Mittwoch, 28. September 2011

Letzte Bestandsaufnahme 5771


Stadtteil Nachlaot in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

B”H 

Heute abend beginnt das jüdische Neue Jahr 5772. Ich kann mir vorstellen, dass gerade in der Diaspora der Feiertag etwas seltsam sein muss, denn immerhin geht dort der ganz normale Alltag einfach so weiter. In Israel hingegen, selbst in Tel Aviv, ist allgemeine Feiertagsstimmung angesagt. Auch ich lasse mir das nicht nehmen, trotzdem ich heute nochmals arbeiten muss. 

Über all das Abu Mazen und Netanyahu – Gefasel der letzten Woche habe ich mich weder aufgeregt noch eingehend damit beschäftigt. Dieser Tage richtet G – tt die gesamte Welt und Er wird entscheiden. 

Wenn ich auf das in wenigen Stunden ausklingende Jahr zurückblicke, merke ich erst, wie schnell die Zeit raste. Vor einem Jahr war ich zumeist im Norden. In Tiberias und Zfat, um mich dort ggf. anzusiedeln und der Hektik der Stadt zu entkommen. Funktioniert hat das nicht, denn ich bin ganz einfach nicht der Typ, der sich auf längere Sicht in die Pampa hocken kann. Daher lebe ich seit mehr als einem halben Jahr wieder in Tel Aviv. 

Das Leben kann manchmal rastlos sein, denn ca. 2 Jahre pendelte ich der Arbeit wegen zwischen Jerusalem und Tel Aviv hin und her. Langeweile kam also nie auf, doch stressig war die Zeit schon. Beide Städte sind, von ihrem Charakter her, einzigartig und nicht miteinander zu vergleichen. Dennoch wünschte ich mir letztendlich ein festes Zuhause und entschied mich für Tel Aviv. Eine Entscheidung, welche ich bisher nicht bereute. Wahrscheinlich, weil hier sehr private Gründe ein Rolle spielen und ich froh bin, aus Jerusalem fort zu sein. 

Und das sage ich, obwohl der Blog “Leben in Jerusalem” heißt.:-)))
Naja, manchmal bin ich schon noch in der Hauptstadt und geniesse meine Zeit. Ich hatte sogar vor, wieder dorthin zurückzuziehen, doch auf längere Sicht kommt dies erst einmal nicht in Frage. 

Wie ich, werden vermutlich viele andere dieser Tage ihr Leben reflektieren und nachdenken, was geleistet wurde, was fehlschlug und was in der Zukunft ansteht. 

“Ein gutes, süßes, gesundes, erfolgreiches und friedvolles Neues Jahr 5772” wünsche ich allen meinen Bloglesern ! Der Feiertag beginnt heute abend und endet kurz vor Schabbateinbruch am Freitag abend. 

Da es aber gleich weiter in den Schabbat geht, melde ich mich erst wieder am Schabbatausklang (Mozzaei Schabbat).

Rabbi Mordechai Machlis (Jerusalem) zum Rosh Hashana




Viele Details zum morgen abend beginnenden Rosh Hashana findet Ihr HIER !

Dienstag, 27. September 2011

Bild des Tages


Gesehen im Stadtteil Neve Zedek / Tel Aviv.

Photo: Miriam Woelke

Statistik zum Jahresausklang 5771

B”H 

Insgesamt wohnen 7,797,400 Mio Bürger in Israel. Davon sind 5,874,300 Juden (75,4 %). 

Der muslimische Bevölkerungsanteil beläuft sich auf 20,5 %. 1,570,000 Moslems leben derzeit in Israel. 

Der Anteil der Christen beläuft sich auf 4,1 %. 323,000 Christen aller Art wohnen in Israel. 

Hinzu kommt, dass die Anzahl der ausländischen Gastarbeiter mit 217,000 angegeben wird. Es ist aber davon auszugehen, dass die Dunkelziffer der Illegalen wesentlich höher liegt. 

Die jüdische Bevölkerung verzeichnet ein Wachstum von 1,7 % wohin gegen die Anzahl der Araber um 2,5 % anstieg. Eine jüdische Familie hat im Durchschnitt drei Kinder. Eine arabische Familie hat durchschnittlich bis zu sieben Kinder. 

Allgemein gilt Israel als Land mit einer hohen Anzahl junger Bewohner. So sind 14 % der Bevölkerung bis zu 14 Jahre alt. 

Auf 1000 Frauen kommen lediglich 979 Männer. 

Die größte Bevölkerungsdichte weist Tel Aviv auf. 

Den höchsten Einwohnerneuzugang verzeichnet die Stadt Petach Tikwah. 

Die Zahlen entnahm ich der heutigen Ausgabe der Tageszeitung ISRAEL HAYOM

Morgen abend beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und in Israel kommt, aufgrund der zwei Feiertage von Rosh Hashana und dem gleich anschliessenden Schabbat, das Leben bis zum Samstag abend zum Stillstand. Touristen sollten sich unbedingt darauf einrichten, dass der morgige Mittwoch wie ein Freitag verläuft und die Geschäfte nur halbtags geöffnet sind. Auch die Busse fahren lediglich bis zum späten Nachmittag. 

Ansonsten geht der Alltag erst wieder am Samstag abend bzw. Sonntag morgen los !

