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Sonntag, 7. Oktober 2012

Hoshana Rabbah an der Klagemauer (Kotel)



Heute morgen stand ich bereits um 6.30 Uhr an der Klagemauer (Kotel) und nahm ein paar Videos vom heutigen Hoshana Rabbah Gebet auf. Im Hintergrund schütteln jüdische Männer den Lulav, wobei Frauen sich gleichfalls daran beteiligen können. 

Der Kotel Plaza war voll und außer den Videos machte ich viele Photos, die ich dieser Tage auf die Blogs verteilen werde. 

Links:


Weitere Preissteigerungen nach Sukkot


Am letzten Freitag auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt. 
In Jerusalem ist meine Freitagszeremonie stets dieselbe: Morgens geht es zum Obst – und Gemüseeinkauf auf den Machane Yehudah Markt. Danach heim und es wird für den Schabbat gekocht und geputzt.

Photo: Miriam Woelke
B"H


Vielleicht können es einige nicht mehr hören, doch am morgigen Sonntag ist schon wieder ein jüdischer Feiertag. Abends beginnen die Feste SCHMINI ATZERET und SIMCHAT THORA, welche den Abschluß des Sukkot (Laubhüttenfest) bilden. Zwar sind sie nicht mehr Bestandteil des Sukkot, sondern eigenständige Feiertage, doch der Einfachheit halber sage ich einmal, dass mit den beiden Festen das Sukkot in Israel am Montag abend offiziell sein Ende findet. In der Diaspora wird dies erst Dienstag abend der Fall sein.

Der morgige Sonntag jedoch gleicht erst einmal wieder einem Freitag. Geschäfte und Restaurants sind bis nachmittags geöffnet und gegen 16.00 Uhr dürften auch die Egged Busse ihren Verkehr einstellen. Ab Montag abend 18.00 Uhr ist alles vorbei und der Alltag kehrt wieder ein. Der nächste jüdische Feiertag erfolgt erst wieder im Dezember mit CHANUKKAH.

Ab Dienstag sind alle Ministerien und die Stadtverwaltungen geöffnet.

Nach Sukkot sowie im November werden erneute drastische Preissteigerungen erwartet. Coca Cola will seine israelischen Preise um fast 6 % anziehen und auch Obst und Gemüse stehen Teuerungsraten bevor. Der Lebensmittelproduzent OSEM will mitziehen und verteuert Israels beliebtes Junk Food BAMBA. Weiter im  "Teuerungsgespräch" befinden sich auch einmal wieder die Milchprodukte und wir können uns schon einmal auf noch höhere Lebensmittelpreise "freuen".

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Die Jerusalemer Altstadt an Sukkot (Laubhüttenfest), Teil 1


Blick auf die Jerusalemer Altstadt



Im jüdischen Altstadtviertel



Fast jedes Jerusalemer Restaurant besitzt eine Sukkah (Laubhütte) an Sukkot.



Die riesige Sukkah vor der Hurvah Synagoge



Die wiedererbaute Hurvah Synagoge



Die Massen strömen vor allem zur Klagemauer (Kotel).



Sukkah aufm Dach





Israelische Grenzpolizei (Mischmar Ha'Gvul) sorgt für die Sicherheit im juedischen Viertel. Es passiert nicht gerade selten, dass Araber aus ihrem nahegelegenen Viertel auftauchen und Juden bedrohen.



Treppe hinunter zur Klagemauer

Copyright / Photos: Miriam Woelke


Bis zum Montag abend noch feiern wir Sukkot bzw. am Ende von Sukkot, die Feste Hoshana Rabbah, Shmini Atzeret sowie Simchat Thora. Ab Dienstag kehrt der Alltag wieder ein. Noch ein paar weitere Tage also ist halb Israel auf den Beinen wobei Ausflüge in die Natur besonders beliebt sind. Es gibt Zeiten, da brechen die Websites der lokalen Ausflugorte fast zusammen.

Und wenn Urlaub angesagt ist, hat der Israeli wenig im Sinn mit Politik und all den Alltagssorgen. Eher wird sich gerade dann in das Privatleben zurückgezogen und Familie gelebt.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

SUKKOT: "Menschenmassen an der Klagemauer"



B"H

Das zweite Video, welches ich heute morgen an der Klagemauer aufnahm. Das erste Video findet Ihr HIER !

