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Mittwoch, 8. August 2012

Jerusalem und die Formel 1

B"H 

Vorgestern las ich in der Tageszeitung YEDIYOT ACHARONOT von einem weiteren wahnsinnigen Vorhaben unseres Bürgermeisters Nir Barkat, der hoffentlich bei den nächsten Kommunalwahlen nicht wiedergewählt wird. Seit seiner Wahl zum Bürgermeister setzt der Hightech – Unternehmer Barkat alles daran, Jerusalem in ein zweites Tel Aviv umzuwandeln. Größer, protziger, besser. 

Da sollte der zweimal wöchentlich stattfindende Kunst – und Handwerksmarkt vom Tel Aviver Stadtteil Nachalat Binyamin in die Jerusalemer Rambam Street geholt werden. Ein Unternehmen, was nun letztendlich doch nicht in der Rambam Street stattfindet, sondern in kleinem Rahmen an jedem Donnerstag an der Kreuzung Agrippas / King George sowie in der Shatz Street (ebenso an der King George). 

Für die Straßenbahn, die genau vor einem Jahr ihren Dienst aufnahm, kann Barkat nichts, denn das Vorhaben wurde von seinen Vorgängern Olmert und Lupolianski durchgesetzt. Wider Erwarten aber erfreut sich die Straßenbahn hoher Beliebtheit und ist immer rappelvoll. Nur mit dem Bezahlen haben es viele Jerusalemer nicht so und fahren lieber schwarz. 



 In der Jaffa Road

Photo: Miriam Woelke


Aktuell werden nahe der Jaffa Road in der Stadtmitte riesige Wohnklötze hochgezogen. Einer ist seit längerer Zeit fertiggestellt, doch bis heute fanden sich kaum Käufer für die angepriesenen Luxuswohnungen. Trotzdem werden nebendran weitere Luxusklitschen gebaut und das alte Flair der Umgebung geht verloren. 



Blick von der Jaffa Road in Richtung Rabbi Kook Street

Und weiter oben in der Jaffa Road:


Der Wohnklotz im Hintergrund steht bis heute fast leer.

Photos: Miriam Woelke


Flair, Rustikales, die olle Jerusalemer Mentalität – all das gehört irgendwie zur Stadt. In Jerusalem kann man Mensch sein, auch wenn kein Geld im Portemonaie ist. Während in Tel Aviv viel Schickimicki angesagt ist, so kann man in Jerusalem immer noch ungezwungen im siebziger Jahre Ramsch herumlaufen. Kaputte Schuhe oder zerschlissene Hose – das stört keinen Menschen, denn die Mehrheit der Bewohner ist wenig betucht und kauft nun einmal ganz billig ein. 

Wer hier einkaufen geht, der wird fast immer gefragt, ob er die Ware auf Abzahlung will. Jeden Monat Hundert Schekel abstottern oder so in der Art. Sei es im Supermarkt oder, wie ich neulich sah, in einem billigen Klamottenladen, wo der Vater seiner Tochter ein paar Hosen und Shirts kaufte und an der Kasse die Ratenzahlung verlangte. Deswegen braucht sich niemand zu schämen, denn wir sind hier nicht im "Beverly Hills" Azrieli Tower von Tel Aviv. 

Kurz gesagt, das Jerusalemer Flair der kleinen Leute ist wichtig. Jetzt aber kommt Nir Barkat daher und wittert das große Geld der Touristen. Man müsse etwas bieten und nicht nur "lahm" mit Klagemauer oder Holocaust Museum daherkommen. Die Leute suchen Action und da muss halt investiert werden. Barkats letzter Abschuss, über den sogar die linke YEDIYOT ACHARONOT lästerte: 

Jerusalem solle ein weiteres Symbol für die Formel 1 werden. Jedes Jahr wolle Barkat ein Formel 1 Rennen rund um die Altstadt steigen lassen. 

Wo, zum Teufel, soll dass denn sein, bei dem chronischen Platzmangel ? fragte ich mich und schwupps lieferte YEDIOT eine kleine Karte. Das Rennen solle an der Karta (Mamilla Mall vor dem Jaffa Gate) beginnen, hinauf zur Cinematheque, über die Derech Chevron hinein in die David Remez, die King David Street ( King David Hotel) hinauf und zurück zur Karta. 

Solch ein idiotischer Einfall ist mir längere Zeit nicht untergekommen und der Bürgermeister hat offensichtlich keine Ahnung von der Formel 1 und den strengen Sicherheitsbestimmungen. Ganz zu schweigen davon, dass all die Straßen neben den Rennwagen, keine Zuschauerplätze mehr zulassen. Ein Rennen ohne Zuschauer. 

Die internationale Rennfahrerelite wird es auch nicht einfach haben, denn es gibt keinen Platz, um einen anderen Wagen zu überholen. Wer als Erster startet, wird wahrscheinlich auch als Erster ins Ziel kommen, denn die Konkurrenz kann ihn gar nicht überholen, es sei denn, man hebt ab und fliegt über den Wagen hinweg. 


Zur Enge in der David Remez Street (zwischen dem alten Bahnhof und dem Chan Theater)







 Photos: Miriam Woelke


Sicherlich soll Jerusalem keine Museumsstadt mit Museumsniveau sein, doch per Hauruck – Verfahren eine ganze Stadt samt Bewohner ändern zu wollen, ist Wahnsinn. Tel Aviv hat seinen Charakter und so hat die Stadt Jerusalem den ihren … und dies gilt es zu akzeptieren. Tel Aviv wird niemals Jerusalem und umgekehrt.

Sonntag, 17. Juni 2012

Zum Tod eines Freundes

B"H 

Es ist immer eine heikele Angelegenheit, am Schabbat traurige Geschehnisse zur Sprache zu bringen. Im Judentum wird der Schabbat als ein freudiger Tag betrachtet, an dem sämtliche weltlichen Dinge (Geldsorgen, Geld und Business überhaupt, Vertragsabschlüsse, Arbeit, etc.) ad acta gelegt werden sollten. Nicht vergessen, sondern man beschäftigt sich an den Stunden des Schabbat nicht damit, um eben den Schabbat geniessen zu können. Nach Schabbatende kann sich jeder immer noch genug sorgen bzw. in den Alltag zurückkehren. 

Gestern war ich bei einem Schabbatessen, während dessen Verlauf dennoch ein Todesfall zur Sprache kam. Schon allein aus dem Grund, weil heute abend die Beerdigung stattfindet. Ein Bekannter von mir verstarb in der letzten Woche. Urplötzlich und im Alter von 38 Jahren. Ein gebürtiger amerikanischer Jude, nach Israel eingewandert und er studierte Gesang und Theaterwissenschaften an der Hebrew University in Jerusalem. Er erlangte seinen Abschluss und unterrichtete seit kurzem autistische Kinder anhand von Musiktherapien. 

