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Montag, 24. September 2012

Yom Kippur Zeiten in Jerusalem


An der Klagemauer (Kotel) in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Morgen, am späten Nachmittag, begeht die jüdische Welt ihren höchsten Feiertag YOM KIPPUR. Sämtliche Details dazu könnt Ihr auf meinem relig. Hamantaschen – Blog nachlesen ! 

Was ich an dieser Stelle nochmals tun möchte ist, daran zu erinnern, dass am morgigen Dienstag die Egged Buss bereits gegen 14.00 Uhr nachmittags den Verkehr einstellen. Geschäfte und Restaurants schliessen ebenfalls ungefähr um dieselbe Zeit. Wer momentan in Israel herumreist und für morgen einen Trip plant, der sollte frühmorgens mit dem Bus reisen und nicht auf den letzten Drücker. 

Offiziell beginnt der Yom Kippur, ein 25 – Stunden langer Fastentag um 16.56 Uhr (Dienstag) und endet am Mittwoch gegen 18.06 Uhr.

Wer sich in Jerusalem aufhält, Jude ist und noch keinen Platz für das KOL NIDRE bzw. den Yom Kippur – G – ttesdienst hat, der findet in der Altstadt auch ohne Platzreservierung diverse Angebote. Beim Sephardic Center, bei AISH Ha'TORAH, beim Programm AISH / Heritage House / Jeff Seidel oder bei Rabbi Israel Goldberg (Chabad Rehavia).  

Ab Mittwoch abend fahren auch die Busse wieder und der Alltag läuft normal weiter. Zumindest bis zum kommenden Sonntag, denn dann beginnt abends das achttägige Sukkot (Laubhüttenfest). 

Eine Menge Feiertag also, doch mit dem Sukkot und Schmini Atzeret / Simchat Thora geht alles zuende. Leider !

Sonntag, 16. September 2012

Shana Tova - Ein Gutes Neues Jahr !


Gestern abend an der Klagemauer (Kotel)

Photo: Miriam Woelke

Allen Lesern ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 5773 !
Leider habe ich es vor Beginn des Feiertages nicht mehr geschafft, alle Kommentare durchzulassen bzw. alle e - mails zu beantworten. Ich werde dies im neuen Jahr, ab Mittwoch nachholen.:-) 

Auch gibt es dann noch mehr Photos von den gestrigen Selichot - Gebeten an der Klagemauer sowie einige Videos.

Mittwoch, 5. September 2012

Was wurde eigentlich aus den Ausgrabungen an der Mughrabi - Brücke ?

B"H

Erinnert sich noch jemand von Euch an die palästinensischen Unruhen vor ein paar Jahren als die muslimische Tempelbergwache WAKF die Welt alarmierte, dass Juden planen, den Tempelberg zu erstürmen und zurückzuerobern ?

Eigentlich hatten israelische Archäologen lediglich damit begonnen, unterhalb des Mughrabi – Tores antike Relikte auszugraben und niemand plante, irgendetwas zu stürmen. Ich erinnere mich noch an einen Freitag mittag, an dem die auf dem Tempelberg betenden Moslems mit der Randale begannen. Die israelische Polizei schickte mehrere Polizeieinheiten hinauf und auch die israelische Armeeeinheit MISHMAR HA’GVUL (Grenzpolizei) war im Einsatz. Zuerst schmissen die Moslems von oben Steine auf die unten an der Klagemauer stehenden Betenden. Von gegenüber liess es sich recht gut beobachten, was sich danach auf dem Tempelberg abspielte. Die Moslems schmissen Steine und alles, was sie fanden, auf die israelische Armee. Die Armee reagierte mit Tränengas.

Hunderte von Moslems randalierten, was das Zeug hielt und es dauerte eine Weile, bis wieder Ruhe einkehrte. Ebenso gegenüber vom Tempelberg hatten sich die BBC sowie der arabische Propagandasender AL JAZEERA postiert und dreimal dürft Ihr raten, was die berichteten und auf welcher Seite sie standen. AL JAZEERA behauptete sogar, die israelische Armee habe die betenden Palästinenser in der Al Aksa Moschee eingeschlossen. Der Nachrichtensender log, dass sich die Balken bogen und die Welt fiel drauf rein. Zufällig stand ich neben den beiden TV – Reportern und wir alle sahen, wie die Muslims randalierten und mit Eisenstangen auf israelische Polizisten losgingen. Niemand wurde eingesperrt. Leider !

