Dienstag, 18. Oktober 2011

Mörder - Express


Freigelassene Terroristen des "Shalit Deal" im Bus in die Freiheit.

Warten auf Gilad Shalit

B”H 

Trotz aller Freude, dass Gilad Shalit freikommt: Fast 500 palästinensische Mörder werden heute aus den Gefängnissen entlassen. 500 Terroristen, die geschworen haben, mit ihrem Weg des Terrors nach ihrer Entlassung fortzufahren. Die ersten 16 Terroristen sind gerade in Ost – Jerusalem freigelassen worden. Innerhalb der nächsten Tage folgen weitere Hunderte von Terroristen, die ebenfalls in die Freiheit entlassen. 

Das israelische TV berichtet live auf allen Kanälen. Über den derzeitigen Aufenthaltsort von Gilad Shalit gibt es keine genauen Infos und die Presse redet drumherum. Ob er schon in Ägypten sei und dann nach Israel einreist oder ob er sich noch in Gaza befindet. Die israelische Presse kennt keine Details und schaut auf das TV der Hamas sowie auf die BBC. Der Gefangenenaustausch erfreut sich eines riesigen Medienrummels und Hunderte Journalisten aus aller Welt sind angereist. Allerdings ist es ihnen nur begrenzt erlaubt, zu photographieren. 

Der Knessetabgeordnete der Partei “Ichud HaLe’umi”, Aryeh Eldad tut das einzig Richtige: Er protestiert mit einem Plakat und macht auf die zukünftigen Terroropfer aufmerksam. Die Terroristen machen mit dem Morden weiter und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ein neuer Anschlag stattfindet. Es darf nicht vergessen werden, dass viele viele Israelis gegen den “Shalit – Deal” sind. Auch mich darf man dazu zählen. Unter anderem trägt die Familie Shalit selber zur Ablehnung bei, denn wie sich Vater Noam Shalit in den letzten Tagen verhielt und fast die Angehörigen der Terroropfer verhöhnte, ist beispiellos. 

Letzte Nachricht: Gilad Shalit ist immer noch in Gaza.

Sukkot an der Klagemauer (Kotel)


Photo: Miriam Woelke

Montag, 17. Oktober 2011

Sukkot - Trip nach Jerusalem


 "Cafe Aroma" im Jerusalemer Machane Yehudah Markt

Photo: Miriam Woelke
B"H

Am morgigen (oder besser gesagt "schon heute") Montag gönne ich mir eine kleine Auszeit und fahre nach Jerusalem, um in der Altstadt an den Sukkotfeierlichkeiten teilzunehmen. Freunde in ihrer Sukkah besuchen und abends im ultra - orthodoxen Mea Shearim zu ein paar chassidischen Tischen zu gehen. Bilder davon wird es natürlich auch geben.:-)

Sonntag, 16. Oktober 2011

Der Countdown zur Freilassung Gilad Shalits läuft



B”H  

Dieser Tage gibt es nur noch ein Thema in Israel und je näher der Dienstag rückt, desto schlimmer wird es. 

Gleich nachdem die Regierung des Gefangenenaustausch bekanntgab, machten sich Avivah und Noam Shalit auf zurück nach Hause. Circa 16 Monate lang hatten sie in ihrem Protestzelt in Jerusalem gesessen und das fast pausenlos. Ich selbst war einige Male dort gewesen.  

Jetzt sind die Eltern von Gilad wieder daheim und heute abend kündigte Avivah Shalit den “Kampf” der Familie als offiziell beendet an. Gilad werde am Dienstag heimkehren und man danke der Presse, allen Leute, welche die Familie unterstützten sowie den Politikern. Familie Shalit kenne den Schmerz der Hinterbliebenen, deren Verwandte bei Terroranschlägen ihr Leben verloren. Hier aber gehe es um die Rettung des Lebens von Gilad. 

Avivah Shalit weiter: Wenn Gilad daheim ist, solle man die Familie in Ruhe lassen, damit ein ganz normaler Alltag einkehre. Schon heute übte ein Militärhubschrauber die Landung nahe dem Shalit – Haus in Mitzpe Hila (Nordisrael), denn der heimkehrende Sohn wird nach einigen Zwischenaufenthalten nach Hause geflogen, um dem Pressewirbel zu entgehen. Mittlerweile belagern Dutzende Reporter das Haus und jeder Schritt der Shalits wird gefilmt. Sogar, wenn die Familie den Müll rausträgt. 


Noam Shalit, der Vater von Gilad.