In der vergangenen Woche wurde er tot in seinem Apartment aufgefunden, wo er offenbar bereits mehrere Tage unentdeckt gelegen hatte. Derjenige, der den Tod meines Bekannten gestern zur Sprache brachte, wusste nicht genau, ob Herzversagen oder Diabetes die Todesursache war. Nach all der Erschütterung über den Tod von Moshe begann jeder der Anwesenden, sich so seine eigenen Gedanken zu machen. Jeder Mensch denkt doch im Grunde an seine eigenen Sorgen, an sein Leben und macht Pläne. Dabei zieht keiner von uns in Betracht, morgen vielleicht gar nicht mehr am Leben zu sein. Geld, Job, Karriere, tolle Wohnung, neues Auto, tollen Urlaub … dies scheinen die Lebensinhalte der meisten Leute zu sein, doch niemand will sich so recht mit dem Gedanken beschäftigen, einmal nicht mehr da zu sein. 

Plötzlich ging uns dies alles durch den Kopf, denn wer hätte gedacht, dass der 38 – jährige sportliche Moshe einfach so stirbt ? In der heutigen Zeit leben viele Menschen allein in ihren Wohnungen und vielleicht sollten wir Freunde und Bekannte einfach des Öfteren anrufen und nach dem Wohlbefinden fragen. Natürlich kann jeder sterben und ewig anrufen und sich erkundigen nützt im Endeffekt auch nichts. Andererseits bewirkt ein Anfruf bei vielen Menschen ein Gefühl der Freude, dass da jemand da ist, der mit einem sprechen will. Manchmal kann ein einziger Anruf eine ganze Welt verändern.

Mittwoch, 1. Februar 2012

In Deutschland ist immer alles so peinlich

B”H 

Wer in Deutschland nicht gerade den tollsten Beruf ausübt, der gilt als peinlich. Auf das Putzpersonal wird vielerseits heruntergeschaut und schon zu meiner Schulzeit schauten Gymnasisten und Realschüler auf die Hauptschule herab. Heute scheint sich eher alles um Bewerbungsmappen, Praktika und Klamotten zu handeln. Jedenfalls schnappe ich das aus Touristengesprächen so auf. Im Urlaub sind Deutsche ja bekanntlich “lockerer”, doch untereinander geht es bei jüngeren Leuten immer wieder um Bewerbungsmappen und einen Uniabschluss. Der Mensch wird nach seiner Mappe beurteilt. 

In Israel hingegen ist nichts peinlich oder anders gesagt: Nichts ist uns peinlich genug. Hier schreien Busfahrgäste lautstark in ihre Handys, zoffen sich mit ihren Freunden und Verwandten oder reden, wie so oft, mit Gläubigern, denen sie vorgaukeln, das fällige Geld schon überwiesen zu haben. 

Deutschland, das Land der Peinlichkeiten und Bewerbungsmappen und Israel das Land des Geldes. In keinem anderen Land habe sich so häufig Gespräche über Geld gehört wie in Israel.

Dienstag, 6. September 2011

Deutschland / Israel: Ein Vergleich

B”H  

Eine Blogleserin fragte mich per Mail, worin ich gefühlsmässig den Unterschied Deutschland / Israel sehe. Die Antwort darauf lautet, dass jeder bestimmt so seine eigene Gefühlswelt hat und demnach lauten die Erfahrungsberichte stets anders. Aber ich gehe jetzt einfach einmal nur von mir aus: 

Deutschland gehasst habe ich nie und tue es auch heute nicht, obwohl meine Blogbeiträge manchmal den Eindruck erwecken könnten. Jedoch muss ich zugeben, dass ich mich nach mehr als elfjähriger Abwesenheit nicht mehr mit Deutschland identifiziere und mir zuviel fremd geworden ist. Vom Geldwechsel (DM wurde EURO) bis hin über neue Politiker, Sportler, Prominente, Gesetze und dem dortigen Alltag. 

Vor meiner Aliyah nach Israel vor elf Jahren hatte ich bereits einige Jahre in Israel verbracht und wusste, worauf ich mich einlasse. Ich kannte die Leute, die Mentalität, die Sprache und als ich in Frankfurt ins Flugzeug stieg, war mir klar, dass nun ein neues Leben ohne viel Rückkehr beginnt. Ich war keiner der Neueinwanderer, die sagen: 

“Naja, wenn es nicht klappt, gehe ich halt in die alte Heimat zurück”. 

Wer so redet, hat eh schon verloren ! 

Ich wurde in Deutschland geboren, was sicher vieles erleichterte. Hineingeboren bedeutet Sprache, Gewohnheiten und zu wissen wer Heino, Dieter Hallervorden oder die Scorpions sind. Was Kohl dann und dann sagte, das Ilja Richter seine “Disco” mit “Licht aus womm …” begann und Dieter Bohlen einen Totalschaden hat. 

Wer in ein anderes Land auswandert, der muss sich all diese kleinen Details in seinem neuen Leben langsam und teilweise mühsam aneignen. Ahmt in Deutschland jemand einen LORIOT – Charakter nach, weiss die Umwelt sofort, was gemeint ist. Ahmt mir dagegen ein Israeli Eli Yatzpan oder Gidi Gov nach, stehe ich erst einmal auf der Leitung bis mir jemand den Hintergrund erklärt. Aber das sind so die Leiden eines jeden Auswanderers aus Deutschland. Im neuen Land zu wissen, wer wer ist und die Witze verstehen. Anraten kann ich nur jedem, sich nicht zu verstecken und verlegen dreinzuschauen, wenn er den Witz nicht mitbekommt. Fragt lieber sofort nach und Euch wird geholfen. Nur so wird gelernt und das neue Leben bekommt Formen. Ich will ja nicht nur Job, einen ausreichenden Lebensunterhalt, sondern Freude am Leben im neuen Land. 

Ich kann nicht sagen, wie sich ein Ausländer in Deutschland fühlt, doch für mich war dort alles einfach. Vorprogrammiert, in gewissem Sinne. Man wusste halt, was der Tag bringt. Aus dem Bett kriechen, Schule oder Arbeit, Essen, was unternehmen, Hausaufgaben, Glotze, vielleicht Biergarten oder Park und das wars dann. Bett. 

In Deutschland sind die Menschen versorgt, obwohl das alles heute nicht mehr so sein mag, wie bei meiner Auswanderung im Juni 2000. Damals aber war es noch so. Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, alle erhielten ihre staatlichen Hilfen. Die Krankenkassen springen ein und die Unis gabs umsonst. So richtig durchs soziale Raster knallte niemand, denn es gab Wohngeld, das Amt und die Stütze. In meinem Wohnort in Bayern existierten genug Jobs und das Gehalt reichte massig aus. Die Straßen waren extrem sauber und jeden morgen kam der Kehrwagen der Stadtverwaltung und fegte den Müll weg. Die Busse fuhren pünktlich und wenn da auf dem Fahrplan “Abfahrt 8.39 Uhr” steht, dann kommt der Bus um 8.39 und nicht um 8.36 oder um 8.40 Uhr. Wie das zu schaffen ist, ist mit heutzutage absolut schleierhaft. 