Palästinener werfen erneut Steine auf vorbeifahrende Fahrzeuge

B”H 

Gestern abend gegen 22.30 Uhr warfen südlich der Siedlung Ofrah (in Samaria) Palästinenser Steine auf vorbeifahrende israelische Autos. Verletzte gab es keine und die Armee nahm die Verfolgung der Terroristen auf. 

Derlei Vorfälle sind dem Ausland sicherlich keine Zeile wert.

Montag, 26. September 2011

Manuel Trachtenberg und die Lösung sozialer Probleme

B”H 

Wirtschaftsprofessor Manuel Trachtenberg und sein Kommittee erzielten die ersten Entscheidungen, wie die soziale Krise in Israel gemeistert werden soll. Nachdem vor zwei Monaten die massiven Sozialproteste begannen, zeigte Netanyahu einen kleinen Handlungswillen und ernannte den gebürtigen Argentinier Manuel Trachtenberg zum Kommissionsvorsitzenden. Nun also gab dieser die ersten Vorschläge bekannt. Ob Netanyahu diese allerdings annimmt, steht jedoch noch in den Sternen. Die linksradikale Führungsriege der Sozialprotestler jedenfalls lehnt sämtliche Trachtenberg – Vorschläge ab, denn die Linken kennen nur ein Ziel: Den Sturz der Regierung. Die wirklichen sozialen Probleme der Bevölkerung zählen dabei weniger. 

Laut Manuel Trachtenberg sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre 250,000 Wohnungen gebaut werden. Jahrelang leerstehende Häuser werden mit einer extra hohen Grundsteuer veranschlagt. Wie sieht die Finanzierung des Planes aus ? Der Militärhaushalt soll um drei Milliarden Schekel gekürzt werden und schon geht die Lobbyarbeit so richtig los. Was ist wichtiger, legt das Militär los ? Kostenlose Schulbildung oder das eigene Leben, denn der Eisendom kostet viel Geld. Ansonsten haben die Raketen aus Gaza freien Lauf auf israelische Städte.

Unterdessen steht fest: Die Zeltdemo auf dem Rothschild Boulevard von Tel Aviv wird am Sonntag endgültig geräumt. Am Morgen war ich kurz da und machte die wohl letzten Photos.



Die Zeltdemo ist vorbei, der Kampf beginnt.


Der weitgehend "zeltfreie" Rothschild Boulevard





Photos vom 26. September 2011: Miriam Woelke

Israelische Armee log: Autounfall war Terrorattentat


Gefunden bei Facebook, aber auch die israelische Tagespresse berichtet heute von dem Skandal:


This father and son tragically died the other day when muslims threw stones at their vehicle, causing it to crash off the road...the Israeli military and police tried to cover this up and say it was an accident, as to not "inflame" tensions in the area. The senior officer admitted Sunday that the IDF falsely described the event to the press as an accident because of concern that nationalists would "inflame" the area, which was tense because of Palestinian Authority (PA) chairman Mahmoud Abbas's speech in the United Nations.


Um die Ansprache Netanyahus vor der UNO nicht zu gefährden, gab die Armee den Tod von Asher Palmer und seinem Sohn Jonathan als Autounfall aus. In Wahrheit aber warfen Palästinenser Steine auf den Wagen und verursachten so den tödlichen Ausgang. Der wahre "Unfallhergang" hätte nur nicht ins Netanyahu - Konzept gepasst, denn der wollte Abu Mazen nicht beschuldigen, damit dieser ausrastet und Obama so die geplanten Friedensgespräche erneut platzen sieht.

Wohin in Tel Aviv ?

B"H

So einiges ist passiert im Land, doch hatte ich wenig Zeit, um von den aktuellen Tagesereignissen zu berichten. Nach der Arbeit habe ich häufig etwas vor und in dem Fall muss alles weitere hinten anstehen. 

Heute jedoch war ich einmal mehr unterwegs und möchte gerade Tel Aviv - Touristen einen heisseren Besichtigungstipp geben. Viele kennen ja von Tel Aviv immer nur den Rothschild Boulevard, den Strand, die Dizengoff und vielleicht hier und da ein Museum oder es findet ein Ausflug nach Jaffa statt. Was ich empfehle: Die alte Bahnstation der Stadt sollte immer auf dem Besichtigungsprogramm vermerkt sein. Heute war ich dort und viele viele Bilder dazu folgen noch.


Nicht der Bahnhof, sondern ein Bild vom Meer gegenüber. 

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 25. September 2011

Nazi Walter Rauff arbeitete für den BND

B"H

Die BILD - Zeitung meldet, dass der Nazi Walter Rauff jahrelang für den Bundesnachrichtendienst gearbeitet hat. 

Zweimal erhielt der Nazi-Mörder vom BND nachrichtendienstliche Schulungen in der Bundesrepublik – zuletzt im Februar 1962. Damals bestand bereits ein deutscher Haftbefehl gegen ihn! 
Sollen wir deshalb alle überrascht sein, wenn der BND eh von alten SS - Offizieren durchsetzt war ? Immerhin war ja auch Klaus Barbie seinerzeit BND - Agent.

