Donnerstag, 30. Dezember 2010

Juden gegen Waldorf - Schulen

B"H

Die israelische Anti - Missionsorganisation "YAD LE'ACHIM" gibt eine aktuelle Warnung GEGEN israelische "Waldorf - Vorschulen und Kindergärten" heraus. Christliche Missionare verwenden das christlich geprägte Erziehungssystem des Rudolf Steiner, jüdische Kinder zum Christentum zu missionieren !


Wer war Rudolf Steiner ?

Kommentare:

  1. Hallo Miriam!

    Es sei der Hinweis erlaubt, dass die von Rudolf Steiner begründete Anthroposophie nicht einfach mit "dem Christentum" gleichgesetzt werden kann und darf.

    Zwar hat Rudolf Steiner auch eine Vielzahl christlicher Motive in seine Weltanschauung übernommen, aber auch beträchtlich verfremdet, umgedeutet und mit allerlei nichtchristlichen Elementen verbunden. Vor diesem Hintergund gibt es keinen größeren Zusammenschluss christlicher Kirchen oder Verbände, bei denen anthroposophische Einrichtungen einen Mitgliedschaftsstatus o.ä. haben. Im Gegenteil: in praktisch allen konfessionellen Ausprägungen des Christentums wird der Anthroposophie aufgrund ihres synkretistischen und esoterischen Charakters der Sektenstatus zugesprochen, ihre Lehrinhalte werden als mit dem Evangelium unvereinbar angesehen.

    Wenn Anhänger der Anthroposophie also "missionieren", dann nicht zum Christentum, sondern zur Anthroposophie.

    Viele Grüße nach Israel,
    Tobias

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  2. B"H

    Ja, das habe ich gelesen !
    Ich kann nicht sagen, inwieweit die "Waldorf - Schulen" in Israel mit anderweitigen Waldorf - Schulen identisch sind. Ob es sich lediglich um den Namen handelt, dahinter aber ein festes Missionskonzept steht oder ob tatsaechlich richtige Steiner - Theologien dahinter stehen.

    Soweit ich informiert bin, legte Steiner, trotz eigener Interpretationen (und nicht immer mit den Kirchen konform), hohen Wert auf den Glauben an J. Und wenn dies in den entsprechenden Schulen in Israel gelehrt wird, dann faellt dies unter die "Mission".

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  3. Hallo Miriam!

    Über die konkrete Gestalt von Waldorfschulen in Israel kann ich natürlich auch nichts sagen.

    Es ist zwar richtig, dass der Glaube an Jesus für Rudolf Steiner von Bedeutung war und so auch in der Anthroposophie einen festen Platz hat - gemeint ist damit allerdings nicht der Glaube an den Jesus, wie er im christlichen Neuen Testament präsentiert wird, sondern der Glaube an einen "kosmischen Christus", der ein Produkt synkretistischer, esoterischer u.a. Vorstellungen ist.

    Sofern die Waldorfschulen in Israel also einen missionarischen Impetus haben und die Anthroposophie im Sinne Steiners vertreten, kann man hier eben nicht mehr von "Mission für das Christentum" sprechen, sondern von einer "Mission für die Anthroposophie".

    Dass jede Form von Missionseifer, die eine Gefährung jüdischer Identität darstellt, für Yad Le'achim inakzeptabel ist, ist klar - mir ging es nur um den Hinweis darauf, dass es sich in diesem Fall nicht um eine Form christlicher Mission handelt.

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  4. B"H

    Es waere interessant zu erfahren, ob regulaere christliche Missionare das Waldorf - Prinzip fuer ihre eigenen Zwecke nutzen. Heisst, sie handeln unter dem Namen WALDORF, sind es aber nicht.

    Alles, was man im Internet so ueber Rudolf Steiner liest, enthaelt immer den Namen J. Und von daher werden seine Inhalte als "christlich" eingestuft. In Deutschland moegen sich die einzelnen Konfessionen davon distanzieren, in Israel dagegen blinken die roten Lichter aus, sobald der Name J. ins Spiel kommt. Eben weil man zu negative Erfahrungen mit der Mission gemacht hat.

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  5. Hallo Miriam!

    Verstehe ich, dass man da in Israel eine größere Sensibilität hat und alles, wo der Name Jesus auftaucht, mit dem Christentum verbindet. Wie gesagt, die Anthroposophie wird (und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit) nicht als christliche Konfession oder besondere christliche Weltanschauung anerkannt, sondern als eigenständiges Phänomen, das u.a. eben auch "christliche" Inhalte aufgenommen, aber auch stark verfremdet hat.

    Dass es christliche Missionare gibt, die die Waldorfschulen quasi als Deckmantel benutzen, kann ich mir nicht vorstellen - aber ich kann auch nicht ausschließen, dass es so etwas schon einmal gegeben hat, so wie es wohl für so gut wie jede Unmöglichkeit immer auch schon einmal Ausnahmen gegeben hat (und das nicht nur im Christentum ...). In diesem Fall wüsste ich aber überhaupt nicht, welchen Sinn das eigentlich ergeben sollte - es ist ja nicht verboten, wenn auch vielerorts alles andere als gerne gesehen, in Israel als Christ zu leben und Jesus als den Messias zu bezeugen. Da wäre eine Kooperation mit den Anthroposophen überflüssig - zumal Christen, die das tun, dann so viel Energie auf Streitereien mit den Anthroposophen verwenden müssten, dass sie ihrem "eigentlichen" Anliegen dann gar nicht mehr nachkommen könnten. :-D

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  6. B"H

    Ich wuerde es einmal so definieren:
    Sobald der Name J. oder irgendeine andere Religion mit ins Spiel kommt, entsteht ein Problem. Oftmals, wie sicherlich auch in diesem Fall, wissen die Eltern gar nicht genau, wo sie ihre Kinder anmelden. Ich meine hiermit den relig. Hintergrund.

    Sobald eine andere Religion, wie hier die christliche (in welcher Auslegung auch immer) mit ins Spiel kommt, seitens der Waldorf - Institute keine offene Aufklaerung erfolgt und wer weiss was fuer Ideologien verbreitet werden, wird es offiziell als Mission gesehen. Vielleicht direkt oder vielleicht indirekt Mission, was aber keine Rolle spielt.

    Die Scientology Church versucht uebrigens in Tel Aviv ein aenhliches Verfahren.

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  7. Hallo Miriam!

    Ja, verstehe Deinen Punkt gut und kann das Problem nachvollziehen.

    Nur, dass die Anthroposophie keine bestimmte Auslegung des Christentums ist, sondern sich schon immer jenseits desselben bewegt hat. Von der Scientology Church fangen wir mal lieber gar nicht an ... :-D

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