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Donnerstag, 1. März 2012

PRI HAGALIL Update

B"H

Neulich berichtete ich vom Niedergang des israelischen Unternehmens "Pri Hagalil". Hier nun ein kleines Update der letzten Verhandlungsentwicklungen: 

Die Arbeiter konnten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und die Produktion wird fortgesetzt. Trotzdem hat die Belegschaft Angst, denn es stehen Massenentlassungen von einigen Hundert Mitarbeitern an. Noch weiss niemand, wen genau es treffen wird und die Stimmung ist dementsprechend mies.

Sonntag, 12. Februar 2012

Streik beendet

B”H  

Der Streik im öffentlichen Dienst ging heute Mittag zuende. Kurz darauf stürmten die Leute die Banken bzw. Geldautomaten, denn nach den Streiktagen war bei einigen Bankkunden das Cash knapp geworden. :-)

Die Müllabfuhr legte Sonderschicht ein und rackert sich noch immer durch die Tonnen von Müll in Tel Aviv.

Streik News: Sonntag, 12. Februar 2012

B”H  

Die Verhandlungen zwischen der Histadrut und dem Finanzministerium sind erneut gescheitert und der Streik im öffentlichen Dienst läuft auch heute weiter. Ich weiss nicht, wie es mit den EGGED Bussen ausschaut, doch die Tel Aviver Lokalbusse von DAN fahren. Dafür sind die Geldautomaten der Banken leer und der Müll liegt tonnenweise herum.

Samstag, 11. Februar 2012

Aktuelle Streik News

B”H

Israels öffentlicher Dienst befindet sich weiterhin im Streik, falls nicht noch heute Nacht eine Einigung zwischen Finanzminister Yuval Steinitz und Gewerkschaftsboss Ofer E’ini erzielt wird. Und hier gleich die die aktuellen Streik News für den morgigen Sonntag (lt. TV Nachrichten des 2. israelischen Fernsehens):

Die gute Nachricht: Ab morgen fährt die Bahn wieder.

Die schlechte Nachricht: Alles andere bleibt beim Alten und wird bestreikt. Keine Banken, keine Post, keine Ämter, Flughafen oder Ministerien.

Die allerschlechteste Nachricht: Morgen schliessen sich die Busgesellschaften EGGED und DAN dem Streik an und jeder darf sehen, wie er zur Arbeit kommt.

Und so sieht es zur Zeit in Tel Aviv aus, wenn die städtische Müllabfuhr streikt


Straßenrand in der Stadtmitte






Photos: Miriam Woelke

Freitag, 10. Februar 2012

Der Streik im öffentlichen Dienst geht weiter


Im Stadtteil Nachlaot in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B”H 

Auch heute erwarten uns die fast schon geläufig gewordenen überquellenden Mülltonnen, denn der Streik im öffentlichen Dienst dauert an. Wenn sich Finanzminister Yuval Steinitz und Gewerkschaftsführer (Histadrut) Ofer E’ini nicht einigen, kann sich das ganze noch bis Sonntag und darüber hinaus fortsetzen. Keine Müllabfuhr, keine Banken, keine Post, keine Eisenbahn, nichts. Die Busse fahren, doch was am Ben Gurion Flughafen los ist, will ich erst gar nicht wissen. 

Israel ist ein Land der Zeitarbeiter, aber nicht nur hier kennt man die modernen Sklavenhändler genannt “Zeitarbeitsfirmen”. Deutschland ist genau so überschwemmt mit derlei Ausbeutung, nur scheint es dort weniger Solidarität zu geben und es wird nicht für die Arbeitsrechte anderer gestreikt.

Dienstag, 7. Februar 2012

Aufstand der Zeitarbeiter

B”H

Falls keine Einigung zwischen der “Histadrut” Gewerkschaft und Finanzminister Yuval Steinitz erfolgt, so findet am morgigen Mittwoch ab 6.00 Uhr früh ein Generalstreik fast aller öffentlichen Einrichtungen statt. Bestreikt werden: Banken, der Ben Gurion Flughafen, die Börse, die Sozialversicherung “Bituach Le’umi”, Rathäuser, Ministerien, Gerichte sowie Museen und Theater.

Der Grund zum Streik der Bediensteten ist diesmal keine Forderung nach mehr Gehalt oder sonstigen Vergünstigungen. Vielmehr ruft die Gewerkschaft zur Solidarität mit den Tausenden von Zeitarbeitern auf, die oft jahrelang auf dem öffentlichen Sektor beschäftigt sind, doch nie festeingestellt werden.

“Wir erhalten für dieselbe Arbeit nur die Hälfte des Geldes eines Festangestellten”, so die Zeitarbeiter. Finanzminister Steinitz hingegen klagt wohl zu Recht, dass der Staat nicht alle Zeitarbeiter auf einmal fest einstellen könne. Das schliesslich gehe über das Haushaltbudget hinaus.

Kein Zweifel, dass auch in Israel Zeitarbeitsfirmen den großen Reibach machen und ihre Leute schamlos ausnutzen. Andererseits ist mir noch kein Land begegnet, in welchem festangestellte Staatsdiener dermassen viele Vergünstigungen erhalten wie in Israel. Wenn man dazu noch in Betracht zieht, dass viele der Staatsdiener einfach nur herumhängen und mehr damit beschäftigt sind, ihre Arbeit auf andere abzuwälzen. Letzteres ist eh zum israelischer Hauptsport geworden.

Morgen nicht bestreikt werden Schulen, Krankenhäuser sowie die Busgesellschaften Egged und Dan. Hier läuft der Betrieb normal weiter !