Die Welt regte sich tierisch auf, doch wenig später war auch schon wieder Ruhe. Die Ausgrabungen am Mughrabi – Tor gingen weiter. Der Aufgang war mittlerweile von einem Erdbeben (im Februar 2004) zerstört worden und seitdem führt die heute noch existierende Holzbrücke von der Klagemauer auf den Tempelberg. Zwischenzeitlich hatten die Palästinenser behauptet, die Juden hätte einen Sabotageakt an der vorherigen Brücke durchgeführt und deswegen sei sie eingestürzt. So aber liess sich das Erdbeben nicht weglügen.

Heute regt sich niemand über die Brücke auf, obwohl die Palästinenser immer noch gerne Verschwörungstheorien versprühen und ausländische Journalisten darauf hereinfallen.

Hier sehr Ihr den Ort des Geschehens heute. Die Photos nahm ich vor zwei Wochen auf. 





Klagemauer (Kotel), Felsendom und die Holzbrücke vom Kotel Plaza hinauf zum Mughrabi - Tor, dem fortigen Eingang zum Tempelberg. Davor bzw. unterhalb der Brücke sieht man die archäologischen Ausgrabungen, die immer noch stattfinden.



So schaut das Ganze aus der Nähe aus.



Der weisse "Vorhang" ist kein Bestandteil der Brücke, sondern handelt es sich dabei um die Abgrenzung zur Frauenseite an der Klagemauer (Kotel).





Die Ausgrabungen. Vieles davon aus der Zeit der Byzantiner.









Copyright / Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 28. August 2012

VIDEO: Blick auf den Kotel (Klagemauer) Plaza


Das Video nahm ich vor einer Woche auf. Es zeigt den Alltag auf dem Platz vor der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt. Im Hintergrund ist der Muezzin der Al Aksa Moschee auf dem Tempelberg zu hören.

Donnerstag, 23. August 2012

Dienstag, 21. August 2012

VIDEO: An der Klagemauer

B"H

Eines der Videos, welches ich gestern abend an der Jerusalemer Klagemauer (Kotel) drehte:

Montag, 21. Februar 2011

Die Zettel in der Klagemauer (Kotel)


Photo: Miriam Woelke
B”H

Einen Touristen hörte ich sagen, dass Juden sowie Menschen anderer Religionen kleine Zettel in die Kotel (Klagemauer) stecken, weil G – tt dann sofort alles erhört und ggf. erfüllt.

Wahr oder nicht ?

Aus jüdischer Sicht ist dies eindeutig unwahr ! Es ist unerheblich, ob ich mich in Europa befinde und bete, in Sydney, auf dem Mount Everest oder am Amazonas. G – tt erhört alle Gebete und niemand muss deswegen unbedingt an die Klagemauer reisen und einen Zettel mit einer Bitte hineinstecken.

Ferner kann es viele Jahre dauern, ehe G – tt eine Bitte eventuell erfüllt. Der beste Beweis sind die jüdischen Vormütter. Sarah sowie Rebekka (Rivka) waren viele Jahre lang unfruchtbar und konnten keine Kinder gebären. Erst nach jahrelangen intensiven Gebeten erfüllte G – tt ihnen den Kinderwunsch. Dies allein lehrt uns, niemals aufzugeben, selbst wenn G – tt unsere Wünsche nicht in kürzester Zeit erfüllt.

Außerdem gibt es noch einen zweiten Grund: Manchmal richten wir Bitten und Wünsche an Ihn, bei denen Er weiß, dass eine Erfüllung nicht in Frage kommt. G – tt entscheidet, was gut für uns ist und wenn Er den Wunsch nach dem Lottogewinn partout nicht erfüllen will, so hat das seinen Grund.

