Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Montag, 17. August 2009
Etwas zum Nachdenken
Ein Interessanter Gedanke, den ich bei TWITTER aufschnappte:
"Bist Du schon einmal in ein Zimmer gegangen und hast vergessen, dass Du hineingegangen bist ? Ich denke, dass Hunde so ihr Leben verbringen." --Sue Murphy
Sonntag, 16. August 2009
Trip nach Sderot
Am Dienstag fahre ich hinunter nach Sderot. Begleitet von einer Freundin. In Sderot werden wir von einem gemeinsamen Freund empfangen, der schon einige Jahre in der Kassam - Raketen geplagten Negevstadt wohnt.
Sderot gehört nicht gerade zum beliebten Ausflugsprogramm der Touristen. Vielleicht sollte es das, denn es ist wichtig, dass das Ausland mitbekommt, was sich in Israel abspielt.
Dagegen hörte ich viele Touristen jammern, sie wollten nach Gaza fahren und es sei verboten. Sperrgebiet !
Wer nicht nach Gaza kann, der sollte zumindest Sderot besuchen. Wer weiss, vielleicht kommt ja eine Kassam - Rakete aus Gaza geflogen, bei deren Anblick sich dann der "Peacenik" an der "Gazaidylle" laben kann. Aber genau das wollen die "friedensliebenden antiisraelischen" Pali - Fans nicht wahr haben und erst recht nicht sehen.
Der Trip nach Sderot ist nicht ganz so unkompliziert. Abreisen tun wir von Tel Aviv aus hinunter nach Aschkelon:
Tel Aviv
Ashkelon am Mittelmeer
Und von Ashkelon aus nehmen wir einen weiteren Bus direkt nach Sderot:
Eine Sammlung von auf Sderot niedergegangene Kassam - Raketen
Landkarte und zugleich eine Darstellung der Raketenreichweite aus Gaza sowie die Sekunden, die ein Israeli Zeit hat, um sich in Sicherheit zu bringen.
Quelle: Elder of Ziyon
Die Todesopfer an der Berliner Mauer, 1961 - 1989
Zufällig fiel mir eine "richtige" deutsche Zeitung, die FAZ vom 13. August 2009, in die Hände. Darin gab es eine Buchvorstellung, die ich für recht erwähnenswert halte.
"Die Todesopfer der Berliner Mauer,
1961 - 1989".
Ein biographisches Handbuch. Herausgegeben vom Zentrum
für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer.
Ch. Links Verlag Berlin 2009, Preis: 24,90 Euro.
Zitat aus dem Buch:
"Die Ausgrenzung, Inhaftierung, Verletzung oder Tötung von Menschen, die
ihr Land verlassen wollten, waren Teil eines Systems, das ohne Mauer nicht
existieren konnte und mit dem Fall unterging".
Hans - Hermann Hertle und Maria Nooke erfassen 136 Opfer und die Umstände derer Fluchtversuche. 30 Personen davon wurden ohne Fluchtabsicht von den DDR - Grenztruppen erschossen oder verunglückten anderweitig. Acht Grenzsoldaten kamen ums Leben.
Zitat: "Zudem starben zwischen 1961 und 1989 mindestens 251 vor allem ältere Reisende während oder nach DDR - Kontrollen an den Berliner Grenzübergängen.
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind hier einzusehen:
Chronik der Mauer
Als die Mauer fiel, bzw. die Grenzen zum ersten Mal aufgemacht worden sind, befand ich mich in Israel. Als es mir von Isrealis berichtet wurde, konnte ich das gar nicht glauben und dachte, die spinnen ja. Soetwas gibt es gar nicht.
Als ich ein paar Monate später nach Deutschland fuhr, hatten sich alle schon an die Wiedervereinigung gewöhnt, aber für mich war nach wie vor alles neu. Das war ein recht seltsames Gefühl, was ich jedoch mehrere Male durchmachte. Immer dann, wenn ich nach Monaten oder Jahren nach Deutschland fuhr, musste ich mich an Neuerungen gewöhnen. Selbst seinerzeit an eine Veronika Feldbusch oder an einen Gildo Horn, von denen heutzutage kaum mehr jemand spricht.
