B"H
Die Hamas feiert ihren grossen Sieg in Gaza. Die Bewohner des Südens hofften darauf, in den Alltag zurückzukehren und Netanyahu steht als Looser da. Nicht wenige Israelis fordern ihn auf, die Bodentruppen losmarschieren zu lassen, denn man will das Raketenproblem ein für allemal aus der Welt geschafft wissen.
Abu Mazen in Ramallah sieht seine Felle davon schwimmen, denn die Hamas stiehlt ihm einmal wieder mehr die Show. Und tut die Hamas: Schiesst munter weitere Raketen auf Israel. In Ashkelon und Ashdod war schon wieder Sirenenalarm.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/162371#.UK0zQtdp6ls
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
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Mittwoch, 21. November 2012
Montag, 19. November 2012
Die Einseitigkeit der internationalen Medienwelt
Achtet einmal darauf, wie internationale Journalisten die Tatsachen verdrehen oder ignorieren. Die Sprecherin der israelischen Armee geht sehr detaillert vor und berichtet Fakten. Der Nachrichtensender dagegen blendet ausschliesslich Bilder aus Gaza ein. Dass die Hamas bereits seit 12 Jahren in aller Regelmässigkeit Raketen auf den Süden Israel feuert, wird absolut untergangen. Nur die Palästinenser zählen.
Wer sich gerade jetzt auf TWITTER, Youtube oder Google + umsieht, dem tritt eine wahre Welle der Israel – und Judenhetze entgegen. Ein israelischer Radiomensch stellte heute morgen die Frage an einen Pressesprecher Netanyahus, ob es sich die Hasbara auf Facebook, Twitter, Youtube oder Google + für Israel lohne. Man schaue doch nur auf die Hetzkommentare, die da Tausendfach auflaufe. Die Regierung aber besteht auf einem ausdrücklichen JA.
Netanyahu besitzt TWITTER und Facebook Accounts. Auf TWITTER ist es in englischer sowie in arabischer Sprache aktiv. Arabisch deswegen, weil Israel die arabische Bevölkerung zur Verurteilung des arabischen Terrorismus aufrufen will.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Ist Netanyahu ein Hardliner ?
B"H
Die israelischen Schlagzeilen befassen sich vorweglich mit den anstehenden Wahlen am 22. Januar 2013. Welche Parteien koalieren und das Ausland vereint mit der israelischen Linken jammert über den Zusammenschluss von Netanyahu und Liebermann. "Dass sei ja viel zu radikal und überhaupt !"
RADIKAL ?
Da kann man eigentlich nur noch drüber lachen, denn weder Netanyahu noch Liebermann sind rechte Hardliner. Vielmehr geht es ihnen um die Sicherung ihrer Posten und nachdem bekannt wurde, dass der LIKUD die Wahlen vielleicht verlieren könnte, da Netanyahu seinen Landsleuten immer weitere Preiserhöhungen aufzwinge, schloss sich Bibi flugs zu einer Allianz mit Avigdor Liebermann und dessen Russenpartei zusammen. Seit langer Zeit kriecht Netanyahu den Amerikanern hinterher und, trotz gelegentlichem Aufmucken, geht er am Ende doch bei Obama beifuss.
Liebermann mag einmal nationale Härte gezeigt haben, aber seitdem er unter Netanyahu Außenminister sein darf, sagt Avigdor zu allem JA und AMEN. Auch zu eventuellen Siedlungsräumungen in Samaria (Shomron), die uns nämlich auch unter einer zukünftigen Netanyahu – Liebermann – Regierung bevorstehen.
Die Presse lästert, dabei ist der LIKUD unter Netanyahu auf dem Wege, eine neue KADIMA zu werden. Von den alten nationalen Traditionen keine Spur mehr. Dafür stellt sich der Opportunist Netanyahu lieber selber in den Vordergrund.
Die israelischen Schlagzeilen befassen sich vorweglich mit den anstehenden Wahlen am 22. Januar 2013. Welche Parteien koalieren und das Ausland vereint mit der israelischen Linken jammert über den Zusammenschluss von Netanyahu und Liebermann. "Dass sei ja viel zu radikal und überhaupt !"
RADIKAL ?
Da kann man eigentlich nur noch drüber lachen, denn weder Netanyahu noch Liebermann sind rechte Hardliner. Vielmehr geht es ihnen um die Sicherung ihrer Posten und nachdem bekannt wurde, dass der LIKUD die Wahlen vielleicht verlieren könnte, da Netanyahu seinen Landsleuten immer weitere Preiserhöhungen aufzwinge, schloss sich Bibi flugs zu einer Allianz mit Avigdor Liebermann und dessen Russenpartei zusammen. Seit langer Zeit kriecht Netanyahu den Amerikanern hinterher und, trotz gelegentlichem Aufmucken, geht er am Ende doch bei Obama beifuss.
Liebermann mag einmal nationale Härte gezeigt haben, aber seitdem er unter Netanyahu Außenminister sein darf, sagt Avigdor zu allem JA und AMEN. Auch zu eventuellen Siedlungsräumungen in Samaria (Shomron), die uns nämlich auch unter einer zukünftigen Netanyahu – Liebermann – Regierung bevorstehen.
Die Presse lästert, dabei ist der LIKUD unter Netanyahu auf dem Wege, eine neue KADIMA zu werden. Von den alten nationalen Traditionen keine Spur mehr. Dafür stellt sich der Opportunist Netanyahu lieber selber in den Vordergrund.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
"Israel Hayom" = Bibiton
B"H
Morgen früh Punkt acht Uhr steht die Nation Schlange. Dann nämlich beginnen Hunderte von Verteilern der kostenlosen Tageszeitung ISRAEL HAYOM ihren Job. An unzähligen öffentlichen Plätzen im Land, wie am Jerusalemer Machane Yehudah Markt, liegt das Blatt in hohen Türmen herum und je zwei Verteiler kämpfen mit dem Ansturm der Leute. Eine Zeitung für eine Person und nichts ist mit "man will für Freunde und Nachbarn auch noch eine Zeitung haben".
