B"H
Jeder weiß wie es ist, einen schlechten Start in den Tag zu haben. Mich ereilte es heute gleich so richtig. Erst bekam ich auf der Bank die neuen erhobenen Gebühren so richtig zu spüren. Das ist besonders ärgerlich, wenn dort eine Angestellte sitzt, die nichts tut, außer kurz etwas in den PC tippt, zwischendurch ihren Kaffee bekommt und dann nach etwas in ihrer Handtasche sucht. Drei Transaktionen und das Geld war futsch.
Danach entschloß ich mich zu allem Übel, einen Bus zu nehmen. Also wartete ich 15 Minuten und nichts geschah. Erst danach sah ich, dass die Bushaltestelle nicht mehr gültig ist. Aufgrund all der Bauten zur Straßenbahn, herrscht in der Jerusalemer Innenstadt das Straßenchaos. Jetzt wo die Yaffa zwischen King George und Shlomzion HaMalka gesperrt ist, stehen die Busse nur noch in einer Endlosschlange. Wer aus Katamon oder der German Colony kommt, steht mit seinem Bus bis in alle Ewigkeiten. Und der beliebte Jerusalemer Sport ist seit ein paar Jahren das Verlegen der Haltestellen. Gestern nacht wurde meine Haltestelle verlegt und nur durch Zufall fand ich die neue. Das Gekeife der wartenden Fahrgäste war schon in vollem Gange und bis einmal ein Bus kommt, dauert es jetzt Ewigkeiten.
Viele, die in Jerusalem weilen oder hier wohnen, sollten lieber in Erwägung ziehen, zu laufen. Gesünder ist es bei der Luftverpestung vielleicht nicht, aber schneller allemal.
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Donnerstag, 7. August 2008
Mittwoch, 6. August 2008
Jewish Blogger Convention in Jerusalem
B"H
Vor ein paar Tagen ließ mich eine Freundin von diesem Event wissen und ich schrieb mich ein. Offiziell heißt es, dass "Nefesh Be'Nefesh" sich später melden wird, um einem mitzuteilen, ob man registriert worden ist oder nicht.
Kurz darauf schon bekam ich die Zusage und ich mache mich am 20. August auf zur Nefesh Be'Nefesh Bloggers Convention in Jerusalem. Wird bestimmt interessant werden, obwohl viele schon im Internet ablästerten, dass dies ja wohl eine Convention für "Frummies - Fromme" sei. So, what ? Wir zahlen ja nichts, denn alles ist von Nefesh Be'Nefesh gestiftet.
Wer sich noch anmelden will, kann dies sicher tun. Allerdings sollte es sich um einen jüdischen Blogger mit meist orthod. Inhalt handeln. Ausserdem muss der Blog vollständig in englischer Sprache geschrieben sein !!!
Wen mein engl. Blog interessiert:
http://shearim.blogspot.com
The conference will include:
- 'Meat' & Greet: Mingle and network with fellow bloggers over a Deli buffet
- Panel Discussion: Taking Jblogging to the next level: Increasing your readership, reach and influence
- Comedy performance by FrumSatire: The Rantings of a Frum Yid with a Warped Perspective
- Branding Israel - From Vision to Reality: Zavi Apfelbaum, Director of Brand Management, Foreign Ministry
- Building Israel One Post at a Time - Open Discussion with Blogger Panelists
- Dessert
Vor ein paar Tagen ließ mich eine Freundin von diesem Event wissen und ich schrieb mich ein. Offiziell heißt es, dass "Nefesh Be'Nefesh" sich später melden wird, um einem mitzuteilen, ob man registriert worden ist oder nicht.
Kurz darauf schon bekam ich die Zusage und ich mache mich am 20. August auf zur Nefesh Be'Nefesh Bloggers Convention in Jerusalem. Wird bestimmt interessant werden, obwohl viele schon im Internet ablästerten, dass dies ja wohl eine Convention für "Frummies - Fromme" sei. So, what ? Wir zahlen ja nichts, denn alles ist von Nefesh Be'Nefesh gestiftet.
Wer sich noch anmelden will, kann dies sicher tun. Allerdings sollte es sich um einen jüdischen Blogger mit meist orthod. Inhalt handeln. Ausserdem muss der Blog vollständig in englischer Sprache geschrieben sein !!!
Wen mein engl. Blog interessiert:
http://shearim.blogspot.com
The conference will include:
- 'Meat' & Greet: Mingle and network with fellow bloggers over a Deli buffet
- Panel Discussion: Taking Jblogging to the next level: Increasing your readership, reach and influence
- Comedy performance by FrumSatire: The Rantings of a Frum Yid with a Warped Perspective
- Branding Israel - From Vision to Reality: Zavi Apfelbaum, Director of Brand Management, Foreign Ministry
- Building Israel One Post at a Time - Open Discussion with Blogger Panelists
- Dessert
Ausverkauf der Billigarbeiter
B"H
In Israel arbeiten ganz 100.000 Arbeitskräfte bei Zeitarbeitsfirmen. Seit Jahren schon haben Zeitarbeiten auch hier im Lande Hochkonjunktur, denn für ein Unternehmen sind reguläre Arbeitskräfte, wie anderswo auf der Welt auch, viel zu teuer. Außerdem kommt in Israel etwas Besonderes hinzu: Ein Festangestellter (außer Zeitarbeit) hat ein gesetzliches Anrecht auf finanzielle Entschädigung (Pizuim). Diese tritt nach drei Jahren Betriebzugehörigkeit ein und ist unabhängig davon ob der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber kündigte. Je länger jemand beschäftigt ist, desto höher die Summe der Pizuim, und da denkt so mancher Unternehmer lieber dreimal nach, bevor er einen Angestellten entläßt.
Die Arbeitskräfte der Zeitarbeitsfirmen hatten bis zum Januar dieses Jahres keinerlei Rechte. Bezahlter Urlaub, Kündigungsschutz, Feiertagsgeld, Rentenzahlungen und andere soziale Recht ? Pustekuchen. Mit viel niedrigerem Lohn müssen sie sich auch noch zufrieden geben.
Ab Oktober tritt nun ein weiteres neues Gesetz in Kraft, welches die israel. Zeitarbeiter sozial besser absichern soll. Nach dem gesetzlichen Mindestlohn von 3585 Schekel (ca. 717 Euro) steht nun die Festanstellung auf dem Plan. Jede Zeitarbeitsfirma muß dann einem Angestellten die Festanstellung (mit Arbeitsvertrag) nach neun Monaten gewähren. Zuvor war dies nicht der Fall und der Angestellte hangelte sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag. So kann man das Gesetz der Pizuim bequem umgehen und der Angestellte geht leer aus.
Nicht nur Zeitarbeitsfirmen lieben dieses System der Ausnutzung. Auch die Hebräische Uni (HebrewU) in Jerusalem sowie Regierungsbehörden degradieren auf diese Weise viele Angestellte zu Billigkräften.
Die Zeitarbeitsfirmen wollen sich dieses Gesetz nicht so einfach bieten lassen und drohen. Zum 1. Okotober würden Tausende ihren Job verlieren und den Zeitarbeitern bleibt derzeit nichts anderes übrig als abzuwarten was sich tut.
