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Sonntag, 28. Oktober 2012

17. Jahrestag des Mordes an Yitzchak Rabin


B"H

Laut dem hebräischen Datum jährte sich heute der Todestag des einstigen Ministerpräsidenten Yitzchak Rabin zum 17. Male. Offiziell wurde Rabin am 4. November 1995 auf der Rückseite des Tel Aviver Rathauses erschossen. Ich will nicht lange um den heissen Brei herumreden:

Der Rabinmord jährte sich erneut, doch nicht viele Leute zeigten sich daran interessiert. Mit den Jahren nahm die Trauer ab und stattdessen zog die Realität ein. Vor allem steht Rabin heute für den vergeigten Oslo – Frieden. Einen Frieden, den es nie gab und Rabin dennoch Waffen an Arafat lieferte. Waffen, mit denen Jahre später, Juden bei Attentaten erschossen worden sind. Beispiel: Das Attentat auf die Jerusalemer Mercaz HaRav Yeshiva.

Zwar trafen sich gestern abend wieder alle Rabin – Gedenkenden auf dem Tel Aviver Rabin Square vor dem Rathaus. Tatsache aber ist, dass es Jahr für Jahr immer weniger werden. Aus den Hunderttausenden wurden 15,000. Auch fiel bei der gestrigen Gedenkveranstaltung auf, dass kein einziger Minister anwesend war. Noch nicht einmal Schimon Peres oder der Tel Aviver Bürgermeister Ron Chulda’i liessen sich blicken. Dafür war heute die Knesset versammelt und Netanyahu hielt eine Rede. Dalia Rabin – Pelosof, ihr Bruder sowie ihre Tochter lachten Netanyahu aus, denn für sie ist dieser immer noch der Hauptschuldige.




 Heute in der Knesset beim Gedenken an Rabin: Die Netanyahu - Rede


Im Herbst 1995 standen die Zeichen auf Wahlkampf, Netanyahu lag in den Umfragen vor seinem Kontrahenten Rabin und Netanyahu hätte die Wahl gewonnen. Bei seinen Reden jedoch zeigten einige Anhänger Rabin – Poster, auf welchen Rabin eine SS – Uniform trug. Netanyahu ging niemals gegen diese Zuhörer vor und die Rabinfamilie sieht darin eine schleichende geduldete Hetze, die letztendlich zum Mord führte. Ich wiederum sehe in Netanyahu keinerlei Mitschuld, denn der Mörder Yigal Amir brauchte keinen Netanyahu, um seine Pläne zu schmieden.

Der Mord an Yitzchak Rabin ist lange her und heute hat das Land andere Sorgen. Das Oslo – Abkommen wird heute von fast allen Abgeordneten als FALSCH eingestuft und das, was folgte, war noch mehr Terror. Heute spielt Rabin selber keine Rolle mehr. Klar, es ist schlimm, wenn ein Jude einen anderen Juden tötet, doch nach all der Zeit haben wir uns an so vieles gewöhnen müssen, dass Rabin immer mehr in Vergessenheit geriet.

Die Knesset gedachte, viele Abgeordnete waren noch nicht einmal erschienen und morgen ist eh wieder Alltag.

Links:

Erinnerungen an den November 1995

Egotrip eines Mörders

Ein Gedenkbericht aus dem Jahre 2010


Warum gibt es nicht viel mehr Neues ? Aus dem einfachen Grund, weil es einfach nichts Neues gibt. Das Thema scheint irgendwie gegessen.



 Am Rabin - Denkmal hinter dem Tel Aviver Rathaus. Dem Ort, an welchem der Ex - Premier erschossen wurde. 

Die Photos nahm ich im Januar dieses Jahres auf.





Frontseite des Rathauses



Photos: Miriam Woelke

Montag, 20. August 2012

Hitzewelle

B"H 

Über 30 Grad Celsius weist das Thermometer auf. Nicht mal eben so auf ein Wochenende oder eine Woche wie in Europa, sondern nonstop von Mitte Mai bis mindestens Ende September. Dabei hatten wir in diesem Sommer längere Hitzeperioden von weit mehr als 30 Grad Celsius. Wer meint, es sei fast alles vorüber, der kann sich gleich auf eine weitere Woche sowie diesen Schabbat mit Hitzewelle einstellen. 


Sommertrockenheit in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
 

Morgens gegen spätestens 7.30 Uhr muss ich meine zwei Balkontüren schliessen, denn sonst wird meine Wohnung zur tropischen Zone. Erst gegen 16.30 Uhr kann ich mich, nach Abzug der Sonne, wieder auf den Balkon wagen und dort sitzen. Aber es ist nicht nur die Hitzewelle und die damit verbundenen Waldbrände, die für Schlagzeilen sorgen. 

