Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes --------
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Die "Jerusalem Post" meldet, dass Israel bei der NATO anfragte, ob eines seiner Kampfschiffe an einem NATO – Mannöver im Mittelmeer teilnehmen darf. Die Türkei jedoch will eine Teilnahme Israels auf alle Fälle verhindern.
Seit der ersten Flottilla von vor fast zwei Jahren betrachtet die Türkei Israel als Feindesland.
Die Verhandlungen zwischen der Histadrut und dem Finanzministerium sind erneut gescheitert und der Streik im öffentlichen Dienst läuft auch heute weiter. Ich weiss nicht, wie es mit den EGGED Bussen ausschaut, doch die Tel Aviver Lokalbusse von DAN fahren. Dafür sind die Geldautomaten der Banken leer und der Müll liegt tonnenweise herum.
YEDIOT ACHARONOT vom Februar 1997: 73 Tote beim Ason HaMasokim. Israel betrauert seine Söhne.
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Es war am 4. Februar 1997 als zwei israelische Militärhubschrauber zusammenstiessen, abstürzten und die sich darin befindenden 73 Soldaten verbrannten. Als die Helfer kamen, hatten sie nicht mehr zu retten und bargen nur noch verkohlte Leichen. Damals befand sich Israel im Schockzustand, denn immer wenn junge Soldaten sterben, werden diese als Söhne der ganzen Nation betrachtet.
Ich kann mich noch sehr gut an die Absturztragödie erinnern, denn begann ich doch gerade meine Voretappe zur Yeshivazeit (relig. Schule). In den Radionachrichten wurden jede halbe Stunde die Namen aller 73 verlesen, was allein schon Ewigkeiten in Anspruch nahm. Als ich in einem der Egged – Überlandbusse sass, regte sich ein Fahrgast auf, der Fahrer solle sofort das Radio abstellen. Er, der Fahrgast, wolle das nicht hören, weil es ihm einfach zu viel wird. Der Fahrer entgegnete, dass dies sein Bus sei und er entscheide, wann das Radio ausgestellt wird. Jetzt jedenfalls nicht und das Radio blieb an. Kein weiterer Fahrgast regte sich mehr auf und alle sassen stumm da als erneut die Namen verlesen wurden.
Jahrelang kämpften die hinterbliebenen Eltern um den Namen des Unglücks. Die Regierung taufte es offiziell: "Hubschrauberunfall", doch letztendlich entschied der Oberste Gerichtshof, die Tragödie "Ason HaMasokim – Hubschrauberunglück" zu nennen. Ferner kam heraus, dass die Hubschrauber Sprengstoffe mitführten als sie zur Wachablösung im Libanon losflogen. 73 Soldaten, welche in die Sicherheitszone des Libanon unterwegs waren. Zu einer Zeit als die israelische Armee noch einen Sicherheitspuffer zwischen dem Libanon und der israelischen Grenze besetzte. Dieser Puffer wurde im Sommer 2000 aufgegeben.
Die Soldaten aus dem Jahre 1997 sollte eine Wachkompanie in der Sicherheitszone ablösen, doch die zwei Transporthubschrauber stiessen in Nordisrael zusammen und alle Insassen kamen ums Leben. Die libanesische Hizbollah feierte ein Freudenfest und Israel trauerte.
Die Frage wurde gestellt, warum die Hubschrauber Sprengstoff mitführten und die Antwort darauf gab mir zu denken: Im Falle eines Abschusses über Feindesland, sprich – dem Libanon, sollen sich die Soldaten selbst in die Luft jagen. Ein Himmelfahrtskommando, wenn es denn zu einem Abschuss gekommen wäre.
Dieser Tage kommen alle Erinnerungen wieder hoch, denn der 15. Jahrestag des Unglücks naht. Nach dem jüdischen Kalender findet das Gedenken in diesen Tagen statt. An der Unglücksstelle wurde vor Jahren ein Denkmal gebaut, doch wer heute "Ason HaMasokim" sagt, löst immer noch eine Gänsehaut bei den Menschen aus.
Israels öffentlicher Dienst befindet sich weiterhin im Streik, falls nicht noch heute Nacht eine Einigung zwischen Finanzminister Yuval Steinitz und Gewerkschaftsboss Ofer E’ini erzielt wird. Und hier gleich die die aktuellen Streik News für den morgigen Sonntag (lt. TV Nachrichten des 2. israelischen Fernsehens):
Die gute Nachricht: Ab morgen fährt die Bahn wieder.