Ganz zu schweigen von dem Wortschatz:
Überall in der Welt nennt man sie "Roller Blades", doch in Deutschland heißen sie "Inliner" oder "Inline Skates". In Deutschland heißt ein "Handy" halt "Handy"; im richtigen international - englischen Sprachgebrauch hingegen "Mobile" oder "Mobile Phone" und im Hebräischen ganz einfach "Pelefon".
Die Berliner Mauer sah ich nur einmal in meinem Leben; und das war bei einem Klassenausflug meiner Abiturklasse im Jahre im Dezember 1981. Mit zwei Schulkameraden fuhr ich hinüber nach Ostberlin, wo wir uns so ziemlich wessimässig aufführten und in Weissensee bei jedem und allem stehenblieben, nur um bekanntzugeben, dass wir nicht aus dem Osten seien. Nach kurzer Zeit merkten wir, dass unsere Umwelt eh von Weitem sah, dass wir nicht zu den Einheimischen gehörten.
Ende der Neunziger Jahre war ich häufig in Berlin, doch da war auch schon am Alexanderplatz der Mac Donald's eingekehrt und die U - Bahn war viel teurer. Nix mehr mit 20 Pfennig und so …
Freitag, 14. August 2009
Schabbat Schalom
Jeden Freitag wieder ist es höchst interessant den Kontrast zwischen Tel Aviv und Jerusalem zu geniessen. In Tel Aviv herrscht Action. Trotz hoher Luftfeuchtigkeit, Hitze und einem unentwegt schwitzenden verklebten Körper ziehen die Tel Aviver zum Bummeln aus. Israelische und ausländische Touristen mischen sich unter die Menge. Erst bummeln und dann an den Strand.
Schakschuka Photo geklaut beim Shawarmamayor
Die Schnellimbisse (Falafel, Schwarma, etc.) und Cafes sind rappelvoll und wer einen Platz finden will, der sollte spätestens vor 11.00 Uhr eintrudeln. Mittags wird es dann so richtig voll und es ist mir schon einige Male passiert, dass ich hungrig nach Jerusalem fuhr, weil der Schakschuka (Schakschuka: Spiegelei mit Tomate) Stand überlaufen war. Wer etwas an Kulinarischem ausprobieren will, der sollte es einmal mit Schakschuka in einer Pita versuchen. Zusammen mit viel Salat mittendrin.
Der Carmel Markt in Tel Aviv
Der Freitag hat sich in Tel Aviv längst zum Tag der Touristentours entwickelt. Leider muss ich sagen, denn es nervt ungemein, wenn gerade an dem Tag massenweise Tourigruppen durch den Carmel Markt gezogen werden. Die schmalen Gänge werden so verstopft und der "normale" Einkäufer für den Schabbat steht eingezwengt herum und kommt kaum vorwärts. Selbst die Händler sehen es nicht gerne, wenn plötzlich die Birthright Groups anrollen und amerikanische Teenies nur gaffen statt einzukaufen.
Auf dem Machane Yehudah Markt / Jerusalem
In Jerusalem fast das gleiche Bild auf dem Machane Yehudah Markt, doch dort ist mehr Platz und man ist nicht so furchtbar eingeklemmt in der Menschenmenge. Überhaupt ist das richtige Schabbatfeeling fast nur in Jerusalem zu finden. Gewiß nicht in Tel Aviv, wobei jemand nicht unbedingt relig. sein muss, um das zu spüren.
Beides kontrastmässig zu erleben, hat schon etwas für sich. Tel Aviv wirkt aktiv und Jerusalem wesentlich ruhiger und manchmal sogar langweilig. Nachdem die meisten Geschäfte der Ben Yehudah Mall freitags früh schliessen, konzentriert sich das Geschehen auf den Machane Yehudah. Allerdings sind die illegalen Pali - Händler mit ihrem billigen Ramallah - Ramsch "Made in Taiwan" entschwunden. Die Jerusalemer Stadtverwaltung entsandte die Gewerbeaufsicht und deren Pakachim (Gewerbekontrolleur mit Pistole an der Hose) passen gewaltig auf. Keine Billigeier ohne Haltbarkeitsdatum oder kopierte DVDs mehr, sondern (fast) alles ganz legal.