Am Zion Square in Jerusalem wurde ein 13 – jähriger arabischer Teen von israelischen Jugendlichen zusammengeschlagen. Eine abscheuliche Tat, doch eines fällt seltsamerweise auf: Werden Israelis von Palästinensern verprügelt oder ermordet, halten sich Netanyahu und Peres nicht selten zurück. Geht es dagegen um einen Palästinenser, so macht sich der 89 – jährige Greis Peres so richtig wichtig. Vor wenigen Tagen noch mischte er sich in Regierungsentscheidungen ein als er predigte, Israel solle den Iran nicht angreifen. Von sämtlichen Seiten hagelte es sofort Kritik auf Peres ein. Als Präsident habe er sich nirgendwo einzumischen und es geht sogar das Gerücht um, Peres wolle noch einmal antreten und Ministerpräsident werden. Dabei machte er während seiner aktiven Regierungszeit alles falsch, was er anfasste. Er lehnte die Bombardierung eines irakischen Atomreaktors ab. Dies geschah zur Zeit der Regierung Menachem Begin

Später stand besonders Peres für das Palästinenserabkommen von Oslo, welches sich als pure Katastrophe erwies. Immer wenn Peres entscheiden will, geht alles in die Hose. Vor wenigen Tagen feierte er seinen 89. Geburtstag und es wird an der Zeit abzudanken. Davor jedoch hat Peres Angst, denn dann macht er keine Schlagzeilen mehr und sitzt ganz allein daheim. 

Derweil geht der Alltag weiter und aufgrund der Hitzewelle fühlen sich viele Leute energie - und lustlos. Mich mit eingeschlossen. Bei der Hitze kommt man zu kaum etwas und ich verschiebe sämtliche Arbeitsaktivitäten auf den späten Nachmittag und Abend. 

Mitte nächsten Monats stehen die hohen jüdischen Feiertage an und was viele traditionell tun ist die Wohnung auf Rosh Hashana (jüd. Neujahrsfest) - Vordermann zu bringen. Eine Tätigkeit, die mir auch noch bevorsteht. Insbesondere der Fensterputz. 

Ferner kosten die vielen anstehen Feiertage massig Geld und, wie berichtet, erhöhen sich pünktlich zum 1. September die Preise samt Mehrwertsteuer. Und so hat ein jeder seinen Alltagskampf auszutragen und denkt dabei weniger an den Iran als an den Vermieter, der pünktlich am 1. des Monats seine Miete will. Israel ist ein teures Land, indem die Bürger mit sich selbst beschäftigt sind und die Regierung deswegen weit mehr freie Hand hat als vielleicht anderswo in der Welt.

Ach ja, und Deutschland scheint sich wieder einmal auf die Seite der Al Khaida zu schlagen und unterstützt syrische Rebellen. Das ist keine Überraschung, denn Deutschland kriecht immer irgendwo im Nahen Osten herum. Entweder bei den Iranern, den Saudis, im Libanon oder bei den Palästinensern.

Montag, 9. Juli 2012

Wegen des Beschneidungsverbots in Deutschland: Deutscher Botschafter in der Knesset


Der Knessetabgeordnete Danny Danon (LIKUD) links im Bild. Rechts sehen wir den deutschen Botschafter in Israel.

B"H 

Der deutsche Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, war zu einem Ausschusstreffen in die Knesset eingeladen worden. Thema der Diskussion des Ausschusses für Diaspora – Angelegenheiten: Das Bescheidungsverbot in Deutschland. 

Ausschussvorsitzender Danny Danon sagte, dass es nicht sein könne, dass Deutschland erneut Gesetze gegen die jüdische Religion erlasse. Nicht, nachdem was in Hitler – Deutschland vorgefallen ist. 

Daraufhin hob Andreas Michaelis hervor, wie gerade das jüdische Leben in Deutschland aufblühe. Natürlich sei das aktuelle Beschneidungsverbot eine höchst empfindliche Angelegenheit; eben wegen der deutschen Schuld am Holocaust. 

Darauf stellte Danny Danon fest, dass das Land Israel eine Mitverantwortung für die in der Diaspora lebenden Juden trage und es lege am deutschen Bundestag, das Verbot abzuschaffen und zugleich eine einwandfreie gesetzliche Regelung zu schaffen. 

Wie Michaelis reagierte, geht aus dem Artikel nicht hervor. 


Link:

Montag, 2. Juli 2012

ISRAEL HAYOM über YITZCHAK SHAMIR

B"H

Hätten wir heute noch Politiker wie Yitzchak Shamir, wer weiss, wie unser Land dann dastehen würde. Wahrscheinlich nicht so tief im Sumpf der Korruption und des Opportunismus !