Die schlechte Nachricht: Alles andere bleibt beim Alten und wird bestreikt. Keine Banken, keine Post, keine Ämter, Flughafen oder Ministerien.
Die allerschlechteste Nachricht: Morgen schliessen sich die Busgesellschaften EGGED und DAN dem Streik an und jeder darf sehen, wie er zur Arbeit kommt.
Und so sieht es zur Zeit in Tel Aviv aus, wenn die städtische Müllabfuhr streikt
Auch heute erwarten uns die fast schon geläufig gewordenen überquellenden Mülltonnen, denn der Streik im öffentlichen Dienst dauert an. Wenn sich Finanzminister Yuval Steinitz und Gewerkschaftsführer (Histadrut) Ofer E’ini nicht einigen, kann sich das ganze noch bis Sonntag und darüber hinaus fortsetzen.
Keine Müllabfuhr, keine Banken, keine Post, keine Eisenbahn, nichts. Die Busse fahren, doch was am Ben Gurion Flughafen los ist, will ich erst gar nicht wissen.
Israel ist ein Land der Zeitarbeiter, aber nicht nur hier kennt man die modernen Sklavenhändler genannt “Zeitarbeitsfirmen”. Deutschland ist genau so überschwemmt mit derlei Ausbeutung, nur scheint es dort weniger Solidarität zu geben und es wird nicht für die Arbeitsrechte anderer gestreikt.
Kurz aufgelistet herrschen zweierlei Meinungen vor:
1. Viele Holocaust – Überlebende haben den Deutschen ganz oder zumindest ansatzweise verziehen. Sie sehen, dass eine neue Generation herangewachsen ist. Wobei heutzutage auf eben jene neue Generation weniger zu pochen ist, denn man schaue nur auf die Linke oder ganz normale deutsche Otto Normalverbraucher. Die, die immer noch gegen Juden sind, obwohl mehr als 95% von ihnen gar keinen Juden kennt; ebenso jene, die alles nur Erdenkliche gegen den Staat Israel tun und sich auf die Seite palästinensischer Terroristen stellen.
2. Zum Zweiten gibt es jene Holocaust – Überlebenden, welche den Deutschen niemals verzeihen werden und nichts mit Deutschland zu tun haben wollen.
Es versteht sich von selbst, dass gerade deutsche Medien die erste Kategorie lieber sehen und davon berichten. Manchmal wird sogar der Anschein erweckt, Holocaust – Überlebende verziehen gemeinsam als Kollektiv allen Deutschen und es herrsche Friede, Freude, Eierkuchen. Dem allerdings ist ganz bestimmt nicht so und bis auf den heutigen Tag weigern sich viele Nachkommen Überlebender mit Deutschland etwas zu tun haben zu wollen.
Photo: Gili Ya'ari
Eine dritte Kategorie dagegen scheint vollkommen ignoriert zu werden: Nämlich jene Überlebenden, die aus den Lagern als völlig gebrochene Menschen herauskamen. Jene, die seit Jahrzehnten in israelischen psychiatrischen Einrichtungen leben, weil sie das Erlebte niemals verwunden haben.
PhotojournalistGili Ya’ari präsentiert eine längst fällige Photodokumentation der vergessenen Holocaust – Überlebenden von Sha’ar Menashe. Sha’ar Menashe, eine psychiatrische Einrichtung in Nordisrael, die im Jahre 1949 gegründet worden ist.
Immer noch weigern sich Überlebende zu duschen, weil sie meinen, es komme kein Wasser aus den Duschen, sondern Zyklon B. Alpträume, Angstzustände, Schlaflosigkeit … Menschen, von denen man gerade in Deutschland weniger hört, denn das perfekte Bild des Deutschland vergebenden Auschwitz – Überlebenden kommt scheinbar besser an.
Vor ein paar Jahren habe ich die damals neu gebaute Mamilla Mall (gleich außerhalb des Jaffa Tores an der Altstadt) in einem Artikel furchtbar verrissen: “Das werde nie etwas werden und wer gehe denn ausgerechnet in der künstlich angelegten noblen Mall essen oder gar einkaufen ?”
Ich muss meine Worte von damals zurücknehmen, denn die Mamilla Mall hat sich zu einem belebten Treffpunkt entwickelt.