Schabbat Schalon und einen "angenehmen" Markteinkauf an alle Leser !
Kiryat Shemona wird 60 Jahre alt

B"H
Die Kleinstadt Kiryat Shemona feiert in diesem Jahr ihr 60 - jähriges Bestehen. Wer in Israel kennt diese Stadt nicht ? An der Nordgrenze zum Libanon gelegen und Ziel unzähliger Katyuscha - Raketen der Terroristen - Hizbollah.
Viele kamen gestern, um zu feiern. Darunter der Sänger Shlomo Artzi und Präsident Schimon Peres.
Am 26. Dezember 1949 wurde Kiryat Shemona als Auffangort für jüdische Neueinwanderer aus Marokko gegründet. Damals noch unter dem Namen "Kiryat Yosef" nach dem bekannten Yosef Trumpeldor.
Im Jahre 1951 zählte die Stadt 5000 Einwohner. Im Jahre 1974 wurde Kiryat Shemona offiziell als Stadt anerkannt. Seit ihrer Gründung war sie stets ein Auffangort für Neueinwanderer; aus dem Irak, aus dem Jemen sowie für jene Juden aus Marokko, Tunesien oder Algerien. In den 90iger Jahren kamen die Russen hinzu.
In den Jahren 1968 - 2000 flogen 4000 Katyuscha - Raketen auf den Ort. Während des zweiten Libanonkrieges im Sommer 2006 gingen nochmals 1000 weitere Katyuschas auf den Ort und insbesondere in dessen Umgebung nieder. Zerstört wurde Kiryat Shemona nie und die Mehrzahl der Raketen ging auf umliegenden Felder oder in Wäldern nieder. Der Existenswille der Bewohner wurde niemals gebrochen und Schimon Peres nannte gestern die Stadt nicht umsonst ein Zeichen der Stärke.Warum die Bewohner gerade in solch einer geplagten Stadt wohnen, in welcher allerdings seit dem Libanonkrieg etwas an Ruhe eingekehrt ist ?
Jobs sind rar und wer Arbeit sucht, der muss sich als flexibel erweisen und bereit sein, im nördlichen Galiläa zu pendeln. Andererseits ist Kiryat Shemona billig und wer eine verhältnismässig niedrige Miete sowie niedrige Lebenshaltungskosten sucht, der kommt in der Stadt gerade recht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Landschaft und die grandiose Aussicht über Galiläa bis hinein in den Libanon. Wer noch nie an der Nordgrenze war, der sollte sich die Zeit nehmen, hinzufahren. Trotz des militärischen Sperrgebietes findet der Besucher einen atemberaubenden Landschaftsblick vor.
Die deutsche Partnerstadt ist übrigens Memmingen !
Donnerstag, 13. August 2009
Tel Aviv Graffiti Cool

Fragt das Tel Aviver Stadtmagazin "Time Out".
Antwort: An kreativen Graffitis sowie Verhalten fehlt es zumindest nicht !
Photos: Tel Aviv Street Art
Sommer in Jerusalem
Ist Tel Aviv im Sommer wirklich soviel aktiver als Jerusalem ?
Neulich gestand mir eine junge Tel Avivit, dass gerade dieses Jahr enttäuschend sei. Trotz all der 100 - Jahr - Feiern sei die Stadt eher lahm und im vergangenen Jahr war alles viel besser.
Jerusalem will nicht immer hinten anstehen und es laufen einige Sommerveranstaltungen. Dienstags, zum Beispiel, laufen in der Ben Yehudah Mall Konzerte.
Konzerte ?
Okay, eine Band spielt. Aber das ist ja schon etwas.
Seit ein paar Tagen versuchen zwei junge Typen ihr Glück. Sie trommeln auf mehrere Plastikeimer ein. Ehemalige Farbeimer. Privat und nicht aufgrund des Sommerfestivals.