Jetzt könnte ich mich kurz fassen und sagen, in Israel ist alles anders. Busse fahren mal pünktlich, mal nicht. Wer in Jerusalem auf den Bus nach Tel Aviv wartet und auf der elektronischen Anzeigetafel die “Abfahrt 17.00 Uhr” sieht, der kann sich nicht sicher sein, auch genau dann abzufahren. Staus in beide Richtungen verursachen nicht selten Verschiebungen und oft fällt ein Bus ganz weg und die Anzeigetafel springt einfach auf “Abfahrt 17.20 Uhr” weiter, ohne das der vorherige Bus um 17.00 Uhr überhaupt erst eintraf. Israelis sind von Haus aus ungeduldig und es muss “Tschicktschack – Ruckzuck” gehen. Wehe, es bahnt sich eine Schlange vor einer Kasse an, dann geht das Gekeife los, warum denn keine zweite Kasse aufgemacht wird. So manche Ladenangestellte machen dann auf EXTRA; tun so als hören sie die Beschwerden nicht und machen DAFFKA (mit Absicht) keine zweite Kasse auf. Dann ist erst was los, aber der Angestellte bekommt sein kleines bisschen Rache. 

Es gibt sicher Ausnahmen, aber mir waren viele Deutsche zu unflexibel. Alles lief halt so im Trott und wehe, wenn nicht. Dann ging die Jammerei schon los. In Israel dagegen sollte man flexibel sein. Schon allein, um sein Leben zu meistern, denn die Wenigsten sind auf finanziellen Rosen gebettet. Nicht immer besteht die Wohnung aus einer tollen Einrichtung, in den seltensten Fällen entspricht die Wohnung einem deutschen Standard. Die Rohre sind anders verlegt und die Gasflasche steht draußen unter dem Küchenfenster. Bleibt nur zu hoffen, dass keine Grad – Rakete unter dem Küchenfenster landet. :-)

Die Kabel hängen am Haus herunter. Jedenfalls an jenen Häusern älteren Baujahres. In den Büros sieht es auch nicht besser aus und bei herumliegenden Kabeln denke ich immer an unseren Sicherheitsexperten in der Bank in Deutschland zurück. Wenn schon ein Kabel auf dem Fussboden, dann abgedeckt und so, dass niemand drüber stolpert. In Israel dagegen liegt alles offen, auch das Privatleben. Jeder scheint jeden zu kennen und alles zu wissen. Es existiert kein förmliches SIE in der hebräischen Sprache und so ist man zumeist per Du. 

Was mir bei meinem ersten Israelaufenthalt sofort auffiel war, dass es bei den Fast Foodketten soviel Ketchup und Mayo gab, wie man wollte. Alles umsonst, wohin gegen ja in Deutschland immer 20 Pfennig für eine kleine Tüte Ketchup zu den Pommes abverlangt wurde. Israelis sind offener, lauter und man schämt sich nicht, im Bus ins Handy alles nur noch so Intime zu brüllen. Von der eigenen Mutter beschimpfen bis hin zur Beschimpfung des Bankangestellten, wenn abgestritten wird, dass das Konto heillos überzogen ist. In Israel wird offen geredet und nicht beschämt geschaut. Jeder hat Probleme und wer was erzählt, erhält mehrere Ratschläge auf einmal. 

Der Umgang miteinander ist offener und ungezwungener. Deutsche Touristen tun sich oft schwer mit dieser israelischen Angewohnheit und bleiben erstmal distanziert. In Israel nennt man das Verhalten “kalt”. Auch tun deutsche Touristen, was man ihnen sagt und erinnern mich an kleine Befehlsempfänger, die nur selten aufmucken. Auf der Arbeit fällt es mir wesentlich leichter, Deutsche zu kommandieren als Israelis. Mit den Deutschen geht alles fix, denn sie tun und sagen nichts. Mit Israelis hingegen gibts nicht selten eine Diskussion über das WARUM. 

Sicherlich kommt es auf die eigene Persönlichkeit an, wie Deutschland oder Israel betrachtet werden. Der stocksteife Typ zieht wahrscheinlich Deutschland vor, wo er morgens sein Brötchen auf dem Teller hat, um 7.00 Uhr die U – Bahn kommt und um 16.00 Uhr Feierabend ist. Der Israeli freut sich genau so auf den Feierabend, arbeitet aber härter und hat Tausende Sorgen im Kopf. Zweitjob, Miete zahlen, die neue Stromrechnung ist gekommen und die fiel höher aus als die letzte. Bestimmte Gegenden werden ab und an mit Raketen beschossen, Arbeitslosigkeit, Kinder, Armee, Family, dämliche Nachbarn, hohe Steuern und das Warten auf den Lottogewinn. Israelis ist eines heilig: 

“Ba’Bayit – Zuhause”. 

Außer “Kesseff – Geld” ist “Ba’Bayit” der Ausdruck, den ich am meisten höre. Daheim sein und die Tür hinter sich zumachen. Alles vergessen und einfach nur leben. 

Ich sagte vorhin Israelis seien flexibler: Sie jedenfalls sind es, die in den chaotischsten Situationen nicht den Überblick verlieren und sich durchmogeln. Man lebt weiter und es wird schon. “Yehiye be’Seder – Es kommt schon in Ordnung !” Deutsche mag in negativen Situationen der Angstschweiss ausbrechen, Israelis dagegen denken schon an neue Möglichkeiten, wie sie alles lösen und weiterleben.

Samstag, 2. Juli 2011

Deutsche arbeiten im Ausland

B”H

BILD ONLINE bringt heute einen interessanten Artikel zum Thema “Deutsche leben und arbeiten im Ausland”. Genau genommen stellt BILD lediglich ein paar Deutsche vor, die sich auf Mallorca niederliessen. Außerdem stellen die vorgestellten Personen nicht unbedingt den Durchschnittstouristen dar, der plant, sich auf der Insel anzusiedeln und zu jobben. Die Wenigsten machen gleich ihr eigenes Business auf und scheffeln die große Kohle auf dem Immobilienmarkt. 

Einen sehr interessanten Kommentar hinterliess ein in Florida lebender Deutscher:

hartz4inFloridaschrieb:
02.07.2011, 14:34 Uhr

auch bei uns in Florida tauchen die AUSWANDERER immer wieder auf.Versuchen sich besonders im Auto Export und sind genauso schnell verschwunden wie sie gekommen sind,Egal wo's einem im Leben hinzieht,es ist meistens viel viel haerter als in Germany.Bin seit 16 jahren in Florida,hab's geschafft und bin gluecklich.Das alte Germany gibts nicht mehr,also auch kein Heimweh,gruesse aus 30'grad

Ich beziehe mich auf das Thema, denn auch hier auf dem Blog suchen zahlreiche Leser Infos zum Leben in Israel. Allerdings vergisst die Mehrheit vielleicht, dass Israel nicht Mallorca ist und man sich nicht eben mal so niederläßt. Wie bekannt, ist das Land ein jüdischer Staat und man sollte Jude sein, um Aliyah zu machen und die israelische Staatsbürgerschaft zu erhalten.

Ich stimme absolut mit dem obigen Kommentator aus Florida überein, denn viele Leute kommen und schwingen große Pläne. Darunter Touristen genau so wie offizielle jüdische Neueinwanderer. Lernen sie aber die israelische Bürokratie und das Leben hierzulande kennen, sind sie schnell wieder weg. Es ist schwer zu beschreiben warum, doch wird leider zu leicht vergessen, dass wir uns im Nahen Osten befinden und die Mentalität eine wesentlich andere ist als in Europa. In Israel gelten andere Spielregeln im Alltag und daran können sich nicht alle Leute gewöhnen und machen sich schnell wieder vom Acker.