In Israel arbeiten ganz 100.000 Arbeitskräfte bei Zeitarbeitsfirmen. Seit Jahren schon haben Zeitarbeiten auch hier im Lande Hochkonjunktur, denn für ein Unternehmen sind reguläre Arbeitskräfte, wie anderswo auf der Welt auch, viel zu teuer. Außerdem kommt in Israel etwas Besonderes hinzu: Ein Festangestellter (außer Zeitarbeit) hat ein gesetzliches Anrecht auf finanzielle Entschädigung (Pizuim). Diese tritt nach drei Jahren Betriebzugehörigkeit ein und ist unabhängig davon ob der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber kündigte. Je länger jemand beschäftigt ist, desto höher die Summe der Pizuim, und da denkt so mancher Unternehmer lieber dreimal nach, bevor er einen Angestellten entläßt.
Die Arbeitskräfte der Zeitarbeitsfirmen hatten bis zum Januar dieses Jahres keinerlei Rechte. Bezahlter Urlaub, Kündigungsschutz, Feiertagsgeld, Rentenzahlungen und andere soziale Recht ? Pustekuchen. Mit viel niedrigerem Lohn müssen sie sich auch noch zufrieden geben.
Ab Oktober tritt nun ein weiteres neues Gesetz in Kraft, welches die israel. Zeitarbeiter sozial besser absichern soll. Nach dem gesetzlichen Mindestlohn von 3585 Schekel (ca. 717 Euro) steht nun die Festanstellung auf dem Plan. Jede Zeitarbeitsfirma muß dann einem Angestellten die Festanstellung (mit Arbeitsvertrag) nach neun Monaten gewähren. Zuvor war dies nicht der Fall und der Angestellte hangelte sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag. So kann man das Gesetz der Pizuim bequem umgehen und der Angestellte geht leer aus.
Nicht nur Zeitarbeitsfirmen lieben dieses System der Ausnutzung. Auch die Hebräische Uni (HebrewU) in Jerusalem sowie Regierungsbehörden degradieren auf diese Weise viele Angestellte zu Billigkräften.
Die Zeitarbeitsfirmen wollen sich dieses Gesetz nicht so einfach bieten lassen und drohen. Zum 1. Okotober würden Tausende ihren Job verlieren und den Zeitarbeitern bleibt derzeit nichts anderes übrig als abzuwarten was sich tut.
Die Flut aus Darfur
B"H
Seit einem Jahr leben in Israel mehrere Hundert oder sogar Tausend Darfur - Flüchtlinge. In Tel Aviv sieht man sie meistens auf dem Rasen des Levinsky Park, gegenüber dem Busbahnhof, campieren. Ihr Aufenthalt ist gesetzlich nicht geregelt und die Regierung hat andere Probleme als sich um Asylanten zu kümmern.
Seit Jahren wird Israel von Ausländern überschwemmt und die Israelis haben die Nase gestrichen voll. Vor allem die Angestellten des Innenministeriums bei der Visavergabe. Es wird gnadenlos abgeschoben, denn niemand weiß sonst, den Strom noch zu bewältigen.
Israel ist kein Land, in dem ein nichtjüdischer Ausländer besonders viel soziale Rechte hat. Eigentlich hat er fast gar keine Absicherungen, es sei denn, er bringt Geld mit und zahlt alles selbst. Auf Sozialhilfe haben Ausländer keinerlei Anspruch und Asylantenunterkünfte sind unbekannt. Jeder muß sich selber behelfen und irgendwie überleben.
Seit fast zehn Jahren hat sich die Gegend um den neuen Zentralen Busbahnhof von Tel Aviv in eine Kloake verwandelt. Philippinas, Afrikaner, Russen, Chinesen und Rumänen. Zwischen Peep - Shows und Gemüsehandlung wird billig gehaust und Israelis, die nicht unbedingt in der Gegend etwas Dringendes zu erledigen haben, lassen sich dort nicht mehr blicken.
Jetzt regt sich auch noch die Kleinstadt Lod (Lud) auf, denn sie soll einen Teil der Darfur - Flüchtlinge aufnehmen. Aber wohin mit ihnen ?
Lod, gleich neben dem Ben Gurion Flughafen, erholt sich langsam aus einer Krise und wer sich umschaut, der entdeckt massig Neubauten und Shopping Malls. Der kleine Mann aus Lod jedoch kann sich nur wenig leisten. Jobs gibt es, doch nur bedingt. Und die ansässigen sephardischen Juden, Palis sowie Äthiopier kloppen sich fast um jede Stelle. Die Einwohnerschaft betrachtet die Äthiopier schon als zuviel und nun sollen die Darfur - Leute kommen. Die Äthiopier wiederum sehen Darfur als Konkurrenz.
Tatsache ist, dass auch der Jerusalemer Stadtteil Nachlaot in den vergangenen Monaten von Äthiopier überschwemmt wurde. Vor dem Kiosk in der Nissim Behar Street stehen fast immer Zwanzig von ihnen vor einer Kneipe, schütten sich zu und gröhlen die Passanten an. Beliebt machen sie sich damit gerade nicht. In Lod soll das Gleiche der Fall sein und deswegen sieht man bei den Darfur - Leuten rot. Die seien bestimmt auch nicht anders. Das Resultat ist, dass sich schon lange eine Zweiklassen - Gesellschaft zwischen Schwarz und Weiß aufgetan hat. In einigen Gegenden sieht man Schwarz, in anderen hingegen gar nicht, denn da will Weiß gefälligst unter sich bleiben.
Seit einem Jahr leben in Israel mehrere Hundert oder sogar Tausend Darfur - Flüchtlinge. In Tel Aviv sieht man sie meistens auf dem Rasen des Levinsky Park, gegenüber dem Busbahnhof, campieren. Ihr Aufenthalt ist gesetzlich nicht geregelt und die Regierung hat andere Probleme als sich um Asylanten zu kümmern.
Seit Jahren wird Israel von Ausländern überschwemmt und die Israelis haben die Nase gestrichen voll. Vor allem die Angestellten des Innenministeriums bei der Visavergabe. Es wird gnadenlos abgeschoben, denn niemand weiß sonst, den Strom noch zu bewältigen.
Israel ist kein Land, in dem ein nichtjüdischer Ausländer besonders viel soziale Rechte hat. Eigentlich hat er fast gar keine Absicherungen, es sei denn, er bringt Geld mit und zahlt alles selbst. Auf Sozialhilfe haben Ausländer keinerlei Anspruch und Asylantenunterkünfte sind unbekannt. Jeder muß sich selber behelfen und irgendwie überleben.
Seit fast zehn Jahren hat sich die Gegend um den neuen Zentralen Busbahnhof von Tel Aviv in eine Kloake verwandelt. Philippinas, Afrikaner, Russen, Chinesen und Rumänen. Zwischen Peep - Shows und Gemüsehandlung wird billig gehaust und Israelis, die nicht unbedingt in der Gegend etwas Dringendes zu erledigen haben, lassen sich dort nicht mehr blicken.
Jetzt regt sich auch noch die Kleinstadt Lod (Lud) auf, denn sie soll einen Teil der Darfur - Flüchtlinge aufnehmen. Aber wohin mit ihnen ?