Seit einigen Jahren wird das kostenlose Blatt des reichen Netanyahu – Anhängers Sheldon Adelson landesweit verteilt. Sogar an vielbefahrenen Straßen warten die Verteiler an roten Ampeln und reichen die Zeitung durch heruntergekurbelte Autofenster. Fast alle greifen danach, denn wo gibt es sonst eine Tageszeitung umsonst.
Als ISRAEL HAYOM vor wenigen Jahren auch noch in den besonders umkämpften Markt der Wochenendausgaben einstieg, ringen die regulären Blätter wie YEDIOT ACHARONOT, MA’ARIV oder HA’ARETZ ums Überleben. Mittlerweile hat die Ma’ariv dermassen viele Schulden angehäuft, dass sie einen neuen Käufer sucht oder untergeht. Ein Unternehmer bat sich als Käufer an, doch die Sache liegt vorerst auf Eis, da die Ma’ariv Mitarbeiter zicken. Erstens wollen sie alle Arbeitsplätze im Vorfeld gesichert wissen und zweitens wäre eben jener Investor zu rechts gerichtet.
Bei der HA’ARETZ stehen die Zeichen ebenfalls auf Sturm und es sollen Kündigungen erfolgen. Die Mitarbeiter streiken und heute musste die Welt ohne HA’ARETZ auskommen, denn die Belegschafte verweigerte den Druck der Zeitung.
YEDIOT verkauft mittlerweile viele ihrer Ausgaben zum halben Preis und Sheldon Adelson lacht sich ins Fäustchen. Er nämlich mischte Israels vorwiegend linke Presse auf und mit seinem Geld versetzt er allen anderen den Todesstoss. Nicht allein, weil auch bekannte Journalisten zu seinem Blatt überliefen.
Doch würden die Israelis Adelsons ISRAEL HAYOM kaufen, wenn sie denn müssten ? Ganz klar NEIN. In letzter Zeit entwickelte sich die BIBITON (Hauszeitung Netanyahus) zum schleimigen Benjamin Netanyahu Propagandablatt. Das hebräische Wort für ZEITUNG lautet ITON und BIBITON bezieht sich auf ein Wortspiel zwischen ITON und BIBI Netanyahu.
Dass sich die Welt über Netanyahus letzten Auftritt vor der UNO (Donald Duck Cartoon Bombe) kaputtlachte, wurde von der ISRAEL HAYOM vollkommen unterschlagen. Wer keine Internet News liest oder nebenbei die YEDIOT ACHARONOT, der hatte keine Ahnung von dem, was die Welt dachte. Bei mir ist es inzwischen so, dass ich die ISRAEL HAYOM freitags kostenlos mitnehme, mir dazu aber eine weitere Zeitung kaufe. Mit der ISRAEL HAYOM allein fühle ich mich als Bibi – Opfer, denn die Propaganda für den Premier erreicht immer höhere Level. Immerhin gibt es in der Wochenendausgabe oft anderweitige interessante Artikel, doch der politische Teil ist kaum mehr lesbar.
Links:
Would anyone pay to read Adelson's newspaper ?
ISRAEL HAYOM im hebräischen Original
Morgen früh Punkt acht Uhr steht die Nation Schlange. Dann nämlich beginnen Hunderte von Verteilern der kostenlosen Tageszeitung ISRAEL HAYOM ihren Job. An unzähligen öffentlichen Plätzen im Land, wie am Jerusalemer Machane Yehudah Markt, liegt das Blatt in hohen Türmen herum und je zwei Verteiler kämpfen mit dem Ansturm der Leute. Eine Zeitung für eine Person und nichts ist mit "man will für Freunde und Nachbarn auch noch eine Zeitung haben".
Seit einigen Jahren wird das kostenlose Blatt des reichen Netanyahu – Anhängers Sheldon Adelson landesweit verteilt. Sogar an vielbefahrenen Straßen warten die Verteiler an roten Ampeln und reichen die Zeitung durch heruntergekurbelte Autofenster. Fast alle greifen danach, denn wo gibt es sonst eine Tageszeitung umsonst.
Als ISRAEL HAYOM vor wenigen Jahren auch noch in den besonders umkämpften Markt der Wochenendausgaben einstieg, ringen die regulären Blätter wie YEDIOT ACHARONOT, MA’ARIV oder HA’ARETZ ums Überleben. Mittlerweile hat die Ma’ariv dermassen viele Schulden angehäuft, dass sie einen neuen Käufer sucht oder untergeht. Ein Unternehmer bat sich als Käufer an, doch die Sache liegt vorerst auf Eis, da die Ma’ariv Mitarbeiter zicken. Erstens wollen sie alle Arbeitsplätze im Vorfeld gesichert wissen und zweitens wäre eben jener Investor zu rechts gerichtet.
Bei der HA’ARETZ stehen die Zeichen ebenfalls auf Sturm und es sollen Kündigungen erfolgen. Die Mitarbeiter streiken und heute musste die Welt ohne HA’ARETZ auskommen, denn die Belegschafte verweigerte den Druck der Zeitung.
YEDIOT verkauft mittlerweile viele ihrer Ausgaben zum halben Preis und Sheldon Adelson lacht sich ins Fäustchen. Er nämlich mischte Israels vorwiegend linke Presse auf und mit seinem Geld versetzt er allen anderen den Todesstoss. Nicht allein, weil auch bekannte Journalisten zu seinem Blatt überliefen.