Menschenmassen strömen hinunter zur Klagemauer und im Hintergrund sehr Ihr den Tempelberg, den Felsendom, die Al Aksa Moschee sowie den Ölberg. 

Derweil gehen in Jerusalem die Sukkot – Feierlichkeiten weiter. Ab morgen soll es, laut Wetterbericht, kühler werden und der Regen wird sich erneut einstellen. Ehrlich gesagt, freue ich mich auf die kühlere Jahreszeit, denn seit ca. April hatten wir keine 24 Grad Celsius mehr.

"Der Segen der Tempelpriester" - Birkat Ha'Cohanim" an der Klagemauer (Kotel)


B"H

Ich war heute früh ebenfalls in der Altstadt an der Klagemauer (Kotel) zum priesterlichen Segen BIRKAT HA'COHANIM, doch das obige Video wurde von einem Mann auf der Männerseite der Klagemauer aufgenommen. Frauen dürfen dort nicht hin und somit wirkt mein Birkat Ha'Cohanim Video etwas "zu weit weg". Dafür nahm ich andere Videos auf, die ich momentan auf Youtube uploade und danach in die Blogs stelle. 

Vielleicht fällt es einem Diaspora – Juden nicht unbedingt leicht, die tolle Sukkot - Atmosphäre in Jerusalem nachzuvollziehen. Tausende Israelis und Juden aus aller Welt sind derzeit hier in der Stadt auf den Beinen und feiern Sukkot (Laubhüttenfest) anhand allerlei Attraktionen. Das jüdische Altstadtviertel ist dermassen überlaufen, dass ich mich nach dem Birkat Ha'Cohanim gleich wieder nach Hause abseilte. Es war kaum ein Durchkommen und die Menschenmassen schieben sich nur allmählich durch die engen Gassen der Altstadt. 

Heute abend muss ich nochmals ins Getümmel, denn ich gehe zu einer Sukkot Party sowie zu den chassidischen Gruppen in Mea Shearim. Photographieren und Videos aufnehmen. 

Das Problem mit den Videos ist, dass das Upload auf Youtube unendlich lange dauert und ich deswegen hinterherhinke. Außer den heutigen Videos von der Klagemauer uploade ich die Thorafeier in der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch) vom letzten Donnerstag. 

Obwohl sich Netanyahu und der kleine arrogante Zwerg, Verteidigungsminister Ehud Barak, derzeit zoffen, schert sich kaum ein Israeli darum. Das Land befindet sich im kollektiven Urlaub und Barak kann versuchen sich so wichtig zu machen wie er will, interessieren tut es niemanden. Keiner will mehr Ehud Barak und er selber bleibt der Einzige, der das immer noch nicht begriffen hat.

Dienstag, 2. Oktober 2012

SUKKOT (das Laubhüttenfest) in Jerusalem


Am Kikar Shabbat im ultra - orthodoxen Mea Shearim / Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

B"H

Dieser Tage wird bis Anfang nächster Woche SUKKOT bzw. Simchat Thora gefeiert und viele Besucher fragen sich, wo in Jerusalem die besten Feiern ablaufen. Gerade in der Hauptstadt findet sich ein riesen Aufgebot an Festivals zum Fest.

Da wäre, z.B., morgen (Mittwoch) früh der BIRKAT HA'COHANIM (Segen der Tempelpriester) an der Klagemauer (Kotel). Der Segen findet inmitten des Morgengebetes Schacharit statt. Jeder darf an die Klagemauer, doch wird bereits frühmorgens alles restlos überfüllt sein. Auch das nahegelegene jüdische Altstadtviertel wird aus allen Nähten platzen, denn Tausende Juden aus ganz Israel sowie dem Ausland wollen ihren Feiertag geniessen. Wen es in die jüdische Altstadt zieht, der esse vorher und bringe sich etwas zu Trinken mit, denn die Preise dort liegen enorm hoch.

Neben dem morgigen Segen werden die ganze Woche über weitere Altstadtaktivitäten laufen. Darunter die bekannten Führungen der Yeshiva (relig. Schule) ATERET COHANIM. Bei einem Rundgang werden im arabischen / christlichen Viertel aufgekaufte Häuser gezeigt, die von Ateret Cohanim aufgekauft wurden und wo seither Juden wohnen. Und das mitten unter muslimischen und christlichen Arabern. Besagte Führungen sind kostenlos, finden aber nur in hebräischer Sprache statt !