Lod, gleich neben dem Ben Gurion Flughafen, erholt sich langsam aus einer Krise und wer sich umschaut, der entdeckt massig Neubauten und Shopping Malls. Der kleine Mann aus Lod jedoch kann sich nur wenig leisten. Jobs gibt es, doch nur bedingt. Und die ansässigen sephardischen Juden, Palis sowie Äthiopier kloppen sich fast um jede Stelle. Die Einwohnerschaft betrachtet die Äthiopier schon als zuviel und nun sollen die Darfur - Leute kommen. Die Äthiopier wiederum sehen Darfur als Konkurrenz.
Tatsache ist, dass auch der Jerusalemer Stadtteil Nachlaot in den vergangenen Monaten von Äthiopier überschwemmt wurde. Vor dem Kiosk in der Nissim Behar Street stehen fast immer Zwanzig von ihnen vor einer Kneipe, schütten sich zu und gröhlen die Passanten an. Beliebt machen sie sich damit gerade nicht. In Lod soll das Gleiche der Fall sein und deswegen sieht man bei den Darfur - Leuten rot. Die seien bestimmt auch nicht anders. Das Resultat ist, dass sich schon lange eine Zweiklassen - Gesellschaft zwischen Schwarz und Weiß aufgetan hat. In einigen Gegenden sieht man Schwarz, in anderen hingegen gar nicht, denn da will Weiß gefälligst unter sich bleiben.
Politikeressen
B"H
Ein Bekannter von mir hatte neulich beruflich in der Knesset zu tun und berichtete mir hinterher, dass eine riesige Mahlzeit in der dortigen Kantine nur 5 Schekel (1 Euro) koste. Kein Wunder, dass der Staat kein Geld hat. Vielleicht sollte man alle Hungernden einmal in der Knessetkantine vorbeischicken.
Ein Bekannter von mir hatte neulich beruflich in der Knesset zu tun und berichtete mir hinterher, dass eine riesige Mahlzeit in der dortigen Kantine nur 5 Schekel (1 Euro) koste. Kein Wunder, dass der Staat kein Geld hat. Vielleicht sollte man alle Hungernden einmal in der Knessetkantine vorbeischicken.
Dienstag, 5. August 2008
Gestrandet in Israel
B"H
Immer wieder ereilen mich e - mails von Leuten, die unbedingt in Israel leben möchten. Die Rede ist nicht von Juden, die meine Hilfe wohl kaum benötigen, denn bei der Jewish Agency, Nefesh Be'Nefesh sowie der auch für Deutschland zuständigen British Olim Society sind sie, was die Aliyah betrifft, in guten Händen. Nein, vielmehr kommen die Anfragen von Nichtjuden. Zwar bin ich nicht die Israelische Botschaft, doch kann ich aktuell nur jedem Nichtjuden abraten, mit dem Gedanken zu spielen, seine Bleibe aufzugeben und aufs Geratewohl mit Sack und Pack nach Israel zu ziehen. Einfach so mit dreimonatigem Touristenvisum.
Unzählige Male habe ich schon zu dem Thema einiges berichtet, was jedoch die Leute nicht von ihren "Träumen" abhält. Und nun sage ich nochmals: Wer als Nichtjude einreist, der fliegt irgendwann schneller raus als er es sich das vorstellen kann. Zwar kann der Betreffende vorerst mit einem Drei - Monatsvisum einreisen und sich eine Bleibe suchen. Beim Job schaut es schon komplizierter aus, denn soviel mit illegal jobben ist nicht mehr. Und mehrheitlich plagen sich die Firmen nicht mit der Touristenbürokratie, sprich Arbeitserlaubnis, herum. Da nehmen sie lieber einen Israeli. Noch dazu wo die Visafrage nie geklärt ist.
Was glaubt Ihr (jene, die es angeht) wieviele Touristen ich kenne, die mit der Angst herumlaufen, abgeschoben zu werden ? Jeder Gang zur Visaverlängerung auf dem Innenministerium wird zu Tortur. Empfehlungen mitbringen und was weiß ich … das alles hilft nichts mehr. Ein - zweimal bekommt man eine Verlängerung, und dann ? Danach folgt der nächste Schritt, der da lautet: alle drei Monate nach Griechenland oder Zypern zu fahren, um nach wenigen Tagen wieder nach Israel zurückzukehren und an der Grenze ein neues Drei - Monatsvisum zu erhalten. Eine zeitweilige Ausreise nach Jordanien oder Ägypten bringt gewöhnlich keine drei Monate, sondern meist nur noch einen Monat mit sich.
Und mit einem Touristenvisum ist Euch das arbeiten generell verboten. Jobsuche ? Ist schwer und für Euch noch viel schwerer. Außerdem habt Ihr kaum Rechte und eine reguläre Krankenkasse (außer jene für Touristen) nimmt Euch nicht auf. Dazu die Katastrophe mit dem Innenministerium. Und wer auch noch meint, den Angestellten dort tolle Stories erzählen zu können, der irrt sich aber ziemlich. Meint Ihr, die hören nur Eure Stories ? Wöchentlich kommen Hunderte zur Verlängerung und jeder hat etwas zu jammern. Die Angestellten sind oft alles andere als freundlich und Freunde berichteten mir, dass ihnen schon der Paß zugeschmissen wurde und sie nur noch das Wort "Raus" hörten.
Spätestens nach fünf Jahren ist fast immer Schluß. Dann gibt es auch am Flughafen kein neues Visum mehr und der Betreffende muß Israel für mindestens ein Jahr verlassen. Danach geht der Zirkus von vorn los.
Ich kann nicht verstehen, warum sich Leute das antun wollen. Innerhalb meinen 12 oder 13 Jahren hier sah ich soviele Fälle davon. Leute setzten sich einfach ins Flugzeug und kamen nach Tel Aviv. Vom Land und der Bürokratie hatten sie keine Ahnung und irgendwann gaben sie auf, bekamen Geld aus Deutschland geschickt und flogen heim.
Es wäre sinnvoller, sich vorher gründlichst zu informieren, aber dennoch gilt fast immer, dass es keine neuen Visa gibt. Wer heiraten will, bitte, aber richtiges Mitglied der Gesellschaft wird er als Nichtjude kaum. Hinter dem Rücken heißt es fast immer: "Naja, der ist ja kein Jude".
Links:
Israelische Botschaft in Berlin
Immer wieder ereilen mich e - mails von Leuten, die unbedingt in Israel leben möchten. Die Rede ist nicht von Juden, die meine Hilfe wohl kaum benötigen, denn bei der Jewish Agency, Nefesh Be'Nefesh sowie der auch für Deutschland zuständigen British Olim Society sind sie, was die Aliyah betrifft, in guten Händen. Nein, vielmehr kommen die Anfragen von Nichtjuden. Zwar bin ich nicht die Israelische Botschaft, doch kann ich aktuell nur jedem Nichtjuden abraten, mit dem Gedanken zu spielen, seine Bleibe aufzugeben und aufs Geratewohl mit Sack und Pack nach Israel zu ziehen. Einfach so mit dreimonatigem Touristenvisum.