Heute abend um 18.00 Uhr wird Yitzchak Shamir auf dem Jerusalemer Herzlberg beerdigt. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, an der Beisetzung teilzunehmen. Details dazu hier:

http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/Spokesman/2012/07/spokefuner010712.htm

Sonntag, 1. Juli 2012

Israel in Schlagzeilen (1. Juli 2012)


YEDIOT ACHARONOT (siehe oben) sowie ISRAEL HAYOM (unten).

Photos: Miriam Woelke

B"H
Einer der letzten großen israelischen Patrioten der alten Garde verstarb gestern im Alter von 97 Jahren: Yitzchak Shamir, in Polen geboren, im Jahre 1935 rechtzeitig vor dem Einfall der Deutschen nach Palästina gezogen, wo er, zusammen mit Avraham "Ya’ir" Stern die LECHI gründete. 

Die LECHI stand im krassen Gegensatz zur sozialistischen PALMACH des David Ben Gurion und Yitzchak Rabin. Letztere arbeiteten mit der damaligen britischen Besatzung zusammen und verrieten nicht selten andere Juden an die Briten, welche Letztere danach einfingen und hinrichteten. Das schwarze Kapitel der Palmach. 

Zweimal wurde Yitzchak Shamir israelischer Premierminister und nicht nur dann zeichnete er sich aus. Im Jahre 1996 verabschiedete sich der bescheiden gebliebene Politiker aus der Politszene und erkrankte später an Alzheimer. Morgen (Montag) abend wird Yitzchak Shamir in einem Staatsbegräbnis neben seiner Frau Shulamit beerdigt. 

Weitere Schlagzeilen: 

YEDIOT ACHARONOT schreibt, dass der italienische Torjäger Mario Balotelli einer "von uns" sei. Worauf das Blatt auf die jüdische Adoptivmutter des gebürtigen Ghanesen anspielt. Halachisch betrachtet, macht eine jüdische Adoptivmutter kein nichtjüdisch – adoptiertes Kind zum Juden. Damit das Kind letztendlich Jude wird, findet eine vorgeschriebene halachische Prozedur statt. Bei Balotelli war dies nicht der Fall, doch manchmal überwiegt der säkulere Stolz. Vielleicht auch im Hinblick darauf, dass ausgerechnet Balotelli die Deutschen aus dem EM – Turnier schoss. 

Weiterhin: 

Russische Jugendliche, Kinder von Neueinwanderern, machten am Freitag abend am Strand von Ashdod auf Party und soffen sich total zu. Danach gingen sie ins Meer schwimmen, wobei zwei von ihnen ertranken. Der Suff steht jedoch nicht nur bei den Russen im Vordergrund. Seit Jahren kaufen israelische Minderjährige, trotz gesetzlichem Verbot, Alkohol, besaufen sich und beginnen dann zu randalieren. Gerade jetzt wieder in den Sommerferien.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Siedlerdemo für neuen Gesetzesentwurf im Fall ULPANA


 Plakatvorbereitungen heute morgen

B"H

Hier die Photos von der heutige Demo der nationalrelig. Siedlerbewegung aufgrund der Knessetabstimmung bezüglich eines neuen Gesetzesentwurfes. Leider nahmen weniger Demonstraten teil als erhofft. Vermutlich auch, weil die Mehrheit arbeiten muss und nicht mitten am Tag Zeit hat, zu demonstrieren.

Was dem Movement fehlt ist viel mehr PR. Broschüren wurden lediglich in hebräischer Sprache ausgegeben anstatt auch in Englisch. Eine Website fehlt der Ulpana – Bewegung aus Beit El. Es existiert eine facebook Page auf Hebräisch und das allein ist zu wenig. Mein Vorschlag: Ein Blog oder eine Website sollte schon her; und das so schnell es geht.

Als ich gegen 11.00 Uhr zur sich anbahnenden Demo kam, bemängelte man im Protestzelt bereits die Zurückhaltung der Haredim (ultra – orthodoxer Juden). Mit denen nämlich haben es die Nationalreligiösen seit jeher nicht so und manchmal kommt es mir vor als bestehe mehr Hass auf Seiten der Nationalrelig. gegen die Haredim als seitens der säkuleren israelischen Judenheit. Insbesondere dann, wenn es um das Thema ARMEE geht, wettern die Nationalreligiösen gegen die Haredim. Täten sich beide relig. Gruppierungen gegen Netanyahu zusammen, sehe die politische Position vielleicht anders aus, aber so wettert der eine Religiöse gegen den anderen.

Im Protestzelt vernahm ich viele Stimmen, welche ihren Zweifel äußerten, ob die haredischen Knessetparteien für den nationalrelig. Gesetzesentwurf stimmen werden. Lakonisch meinten die Nationalrelig., dass die Haredim zu sehr mit ihren eigenen Belangen beschäftigt seien als sich um andere zu kümmern. Und so war die Abstimmung zum Scheitern verurteilt.