An Sukkot zieht es Tausende Israelis in die Natur und somit sind Parks, das Tote Meer, die Mittelmeerstrände, die Berge im Norden, etc. alle überlaufen. Den Kindern werden zahlreiche Aktivitäten in den lokalen Shopping Malls geboten und relig. Juden zieht es abends meist in den ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim. Hier jedoch sind nichtjüdische Besucher weniger erwünscht, denn immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass sich christliche Missionare versuchten sich breitzumachen. Aber selbst Juden bleiben dieser Tage viele chassidische Synagogen Mea Shearims verschlossen, denn wegen Überfüllung wird nur Mitgliedern der Zugang gestattet.

Ich denke, dass jeder seine Nische finden wird und etwas zu feiern hat. Eigentlich wollte ich ein paar Tage in den Norden fahren, doch alles ist dermassen überfüllt, dass ich die Trips erst nach Sukkot mache. In der Zwischenzeit gehe ich in die Altstadt sowie nach Mea Shearim und mache Photos und Videos von den Aktivitäten. Und allein damit bin ich eh ausgebucht und brauche dieser Tage keine Reise.:-)

Link:

Trip mit "Ateret Cohanim" 


MOADIM le'SIMCHA - Schöne Zwischenfeiertage an alle Leser !

Auf einem Jerusalemer LULAV Markt an Sukkot 2012

B"H

Das nachfolgende Video nahm ich am 28. September 2012 auf einer der vielen Jerusalemer LULAV Märkte auf. Und zwar auf dem Markt an der Jaffa Road / gegenüber dem Machane Yehudah Markt.

Viel Spass beim Ansehen !


Sonntag, 30. September 2012

Das Laubhüttenfest SUKKOT beginnt in wenigen Stunden

B"H 

Photo: Miriam Woelke


Am letzten Donnerstag nahm ich an der Einweihung einer neuen Thorarolle im Chabad Haus im Jerusalemer Stadtteil Rehavia teil. Eine tolle Feier, bei der ich viele Photos machte und einige Videos drehte. All das werde ich im laufe dieser Woche in meine Blogs stellen. 

Heute abend beginnt das achttägige Sukkot (Laubhüttenfest) und auch hierzu werde ich von den Events in Jerusalem berichten. Mit vielen Bildern und Videos. 

Sukkot in Jerusalem zu verbringen ist mit das Beste, was einem passieren kann und ich hoffe, anhand der Bilder die hiesigen Stimmungen den Juden in der Diaspora zu vermitteln. 

Auf Benjamin Netanyahus verkorkste Cartoon Skizze ("Bibi Bomb", siehe Sketch aus der heutigen YEDIOT ACHARONOT)), die er bei der UNO hochhielt, muss man nicht unbedingt eingehen. Kurz gesagt, die Welt und Israel lachten sich kaputt über den Donald Duck ähnlichen Bibi Cartoon. 

Am Schabbat hatte ich über Nacht Gäste und gestern abend dann, man höre und staune, zog allmählich der "Winter" ein. Trotz einer Hitze von 33 Grad Celsius begann es zu regnen. Nur ein paar Tropfen, aber es war der erste Regen seit April. Obwohl es immer noch sehr warm und schwül ist, trübt es sich ein und für Sukkot ist noch mehr Regen angesagt. 

Heute ist in Israel nur wieder ein "halber" Tag, denn um 17.00 Uhr beginnt das Laubhüttenfest. Morgen (Montag) ist Feiertag und alles wird geschlossen sein. Ab ca. 18.30 Uhr werden die Busse allerdings wieder fahren und dann geht es so richtig los mit den Sukkotfeiern. Ab Dienstag werde ich über viele Events aus Jerusalem berichten. 



Eine der vielen Hundert Sukkot (Laubhütten) in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

CHAG SAMEACH – SCHÖNE FEIERTAGE ! 

Donnerstag, 27. September 2012

Die Hitze ist wieder da

B"H

Und da dachte ich glatt, der Herbst stellt sich so langsam ein, aber wieder nichts. Die Sonne sticht und die Gluthitze meldet sich zurück. Anstatt der angenehmeren 27 Grad Celsius leiden wir heute in Jerusalem unter 31 Grad Celsius und morgen sowie am Shabbat sogar unter 33 Grad Celsius. Manche behaupten ja bereits, dass auf diesen ungewöhnlich langen und super heissen Sommer ein strenger Winter mit Schnee (in Jerusalem) folgen wird. Hoffen wir es. 

