Montag, 2. August 2010

Nur 400 Gastarbeiterkinder sollen abgeschoben werden


Aus der Tageszeitung YEDIOT ACHARONOT: Illegale Afrikaner suchen Tagelöhnerjobs in Ashdod.

Photo: Miriam Woelke


B"H

Die Knesset fällte gestern eine katastrophale Entscheidung:
Lediglich 400 der insgesamt 1200 Gastarbeiterkinder werden in ihre Heimatländer zurückgesandt. Warum zeigen soviele israelische Politiker falsche Bedenken in Bezug auf die Abschiebung ? In den USA, z.B., ist es ganz normal, dass nicht einfach jeder Fremdarbeiter bleiben und sich im Gastland häuslich niederlassen darf. Verantwortlich sind die Eltern der Kinder, denn jedem sollten die Konsequenzen bewusst sein, sobald er befristet auf Visum arbeitet. Jede Philippina kommt nach Israel mit der Absicht hier zu bleiben und wenn nichts mehr geht, dann wird sich halt schnell ein Kind angeschafft.

Die Knessetentscheidung, 800 Gastarbeiterkinder im Land zu belassen, wird sich grausam auswirken, denn damit sind wir zum philippinisch - afrikanischen Abschuss freigegeben ! Jeder, der sich so furchtbar um die Gastarbeiter sorgt, der gehe persönlich zum Tel Aviver Busbahnhof und schaue sich in der Levinsky Street, Bnei Brak Street oder Finn Street um. Falls er dazu kommt, denn als ISRAELI ist er dort unerwünscht ! Siehe HIER !




Eritrea Shop gegenüber dem Tel Aviver Busbahnhof




Finn Street oder auch KLEIN AFRIKA mitten in Tel Aviv.

Photos: Miriam Woelke


Artikel & Details:


Jerusalem Post

Cameron tritt Europa in den Hintern & Die Leiden des Ground Zero



Barak Hussein Obama und Gefolgschaft treten den Hinterbliebenen der Opfer des 11. September in den Hintern. Eine Moschee soll nahe des Ground Zero entstehen. Nicht einfach so eine Moschee, sondern ein islamisches Kulturzentrum mit mindestens neun Stockwerken. 


Der britische Premier dagegen tritt bei seinem Erdogan Besuch Europa in den Allerwertesten. Erdogan, Nasrallah oder Achmadinejad JA, Israel sowie freies Europa NEIN !


Details bei SULTAN KNISH !

Feuchtigkeits - Hitzewelle in Israel


B"H

Seit Ende letzter Woche sind wir in Israel von einer Hitzewelle befallen. 34 Grad Celsius in Jerusalem mag sich nicht so furchtbar anhören, doch kämpfen wir vor allem gegen die hohe Luftfeuchtigkeit, die hier in den Bergen niemand gewohnt ist. Eine Luftfeuchtigkeit, die wir sonst nur an der Küste finden.

Schlechte Nachrichten: Die ganze Woche über soll es noch so fatal heiss bleiben !

Fussgängerzone Jaffa Road


Ab diesem Monat soll der Autoverkehr in Jerusalems JAFFA ROAD weitgehend eingestellt werden. Die Strassenbahn kommt ! Irgendwann, denn noch befindet sie sich im Bau. Die örtlichen Cafes aber sorgen schon einmal vor und lassen die Kundschaft draussen sitzen.

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 1. August 2010

Zeitungskrieg: ISRAEL HAYOM : YEDIOT ACHARONOT

ISRAEL HAYOM





YEDIOT ACHARONOT






B"H

Man stelle sich vor, die Tageszeitung erscheint täglich umsonst. So etwas gibt es in Israel seit ca. zwei oder drei Jahren. Zuerst noch unter dem Namen "Israeli", doch bald unter dem aktuellen Namen "Israel Hayom - Israel Heute".