Aber nicht nur deswegen scheiterte der Gesetzesentwurf. Vielmehr machten sich diverse LIKUD Abgeordnete wegen Netanyahus Drohung, sie zu feuern, falls sie nicht gegen den Entwurf stimmen, wieder einmal in die Hose. Entweder sind sie zu feige oder man will halt seinen Job behalten. Komme was wolle, der Abgeordnete denkt an sich und nicht an das Land. Wäre der Entwurf angenommen worden, so hätte dies das Siedler Movement und die Legalität vieler weiterer Siedlungsbauten positiv beeinflusst. So aber bleibt alles beim Alten und Netanyahu, zusammen mit dem linksgerichteten Verteidigungsminister Ehud Barak, bleibt wieder einmal Sieger. Die Konkurrenz ist entweder zu schwach oder zu zerstritten. Kein Wunder also, dass unser Land im halbseidenen linken Sumpf halb untergeht.


Die Kreuzung zwischen Außenministerium, Bank Israel, dem Obersten Gerichtshof sowie der Knesset – Zufahrt wurden von den Nationalreligiösen blockiert. Aber eben nur dann mit Postern und Plakaten zugestellt, sobald die Ampeln für die Autofahrer eh auf ROT standen. Sprang die Ampel auf GRÜN, räumte die protestierende Jugend die Straße und dann begann das Spiel von vorn. Was mir auffiel waren Journalisten, die sich selbst vor den anfahrenden Autos postierten und mit ihren Photos hinterher den Eindruck erwecken wollen, die Nationalreligiösen blockierten die gesamte Kreuzung. Dem ist nicht der Fall, denn die Plakate kamen nur beim ROT der Ampel auf die Straße. Es war gräßlich mit anzusehen, wie hier ein paar Journalisten irgendwelche Action produzieren wollten, die es bei der friedlich verlaufenden Demo gar nicht gab.




Die Journaille unter sich. Teilweise blockierten Reporter aus Sensationssucht den Straßenverkehr und nicht die Demonstranten.





Bei ROT wurde demonstriert



Bei GRÜN wurde die Straße geräumt und der Autoverkehr konnte passieren.








Im Nachhinein sperrte die Polizei die Straße, doch hatte keinen Anlass, in die friedlich verlaufende Demo einzugreife.




Siedlungen verschwinden und die Araber breiten sich aus.



Im Protestzelt








Photos: Miriam Woelke

Kurzer Demobericht zur Knessetabstimmung im Fall ULPANA

B"H

Momentan bin ich dabei, Photos von der heutigen Demo des nationalrelig. Movements zusammenzustellen. Wir berichtet, geht es dabei um die heutige Knessetabstimmung bezüglich dieses Gesetzesentwurfs (genannt: REGULATION LAW).

The so-called Regulation Bill requires anyone claiming ownership of land upon which homes are being built to file a challenge and prove ownership within four years of the start of construction upon the property.

Als der kleine Stadtteil Ulpana in der nationalrelig. Siedlung Beit El im Jahre 1999 gegründet wurde, regten sich weder Israels Linke noch die palästinensischen Nachbarn auf. Erst Jahre später wendeten sich die Linken zusammen mit den Palästinensern an den Gerichtshof, welcher ihnen Recht gab. Ulpana befinde sich auf arabischem Privatbesitz, obwohl es dafür offiziell keinerlei Beweise gibt. Keine Urkunden, kein nichts. Der Oberste Gerichtshof fordert Beit El auf, Ulpana zu räumen.

  Erste Berichte lassen verlauten, dass der Gesetzesentwurf in der Knesset scheiterte.

HIER ein Bericht vorab von meiner Freundin FRUMLIFE, der ich von unterwegs Demophotos zusandte. Mein Bericht folgt in Kürze ! 


Photo: Miriam Woelke

"Stürzt der LIKUD Netanyahu ?" oder "Der Tag der Wahrheit"

B"H 

Gestern noch drohte Benjamin Netanyahu den Abgeordneten des LIKUD sowohl denen der Koalition, bloß gegen das neues Gesetz zu stimmen. Ansonsten würden Köpfe rollen. Am heutigen Mittwoch stimmt die Knesset über das "Regulation Law" ab, welches jüdischen Siedlern in Samaria (Schomron) und Yehudah (Judäa) ihren Grundbesitz sichert bzw. bei einer Räumung finanzielle Ausgleiche zusagt. 

Viele LIKUD Abgeordnete haben Netanyahus Drohgebärden satt und sie stellen sich offen gegen ihn. Wer sich die Geschichte des LIKUD anschaut, dem wird gewahr, dass Netanyahu gewiss nicht die alte Parteiideologie vertritt, sondern zusammen mit dem linksgerichteten Verteidigungsminister Ehud Barak gemeinsame Sache macht. Ergo, die LIKUD Mitglieder fühlen sich hintergangen. 

