Samstag, 17. März 2012

Leserfrage: "Wohnungsangebote und Suche in Israel"

B"H

Der absolute Oberhammer ist ein in der Tageszeitung MA’ARIV aufgeführtes Wohnungsangebot in der Tel Aviver Innenstadt:

Raschi Street, 67qm², 3. Stock, inkl. 2 Balkone für sage und schreibe 5800 Schekel (ca. 1160 Euro) im Monat zu vermieten.

Welche Nebenkosten im Mietpreis mit einbezogen sind, wird nicht angegeben. Ich sage nur: Wer die Wohnung nimmt, ist selber schuld !

Weiter:

2 – Zimmer im Stadtteil Florentin (60qm²), teilmöbliert, für 4600 Schekel (ca. 920 Euro).

Dagegen gibt es im weniger begehrten Stadtteil Yad Eliyahu eine 4 – Zimmer – Wohnung (100qm²), noch für 4500 Schekel (ca. 900 Euro).

Früher gab es erschwingliche Wohnungen in der Schechunat HaTikwah, doch dort hausen momentan Hunderte illegaler Afrikaner und wer will jetzt noch in den Stadtteil, wenn die Gefahr besteht, dass Afrikaner einem auf dem nächtlichen Heimweg eine drüberbraten, um an Smartphone, Geld oder beides zu kommen ? Laut Buki Na’e, einstiger Crime Journalist und jetzt Reiseführer durch Tel Aviv – Süd, bilden die Tausende um den Busbahnhof hausenden Afrikaner ein höheres Gewaltpotential als eventuelle Raketen (aus Gaza) auf Tel Aviv. 

Viele Blogleser stellen mir immer wieder dieselbe Frage, die da lautet: 

Wie finde ich eine Wohnung oder WG in Tel Aviv oder Jerusalem ? 

Es ist kaum zu verlangen, dass jeder Ausländer die Fähigkeit besitzt, sich auf hebräischen Apartment Sites umzuschauen. Allerdings ist es gerade dort, wo man normalerweise Wohnungen und WGs findet. Wohnungsangebote in englischer Sprache existieren, doch werden dort horrende Mieten verlangt. Was also tun ? 

Sich aus dem Ausland eine Wohnung in Israel zu mieten, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Man sollte schon vor Ort sein und sich auf die Suche begeben. Die Vermieter wollen den Bewerben sehen und der Bewerber will ja schliesslich auch wissen, wo er ggf. einzieht. Das gleiche Prinzip bei WGs: Dort gibt es immer ein Treffen mit allen Bewohnern und jeder muss zustimmen. Aus der Ferne funktioniert so etwas nie. 

Neben dem Internet besteht die Möglichkeit, dass in Israel so beliebte VITAMIN B anzuwenden. Warum nicht beim Kioskbesitzer oder im Café einmal nachfragen, ob die Bedienung etwas weiss ? Häufig läuft alles über Mundpropaganda. Weiterhin kommt es darauf an, zu welcher Jahreszeit jemand eine Bleibe sucht. Israelische Vermieter geben normalerweise 1 – Jahresverträge aus und nach Ablauf der Zeit wird entweder auf ein weiteres Jahr verlängert oder umgezogen. Die Mehrheit der Jahresverträge läuft in den Sommermonaten Juni, Juli, August aus und von daher ist es zu der Zeit schwieriger, eine Wohnung zu finden. Eben weil einfach alle auf der Suche sind. Ab Oktober wird es wieder einfacher. 

Wer sich eine Wohnung anschaut, sollte sich nicht scheuen, alles zu durchleuchten. Klospülung, Wasserhahn, Lichtschalter, alles ausprobieren, sonst fällt man leicht herein und erlebt beim Einzug unangenehme Überraschungen. Mietzahlungen, Kaution und Nebenkosten müssen genauestens abgesteckt werden. Wer zahlt was und an wen gehen Gas – Strom – und Wasserrechnungen ? Gehen diese per Post an den Vermieter, welcher Euch lediglich die Höhe der zu zahlenden Summe mitteilt, dann besteht darauf, die Rechnung zu sehen. Nicht, dass er Euch einen vom Pferd erzählt. 

