Mittwoch, 21. Dezember 2011

Straßenszene in Bnei Brak


Rabbi Akivah Street im haredischen (ultra - orthodoxen) Teil von Bnei Brak (nahe Tel Aviv).
Mehr Infos zur haredischen Welt auf "Jerusalem Backyard" oder "Hamantaschen".

Photo: Miriam Woelke

Dienstag, 20. Dezember 2011

Leserfrage: Erbschaftssteuer in Israel, Teil 1

B”H 

In den nächsten Tagen möchte ich kurz auf ein rechtliches Thema eingehen, was offenbar so einige Blogleser betrifft. Und zwar handelt es sich um Erbschaften zwischen Deutschland und Israel. 

Was, wenn Kinder oder Enkel von Holocaust – Überlebenden plötzliche eine Erbschaft aus Deutschland erhalten ? Was setzt die Erbschaft an Bürokratie voraus, wie ist alles zu handhaben und was ist mit der Erbschaftssteuer ? 

Die Erbschaftssteuer – ein eher heikles Thema und soviel sei vorab gesagt: 

In Israel wurde die Erbschaftssteuer im Jahre 1981 abgeschafft. 

Das allerdings bedeutet nicht, dass ein Erbe bei einer Erbschaft aus Deutschland steuerfrei ausgeht. Soweit mit bisher bekannt ist, zieht das deutsche Finanzamt die dort gesetzlich vorgeschriebene Erbschaftssteuer automatisch ab. Bedeutet, in Deutschland muss der Israeli Erbschaftssteuer zahlen, wird der Rest des Erbes nach Israel überwiesen, fallen jedoch keine weiteren Steuern mehr an.

Chanukkah hat begonnen


Photo: Miriam Woelke
B”H

Heute abend zündeten wir die erste der insgesamt acht Chanukkah – Kerzen der Chanukkiah. Den eigentlichen Hintergrund zum Fest habe ich HIER einmal zusammengefasst.

Die Schlagzeilen um Tanya Rosenblit und ihren veranstalteten Hokuspokus scheinen selbst beim linksgerichteten Hetzblatt “Yediot Acharonot” vorerst vorbei, denn heute gehörten die Schlagzeilen schon wieder einem ganz anderen Thema: Regierung sowohl als auch Angehörige der umgekommenen Feuerwehrleute, Polizisten und JVA – Angestellten gedachten heute dem ersten Jahrestag der Brandkatastrophe auf dem Carmel im Dezember 2010.  

Ferner sind wir wieder einmal dazu angehalten, Wasser zu sparen, denn so richtig regnen will es auch in diesem Winter nicht. Gestern und heute herrschte in Tel Aviv eitel Sonnenschein bei 24 Grad Celsius.

Chanukkah in Jerusalem


Heute abend begann das 8 - tägige jüdische Chanukkah - Fest (Lichterfest). Das Photo zeigt eine, aus Tausenden von kleinen Kerzen bestehende Chanukkiah.

Die Wahrheit über Tanya Rosenblit

B”H 

Die Wahrheit über die angebliche Heldin Tanya Rosenblit sieht wesentlich anders aus als die linksgerichtete israelische Presse uns glauben machen will. 

Aktuelle Statistik: Wie viele Ausländer leben in Israel ?


Finn Street in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B”H 

Es ist gewiss nicht einfach als Ausländer in Israel zu leben. Und ganz bestimmt nicht dann, wenn es um Visaverlängerungen geht. Nach einer vorgeschriebenen Anzahl von Visaverlängerungen muss der Ausländer stets das Land wieder verlassen. Und das bis zu einer Dauer von mindestens einem Jahr. 

Heute veröffentlicht die hebräische Ausgabe der “Jerusalem Post” eine aktuelle Statistik, die uns Israelis alarmieren sollte und in der Knesset wird eh schon an einem neuen Gesetz gegen zu viele Ausländer im Land gearbeitet. 

In Israel halten sich derzeit 51,525 eingeschleuste Afrikaner auf. Weit mehr als 90 % von ihnen haben keinerlei Anrechte auf Asyl. Mehr als 50 % der Afrikaner stammt aus Eritrea, einem Land, welches auf keiner israelischen Asylliste verzeichnet ist. Allein im November 2011 kamen 2,213 Afrikaner illegal nach Israel. Im Januar 2011 waren es noch 616 Afrikaner. 

74,649 legale Gastarbeiter halten sich in Israel auf. Die Mehrheit davon stammt von den Philippinen, aus Osteuropa oder Nepal. 

Derzeit leben 14,404 ausländische Gastarbeiter ohne jegliches gültige Visum in Israel. 

Insgesamt befinden sich in Israel 95,000 Ausländer ohne jegliches gültige Visum. Darunter auch Touristen, die einfach hiergeblieben und in die Illegalität abgetaucht sind.


Tel Aviv, Finn Street nahe des Zentralen Busbahnhofes. Eine Hochburg der Gastarbeiter, Afrikaner, Prostitution sowie des Drogenmissbrauchs.