Doch würden die Israelis Adelsons ISRAEL HAYOM kaufen, wenn sie denn müssten ? Ganz klar NEIN. In letzter Zeit entwickelte sich die BIBITON (Hauszeitung Netanyahus) zum schleimigen Benjamin Netanyahu Propagandablatt. Das hebräische Wort für ZEITUNG lautet ITON und BIBITON bezieht sich auf ein Wortspiel zwischen ITON und BIBI Netanyahu.
Dass sich die Welt über Netanyahus letzten Auftritt vor der UNO (Donald Duck Cartoon Bombe) kaputtlachte, wurde von der ISRAEL HAYOM vollkommen unterschlagen. Wer keine Internet News liest oder nebenbei die YEDIOT ACHARONOT, der hatte keine Ahnung von dem, was die Welt dachte. Bei mir ist es inzwischen so, dass ich die ISRAEL HAYOM freitags kostenlos mitnehme, mir dazu aber eine weitere Zeitung kaufe. Mit der ISRAEL HAYOM allein fühle ich mich als Bibi – Opfer, denn die Propaganda für den Premier erreicht immer höhere Level. Immerhin gibt es in der Wochenendausgabe oft anderweitige interessante Artikel, doch der politische Teil ist kaum mehr lesbar.
Links:
Would anyone pay to read Adelson's newspaper ?
ISRAEL HAYOM im hebräischen Original
Sonntag, 30. September 2012
Das Laubhüttenfest SUKKOT beginnt in wenigen Stunden
B"H
Am letzten Donnerstag nahm ich an der Einweihung einer neuen Thorarolle im Chabad Haus im Jerusalemer Stadtteil Rehavia teil. Eine tolle Feier, bei der ich viele Photos machte und einige Videos drehte. All das werde ich im laufe dieser Woche in meine Blogs stellen.
Heute abend beginnt das achttägige Sukkot (Laubhüttenfest) und auch hierzu werde ich von den Events in Jerusalem berichten. Mit vielen Bildern und Videos.
Sukkot in Jerusalem zu verbringen ist mit das Beste, was einem passieren kann und ich hoffe, anhand der Bilder die hiesigen Stimmungen den Juden in der Diaspora zu vermitteln.
Auf Benjamin Netanyahus verkorkste Cartoon Skizze ("Bibi Bomb", siehe Sketch aus der heutigen YEDIOT ACHARONOT)), die er bei der UNO hochhielt, muss man nicht unbedingt eingehen. Kurz gesagt, die Welt und Israel lachten sich kaputt über den Donald Duck ähnlichen Bibi Cartoon.
Am Schabbat hatte ich über Nacht Gäste und gestern abend dann, man höre und staune, zog allmählich der "Winter" ein. Trotz einer Hitze von 33 Grad Celsius begann es zu regnen. Nur ein paar Tropfen, aber es war der erste Regen seit April. Obwohl es immer noch sehr warm und schwül ist, trübt es sich ein und für Sukkot ist noch mehr Regen angesagt.
Heute ist in Israel nur wieder ein "halber" Tag, denn um 17.00 Uhr beginnt das Laubhüttenfest. Morgen (Montag) ist Feiertag und alles wird geschlossen sein. Ab ca. 18.30 Uhr werden die Busse allerdings wieder fahren und dann geht es so richtig los mit den Sukkotfeiern. Ab Dienstag werde ich über viele Events aus Jerusalem berichten.
CHAG SAMEACH – SCHÖNE FEIERTAGE !
Photo: Miriam Woelke
Am letzten Donnerstag nahm ich an der Einweihung einer neuen Thorarolle im Chabad Haus im Jerusalemer Stadtteil Rehavia teil. Eine tolle Feier, bei der ich viele Photos machte und einige Videos drehte. All das werde ich im laufe dieser Woche in meine Blogs stellen.
Heute abend beginnt das achttägige Sukkot (Laubhüttenfest) und auch hierzu werde ich von den Events in Jerusalem berichten. Mit vielen Bildern und Videos.
Sukkot in Jerusalem zu verbringen ist mit das Beste, was einem passieren kann und ich hoffe, anhand der Bilder die hiesigen Stimmungen den Juden in der Diaspora zu vermitteln.
Auf Benjamin Netanyahus verkorkste Cartoon Skizze ("Bibi Bomb", siehe Sketch aus der heutigen YEDIOT ACHARONOT)), die er bei der UNO hochhielt, muss man nicht unbedingt eingehen. Kurz gesagt, die Welt und Israel lachten sich kaputt über den Donald Duck ähnlichen Bibi Cartoon.
Am Schabbat hatte ich über Nacht Gäste und gestern abend dann, man höre und staune, zog allmählich der "Winter" ein. Trotz einer Hitze von 33 Grad Celsius begann es zu regnen. Nur ein paar Tropfen, aber es war der erste Regen seit April. Obwohl es immer noch sehr warm und schwül ist, trübt es sich ein und für Sukkot ist noch mehr Regen angesagt.
Heute ist in Israel nur wieder ein "halber" Tag, denn um 17.00 Uhr beginnt das Laubhüttenfest. Morgen (Montag) ist Feiertag und alles wird geschlossen sein. Ab ca. 18.30 Uhr werden die Busse allerdings wieder fahren und dann geht es so richtig los mit den Sukkotfeiern. Ab Dienstag werde ich über viele Events aus Jerusalem berichten.
Eine der vielen Hundert Sukkot (Laubhütten) in Jerusalem
Photo: Miriam Woelke
CHAG SAMEACH – SCHÖNE FEIERTAGE !
Sonntag, 2. September 2012
Die Akte MIGRON
B"H
Für viele Israelis sind nationalreligiöse Siedler ganz einfach fundamentalistische Fanatiker. Von den Ansichten des Auslands ganz zu schweigen, denn dort gelten alle religiösen Juden als ausgemachte Fanatiker mit Ansichten aus dem Mittelalter. Schon allein aus diesem Grund wird über die Räumung israelischer Siedlungen nur halbherzig mit Fakten herausgerückt. Ein Beispiel bildet die Siedlung MIGRON, die momentan geräumt wird.