Ab Sonntag abend feiern wir Juden eine Woche lang das Laubhüttenfest Sukkot und meine Nachbarschaft hat ihre Laubhüttchen schon fertig aufgestellt. 





Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 25. September 2012

Gmar ve'Chatimah Tova !

B"H

Schana Tova & Gmar ve'Chatimah Tova an alle Juden dieser Welt !



Jerusalems Jaffa Road heute morgen



Feiertagseinkauf auf dem Machane Yehudah Markt



Am Machane Yehudah Markt

Photos: Miriam Woelke

Zum Yom Kippur


 Aus der gestrigen INTERNATIONAL HERALD TRIBUNE

B"H 

Bis ca. 16.00 Uhr wird noch gegessen und getrunken und danach gehen wir geradewegs in den höchsten jüdischen Feiertag YOM KIPPUR. Ich bin gerade am Kochen und frisches Obst als Dessert besorgte ich heute früh auf dem Machane Yehudah Markt. 

27 Grad Celsius erwarten die Jerusalemer zum 25 Stunden dauernden Yom Kippur. Temperaturen, die, ohne Wasser, nicht gerade leicht zu bewältigen sind. Aber es hätte auch noch wärmer werden können und mit "nur" 27 Grad sind wir gut bedient. 

Eine aktuelle Statistik lautet, dass 64 % der jüdischen Bevölkerung Israels fastet. Der Yom Kippur gilt bei fast allen als ernster Tag; gerade in der heutigen Zeit, in welcher ein neuer Krieg drohen könnte. Morgen spricht Achmadinejad vor der UNO Vollversammlung und läßt sicherlich keine Gelegenheit aus, den Juden am Yom Kippur die Gaskammer an den Hals zu wünschen. Barak Hussein Obama bekleckerte sich auch nicht gerade mit Ruhm und ignoriert die Gefahr, welche von den arabischen Ländern ausgeht einfach weg.



Montag, 24. September 2012

Yom Kippur Zeiten in Jerusalem


An der Klagemauer (Kotel) in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Morgen, am späten Nachmittag, begeht die jüdische Welt ihren höchsten Feiertag YOM KIPPUR. Sämtliche Details dazu könnt Ihr auf meinem relig. Hamantaschen – Blog nachlesen ! 

Was ich an dieser Stelle nochmals tun möchte ist, daran zu erinnern, dass am morgigen Dienstag die Egged Buss bereits gegen 14.00 Uhr nachmittags den Verkehr einstellen. Geschäfte und Restaurants schliessen ebenfalls ungefähr um dieselbe Zeit. Wer momentan in Israel herumreist und für morgen einen Trip plant, der sollte frühmorgens mit dem Bus reisen und nicht auf den letzten Drücker. 

Offiziell beginnt der Yom Kippur, ein 25 – Stunden langer Fastentag um 16.56 Uhr (Dienstag) und endet am Mittwoch gegen 18.06 Uhr.

Wer sich in Jerusalem aufhält, Jude ist und noch keinen Platz für das KOL NIDRE bzw. den Yom Kippur – G – ttesdienst hat, der findet in der Altstadt auch ohne Platzreservierung diverse Angebote. Beim Sephardic Center, bei AISH Ha'TORAH, beim Programm AISH / Heritage House / Jeff Seidel oder bei Rabbi Israel Goldberg (Chabad Rehavia).  

Ab Mittwoch abend fahren auch die Busse wieder und der Alltag läuft normal weiter. Zumindest bis zum kommenden Sonntag, denn dann beginnt abends das achttägige Sukkot (Laubhüttenfest). 

Eine Menge Feiertag also, doch mit dem Sukkot und Schmini Atzeret / Simchat Thora geht alles zuende. Leider !

Freitag, 21. September 2012

In Israel endet die Sommerzeit


Fünf Tage nach dem Yom Kippur beginnt am Abend des 30. September das Laubhüttenfest SUKKOT. In Jerusalem sieht man bereits überall Laubhütten stehen. 

Das Photo zeigt den Laubhüttenverkauf im Jerusalemer Stadtteil Talpiyot. 

Photo: Miriam Woelke

B"H 

In der Nacht von Samstag (Schabbat) und Sonntag endet in Israel offiziell die Sommerzeit und die Uhren werden damit eine Stunde zurückgestellt ! 

