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Sonntag, 13. November 2011

So wird Wasser verschwendet

B”H 

In Israel ist WASSER zum kostbaren Gut geworden, denn seit Jahren füllte das unzureichende Regenwasser den Kinneret (See Genezareth) nicht mehr. Wasser wird immer teurer und wir sind angehalten zu sparen. Viele Israelis zeigen sich einsichtig und lassen beim Abwasch kein Wasser laufen, sprengen den Garten nur noch bedingt seifen sich unter der Dusche ohne laufendes Wasser ein. Andere wiederum, vor allem in der Industrie, lassen das Wasser einfach ohne Ende laufen. 

Hier ein weiteres Beispiel aus Tel Aviv. Wasserrohrbruch in der Allenby Street, die Straße füllte sich rauf und runter mit Wasser, aber während ich mich in der Umgebung aufhielt, sah ich keinen Versuch, dass überhaupt jemand einschritt bzw. das Wasser abgestellt wird. 




Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 5. Januar 2011

Der Dioxin Skandal und was wir noch essen können

B”H

In Deutschland geht der Dioxin Skandal um, doch die Frage ist, inwieweit sind unsere Lebensmittel generell noch geniessbar ? In aller Herren Länder wird uns eingebläut, dass Lebensmittel wie Milchprodukte und die Milch selber gesund sind. Vor allem, wenn alles aus rein biologischer Herstellung stammt. Fleisch versorgt uns mit Proteinen sowie Vitamin B12 und Fische seien noch gesünder. 

Momentan bin ich dabei, den Rest des Inhaltes unseres Ernährungsseminares aus der vergangenen Woche zusammenzustellen. Soviel jedoch vorweg: Während des Seminares stellte sich heraus, dass weder die Milchprodukte noch der Fischverzehr gesund ist. Pasteurisierte Milch enthält kaum mehr Vitamine oder Mineralien, sondern lediglich Fett und Cholesterol. Fisch, egal, wo die Fische gehalten werden oder aufwachsen, enthalten Quecksilber und dieses Quecksilber stammt ebenso aus der verpesteten Luft, die, u.a., von Fabrikschornsteinen verursacht wird. Kein Fisch entkommt seiner Quecksilberdosis und wirVerbraucher folglich ebenso wenig.

Trotz all der Warnsignale muss man in Betracht ziehen, welcher enorme Industriezweig bzw. welche Wirtschaftsinteressen der Konzerne dahinter stehen. Allein die Hersteller von Milchprodukten genauso wie die Fischindustrie. Wer denn schon Fisch essen will, der beschränke sich auf kleinere Fisch und meide die grossen, die da noch mehr Quecksilber enthalten.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Willkommen auf der schwimmenden “Müll – Insel”

B”H

Im Nordpazifik tat sich “klammheimlich” eine neue Insel ganz besonderer Art auf: Eine Insel einzig und allein bestehend aus Müll. Es scheint als schmeisse halb Asien seinen Plastikabfall ins Meer.



 Der Abfall der Welt.

 Mittlerweile erreichte die Insel die Größe des US – Bundesstaates Texas. Tendenz: Sich ausbreitend. Aber nicht nur im Nordpazifik sammelt sich tonnenweise der Abfall: Auch in und am See Genezareth (Kinneret) ist einiges zu finden. Neulich zogen zwei Jugendliche ein ganzes Doppelbett samt Matratze aus dem See. Autoreifen, Plastikflaschen, Plastiktüten … am Kinneret ist alles vorhanden und niemand scheint sich besonders darum zu kümmern.



Die "Müll - Insel" im Nordpazifik.

Freitag, 14. Mai 2010

Die fast übersehene Katastrophe



Ab und zu vernehmen wir Aufschreie, doch ansonsten ging die Umweltkatastrophe in den Gewaessern um Louisiana fast unter. Griechenland und der Euro sind wichtiger als leckende Pipelines. Manchmal ist es bequemer, etwas wegzuignorieren.








Hier ein Bericht aus dem Spiegel Online !