Wenn die Netanyahu – Regierung und unser linksgerichteter Oberster Gerichtshof weiterhin auf linke Fanatiker sowie das Ausland hören, brauchen wir den Iran nicht mehr anzugreifen, sondern können gleich unsere Koffer packen und Israel verlassen.
Dienstag, 28. August 2012
Netanyahu und sein Geld
B"H
Die linksgerichtete Zeitung YEDIOT ACHARONOT spann heute ihre eigenen Gedankenfäden. Seit Wochen drischt die Netanyahu – Regierung auf den israelischen Bürger mit Kriegsgerüchten ein und verbreitet Ungewissheit. Beim PR – Menschen Netanyahu aber müsse man auf der Hut sein, denn zu gerne stellt er Themen in den Vordergrund, um im Hintergrund heimlich, still und leise seine eigenen Süppchen zu kochen. Immer so, dass der Normalo Israeli nichts mitbekommt.
Wurde eine Kriegsgefahr nur vorgeschoben, um vom eigentlichen Problem abzulenken oder versuchte Netanyahu vor einem etwaigen Krieg zu vermeiden, aus Aktienverkäufen mit deftigen Gewinn hervorzugehen ? Vielleicht wie der ehemalige Oberbefehlshaber der israelischen Armee, Dan Chalutz, kurz vor Ausbruch des Zweiten Libanonkrieges ?
Auf die Frage, woher Netanyahu ein Vermögen von ca. 30 Mio Schekel (ca. 6 Mio Euro) erwirtschaftet soll, wird kaum eingegangen, obwohl YEDIOT genügend Zahlen auflistet. Woher hat der Premierminister soviel Geld, wenn er lediglich 44,000 Schekel Brutto (ca. 8800 Euro) verdient ? Wie kann man sich da im noblen Caesarea eine Nobelvilla für fast 20 Mio Schekel (ca. 4 Mio Euro) leisten ? Wenn Netanyahu auch für viel Geld Vorträge halt, woher stammt der plötzliche Reichtum des Premier, welcher vor ein paar Jahren noch dick im Dispo versank ?
Mittwoch, 22. August 2012
Israel, der Iran und nackte Armeetatsachen
Tourismus in der Jerusalemer Altstadt
Photo: Miriam Woelke
B"H
Befindet sich Israel im Alarmzustand ? Ein Leser fragte mich zurecht in einer e – mail, ob Israeltouristen nicht lieber ihren Urlaub hierzulande absagen sollten. Den Grund kann sich sicher jeder denken: Ein eventueller Angriff Israels auf die iranischen Atomeinrichtungen.
Besteht also derzeit ein Grund, den Israelurlaub besser abzusagen ? Die öffentlichen Diskussionen jedenfalls lassen allen Anlass für negative Mutmassungen zu.
Ob ein Tourist den Urlaub verschieben oder gar absagen will, liegt allein an ihm. In Israel zumindest ist die Stimmung so, dass der normale Alltag weiterläuft. Viele Israelis sind der Meinung, dass unsere Armee einen Militärschlag ausführen sollte, andere wiederum befürworten das Gegenteil. Das Leben geht weiter und nichts deutet auf Panik hin, wenn wir einmal von diversen Massenmedien absehen.
Angeblich sucht Netanyahu Unterstützung für seinen Plan. Auch vom geistigen Führer der SHASS – Partei, Rabbi Ovadiah Yosef. Vor wenigen Tagen soll Netanyahu einen Abgesandten zum Rabbi geschickt haben, der Letzterem unmissverständlich klarmachte, SHASS solle ja für einen Angriff stimmen. Dazu sei angemerkt, dass die SHASS – Partei in der Koalition sitzt. Wie sich Rabbi Yosef letztendlich entschieden hat, ist nicht bekannt, doch geht es ihm normalerweise stets um die eigene Taktik.
Das Ausland und die israelischen Medien spekulieren auf Teufel komm heraus. Ob Netanyahu erst die Wahlen in den USA abwarte oder sich überhaupt auf Obama verlassen könne. In Israel meinen viele, dass das Land im Ernstfall immer allein dastehen wird und sich daher auf niemanden in der Welt verlassen kann. Eines jedoch fällt auf: Wenn ich ein Land angreifen will, posaune ich dies nicht im Vorfeld hinaus, sondern tue es. So wie Menachem Begin es einst gegen die irakischen Atomeinrichtungen tat. Heimlich und schnell zugeschlagen und das wars. Wieso sollte ich jedes Wenn und Aber im voraus ausdiskutieren ? Womit wir zu einer weiteren Spekulation kommen ? Will Netanyahu den Iran vielleicht nur warnen und zum Einlenken bewegen ?
Achmadinejad scheint alles andere als Angst zu haben. Ich an seiner Stelle würde beim Anblick dieser Bilder genau so denken: Israelische Soldaten aus den Eliteeinheiten Kfir und Golani, die nackt vor der Kamera posieren und deren Bilder aus ihren e – mail Accounts geklaut worden sind. Danach stellte jemand alle nackten Tatsachen auf eine Porno Site. All das macht bestimmt keinen bedrohlichen Eindruck auf Achmadinejad und Israel steht, dank ein paar Armee - Idioten, wieder einmal als der Depp dar. Aber wer weiss, vielleicht sind die nackten Soldaten ja nur eine neue Netanyahu – Taktik !
Befindet sich Israel im Alarmzustand ? Ein Leser fragte mich zurecht in einer e – mail, ob Israeltouristen nicht lieber ihren Urlaub hierzulande absagen sollten. Den Grund kann sich sicher jeder denken: Ein eventueller Angriff Israels auf die iranischen Atomeinrichtungen.