Bei WGs müsst ihr aufpassen, dass einige der Mitbewohner nicht ständig ihre Freunde übernachten lassen und diese duschen oder telefonieren; ganz zu schweigen von der Waschmaschine und den Stromkosten. Ansonsten dürft ihr für all die zusätzlichen Gäste die Kosten mittragen. 

Keiner sollte sich scheuen, nachzufragen, denn dann wissen Vermieter und Mitbewohner im voraus, dass kein Freier einzieht. 

Ein Israeli will alles sein, bloß kein FREIER = Jemand, der alles mit sich machen läßt und ausgenutzt wird.

Die perfekte Hasbara


Freitag, 16. März 2012

Sigmar Gabriel entschuldigt sich, aber ist dennoch gegen Israel

B"H 

Kennen tue ich Sigmar Gabriel nicht und interessieren tut er mich noch weniger. Dass ein deutscher Politiker sich gegen israelische Siedlungen ausspricht, wen überrascht das groß ? In Israel lautet der Kommentar dazu: Hast Du etwas anderes von Deutschland erwartet ? 

Wenn Sigmar Gabriel in Hebron herumgeisterte, benahm er sich offenbar wie die antisemitischen deutschen Diplomaten, bei denen man nicht merkt, ob sie heute oder während des Dritten Reiches Hebron besuchten. Die Reaktionen sind dieselben. Fehlte nur die Hakenkreuzfahne, aber das kommt vielleicht beim nächsten Mal. 

Ich lernte bei meinem Hebronbesuch eine ganz andere Stadt kennen. In den weit größeren Teil des arabischen Sektors darf ich als Israeli nicht. Ansonsten würde von mir nach einem Lynch nicht mehr viel übrig bleiben. Den Palästinensern gehören ca. ¾ der Stadt und die jüdische Gemeinde quetscht sich auf einem winzigen Sektor zusammen. Immer in der Angst vor palästinensischen Scharfschützen und ich selber hangelte mich in fast jeder Straße von israelischem Checkpoint zu Checkpoint. Nur so ging ich nicht verloren. Die Araber dagegen dürfen das jüdische Viertel passieren, Juden den arabischen Sektor nicht. Es ist ein riesiger Unterschied als Jude oder Nichtjude in Hebron zu sein. Den wahren Alltag und die Bedrohung aber bekommt nur ein israelischer Jude mit, denn der ist in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. 

Sigmar Gabriel oder Angela Merkel ? Im Grunde ist das einerlei, denn beide sind gegen israelische Siedlungen und es wundert wieder einmal nicht, warum der Holocaust in Deutschland stattfand. Bei den Menschen, die alles immer am Besten wissen. 

Link:

Linksgerichtete Organisationen in Hebron

Donnerstag, 15. März 2012

Raketen auf Tel Aviv ?



In Tel Aviv fragen sich die Bewohner tatsächlich, wann die Stadt das nächste Raketenziel werden wird. Bei Beersheva, Ashdod oder Ashkelon wird es in Zukunft nicht bleiben, denn der Jihad sowie die Hamas stecken ihre Ziele viel höher.

Wohnungssuche in Israel, Teil ...

B"H 

Nach Pessach will ich beginnen, mir eine größere Wohnung zu suchen, was ARBEIT bedeutet. Mietpreise abchecken, Wohnungsbesichtigungen, sich mit Vermietern herumschlagen und von einem Ort zum anderen zu kutschieren. Womöglich, wie so oft üblich, zum Anwalt und den Mietvertrag klarmachen. 

Bisher habe ich ja noch überlegt, die günstigsten Varianten zu suchen, die kaum in Tel Aviv, sondern in den Außenbezirken zu finden sind. Freunde aus Jerusalem liessen mich ihren Realismus wissen, der da lautet: Alles ist teuer. Egal, wo. 