Unzählige Male habe ich schon zu dem Thema einiges berichtet, was jedoch die Leute nicht von ihren "Träumen" abhält. Und nun sage ich nochmals: Wer als Nichtjude einreist, der fliegt irgendwann schneller raus als er es sich das vorstellen kann. Zwar kann der Betreffende vorerst mit einem Drei - Monatsvisum einreisen und sich eine Bleibe suchen. Beim Job schaut es schon komplizierter aus, denn soviel mit illegal jobben ist nicht mehr. Und mehrheitlich plagen sich die Firmen nicht mit der Touristenbürokratie, sprich Arbeitserlaubnis, herum. Da nehmen sie lieber einen Israeli. Noch dazu wo die Visafrage nie geklärt ist.
Was glaubt Ihr (jene, die es angeht) wieviele Touristen ich kenne, die mit der Angst herumlaufen, abgeschoben zu werden ? Jeder Gang zur Visaverlängerung auf dem Innenministerium wird zu Tortur. Empfehlungen mitbringen und was weiß ich … das alles hilft nichts mehr. Ein - zweimal bekommt man eine Verlängerung, und dann ? Danach folgt der nächste Schritt, der da lautet: alle drei Monate nach Griechenland oder Zypern zu fahren, um nach wenigen Tagen wieder nach Israel zurückzukehren und an der Grenze ein neues Drei - Monatsvisum zu erhalten. Eine zeitweilige Ausreise nach Jordanien oder Ägypten bringt gewöhnlich keine drei Monate, sondern meist nur noch einen Monat mit sich.
Und mit einem Touristenvisum ist Euch das arbeiten generell verboten. Jobsuche ? Ist schwer und für Euch noch viel schwerer. Außerdem habt Ihr kaum Rechte und eine reguläre Krankenkasse (außer jene für Touristen) nimmt Euch nicht auf. Dazu die Katastrophe mit dem Innenministerium. Und wer auch noch meint, den Angestellten dort tolle Stories erzählen zu können, der irrt sich aber ziemlich. Meint Ihr, die hören nur Eure Stories ? Wöchentlich kommen Hunderte zur Verlängerung und jeder hat etwas zu jammern. Die Angestellten sind oft alles andere als freundlich und Freunde berichteten mir, dass ihnen schon der Paß zugeschmissen wurde und sie nur noch das Wort "Raus" hörten.
Spätestens nach fünf Jahren ist fast immer Schluß. Dann gibt es auch am Flughafen kein neues Visum mehr und der Betreffende muß Israel für mindestens ein Jahr verlassen. Danach geht der Zirkus von vorn los.
Ich kann nicht verstehen, warum sich Leute das antun wollen. Innerhalb meinen 12 oder 13 Jahren hier sah ich soviele Fälle davon. Leute setzten sich einfach ins Flugzeug und kamen nach Tel Aviv. Vom Land und der Bürokratie hatten sie keine Ahnung und irgendwann gaben sie auf, bekamen Geld aus Deutschland geschickt und flogen heim.
Es wäre sinnvoller, sich vorher gründlichst zu informieren, aber dennoch gilt fast immer, dass es keine neuen Visa gibt. Wer heiraten will, bitte, aber richtiges Mitglied der Gesellschaft wird er als Nichtjude kaum. Hinter dem Rücken heißt es fast immer: "Naja, der ist ja kein Jude".
Links:
Israelische Botschaft in Berlin
Verblendung oder Dummheit ?
B"H
Die Jerusalemer Wochenzeitung "Kol HaZman" berichtete am letzten Freitag in einem mehrseitigen Artikel über Touristen, die nach Israel kommen, um den Palästinensern beim Wiederaufbau ihrer "zerstörten" Häuser zu helfen.
Die Jerusalemer Stadtverwaltung geht rigoros gegen jeden vor, der illegal baut. Dies betrifft jüdische Einwohner genauso wie palästinensische. In Ost - Jerusalem wird wie wild gebaut, ohne das jemals Baugenehmigungen erteilt werden. So ist die Sicherheit des Baus gefährdet, genauso wie die Stadtsteuer Arnona gerne hinterzogen wird.
Arnona wird für jeden einzelnen Wohnquadratmeter eines Hauses bzw. einer Wohnung erhoben. Bei illegalen Bauten werden Wohneinheiten hinzugefügt, ohne das dies der Steuer mitgeteilt wird. Dazu kommt die teilweise billige Pfuscharbeit, welche den Bau an sich schon der Einsturzgefahr aussetzt.
Wer in Jerusalem illegal baut und erwischt wird, der kommt vor Gericht. Gibt es keine Einigung, kommt ein Bautrupp vorbei und zerstört den illegalen Anbau. So werden vor allem im chaotisch bebauten Ost - Jerusalem jährlich unzählige illegale Bauten zerstört. Die Palästinenser weinen der Weltöffentlichkeit etwas vor und diese reagiert, ohne genaue Fakten zu kennen. Wenn es denn nur gegen Israel geht, sind viele sofort gerne bei der Sache. Und so melden sich alljährlich zahlreiche internationale Volontäre an, die sich bereiterklären, den Palis beim Wiederaufbau ihrer illegalen Bauten behilflich zu sein. Derzeit arbeiten in Ost - Jerusalem Volontäre aus England, den USA, Holland, Portugal, Finnland und Norwegen.
Wie dumm muss jemand sein, um die Fakten nicht zu begreifen ?
Aber wer dennoch dabei sein will - umsonst ist nichts im Leben.
Da soll man sein Volontariat auch noch selbst bezahlen:
Mit stolzen 1500 Dollar ist man dabei.
Dann mal bis zum nächsten Einsturz !
Die Jerusalemer Wochenzeitung "Kol HaZman" berichtete am letzten Freitag in einem mehrseitigen Artikel über Touristen, die nach Israel kommen, um den Palästinensern beim Wiederaufbau ihrer "zerstörten" Häuser zu helfen.
Die Jerusalemer Stadtverwaltung geht rigoros gegen jeden vor, der illegal baut. Dies betrifft jüdische Einwohner genauso wie palästinensische. In Ost - Jerusalem wird wie wild gebaut, ohne das jemals Baugenehmigungen erteilt werden. So ist die Sicherheit des Baus gefährdet, genauso wie die Stadtsteuer Arnona gerne hinterzogen wird.
Arnona wird für jeden einzelnen Wohnquadratmeter eines Hauses bzw. einer Wohnung erhoben. Bei illegalen Bauten werden Wohneinheiten hinzugefügt, ohne das dies der Steuer mitgeteilt wird. Dazu kommt die teilweise billige Pfuscharbeit, welche den Bau an sich schon der Einsturzgefahr aussetzt.
Wer in Jerusalem illegal baut und erwischt wird, der kommt vor Gericht. Gibt es keine Einigung, kommt ein Bautrupp vorbei und zerstört den illegalen Anbau. So werden vor allem im chaotisch bebauten Ost - Jerusalem jährlich unzählige illegale Bauten zerstört. Die Palästinenser weinen der Weltöffentlichkeit etwas vor und diese reagiert, ohne genaue Fakten zu kennen. Wenn es denn nur gegen Israel geht, sind viele sofort gerne bei der Sache. Und so melden sich alljährlich zahlreiche internationale Volontäre an, die sich bereiterklären, den Palis beim Wiederaufbau ihrer illegalen Bauten behilflich zu sein. Derzeit arbeiten in Ost - Jerusalem Volontäre aus England, den USA, Holland, Portugal, Finnland und Norwegen.