Zerbricht die Regierung am Fall ULPANA

Der Stadtteil Ulpana in der Siedlung Beit El besteht lediglich aus 14 Häusern und 84 Familien mit 120 Kindern. Viele Jahre nach der Errichtung des Stadtteiles im Jahre 1999 kam Israels radikale Linke ins Spiel und überzeugte die palästinensischen Nachbarn von Beit El, dass der Grund und Boden von Ulpana eigentlich arabischer Grundbesitz sei. So legte man beim Obersten Gerichtshof Beschwerde gegen die jüdischen Nachbarn ein. 

Trotzdem gibt es Stimmen, die bezüglich des Grundbesitzes Anderweitiges behaupten. Nach all den Jahren ist es schwer, nicht den Überblick zu verlieren, wer was sagte und behauptet. Tatsache ist, dass die Regierung Netanyahu jahrelang öffentliche Gelder in Ulpana investierten, um Straßen und Wasserleitungen zu bauen. Jetzt plötzlich soll alles dem Erdboden gleichgemacht werden ? Anstatt, dass Netanyahu sich aufbäumt und das Räumungsurteil des Obersten Gerichtshofes angeht, zieht er sich mit Ehud Barak zurück und macht auf linke Bruderschaft. 


Das Ulpana - Protestzelt nahe der Knesset

Photo: Miriam Woelke


Heute ist der Tag der Wahrheit, denn die Knesset stimmt ab. Wer von den Abgeordneten traut sich am Ende wirklich für das Gesetz und somit gegen Netanyahu zu stimmen ? Draußen vor der Knesset haben die nationalrelig. Bewohner von Beit El eine Demo angesetzt, doch auf eine weitere Reaktion warten sie noch: Werden die Haredim (ultra – orthodoxe Juden) sich an ihrem Kampf um Ulpana beteiligen ? Immerhin wissen die Haredim zu demonstrieren. Das nationalreligiöse Movement hat diesbezüglich nie etwas auf die Reihe gekriegt und knickte immer wieder ein. 

Ein heisser Tag in Jerusalem und das nicht nur wegen der prallen Sonne.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Politchaos

B"H 

Genau genommen kümmere ich mich in letzer Zeit eher um meine privaten Belange als um irgendwelche israelische Politik. Dass Israelis extrem mit ihrem Job und dem Privatleben beschäftigt sind, kommt, ohne Zweifel, den Knessetmitgliedern zugute. Wer hat schon Zeit oder Lust, deren Gerangel mitzuverfolgen ? Zwar berichtet die hiesige Presse rauf und runter über anstehende Neuwahlen (vermutlich am 4. September), doch richtig Zeit zum Thema kann sich der Normalbürger nicht nehmen. 

Zipi Livni stieg nach ihrer Partei - internen Niederlage gegen ihren Konkurrenten Sha’ul Mofaz aus der Politik aus. Insgeheim jedoch lautet es hie und da, sie plane vielleicht eine eigene Partei zu gründen. 

Auch das noch ! Haben die Leute nichts anderes mehr zu tun ? Noch eine Partei im israelischen System, aber offenbar braucht Zipi etwas für ihr Ego. 

An anderer Stelle heisst es, Zipi könne doch der neue Pseudo – Partei "Zukunft" des Ex – Journalisten und Populisten Ya'ir Lapid beitreten. Zusammen hätten die Beiden eine gute Chance, hinter Netanyahus LIKUD auf Platz 2 zu gelangen. 

Die Frage ist nur, ob sich Zipi Livni bei Lapid wieder nur als Nummer 2 einordnen kann und will. 

Lapids "Zukunfts"Partei besitzt kein Konzept und schon gar kein Programm. Wie sein Vater Yosef (Tommy) Lapid bei der abgetauchten "Schinui"Partei haut auch Ya'ir in die gleiche hetzerische Sparte: Gegen ultra – orthodoxe Juden und alles, was mit dem Judentum zu tun hat. Was Sohn Lapid von sich gibt hört sich für ich immer an wie "Die Juden sind an allem schuld !" 

Ya'ir Lapid als Populist weiss sehr genau, die Stimmung des Volkes für seine Zwecke zu nutzen. Für sich und nur für sich. Ein egoistischer narzisstischer Wichtigtuer, dem es nicht um Politik geht, sondern darum, sich selbst in der Öffentlichkeit zu sehen. 

Mit den nächsten Wahlen werden wir anscheinend die schlimmste Knesset in der Geschichte des Landes bekommen: Netanyahu bleibt Ministerpräsident, Lapid zieht in die Knesset, Zipi Livni gründet eventuell eine neue Partei und Gilad Shalits Vater Noam, dessen Ego seit der Hamas – Entführung seines Sohnes gen Horizont tendiert, zieht für die Arbeiterpartei ein. 

Die Arabische Welt lacht sich wahrscheinlich über das Knesset – Theater halb tot.