Besteht also derzeit ein Grund, den Israelurlaub besser abzusagen ? Die öffentlichen Diskussionen jedenfalls lassen allen Anlass für negative Mutmassungen zu.
Ob ein Tourist den Urlaub verschieben oder gar absagen will, liegt allein an ihm. In Israel zumindest ist die Stimmung so, dass der normale Alltag weiterläuft. Viele Israelis sind der Meinung, dass unsere Armee einen Militärschlag ausführen sollte, andere wiederum befürworten das Gegenteil. Das Leben geht weiter und nichts deutet auf Panik hin, wenn wir einmal von diversen Massenmedien absehen.
Angeblich sucht Netanyahu Unterstützung für seinen Plan. Auch vom geistigen Führer der SHASS – Partei, Rabbi Ovadiah Yosef. Vor wenigen Tagen soll Netanyahu einen Abgesandten zum Rabbi geschickt haben, der Letzterem unmissverständlich klarmachte, SHASS solle ja für einen Angriff stimmen. Dazu sei angemerkt, dass die SHASS – Partei in der Koalition sitzt. Wie sich Rabbi Yosef letztendlich entschieden hat, ist nicht bekannt, doch geht es ihm normalerweise stets um die eigene Taktik.
Das Ausland und die israelischen Medien spekulieren auf Teufel komm heraus. Ob Netanyahu erst die Wahlen in den USA abwarte oder sich überhaupt auf Obama verlassen könne. In Israel meinen viele, dass das Land im Ernstfall immer allein dastehen wird und sich daher auf niemanden in der Welt verlassen kann. Eines jedoch fällt auf: Wenn ich ein Land angreifen will, posaune ich dies nicht im Vorfeld hinaus, sondern tue es. So wie Menachem Begin es einst gegen die irakischen Atomeinrichtungen tat. Heimlich und schnell zugeschlagen und das wars. Wieso sollte ich jedes Wenn und Aber im voraus ausdiskutieren ? Womit wir zu einer weiteren Spekulation kommen ? Will Netanyahu den Iran vielleicht nur warnen und zum Einlenken bewegen ?
Achmadinejad scheint alles andere als Angst zu haben. Ich an seiner Stelle würde beim Anblick dieser Bilder genau so denken: Israelische Soldaten aus den Eliteeinheiten Kfir und Golani, die nackt vor der Kamera posieren und deren Bilder aus ihren e – mail Accounts geklaut worden sind. Danach stellte jemand alle nackten Tatsachen auf eine Porno Site. All das macht bestimmt keinen bedrohlichen Eindruck auf Achmadinejad und Israel steht, dank ein paar Armee - Idioten, wieder einmal als der Depp dar. Aber wer weiss, vielleicht sind die nackten Soldaten ja nur eine neue Netanyahu – Taktik !
Sonntag, 12. August 2012
Netanyahu hat Angst um seinen Job
B"H
Netanyahu will sich noch mehr Macht zuschanzen und sogleich spekuliert die Presse, ob das denn wohl alles wieder mit dem Iran zusammenhänge.
Donnerstag, 26. Juli 2012
Erhoehung der israelischen Mehrwertsteuer zum 1. August 2012
B"H
Alles regt sich tierisch auf, doch am Ende zahlen wir alle, ohne groß zu murren. Netanyahu wählte den Zeitpunkt denkbar günstig, denn die Knesset geht in eine lange Sommerpause (bis Mitte Oktober) und wen kümmert das Thema dann noch ?
Ab heute zahlt der israelische Verbraucher drei Schekel mehr für Zigaretten und Alkohol. Mich betrifft das kaum, da ich weder rauche noch groß Alkohol trinke. Ausgelassen werde ich dennoch nicht, denn ab dem 1. August steigt die israelische Mehrwertsteuer von 16 auf 17%. Die Regierung braucht Geld und jammert, dass der Ölpreis und alles andere international teurer wird. Und da ziehen Netanyahu und Finanzminister Yuval Steinitz gerne mit.
Alles wird teurer und wem das noch nicht reicht:
Ab August steigt auch der Strompreis nochmals tüchtig an. Demnach erhöhte sich der Strompreis in den letzten eineinhalb Jahren insgesamt um 25% !
Benzin zieht auch wieder an und kurz festgestellt: Unser Leben wird noch teurer.
Sonntag, 10. Juni 2012
Die BILD und Sarah Netanyahu
B"H
Wenn ich den aktuellen BILD – Bericht über Sarah Netanyahu lese, dann wird mir nur eines: Nämlich schlecht !
Bei den BILD – Reportern scheint Sarahle ja ihren falschen Charme so richtig eingesetzt zu haben. Erfolgreich, denn BILD fiel drauf herein. Heimischen Medien könnte Sarah keine derartige Show vorspielen und davon einmal abgesehen: Israelische Medien würde sie erst gar nicht zu sich nach Hause einladen.
Offenbar aber fahren amerikanische Medien derzeit eine positive Kampagne über die Netanyahus. Ein bisscher PR kann ja nie schaden. In Israel jedoch kann vor allem Sarah keinen Blumenpott mehr gewinnen. Die Bevölkerung ist schon lange fertig mit ihr. Und das seit vielen Jahren und nicht erst seitdem diverse Haushälterinnen bzw. Kindermädchen vor Gericht zogen, um ihr ausstehendes Gehalt einzuklagen.
Sarah Netanyahu ist landesweit bekannt für ihre psychopathischen Ausfälle. Schulleiter anzuschreien und mit Entlassung zu drohen, weil ihr Gatte Bibi der Premier ist. In Regierungsentscheidungen zu pfuschen und Minister bei ihrem Mann madig zu machen, wenn die mal wieder nicht nach der Pfeiffe der "Gnädigsten" tanzen wollen. Israelische Zeitungen berichten immer wieder, wie sich Sarah in die Geschäfte ihres Mannes einmischt und das Land beeinflusst. Wer vor ihr niederkniet, der ist ihr Freund. Äußert jemand Kiritk, oje. Dann fliegen die Fetzen und aus der, so BILD, "barmherzigen Dame", wird die "Furie der Nation".