Alte SS - Seilschaften lassen sich so leicht nicht kappen, denn man schwörte sich ja Heinrich Himmler ewige Treue. Eine Treue, die auch nach dem Krieg im neuen Deutschland weiterlebte und dies vermutlich bis heute tut. Es sei denn, der SS - Mörder ist tot und seine Seele stieg in die Abgründe des She'ol hinab. Bedeutet: Seine Seele existiert nicht mehr.



Walter Rauff, der Entwickler des Gaswagen, wurde am 14. Mai 1984 in Chile beerdigt. 

Quizfrage: Wie nennt Abu Mazen einsitzende arabische Terroristen ?


B”H 

Wie nennt Abu Mazen die in israelischen Gefängnissen einsitzenden arabischen Terroristen ? Dabei auch die zwei Mörder der Fogel – Familie aus Itamar.

POLITISCHE Häftlinge ! 

Kann es eine größere Verhöhnung geben ? 


Links: 

Wir kamen nach Itamar um Juden umzubringen

Samstag, 24. September 2011

Der Regen ist da


B”H 

Wer hätte das gedacht ? Dem Kalender nach viel zu früh setzte in Israel die Regenperiode ein. Am gestrigen Freitag schüttete es nachmittags in Tel Aviv aus allen Eimern und schnell waren die Straßen überschwemmt. Eine gravierende Abkühlung von der Hitze ist jedoch noch nicht zu verzeichnen. 

Am heutigen Schabbat regnete es gelegentlich. Ab morgen herrscht Sonnenschein und die übliche Tagestemperatur von 28 Grad Celsius (in Tel Aviv).

Beginn der SELICHOT Gebete der aschkenasischen Juden



B”H 

Heute nacht (von Samstag auf Sonntag) beginnen die aschkenazischen mit den traditionellen SELICHOT Gebeten vor dem am Mittwoch abend beginnenden jüdischen Neujahrsfest ROSH HASHANA.  

Bezogen auf Jerusalem: Nachdem die sephardischen Juden seit fast einem Monat bereits SELICHOT beten, stossen die aschkenasischen Juden heute nach dazu. Am Rosh Hashana, welches zwei Tage lang gefeiert wird, sitzt G – tt zu Gericht. Er richtet die Welt und alle ihre Bewohner. Juden genau so wie Nichtjuden ! 

Von Mittwoch abend an bis Freitag abend zum Schabbatbeginn, richtet G – tt also auf ein weiteres Jahr, wie unsere Welt aussehen wird. Krieg, Hunger, Freude, Jubel, Glück, Choas und Trauer. All das entscheidet sich in dieser Woche. Ebenso das individuelle Schicksal der Juden und Nichtjuden. Wobei Juden noch bis zum Yom Kippur mit dem endgültigen G – ttesurteil Zeit haben und in den zehn dazwischen liegenden Tagen einen guten Eindruck “schinden” können. Für die Nichtjuden erteilt G – tt direkt am Rosh Hashana sein Urteil mit Siegel. 

Darüber hinaus wurden am Rosh Hashana Adam und Eva erschaffen, denn es war der sechste Tag der Welterschaffung. Am heutigen Samstag (das Judentum befindet sich bereits im Sonntag, denn der neue Tag beginnt am Abend nach Einbruch der Dunkelheit) ist der Jahrestag der Welterschaffung. Am 25. des jüdischen Monat Elul (Samstag – Schabbat, 24. September 2011) erschuf G – tt unser Universum. HAPPY BIRTHDAY, WELT also !!! 

Wer sich in Jerusalem befindet, der sollte an der Klagemauer (Kotel) das gewaltige “Schauspiel” der SELICHOT Gebete nicht verpassen. Tausende Juden werden bis zum Yom Kippur (8. Oktober 2011) des nachts dort versammelt sein und G – tt um Verzeihung für die begangenen Vergehen bitten.

Die Netanyahu - Rede vor der UNO (23. Sept. 2011)

B"H

Die vollständige gestrige Rede von Israels Premier Benyamin Netanyahu vor der UNO. Er sprach nach Abu Mazen. 

Kein Zweifel, Netanyahu versteht den amerikanischen Weg eine Rede zu halten. In Israel kommt er da weniger gut an, denn wir alle wissen, dass seine Versprechen uns Einwohnern gegenüber, Jerusalem nicht zu teilen und Samaria nicht zu räumen, nur leere Reden sind. In Wahrheit wird er Israel mit Obama schon geteilt haben.

Freitag, 23. September 2011

Aktuelles LATMA Video: Die UNO

B"H 

Das Neueste von LATMA, der israelischen Satiregruppe: Dieses Mal geht es aktuell um die UNO und deren Antisemitismus. 


Shana Tova - Ein gutes neues Jahr

B"H

Zum jüdischen Neujahrsfest und neuen Jahr 5772, welches am Mittwoch abend (28. Sept. 2011) beginnt. 


Donnerstag, 22. September 2011

Honigkuchen zu Rosh Hashana


B"H

Am Abend des 28. September beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.

Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5772 hoffen !


Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !


- 6 Eiweiß


- Eine halbe Tasse Zucker


- Beides zusammen schaumig schlagen


Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben.


Den Teig bei 180 Grad 20 - 30 Minuten lang backen.


Würde mich freuen Eure Reaktionen zu hören.
Ist der Kuchen zu essen oder nicht ?