Mittwoch, 28. März 2012

Sha’ul Mofaz besiegt Zipi Livni

B"H

Die einst von Premierminister Ariel Sharon gegründete KADIMA – Partei zog gestern ihre internen Primaries durch. Sämtliche Parteimitglieder waren aufgerufen, den nächsten Vorsitzenden und damit Premierkandidaten für die kommenden Knessetwahlen zu bestimmen. Die beiden großen Konkurrenten, die bisherige Parteivorsitzende Zipi Livni, und Ex – Oberbefehlshaber sowie Ex – Verteidigungsminister Sha’ul Mofaz, kämpften jeweils bis zum Schluss um die Stimmen der Parteigenossen und hatten eigens Call Center eingerichtet, von denen aus die Mitglieder angerufen und zum Wahlgang aufgerufen wurden. Schon kurz nach der Schliessung der Kadima – Wahllokale zeichnete sich eine kleine Sensation ab: Zipi lag hinten und Erzfeind Sha’ul zog davon. Am Ende siegte Mofaz, was bedeutet, dass e seine neue Kadima – Partei geben wird. Kein Häufchen Friedenstauben und liberales Haudrauf - Gewinsel mehr. Sha’ul Mofaz kennt sich bestens in der Verteidigung unseres Landes aus und er wird kaum allem Palästinensergelaber nachgeben wie Zipi Livni.


Sha'ul Mofaz, der neue KADIMA Vorsitzende

Mofaz ist Realist und wird sich dreimal überlegen, Landabgaben an die Palästinenser festzulegen. Der große Nachteil: In der Verteidigung mag er top sein, doch von mehr hat Sha’ul Mofaz wenig Ahnung. Vor allem nicht von der Wirtschaft. Mit Sha’ul Mofaz an der Spitze wird die KADIMA für Netanyahu und den LIKUD zu einer ernsthaften Konkurrenz bei den nächsten Knessetwahlen. Allein schon deshalb, weil Mofaz nicht so links ist wie Zipi Livni und als Experte auf dem Verteidigungssektor gilt.



Mit dem im Iran geborenen Mofaz findet die KADIMA zu ihrer Männerdomäne zurück, in welcher Zipi Livni, auch aufgrund ihres Verhaltens, stets als Fremdkörper galt. Netanyahu hingegen könnte wieder neue Hoffnung auf eine große Koalition wittern, denn mit Mofaz läßt sich ggf. besser verhandeln als mit der Zicke Zipi, die niemals darüber hinwegkam, bei den letzten Knessetwahlen von Netanyahu besiegt worden zu sein.

Samstag, 25. Februar 2012

Israel: Neues aus dem horizontalen Gewerbe


Am Levinsky Park, der Tel Aviver Hochburg der "Billig"Prostitution.

Photo: Miriam Woelke
B"H

So richtig offiziell verboten ist die Prostitution in Israel nicht; eher wird sie stillschweigend geduldet. Genau das soll sich in absehbarer Zeit ändern, wenn es nach den Vorstellungen einiger weiblicher Knessetpolitikerinnen geht, die da einen offiziellen Gesetzesentwurf gegen das horizontale Gewerbe zur Abstimmung vorgelegt haben. Die Vorsitzende der Arbeiterpartei, Sheli Yechimovitz, sagte, dass Prostitution kein Beruf, sondern eine Gewalttat sei. 

Ein Arbeitskollege von mir, der gleichzeitig Jura studiert, meinte, es sei fraglich, ob das Gesetz zum Verbot der Prostitution durch die Knesset kommt. Immerhin verdienen ja viele Frauen damit ihren Lebensunterhalt. Dagegen denke ich etwas anders, denn immerhin sind nicht wenige Israelis gegen das Rotlichtmilieu. 

Trotzdem verkauft sich Sex immer noch am besten und die internationale Sexindustrie boomt wie keine andere Branche. Da kommt noch nicht einmal die Waffenindustrie mit, denn SEX SELLS. 

Erst vor ein paar Tagen quatschte mich ein alter abgefackelter Typ mitten auf der Straße an, ob ich nicht wüßte, wo denn hier so ein "Massageclub" sei. 

 "Sehe ich etwa so aus als ob ich das wüßte", fragte ich zurück. Er grummelte nur etwas von "Na, man kann ja mal fragen …". 

In der Tat wußte ich es und nannte ihm eine stadtbekannte Adresse gleich nebenan. 

 "Biste verrückt", raunzte mich ein Arbeitskollege entsetzt an. "Wenn da eine Polizeistreife vorbeikommt und das mitkriegt, dann hängen sie dir ein Verfahren wegen Förderung der Prostitution an den Hals !"