Sonntag, 18. April 2010

Europas Flughäfen liegen lahm




B"H

Es kann noch bis zu fünf Tagen dauern, ehe die internationalen Flüge aus und nach Europa wieder aufgenommen werden. Wer fliegen will, der fahre nach Spanien, Italien oder in die Türkei. Ansonsten läuft in Europa nichts mehr. Auch die israelische ELAL stellte alle Flüge ein.

Israelische Zeitungen berichten, dass die Vulkanwolke aus Island nicht gerade gesundheitsfördernd wirkt. Die Partikel können sich festsetzen und so kann es zu Säure - Regen über Europa kommen.
Israel ist von der Vulkanwolke nicht betroffen.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Preiserhöhungen 2010



B"H

Grau in grau hängt der Himmel über Jerusalem und es regnet bei 14 Grad Celsius. Und grau sind auch die Aussichten auf den 1. Januar 2010:

1. Der landesweite Wasserpreis erhöht sich 2010 in Stufenform um 41 %, denn der Kinneret (See Genezareth) trocknet immer mehr aus.

2. Egged erhöht die Busfahrpreise. Ab dem 1. Januar kostet eine Busfahrt innerhalb Jerusalems 6,20 Schekel (bisher 5,90). Eine Einzelfahrt in Tel Aviv wird 5,80 Schekel (bisher 5,50) kosten.

Da haben wir es ! Die Preise steigen einmal wieder, nur unsere Gehälter bleiben gleich.:-)

Dienstag, 8. Dezember 2009

Die Stromrechnung steigt wieder an

B"H

Ab Sonntag wird der Strom in Israel wieder einmal teurer. Die Erhöhung beträgt 3,5 %.
Machen wir uns also auf einen Winter ohne viel Dud anstellen (Boiler) gefasst. Vielleicht kommt ja die Sonne öfters raus und wer, wie ich, Dud Shemesh hat, ist gut dran.


Der so typische israelische Dud Shemesh (Boiler zum Wassererhitzen anhand von Sonnenenergie).



Donnerstag, 19. November 2009

Nichtraucher !



B"H

Nein, ich rauche nicht und ich hasse es, wenn die Leute um mich herum wie die Schlote qualmen. Der ganze Gestank setzt sich in den Klamotten fest und ich finde es einfach widerlich, wenn die Raucher sich Qualm reinziehen, für den sie auch noch bezahlen.

Donnerstag, 24. September 2009

Global Warming

B"H


Neulich schrieb ich zum Thema "Global Warming" und wie die Eisberge Grönlands dahinschmelzen. Hier ein paar erstaunliche Bilder, die mir ein englischer Leser zusandte:









Bei dem Anblick der Bilder sollte uns bewusst werden, wie dringlich eine Lösung gefunden werden muss.

Montag, 21. September 2009

Unser Planet wird geflutet

B"H

Einzig und allein bei meinem wöchentlichen Gang zum Waschsalon schaue ich Fernsehen. Neben den vier Waschmaschinen und zwei Trocknern prangt sie da, die Glotze. Sämtliche Kabelkanäle sind vorhanden und somit steigt die Versuchung. Ich weiß genau, warum ich kein TV - Gerät daheim stehen habe. Der Laptop ist schon schlimm genug.

Neulich im Waschsalon verfolgte ich allerdings den "National Geographic" Sender und es gab einen interessanten Bericht:
Dadurch, dass die Erde immer wärmer wird, schmelzen die riesigen Eisberge auf Grönland. Tonnen von Wasser füllen so die Ozeane auf und wenn das Naturdesaster sich im bisherigen Tempo fortsetzt, stehen bald einige weltweite Küstenstädte teilweise unter Wasser und werden folglich Teil des Ozeans. Im besonderen Masse ist hiervon New York betroffen, wo so manche Landgebiete verschwinden werden, wenn der Umweltbedrohung nicht Einhalt geboten wird.

Je mehr Eis wegschmilzt, desto mehr Wasser fliesst in die Weltmeere und desto höher steigt der Wasserpegel. Es ist unglaublich, was wir unserem Planeten und der umliegenden Atmosphäre antun.

