabbanut) zufrieden gibt, der kann dort herrlich essen.

Hier ein paar Schnupperphotos:






Freitag, 27. November 2009

Schabbat Schalom



B"H

Es soll regnen, doch noch schaut der Himmel nicht danach aus. In Tel Aviv herrscht strahlender Sonnenschein, aber wir werden sehen …

So, was ist also das Resultat der Woche außer den bisher sonnigen Wetterbedingungen ?
Sollte nicht Gilad Shalit diese Woche freikommen.
Moment, so schnell geht es nun auch nicht, denn immerhin steht für Israel sehr viel auf dem Spiel. Noch dazu, wo die Palis im Hintergrund aktuell mit einer dritten Intifada drohen. Der gestrige Vorfall in der Stadt Kiryat Arba (gleich neben Hebron gelegen) machte uns den Ernst der Lage nur allzu deutlich. Ein palästinensischer Terrorist ging einfach so mit dem Messer auf ein jüdisches Ehepaar los. Ein an einer Bushaltestelle stehender Soldat verhinderte mit seinem Gewehr Schlimmeres.

Genau diese spontanen Aktionen sind es, welche Israel niemals abschätzen kann. Abu Mazen zetert hinterher, dass das Messer ja nicht unbedingt seine Ideologie darstelle, doch insgesamt sei Israel selber schuld.

Was soll dann erst werden, wenn mehrere Hundert Terroristen mit Blut an den Händen im Austausch gegen Shalit freikommen ?
Trotzdem ist auch hier zu beachten, dass einige der Terroristen der Hamas einzig und allein zum eigenen Propagandazweck dienen. Die Frage ist, inwieweit viele der Terroristen nach ihrer Freilassung tatsächlich wieder in führende Positionen bugsiert werden. Frei ja, aber sieht die Hamas nicht im gleichen Atemzug zu populäre Terroristen als Gefahr. Seitdem die damaligen Terroristen einsitzen, sind die Karten (Führungspositionen) neu gemischt und so mancher alte "Haudegen" entpuppt sich da als Störenfried im Machtpoker.

Bibi fror den Siedlungsbau auf zehn Monate ein und anstatt zuzugeben, dass sein Gang nach Canossa (Washington) jedesmal einer Diffamierung und Herabsetzung seiner Würde durch B. Hussein bedeutet, aalt sich der Premier aus jedem ernsthaften Statement. Seine Sportministerin und alte Sinnesgenossin Limor Livnat ist da aus anderem Holz geschnitzt. Sie spricht laut aus, was innerhalb des LIKUD gedacht wird: "Die derzeitige amerikanische Regierung sei eine Katastrophe !"



Limor Livnat



Wow, endlich einmal jemand Offizielles, der etwas zugibt. Netanyahu versuchte unverzügliche Schadensbegrenzung: "Naja, was Limor Livnat sage, entspreche nicht seiner Meinung".
Also doch immer noch zuviel angst vor B. Hussein ?
Nicht selten wünsche ich mir da einen unserer alten Haudegen a la Sharon oder Begin zurück. Selbst die spätere Taube Rabin hatte mehr Sicherheitsgrips im Kopf als Netanyahu. Dieser Tage steht unser Land anscheinend zum Ausverkauf, denn Bibi hat angst. Wenn er so weitermacht, braucht er keine angst mehr vor den Palis oder B. Hussein zu haben, sondern dann wird sein eigenes Volk einen Bürgerkrieg anzetteln.

Was unsere Regierung nicht zu schaffen scheint, geschieht außerhalb des Landes. Unter anderem in Lublin / Polen. Dort nämlich erschien jetzt eine neue Website, welche, u.a., das einstige Leben der Juden Lublins dokumentiert.



Der von mir gegeben Link ist auf Deutsch und es lohnt sich sehr, dort einmal herumzusurfen !


Und was macht Gilad Shalit ?
Vorerst nichts weiter als in seiner Geiselhaft zu bleiben. Unsere Regierung weigert sich (zu Recht) sämtliche Pali - Schergen freizulassen. Hätte die Bundesrepublik unter Helmut Schmidt jemals einen Christian Baader oder eine Ulrike Meinhof freigelassen ?
Aviva und Noam Shalit, die Eltern Gilads, treffen sich dieser Tage mit jenen Knessetpolitiker, die gegen die Freilassung eines Mörders wie Marwan Barghouti sind. Hierzu gehört auch Uzi Landau, der vor einiger Zeit vom Likud zu Liebermans "Israel Beiteinu" wechselte. In der kommenden Woche wollen die Shalits dann bei Avigdor Lieberman selbst vorsprechen.

Die Hamas jedenfalls legte die Verhandlungen dieser Tage auf Eis, denn die Moslems feiern ihren "Opfertag". Die Thora beschreibt uns, wie Avraham von G - tt den Test erhielt, seinen Sohn Yitzchak auf dem Tempelberg zu opfern. Moslems dagegen behaupten, Avraham habe Ishmael opfern wollen, denn Ishmael sei der eigentliche Nachfolger Avrahams und somit die Moslems. Somit ist der heute beginnende moslemische Feiertage ein Feiertag, der einem Irrglauben unterliegt.
Auch die Hamas zieht zum allgemeinen Grillen und Feiern aus und Gilad Shalit muss weiter fristen.

Ich fahre heute nachmittag ins kalte Jerusalem und wir werden sehen, was die neue Woche uns bringen wird.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

Dienstag, 10. November 2009

Das Österreichisch Jüdische Museum

B"H

Österreichisch Jüdisches Museum

Museumsblog

Eine Frage bleibt:
Nicht, dass ich der tolle Österreichspezialist bin und ich habe keine Ahnung, wo genau Eisenstadt liegt. Aber gehört solch ein Museum nicht nach Wien ?