Montag, 19. Dezember 2011

Etwas Chanukkah - Stimmung von den MACCABEATS

B"H

Morgen abend, 20. Dezember 2011, zünden wir dieses Mal die erste Chanukkahkerze und ich werde einige Artikel dazu auf meinen relig. Hamantaschen - Blog stellen.

Wer als Tourist in Israel ist: An Chanukkah laufen Busse, Banken, Ministerien, Shops etc. ganz normal weiter ! Ohne jegliche Zeitbegrenzungen bzw. Schliessungen aufgrund des Festes. Gefeiert jedoch wird von morgen abend an bis einschliesslich Mittwoch, dem 28. Dezember 2011. 

Hier aber erst einmal etwas Stimmung zum Fest:

Spätestens seit dem letzten Chanukkah ist Millionen von Menschen die jüdisch – amerikanische Boygroup MACCABEATS ein Begriff. Mit ihrem Chanukkah Video von 2010 erlangten die Maccabeats weite Berühmtheit, die auf Youtube begann. Jetzt brachten sie ihre neue Single heraus. Pünktlich zum diesjährigen Chanukkah.

Der Maccabeats Chanukkah Song 5771 / 2010 



Chanukkah 5772 / 2011:
Der aktuelle Maccabeats Song "Miracle"

Haredim gründen ihre eigene Busgesellschaft

B”H 

Nachdem es innerhalb der letzten Woche immer mehr zu Provokationen in haredischen Buslinien, den sogenannten MEHADRIN – Linien, gekommen ist, fand sich für die Haredim (ultra – orthodoxe Juden) ein Investor, welcher hilft, eine eigene Busgesellschaft auf die Beine zu stellen. Und das bereits im Januar 2012. Die Fahrten werden kostenlos erfolgen. 

Momentan macht in der linken israelischen Presse die Aktion der Tanya Rosenblit Schlagzeilen. Wohlgemerkt: Nur in der linksgerichteten Presse, denn anderweitige Zeitungen erwähnen den Vorfall erst gar nicht.  Zwischenzeitlich beschweren sich viele Haredim aus Jerusalem, dass plötzlich säkulere Israelinnen in relig. Busse einsteigen und die Fahrgäste absichtlich dumm anmachen. Und das seit einer Woche, u.a., in der Jerusalemer Linie 49a nach Neve Yaakov. 


EGGED Bus in Jerusalem
Copyright / Photo: Miriam Woelke


Man kann argumentieren, dass EGGED derlei nach Geschlechtern getrennte Busse gar nicht erst einsetzen sollte, denn der israelische Oberste Gerichtshof untersagte solche Busse. Andererseits verkehren die Mehadrin – Busse nur innerhalb haredischer Stadtteile und normalerweise fährt dort auch kein Fahrgast von außerhalb mit. Was die linke Presse ebenso übersieht ist, dass extremere chassidische Gruppierungen in gar keinen EGGED Bus einsteigen. Dies geschieht aus ideologischen Gründen und für derlei Haredim kommen entweder nur Sammeltaxis oder private Buslinien in Frage. 

Was dieser Tage von unserer linken Presse geschürt wird, ist der Kampf gegen alles jüdisch Religiöse. Und das ausgerechnet zu Chanukkah; einer Zeit, in der sich viele Juden mit der griechischen Besatzungsmacht verbündeten (die sogenannten HELLENISTEN), doch letztendlich den Kampf verloren.

Angela Merkel fordert judenreine West Bank

B”H 

Ausgerechnet Deutschland fordert Israel zu etwas auf und will dadurch die Judenfrage endlich gelöst wissen. 


Die Kommentare zum Artikel sind mehr als eindeutig !

Tel Aviv: Afrikaner vor dem UNO - Büro


Ben Yehudah Street in Tel Aviv. In dem Gebäude befindet sich, u.a., auch eine Niederlassung der Vereinten Nationen und aus diesem Grund versammeln sich allmorgentlich stets Hunderte Afrikaner. Tel Aviv zählt mittlerweile 40,000 Afrikaner. Die Mehrheit illegal ins Land geschleust und aus dem Sudan sowie Eritrea kommend. Was die Afrikaner von der UNO wollen ist ein “Asylantenstatus”. Den jedoch erhalten die Wenigsten, denn ca. 99% der Illegalen sind nichts weiter als Wirtschaftsflüchtlinge.

Seit gestern werden Afrikaner abgeschoben und es wird Zeit, dass unsere Regierung den Fluten eingeschleuster Afrikaner ein Ende setzt.

Demonstration gegen 40,000 Afrikaner in Tel Aviv in der vergangenen Woche:

24 Grad Celsius in Tel Aviv

B"H

Heute herrschen sommerliche Temperaturen von 24 Grad Celsius. Vermutlich ganz im Gegensatz zum Winterwetter in Europa.

Hier ein paar kleine Sommer - Eindrücke aus Tel Aviv:







 Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 18. Dezember 2011

Warum stieg Tanya Rosenblit in einen Mehadrin Bus ?