Ein weiterer höchst interessanter Punkt des Reportes war, dass die riesigen Eisflächen der Erde die Hitzestrahlen der Sonne reflektieren. Das Resultat ist, dass wir von der Hitze der Sonne weitgehend verschont bleiben, was, unter anderem, das Leben auf unserem Planeten erst ermöglichen tut. Wenn jedoch nun die gewaltigen Eisberge / Flächen zu schmelzen beginnen, bedeutet dies weniger Hitzereflektion der Sonnenstrahlen und somit eine höhere Erderwärmung.
"National Geographic" sah die Lösung darin, dass die Fabriken sofort ihren Schadstoffausstoss drastisch verringern müssen.

Es ist schon ein Paradox: Da gibt uns G - tt einen geradezu perfekten Planeten als Eigenheim und was machen wir daraus ? Käme jemand aus der Antike oder dem Mittelalter mit Hilfe einer Zeitmaschine zu uns, würde dieser beim Einatmen unserer Luft auf der Stelle tot umkippen.

Soviel sich auch unser Immunsystem an verschiedene Giftstoffe zu gewöhnt haben scheint, vor der gewaltigen Hitze der Sonne gibt es kein Entkommen.

Sonntag, 26. April 2009

EARTH DAY in Jerusalem

B"H

Am letzten Donnerstag war EARTH DAY und auch Israel beteiligte sich am Ausschalten der Lichter zu Gunsten der Umwelt.

Hier ein paar Photos von der Gegend um das Jaffa Tor an der Altstadtmauer. Dort wurden die Lichter des "Migdal David - Tower of King David" ausgeschaltet.

Der Turm hat übrigens nichts mit König David zu tun, sondern diente ursprünglich als Palast des Herodes.








Sämtliche Photos können hier eingesehen werden !

Donnerstag, 23. April 2009

Earth Day



B"H

Heute ist internationaler "Earth Day" und auch Israel wird sich daran beteiligen.

Beginnend um 20.00 Uhr wird der Tel Aviver Bürgermeister Ron Chulda'i die Lichter des Rathauses löschen. Gleichzeitig werden der Azrieli - Tower, die Uni sowie weitere öffentliche Einrichtungen für eine Stunde im Dunkeln stehen.
In Jerusalem beginnt das Event gegen 20.10 Uhr und wird von Präsident Schimon Peres sowie Bürgermeister Nir Barkat eingeleitet. Unter anderem werden die Lichter der Knesset und der Altstadt erlöschen.
Na, hoffentlich jammern dann nicht gleich die Palästinenser wieder etwas der UNO vor. Israel habe ihnen den Strom abgedreht und so.

Wenn in Tel Aviv die Lichter ausgehen, werde ich genau dann dort am Busbahnhof eintreffen. Am Arlozorov mit Blick auf den erdunkelten Azrieli.


Festlich geschmückter Azrieli Tower in Tel Aviv


Link:

Earth Day auf Hebräisch

Sonntag, 18. Januar 2009

Strandverschmutzung in Tel Aviv

B"H

Bei dem heutigen Regenwetter im ganzen Land vielleicht unangebracht, dennoch ist es wichtig:
Die Strände von Tel Aviv werden immer mehr mit Abwasser zugeflutet und sogar die regelmässigen Surfer beschweren sich, laut der Wochenzeitung "Ha ' Ir", über die zunehmende Gefahr für die Gesundheit.

Am Dolphinarium sowie der Endstation der Buslinie 4, Riding (Reading), täte es bestialisch nach Abwasser stinken, dass das ja nicht mehr zum aushalten sei. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv macht keinen großen Hehl daraus, immer mehr Abwasser ins Meer zu leiten. Wer am Denkmal im Juni 1948 der gesunkenen "Altalena" (gegenüber "Mike's Place und US - Botschaft) steht, dem fällt sofort das riesige schwarze Monstrum ins Auge. Eine Abwasserpipeline direkt ins Meer. Wer dort in der Umgebung seinen Fuß ins Wasser steckt, der wird bemerken, dass das Wasser plötzlich, dank des verseuchten Abwassers, ganz warm wird.
Ich frage mich nur, wie dort allabendlich einige Angler unbesorgt ihre Fische aus dem Wasser ziehen mögen.