Toll, dachte ich mir, da kann ich ja ebenso ein paar Plastikeimer aus der Bäckerei anschleppen und trommeln. Kann ja sein, dass ich so mehr verdiene als am Backofen.
Aber nichts da ! Die Typen sind total professionell in ihrem Tun. Kein lahmes Herumkloppen auf die Eimer, sondern ein richtiges Konzert erfolgt. Die Zuschauer sind begeistert und vor allem junge Mädels (aber auch ältere Frauen) sehen "frisches Blut" und machen sich an die Typen heran. Die weibliche Fangemeinde ist schon angerollt.
Weiter unten in der Ben Yehudah sah ich vor zwei Tagen ein neues Konzert anrollen. Auch keines der städtisch organisierten des Sommerfestivals, doch etwas genauso Individuelles wie die beiden Eimertypen. Ein junger Mann hielt zwei Tischtennisschläger in der Hand und schlug auf unterschiedliche lange Enden von Plastikrohren, was verschiedenartige Töne erzeugte.
Mittendrin rennen einige Schnorrer auf und ab und betteln jeden um Geld an. Reguläre Bettler aus der Ben Yehudah. Falls Ihr dort einem richtig aufdringlichen Fall begegnet, ein Typ, der solange vor Euch stehen bleibt, bis Ihr einen Schekel herausrückt, ist derjenige garantiert Palästinenser. Die Palis lernten, dass Israelis viel spenden und auch die Touristen großzügig sein können. Nicht in den Paliviertel, denn dort werden sie eh schon genug abgezockt, doch außerhalb. Und so rücken die Palis in jüdische Zentren an und ziehen ihre Show ab. Nicht immer unter ihrer wahren Identität und versuchen einen jüdischen Eindruck zu erwecken. Normalerweise wissen Israelis gleich, was los ist; Touristen hingegen sehen den Unterschied nicht und meinen, derjenige Bettler sei Jude.
Gerade in Jerusalem sollte jeder Tourist auf sein Geld aufpassen, sonst ist er es schnell los. In der Arabischen Altstadt verstehen es die Palis wunderbar ihre Mitleidsmasche abzuziehen. "Oh, wir armen Palästinenser haben nichts zu beissen und die Israelis kloppen nur auf uns ein".
Äußert ein Tourist soetwas wie Kritik, kann der Pali schon einmal richtig sauer werden und man sei ja Rassist. Nicht selten gibt dann ein Tourist kleinbei, denn er will aus der Situation heraus und einfach nur noch weg. Um seine Ruhe zu haben, gibt er dem Pali eine Spende.
In Westjerusalem ist alles wesentlich einfacher, denn die Waren haben ihre festen Preise und die gebotenen Freiluftattraktionen a la Plastikeimer sind umsonst. Wer abends ausgehen will, der sollte das in Westjerusalem tun. Dort gibt es Bars in der Innenstadt und derzeit auch den Nightliner Bus nach Tel Aviv. Die Palis machen ihre Läden und Restaurants eh relativ früh dicht und ein richtiges Nightlife findet sort nicht statt.
Wer den israelischen Alltag betrachten will, der setze sich in eines der Cafes im Machane Yehudah Markt. Ins "Mizrachi" oder ins "Emil" zum Beispiel. Der Markt erlebt einen Wandel und immer mehr Chic zieht ein. Darunter hervorragende Cafes mit Flair. Die Umgebung mag dreckig sein, denn der Machane Yehudah ist bekannt für seine Ratten, aber durch die Cafes laufen diese noch nicht.
Was man am Machane Yehudah meiden sollte, ist das italienische Restaurant "Topolino". Neben dem Markt in der Agrippas Street gelegen. Von außen erscheint alles ganz toll und romantisch, doch die Preise grenzen an Betrug und wer nicht richtig teuer bestellt, der wird schonmal von Besitzerin Jonah und Partner Shai gebeten, doch eher zu gehen, denn es warten andere Leute auf den Tisch.