B”H

Die israelische Tageszeitung YEDIOT ACHARONOT machte heute auf ihrer Titelseite einen riesen Aufstand gegen die nach Geschlechtern getrennten Buslinien auf bestimmten Strecken in Israel. Eigentlich war das Thema der getrennten Busse längst abgehakt, denn viele haredische Richtungen engagierten ihre eigenen Buslinien und benutzen keinerlei staatliche EGGED Busse. Darunter auch die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” aus Jerusalem. 

Heute dann liess die linksgerichtete und anti – religiöse Tageszeitung YEDIOT ACHARONOT die 28 – jährige Studentin Tanya Rosenblit zu Wort kommen, die da in Ashdod den EGGED Bus nach Jerusalem bestieg und sich absichtlich in die Männerriege setzte. Es kam zum Zoff mit den Haredim (ultra – orthodoxen Juden) und Tanya Rosenblit läßt sich im Artikel genüßlich aus. Was jedoch absichtlich unerwähnt bleibt ist, dass sich Tanya Rosenblit nicht in einen regulären EGGED Bus setzte, sondern in einen der MEHADRIN Busse. Busse, welche Egged relig. Juden zur Verfügung stellt und in denen die Geschlechtertrennung herrscht. Sobald ich einen dieser Busse benutze, weiss ich genau, worauf ich mich einlasse. 

Die haredische Presse Israels geht gleichermassen auf die Anschuldigungen von Frau Rosenblit ein. “Provozieren” habe die Dame wollen, um Schlagzeilen zu machen. Absichtlich sei sie in einen Mehadrin Bus gestiegen, um die Leute anzumachen und ihren Artikel unter die Leute zu bringen. 

Da allerdings ist etwas Wahres dran und wer die Buslinien zwischen Ashdod und Jerusalem nicht kennt, der könnte meinen, es habe sich um einen normalen EGGED Bus gehandelt. Somit wartet YEDIOT einmal wieder mehr mit falscher Berichterstattung und Sensationsmache auf. 

Anzumerken sei, dass die Mehrheit der Haredim absolut gegen Busse mit Geschlechtertrennung eingestellt ist. Was ich als Grund des Artikels vermute: Im ultra – orthodoxen Stadtteil von Mea Shearim / Jerusalem werden immer wieder vorbeifahrende EGGED Busse mit Steinen beworfen. Seit kurzem laufen Polizisten in Zivil den Stadtteil ab, damit es nicht mehr zu derlei Steinigungen kommt. Die Polizisten wiederum sehen selbst nach Provokateuren aus und bringen die Anwohner mit ihrem Auftreten in Rage. Deswegen vermute ich, dass dieser Tage wieder einmal Hetze gegen die haredische Bevölkerung geschürt werden soll. Und wenn es darum geht, marschiert YEDIOT ACHARONOT (im Volksmund IDIOT genannt) immer feste vorne weg. 
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Die haredische Darstellung des Geschehens. Leider nur in hebräischer Sprache einzusehen ! 

Chanukkah kommt



B"H

Am Dienstag abend beginnt in diesem Jahr das achttägige jüdische Chanukkah – Fest. 

Link: 

Der JÜDISCHE Feiertag CHANUKKAH

Jerusalem für Neueinwanderer

Autofahrt durch den teuren Stadtteil KATAMON in Jerusalem



B"H

Anstatt sich auf jene Stadtteile zu konzentrieren, die man sich als Neueinwanderer finanziell leisten kann, fallen die Leute zuerst immer wieder auf die teure German Colony sowie Katamon herein. Da sieht man tolle Häuser und will auch hin. Dass nach ein paar Monaten das Geld ausgeht, Miete und Nebenkosten unbezahlbar werden und Jobs in der Stadt eh rar geworden sind, wird vom Neuankömmling erst einmal verdrängt.  

Was wäre denn einmal mit anderen Jerusalemer Stadtteilen, wo es auch Wohnungen gibt ? Und das sogar billiger. Kiryat Yovel, Pisgat Ze’ev, Neve Yaakov oder Givat Mordechai ?

Samstag, 17. Dezember 2011

Backrezept: Chanukkah Sufganiot




Sufganiot am Jerusalemer Machane Yehudah Markt in der vergangenen Woche.

Photos: Miriam Woelke
B"H


Am Abend des 20. Dezember beginnt das jüdische Chanukkahfest und viele Leser halten jetzt schon nach dem passenden Backrezept Ausschau. In Israel sind sie schon seit einiger Zeit wieder im Handel, die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner). Je nach Füllung kosten sie zwischen 3 - 8 Schekel (ca. 60 Cent 1,50 Euro).


Hier erst einmal ein Rezept aus der Bäckerei, in der ich bis vor einem Jahr zu arbeiten pflegte:


1 kg Mehl (Vollkornmehl)

Eine dreiviertel Tasse Zucker

1 Teelöffel Salz

2 Eier

2 Eßlöffel Cognak

Eine halbe Tasse Olivenöl

60 g Hefe

Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad. Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen. Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel - Apfel - Füllung. Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen. 

Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird. 

Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!