Zum Papstbesuch in Deutschland

B”H

Die folgenden Artikel haben bis auf den heutigen Tag nichts an Aktualität verloren:










Der Krieg gegen die Juden

Was Abu Mazen nicht will ...

... Israel als jüdischen Staat anerkennen


Sheli Yichimovitz gewann Stichwahl

B”H 

Mit 54 % der Stimmen aller Mitglieder der Arbeiterpartei “Avodah” gewann Sheli Yichimovitz den Parteivorsitz. Nachdem es zuvor zu einem Patt zwischen ihr und dem Kandidaten Amir Peretz gekommen war, zog Sheli bei der gestrigen Stichwahl mit der Mehrheit davon und ist damit, nach Golda Me’ir, die zweite Frau an der Spitze der Partei. 

Es wurde Zeit, dass bei der Avodah endlich einmal frischer Wind einkehrt, denn Amir Peretz hätte das Altverstaubte weiterleben lassen.

Aliyah als Single

B”H 

Momentan erhalte ich auf meinem englischen Blog ungewöhnlich viele Hits zum Thema ALIYAH nach Israel. Aus diesem Grund heraus begann ich mit einer Aliyah – Serie. 

Die Serie findet regelmässig in Teilen statt und beschreibt meine Aliyah sowie das Thema allgemein. 

Wer Interesse hat: 


Wie gesagt, die Artikel sind in englischer Sprache, doch bei Bedarf kann ich alles übersetzen und auch in diesen Blog stellen. Nur klingt die Themenbeschreibung auf Englisch einfach besser.:-)

Mittwoch, 21. September 2011

Bilder aus Hebron: "Wie Araber ihren Staat feiern"

B"H 

Vielleicht sollte sich die Welt diese Bilder einmal anschauen, bevor man notorischen Krawallheinis, auch Terroristen genannt, einen eigenen Staat zuspricht ! 



Ein Blick in die Vergangenheit: Israel - Palästinenser


Ankaras Zorn isoliert Israel

B"H

Obwohl der sich neue pro - israelische Sender "JEWISH ISRAEL 1" noch in der Testphase befindet, hier vorab ein Video zum Thema "Erdogan will Israel isolieren und damit Respekt vom Iran erhaschen":


JEWISH NEWS 1 (JN 1) geht auf Sendung


B"H

Wie neulich berichtet, geht ab heute der erste pro - israelische TV - Kanal "JEWISH NEWS 1" auf Sendung.

Und das war jetzt eine regelrechte Geburt, die richtige Site des Senders zu finden, da JN1 im Internet bisher kaum präsent ist. Ein paar gleichklingende Artikel in den Tagespressen bringen zwar Werbung, doch wenn “Jewish News One” nicht selbst etwas tut, wo bleibt da die Publicity ? Ganz zu schweigen von den interessierten Zuschauern, die auf die ersten Sendungen warten. Millionäre pumpen Millionen in den neuen Sender, doch Leute, setzt Euch lieber einmal hin und gebt bekannt, wo jetzt wann genau was abläuft !!! 

Eine Facebook Site existiert auch, doch die schaut ebenfalls noch recht wackelig aus. 

Wenn der Sender das Gegenstück zu Al Jazeera sein will, dann nehme man sich zumindest den PR - Wahn des Pali – Senders zum Vorbild ! Ich habe jetzt wie bekloppt gegoogelt und diese Site gefunden

Lina Heydrich

B”H

Bis zuletzt verteidigte sie ihren Mann, denn SS – Massenmörder Reinhard Heydrich. Lina Heydrich starb im August 1985 und erhielt zeitlebens eine passable Rente.  

Es heisst, dass sie Reinhard Heydrich zu Beginn seiner Nazi - Karriere weitgehend beeinflusste, da sie eine euphorische Nationalsozialistin war.


 

Dienstag, 20. September 2011

Rosh Hashana und die Armut

B”H 

Mitte nächster Woche beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana. Weltweit feiern die Juden zwei Tage lang den Beginn des neuen Jahres 5772. 

Zum Fest selber folgen in den nächsten Tage viele Infos, denn obwohl immer angenommen wird, bei Rosh Hashana handele es sich um einen Feiertag, der total feiert wird, da ja ein neues Jahr beginnt, besteht dennoch ein ernsthafter Hintergrund. G – tt macht sich auf, die WELT zu richten. Die gesamte Welt und nicht nur die Juden. Was erwartet uns im Jahr 5772 ?

Naturkatastrophen, Tod, Lottogewinn, Krankheit, Gesundheit, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes oder das große Glück ? Um die Entscheidung G – ttes zum Positiven zu beeinflussen, sollten uns alle darauf besinnen, dass es einen G – tt gibt. Einen und nicht mehrere ! 

Vor Rosh Hashana beginnt die Zeit, Bilanz zu ziehen. Was habe ich erreicht im ausklingenden Jahr 5771 ? Was nicht ? Was will ich ändern und wie werde ich im neuen Jahr meine Zukunft meistern ? An Rosh Hashana bitten wir G – tt um ein weiteres Lebensjahr. Bis zum nächsten Rosh Hashana. 

Knappe zehn Tage später folgt der höchste jüdische Feiertag, der YOM KIPPUR. Von Rosh Hashana bis hin zum Yom Kippur werden die Juden von G – tt gerichtet. Der Rest der Welt erhält sein G – ttesurteil an Rosh Hashana. 