Tel Aviv


Eine Surfergruppe jedenfalls beschwerte sich bei der Stadtverwaltung, doch ehe nicht etwas Alarmierendes geschieht, wird keine große Umweltreinigung eintreten.

Montag, 22. Dezember 2008

Kalt & Regnerisch

B"H

Der Regen ist in Israel fast immer ein Thema. Jedoch eigentlich nur deswegen, weil er so selten geworden ist und mittlerweile finden schon regelmässige öffentliche Gebet für ihn statt.
Wenn es in diesem Winter kaum mehr regnet, dann sitzen wir spätestens im Frühjahr auf dem Trockenen. Kein Wasser mehr, denn die Vorräte aus dem See Genezareth (Kinneret) und dem Jordan gehen in absehbarer Zeit zuende. Dann soll Wasser aus der Türkei herangeschafft werden und man male sich jetzt noch nicht die Kosten aus.

Privathaushalten ist das Rasensprengen eh schon verboten, aber viele Israelis haben die chaotische Angewohnheit, den Wasserhahn bis in alle Ewigkeiten laufen zu lassen. Da sind jene, die tatsächlich bereit sind, Wasser zu sparen; doch dann kommen wieder andere, die alles zunichte machen, indem sie den Wasserhahn aufdrehen und nebenher in der Wohnung herumlaufen.

In Tel Aviv regnete es heute schon und nun ist es kühl und windig nach all den sonnigen Tagen. Es scheint als werde Wasser demnächst zum wahren Luxusartikel.

Donnerstag, 13. November 2008

Jerusalem im Dreck

B"H

Wo man in vielen Stadtteilen Jerusalems auch hinschaut, eines sticht fast immer ins Auge: Der herumliegende Müll.
Gestern Mittag ging ich in den Supermarkt "Yesh" am Zentralen Busbahnhof und was sah ich nebendran liegen ? Einen riesen Müllberg links hinter einer häßlichen Betonabsperrung.

Egal, ob man am Schabbat oder wochentags durch Jerusalem spaziert, vielerorts befindet sich einfach stinkender Müll, dem die Stadt nicht Herr zu werden scheint. Allabendlich wird der Machane Yehudah Markt in der Innenstadt reingewaschen. Palästinensische Reiningungsarbeiter kommen dann mit dicken Wasserschläuchen angerollt und spritzen tonnenweise Wassermassen auf den Asphalt. Oft erfolglos, denn im Machane Yehudah wie auch anderswo sieht man schon einmal die ein oder andere Ratte umherlaufen. Dick, fett und überaus gut ernährt. Ferner herrscht in der Stadt ein Katzenplage. Irgendwie muß man ja der Ratten Herr werden, aber die Katzen vermehren sich unaufhörlich und wenn gar nichts mehr geht, schickt die Stadtverwaltung ihr Katzenentsorgungsteam los, um die Katzen ins Jenseits zu befördern.

Müll und Katzen verursachen vielerort einen ungemeinen Gestank. In Teilen Nachlaots ist es ganz besonders schlimm mit den Katzenviechern. Ich frage ich ständig, wieso die Bewohner nicht krank sind, bei all dem Müll.
Nichts gegen Jerusalem, aber man nehme sich ein Beispiel an Tel Aviv, wo aufgeräumt wird. Jaja, Tel Aviv hat halt mehr Geld und Jerusalem krebst mit den Finanzen hinterher. Das hat auch der frischgewählte neue Bürgermeister Nir Barkat erkannt und will nun in Jerusalem das große Reinemachen beginnen.

Allerdings kann er nicht in kurzer Zeit einen halben Slum zu einer Pariser Metropole aufpolieren. Barat vergeht sich in Wunschträumen, jährlich 10 Mio Besucher nach Jerusalem zu holen. Als "Neu - Tel Aviver" frage ich mich, was denn bloß all die Leute in Jerusalem tun sollen ? Ehrlich gesagt sind fehlende Attraktionen (außer der Religion) sowie die popelige Kleinstadtmentalität nicht gerade ein Ansporn für die Besucherschaft. Aber zuerst einmal muß der Müll weg und damit die Ratten und im Sommer auch die fetten Kakerlaken.