Seit Jahren ist Sarah bereits die "Furie" und keineswegs eine liebesvolle First Lady. Da hatte Sonja Peres wesentlich mehr Charme, Eleganz und die Zustimmung der Israelis. Soweit hat es Sarah nie gebracht und nur gut, dass die Pro – Sarah Kampagnen im Ausland rollen und nicht in Israel. Hier nämlich würden sich die Leute kugeln, wenn jemand behaupte, die Netanyahu – Söhne Avner und Ya’ir seien wie die Prinzen William und Harry. Ya’ir ist gerade bei der Armee und eine kleine Schande für die Familie. War sein Onkel Jonathan (der Bruder Bibis, umgekommen in Entebbe 1976), in einer Eliteformation der Armee, so läuft Ya’ir nur mit Leibwächter über seine Basis und schiebt Dienst im Büro. Richtige Freunde hat er nicht und man kann nur hoffen, dass aus Avner mal etwas mehr wird. Kurz gesagt, die Netanyahu – Söhne interessieren niemanden im Land, außer Mama Sarah. Und genau das ist Ya’ir: Das Mama – Söhnchen der Nation.
Mittwoch, 6. Juni 2012
"Stürzt der LIKUD Netanyahu ?" oder "Der Tag der Wahrheit"
B"H
Gestern noch drohte Benjamin Netanyahu den Abgeordneten des LIKUD sowohl denen der Koalition, bloß gegen das neues Gesetz zu stimmen. Ansonsten würden Köpfe rollen.
Am heutigen Mittwoch stimmt die Knesset über das "Regulation Law" ab, welches jüdischen Siedlern in Samaria (Schomron) und Yehudah (Judäa) ihren Grundbesitz sichert bzw. bei einer Räumung finanzielle Ausgleiche zusagt.
Viele LIKUD Abgeordnete haben Netanyahus Drohgebärden satt und sie stellen sich offen gegen ihn. Wer sich die Geschichte des LIKUD anschaut, dem wird gewahr, dass Netanyahu gewiss nicht die alte Parteiideologie vertritt, sondern zusammen mit dem linksgerichteten Verteidigungsminister Ehud Barak gemeinsame Sache macht. Ergo, die LIKUD Mitglieder fühlen sich hintergangen.
Zerbricht die Regierung am Fall ULPANA ?
Der Stadtteil Ulpana in der Siedlung Beit El besteht lediglich aus 14 Häusern und 84 Familien mit 120 Kindern. Viele Jahre nach der Errichtung des Stadtteiles im Jahre 1999 kam Israels radikale Linke ins Spiel und überzeugte die palästinensischen Nachbarn von Beit El, dass der Grund und Boden von Ulpana eigentlich arabischer Grundbesitz sei. So legte man beim Obersten Gerichtshof Beschwerde gegen die jüdischen Nachbarn ein.
Trotzdem gibt es Stimmen, die bezüglich des Grundbesitzes Anderweitiges behaupten. Nach all den Jahren ist es schwer, nicht den Überblick zu verlieren, wer was sagte und behauptet. Tatsache ist, dass die Regierung Netanyahu jahrelang öffentliche Gelder in Ulpana investierten, um Straßen und Wasserleitungen zu bauen. Jetzt plötzlich soll alles dem Erdboden gleichgemacht werden ? Anstatt, dass Netanyahu sich aufbäumt und das Räumungsurteil des Obersten Gerichtshofes angeht, zieht er sich mit Ehud Barak zurück und macht auf linke Bruderschaft.
Das Ulpana - Protestzelt nahe der Knesset
Photo: Miriam Woelke
Heute ist der Tag der Wahrheit, denn die Knesset stimmt ab. Wer von den Abgeordneten traut sich am Ende wirklich für das Gesetz und somit gegen Netanyahu zu stimmen ? Draußen vor der Knesset haben die nationalrelig. Bewohner von Beit El eine Demo angesetzt, doch auf eine weitere Reaktion warten sie noch: Werden die Haredim (ultra – orthodoxe Juden) sich an ihrem Kampf um Ulpana beteiligen ? Immerhin wissen die Haredim zu demonstrieren. Das nationalreligiöse Movement hat diesbezüglich nie etwas auf die Reihe gekriegt und knickte immer wieder ein.
Ein heisser Tag in Jerusalem und das nicht nur wegen der prallen Sonne.
Montag, 4. Juni 2012
Israels Titelblätter
Heutige Titelblätter der israelischen Tageszeitungen MA’ARIV und ISRAEL HAYOM. Letztere Zeitung wird täglich umsonst verteilt und die Ma’ariv erleidet mittlerweile einen derartigen Leserschwund, dass sie an vielen Stellen entweder für zwei Schekel (ca. 40 Cent) oder gleich ganz umsonst ausgegeben wird.
Photo: Miriam Woelke
Photo: Miriam Woelke
B"H
Israel ist schnelllebig und wer einen Tag mal die Nachrichten verpasst, der verpasst, im wahrsten Sinne des Wortes, tatsächlich etwas. Immer passiert etwas und ich möchte in diesem Land garantiert kein Premierminister sein. Allein die ständig stattfindenden Demos und / oder Protestzelte rund um das Regierungsviertel zwischen Sacher Park und Kaplan Street halten Knesset, Polizei und Presse auf Trab.
Seit einiger Zeit befindet sich zwischen dem Außenministerium und dem Obersten Gerichtshof, eigentlich nur ein paar Meter voneinander entfernt, das Protestzelt der Bewohner der Siedlung Beit El. Genau genommen ist Beit El bereits eine Kleinstadt und liegt außerhalb von Jerusalem. SPIEGEL, TAZ & Co. würden hier von Siedlungen und Siedlern berichten. Am besten ILLEGAL, damit sich die linken Blätter noch besser verkaufen.