Was die Kotel allerdings vom Rest der Welt unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich an dem Platz eine größere Keduscha (Heiligkeit) befindet. Adam und Eva (Chava) lebten auf dem Tempelberg, nachdem sie aus dem Paradies geflogen waren. Avraham war bereit, auf dem Tempelberg seinen Sohn Yitzchak zu opfern. Yaakov schlief dort als er den Traum mit der Leiter und den Engeln hatte und als G – tt das Universum erschuf, so befand sich der physikalische Ausgangspunkt dort, wo heute der Tempelberg steht. Als in den beiden Tempeln Opferungen dargebracht wurden, stieg der Rauch direkt zu G – tt auf. Und zwar in einer Linie.

Laut dem Talmud steigen am Tempelberg die Gebete direkt zu G – tt auf. Und das ohne jegliche Zettel. Wer in der Diaspora betet, dessen Gebete “reisen” erst nach Israel, dann nach Jerusalem und danach zum Tempelberg. Wer dagegen an der Klagemauer betet, der führt sozusagen ein Lokalgespräch mit G – tt und seine Gebete gehen keinerlei Umwege.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Schavuot & Schabbat

Tausende versammeln sich am Morgen von Schavuot vor der Kotel (Klagemauer) und beten das Morgengebet Schacharit.

B"H

In der jüdischen Welt dreht sich momentan alles um den morgen abend beginnenden Feiertag
SCHAVUOT (Wochenfest). In Jerusalem werden die Lebensmittelgeschäfte / Märkte nur so gestürmt und alle kaufen ein als gebe es morgen nichts mehr zu essen.

Der Feiertag selbst geht sofort am Freitag abend in den Schabbat über und für Israel gilt, dass ab dem morgigen (Donnerstag) Spätnachmittag bis zum Mozzaei Schabbat (Samstag abend nach Schabbatende) nichts mehr geht. Keine Busse oder Geschäfte. Dies gilt insbesondere für Jerusalem, wo allerdings die Shops in Ostjerusalem geöffnet haben.

Freitag morgen gegen 4.00 Uhr früh wird es an der Klagemauer (Kotel) voll, denn Tausende Menschen werden zum Morgengebet Schacharit erwartet. Daher werden die Sicherheitskontrollen dementsprechend hoch sein ! Schon am Jaffa - Tor (einer der Tore zur Altstadt) werden Polizei und Armee versammelt sein.

Wer per EGGED Bus reist, der sollte sich darauf vorbereiten, dass der Busverkehr am morgigen nachmittag (Donnerstag) eingestellt wird ! Postämter, Banken, etc. sind ebenso bis zum Sonntag morgen geschlossen !
Vorab schon einmal "Chag Sameach - Einen schönen Feiertag" !!!

Donnerstag, 21. Mai 2009

Yom Yerushalaim

B"H


Das Tempelinnere



Jerusalem feiert heute ganz groß Jerusalemtag und der traditionelle "Marsch der Flaggen - March of the Flags" findet heute nachmittag statt.

Vor 42 Jahren gewann Israel den Sechs - Tage - Krieg gegen sämtliche angreifenden arabischen Staaten. Darüber hinaus wurde die Jerusalemer Altstadt zurückerobert, welche sich seit 1948 in der Obhut der Araber befand und es kaum einem Juden erlaubt war, sie zu betreten geschweige denn an der Kotel (Klagemauer) zu beten.

Nach dem Sechs - Tage - Krieg stürmten Juden aus aller Welt an die Kotel, um dort zu beten. Damals wurde das als wahres Wunder angesehen und Israel befand sich nach dem gewonnen Krieg auf dem Höhepunkt. Im Gegensatz zu heute, wo jedes andere Land meint, Israel alles vorschreiben zu können, war Israel zu der Zeit hoch anerkannt und kein ausländischer Politiker traute sich, den Mund aufzureissen.

Hoffen wir, dass der Zustand bald wieder hergestellt wird, wenn der Meschiach kommt. Genauso wie es in den Propheten verhergesagt wird.