Ein bekanntes Bild in Jerusalem - Abfall.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Katastrophe: WASSER




B"H

In Israel bahnt sich eine schleichende Katastrophe an:

Seit Jahren griff die Regierung trotz ständiger Warnungen nicht durch und verplemperte wertvolles Wasser. Unter anderem zum Sprengen von Rasenflächen.

Jetzt erreichte der Kinneret (See Genezareth) einen alarmierenden Tiefststand und die Lage wird immer schlimmer, wenn es nicht regnet.

Hier die aktuelle Site zum Wassersparen:

http://water.org.il
(Leider ist die Site nur in hebräischer Sprache einsehbar)

Weitere Links in Englisch:

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/126718

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&cid=1183901653908

Mittwoch, 9. Juli 2008

Die vergessene Bedrohung

B"H

Von der Hamas und von Anschlägen ist die Rede, doch eine wesentliche Bedrohung wird in unserem Land übersehen und heute raffen sich die Zeitungen endlich einmal auf, darüber zu berichten. Es gibt ja sonst so wenig zu sagen derzeit.

Israel steht fast ohne Wasser da. Der Kinneret (See Genezareth) trocknet immer mehr aus und viele Boote stehen fast auf dem Trockenen. Allein für diesen Sommer haben wir eine "heiße" Prognose und aktuell soll es gerade in diesen Tag wieder einmal ungewöhnlich heiß werden. Da hilft selbst ein Bad im Mittelmeer nicht mehr zur Abkühlung, denn auch das Meerwasser hat eine Temperatur von mehr als 20 Grad.

Die Regierung ist mehr oder weniger auf den Wassermangel vorbereitet und hat ein Notprogramm in petto. Geredet wird über das Wasser jedoch kaum und dabei hat es innerhalb der vergangenen Jahre im Winter kaum geregnet. Seit Jahren trocknet der Kinneret immer mehr aus und Fachleute haben jetzt gewarnt, dass der See den niedrigsten Wasserstand seit den 80iger Jahren erreicht hat.

Vorgewarnt wurde auch schon. Anscheinend wird sich der Wasserpreis demnächst verdoppeln und Kleingärten dürfen nicht mehr bewässert werden.

Ekelhaft

B"H

In Deutschland wird alles brav gesammelt, sogar der Müll. Frisch sortiert und die Joghurtbecher ausgewaschen kommt alles in die vorgesehenen Tüten. In Israel hingegen beginnt man erst langsam mit der Einsammlung und Wiederverwertung Tausender Plastikflaschen. Das Altpapier kommt auch nur schwer in Gang. Container gibt es, doch nur in bestimmten Gebieten und längst noch nicht überall. Wie sollen die Bewohner auch große Lust zum Herumsammeln haben, wenn sich vor der eigenen Tür der Müll türmt ?

Man sehe sich nur den Strand von Tel Aviv an einem Spätnachmittag an. Überall Müll und Essensreste. Wenigstens ist das Grillen am Strand gesetzlich verboten und die Strandpolizei läßt bei Verstöße keine Gnade walten. In was soll man auch noch alles treten ? Reichen nicht schon all die Zigarettenkippen und Plastikflaschen aus ? Ab und zu kommt einmal jemand mit einer Harke vorbei und versucht, dem Müll Herr zu werden. Vergeblich, denn Israelis regen sich zwar tierisch über den Müll auf; im gleichen Moment jedoch entsorgen sie ihren eigenen Müll mitten am Strand.