Super, dabei geben die anderen Kollegen alle die Adresse weiter, wenn einmal wieder eine Person nachfragt, die da so furchtbar "desperate" erscheint.:-)
 
Links zum Thema:



Samstag, 14. Januar 2012

Tommy und Ya'ir Lapid - Journalisten und Politiker ohne Programm

B”H

Vor wenigen Tagen gab der in Israel recht populäre Journalist und Populist Ya’ir Lapid seinen Eintritt in die Politik bekannt. Seine Kolumne bei der Tageszeitung “Yediot Acharonot” gab er auf genau so wie seine TV Shows. Von nun an will er Knessetabgeordneter werden.

Lapid suchte bisher immer eine Showbühne und ewig lange wurde bereits gemunkelt, wann denn Ya’ir seinem Vater Tommy (Yosef) Lapid in die Politszene folgen würde. Insbesondere aber steht die Frage im Vordergrund, ob Ya’ir wie sein Vater scheitern und in die Versenkung abgeschoben wird. Wobei der Unterschied vielleicht darin besteht, dass Ya’ir wesentlich jünger ist als sein Vater, welcher in der Sharon – Regierung noch Justizminister war und im Jahre 2008 verstarb. Außerdem ist Ya’ir Lapid extrem eitel und ehrgeizig.


Yosef (Tommy) Lapid, verstorben im Juni 2008


Von 1999 – 2006 leitete  Vater Tommy Lapid die “Schinui Partei”. “Schinui” steht für “Wechsel”. Ich bin mir nicht sicher, ob Tommy Lapid die Partei gründete, wie vielerseits behauptet wird. Zumindest diente er als Vorsitzender, denn “Schinui” brauchte ein bekanntes und tatkräftiges Zugpferd wie den damals noch als Journalisten fungierenden Tommy Lapid. Einziges Konzept der Partei: “Man hasse alle religiösen Juden !” Mit etwas anderes konnte die Partei gar nicht aufwarten und Ariel Sharon suchte dringend Koalitionspartner.  Tommy Lapid, der gerne betonte, dass er Holocaust – Überlebender ist, erhielt im Jahre 2003 mit “Schinui” 15 Sitze in der Knesset. Aus dem Nichts heraus galt dies als erstaunliches Ergebnis, doch suchten viele Wähler lediglich eine Abwechselung zu den seit Ewigkeiten bereits bestehenden Parteien. Wie Berlin und die “Piratenpartei”, zum Beispiel. 

Wie jetzt sein Sohn Ya’ir, drosch Vater Tommy schon vor mehr als zehn Jahren dieselben populistischen Hate Slogans gegen religiöse Juden. Das ausgemachte Ziel der Lapids: Israels ultra – orthodoxe Juden, die Haredim. 

Somit besteht das Parteiprogramm fast nur daraus, will man gerade dieser Gesellschaftsschicht den Gar ausmachen kann. Tommy Lapid ging seinerzeit sogar soweit, russischen Geschäften in Israel, welche Schweinefleisch verkauften, eine besondere Auszeichnung zukommen zu lassen. Hauptsache es ging gegen das Judentum und religiöse Juden. Mich wunderte immer, dass er nicht noch Arbeitslager einführte und alle internierte. Tommy Lapid wetterte, was das Zeug hielt und es dauerte nicht lange, da musste ihn sogar der damalige Premier Ariel Sharon zurückrufen. “Israel sei ein jüdisches Land mit jüdischer Religion”, so Sharon. Tommy Lapid gab kleinbei, doch sein Hass auf das Judentum blieb bis zum Ende Bestandteil seines Lebens und noch darüber hinaus, denn jetzt betritt sein Sohn Ya’ir die Politbühne. 

Übrigens verschwand die “Schinui” Partei 2006 wieder dorthin, von wo sie hergekommen war: In der Versenkung. Die Mitglieder wollten Lapid nicht mehr als Vorsitzenden und hinterher hörte kein Mensch von der Partei. Wenn die Bewegung überhaupt den Namen "Partei" verdient. Als Tommy Lapid im Jahre 2008 starb, hielt sich der Wirbel in Grenzen. Selbst relig. Juden brachen nicht in Jubelrufe aus, sondern jeder wusste ganz genau, was Tommy Lapid mit seinen Hasstiraden gezündet hatte. Auch ich verhielt mich auf diesem Blog, mehr oder weniger, stumm beim Tode Lapids. Er war tot und damit war die Angelegenheit abgeschlossen. “Nur schade, dass Sharon den tiefen Fall des Tommy Lapid nicht mehr mitbekam”, so schrieben einige israelische Kolumnen sarkastisch. 