Ob die edlen Modeboutiquen tatsächlich Umsatz machen oder nicht, die Restaurants und Cafes sind allemal gut besucht. Von Café AROMA bis hin zum einheimischen Restaurant “Rimon”.
Einziger Anziehungspunkt für mich ist der CROCS Store, aber allein das Bummeln durch die Mall mit der tollen Aussicht ist schon ein Erlebnis.
Gestern nahm ich mir eine kleine Blogpause. Nicht nur wegen meines Geburtstags, sondern weil ich einfach einmal eine Pause brauchte. Wer kann auch schon allein ununterbrochen über israelische Politik und das Leben berichten ? Noch dazu, wo meine relig. Blogs sehr viel Zeit und Research in Anspruch nehmen.
Nein, ich denke gewiss nicht daran, die Bloggerei aufzugeben. Eher das genau Gegenteil wird der Fall sein und innerhalb dieses Jahres werde ich hoffentlich in der “Zeit”lage sein, alles noch mehr auszubauen.
Eines möchte ich aber dennoch erwähnen: Themenbloggerei ist alles andere als einfach und wer sich in die Sparte begibt, weiss am Anfang oft gar nicht, worauf er sich einläßt. Jeder Anfang ist schwer, aber mit der Zeit wird es auch nicht leichter. Besonders dann nicht, wenn Resonanzen von außen kommen, wenn Universitäten, Medien oder anderweitige Organisationen um Infos bitten.
Im Judentum hat man ja immer zweimal Geburtstag: Einmal nach dem weltlichen Kalender (wer dieses Geburtsdatum denn feiert) und einmal nach dem jüdischen Kalender. Mein jüdischer Geburtstag fällt auf diesen Schabbat. Der Schabbat, an dem die Thoralesung YITRO erfolgt. Und dazu wiederum werde ich heute abend auf meinem relig. Hamantaschen – Blog berichten. Auch etwas zur Bedeutung des Geburtstags im Judentum.
Rockets Slam into Buildings and Houses in Baba Amr in Homs City on Monday, February 6, 2012 as the depraved Baathist Dictator Bashar Assad orders his Alawite led Army to Destroy as much of the City as they can in order to pave the way for an Army Invasion later this week,( Thursday by some army accounts. ) Hundreds of people have been killed here in the last few days in this city and hundreds, perhaps thousands, more have been wounded and maimed.
Most of the Sunni Generals and high ranking Sunni Military Officer have already been "liquidated" by the Alawite Regime as a "Preventative Measure" as the Regime fears they will defect and join the Free Syria Army.
These reports are from fleeing Sunni military officers. (I am not being sectarian - I am just telling you the facts on the ground) Assad can only rely on one-third of the Army to fight for him so his fighting forces are weaker than they appear on paper. Groups of up to 50 soldiers and more defect on an almost daily basis, with many of the Defectors switching sides and joining the resistance movement freedom fighters of the Free Syria Army.
Bashar Assad is an Alawite Sect Minority Ruler and he doesn't see the majority of the Syrian people as "his people" -- as most of us are of a different religion, Sunni Islam. Many Alawites consider Sunni Muslims to be feared and therefore to be ruthlessly controlled and they easily dehumanize us in their minds and will kill us all in order to maintain Alawite Supremacy in our nation. - In addition, Assad hails from a Baathist neo-fascist political party which has a totalitarian ideological basis and is more akin to a Stalinist - Leninist party or to a Fascist or Nazi political party and they therefore no problem ideologically justifying killing off half of the nation, or more, in order to maintain their position of power in Syria, The Baathists are cousins of Stalin and Mao and Mussolini and Hitler , men who killed tens of millions of people, and some Baath Party members have been quoted as saying that they will slaughter 100,000 and more if that is what it takes to stay in power. The outside world needs to either invade Syria now to stop the bloodshed or else NATO and the Americans and friendly Arab nations need to immediately arm our Free Syria Army who are defending our cities from the Assad forces.
Heute abend einschliesslich morgen feiert die jüdische Welt den biblischen Feiertag “Tu be’Shevat – Den 15. Tag im jüdischen Monat Shevat”. Auch bekannt unter dem Namen “Neujahrsfest der Bäume”.
Auf meinem relig. Hamantaschen – Blog gibt es bereits einige Details zum Feiertag zu lesen und Weiteres folgt im Verlauf des abends.