In Tel Aviv hat sich nun eine Bürgerinitiative für einen reinen Strand gegründet. Auf FACEBOOK werden Unterschriften gesammelt und man hofft auf einen Erfolg bei der Stadtverwaltung. Allerdings bringt die Aufstellung von mehr Mülleimern nur etwas, wenn ich sie auch benutze und nicht alles an Ort und Stelle fallenlasse.

http://www.facebook.com/group.php?gid=18120831949

Mittwoch, 2. April 2008

Kurzmitteilungen: Von Jerusalem bis Tiberias

B"H

1. Diese erste Nachricht sollte alles andere, nur keine Kurzmitteilung darstellen.

Am morgigen Donnerstag begeht die Jerusalemer Mercaz HaRav Yeshiva (im Stadtteil Kiryat Moshe, HaRav Zvi Yehudah Street) eine weitere Gedenkveranstaltung für die vor 30 Tagen von einem palästinensischen Terroristen erschossenen acht jugendlichen Yeshivastudenten. Beginn der Veranstaltung wird um 16.00 Uhr sein.

Siehe hierzu auch:

Die Mercaz HaRav Opfer

Feigheit vor dem Feind ?


2. Trotz aller Zusagen Olmerts, in israel. Siedlungen wird wieder vermehr gebaut. Die israel. Presse benutzt zwar das Wort "Siedlungen", aber offiziell handelt es sich um alles andere, nur nicht mehr um Siedlungen. Zum Beispiel ist geplant, im Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev weitere 600 Wohneinheiten zu bauen. In Givat Ze'ev, außerhalb Jerusalems gelegen, sollen 510 neue Wohneinheiten entstehen. Aber auch im nationalrelig. Efrat (außerhalb Jerusalems) sowie in der haredischen Stadt Beitar (nahe Jerusalem, in Gusch Etzion) wird gebaut.

Der Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev



Wie ich zuvor schon berichtete, brauchen wir uns von keiner Condoleeca Rice vorschreiben lassen, wo wir in unserem eigenen Land zu bauen bzw. zu leben haben.


3. Der Checkpoint Rimonim (außerhalb Ramallahs) wurde aufgelöst und die Palästinenser aus dem Autonomiegebiet Ramallah haben nun freie Einfahrt nach Israel. Ganz, wie es Condoleeca Rice verlangte. Israel soll seinen guten Friedenswillen zeigen.

Fragt sich nur, ob Condoleeca auch die Verantwortung übernimmt, wenn dadurch neue Selbstmordterroristen nach Israel eingeschmuggelt werden, die sich in Jerusalem oder anderswo in die Luft sprengen. Im Jahre 2002 befand sich Israel schon einmal in der gleichen Situation. Man zeigte denselben Friedenswillen und kurz darauf wurde in Rimonim eine Mutter von sieben Kindern in ihrem fahrenden Auto von palästinensischen Terroristen erschossen.

Details:

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632388560&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632387058&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/IsraelUnderAttack/Rimonim+junction/Etty+Galiah.htm

4. Die Knesset verabschiedete ein längst fälliges Gesetz: Jeder hat ein Anrecht auf einen kostenlosen Platz am Ufer des Kinneret (See Genezareth).

Schon viele Jahre ist es in Israel eine Modeerscheinung, für Strandplätze gnadenlos abzukassieren. Es ist zwar eine ganze Zeit her, seitdem ich mich das letzte Mal nach Tiberias an den See Genezareth begab, allerdings überraschte es mich keineswegs, nicht kostenlos am Ufer sitzen zu können. Entweder gehört der Strand zu einem der zahlreichen Hotels oder er befindet sich anderweitig in Privatbesitz. Umsonst geht gar nichts mehr, es sei denn, man will irgendwo neben einem Abwasserrohr sitzen.

Tiberias am See Genezareth (Kinneret)



Die Knesset beschloß, ein 12 – köpfiges Kommittee einzusetzen, welches allein über das Ufer des See Genezareth entscheidet. Eintrittsgelder werden somit hinfällig, denn jedem einzelnen stehe ein Strandplatz zu. Ob das nun am Kinneret oder am Mittelmeer sei. Allerdings wurde noch nicht mitgeteilt, wie es denn jetzt um die Hotelstrände am See Genezareth steht. Und was wird aus den Stränden am Toten Meer, bei denen ebenso kräftig abkassiert wird ?