Im Gegensatz zum Yom Kippur, der ja ein 25 – stündiger Fastentag ist, wird an Rosh Hashana gut gespeist. Traditionell wird Wein serviert, Braten und natürlich vorweg die Simanim. Vor dem eigentlichen Mahl gibt es kleine Seder, bei der, gemäss dem “Schulchan Aruch – Code of Jewish Law”. spezielle Früchte / Gemüse gereicht werden, über welche ein Segen gesprochen wird. Jede Frucht und sogar der Fischkopf am Schluß stehen für eine bestimmte Symbolik, die sich selbst in der Kabbalah wiederfindet. 

Der Nachteil ist, dass all das Geld kostet. Viel Geld ! 
Regelmässige Leser dieses Blogs wissen natürlich um die hohen Lebensmittelpreise in Israel und daher kann sich jeder ausmalen, dass Rosh Hashana nicht billig ist. Hinzu kommen Geschenke, denn der Feiertag wurde nebenher längst zum Konsumtag. Die Schlangen vor den meist religiösen Ausgabestellen für Fresspakete zum Feiertag (Wein, der traditionelle Honig, Reis, Wurst, Brot) werden immer länger. Insgesamt bedeutet der Feiertag nicht nur Freude, sondern ebenso einen tiefen Griff ins Portemonnaie. Nicht alle Leute sind eingeladen und daher gezwungen, daheim zu feiern. 

Fast jeden Donnerstag gehe ich am späten Nachmittag in eine der Filialen der Supermarktkette “Shufersal”. Keine billige Kette und eventuell mit dem deutschen COOP vergleichbar. ALDI oder LIDL haben wir leider nicht. Zwar existieren billigere Supermarktketten, doch im Endeffekt sind sie alle nicht so günstig wie ein ALDI. Bei mir kommt das Problem hinzu, dass ich zu eine der billigeren Ketten mit zwei Bussen fahren müsste. Die AM:PM Kette nebenan wurde innerhalb von wenigen Monaten kaum mehr erschwinglich. Daher nutze ich den Shufersal teilweise, denn viele Preise hat er mit dem AM:PM gemein. Klar, ich könnte auch zum MEGA laufen, aber von den Preisen her bringt mir das gar nichts. Wenn es um bestimmte Dinge geht wie Nudeln, Frischfleisch oder Konservendosen, so ist der Shufersal schon okay. Den Rest kaufe ich eh lieber auf dem Markt ein. 

Als ich allerdings am vergangenen Donnerstag Hüttenkäse kaufen wollte, traf mich der Schlag, denn von den allgemein heruntergesetzten Preisen aufgrund der Proteste gegen die Hüttenkäsekosten, hat der Shufersal offenbar noch nie gehört. Auch die Cola kostet dort, sage und schreibe, acht Schekel (fast zwei Euro). Beim Preisvergleich fragte ich mich dann doch, wie sich ganze Familien den anstehenden Feiertag leisten können, denn für den Inhalt einer kleinen Tüte zahlte ich schlappe 101 Schekel (ca. 20 Euro).

Kein Jude sollte sich mit Rick Perry einlassen !

B”H

In New York strömt die Politprominenz zusammen, denn Abu Mazen will seinen Stuhl in der UNO. Dies gilt es zu verhindern und das Motto lautet: “Wer für einen UNO Stuhl Palästinas stimmt, unterstützt den palästinensischen Terror !” 

Netanyahu wird die erste Rede vor der UNO halten und trifft sich nebenher ausgiebig mit Barak Hussein Obama. Letzterer will bei der UN – Entscheidung ein Veto einlegen und gleichzeitig Abu Mazen und Netanyahu zurück an den Verhandlungstisch bringen. Große Probleme hat der israelische Premier nicht zu erwarten und Obama wird ihn kaum, wie immer wieder zuvor, ankeifen. Im nächsten Jahr stehen in den USA Wahlen an und deswegen gibt sich Obama bedeckter als sonst. 

Eine Angelegenheit, die sich nebenher anspielt, extrem besorgniserregend ist und heute abend sogar in den israelischen TV News des Kanal 2 zur Sprache kam: Der LIKUD Knessetabgeordnete Danny Danon gibt heute eine Pressekonferenz zusammen mit dem derzeitigen Governeur von Texas, Rick Perry (Bild unten). Der Repubikaner plant sich als Gegenkandidat des Demokraten Obama aufstellen zu lassen. Eines wird dabei gerne übersehen: Rick Perry is ein fanatischer Christ, bedeutet ein Evangelikaler

Jene christlichen Fundamentalisten haben lediglich eines im Sinn: Die Judenmission ! Man bringe Juden aus der Diaspora nach Israel; wenn es sein muss mit Geld. Erst einmal angekommen sollen sie zum Christentum missioniert werden. Die Ideologie der Evangelikalen lautet, dass, wenn alle Juden zu Christen werden, der falsche Meschiach J. zum zweiten Mal erscheint. Es darf nie vergessen werden, dass es keinen einzigen evangelikalen Christen gibt, der keine Juden missionieren will ! Missionieren und so jüdische Seelen zerstören. Damit sind die Evangelikalen keine Freunde Israels, sondern werden zu Feinden, die sich leider zu oft als Wolf im Schafspelz verbergen. Übertriebene und geradezu abartige Hetze gegen den Islam, die Vernichtung der jüdischen Religion im Blickwinkel und die eigenen Vorteile im Sinn. Kein einziger Jude sollte sich mit so jemandem an einen Tisch setzten oder gar einlassen. Leider nimmt die LIKUD Partei nur allzu gern Parteispenden amerikanischer Evangelikaler an. Genau so wie diverse nationalreligiöse Siedlungen, die sich damit christlichern Fanatikern ausliefern, ohne dies direkt zu erahnen. 