Um die 3000 Schekel (ca. 600 Euro) Miete für eine Zwei – Zimmer – Wohnung werde ich nirgendwo drumherum kommen. Es sei denn, ich ziehe in die Pampa. 3000 wäre sogar okay, doch einem Vermieter 3500 oder gar 3800 Schekel in den Rachen zu schmeissen, dazu bin ich dann wieder zu geizig. 

Bleibt die Variante KAUF: In kleineren Orten wären Wohnungen günstig zu kaufen und immerhin handelt es sich um eine gute Investition. Wohnungs – oder Häuserkauf ist in Israel Gold wert. Immobilien sind besser als Aktien, sozusagen.:-) 

So festlegen, mit Kauf und so, will ich mich nun aber auch nicht. Also schauen wir mal, was nach Pessach kommt. Bestimmt wird die Wohnungssuche an mehreren Orten gleichzeitig sicher richtig schön aufregend und nervig zugleich.

Straßenbahn Jerusalem: "Palästinenser sticht auf Soldatin ein"


Photo: Miriam Woelke

B"H

Zum ersten Mal kam es heute zu einem palästinensischen Terrorattentat in Jerusalems Straßenbahn. Die Bahn fährt seit August 2011 und es ist fast ein Wunder, dass bisher noch nichts passiert ist. 

Heute jedoch war es soweit als die Bahn unterwegs in den jüdischen Stadtteil Pisgat Ze’ev war und die arabischen Stadtteile Shuafat und Beit Chanina passierte. An der Haltestelle Beit Chanina geschah es: Ein junger Palästinenser saß auf einem der Vierersitze einer jungen israelischen Soldatin gegenüber, auf die er kurz darauf einstach und flüchtete. Zum Zeitpunkt der Tat befand sich kein Wachpersonal im Zug und der Palästinenser nutzte die "Gelegenheit". Die Soldatin befindet sich im Jerusalemer Shaare’i Zedek Hospital und hatte Glück im Unglück: Die Messerstiche gingen am Herzen vorbei. 

Meiner Meinung nach ist es ein riesengroßer Fehler, die Straßenbahn in Shuafat sowie Beit Chanina halten zu lassen.

Bild des Tages


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

"Shufersal" steht vor neuen Entlassungen

B"H

Eine Nachricht, die etwas untergeht und weitgehend nur von der israelischen Wirtschaftspresse erwähnt wird: Die bekannte Supermarktkette Shufersal (Supersal) will noch in diesem Jahr mehr als 100 weitere Mitarbeiter entlassen. Schon im Vorjahr 2011 entliess Shufersal ca. 500 Angestellte. Verweisen tut die Kette auf landesweit immerhin 12,400 Angestellte, doch Neueinstellungen werden nicht erfolgen. Kostengründe, denn die Supermarktkette ist gezwungen, Preise herabzusetzen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. 

Allgemein ist der Shufersal teuer und vielleicht mit dem deutschen Coop, Tengelmann oder Edeka zu vergleichen. Milchprodukte oder abgepackte Wurst sind teilweise wesentlich teurer als bei der Tel Aviver Kette AM:PM, welche 24 Stunden lang die Woche geöffnet hat. Und das will schon etwas heissen, teurer als der AM:PM zu sein. 

Bei den immer noch mehr als 10,000 Angestellten ist einmal wieder mehr zu beachten, dass ein Großteil lediglich auf Mindestlohntarif arbeitet und sich somit keine großen Gehaltssprünge erlauben kann. Nach wie vor befindet sich der Supersal in den Händen des israelischen Milliardär und Wirtschaftsmogul Nochi Dankner, der immer wieder versucht, die Supermarktkette abzustossen. Dankner ist, u.a., bekannt für seinen Kauf der israelischen Tageszeitung "Ma’ariv". Ferner gehört er zu den reichsten Männern des Landes und steht auf Platz 18 der israel. Liste der Reichen.