Photo: Gilad Shalit Blog

Der kleine Ort Mitzpe Hila, der Wohnort der Shalits, wurde von der Polizei abgesperrt, denn sonst würden Tausende Neugieriger an das Wohnhaus drängen. 

Ein Teil der freikommenden palästinensischen Terroristen wurde heute in das “Sharon – Gefängnis” zusammenverlegt. Am Dienstag morgen werden die Terroristen an ihre jeweiligen Bestimmungsorte befördert. In Ramallah bereitet Abu Mazen zusammen mit der Hamas eine riesige Empfangsparty für jene freizulassenden Terroristen vor, welche nach Ramallah abgeschoben werden. Da sieht man wieder einmal, wie sehr Abu Mazen sich den Frieden wünscht, wenn er Terroristen (unter anderem Leute, die in Israel zu 16 oder 36x lebenslänglich verurteilt wurden) zu ihren Morden an Juden beglückwünscht. 

Die Liste der freikommenden Terroristen ist grausam und beinhaltet die schlimmsten Individuen oder besser gesagt “Schlächter”. Vom Verantwortlichen der fatalen Bombenanschläge des Dolphinarium (Tel Aviv), der Pizzeria SBARRO in Jerusalem sowie dem “Café Moment” (ebenfalls Jerusalem). Ebenso kommt frei der verantwortliche Terrorist den Bombenattentates auf die Buslinie 37 in Haifa. 

Wenn es in Deutschland Diskussionen um freizulassende RAF – Terroristen wie Christian Klar gibt … Christian Klar ist nu rein kleines Licht gegenüber jenen Palästinensern, welche insgesamt 600 Israelis auf dem Gewissen haben. 

Nichtsdestotrotz findet morgen vor dem Obersten Gerichtshof in Jerusalem eine Verhandlung zum Einspruch der Hinterbliebenen von Terroropfern statt. Es ist aber anzunehmen, dass der Gerichtshof nicht gegen die Freilassung der Terroristen vorgeht.  

Seien wir einmal ehrlich: Sollte einer der Terroristen wieder mit dem Morden loslegen, wird Israel wissen zu handeln. Und diesmal nicht nur mit Knast, sondern mit ganz anderen Massnahmen. Diese Gewissheit ist es, uns den Deal irgendwie ertragen zu lassen.

Kommt Aziz Salha frei ?


Bibi (Netanyahu) lässt auch mich frei !

Aziz Salha - Einer der beteiligten palästinensischen Mörder am Lynch von Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami. 


B”H 

Am 12. Oktober 2000 nahmen die Reservesoldaten Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami die falsche Abzweigung und endeten versehentlich in Ramallah, wo sie von einem aufgebrachten palästinensischen Mob grausam gelyncht wurden. Seit diesem Moment war für mich der Friedensprozess gestorben, denn er zeigt das wahre Gesicht der Palästinenser.  

Jetzt soll einer der Mörder der beiden Soldaten, Aziz Salha, im Austausch gegen Gilad Shalit freikommen. Wenn dem so ist, zahlt Israel einen hohen Preis, denn Salha repräsentiert das Bestialische auf Erden. 


Sämtliche Berichterstattung sowie schockierende Photos der Soldaten und ihrer Mörder findet Ihr HIER !

Die Terrorachse: Iran, Hizbollah & Hamas


Samstag, 15. Oktober 2011

Die Hamas und ihre Verschwiegenheit

Photo: Höhnischer Gilad Shalit Graffiti in Gaza


B”H  

Die News Site der libanesischen Terrorgruppe Hizbollah, “Ma’an”, berichtet, dass die Hamas unter gar keinen Umständen Details zum Kidnapping des Soldaten Gilad Shalit preisgeben wird. Weiterhin sollen Aussagen der Hamas umgehen, dass die Umstände, unter denen Shalit fünf Jahre gefangengehalten wurde, ebenso wenig an die Öffentlichkeit dringen werden. Alles sei “top secret”. 

Wenn denn alles so furchtbar geheim ist, was ist mit dem Zeugen Shalit, der sicher über seine Konditionen als Gefangener berichtet ? 

Oder ist dies etwa eine Andeutung der Hamas, dass Shalit nicht mehr am Leben oder er mental so gestört ist, dass Israel nichts von ihm erfahren kann ?

Jewish News 1 (JN1)

B"H 

Mit den genauesten Angabe zum Empfang des jüdischen TV "JEWISH NEWS 1" kann ich nicht dienen, denn dies läuft weitgehend nur per Satellit. Was ich dennoch tun kann, ist Euch die Youtube Page des Senders zu geben

http://www.youtube.com/user/jewishnewsone 

Viel Spass beim Reinschauen !!!