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Nachtrag:
HIER das Bekenntnis des Rick Perry

Bild des Tages


Nachlaot / Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

Montag, 19. September 2011

Photos aus Ramat Gan

B”H

Wie erwähnt, war ich heute im benachbarten Ramat Gan sowie in Bnei Brak unterwegs. Von Tel Aviv kommend, kann man leicht übersehen, bereits die Stadtgrenze nach Ramat Gan überquert zu haben. Man stelle sich die Städte Nürnberg / Fürth vor, die ebenso direkt ineinander übergehen.

Wer ganz Ramat Gan durchquert, der findet sich bei Überquerung der letzten Kreuzung in den Straßen Bnei Braks wieder. Letztere Stadt ist nicht ausschliesslich haredisch (ultra – orthodox), denn es leben genau so säkulere wie nationalreligiöse Juden dort. Zahlreiche Stadtteile jedoch sind vollkommen haredisch, was der Stadt einen hohen Level an frommem Touch gibt.

Die Sonne brannte vom Himmel und das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana steht an. Die Hitze nervte und erschwerte die Tour, dafür brachten die Gedanken an Rosh Hashana etwas Spiritualität mit ein.

Hier ein paar Photos aus Ramat Gan, dass gewiss nicht nur aus Diamantenbörse und Hochhäusern besteht.


An der Diamantenbörse









Copyright / Photos: Miriam Woelke

"Jewish News 1" – Das neue weltweite pro – israelische TV Programm

B”H 

Als Gegenstück zum anti – israelischen sowie antisemitischen TV – Sender AL JAZEERA beginnt ein pro – israelisches TV - Programm namens "Jewish News 1" am Mittwoch seine weltweiten Sendungen. In acht Sprachen soll gesendet werden, darunter auch auf Deutsch. Am Mittwoch geht es los, doch wie und wann, darüber halte ich Euch auf dem laufenden. 

Bleibt nur zu hoffen, dass der Sender kein Sammelsurium der Linken wird und fanatische Christen, wie die Evangelikalen, nicht mit Geldspenden mitmischen. Denn dann hat der Sender schon verloren !

Trip nach Ramat Gan und Bnei Brak

B"H

Heute war ich einige Stunden lang in den Nachbarstaedten Ramat Gan und Bnei Brak, wobei ich in Bnei Brak viele chassidische Synagogen photographierte und etwas Rosh Hashana - Atmosphäre schnupperte. Am Abend des 28. September beginnt das jüdische Neujahrsfest und an diesem Samstag abend beginnen die Selichot - Gebete der aschkenazischen Judenheit. Von daher schaute ich mich nach einigen Synagogen sowie chassidischen Tischen um, die an diesem Schabbat etwas anbieten. Fündig wurde ich auch.:-)))


Bialik Street in Ramat Gan



Im Stadtteil der chassidischen Gruppe Vishnitz (Kiryat Vishnitz) in Bnei Brak

Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 18. September 2011

Tel Aviv Aussichten


Der Neue

B”H 

Wir haben einen Neuen bei uns auf der Arbeit. Nicht gerade groß gewachsen, irgendwie russischer Abstammung, aber mehr Israeli. Jedenfalls spricht er akzentfreies Hebräisch ohne den lästigen russischen Einklang. 

Vor eine Woche erschien er frühmorgens und fragte, ob der Boss schon da sei. Nein, war er nicht und wenn, dann in der sogenannten Hauptfiliale und nicht bei uns. Der Neue meinte, er arbeite ab sofort hier und werde sich dann schon mal umschauen. Das hatte noch keiner gesagt und wir schickten ihn doch letztendlich in die andere Filiale. 

Wenig später stellte sich heraus, dass der Neue unser neuer Vorgesetzter ist. Bis dahin hatten wir keinen Vorgesetzten und es lief alles so vor sich hin. Erfolgreich und keiner fragte nach einem Verantwortlichen, denn wir haben ja den Big Boss. 

Einen Tag später lief der Neue mit Liste und Kugelschreiber durchs Haus und machte Notizen. Was alles geändert werden soll und all unsere kleinen Fehler. Kein Zweifel, der neue Besen will kehren, was, meiner Erfahrung nach, nie lange anhält. Lass ihn mal erst in den alten Trott kommen … 

Heute dann gab der Neue seine ersten Instruktionen, die irgendwie richtig waren, doch da er erst eine Woche bei uns ist und von Praxis und Materie Null Ahnung hat, verlief alles nicht gerade glatt. Diverse Arbeitsgänge, die ca. 20 – 30 Minuten dauern, wurden von ihm mit 5 Minuten eingeplant. Wir erklärten ihm, dass seine erstellten Tabellen nichts mit der Realität zu tun haben und er stand ahnungslos da. Der Hausmeister hätte ihm eh fast den Kragen umgedreht. Kommt da an und will nach einer Woche allen was erzählen. 