Wenn Araber behaupten, es hätte niemals Juden und einen Tempel in Jerusalem gegeben: Hier die aktuellsten archäologischen Funde aus der Zeit. Ist der Name "Jerusalem" ein einziges Mal im Koran erwähnt ?
Die Antwort lautet NEIN und Mohammed war niemals in unserer Stadt.

Genau genommen ist erst am morgigen Freitag "Yom Yerushalaim", doch wurden die Feiern auf heute vorverlegt. Grund: Der morgen abend beginnende Schabbat !

Der "Marsch der Flaggen" findet heute nachmittag statt und Tausende nationalreligiöse Jugendliche ziehen durch die Innenstadt bis hinunter zur Klagemauer. Besonders die Yeshiva "Mercaz HaRav" aus dem nationalrelig. Stadtteil Kiryat Moshe feiert diesen Tag ausgiebig.

Aufgrund des "March of the Flags" wird heute nachmittag die gesamte Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Busse werden über HaNevi'im Street umgeleitet !


Montag, 4. Mai 2009

Die Stadt König Davids und das Dorf Silwan

B"H

Wer von der Klagemauer (Kotel) Richtung Dung Gate geht, nach dem Tor links abbiegt und sich dann rechts hält, der gelangt nach wenigen Metern zur "City of King David - עיר דוד - der Stadt König Davids". David hatte dort seinen Palast und vor sowie während der Ersten Tempelperiode befand sich Jerusalem genau an dem Ort. Erst später weitete es sich aus.
Davids Sohn Salomon baute den Ersten Tempel, der sich genau gegenüber der Stadt Davids befindet.

Heutzutage wird die "Stadt König Davids" von einigen jüdischen Familien bewohnt, ansonsten dient sie als Museum mit unzähligen Ausgrabungen. Es wird gebuddelt und ständig kommen neue antike Kostbarkeiten ans Tageslicht, wie, z.B., Briefsiegel aus der Zeit der Propheten. Man ist noch lange nicht am Ende und jedesmal, wenn ich die Lokalität besucht, schaut sie anders aus. Neue Ausgrabungen fanden statt und es gibt immer mehr zu sehen.



Ausgrabungen in der "Stadt König Davids" inmitten von Silwan

Rund um die Stadt König Davids befindet sich das palästinensische Dorf Silwan. Ja, die Stadt Davids schaut richtig eingebettet aus. Hier die Palästinenser und dort das Eingangstor zur Stadt Davids mit Wachposten rundherum.


Blick auf Silwan aus Sicht des Tempelberges

Der neue Innenminister Eli Yishai (sephardisch - haredische SHASS - Partei) will aus der Gegend um die Stadt eine jüdische Ansiedlung machen. Juden sollen neben den Palästinensern wohnen, denn gerade die Stadt König Davids beweist, dass an dem Fleck das jüdische Herz schlägt. Hier lebten unsere Vorfahren noch ehe es überhaupt ein selbsternanntes palästinensisches "Volk" gab. Wieso also sollen wir dort nicht bauen und uns ansiedeln ?

Die Palis schlagen schon Alarm und wenn ihnen keiner zuhört, dann jammern sie ins Ausland. Und im Ausland wiederum hat kaum jemand eine Ahnung um was es genau geht, steigt aber mit in das Gejammer und die Drohgebärden gegen Israel mit ein.


Wer weiss schon, dass Silwan noch gar nicht so lange existiert ?
Noch zur Jahrhundertwende bis in die Dreissiger Jahre hinein lebten dort JUDEN !
Juden aus dem Jemen, die nach Israel gekommen waren und wer seine Augen richtig aufmacht, der sieht an den allerersten Häusern von Silwan, nahe dem Kidron - Tal, Zeichen von Mezuzot an den Türpfosten.

Innenminister Eli Yishai

Beschäftigt man sich dagegen weniger bis gar nicht mit der Geschichte, dann kann einem Silwan schon antik erscheinen, denn es schaut verrottet und verdreckt aus. Dabei ist es insgesamt erst ca. knappe 70 Jahre alt. Nach 1948 gehörte es zu Jordanien, ebenso wie weite Teile Jerusalem; während des Sechs - Tage - Krieges (1967) jedoch wurde es wieder ein Teil von Israels.