Die Sommerhitze von ca. 30 Grad Celsius bleibt uns aber leider noch erhalten. Nach dem wahnsinnig langen Sommer in diesem Jahr freue ich mich ausnahmsweise einmal auf die kalte Jahreszeit.:-)

Mittwoch, 19. September 2012

Die hohen jüdischen Feiertage sind noch nicht vorüber

B"H

Auf meinem relig. Hamantaschen - Blog findet Ihr eine kleine Auflistung der derzeitigen hohen jüdischen Feiertage. Darüber hinaus findet Ihr ein Video von den Selichot – Gebeten vor Rosh Hashana. Aufgenommen an der Klagemauer (Kotel). 

Obwohl sich das Wetter immer noch nicht abgekühlt hat und die Sonne nach wie vor bei 30 Grad Celsius vom Himmel herunterbrennt, herrscht in Jerusalem Feiertagsstimmung. Zwei weitere hohe Feiertage stehen an, nämlich der Yom Kippur sowie das Laubhüttenfest SUKKOT.

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 16. September 2012

Shana Tova - Ein Gutes Neues Jahr !


Gestern abend an der Klagemauer (Kotel)

Photo: Miriam Woelke

Allen Lesern ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 5773 !
Leider habe ich es vor Beginn des Feiertages nicht mehr geschafft, alle Kommentare durchzulassen bzw. alle e - mails zu beantworten. Ich werde dies im neuen Jahr, ab Mittwoch nachholen.:-) 

Auch gibt es dann noch mehr Photos von den gestrigen Selichot - Gebeten an der Klagemauer sowie einige Videos.

Samstag, 15. September 2012

Jerusalem hat 804,400 Einwohner


Blick auf die Altstadt von Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H


Immer noch hinke ich hinterher mit der Beantwortung von Leser e – mails, aber diejenigen, die sich hiermit angesprochen fühlen, erhalten noch Antwort. 

Heute Nacht nach Schabbatausklang ist die letzte Nacht, in welcher wir die Selichot – Gebete vor Rosh Hashana sprechen und mit Freunden werde ich mich etwas später zur Klagemauer (Kotel) aufmachen. Zum Beten und ein Video werde ich auch drehen und auf Youtube bzw. in den Blog stellen. 

Tausende Juden werden heute Nacht an der Kotel sein. Aus dem ganzen Land trudeln Busse mit relig., traditionellen und säkuleren Juden ein, die vor dem morgen abend beginnenden Rosh Hashana nochmals zur Klagemauer wollen. Gerade vor den hohen Feiertagen, wie jetzt dem jüdischen Neujahr sowie eine Woche danach, am Yom Kippur, macht sich dann doch die jüdische Seele bemerkbar und plötzlich kommt das Gewissen auf. 



Im Armenischen Altstadtviertel

Photo: Miriam Woelke


Das Jerusalemer Wochenblatt HA'IR veröffentlichte in seiner gestrigen Ausgabe ein paar interessante Zahlen. Demnach leben derzeit 804,400 Menschen in Jerusalem. Davon sind 499,400 Bewohner Juden, bei 281,100 Bewohnern handelt es sich um Moslems und 14,700 Bewohner sind Christen. Ferner halten sich in der Stadt 9000 Menschen ohne Religionszugehörigkeit auf. 

Von den 499,400 jüdischen Jerusalemern sind 34 % Haredim (ultra – orthodoxe Juden), weitere 19 % bezeichnen sich als religiös, weitere 27 % bezeichnen sich als traditionell und 19 % identifizieren sich als säkulere Juden. 

Innerhalb dieses Jahres zogen 17,800 Bewohner aus der Stadt weg, 10,400 Menschen jedoch zogen neu nach Jerusalem. 

Jerusalem sieht sich dem ernsthaften Problem konfrontiert, dass immer mehr jüngere Bewohner der Stadt den Rücken kehren. Die Hauptgründe sind fehlende Arbeitsplätze und hohe Mieten. Entweder verschlägt es einen in die teilweise billigeren Orte um Jerusalem wie Beit Shemesh, Modi'in oder Givat Ze'ev oder man geht gleich ganz nach Tel Aviv und erhofft sich dort mehr Lebensqualität. 