Mittwoch, 14. März 2012

Wer glaubt, hat keine Angst

B"H

Ein inspirierender Live Bericht vom täglichen Raketenterror gegen Israel:

Erneuter Wintereinbruch in Israel

B"H

Am Sonntag herrschte eitel Sonnenschein und bei 27 Grad in Tel Aviv erhielten wir einen Vorgeschmack auf den Sommer. Am Montag war schon wieder alles vorbei und die Temperaturen sanken. Der Winter ist noch lange nicht vorüber und ab heute meldet er sich endgültig zurück. 

Stürmische Winde vom Mittelmeer leiten in Tel Aviv stets den Regen ein und genau das soll im laufe des Tages erfolgen. Dazu sinkende Temperaturen und auf dem Hermon kehrt nochmals der Schnee ein. 

Kalt und regnerisch bis mindestens zum Schabbat und Touristen tun gut daran, warme Kleidung in den Koffer zu packen.

Die Kinder des Jihad

B"H

Bilder aus Gaza:



















Dienstag, 13. März 2012

Leserfrage: "Kaffeepreise in Israel"


AROMA Filiale in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Heute drehen sich die Leserfragen um Kaffee und alles drumherum:  

Eines sei gleich vorweg gesagt: In Israel ist der Kaffeegenuß nicht billig und man trinkt eben nicht mal so bei Tchibo oder Eduscho ein Tässchen für ein paar Cent im Stehen. An den meisten Orten kommt es darauf an, ob sich der Kaffeekunde hinsetzt oder seinen Kaffee “To Go” kauft. Wobei Letzteres etwas billiger kommt. 

Normalerweise kostet eine Durchschnittstasse Kaffee im Kaffeehaus zwischen 12 und 17 Schekel (ca. 3 Euro). Israelis lieben den "Kaffee Hafuch – Milchkaffee" und so wird ein Capucchino leicht zum Hafuch oder umgekehrt. Besonders wichtig ist bei der Bestellung zu erwähnen, dass der Kaffee wenig bis gar keinen Schaum (Bli Ketzeff) enthalten soll, denn ansonsten bekommt ihr eine halbe Tasse Kaffee mit einer ganzen zweiten Hälfte Schaum. 

Bereitet sich dagegen jemand daheim den Kaffee vor, wird dies nicht weniger kostspielig. Löslicher Nescafe ist ebenso teuer wie der allseits beliebte Turkish Coffee. Die deutsche "Krönung" findet sich fast in jedem Supermarkt, doch übertrieben teuer. Kein Wunder, dass der Kunde da altbewährte israelische Marken vorzieht. Der Espresso erfreut sich großer Beliebtheit, doch der Capucchino dürfte die Nummer 1 bleiben. 

Wie die New Yorker, so laufen die Jerusalemer oder Tel Aviver morgens mit dem TO GO Pappbecher voll Kaffee zur Arbeit. Ein Ritual, das ich mir schnell angeeignet habe, wobei die New Yorker Pappbecher aber wesentlich größer sind.:-)

Der palästinensische Photokrieg auf TWITTER

B"H 

Die palästinensische Propagandamaschinerie ist angelaufen und auf TWITTER wie auch sicher auf weiteren Social Networks werden Bilder veröffentlicht, welche Zeugnis der "palästinensischen Leiden" in Gaza dokumentieren sollen. Die Photos jedoch stammen nicht vom März 2012, sondern sind altes Bildmaterial aus vergangenen Jahren. 

http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=3488

Deutscher Antisemitismus in Hebron

B"H

Wie sich deutsche Diplomaten in Hebron verhalten und Juden ignorieren:



Warum können derlei Diplomaten nicht in Deutschland bleiben, wo sie hingehören ? Warum lässt Israel solche Antisemiten überhaupt ins Land ?

RAKETENbilder

B"H

Trotz Feuerpause geht der Beschuss aus Gaza weiter. Hier ein paar Photos:


ASHDOD




Mehr Bilder HIER !

Die obigen Photos aus Ashdod tragen ein absolutes Copyright:
 צילום: לידין ודים, Telefon: 054-4864354



Der EISENDOM (Iron Dome, Kipat Barsel)