Wie dumm muss jemand sein, um die Fakten nicht zu begreifen ?
Aber wer dennoch dabei sein will - umsonst ist nichts im Leben.
Da soll man sein Volontariat auch noch selbst bezahlen:
Mit stolzen 1500 Dollar ist man dabei.
Dann mal bis zum nächsten Einsturz !
Chaos in der Jaffa Road
B"H
Seit heute früh ist die Jaffa Road in Jerusalem halbseitig oder sogar vollständig gesperrt. Dies betrifft insbesondere den Abschnitt zwischen King George und Shlomzion HaMalka. Die Busse werden umgeleitet.
Wer jedoch denkt, dass endlich die große romantische Ruhe eingekehrt ist, irrt. Der Grund der Straßensperrung ist das Verlegen des neuen Schienennetzes, denn ab ca. 2011 soll eine Straßenbahn durch Jerusalem rollen. Statt Ruhe gibt es jetzt aber erst einmal den Preßlufthammer zu hören.
Seit heute früh ist die Jaffa Road in Jerusalem halbseitig oder sogar vollständig gesperrt. Dies betrifft insbesondere den Abschnitt zwischen King George und Shlomzion HaMalka. Die Busse werden umgeleitet.
Wer jedoch denkt, dass endlich die große romantische Ruhe eingekehrt ist, irrt. Der Grund der Straßensperrung ist das Verlegen des neuen Schienennetzes, denn ab ca. 2011 soll eine Straßenbahn durch Jerusalem rollen. Statt Ruhe gibt es jetzt aber erst einmal den Preßlufthammer zu hören.
Montag, 4. August 2008
Bituach Leumi
B"H
Auf vielerlei Anfragen habe ich einmal einen Link zum israel. Sozialversicherungssystem herausgesucht. Das System funktioniert wesentlich anders als in Deutschland und ich hoffe, dass die Website einigermassen verständlich ist.
BITUACH LE'UMI, so heisst die israel. Sozialversicherung.
http://www.btl.gov.il/NR/exeres/2130471C-E92B-4194-AC9E-FF8FDDB955BD.htm
Auf vielerlei Anfragen habe ich einmal einen Link zum israel. Sozialversicherungssystem herausgesucht. Das System funktioniert wesentlich anders als in Deutschland und ich hoffe, dass die Website einigermassen verständlich ist.
BITUACH LE'UMI, so heisst die israel. Sozialversicherung.
http://www.btl.gov.il/NR/exeres/2130471C-E92B-4194-AC9E-FF8FDDB955BD.htm
Der Gang zurück

B"H
Das Jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt ist eine kleine Welt für sich. Der einfachste Weg in sie hineinzugelangen ist ein Gang durch das Yaffa - Tor, rechts an der Polizeistation vorbei, und dann links in die kleine schmale Gasse vor dem Torbogen über der Straße einbiegen. Danach einfach immer der Menschenmenge nach geradeaus mitlaufen. Durch das Armenische Viertel hindurch, hinunter bis zum Cardo, den Ausgrabungen einer ehemaligen römischen Geschäftsstraße, die vor 2000 Jahren bis hinüber zum Damaskus - Tor reichte. Heute ist das Damaskus - Tor mit den alten Zeiten kaum vergleichbar, denn es ist Teil des Arabischen Viertels. Gleich gegenüber befinden sich die Treffpunkte der Hamas.
Am Cardo mit seinen römischen Säulen einfach geradeaus gelangt man zum Mittelpunkt des Jüdischen Viertels, dem Square. Früher war er einmal größer, doch heute ist er fast zur Hälfte mit Bauwagen und Material zugestellt. Neugebaut wird die einstige von den Jordaniern zerstörte Hurva - Synagoge. Bis vor kurzem sahen wir nur die Ruinen, doch der Traum vieler war es, diese alte Synagoge wieder aufzubauen. Geld wurde gesammelt. Viel Geld und seit Monaten wird gebaut. Der Rohbau ist fast fertiggestellt.

Die Ruinen der alten Hurva Synagoge

Neubau der Hurva
Drumherum befinden sich Bänke und die üblichen Häuser der Altstadt aus Jerusalemstein. Nicht weit entfernt liegen die großen Yeshivot (relig. Schulen) sowie weitere relig. Programme. Derzeit befinde ich mich einige Tage hier, denn ich schreibe einen Report über das "Baalei Teshuva - Movement", jenen Leuten, die im später Verlauf ihres Lebens religiös geworden sind oder dabei sind, relig. zu werden.

Jewish Quarter Flair
Wer sich länger im Jüdischen Viertel aufhält, kann irgendwann den Ghettokoller bekommen. Alles geht so geruhsam als ob nichts anderes auf der Welt existieren täte. Tagsüber arbeitet man und die Yeshivastudenten lernen Torah. Spätnachmittags oder abends trifft man sich am Square. Touristen ziehen vorbei in Richtung Treppen, welche zur Klagemauer (Kotel) herabführen. Für jüngere Yeshiva Leute aus aller Welt und jenen, welche an relig. Programmen teilnehmen, wird diese kleine Welt schnell zum Zuhause. Es gleicht einem Kibbutz oder Dorf. Man kennt sich aus der Yeshiva, wohnt für Monate zusammen in den Dormitories. Soetwas verbindet und läßt eine fast totgeglaubte Zeltlagerstimmung aufkommen. Nicht, dass man hier unbedingt bleiben will und außerdem gibt es ja eh noch die Neustadt mit ihrem Trubel. Aber Action oder nicht, zum Square im Jüdischen Viertel kehrt man immer wieder gerne zurück, weil er schnell ein Stück Heimat wurde. Selbst dann, wenn die Yeshivazeit schon längst Vergangenheit ist, die Erinnerungen bleiben.
Klingt sentimental ? Vielleicht, doch habe ich gestern abend auf einer der Bänke gesessen und mir die Umgebung betrachtet. Dabei sind die Erinnerungen an meine eigenen Programme von vor zwölf Jahren zurückgekommen. Viel hat sich nicht verändert. Die Leute sind andere, doch die Gesprächsthemen blieben die alten.


Klagemauer (Kotel)
Sonntag, 3. August 2008
Die Nationalreligiösen machen mobil
B"H
Der neue / alte Bann der Nationalrelig.:
http://chassidicstories.blogspot.com/2008/08/die-nationalreligisen-machen-mobil.html
Der neue / alte Bann der Nationalrelig.:
http://chassidicstories.blogspot.com/2008/08/die-nationalreligisen-machen-mobil.html
Gush Katif klagt an …
Ehemalige Siedling Neve Dekalim in Gush Katif
B"H
In diesem Monat jährt sich der israelische Abzug aus dem Gazastreifen zum dritten Mal. Und obwohl die israel. Armee gestern Abend die verschlossenen Metalltore zum Gazastreifen kurzfristig öffnete, um 200 verletzte palästinensische Fatach (Bewegung des Abu Mazen) - Anhänger in israel. Krankenhäuser zu befördern, will Israel selbst mit Gaza nichts mehr zu tun haben. Die Armee wollte nur weg und jeder weitere Gedanke an einen dortigen Einmarsch aufgrund der Kassam - Raketenangriffe auf Sderot oder Aschkelon, läßt allseits Unbehagen aufkommen. Gaza sei abgehakt.