Leicht ist es hierzulande nicht und man muss klotzen und nicht jammern.

Samstag, 4. Juni 2011

Touristensaison in Tel Aviv


In Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B”H

TEL AVIV:

Touristen, wo man hinschaut und mir geht das irgendwie jetzt schon auf die Nerven. Dabei beginnt die Urlaubssaison erst und ich schaue mich nur noch nach Plätzen um, wo Israelis unter sich sind. Mit dieser Anschauung gehöre ich nicht zu jenen Israelis, welche unbedingt die Nähe der Touristen suchen, da sie somit in der Lage sind, ihre Bekanntschaften schnell auszutauschen. Heute redet man mit dem, in zwei Tagen reist er weiter und so sucht sich besagter Israeli wieder einen neuen Touristen, dem er etwas erzählen und sich aufspielen kann. Besonders geht mir derlei Gehabe auf die Nerven, weil ich teilweise mit Touristen arbeite und nach der Arbeit stets froh bin, aus der Umgebung wegzukommen und meine Ruhe zu haben.

Wie in jedem Land haben diverse Touristen auch in Israel einen besonderen Ruf weg. Amerikaner sind schlampig, dämlich und verursachen einen Saustall. Franzosen und Südamerikaner sind laut und wollen am liebsten nur unter sich bleiben. Am liebsten sind mir die Briten mit ihrer Art von Humor. Osteuropäer sind aufgrund ihrer Mentalität etwas seltsam und Deutsche sind organisiert, pünktlich und sauber. Junge Deutsche geben sich jedoch viel zu oft äußerst arrogant.

Wer jetzt im Juni, Juli oder August einen Besuch in Tel Aviv plant, der muss in die Gänge kommen, denn die Stadt sieht sich immer mehr zugebucht. Günstige Übernachtungen werden allmählich rar und wer kann, der sollte sofort seinen Übernachtungsplatz buchen. Juli und August werden absolut überfüllt sein und wer nicht weit im voraus ein Bett bucht, kann sich leicht mit dem Schlafsack am Strand wiederfinden.
Eines steht für mich fest: Tel Aviv verfügt über fast alles, nur nicht über ausreichende Übernachtungsmöglichkeiten. Vor allem zum Wochenende hin wird es voll, denn dann reisen viele Israelis aus allen Landesteilen an, um einen Donnerstag abend der Action in der Küstenstadt zu verbringen.

Die Prognose für diesen Sommer: Tel Aviv wird überfüllt und wahnsinnig teuer sein. Es sei denn man weiss, wo man einzukaufen hat.

Aktueller Tipp: Am Dienstag abend beginnt der jüdische Feiertag SCHAVUOT (das Wochenfest). Der Feiertag endet am Mittwoch abend und daraus ergibt sich, dass Dienstag nur ein halber Tag sein wird. Bedeutet, Busse und Geschäfte operieren nur halbtags. Bis ca. 16.00 – 17.00 Uhr. Bis Mittwoch abend bleibt alles geschlossen und erst nach Einbruch der Dunkelheit geht der Alltag wieder los.

Montag, 23. Mai 2011

Leserfrage: Wie hiess der Vater von Benjamin Netanyahu ursprünglich ?

B”H

Ein Leser googelte die Frage, wie denn der Vater von Benjamin Netanyahu ursprünglich hiess ?

Ursprünglich HEIßT sollte es an dieser Stelle lauten, denn Benzion Netanyahu, der Vater des derzeitigen israelischen Premierministers, ist immer noch am Leben. 

Obwohl sein ursprünglicher Familienname bei Wikipedia mit MILEIKOWSKI angegeben ist, so lautete der ursprüngliche Name der Netanyahus einmal MILIKOWSKI.

Samstag, 16. April 2011

Auswandern aus Deutschland und / oder private Veränderung ?

B”H

Es gibt Auswanderer – Blogs in deutscher Sprache und ich lese derlei Erfahrungsberichte ab und an recht gerne. Noch lieber lese ich Berichte von Leuten, die eigentlich einen guten Beruf incl. einer guten beruflichen Position aufgaben, um etwas Neues in ihrem Leben zu starten. Ausgerechnet dieses Thema findet in Israel immer mehr Anklang und das nicht nur wegen einer steigenden Arbeitslosigkeit. Immer wieder berichtet die Presse von Menschen, die ihren Job aufgaben, um eigene Geschäftsideen zu verwirklichen. Bei vielen geschah dies mit Erfolg wie bei einer Kinderbuchautorin oder jener Frau, die Bettwäsche mit eigens erstellten Motiven bedruckt.

Irgend jemand sagte mir einmal, dass der beliebteste Ort der Deutschen “Frankfurt Airport” sei, denn sie wollen immer nur weg. Und sei es lediglich ein Urlaub. “Auswandern” scheint in Deutschland ein Thema zu sein, doch die Wenigstens verwirklichen ihren Traum. Diejenigen, die tatsächlich ausgewandert sind, bereuen nicht unbedingt ihren Schritt. Klar, kehrt ein gewisser Prozentsatz nach Deutschland zurück, denn offenbar ging man mit den falschen Vorstellungen ans Werk und im Endeffekt merkte der Betreffende, dass woanders auch gearbeitet werden muss. Dass es selbst unter Palmen einen Alltag gibt und nicht alles 24 Stunden lang rosiger Sonnenschein ist.

Wer auswandert, muss damit rechnen, woanders ganz klein anzufangen und sich langsam etwas aufzubauen. Jahre kann es dauern und oft ist es ein hartes Stück Arbeit. Für viele lohnt es sich. Auch für mich, denn ich bin in Israel zufrieden und kann mir woanders kein Leben mehr vorstellen. Auf eben diese Zufriedenheit kommt es an und nicht auf Reichtümer und Ansehen. Aus der deutschen “Heimat” heraus werden positive Auswandererstories oft missliebig betrachtet, wobei nicht selten ein wenig Neid mit hineinspielt.

Der Spiegel”bringt momentan eine nicht ganz uninteressante Story, wobei ich mir jedoch nicht sicher bin, ob eben jenem Christoph Pokrandt nicht eher daran gelegen ist, sein Buch zu verkaufen.

Montag, 4. April 2011

Es ist nicht leicht, in Israel zu leben !

B”H

Vor etwa einer Stunde bin ich von meinem Tagestrip aus Jerusalem nach Tel Aviv heimgekehrt. Unter anderem traf ich in der Heiligen Stadt zwei Freunde und bei den Gesprächen war sich jeder einig, ein neuer Job muss her.

Das ist das Typische in Israel ! Ein Jeder ist auf der Suche nach irgendwas, wobei nicht immer alles nur am Geld hängt. Eine Freundin verdient DIE Kohle und die halbe Miete samt iPhone zahlt die Firma. Aber nein, man ist unzufrieden, weil zuviel Arbeit daran hängt und man sich doch eigentlich auf andere Dinge im Leben konzentrieren will.