Jeder muss entscheiden, welche Preisklassen er sucht. Das beste ist, sich selbst auf den Weg zu machen und zu suchen. Dabei wird einiges erlebt und man lernt so richtiges lokales Leben kennen. Lasst Euch jedoch nicht von arabischen Hostelbesitzer sonstwo hin schicken, denn die schanzen ihren Freunden Business zu und hinterher kassieren sie bei den Geschäften dick an Provision, in die sie Euch sandten. Genauso verhält es sich, wenn sie Euch zu Taxen schicken. Der Pali - Fahrer zahlt dann Kommission an den Hostelbesitzer, durch den er das Business erhielt.
Haltet Eure Augen offen und stellt Preisvergleiche an. Eure Geldbörse wird es Euch danken.
Update: Schweinegrippe in Israel
Schulen ziehen in Erwägung, ihre Tore zu schliessen. Noch sind Sommerferien, doch in den staatlichen nichtrelig. Schulen beginnt der Unterricht wieder am 1. September und dann könnte dies nur von daheim aus via Internet stattfinden. Der Plan ist, die Ausbreitung der Schweinegrippe im Klassenraum zu verhindern.
Derzeit sind 2148 Israelis mit der Schweinegrippe infiziert. Davon befinden sich 29 Personen in kritischem Zustand im Krankenhaus. 5 Tote sind zu betrauern.
In Israel stellte sich soweit heraus, dass die meisten Ansteckungsfälle bei Personen unter 30 Jahren erfolgen. Leute über 50 werden dagegen viel seltener von der Schweinegrippe befallen.
Happy Birthday, Gilad !
Der von vor drei Jahren von der Terror Organisation Hamas entführte israelische Soldat feierte gestern seinen 23. Geburtstag in Gefangenschaft. Pali - Zeitungen verbreiten, dass die Verhandlungen um eine Freilassung Schalits fortschreiten und Israel zugestimmt habe, 325 inhaftierte Pali - Terroristen "mit Blut an den Händen" freizulassen. Israel dagegen macht auf die sanfte Tour und bevorzugt Stillschweigen. Entweder will Netanyahu diese Tatsache der Nation noch nicht bekanntgeben oder die Palis versuchen einmal wieder, Israel unter Druck zu setzen. "Terroristen mit Blut an den Händen" freizulassen, wäre glatter Wahnsinn, denn keiner von denen bereute bisher seine Taten und täte nach der Freilassung sogleich wieder Israelis töten.
Die Frage bliebt aber immer, was wichtiger erscheint ? Schalits Leben zu retten oder vorerst die Terroristen zu entlassen, den gekidnappten Soldaten freizubekommen und dann weiterzusehen. Allerdings könnten in der Zwischenzeit neue Terroranschläge erfolgen. Ausgeführt von den freigepressten Terroristen. Wie wohl würde sich Gilad Schalit dann fühlen, wenn sozusagen auf "seine Kosten" weitere Menschen umkommen ?
Keine leichte Entscheidung und es ist klar, dass die Familie Schalit derzeit "nur" ihre eigenen Interessen sieht. Die Eltern Aviva und Noam wollen ihren Sohn um jeden Preis zurückhaben. Um JEDEN, nur erdenklichen Preis …
Mittwoch, 12. August 2009
Plastik & Haardesign
Im wahrsten Sinne des Wortes fühle ich mich heute total daneben. Nach einigen Tagen in Jerusalem samt Bäckerei fast ständig durchgearbeitet, gehe ich heute früh schlafen. Daheim in Tel Aviv, mit Ventilator neben dem Bett, da man es sonst vor Hitze nichts aushält.
Als ich heute morgen an der Küste ankam, zeigte die lokale Uhr 8.37 Uhr und eine Temperatur von 29 Grad Celsius an. Hinzu kommt die Luftfeuchtigkeit, die alles in eine klebrige Sauna verwandelt.
Noch nicht einmal die Nachrichten habe ich heute richtig durchgeschaut. Zu platt und durchgeschwitzt. Die wahren Gewinner der Augusthitze sind die Getränkehersteller. Das deutsche Umweltherz täte hierzulande gleich in einen "Freudentaumel" ausbrechen, denn die Getränke sind in PLASTIKflaschen erhältlich. Alles ist Plastik, selbst noch viele der Milchtüten. Die Litertüten sind billiger als die Pappkartons. Glasflaschen gibt es fast gar nicht, sondern wenn, dann wird auch die Milch im Plastik verkauft.