Hier ein kleine Story ebenso zum Tu be’Shevat:
Vor ca. zwei Jahren war ich beim Jerusalemer Rabbi Mordechai Machlis zum Schabbatessen und das war, wie könnte es anders sein, überlaufen. Das Wohnzimmer war übervoll mit allen möglichen Leuten. Meistens fromme Seminarmädels und Yeshiva Studenten. Henny Machlis, des Rabbis Gattin, hat gerade ihre Familie aus New York zu Besuch und ihre Mutter, Mrs. Lustig, hielt eine kurze Ansprache. Sie erzählte eine Story zum Tu be'Shevat, die zur Story des abends wurde.
Ein Apfelbaum stand neben einem Sternenfruchtbaum und da die Sternenfrüchte des anderen Baumes so außergewöhnlich aussahen, wurde der Apfelbaum neidisch. Er begann sogar, sich bei G - tt zu beschweren und bat G - tt, ihn ebenso Sternenfrüchte wachsen zu lassen und keine Äpfel mehr.
An den Wochenenden kamen Ausflügler und fanden angenehmen Schatten unter dem Apfelbaum. Auch pflückten sie die Äpfel, aßen sie oder machten daheim Marmelade oder Apfelkuchen. Dies alles jedoch hielt den Apfelbaum nicht davon ab, sich bei G - tt zu beschweren. Er wollte Sternenfrüchte und keine Äpfel mehr.
Eines Tages fiel ein Apfel vom Baum. Beim Aufprall öffnete sich die Frucht und der Apfelbaum sah zum ersten Male seine eigene Frucht von innen. Und was sah er da ? Einen Stern !
Mrs. Lustig schnitt einen Apfel entzwei und zeigte uns das Sternenmuster um die Kerne herum.
Dem Apfelbaum wuchsen die ganze Zeit über Sterne, doch er wusste es nicht. Es musste erst der Augenblick kommen, an dem seine verborgenen Sterne sichtbar wurden.
Genauso mit uns Menschen. Auch wir tragen verborgene Sterne in uns und wir müssen uns nur öffnen, um diese zum Vorschein zu bringen und uns ihrer bewusst zu werden (anstatt uns bei G - tt zu beschweren) !
Falls keine Einigung zwischen der “Histadrut” Gewerkschaft und Finanzminister Yuval Steinitz erfolgt, so findet am morgigen Mittwoch ab 6.00 Uhr früh ein Generalstreik fast aller öffentlichen Einrichtungen statt. Bestreikt werden: Banken, der Ben Gurion Flughafen, die Börse, die Sozialversicherung “Bituach Le’umi”, Rathäuser, Ministerien, Gerichte sowie Museen und Theater.
Der Grund zum Streik der Bediensteten ist diesmal keine Forderung nach mehr Gehalt oder sonstigen Vergünstigungen. Vielmehr ruft die Gewerkschaft zur Solidarität mit den Tausenden von Zeitarbeitern auf, die oft jahrelang auf dem öffentlichen Sektor beschäftigt sind, doch nie festeingestellt werden.
“Wir erhalten für dieselbe Arbeit nur die Hälfte des Geldes eines Festangestellten”, so die Zeitarbeiter. Finanzminister Steinitz hingegen klagt wohl zu Recht, dass der Staat nicht alle Zeitarbeiter auf einmal fest einstellen könne. Das schliesslich gehe über das Haushaltbudget hinaus.
Kein Zweifel, dass auch in Israel Zeitarbeitsfirmen den großen Reibach machen und ihre Leute schamlos ausnutzen. Andererseits ist mir noch kein Land begegnet, in welchem festangestellte Staatsdiener dermassen viele Vergünstigungen erhalten wie in Israel. Wenn man dazu noch in Betracht zieht, dass viele der Staatsdiener einfach nur herumhängen und mehr damit beschäftigt sind, ihre Arbeit auf andere abzuwälzen. Letzteres ist eh zum israelischer Hauptsport geworden.
Morgen nicht bestreikt werden Schulen, Krankenhäuser sowie die Busgesellschaften Egged und Dan. Hier läuft der Betrieb normal weiter !
Den heutigen Tag verbringe ich fast ausschliesslich in Jerusalem. Ein wenig an neuen relig. Artikeln basteln und gegen abend wird es total chassidisch. Dann nämlich geht es ins ultra - orthodoxe Mea Shearim zu einem größeren Event.