Links:

Montag, 21. November 2011

Zur Ausnutzung israelischer Arbeitnehmer

B”H 

Trotz der allgemeinen Gewerkschaft “HISTADRUT” existieren in Israel nicht gerade die tollsten Arbeitnehmerrechte. Im weitesten Sinne treiben viele Bosse ihr mieses Spiel mit den Angestellten. Entweder wird das Gehalt nicht pünktlich gezahlt, die Belegschaft herumkommandiert, Betriebsräte sind eh eine eher seltene Einrichtung, schriftliche Arbeitsverträge existieren auch nicht immer oder die Belegschaft wird bedroht. Nicht selten habe ich es erlebt, dass die Angestellten vor Angst dem Chef quasi vor den Füssen herumkriechen und sich sogar gegenseitig denunzieren. Das vorwiegend in Tel Aviv, wo fast jeder von Existenzängsten geplagt wird. 

Zum Glück bin ich bald raus aus diesem Alltag und muss mich nicht mehr mit Vorgesetzten herumplagen, doch die gelebte Arbeitnehmerrealität wird immer schlimmer. Die israelische Wirtschaftszeitung “THE MARKER” berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe vom KabelTV – Anbieter “HOT”. Bei “HOT” nämlich liess man eine Demonstration von ca. 20 hauseigenen Technikern filmen und die Teilnehmer auf eine schwarze Liste setzen. Ohne Betriebsrat, ohne alles, sondern aus reiner Willkür heraus. 

Kein Einzelfall und eine Besserung ist, trotz Gewerkschaft, lange nicht in Sicht. Ganz einfach, weil zu viele Arbeitnehmen die Klappe halten, da sie auf den Job und das Geld angewiesen sind. 

Die Homepage der HISTADRUT ist leider nur in hebräischer Sprache abrufbar: 

Montag, 7. November 2011

Israel: Update zum heutigen Generalstreik

B”H 

Das israelische Arbeitsgericht entschied: 

Der heutige Generalstreik wird bereits um 10.00 Uhr morgens beendet. Begonnen hatte der Streik um 6.00 Uhr morgens.

Unterdessen führt die Gewerkschaft Histadrut weitere Verhandlungen mit dem Finanzministerium, doch Gewerkschaftsboss Ofer Ejni versprach, die Entscheidung des Arbeitsgerichtes zu respektieren. 

Weitere Details bei YNET !

Trotzdem nehme ich an, dass es zu vielen Verzögerungen bzw. Verspätungen kommen wird.

Sonntag, 6. November 2011

Der BEN GURION FLUGHAFEN am Streiktag 7. November 2011

B"H

Hier kann man direkt alle Infos einholen: Welche Flüge starten oder landen auf dem Ben Gurion Flughafen am Streiktag (Montag, 7. November 2011)

Israel: Streik Update für Montag, 7. November 2011

B”H 

Für den morgigen Montag plant die Gewerkschaft Histadrut einen landesweiten Generalstreik sämtlicher Regierungseinrichtungen, Regierungsunternehmen und andere Einrichtungen. Hiervon betroffen werden sein: 

Der Ben Gurion Flughafen, die Häfen in Ashdod und Haifa, die Ministerien, die Eisenbahn, Banken, Krankenhäuser, Stadtverwaltungen, Universitäten sowie die Busunternehmen DAN und EGGED. 

Noch herrscht ziemliches Chaos darüber, welche Busse nun morgen fahren und welche nicht. 

Morgen früh liefere ich nochmals ein weiteres Streik Update. 

Wer morgen nach Israel fliegen oder von Israel abfliegen will, sollte sich dringend mit seiner Fluggesellschaft in Verbindung setzen !!!

Freitag, 4. November 2011

Israel: Generalstreik am Montag

B”H 

Gewerkschaftsboss Ofer Ejni kündigte für den kommenden Montag einen landesweiten Generalstreik an und wer gerade dann einen Flug von oder nach Israel plant, steht in der Warteschleife. Wenn es tatsächlich zum Streik kommt und sich die Histadrut nicht noch mit dem Finanzministerium einigt, werden die Häfen Ashdod und Haifa, die öffentlichen Busse, sämtliche Ministerien sowie der Ben Gurion Flughafen bestreikt. 

Der Streikgrund ist nicht etwa eine höhere Lohnforderung ! Nein, es geht um ein ganz anderes Thema. 

Seit vielen Jahren beschränken sich israelische Ministerien weitgehend darauf, ZEITARBEITER einzustellen. Genau so wie in Deutschland auch, sind die Zeitarbeiter günstiger und hinterher haben sie keine hohen Pensionsansprüche, welche die Ministerien tragen müssen. Sobald die Ministerien jemanden fest einstellen, erhält dieser erhebliche Rechte. Abgesehen vom höheren Gehalt ist er nur schwer kündbar und erhält im Alter eine hohe Regierungsrente. Um Feststeinstellungen zu umgehen, schuften Zeitarbeiter jahrelang in Regierungseinrichtungen. Damit ergibt sich innerhalb dieser Arbeitswelt eine Zweiklassengesellschaft. Zeitarbeiter haben, wie bekannt, wenig Rechte, weniger Lohn und sind auch sonst meist die Dummen. 

Dazu mehr nach dem Schabbatausklang morgen abend ! 


WER AM MONTAG EINEN FLUG VON ODER NACH ISRAEL PLANT, SOLLTE SICH UNBEDINGT MIT SEINER FLUGLINIE IN VERBINDUNG SETZEN.