Im Grunde genommen ist er ja ganz nett und bemüht sich halt. Beweisen will er sich, denn wer bei uns nichts bringt, wird geschasst. Warum aber müssen sich viele Vorgesetzte freundlich und dennoch distanziert geben ? 

Mal sehen, wie wir alle miteinander klarkommen. Seit einem halben Jahr arbeite ich in dem Job und das eigentlich nebenbei. In letzter Zeit war jedoch soviel zu tun, dass ich Stunden dranhängte. Der Neue wedelte auch gleich mit seiner Liste und glaubt, ich brauche keinen Feierabend mehr. 

In ein paar Monaten werde ich aufhören und mich auf nur ein einziges Projekt konzentrieren, doch kämpfe ich noch mit der Bürokratie. Bis dahin bleibe ich nebenbei in dem Job, denn er bringt einiges an Geld ein. Außerdem lernt man dort eine Menge israelischer Psychologie und wer den Studiengang studiert, findet bei uns die besten Praxisobjekte herumlaufen.:-)))

Straßenszene in Tel Aviv


Zwischen Allenby und Florentin / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Abu Mazen, Erdogan und die UNO

B”H 

Warum ich bisher relativ wenig über Erdogan, die UNO - Abstimmung und Abu Mazen berichtet habe und nicht auf Panik mache ?

Weil mich weder das Gezeter des Abu Mazen noch die Drohungen von Erdogan interessieren. Hiermit benehme ich mich so wie fast alle Israelis.

Abu Mazens Unabhängigkeitsankündigungen besitzen eh nicht viel Wert und wenn Erdogan mit einem Israelboykott droht … Na, wer kauft hierzulande schon türkische Waren. Wir boykottieren die türkischen unkoscheren Nudeln im Supermarkt schon ganz allein ! 

Es wird mehr Panikmache aus dem Ausland betrieben als in Israel selbst. Und dann immer wieder von Leuten, die gar nicht hier leben und uns selber nur aus den TV Nachrichten kennen.

Der Boykott gegen TNUVAH

B”H 

Hatten wir doch schon alles, werden sich jetzt sicher einige denken. Richtig und das war vor mehr als zwei Monaten beim Protest gegen die viel zu überhöhten Preise des Hüttenkäse. Deswegen gründete ein Haredi (ultra – orthodoxer Jude) auf Facebook eine Site, die zum Boykott aller Milchprodukte in Israel aufrief. Milch, Käse, Joghurt … wer soll die hohen Preise zahlen ? 

Der Protest zeigte Erfolg und insbesondere TNUVAH, der größte Milchproduktehersteller Israels, setzte die Preise herunter. Ganz langsam und mir scheint, dass sie momentan wieder anziehen. Jedenfalls erlebte ich mein blaues Wunder als ich am letzten Donnerstag beim Shufersal Supermarkt in der Tel Aviver Ben Yehudah Street einkaufte. 

Das ewige Auf und Ab von TNUVAH nervt und jetzt riefen Studenten erneut zum Boykott des Unternehmens auf. Allmorgentlich stellen sich mehrere Studentengruppen vor Supermärkte und erinnern die Kunden an den Verzicht auf TNUVAH. So geschehen in Hod Hasharon, Tel Aviv oder Ra’anana. 

Heute morgen habe auch ich beim Milchholen an den Boykott gedacht und die TNUVAH – Konkurrenz TARA gekauft. Vom Koscherlevel her ist TARA eh vorzuziehen. TNUVAH hingegen jammert bereits über die Einbußen und versucht den Verbraucher zu beeinflussen, indem das Unternehmen von eventuellen Arbeitsplatzverlusten erinnert. Weniger Profite, weniger Arbeitsplätze ! Was aber nützt das, wenn die Produkte eh zu teuer sind und sie niemand kaufen kann ? 



Das neueste LATMA Video (September 2011)

Die israelische Satiregruppe LATMA in Action 


Samstag, 17. September 2011

Natur in Jerusalem


Photo: Miriam Woelke

Arbeitnehmerausbeutung in Israel

B”H 

Nicht nur, dass immer mehr Zeitarbeitsfirmen hierzulande wie Pilze aus dem Boden spriessen; weitere Formen der Ausbeutung auf dem israelischen Arbeitsmarkt sind die sogenannten KABLANIM genau so wie private Unternehmen. Unter was für Bedingungen die Leute in Israel oftmals arbeiten, ist kaum zu fassen. Selbst ein Günter Wallraff wäre da noch überrascht. 

Es exisitieren Tausende so richtig doofer Jobs mit den miesesten Bedingungen und trotzdem finden sich immer wieder Leute, welche diese Jobs annehmen. Nein, die Rede ist nicht von den illegalen Gastarbeitern, sondern von Normalo – Israelis bzw. Neueinwanderern. 