Israelische Passkontrolle


Auf dem Carmel Markt von Tel Aviv




Weiss jemand, was das für eine Frucht ist und wie sie gegessen wird ?


Photos: Miriam Woelke

Palästinensische Gefangene in israelischer Sicherheitsverwahrung

B”H 

"Palästinensische Terroristen im israelischen Sicherheitsknast" -  Das leidliche Thema in Israel, denn die Mehrheit dieser Gefangenen führen geradezu ein Luxus – Lotterleben

Hier ein Video, welches vor einiger Zeit mit einem Handy aufgenommen worden ist. Palästinenser lachen über Gilad Shalit. Dass es ihnen viel besser gehe als Shalit in einem unterirdischen Hamas – Kerker. Ferner hocken sämtliche Terroristen zusammen, schmieden neue Mordpläne gegen Israelis und gehen ungehindert ihren radikal - islamischen Ideologien nach. 

Eine Schande, dass so etwas in einem israelischen Gefängnis stattfinden kann. 

Israel und seine aschkenazisch - weisse Werbung


Werbeposter in Tel Aviv

Photo: Ma'ariv

B”H 

Seit jeher wird in Israel aschkenazisch geworben und sephardische Juden sind in Werbespots oder auf Werbeplakaten eher die große Ausnahme. Laut einem TV – Bericht, den ich neulich sah, bilden hiesige Werbeagenturen Produktwerbungen auf aschkenazisch – weiss aussehenden Werbedarsteller. Nach wie vor gilt in unserem Land, dass Juden aus Europa oder Amerika erfolgreicher sind als Juden aus Marokko, dem Jemen, Kurdistan, Tunesien, dem Iran oder Irak. Im so übertrieben liberal – denkenden Deutschland mag man diese Einstellung als “Rassismus” werten, wobei dann aber die Tatsache, dass sephardische Juden die Aschkenazen selbst so sehen, bei der Argumentation sicherlich weggelassen wird. 

Sephardische Juden schielen nicht selten auf das Aschkenazentum, was da viel mehr Uni – Studenten, Akademiker und Wohlhabende hervorbringt. Beispiel: Man gehe ins reiche Ramat Aviv oder selbst nach Hod Hasharon und suche sephardische Juden. 

In israelischen Werbespots spielen folgende Faktoren eine immense Rolle: 

1. Soll das Leben erfolgreicher Menschen dargestellt werden. Hierzu gehören, wie erwähnt, weisse aschkenazische Juden. Ein tiefsitzendes gesellschaftliches Image. 

2. Laut Werbebranche wird eine erfolgreiche Werbefamilie in einem Spot mit ihrem Wohnort dargestellt. Und dieser Ort lautet RISHON LE’ZION. Eine Stadt südlich von Tel Aviv gelegen und bekannt dafür, dass sich immer mehr Akademiker gerade dort eine Wohnung zulegen, da Tel Aviv zu teuer geworden ist. Rishon transformiert seit längerer Zeit zu einem Schickimicki – Club. Zumindest einige neu entstandene Stadtteile. 

3. Die heimische Armee spielt bei der Werbung ebenso eine Rolle, denn sie vermittelt das Image des Beschützertums. Noch dazu, wo sich fast ein Jeder mit der Armee identifizieren kann, da er / sie selbst Soldat gewesen ist. 

4. Darüber hinaus legt die Mehrheit der Israelis einen hohen Wert auf das Gefühl, dass früher alles besser war. Man sucht die Erinnerung an eine heile Vergangenheit. An seine Kindheit, zum Beispiel. Fast jedes Kind ist mit dem Hüttenkäse von Tnuva aufgewachen. Mit BAMBA von Osem, dem MILKY (Schokoladenpudding mit Sahnehäubchen im Becher) oder dem Junk Food BISSLI. 

Kurz gesagt, die Bevölkerung sucht das Altbewährte aus der Vergangenheit, denn jeder hat so seine Erinnerungen an ein bestimmtes Produkt verbunden mit einem Moment in seinem Leben. Ferner ruft der altbewährte Hüttenkäse (einmal abgesehen von den derzeitigen hohen Preisen dafür) das im Land geliebte Gefühl “Ba’Bayit – Zuhause” hervor. Daheim sitzen, die Türe zumachen und ganz zuhause zu sein. Man selbst mit einer Tasse israelischem Nescafe von ELIT in der Hand. 

Die “Israeliyut – Israelischkeit” ist das, was in der heimischen Werbung am meisten ankommt.