Bei mir fliegen morgen die Fetzen, denn ich muss einkaufen, putzen und vorkochen. Im Supermarkt erwarte ich den Kundenkrieg an den Kassen.:-) Heute nacht an die Klagemauer, morgen rechtzeitig zum Einkaufen raus und morgen abend zum Fest bin ich dann erledigt.

Falls ich vor dem Fest zum Bloggen keine Zeit mehr finde:

ALLEN LESERN ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 5773 !

Schana Tova + Chatima Tova, wie wir in Israel sagen. Ein gutes Neues Jahr und eine gute Unterschrift (auf dass G - tt einen gnädig auf ein weiteres Jahr richte) !

Morgen abend beginnt ROSH HASHANA


Das aktuelle Titelbild des haredischen (ultra - orthodoxen) Wochenmagazines MISHPACHA zum Rosh Hashana

Photo: Miriam Woelke

B"H 

Morgen (Sonntag) abend beginnt das neue jüdische Jahr 5773, aber trotzdem nochmals zur Erinnerung: 

Die zwei Feiertage des Rosh Hashana sind nicht nur ein jüdischer Feiertag, sondern an diesen beiden Tagen richtet G – tt die gesamte Welt. Juden sowie Nichtjuden. Das Schicksal unseres Erdball und Universum wird von Sonntag bis Dienstag abend auf ein weiteres Jahr festgelegt und Nichtjuden sind darin ebenso mit inbegriffen. Juden haben zwar mit der Besiegelung ihres Urteil noch bis zum Yom Kippur (wenige Tage nach dem Rosh Hashana) Zeit, dennoch gilt Rosh Hashana als "Der Tag des G – ttesgericht". 

Auch möchte ich die momentanen Israelbesucher daran erinnern, dass der morgige Sonntag wie ein Freitag gehandhabt wird. Bedeutet, die Geschäfte sind lediglich bis zum späten Nachmittag geöffnet. Zur selben Zeit stellen die Busse ihren Verkehr bis zum Dienstag abend gegen 19.00 Uhr ein. Banken, Ministerien, Stadtverwaltung, Post – all dies ist bis zum Mittwoch geschlossen. Erst ab Mittwoch früh kehrt wieder der Alltag ein. 

Wer Rosh Hashana in Jerusalem verbringt: 

Wegen der Unruhen von Islamisten in aller Welt wird gerade die Hauptstadt zum Sicherheitstrakt. Tausende Polizisten sollen den Feiertagsfrieden sichern. Immerhin flogen gestern schon am Damaskustor in Ostjerusalem die Fetzen, nachdem ein paar Palästinenser aufgrund des "Muhammad Films" zu randalieren begannen. Wie die Sudanesen beim Sturm auf die Deutsche Botschaft, so suchen auch die Palästinenser immer nach einem neuen Randalegrund. Der "Muhammad Film" (offenbar von einem ägyptischen Kopten produziert) gilt als willkommener Anlass einmal wieder so richtig auf den Putz zu hauen. 

Zum Rosh Hashana selbst: 

Die zwei Feiertage werden zumeist in beim Synagogeng – ttesdienst verbracht, der außergewöhnlich lang sein wird. Hinterher wird festlich gespeist. 

Kann man nun als nichtjüdischer Tourist in eine Synagoge gehen und sich den Service anschauen ? 

Normalerweise nicht, denn gerade zu den hohen Feiertagen werden die Synagogenplätze im voraus bestellt und das gegen Bezahlung. Für Juden gilt dasselbe Problem, doch wissen die fast immer, wohin man sich wendet, um doch noch einen Platz zu erhaschen.:-)

Donnerstag, 13. September 2012

Das gibt es nur in Jerusalem



SHANA TOVA - EIN GUTES NEUES JAHR, so heisst es auf fast allen EGGED Stadtbussen. Am Sonntag abend beginnt Rosh Hashana und Jerusalem ist vorbereitet.:-)



Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 12. September 2012

Nicht alle sehen einem freudigen Rosh Hashana entgegen

B"H

Trotz der Schlagzeilen, dass Netanyahu und Obama sich wieder einmal zoffen und die israelische Fussballnationalmannschaft das WM – Qualifikationsspiel gegen Russland mit 0:4 verlor, will ich das Augenmerk auf eine andere aktuelle Begebenheit richten:

Am nächsten Sonntag abend beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana. Das Fest dauert dauert bis zum Dienstag abend, was bedeutet, dass ab dem späten Sonntag nachmittag bis zum Dienstag abend die meisten Geschäfte geschlossen sind. In Tel Aviv oder Haifa hat sicherlich mehr geöffnet als in Jerusalem. Allgemein jedoch fahren keine Busse und wer am Montag oder Dienstag irgendwo mit dem Bus unterwegs zu sein plant, sollte umdenken, denn die Busse fahren erst wieder am Dienstag gegen 19.30 Uhr.