In Beit El, welches einen LEGALEN Status besitzt, soll der neuangelegte Teil ULPANA dem Erdboden gleichgemacht werden, da er sich angeblich auf palästinensischem Privatbesitz befindet. Netanyahu tüftelte vorgestern eine Lösung aus, die alle Seiten befriedigen könnte. Aber dazu in einem später folgenden Artikel samt Photos des Protestzeltes !
Ulpana, das immer mehr ausartende Problem mit den 40,000 illegalen Afrikanern in Tel Aviv und weiteren Afrikanern in anderen Teilen Israel, der zu verabschiedende Landeshaushalt ... all das sind die Themen, mit denen sich die hiesige Presse derzeit auseinandersetzt.
Wer weiss da eigentlich noch, wo die Problemlösung zu welchen Problem beginnt und wann ? Der Normalbürger steigt kaum mehr durch und wird tagtäglich mit weiteren News überhäuft. Gut, dass ich in meiner neuen Wohnung den Fernseher abschaffte. Und das tat ich ganz bewusst !
Dienstag, 1. Mai 2012
Die israelische Regierung zur Kritik des Yuval Diskin
B"H
Immer dann, wenn sich ein hochrangiger Israeli, sei es ein Politiker, selbsternannter Gesellschaftsaktivist oder, wie in diesem Fall, ehemaliger Geheimdienstchef (Schabak), sich gegen die Netanyahu – Regierung aussprechen, laufen SPIEGEL ONLINE und anderweitige deutsche Medien zur Hochform auf und berichten eifrig. Als denken viele Israelis genau so und halt nur die fanatischen Rechten verweilen in ihrem "Fundamentalismus".
Bestes Beispiel: Vor ein paar Tagen verkündete der Ex – Schabak – Boss Yuval Diskin, er glaube nicht an die israelische Regierung und mit dem Angriff auf den Iran sei das halt so eine verlogene Sache.
Was genau hinter Diskins Aussage steckt, wem er damit eins auswischen will und vor allem, an wem er sich für eine Nichternennung rächen will, darüber erfährt der deutsche Leser nichts. In Israel wurde das Thema breitgetreten, man nahm es zur Kenntnis und mittlerweile ist es abgehakt. Eben weil täglich irgendein Politiker eine Meinung vom Stapel läßt.
JEWISH NEWS ONE bringt eine kurze Zusammenfassung sowie die Reaktion der israelischen Regierung:
Sonntag, 1. April 2012
Preisanstiege und die Angst des Benjamin Netanyahu
B"H
Der Benzinpreis stieg auf fast 8 Schekel (1,60 Euro) pro Liter an und Premier Netanyahu verkündete stolz, er habe sein Bestes getan, eine weitere Verteuerung zu verhindern. Immerhin sei doch dafür der Strompreis etwas gesunken. Ja, das stimmt, doch der Strompreis liegt eh schon weit über dem Erträglichen.
Wann der öffentliche Nahverkehr seine Preise ansteigen läßt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Dann schlägt die Busgesellschaft EGGED wieder so richtig zu.
Fast 10 Schekel (2 Euro) für einen Liter Benzin grenzt an Wahnsinn. Der Iran wird als Hauptschuldiger vorgeschoben, doch bei einer Demo in Tel Aviv am gestrigen Abend sahen Aktivisten Netanyahu als eine größere Gefahr für unser Land als Achmadinejad.
Keine Frage, Bibi Netanyahu steht auf der Seite von Wirtschaft und Kapital. Da glänzt er und zeigt sich gerne mit reichen Unternehmern. Mit der Mittelschicht und ärmeren Israelis hat er es nicht so und vermeidet sich zu zeigen. Wirtschaftskongresse JA, soziale Brennpunkte NEIN.
Während sich die Regierung auf die Opposition und den Iran konzentriert, brodelt es einmal wieder im Volk und die extreme Linke sieht ihre neue Chance aufkommen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass, wenn das Wetter so warm bleibt, demnächst neue Zeltdemos entstehen. Ein neues Rothschild Boulevard Syndrom, das hätte Netanyahu jetzt gerade noch gefehlt.
Photos: Miriam Woelke
Israelis (mich eingeschlossen) sind teilweise selber schuld an der Preismisere. Obwohl die meisten es sich nicht leisten können, zahlen sie. Wuchermieten bei viel zu geringen Einkommen. Die Nebenkosten fressen einen fast auf und dazu kommen die viel zu teuren Lebensmittel. Ganz zu schweigen davon, wenn man einmal ausgehen will. Kino, Restaurants, Bars … das kostet. Zuerst denkt ein Jeder, er kann all das bewältigen, indem er mehr arbeitet, aber die viele Arbeit geht auf Kosten der Freizeit und der Gesundheit. Viele, die ich kenne, verzichten mittlerweile auf zusätzliche Arbeitsstunden und ziehen ihr Privatleben vor. Selbst dann, wenn sie sich dadurch weniger leisten können.
Link:
Mittwoch, 28. März 2012
Sha’ul Mofaz besiegt Zipi Livni
B"H
Die einst von Premierminister Ariel Sharon gegründete KADIMA – Partei zog gestern ihre internen Primaries durch. Sämtliche Parteimitglieder waren aufgerufen, den nächsten Vorsitzenden und damit Premierkandidaten für die kommenden Knessetwahlen zu bestimmen. Die beiden großen Konkurrenten, die bisherige Parteivorsitzende Zipi Livni, und Ex – Oberbefehlshaber sowie Ex – Verteidigungsminister Sha’ul Mofaz, kämpften jeweils bis zum Schluss um die Stimmen der Parteigenossen und hatten eigens Call Center eingerichtet, von denen aus die Mitglieder angerufen und zum Wahlgang aufgerufen wurden.