Von israel. Seite aus betrachtet man die Aufnahme der 200 verletzten Fatach - Anhänger als "humanitäre Hilfe". Die Stimmen dagegen, z.B. vom Knessetmitglied Aryeh Eldad (Ichut HaLeumit) lauten, dass von humanitärer Hilfe keine Rede sein kann, wenn sich Israel selbst neue Terroristen ins Land holt. Schließlich seien Abu Mazens "Kämpfer" auch nicht viel mehr wert als die Hamas. Anstatt mit Gaza abzuschließen, ist Israel nach wie vor gezwungen, sich mit ausgerechnet diesem leidigen Thema auseinanderzusetzen.
Hinzu kommt, dass die 8000 geräumten Gaza - Siedler immer noch unter einem Schock stehen. Das eigene Land sowie die eigene Regierung haben sie fallenlassen. Wen kümmern heute noch aufgegebene Orte wie Neve Dekalim oder Atzmona ? Die Häuser wurden noch von den Israelis zerstört und seither hat sich nichts verändert. Die Ruinen liegen brach und drumherum übt die Hamas militärische Kriegsspiele. Was hat sich also für Israel geändert ?

Ehemalige israel. Siedlungen im Gazastreifen
Die Tatsache, dass die Hamas eine bessere und nähere Schußbahn nach Israel hat. Die Raketen erreichen nun Aschkelon, Sderot noch viel besser und demnächst auch Kiryat Gat und Ashdod.
Aber machen wir uns nichts vor, denn mit oder ohne der Aufgabe Gazas täte die Hamas wie wild um sich ballern. Und wäre es nicht die Hamas, dann halt Abu Mazen & Co. Täglich erfolgen ausgiebige Waffenschmuggel von Ägypten nach Gaza und die Palis rüsten auf. Von der Panzerabwehrrakete bis hin zur Missile ist alles dabei.
Das nationalrelig. Movement hat sich von dem Gush Katif - Schock nie richtig erholt. Vor drei Jahren noch gaben sich die Rabbiner zwiespältig. Räumungsbefehl verweigern oder nicht ?
Soll ein nationalrelig. Soldat den Befehl eines Vorgesetzten verweigern und lieber ein paar Monate im Militärknast sitzen ? Einige Soldaten taten dies und wurden als Helden gefeiert. Trotzdem waren Stimmen zu hören, dass gerade jene Rabbiner die betroffenen Soldaten hinterher fallenliessen und sich nicht mehr um ihre Anordnungen bzw. die Ausführenden kümmerten. So gab es besonders viel kritische Stimmen zu Rabbi Shlomo Aviner. Erst alle zur Verweigerung aufgerufen, dann aber hinterher geschwiegen bzw. alles verleugnet.
Olmert plant insgeheim eine fast vollständige Rückgabe Samarias (Shomron) an die Palästinenser. Käme diese Entscheidung zustande, hiesse dies, dass weitere Tausende ihre Häuser verlieren. Und dieses Mal ist nicht nur die Rede von 8000 Menschen, sondern von Hunderttausenden. Und dieses Mal werde es Krieg geben und man gebe seine Wohnorte nicht so einfach auf. Schließlich stehen die Gush Katif - Leute nach wie vor auf der Straße. Was wolle die Regierung also den neuen Hunderttausenden bieten ? Sollen alle am Strand campieren ?
Wer heutzutage "Siedlungen" hört, der denkt sofort an irgendwelche durchgeknallten Religiösen, die sie eh nicht alle haben. Aber wer im Ausland differenziert eigentlich, welche Richtungen diese Relig. angehören ? Niemand tut das, weil kaum jemand sich auskennt geschweige sich darüber Gedanken macht. Welche Ideologie verfolgen die Siedler ? Wenn sie denn tatsächlich relig. sind, denn genauso gibt es zahlreiche säkulere Siedlungen. In Gaza wurden auch säkulere Israelis geräumt.
Bis heute haben jene Jugendlichen Probleme mit dem Militär, welche sich vor drei Jahren aktiv an den Demos gegen die Räumungen Gush Katifs beteiligten. Jugendliche aus Gush Katif blockierten ihre Wohnorte und das Militär griff ein. Dabei kam es zu Krawallen und Handgreiflichkeiten. Auch seitens der Armee. Verhafteten Jugendlichen wurde hinterher mitgeteilt, dass sie ab ihrem 18. Lebensjahr nicht in der Armee dienen können. Die Gush Katifler kämpfen immer noch um dieses Recht, aber die Regierung will keine etwaigen fanatischen relig. Siedler in der Armee. Andererseits stellen sich gerade diese Leute als hervorragende Soldaten heraus. Soldaten, die nicht gegen die internen Militärgesetze verstossen, sondern einfach nur treue Zionisten sind. Olmert jedoch will sie nicht, denn schließlich gehören sie wohl kaum zu seiner Wählerschaft. Keine anderen Politker haben das Land so zerrissen wie Ariel Sharon und Ehud Olmert.
In etwas mehr als einer Woche (am 11. Av) eröffnet in Jerusalem ein "Gush Katif Museum".
Location:
Shaarei Zedek 5 (nahe der Agrippas).
Das Museum setzt sich zum Ziel Jugendliche über die Aufgabe des Gush zu informieren, um genau diesen Fehlern in der Zukunft vorzubeugen. Wer weitere Einzelheiten erfahren will, der kann sich an die Rufnummer 08 - 8584353 wenden.
Des Weiteren werden jetzt zum Jahrestag extra "Nerot Zikaron - Erinnerungskerzen" ausgegeben. Normalerweise werden diese Kerzen nur zur Erinnerung an Verstorbene gezündet, doch auch das ehemalige Gush Katif wird als solches betrachtet.
Aber warum das Ganze ? Sollte man nicht lieber akzeptieren, dass Gush Katif nicht mehr existiert. Weiterleben anstatt der Vergangenheit nachzutrauern ?
Vielleicht wäre dies möglich, wenn die Regierung Olmert (und sicher nachher auch Mofaz und Livni) nicht immer wieder von weiteren gravierenden Landabgaben reden würde. Der Golan, Samaria, Jerusalem … wo soll es enden ? Sind wir bald alle Gush Katifler ? Ohne Heimat und unter Dauerbeschuß.
Eine Regierung beschließt es, die andere bereut, aber schert sich nicht um die Opfer. Solange, bis wir kein Land mehr haben. Und genau für diese Sorge steht die Kampagne Gush Katif. Gerade jetzt vor Tisha Be' Av, dem am folgenden Sonntag anstehenden Fasten - und Trauertag beider Tempelzerstörungen.