Und so hat jeder seine Pläne und versucht alles zu verwirklichen. 

Einer der Freunde, die ich besuchte, ist gebürtiger Israeli. Die Freundin dagegen stammt aus Nordamerika und machte Aliyah. Und wieder wurde einmal festgestellt, dass es nicht leicht ist, in Israel zu leben, doch waren wir uns einig: Es gibt kein anderes Land für uns und hier ist nun einmal unsere Heimat.

Somit krebst halt jeder weiter seinen Plänen hinterher, aber insgeheim sind wir recht zufrieden mit unserem Leben. 

 
Ausfahrt aus Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

Donnerstag, 31. März 2011

Berlin ist billiger als Tel Aviv !

B”H

Neulich überhörte ich eine Diskussion mehrerer Touristen, die sich wahllos zusammengesetzt hatten und ein paar Bierchen tranken. Mindestens drei von den sechs oder sieben Leute waren jüngere männliche Deutsche. Aus Köln und Berlin. Gerade erst am selben Tag in Israel angekommen, zum ersten Mal im Land und mit AirBerlin eingeflogen. Der Rest des Trupps bestand aus Amerikanern sowie einem Briten.

Die Deutschen bestellten Bier, was das Zeug hielt, wobei eine Flasche sogar wesentlich mehr kostete als im teuren Supermarkt AM:PM um die Ecke. Egal, man dachte nicht an Geld und Preise. Gerade erst angekommen, da hat man noch Kleingeld in der Tasche. 

So ging es in der Runde lustig zu und der Kölner berichtete vom Karneval und was man noch so in Israel anschauen will. Besonders vorbereitet auf die Reise waren die Deutschen nicht und drucksten mit Jerusalem herum. Nach Bethlehem (palästinensische Autonomie) wolle man und ggf. nach Ramallah (ebenso Autonomie).

Als die Bierrechnung präsentiert wurde, begannen die Deutschen, welche den Tisch voll Flaschen bestellt hatten, zu jammern. Das sei hier aber alles verdammt teuer !
Der Rest des Trupps hatte sich beherrscht, denn der Brite und die Amerikaner waren schon länger im Land und kannten die Preise. Die Deutschen dagegen kratzten ihr Cash zusammen und zogen davon. Tel Aviv sei ja teurer als Berlin. Sowas. 


Graffiti gesehen in Tel Aviv.

Photo: Miriam Woelke

Am nächsten Tag sah ich einen der Deutschen, der da einen Kaffee kaufen wollte. Als er den Preis vernahm, sagte er, er müsse erst zum Geldautomaten, denn soviel Geld habe er momentan nicht dabei. Als er abzog sah ich, dass er nicht zum gegenüberliegenden Geldautomaten ging, sondern davonschlich.

So kann es gehen, wenn man in den Urlaub fährt und mit seinem Kleingeld haust wie sonstwas. Israel ist ein teures Urlaubsland und wer nach Tel Aviv kommt, der muss gleich zwei – oder dreimal soviel in die Tasche greifen. Ich hoffe nur, die Deutschen sind durch ihre restliche drei Urlaubswochen gekommen. Zur Not kann man ja immer noch am Strand schlafen.

Freitag, 25. Februar 2011

Leserfrage: "Nach Israel auswandern"

B”H

Es überrascht mich immer wieder zu sehen, wie viele Leute das Thema “Auswandern nach Israel” googeln. Allein von der Ausdrucksweise heraus (“auswandern”) entnehme ich, dass es sich hierbei vornehmlich um Nichtjuden handelt. Dazu sei kurz angemerkt, dass sich jene Deutschsprachigen, welche diese Worte googlen vielleicht zuerst in den europäischen Staaten umschauen sollten, denn es gibt ja den Europapass ohne Visapflicht und alles. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum es immer Israel sein muss; ein Land, dass gesetzlich nur Juden aufnimmt und kein Einwanderungsland für Leute aus der ganzen Welt darstellt.

Wer einmal in Israel angekommen, und ich traf zahlreiche Touristen, die in Deutschland naiverweise alles aufgegeben hatten und mit einer reisen Tasche nach Israel einreisten, gehen die Auswanderungsträume ziemlich schnell baden. Visaprobleme, die fehlenden Sprachkenntnisse, eine völlig andere Mentalität, keine Krankenversicherungen, keinerlei Absicherungen, keine Hilfen, nichts. Der Tourist steht alleine da und rasch geht das Geld aus. Was dann ?

Die Mehrheit meint, es ergehe ihr bestimmt nicht so und man komme zurecht. Es würde mich interessieren, wie viele von diesen Leuten scheitern und woran. Israelische Firmen stellen in der Regel kaum mehr Ausländer ein, denn die gesetzlichen Bestimmungen sind knallhart. Ferner besteht der israelische Arbeitsmarkt aus genügend heimischen Arbeitslosen. Hinzu kommt die Visafrage, denn Touristen erhalten begrenzten Aufenthalt.

Einige dieser Leute wandten sich an mich, ob ich Tipps geben kann. Nein, kann und will ich nicht, denn ich frage mich, was ausgerechnet deutsche Nichtjuden in Israel zu suchen haben. Warum wollen sie hier leben ? Um ihr kleines bisschen (Holocaust)Schuld abzubauen ? Der israelische Alltag ist hart und selbst Israelis haben genug damit zu tun, sich im eigenen Land durchzusetzen. Was, frage ich mich, will dann ausgerechnet ein Tourist hier leben ?

Montag, 7. Februar 2011

Hinter der Fassade

Photo: Miriam Woelke


B"H

Ich kann jene Leute nicht ausstehen, die immer nur von sich reden und sobald sie mit ihrer Umgebung kommunizieren, sich stets nur auf ein Thema konzentrieren: Auf SICH selbst. Alles muss sich um sie drehen und wenn ihnen die Umgebung nicht willig folgt, verabschieden sie sich und ziehen eilig davon. Ich sehe gerade diesen letzten Akt der Verabschiedung als Erlösung für die Umgebung an. 
Aus vielen unterschiedlichen Erfahrungen heraus habe ich gelernt, jene Mitmenschen, denen ich begegne, genauer anzuschauen. Genauer hinschauen und sich nicht nur nach dem “Mir geht es gut” erleichtert zurückzulehnen, dass jemand nichts von mir will. Um keine Hilfe jammert oder das ich ihm jetzt unendlich lange zuhören soll. Hinter die “Mir geht es gut” – Fassade zu blicken erfordert einiges an Selbsterfahrung und nach einiger Zeit fällt einem die Realität des Mitmenschen schon von Weitem auf. 
Die Jerusalemer sind fast immer die besseren Schauspieler, denn dort wird weniger tiefgehendes Privates geplaudert. Jedenfalls nicht dem ersten Kennen lernen zufolge, sondern es dauert eine Weile. In Deutschland vergleichbar mit der kühlen Zurückhaltung der Nordlichter. In Tel Aviv dagegen wird eher geplaudert. Vielleicht, weil hier in der Stadt die verschiedenen Menschenvariationen vielseitiger sind als im Einheits – Jerusalem.