Früher gehörte das Restaurantgewerbe noch zu diesen Ausbeuterjobs, doch die Gehälter der Kellner sind gestiegen. Dazu kommt das Trinkgeld. Die Arbeit ist dennoch hart, aber jeder sagt sich halt, es sei ja alles nur zeitweilig bis sich etwas Neues auftut. Im Hotelgewerbe herrschen teilweise nach wie vor dieselben miesen Bedingungen. Hinzu kommt der ständige Personalwechsel, da viele gleich wieder abhauen. Ein Kommen und Gehen, was selbst das Betriebsklima nicht gerade fördert. 

Wer aber sind die Leute, welche solche Jobs annehmen ? 

Einige Normalos, denn bei ihnen ist wirklich nur alles befristet und es tut sich eine neue Alternative auf. Leute, die länger in den miesen Jobs hängen, haben kaum eine andere Chance auf dem Arbeitsmarkt. Ich kenne einen Typen, Anfang 20, mit einem riesigen Batzen Schulden und von daher immer in Zugzwang alles zurückzahlen zu müssen. Genau auf derlei Bewerber bauen die Anbieter der Ausbeutejobs. Immer findet sich jemand für jede Arbeit und gerade das ist erschreckend.

Bild des Tages


Freitag, 16. September 2011

Bilder aus Neve Zedek / Tel Aviv

B"H 

Photos aus NEVE ZEDEK. Der Stadtteil inmitten von Tel Aviv (am Shalom Tower / Ahad Ha'Am Street) erfreut sich grosser Beliebtheit bei Einheimischen genau so wie bei Touristen. 

 












Copyright / Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, 15. September 2011

Die BIALIK – ROGOZIN SCHULE in Tel Aviv

B"H

Die BIALIK - ROGOZIN SCHOOL in der HaAliyah Street in Tel Aviv – Süd hat ca. 750 Schüler, wovon die meisten keine Israelis sind. Vielmehr stammt die Mehrheit aus Elternhäusern ausländischer Gastarbeiter. Viele von ihnen illegal im Land. Hinzu kommen zahlreiche Russen

Israelische Eltern in Tel Aviv lebend schicken ihre Kinder nicht gerade zur Bialik – Rogozin Schule. Schon allein des Rufes wegen. Wie in Deutschland auch, herrscht bei sozialen Brennpunkten wie der Gegend um den Tel Aviver Zentralen Busbahnhof Armut. Zu viele Gastarbeiter. Die Mehrheit illegal im Land und immer im Auge der Ausländerpolizei bzw. Abschiebung. Nach wie vor hadern viele Bialik – Schüler mit dem Hebräischen und das Lernniveau richtet sich dabei etwas nach unten. Deutsche kennen die Problematik von Schulen oder Klassen mit einem überdurchschnittlich hohen Ausländeranteil. In Israel bedeuten die vielen Gastzrbeiterkinder jedoch noch ein weiteres Problem: Sie sind keine Juden.



Meiner Meinung nach ist es die Pflicht von Schule und Elternhaus den Kindern von Beginn an klarzumachen, dass es sich bezüglich dem Aufenthalt in Israel um etwas zeitweilig befristetes handelt und dass nach ein paar Jahren die Rückkehr ins jeweilige Heimatland ansteht. Israel ist ein kleines Land mit vielen eigenen Problemen und kann sich nicht um Tausende Gastarbeiter kümmern, die zwar kein Visum besitzen, aber auf Bleiberecht pochen. Man will nicht mehr zurück nach Afrika oder auf die Philippinen. Egal wohin, nur nicht zurück. Es kann Israel sein und wenn England oder Deutschland sagen täten, wir nehmen Euch, würden die hiesigen Gastarbeiter schnell ihre Koffer packen und weiterziehen. 

Ich bin kein Anhänger vom ermordeten Rabbiner Me’ir Kahane, der da einst die Abschiebung aller Palästinenser nach Jordanien vorsah. Dagegen halte ich es mit dem Knessetabgeordneten Aryeh Eldad, der da sagt, dass die Palästinenser frei in einem demokratischen Israel leben können, sofern sie Israel als jüdischen Staat akzeptieren und die Gesetze einhalten.

Was ich aber nicht sehe ist, weshalb die Gastarbeiter in Israel bleiben sollten, denn langfristig haben sie darauf kein Recht. Ihre Arbeit bzw. der Aufenthalt sollten auf drei bis fünf Jahre befristet werden und danach geht es zurück in die Heimat. Eventuell hier geborenen Kindern muss vermittelt werden, dass Israel keine Heimat für sie ist und niemals sein kann. 

Nicht wenige Israelis fühlen sich nicht wohl bei dem Gedanken, illegal Gastarbeiterfamilien abzuschieben, doch sollten wir die Problematik auf längere Frist betrachten. Israel ist ein jüdischer Staat und allein im August 2011 kamen, wie jeden Monat zuvor, ca. 2000 weitere Afrikaner illegal von Ägypten über die Grenze. Abertausende Gastarbeiter und Nichtjuden kann sich Israel auf keinen Fall zumuten und wird, wie Deutschland, bei der Integration scheitern. Die Afrikaner und Philippinos haben länsgt ihr eigenes Ghetto errichtet und Israel dient dem Geldverdienen und mehr nicht. Dreht unser Land den Hahn zu, gehen die Gastarbeiter halt woanders hin und machen dort auf Briten, Deutsche, Holländer oder was immer ihnen sich gerade anbietet.  


Vor Bialik - Rogozin School







 Photos September 2011: Miriam Woelke