Wer also hat mehr Anspruch auf das Gebiet zwischen Öl - und Tempelberg ?


Silwan

Donnerstag, 2. April 2009

Bitte um himmlische Unterstützung

B"H

Der neu ernannte Premierminister Benjamin Netanyahu besuchte gestern nachmittag die Kotel (Klagemauer). Links im Bild: Netanyahus Sohn Avner.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Schutzgeld - Mafia an der Klagemauer

B"H

Egal, ob Israeli oder Tourist, wer hat es noch nicht erlebt ?
Schon die Treppen hinunter zum Kotel Plaza (Klagemauer) sind gespickt mit nervigen Bettlern. Ständig wird einem eine Hand oder ein Plastikbecher vorgehalten, in den man gefälligst ein paar harte EURO stopfen soll.

Schon vor den Treppen sitzt Levana, die ihr "Business" seit Ewigkeiten betreibt. Sie verteilt die typischen sephardischen roten Wollbänder, die man sich, wenn man abergläubisch genug ist, an den "Bösen Blick" zu glauben, um das Handgelenk binden kann. Gerüchte besagen, Levana habe sich so mehrere Häuser erwirtschaftet. Sie selber bestreitet das energisch.

Am unteren Ende der Treppen warten stets zwei oder drei als Breslover Chassidim verkleidete Bettler. Zwischen ihnen und Levana herrscht Krieg, denn jeder sieht sein "Einkommen" durch den anderen gefährdet.

Vor der Kotel (Klagemauer) dann geht es erst richtig los. Vor allem als Tourist wird man angefahren, dass man spenden solle. Auf der Männerseite gibt es Yishai, der sich neben der Sozialhilfe so mehrere Essenseinladungen ins Luxushotel "King David" erwirtschaftete. Die Bettelei zahlt sich also aus.



Bettelei im Klagemauer - Bereich


Jetzt flog einen ganze Bande auf. Mindestens vier Leutchen sollen die regulären Bettler geschröpft haben. Die Schutzgeld - Mafia an der Klagemauer sozusagen.

Was es nicht alles gibt ...

Dienstag, 21. Oktober 2008

Ausgrabungen vor dem "Mughrabi Tor"

B"H

Erinnert sich noch jemand an die Vorfälle vor fast zwei Jahren ?
Erst schlugen die Palis samt Weltbevölkerung Alarm: Da graben die Juden vor dem "Mughrabi Tor", gleich neben der Kotel (Klagemauer) herum und das sei bestimmt alles nur Tarnung. In Wahrheit sollen nämlich die Moslems vorm Tempelberg verdrängt werden.

Was für idiotische Anschuldigungen damals schon !
Eigentlich verursachte den Streit jene Brücke, welche nach einem Erdbeben ein Jahr zuvor fast vollständig in sich zusammenfiel. Die Stadtverwaltung plante den Bau einer neuen Brücke, jedoch stieß man an jener Stelle auf historische Funde aus der Zeit der Byzantiner. Also kamen die Archäologen und begannen das Buddeln. Die Moslems hingegen waren sauer, denn sie wollen alles wahrhaben, nur nicht einen antike jüdische Tempelpräsenz. Die zwei Tempel habe es nie gegeben und alles sei schon immer Mohammeds und Allahs gewesen. Selbst dann, wenn Mohammed niemals in Jerusalem war und der Koran unsere Stadt kein einziges Mal erwähnt.

Was also ist aus den Ausgrabungen, der neuen Brücke und dem Konflikt überhaupt geworden ? Damals schalteten viele TV - Stationen (z.B. BBC) live zu den Ausschreitungen auf dem Tempelberg.
Gegraben wird nach wir vor und es kamen Ruinen einer ganzen Siedlung zutage. Die Palis regen sich schon längst nicht mehr auf und betrachten alles als normal. Die neue Holzbrücke ist nach wie vor provisorischer Natur, bleibt aber vorerst erhalten, denn die Ausgrabungen sind noch in vollem Gange.

Soviel zum ehemaligen Weltgeschehen mit dem kleinen Blick in die nahe Vergangenheit.