Heute früh trank ich kurz einen Kaffee und überhörte neben mir ein Gespräch zweier Männer, die sich zwar kennen, aber sich nicht unbedingt als gute Freunde betiteln täten. Eher oberflächliche Bekannte und ich weiss das daher, weil ich beide kenne.
Der eine von Beiden gestand seinem Gegenüber, dass heute seine Miete fällig sei und er sie nicht einzahlen könne, da er erst vor einem Monat einen neuen Job fand und der Arbeitgeber das Gehalt lediglich in 2 – 3 Tagen auszahlt. “Da sitze ich jetzt allein in der Wohnung, was ganz besonders schlimm ist. Nach der Arbeit sitze ich da und das Alleinsein ist das Schlimmste. Vielleicht kommt der Vermieter vorbei und klingelt wie wild an der Tür. Immer diese Gedanken, dass es gleich klingelt oder der Handyanruf mit der Forderung nach der Miete erfolgt. Das alleine Wohnen fällt mir besonders schwer, aber daran läßt sich wohl kaum etwas unternehmen, es sei denn, ich ziehe in eine WG”.

Das Gegenüber erwiderte kaum ein Wort. Spendete nicht erhofften Trost, denn er, genau wie wir alle drumherum, dachte offenbar nur eines: “Hoffentlich bleibt uns dieses Schicksal erspart”.

Dienstag, 2. November 2010

Multikulti in Israel

B"H

In Deutschland herrscht bekanntlich die Debatte, ob die angestrebte Multikulti - Gesellschaft erreicht wurde oder nicht. Wie weit integrieren sich Ausländer in die deutsche Gesellschaft und wie weit nicht ? 
Demzufolge stellt sich die Frage, wer oder was die deutsche Gesellschaft ausmacht. Die deutsche Geschichte, Kultur, Mentalität, Sprache, Kunst, Musik oder was auch immer. Sicherlich verlangt Deutschland einem im Land lebenden Ausländer recht viel ab. Deutsch muss man sprechen; wenn es geht, ohne fremden Akzent, denn das macht einen schlechten Eindruck bei der Jobsuche. Als besonders harter Brocken erweist sich die deutsche Mentalität. Plötzlich soll alles perfekt funktionieren und Abläufe sind geplant. Rational und produktiv denken. Logisch definieren, sonst hagelt es Kritik aus der Umgebung. Von wegen einfach so mit Träumereien daherkommen.

Was mir in Israel immer Spass machte ist, das Kennen lernen aller möglichen Leute aus aller Herren Länder. Sei es im Kibbutz, in einem Cafe, bei einem Schabbatessen bei Rabbinern oder anderweitigen Events sowie Plätzen.
Ich kann die Leute alle gar nicht mehr zählen, die ich innerhalb der vergangenen mehr als 15 Jahre in Israel kennen lernte und zu Beginn war ich perplex, dass es sowas überhaupt gibt. Leute, egal welchen Alters, die einfach freinahmen und die Welt bereisten. Als ich noch in Deutschland studierte gab es nur eines: Nämlich das Studium beenden und Karriere machen. Wer eine Auszeit nimmt, alles hinter sich lässt und in der Welt herumreist ... wie soll der dann bei seiner Rückkehr zurechtkommen ? Keine Wohnung, kein Geld und erst recht keinen Job. Das macht angst und ist nicht gesellschaftskonform.
Hinzu kommt: Was soll man bloss beim Vorstellungsgespräch sagen, wo man in dem Zeitraum war ? Einfach zugeben, am Strand gelegen zu haben oder durch ein Museum geschritten zu sein ? In Neuseeland Kiwis gepflückt, in den USA Möbel geschleppt und in Israel im Kibbutz gewesen und danach irgendwo in einem illegalen Job in Tel Aviv hängengeblieben ? Gekellnert und mit anderen ein paar Monate in einem Dormitory eines Hostels gehaust zu haben ?
Nix Karriere, sondern sich darum gekümmert, dass der Boss einem den Lohn zahlte und im Hostel das Gepäck nicht verschwand ? Tolle Aussichten und bei all dem Hickhack empfiehlt es sich ganz sicher nicht herumzureisen. Wer denn einmal verreist, der reist doch eher mit Rucksack, in Hotels und in ein paar Restaurants. Nicht so mit Schlafsack am Strand und tagsüber an der billigen Falafel kauen.

Und somit begann ich all die anderen Touris zu beneiden. Die nahmen sich eine Auszeit und kümmerten sich nicht gross ums Geld. Mal hier jobben, mal dort. Das Geld für das Hostelzimmer zusammenbekommen und wenn in Israel gar nichts mehr geht, dann bleibt der Kibbutz. Zumindest für diejenigen unter 35 Jahre.




Viele Leute kommen einfach nach Israel und wer sie nach dem Grund fragt, bekommt oft keine definitive Antwort. Als ob man die haben müsste.

Manche fühlen sich einfach danach, andere wollten schon immer mal kommen. Bibel, Thora und so halt. Heilige Orte sehen oder in den Kibbutz. Israel beistehen, Israel hassen, und viel zuviele lassen ebenso ihre nervigen Verschwörungstheorien los.
Jeder scheint auf der Suche nach irgendwas und endet dann ausgerechnet in Israel. Tel Aviv ? Naja, eine Weile wegen der Action; insgesamt aber viel zu teuer und laut.
Jerusalem ? Billige Hostels im Ostteil der Stadt und bei den Palis lässt es sich leben, wenn man die Klappe hält und nicht laut gegen die Hamas keift.

Im Wesentlichen unterscheiden sich Juden und Nichtjuden in ihrem Israelverhalten. Das liegt schon allein daran, weil viele Diasporajuden kommen und an diversen Internships teilnehmen, die Nichtjuden verschlossen bleiben. Und das nicht nur auf religiöser Basis. Das ewige Hin und Her bei den Juden, ob man denn Aliyah machen solle oder nicht. Bei Touristen kommt es schlimmstenfalls zu Überlegungen wie "wielange man im Land bleiben soll, wie das neue Visum an Land gezogen wird oder ob sich nicht die Suche nach einem versteckten jüdischen Verwandten lohnt, um dem Innenministerium einen vom Pferd zu erzählen".

Am penetrantesten sind jene nichtjüdischen Touristen, die nach zwei Tagen zu labern beginnen, sie seien eigentlich Juden, nur ohne Papier halt. Bestimmt waren ihre Ahnen Opfer der Inquisition und wurden zwangsgetauft. All so ein Müll kommt dann heraus. Der Normalotourist dagegen sucht mehr sich selbst und schaut, was er aus Israel für sein Leben mitnehmen kann. Nicht materiell, sondern abstrakt als Weisheit verpackt.

Eines jedoch haben alle gemeinsam:
Den Gedanken, wie man seine Eindrücke und Erfahrungen seiner Familie bzw. seinen Freunden daheim klarmacht. Vollgestopft mit Impressionen kommt der Tourist daheim an und da steht lediglich die Mutter am Herd und kocht sein Lieblingsessen zur Begrüssung. "Ja, is ja schön, dass es Dir gefallen hat. Und was machste dann morgen früh ? Arbeitsamt oder Studium ? Der Ernst des Lebens ist wieder da !
UNTER muss der Mensch in Deutschland sein. Die Erinnerungen nach einem kleinen Quentchen Freiheit bleiben. Die Sehnsucht drückt einen noch lange, aber irgendwie sagt man sich: "Nun bin ich wieder daheim und, tja, hier herrscht halt eine andere Mentalität. Was soll ich machen ? Halt eine Weile und dann wieder abhauen !"