Keine Ämter oder Banken, denn das Land befindet sich kollektiv im Feiertag. Tausende Israelis nutzen dieses Wochenende sowie Rosh Hashana für einen Auslandstrip und der Ben Gurion Flughafen wird gestürmt. In den Supermärkten tritt so langsam das Chaos an den Kassen ein, weil viele Israelisbei zwei Feiertagen meinen, es gebe nächste Woche nichts mehr zum Essen und deswegen wird tierisch eingekauft.

Trotz all der anstehenden Feiertage sollten wir nicht vergessen, dass es für Tausende Juden kein frohes Fest wird, weil es ganz einfach am Geld fehlt, ein festliches Mahl zu besorgen. Zwar werden an Essenspakete mit Wein, Reis, Fleisch und Knabberzeug an bedürftige Familien ausgeteilt, trotzdem ist es ein Unterschied, ob ich etwas allein kaufe oder als Spende erhalte.

Außerdem gibt es diejenigen, welche den Feiertag im Krankenhaus verbringen. Keine so tolle Vorstellung und ich wünsche all jenen eine gute Besserung und ein Gutes Neues Jahr 5773 !

Gestern verbrachte ich den gesamten Nachmittag bei der 19 – jährigen Amerikanerin Jordan H. im Hadassah Ein Kerem Hospital. Voraussichtlich am Sonntag soll es zurück in die Staaten gehen, wo Jordan mindestens 1 – 2 Monate intensive Physiotherapie in einer Reha – Klinik vor sich hat. Im Januar beginnt sie ihr neues Semester an einem College in Boston. 

Auch sah ich gestern zum ersten Mal Jordans verbrannte Beine bzw. die, in zwei Operationen, vorgenommenen Hauttransplantationen. Kein toller Anblick, aber die Ärzte meinen, dass kaum sichtbare Narben zurückbleiben werden. In einem Jahr sehen wir uns wieder, denn dann geht der Rechtsstreit mit der Busgesellschaft EGGED in eine weitere Runde und es wird ärztlich festgestellt, ob bei Jordan und mir Folgeschäden bleiben werden.

Ein chaotisches Jahr, wenn ich so zurückschaue, dennoch muss ich sagen, dass ich, bis auf den Unfall, privat ein super Jahr hinter mir habe.

Leider macht man sich immer nur dann Gedanken und merkt wie wichtig die Gesundheit ist, wenn etwas passiert und man krank darniederliegt. Wenn man plötzlich seine Schuhe nicht mehr zubinden kann und vom Toilettengang erst gar nicht zu reden. All die kleinen Dinge, die man sonst so eben nebenbei erledigt, ohne auf fremde Hilfe angewiesen sein zu müssen. Von einer Sekunde auf die andere kann dies alles ins Gegenteil umschlagen. Wir planen unseren Tagesablauf, die Karriere, unser Leben, aber eines vergessen wir dabei zu oft: Nämlich zu leben !


Hier nochmals ein paar Photos von meinem gestrigen Besuch im Hadassah Hospital in Jerusalem:



Hadassah Ein Kerem Hospital in Jerusalem



Die Notaufnahme





Im Hadassah Ein Kerem Hospital werden bemalte Fenster von Marc Chagall auf Dauer ausgestellt. Jedoch nur zu bestimmten Tageszeiten und mit Eintrittsgeld. Die zwei Bilder sind ebenso von Marc Chagall, doch nicht Teil der Hauptausstellung.



Sonnenuntergang: Blick vom Hadassah Hospital über den Jerusalemer Wald



Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 11. September 2012

Honigkuchen zum Rosh Hashana


B"H

Am Abend des 16. September beginnt diesmal das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.

Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5773 hoffen !


Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !


- 6 Eiweiß


- Eine halbe Tasse Zucker


- Beides zusammen schaumig schlagen


Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben.


Den Teig bei 180 Grad 20 - 30 Minuten lang backen.


Würde mich freuen Eure Reaktionen zu hören.
Ist der Kuchen zu essen oder nicht ?