Sohn Ya’ir Lapid wurde im Jahre 1963 in Tel Aviv geboren. Er ist ein in Israel bekannter Journalist und Buchautor. Um seine Politambitionen wird schon weit mehr als ein Jahr gemunkelt. Wer dazu mehr wissen will, der lese hier einen interessanten Bericht:


Ya’ir Lapid will jetzt seine eigene Partei gründen und ich frage mich, wer genau das finanziert. Lapid selber ist weder so richtig links, noch ausgesprochen rechts. Am Frieden mit den Palästinensern hegt er Zweifel und die Abgabe des Gush Katif an den Gazastreifen verurteilt er heute ebenso. Dafür hasst er ja alles Jüdisch – Orthodoxe und wenn dies das einzige Parteiprogramm bleibt, wird Ya’ir Lapid in absehbarer Zeit genau so scheitern wie schon sein Vater. 


Ya'ir Lapid


Warum gründet er seine eigene Partei ? Erstens will er sich von niemandem bevormunden lassen und zweitens wollen ihn die etablierten Parteien nicht in ihren Reihen, denn sie befürchten einen zu hohen Konkurrenzdruck. Zipi Livni will ihn nicht in ihrer KADIMA, denn ihr selbst steht das Wasser bis zum Hals. Konkurrent und Erzfeind Sha’ul Mofaz plant, sie abzusägen und selber den Parteivorsitz an sich zu reissen. Übrigens steht die KADIMA bis heute ohne eigene Ideologie da und agiert gegen die Regierung Netanyahu. Alles was Bibi macht, ist schlecht und wird zum Tagesprogramm der KADIMA. 

Die Arbeiterpartei machte gerade Sheli Yechimovitz zur Vorsitzenden und schoss Verteidigungsminister Ehud Barak ab. Außerdem tritt jetzt als Newcomer Noam Shalit ein und den kann Sheli gerade noch so unter Kontrolle halten. 

Der LIKUD hat nur Bibi (Benjamin Netanyahu) und obwohl Konkurrent Silvan Shalom immer wieder seine Wege zum heiss begehrten Parteivorsitz sucht, zieht Netanyahu ein paar Tricks und Intrigen heraus und alles bleibt vorerst beim Alten. 

Nirgendwo ist also Platz für den ehrgeizigen Ya’ir Lapid und der wiederum will sein eigener Herr sein. Orientierungslos rennt er herum und setzt auf seine TV – Popularität. Ganz so als kandidiere Thomas Gottschalk für den Bundestag. Ohne Parteiprogramm, aber man kennt ihn ja von “Wetten dass” und das allein reicht dann auch. 

Ya’ir Lapid wird allemal frischen Wind in die Knesset bringen, obwohl wir alle wissen, dass dies nie lange anhält. Sitzen die Neuen erst einmal auf ihren Abgeordnetenstühlchen, dann ist sich jeder nur noch selbst der Nächste. Trotz Medienerfahrung wird auch ein Ya’ir Lapid noch feststellen, dass von ihm Leistung gefordert wird und ein wenig Schminke vor TV – Show auftragen sowie ein Small Talk allein werden nicht ausreichen. Unterdessen sieht besonders die liberale Mitte ihre Wählerstimmen in Gefahr. Politexperte Chanan Kristall meint, dass die KADIMA nach einer Wahl des Ya’ir Lapid gänzlich verschwinden wird. Die Rechte lehnt sich vorerst abwartend zurück und wird sich über jeden Fehler Lapids ins Fäustchen lachen. Wie jetzt schon, da bekannt wurde, dass Lapid sich einen “tollen” Berater ins Haus holte: Den kriminellen und wegen Bestechung angeklagten Ehud Olmert. Und da fällt der Apfel dann doch nicht weit vom Stamm, denn was war da noch mit der Aussage Lapids: “Er wolle die Politlandschaft positiv beeinflussen”. Und das ausgerechnet mit einem kriminellen Ex - Politiker. 

Na, dann … 

Links:

Donnerstag, 12. Januar 2012

Knessetabgeordnete sammelt Pluspunkte mit Wasserglas

B”H   

Vor ein paar Tagen geriet die Knessetabgeordnete Anastassia Michaeli (Partei: Israel Beteinu) bei einer Sitzung des Erziehungsausschusses dermassen in Rage, dass sie dem arabischen Abgeordneten Raleb Majadele (Partei: Arbeiterpartei) ein Glas Wasser ins Gesicht schmiss. Das Diskussionsthema war eine arabische Schule und Majadele machte sarkastische Anspielungen, woraufhin Anastassia Michaeli erwiderte, dass eben jene arabische Schule gegen den Staat Israel demonstriert habe. Majadele befahl Anastassia Michaeli den Mund zu halten, wobei er sich gleichzeitig über sie lustig machte. Hinterher nannte der Araber die Abgeordnete eine Faschistin. Das Ergebnis ist, dass Anastassia einen Monat lang von der Knesset ausgeschlossen wurde. Beim Volk aber sammelte sie viele viele Pluspunkte und Tausende Israelis klatschen ihr Beifall zu der Aktion.