Sonntag, 15. August 2010

Back in Jerusalem

B"H

Nach drei Stunden Busfahrt wieder in Jerusalem, wo die Bäckerei wartet.
Kurz vor der Einfahrt nach Jerusalem erreichte mich eine SMS mit einer grandiosen Nachricht:

Ich werde Rosh HaShana in Safed verbringen und buchte für eine Bekannte mit. Sie gab mir ihre Kreditkartennummer, ich buchte und dann sagte sie ab.

Hätte ich, hätte ich, hätte ich mal nicht ....
Die Moral von der Geschicht: Vertraue nie auf andere !

Sonntag, 1. August 2010

Die Namen der Opfer von Duisburg

B"H

Nicht aus Neugierde, doch lediglich um einmal nachzuschauen, ob sich nicht ein Bekannter unter den Opfern von Duisburg befindet. Man weiss ja nie, wo es, z.B., die einstigen Schulkameraden, einmal hinzieht. Freunde / Bekannte können umgezogen sein und ich surfte einmal so im deutschen Net nach den Namen der Opfer von Duisburg. Dabei stiess ich auf ein deutsches Forum, in welchem jemand den gleichen Gedanken zum Ausdruck brachte. Besagter Forenschreiber suchte die Namen und fragte nach einem Link. Die Antworten auf sein Anliegen waren verheerend, denn man unterstellte ihm "Sensationslust". Ich war, zugegeben, erstaunt als ich den Vorwurf las. Demjenigen Anfrager ging es lediglich so wie mir. 

In Israel gehört es zur absoluten Normalität, dass Namen von Terrorattentaten sowie anderen Katastrophen veröffentlicht werden.  Samt Photo und Lebensgeschichte. Bis vor einiger Zeit war es sogar noch so, dass wir die jeweiligen Beerdigungen in den Abendnachrichten zu sehen bekamen, doch dagegen sträuben sich mittlerweile viele Angehörige und verweigern das Filmen.

Die Opfernamen, Bilder sowie Kurzbiographien werden jedoch weiter auf den Titelseiten veröffentlicht und niemand hat etwas dagegen einzuwenden. Immerhin wollen Freunde, Bekanten, ehemalige Schulkameraden, usw. informiert sein, ob jemand unter den Opfern ist, den sie kennen; aus dem einfachen Grund, um an der Trauer teilzunehmen bzw. zur Beerdigung zu gehen.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Rosch Katan - Kleiner Kopf

B"H

Schon vor einiger Zeit berichtete ich von der israelischen Arbeitseigenschaft "Rosch Katan - Kleiner Kopf". Dies bedeutet ganz einfach, dass man sich "doof stellt" bzw. nicht mehr macht als von einem verlangt wird.

Ich erledige nur das, was mir ausdrücklich aufgetragen worden ist, schalte absichtlich mein Hirn ab und alles, was über die Aufgabe hinausgeht, tue ich nicht, denn es wurde mir nicht gesagt. Wenn mir nicht gesagt wird, das Papier auf dem Fussboden aufzuheben, dann mache ich es nicht, selbst wenn es mich nervt. Aber da es mir nicht ausdrücklich aufgetragen worden ist, kann mir das ja egal sein. Wozu sich unnötig bücken, anstrengen und aufheben ?
Und was, wenn ich es doch tue ? Dann kommt der Vorgesetzte noch auf die Idee, mich alles aufheben zu lassen. Nee, nee, da lasse ich lieber alles solange liegen, bis jemand etwas sagt.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Darf Deutschland Israel kritisieren ?

B"H

Die ewig neu aufkommende Frage und im Spiegel Online wird darüber berichtet. Das Lesen des Artikels habe ich mir nervlich erspart, denn es reden Broder & Co. Leute, die nicht in Israel leben und ab und an einmal das Touristenköfferchen packen und anrollen.

Ist es bei der Diskussion nicht ein einziges Mal möglich, ISRAELIS (außer Avinery, Peres oder Oz) zu befragen, wie ihre Meinung dazu lautet ?

Nur ein einziges Mal den Mann auf der Straße ! Querbeet und mitten hineingefragt.

Warum wird das nie praktiziert und man bekommt immer wieder den gleichen komischen Salat vorgesetzt ? Israel soll so oder so. Was geht mich die Ansicht eines Ausländers an ? Hier geht es um Israel und um seine Bewohner und nicht um die Damen und Herren Möchtegern !

Donnerstag, 22. April 2010

Eigeninitiative

B"H

Totmüde von der Arbeits des nachts in der Bäckerei, am Morgen gleich den ersten Bus nach Tel Aviv erwischt und immer noch auf den Beinen. In Israel arbeitet das Proletariat mehr als in Deutschland; das steht fest. Von einer 40 - Stunden - Woche können viele nur träumen. Geschweige denn von dem europ. Gehalt und Urlaubsbedingungen. Ich kenne Leute, die machen ohne Pause ein - zwei Tage und Nächte im Hightech - oder Accountingbereich durch, gehen dann mittags heim, schlafen, und sind am nächsten Tag wieder auf der Arbeit.

Gepennt wird überwiegend am Wochenende; falls die Zeit da ist. Ansonsten geht es totmüde in die neue Woche. Wie wichtig ein guter ausreichender Schlaf ist, habe ich erst in Israel gelernt. Dann, wenn keine Zeit dazu ist. Erst dachte ich, ich sei die einzige, doch meine Umgebung rackert und rackert. Irgendwo arbeiten und nebendran studieren, diversen anderweitigen Jobs nachgehen oder jene, die sich gerade selbständig machten, doch nach wie vor an ihrer festen Einkommensquelle sitzen.

Israelis sind innovativer und flexibler als Deutsche.
Ein Vorurteil ?
Ich glaube kaum, denn wenn ich im Spiegel Online von Bewerbungen mit Mappe lese oder wie sich Leute beim Vorstellungsgespräch zu masslosen Opportunisten entwickeln …
Sicher schleimt jeder, egal wo, beim Vorstellungsgespräch. Lügt mal hier und gibt sich kooperativ, was er sonst nie wäre. Was ich jedoch an vielen Leuten in meiner Umgebung bewundere ist, dass jeder irgendein bestimmtes Ziel vor Augen hat und dies neben dem Job verfolgt. Hier der Job und dort seine eigenen Ideen in einem eventuellen selbständigen Job umsetzen. Unter anderem gründeten einige davon Online Unternehmen oder besser gesagt, sie entwickeln des nachts (neben der Arbeit am tag) PC - Programme oder so in der Art.