Seit einigen Jahren wird ja alles wiederverwertet und ein paar Leute haben daraus ihr privates Business gemacht. Sie kriechen durch Mülltonnen und suchen nach leeren Flaschen und Dosen. Vom Supermarkt bekommen die 25 Agorot (5 Cent) Pfand und so verdienen sie sich ein Zubrot.
Für 25 Agorot gehe ich nicht stundenlang Dosen suchen. Aber jeder muss halt schauen, wo die nächste Mahlzeit herkommt.
Wenn man so durch unsere Städte läuft, fällt auf, dass das Friseurbusiness immer noch boomt. Zumindest sichtet man an jeder Ecken einen derartigen Salon. Der Boom rollte vor wenigen Jahren so richtig an, denn jeder kleine Hansel, der in der Armee war und keinen Beruf hatte, dort in einem Schnellkurs das Handwerk erlernte. Nach der Armee wird sich selbständig gemacht und auf den großen Umsatz gehofft. Aber was sage ich ? Hier nennen dich die Friseure ja nicht mehr Friseur und ihr Laden ist kein Salon mehr, sondern ein Haardesign Studio. "Itzuf Se'ar" steht da auf dem Ladenschild anstatt dem üblichen "Masperah". Was ist jetzt der Unterschied zwischen einem Friseur und einem Haardesigner ? Keiner.
Vielleicht erhält ja der designernde Friseur mehr Geld und die Preise liegen umso höher für eine Kundschaft, die sich in guten Designerhänden glaubt.
Klappern gehört heutzutage zum Handwerk.
Ich klappere heute nicht mehr viel, sondern schlafe mich endlich einmal aus. Die gute Nachricht ist, dass wir endlich einen neuen Arbeiter für die Bäckerei gefunden haben. Es kann sein, dass er hier mitliest, denn er (Israeli) zog gerade aus einem deutschsprachigen Land heim nach Israel.
Mr. Secretary of State: Hillary Clinton
Hillary Clinton - Die verzweifelte Hausfrau (Desperate Housewife)
Dienstag, 11. August 2009
Europa und der (moslemische) Babyboom
Alles konzentriert sich auf den Nahen Osten, die Wirtschaftskrise oder die Arbeitslosigkeit, doch wer schaut schon auf die Feinheiten, die da so schleichend niedergehen ?
Nein, dies soll wahrlich weder Panikmache noch Hetze sein, sondern nur ein kleiner Hinweis. Ein Hinweis auf eine Tatsache, welche sonst nie so recht wahrgenommen wird, denn man hat ja schliesslich andere Sorgen.
Vorsicht ist geboten, in den Gefilden Europas. Laut dem "London Daily Telegraph" hat sich der Anteil der moslemischen Bevölkerung Europas seit dem Jahre 1980 verdoppelt. Die hohe Geburtenrate der Moslems macht dies nicht nur in England möglich.
Daran allein ist nichts sonderlich Negatives, doch lautet der populärste Vorname für die männlichen Neugeborenen "Mohammed". Zumindest in Brüssel.
Als ich vor neun Jahren in Brüssel war, hatte ich schon Schwierigkeiten auf richtige Belgier zu treffen. Im Stadtteil Anderlecht war dies schier unmöglich. Die Innenstadt war völlig unter moslemischer Vorherrschaft und die Belgier selbst haben sich schon längst in die Vororte verzogen. In der fränkischen Stadt Fürth erlebte ich dieselbe Entwicklung.
Photo links: Englische Polizistin
Inwieweit wird sich Europa in Richtung Iran verändern ?
Hier dürft Ihr schon einmal im Sortiment stöbern und schauen, was so in ca. 20 Jahren getragen wird. Falls die moslemische Geburtenraten weiterhin ins Endlose steigen !
Link:
Warum die Scharia abzulehnen ist