Deutschland sucht Lorbeeren im “Shalit – Deal”

B”H 

Angela Merkel wäre nicht sie selbst, würde sie nicht versuchen, den ausgehandelten “Gilad Shalit – Deal” in die deutsche Vermittler – Erfolgskategorie zu ziehen. Das hatten wir doch schon alles beim Austausch “Binyamin Avraham, Adi Avitan, Omar Sawaid und Elchanan Tennenbaum”.  

Zwar war der deutsche Vermittler und BND – Mann Gerhard Konrad jahrelang an den Shalit - Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung sowie der Hamas beteiligt, den Durchbruch aber brachte vor wenigen Monaten erst ein direkter Kontakt zwischen Israel und der Hamas. Hierbei vermittelten ebenso die Ägypter. 

An dieser, letztendlich, erfolgreichen Konstellation war Deutschland nicht beteiligt gewesen und das israelische TV meldet, wie sehr Gerhard Konrad und Deutschland dieser Tage ein Stück vom Erfolgskuchen abhaben wollen. Israelische Regierungsvertreter zeigen sich davon unbeeindruckt und ich denke mir, dass die deutsche Regierung im eigenen Land das Image verbreiten wird, man habe Israel aus der Patsche geholfen. Wenn es denn dem Ego von Gerhard Konrad sowie dem Bundesnachrichtendienst hilft … Am Ende jedoch hatte das ehemalige Mossad – Mitglied und derzeitiger Unterhändler David Me'idan die besten Kontakte und es kam zu einer Einigung mit der Hamas.

Unterdessen planen Angehörige der Terroropfer vor den Obersten Gerichtshof zu ziehen, um den Gefangenenaustausch zu verhindern. Allerdings kündigte der Gerichtshof an, dass man sich nicht in den Deal einmischen werde. Obwohl die Freude darüber, dass Gilad Shalit freikommt, immens hoch ist, so sind die vielen kritischen Stimmen genau so wenig zu überhören. Laut offiziellen Quellen werden in den kommenden Monaten weitere Terroranschläge auf Israelis erwartet. Insbesondere in Samaria (Shomron) und Judäa (Yehudah). Allein bei dem Gedanken fühlen sich viele in der Bevölkerung verraten und verkauft.

Freitag, 14. Oktober 2011

Der GILAD SHALIT Deal

B”H 

Am Dienstag soll es soweit sein. Die erste Stufe des Gefangenenaustausches im “Shalit Deal – Iskat Shalit” beginnt und Israel läßt die ersten Terroristen frei. 

Nach wie vor gehen Freude über die Freilassung Gilads mit gleichzeitigen Protesten Hand in Hand. Jeder von uns weiss, dass weitere Terroranschläge verübt werden, denn keiner der Terroristen zeigte auch nur ein Fünkchen Reue. Im Gegenteil. 

Ferner sehen die Hinterbliebenen umgekommener Terroropfer einen Verrat an den Toten, wenn derjenige Mörder ungehindert frei herumläuft. Wie zum Beispiel der verantwortliche Terrorist für die fatalen Anschläge im Tel Aviver Dolphinarium (Juni 2001) sowie im Park Hotel von Netanya (2002). Oder der Mörder des gekidnappten Soldaten Nachshon Wachsman. Wachsman war im Oktober 1994 von der Hamas gekidnappt und später erschossen worden. 

Dennoch ist im Deal so Einiges verankert, was die Zukunft der freizulassenden Terroristen angeht. Von den freikommenden Terroristen der ersten Stufe werden 40 ins Ausland deportiert und sie dürfen Israel nicht mehr betreten. 163 werden sofort nach Gaza abgeschoben. 96 dürfen in ihre Heimatorte nach Samaria und Judäa (die Siedler werden sich “freuen”). 14 Terroristen dürfen zurück nach Ostjerusalem. Von diesen ersten freikommenden Terroristen dürfen 55 das Land Israel niemals wieder betreten. 

Insgesamt kommen beim Shalit - Deal 1027 Terroristen frei. 1027 Terroristen gegen einen Gilad Shalit !!!

Der Shalit – Austausch wird über Ägypten abgewickelt, welches die entscheidende Rolle in dem Deal spielt. Ganz oben an der abgesetzte Präsident Hosni Mubarak. Mit Ägypten kam der Durchbruch bei der Hamas. 

Am Dienstag soll Gilad Shalit nach Ägypten gebracht werden und danach mit einem Militärhubschrauber zu einer israelischen Armeebasis der Luftwaffe. Dort wird er zuerst auf seine Eltern Avivah und Noam sowie auf seinen Bruder Yoel und Großvater Zvi treffen.