Links:
Gush Katif Net
http://en.wikipedia.org/wiki/Gush_Katif
Ehemaliges Gush Katif
Freitag, 1. August 2008
Zipi an den Herd !
B"H
Warzone - Der Kampf ist offiziell eröffnet. Olmert dankt nach den Primaries (Wahlen des neuen Parteivorsitzenden) ab und nun prügeln sich die zwei Nachfolgekandidaten, Außenministerin Zipi Livni sowie Verkehrsminister Sha'ul Mofaz, um die Nachfolge. Beide sind sich Spinnefeind und Olmert setzt alles daran, Mofaz zu unterstützen, damit Livni (sein Nemesis) fällt. Zipi Livni wiederum kündigte ihren Abschied aus der Kadima an, sollte sie bei den Primaries scheitern. Dann nämlich wolle sie ihre eigene Partei gründen. Bei Kadima löste ihre Ankündigung eine Krise aus, denn sollte Zipi Ernst machen, könnte die gesamte Partei auseinanderfallen. Also versucht man derzeit mit Mofaz und Livni zu reden, um irgendwie zu einer Einigung zu kommen. Allgemein ist bekannt, dass Mofaz nicht gerade DER optimale Kandidat wäre, denn es hapert gewaltig mit der Bildung. Für ihn spricht, dass er einmal Oberbefehlshaber der Streikräfte und später Verteidigungsminister war und sich in Sicherheitsfragen gründlich auskennt.
Für Livni spricht die internationale Erfahrung, eine bessere Bildung und ihre Beliebtheit. Wobei das Wort "Beliebtheit" auch wieder mit Vorsicht zu geniessen ist, denn Zipi geht der Bevölkerung mit ihrem Zickzack - Kurs und Opportunismus nicht gerade wenig auf den Geist. Keiner weiß so richtig, was sie will und ich bezweifele, dass sie das selber weiß.
Die Fakten schauen derzeit so aus:
Kadima wählt am 17. September einen neuen Parteivorsitzenden.
Dieser wird Ministerpräsident und muß innerhalb einer bestimmten Frist eine neue Koalition bilden. Scheitert er, müssen wird wieder einmal an die Wahlurnen schreiten.
Olmerts derzeitiger Koalitionspartner, die sephardisch - haredische SHASS - Partei mit ihrem Vorsitzenden Eli Yishai, begann schon das Wettern. Zipi Livni wolle man aber nicht als neuen Koalitionspartner. Und dann folgte ein Gestammel wie "mit ihrer Politik stimme man nicht gerade überein".
Gebt es doch zu SHASS ! Ihr wollt keine Frau. Eine Frau in einer Führungsposition paßt nicht in die relig. - sephardische SHASS - Welt. Was eine Frau mit Intelligenz ? Das gibt es doch gar nicht. Zipi - ab an den Herd !
Vielleicht fürchtet sich Eli Yishai davor, plötzlich jemandem mit etwas Hirn gegenüberzutreten. Und dann auch noch einer Frau …
Warzone - Der Kampf ist offiziell eröffnet. Olmert dankt nach den Primaries (Wahlen des neuen Parteivorsitzenden) ab und nun prügeln sich die zwei Nachfolgekandidaten, Außenministerin Zipi Livni sowie Verkehrsminister Sha'ul Mofaz, um die Nachfolge. Beide sind sich Spinnefeind und Olmert setzt alles daran, Mofaz zu unterstützen, damit Livni (sein Nemesis) fällt. Zipi Livni wiederum kündigte ihren Abschied aus der Kadima an, sollte sie bei den Primaries scheitern. Dann nämlich wolle sie ihre eigene Partei gründen. Bei Kadima löste ihre Ankündigung eine Krise aus, denn sollte Zipi Ernst machen, könnte die gesamte Partei auseinanderfallen. Also versucht man derzeit mit Mofaz und Livni zu reden, um irgendwie zu einer Einigung zu kommen. Allgemein ist bekannt, dass Mofaz nicht gerade DER optimale Kandidat wäre, denn es hapert gewaltig mit der Bildung. Für ihn spricht, dass er einmal Oberbefehlshaber der Streikräfte und später Verteidigungsminister war und sich in Sicherheitsfragen gründlich auskennt.
Für Livni spricht die internationale Erfahrung, eine bessere Bildung und ihre Beliebtheit. Wobei das Wort "Beliebtheit" auch wieder mit Vorsicht zu geniessen ist, denn Zipi geht der Bevölkerung mit ihrem Zickzack - Kurs und Opportunismus nicht gerade wenig auf den Geist. Keiner weiß so richtig, was sie will und ich bezweifele, dass sie das selber weiß.
Die Fakten schauen derzeit so aus:
Kadima wählt am 17. September einen neuen Parteivorsitzenden.
Dieser wird Ministerpräsident und muß innerhalb einer bestimmten Frist eine neue Koalition bilden. Scheitert er, müssen wird wieder einmal an die Wahlurnen schreiten.
Olmerts derzeitiger Koalitionspartner, die sephardisch - haredische SHASS - Partei mit ihrem Vorsitzenden Eli Yishai, begann schon das Wettern. Zipi Livni wolle man aber nicht als neuen Koalitionspartner. Und dann folgte ein Gestammel wie "mit ihrer Politik stimme man nicht gerade überein".
Gebt es doch zu SHASS ! Ihr wollt keine Frau. Eine Frau in einer Führungsposition paßt nicht in die relig. - sephardische SHASS - Welt. Was eine Frau mit Intelligenz ? Das gibt es doch gar nicht. Zipi - ab an den Herd !
Vielleicht fürchtet sich Eli Yishai davor, plötzlich jemandem mit etwas Hirn gegenüberzutreten. Und dann auch noch einer Frau …
Scientology bei Cafe Cafe
B"H
Die vor allem in Tel Aviv beliebte Kaffeehauskette Cafe Cafe (an alle Religiösen: Cafe Cafe hat am Schabbat geöffnet) kam auf einen neue PR - Gag. Seit kurzem werden Kurse zur Unternehmensführung angeboten. Wie leite ich meine Firma erfolgreicher ?
Ganz einfach: Man gehe zu Cafe Cafe, trinke einen Kaffee und spreche mit einem der dort sitzenden professionellen Unternehmensberater.
Unkostenbeitrag pro Gespräch: 50 Schekel (10 Euro).
Die Berater kommen offiziell von der Firma SUCCESS. Was jedoch verschwiegen wird ist, dass SUCCESS zur Scientology Church gehört.
Avinoam Ben Mucha, der Geschäftsführer von Cafe Cafe, sagte in dieser Woche, dass er nichts von den Verbindungen SUCCESS - Scientology gewußt habe. Sobald Beschwerden von den Teilnehmern eintreffen, wolle man SUCCESS selbstverständlich feuern. SUCCESS wiederum bestreitet jegliche Verbindung zu Scientology, woraufhin die Vorsitzendeder Vereinigung der Sektenopfer, Danit Keren, das Gegenteil behauptet.
Leider geht man gerade in Israel noch viel zu naiv mit jeglichen Sekten um. Christliche Missionare sind mehr als bekannt, doch Sekten wie Scientology oder Hare Krishna (in Tel Aviv, Ben Yehudah Street) haben oftmals zu leichtes Spiel.