Schon kurz nach der Schliessung der Kadima – Wahllokale zeichnete sich eine kleine Sensation ab: Zipi lag hinten und Erzfeind Sha’ul zog davon. Am Ende siegte Mofaz, was bedeutet, dass e seine neue Kadima – Partei geben wird. Kein Häufchen Friedenstauben und liberales Haudrauf - Gewinsel mehr. Sha’ul Mofaz kennt sich bestens in der Verteidigung unseres Landes aus und er wird kaum allem Palästinensergelaber nachgeben wie Zipi Livni.
Sha'ul Mofaz, der neue KADIMA Vorsitzende
Mofaz ist Realist und wird sich dreimal überlegen, Landabgaben an die Palästinenser festzulegen. Der große Nachteil: In der Verteidigung mag er top sein, doch von mehr hat Sha’ul Mofaz wenig Ahnung. Vor allem nicht von der Wirtschaft.
Mit Sha’ul Mofaz an der Spitze wird die KADIMA für Netanyahu und den LIKUD zu einer ernsthaften Konkurrenz bei den nächsten Knessetwahlen. Allein schon deshalb, weil Mofaz nicht so links ist wie Zipi Livni und als Experte auf dem Verteidigungssektor gilt.
Mit dem im Iran geborenen Mofaz findet die KADIMA zu ihrer Männerdomäne zurück, in welcher Zipi Livni, auch aufgrund ihres Verhaltens, stets als Fremdkörper galt. Netanyahu hingegen könnte wieder neue Hoffnung auf eine große Koalition wittern, denn mit Mofaz läßt sich ggf. besser verhandeln als mit der Zicke Zipi, die niemals darüber hinwegkam, bei den letzten Knessetwahlen von Netanyahu besiegt worden zu sein.
Montag, 12. März 2012
Netanyahus Reaktion zum Raketenkrieg aus Gaza
Blablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablablabla
Der Raketenterror geht weiter
Der "Jihad Ha'Islami" in Action. Finanziert vom Iran.
B"H
Es gibt Augenblicke, da bin ich richtig neidisch auf die Hamas oder sonstige "Jihad" Terrorgruppen. Wann ? Wenn unsere Regierung sich wieder einmal unentschlossen zeigt und sich nicht zu einem rigorosen Handeln durchringen kann. Auf alle Fälle können wir gerade die Entschlossenheit zum Handeln von den Muslims lernen. Die wackeln nicht hin und her und schauen, was wohl die Weltöffentlichkeit meint. Wenn die Hamas bombt, ist es ihr egal, was Obama, Sarkozy oder Merkel zu sagen haben. Da wird draufgehauen mit dem Bewusstsein, eine tolle PR zu besitzen. Schon lange wurde der islamische Terrorismus zum selbsternannten “Widerstand” und die Welt fiel so richtig schön drauf herein. Vielleicht sollten wir einfach all die RAF Terroristen Baader, Raspe, Meinhof, Ensslin & Co. auch als "Widerstandskämpfer" betiteln, anstatt sie zu verdammen.
Auf den Süden des Landes fallen weiter Raketen und die Kinder haben auch heute schulfrei. Gestern schlug eine Rakete in eine Schule in Beersheva ein und die Leute danken G – tt, dass sich keine Kinder in der Schule befanden. Ansonsten wäre eine Tragödie vorprogrammiert gewesen, doch die Welt hätte wieder einmal gemeint, Gaza müsse sich gegen die Zionisten "verteidigen".
Wo könnten die Palästinenser ohne Terror heute stehen ? Wären sie friedlich und wirtschaftlich ambitioniert, sie hätten längst ihren eigenen Staat und lebten im Wohlstand. Stattdessen Kriegsdoktrin gegen Israel. So gelingt es der Hamas oder dem Jihad, eine Gesellschaft unter Kontrolle zu halten unf für eigene Ziele auszunutzen.
Im Süden Israel wird sich jedoch nicht nur im Bunker verkrochen. Hochzeiten oder andere Familienfeste fallen nicht ins Wasser und erst gestern präsentierten uns die TV Nachrichten die Hochzeit eines jungen Paares. Ewig lange habe man die Hochzeit geplant und organisiert. Die Gäste sagten nicht ab und man lasse sich den großen Tag im Leben nicht von Gaza verderben.
Nach Berichten der britischen "Sunday Times" soll Obama Israel aufgefordert haben, iranische Atomanlagen erst nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen zu bombardieren. Ich habe doch gewusst, dass Netanyahu immer wieder neue Deals bei Obama eingeht. Zwar versichert der amerikanische Präsident immer wieder neu seine Kooperation mit Israel, doch alles hat seinen Preis !
Gestern schlug eine Rakete neben einem Wohnhaus aus, explodierte aber nicht. Die Bewohner von Beersheva sehen das als Wunder.
Dienstag, 6. März 2012
Mittwoch, 29. Februar 2012
Arabischer Richter Salim Jubran verweigert die israelische Nationalhymne
B"H
Der israelische Oberste Gerichtshof hat seit gestern einen neuen obersten Richter namens Asher Grunis. Die bisherige oberste Richterin Dorit Beinisch beendete ihre Amtszeit. Nicht immer beliebt, war sie doch für ihre radikal – linken Entscheidungen bekannt.
Bei der gestrigen Vereidigung von Richter Asher Grunis kam es zu einem Eklat, den die Netanyahu – Regierung gerne als unbedeutend abtut: Der einzige arabische Richter am Obersten Gerichtshof, Salim Jubran, weigerte sich, bei der feierlichen Einführung von Grunis die israelische Nationalhymne mitzusingen.
Hier ein Video dazu ! Ich hoffe, es funktioniert !
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