Von Neueinwanderern aus den USA habe ich gelernt, wie solch ein chaotischer Tagesablauf aktiv in die Tat umgesetzt wird. Wer da sagt, er habe keine Zeit oder Ideen … Zeit gibt es immer. Die Amerikaner argumentierten mir so: "Dann schlafe halt weniger. Was acht Stunden schlafen ? Sechs oder fünf tun es auch. Dann kommt der Schabbat und da hast Du Zeit zum Schlafen !"

Bei Innovationen stehen Israelis ganz oben. Die angeborene Neugier macht es aus. Jede technische Neuheit ist sofort der Renner. Auch bei den Haredim (Ultra - Orthodoxe). Das iPhone wegen der relativ hohen monatlichen Gebühren nicht unbedingt und das iPad wird aus technischen Gründen nicht gehandelt. Meiner Meinung nach muss man soetwas eh nicht haben, wenn schon ein PC da ist.

Israelis lieben Startups; nur die leidige Steuer stört.
Absolventen der "Bezalel - Kunsthochschule" verkaufen ihre Produkte wie selbstgedrehte Filme, Schmuck, Bilder, Photos oder Mode. Selbst entworfen und nicht alle warten nur auf die Zusage eines Unternehmens, sondern werden selber tätig.

Wenn ich das deutsche Wort "Bewerbungsmappe" nur höre. Da graust es einem ja und wer denkt eigentlich an die Kosten ? Photo, Porto und all der Schreibkram mit Lebenslauf etc. Gibt es keine Jobs, bei denen eine einfach kurze e - mail genügt und bei Interesse seitens der Firma auf ein Vorstellungsgespräch eingeladen wird ? Das wäre doch sinnvoller und den Lebenslauf kann man dann auch nachreichen.
Was nützt mir denn ein Einser - Zeugnis, wenn ich eine praktische Niete bin ? In Israel wird es oft so gehandhabt, dass gleich einen Tag lang mitgearbeitet werden muss. Je nachdem wie man soweit kann. Ist ja egal, aber Wille und Einsatz zählen.
Dieses System für jene Jobsuchenden von Vorteil, die nicht gerade ein tolles Schulzeugnis haben und andernfalls gleich aussortiert werden.

Weiterhin las ich von den zahlreichen Praktikantenstellen, über die es momentan viele Bücher auf dem deutschen Markt zu geben scheint.
Ein Praktikum wird in Israel "Staasch" genannt und ist weit verbreitet. Zeitbegrenzt und garantiert nicht von zu langer Dauer, denn man muss ja von etwas leben. Der Bückling wird nicht so häufig abgegeben wie in Deutschland, denn wir sind keine Kommandogesellschaft. Wer etwas auf der Arbeit gesagt bekommt, muss noch lange nicht auf Befehlt springen, sondern geht erst mal einen Kaffee trinken oder eine rauchen.

Anscheinend ist es immer eine Frage des Arbeitsmarktes und der Generation. Einige werden zum Schleimen und Kriechen erzogen, anderen wiederum ist alles egal. Nur machen die Schleimer den Fehler, sich festzulegen und nichts Neues (einschliesslich sich selbst) weiterzuentwickeln und treten somit auf der Stelle.

Freitag, 2. April 2010

Schabbat Schalom




B"H

Iran und die Atombombe, die Hamas und neue zu befürchtende Anschläge in Israel. Irgendwie aber erscheinen die News im Hintergrund, denn wir haben Pessachferien und die Israelis sind mehr mit sich selbst beschäftigt. Insbesondere mit den Gedanken, wie das fette Minus auf dem Bankkonto nach den Feiertagen ausgeglichen werden soll. Aber man kann ja nicht nur daheim hocken und sollte zumindest einmal etwas unternehmen.

Pessach ist nun einmal teuer. Man schaue nur auf vier kleine für Pessach koschere Semmeln (in Norddeutschland sagt man "Brötchen"), die da 20 Schekel (ca. 4 Euro) kosten. Eine Abzocke ohnesgleichen.

Der Jerusalemer Machane Yehudah Markt ist koscher, der Tel Aviver Carmel Markt hingegen bietet alles. Dieser Tage auch Brot (Chametz) und ansonsten unkoschere Krabben, Krebse oder Shrimps. Man ist also nicht "gezwungen" koscher zu essen, sondern entscheidet selbst. Spirituell betrachtet bringen wir so unseren von G - tt gegebenen "Freien Willen" zum Ausdruck. Am Krabbenstand werden wir also vor die Wahl gestellt und den Kriechtier - Test bestand ich bisher anstandslos. Wer frisst auch solch ein Viehzeug ?

Jeder hat so seine Erlebnisse nachdem er Aliyah macht. Nach Israel einwandern ist nicht leicht; vor allem dann nicht, wenn nicht viel Geld in der Börse ist und man gezwungen ist, schleunigst einen Job zu finden. Nicht nur blabla Aushilfe oder so, sondern einen richtigen Job, dessen Gehalt einen ernährt. Dieser Tage lernte ich eine Engländerin kennen, die vor zwei Jahren Aliyah machte und seitdem herumhechelt. Zuerst platzte das Verlöbnis auseinander und sie zog aus dem Süden des Landes nach Tel Aviv. Wohin dann erst einmal ? Ohne Job, ohne Unterkunft ? Von Freund zu Bekannten und von Bekannten zu Freunden. So durchleben es wahrscheinlich Hunderte von Israelis. Und damit meine ich nicht nur Neueinwanderer.
So schnell wie möglich einen Job finden, selbst wenn es nur als Bedienung bei "Super Sushi" sein sollte. Besseres wird halt später gesucht. Wer nicht so handelt, der sitzt nicht selten in einem Teufelskreis, denn wie Wohnung finden, wenn keine Kohle da ist ?
Bei der Wohnungssuche mahlt zuerst, wer beim Vermieter Cash auf den Tisch legt. Sagt einer, das Geld treffe erst in zwei Tagen ein, hat er schon verloren. So erging er der Engländerin, die nun endlich ihre feste Bleibe fand.

Israel verlangt dem Neueinwanderer Lebensimprovisation ab. Wer rumsitzt und wartet, der bleibt auf ewig sitzen. Wenn es heißt, "man rufe zurück", weist dies auf "Fehlanzeige" hin. Bloss nicht sitzen udn auf einen Anruf warten, der nie kommt. Unsere Gesellschaft funktioniert nach Codes und wer sie nicht schnellstens kapiert und verinnerlicht, hat das Nachsehen.

Ich könnte ganze Erlebnisbände über Neueinwanderer und im Land Geborene verfassen. Wie man lebt, sich über Wasser hält und mit seiner Umwelt kommuniziert. Es wirkt auffällig, dass die Gesichter der Tel Aviver mehr aussagen als die der Jerusalemer. Das Küstengehetze zeigt eher seine Wirkungen als das Beschauliche in Jerusalem. Das "Le'at, le'at - langsam, langsam gegen "Srisut - Beweglichkeit ohne Ende bzw. auf Zack sein".

Der Schabbat wartet mit 27 Grad Hitze auf uns. Ich blieb letztendlich in Tel Aviv hängen, gehe in die Synagoge sowie zu Freunden. Strand wäre auch nicht schlecht, doch garantiert rappelvoll.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !



Tel Aviv mit Gesang von Sarit Hadad