Die vor allem in Tel Aviv beliebte Kaffeehauskette Cafe Cafe (an alle Religiösen: Cafe Cafe hat am Schabbat geöffnet) kam auf einen neue PR - Gag. Seit kurzem werden Kurse zur Unternehmensführung angeboten. Wie leite ich meine Firma erfolgreicher ?
Ganz einfach: Man gehe zu Cafe Cafe, trinke einen Kaffee und spreche mit einem der dort sitzenden professionellen Unternehmensberater.
Unkostenbeitrag pro Gespräch: 50 Schekel (10 Euro).
Die Berater kommen offiziell von der Firma SUCCESS. Was jedoch verschwiegen wird ist, dass SUCCESS zur Scientology Church gehört.
Avinoam Ben Mucha, der Geschäftsführer von Cafe Cafe, sagte in dieser Woche, dass er nichts von den Verbindungen SUCCESS - Scientology gewußt habe. Sobald Beschwerden von den Teilnehmern eintreffen, wolle man SUCCESS selbstverständlich feuern. SUCCESS wiederum bestreitet jegliche Verbindung zu Scientology, woraufhin die Vorsitzendeder Vereinigung der Sektenopfer, Danit Keren, das Gegenteil behauptet.
Leider geht man gerade in Israel noch viel zu naiv mit jeglichen Sekten um. Christliche Missionare sind mehr als bekannt, doch Sekten wie Scientology oder Hare Krishna (in Tel Aviv, Ben Yehudah Street) haben oftmals zu leichtes Spiel.
Die Vergessenen aus Gush Katif
B"H
Vor fast genau drei Jahren ließ der damalige Premierminister Ariel Sharon Gush Katif im Gazastreifen räumen. Jahre zuvor hatte er stets die Siedlungen im Gush unterstützt und gründlichst propagandiert, doch plötzlich kam der Umschwung. Wenn, ja, wenn die Palästinenser erst einmal den gesamten Gazastreifen für sich haben, ja, dann kommt so richtig Frieden auf. Die großen Raketenangriffe auf Sderot sowie den Wahlsieg der Hamas erlebte Sharon nicht mehr bewußt mit. Gut für ihn, schlecht für uns, denn die Bevölkerung ist es letztendlich immer, die mit den Fehlentscheidungen eines Premier leben muß. Und so sind sich heute, drei Jahre danach, fast alle einig:
Die Räumung Gush Katifs war eine Fehler. Frieden trat, wie erwartet, nicht ein. Eher das Gegenteil, denn die Hamas hat nun bessere Schußpositionen in die israel. Negev. Sderot und Ashkelon werden beschossen, Kiryat Gat und Ashdod sollen noch folgen.
Die Knesset entschied jetzt, einen Untersuchungsausschuß einzurichten, der die Behandlung der geräumten Gush Katif Bevölkerung unter die Lupe nehmen soll. Ausschußvorsitzender ist Zvulon Orlev von der MAVDAL (Nationalrelig. Partei). Viel erhoffen tun sich die ehemaligen Gush Katifler von dem neuen Ausschuß nicht. Die Entschädigungzahlungen hat die Regierung zwar weitgehend bewältigt, doch stehen noch immer weit mehr als 50 % der ehemaligen Gush Katifler auf der Straße. Neulich hieß es sogar 82 %.
Immer noch wohnen viele zur befristeten Miete oder werden anderweitig herumgestossen. Dabei hatte ihnen die Sharon - Regierung Land versprochen, damit sie neue Siedlungen bauen können. Die Einwohner der Gush - Orte wollten unbedingt zusammenbleiben. Zusätzlich ist ein Großteil der Leute aus dem Gush nach wie vor arbeitslos. Wer über 50 Jahre alt ist, hat auch auf dem hiesigen Stellenmarkt einen schweren Stand. Und wer will schon die ganzen ehemaligen Landwirte einstellen ? Selbständig wollten sie sich wieder machen, doch die Regierung gab kein Land frei. Wohin also ?
Etwas 8000 Menschen wurden vor drei Jahren aus dem Gush geräumt und weder Sharon noch Olmert hatten trotz großer Sprüche keine aktiven Lösungen bereit. Leute standen auf der Straße und man pferchte sie in kleine Hotel oder Pensionen. Wenn es sein mußte mit dem Knüppel. Wo sind heute all jene von damals, die so aktiv mit bei der Sache waren ?
Vor fast genau drei Jahren ließ der damalige Premierminister Ariel Sharon Gush Katif im Gazastreifen räumen. Jahre zuvor hatte er stets die Siedlungen im Gush unterstützt und gründlichst propagandiert, doch plötzlich kam der Umschwung. Wenn, ja, wenn die Palästinenser erst einmal den gesamten Gazastreifen für sich haben, ja, dann kommt so richtig Frieden auf. Die großen Raketenangriffe auf Sderot sowie den Wahlsieg der Hamas erlebte Sharon nicht mehr bewußt mit. Gut für ihn, schlecht für uns, denn die Bevölkerung ist es letztendlich immer, die mit den Fehlentscheidungen eines Premier leben muß. Und so sind sich heute, drei Jahre danach, fast alle einig:
Die Räumung Gush Katifs war eine Fehler. Frieden trat, wie erwartet, nicht ein. Eher das Gegenteil, denn die Hamas hat nun bessere Schußpositionen in die israel. Negev. Sderot und Ashkelon werden beschossen, Kiryat Gat und Ashdod sollen noch folgen.
Die Knesset entschied jetzt, einen Untersuchungsausschuß einzurichten, der die Behandlung der geräumten Gush Katif Bevölkerung unter die Lupe nehmen soll. Ausschußvorsitzender ist Zvulon Orlev von der MAVDAL (Nationalrelig. Partei). Viel erhoffen tun sich die ehemaligen Gush Katifler von dem neuen Ausschuß nicht. Die Entschädigungzahlungen hat die Regierung zwar weitgehend bewältigt, doch stehen noch immer weit mehr als 50 % der ehemaligen Gush Katifler auf der Straße. Neulich hieß es sogar 82 %.
Immer noch wohnen viele zur befristeten Miete oder werden anderweitig herumgestossen. Dabei hatte ihnen die Sharon - Regierung Land versprochen, damit sie neue Siedlungen bauen können. Die Einwohner der Gush - Orte wollten unbedingt zusammenbleiben. Zusätzlich ist ein Großteil der Leute aus dem Gush nach wie vor arbeitslos. Wer über 50 Jahre alt ist, hat auch auf dem hiesigen Stellenmarkt einen schweren Stand. Und wer will schon die ganzen ehemaligen Landwirte einstellen ? Selbständig wollten sie sich wieder machen, doch die Regierung gab kein Land frei. Wohin also ?
Etwas 8000 Menschen wurden vor drei Jahren aus dem Gush geräumt und weder Sharon noch Olmert hatten trotz großer Sprüche keine aktiven Lösungen bereit. Leute standen auf der Straße und man pferchte sie in kleine Hotel oder Pensionen. Wenn es sein mußte mit dem Knüppel. Wo sind heute all jene von damals, die so aktiv mit bei der Sache waren ?
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