Bis vor wenigen Tagen galt die eher linksgerichtete Tageszeitung "Yediot Acharonot" stets als größte Zeitung des Landes. "Ha'iton shel HaMedinah - Die Zeitung des Landes" - so pflegte sie sich in der Werbung gerne zu nennen. Gefolgt wurde Yediot von MAARIV und HAARETZ. Das ging jahrzehntelang gut bis "Israel Hayom" auf den Plan trat. Kostenlos wird sie an den Straßen verteilt. Finanziert vorweglich durch Werbung. Zuerst noch als Billigmache verschrien, aber mittlerweile schreiben viele anerkannte und bekannte israelische Journalisten für Israel Hayom. Trotz dem linken Kommentarschreiber Yossi Beilin gilt Israel Hayom vorweglich als "Bibiton - Zeitung des Bibi Netanyahu", denn es ist ein Netanyahu - Freund, der die Zeitung finanziert. Es ist richtig, dass fast alles auf Netanyahu ausgerichtet ist. Pro - Likud und pro - Bibi. Bibi - Kritik gibt es, doch kurz gehalten. Bei "Yediot Acharonot" ergiesst man sich geradezu an der Netanyahu - Kritik, denn Bibi und Yediot sind seit Jahren Spinnefeind.

Seit Ende vergangener Woche steht es offiziell fest:
"Israel Hayom" wurde zur neuen Zeitung des Landes mit der größten Leserschaft. Natürlich freute man sich und liess verlauten, dass der Leser die Inhalte liebe. Man sei halt kein Popelblatt mehr, sondere recherchiere. Das kommt halt an.

Eines sollte deutlich klargestellt werden:
Israel Hayom erfreut sich der zahlreichen Leserschaft, eben weil die Zeitung umsonst ist. Wer jedoch Recherchen sucht, der wende sich an Maariv oder Haaretz sowie an Yediot Acharonot. Wobei die beiden Letzteren eher links angesiedelt sind.

Inzwischen findet ein regelrechter Pressekrieg zwischen Yediot und Israel Hayom statt. Yediot als Konkurrenz schlägt zurück und lässt seine Ausgaben auch schon einmal kostenlos verteilen. Alles, was mit Israel Hayom in Verbindung gebracht wird, das wird gnadenlos boykottiert. Israel Hayom seinerseits ergötzt sich an einer Medienschlacht gegen Yediot. Seit Wochen finden wir die übliche Yediot - Hetze nahe an der Titelseite. Heute genauso wie in der letzten Freitagsausgabe.

Ich lese Israel Hayom, doch genauso andere israelische Tageszeitungen. Nur Israel Hayom allein bringt nicht die erhoffte Informationsquelle. Auch nicht in der Schabbatausgabe.

Islamic Justice - Islamische Gerechtigkeit

Die Namen der Opfer von Duisburg

B"H

Nicht aus Neugierde, doch lediglich um einmal nachzuschauen, ob sich nicht ein Bekannter unter den Opfern von Duisburg befindet. Man weiss ja nie, wo es, z.B., die einstigen Schulkameraden, einmal hinzieht. Freunde / Bekannte können umgezogen sein und ich surfte einmal so im deutschen Net nach den Namen der Opfer von Duisburg. Dabei stiess ich auf ein deutsches Forum, in welchem jemand den gleichen Gedanken zum Ausdruck brachte. Besagter Forenschreiber suchte die Namen und fragte nach einem Link. Die Antworten auf sein Anliegen waren verheerend, denn man unterstellte ihm "Sensationslust". Ich war, zugegeben, erstaunt als ich den Vorwurf las. Demjenigen Anfrager ging es lediglich so wie mir. 

In Israel gehört es zur absoluten Normalität, dass Namen von Terrorattentaten sowie anderen Katastrophen veröffentlicht werden.  Samt Photo und Lebensgeschichte. Bis vor einiger Zeit war es sogar noch so, dass wir die jeweiligen Beerdigungen in den Abendnachrichten zu sehen bekamen, doch dagegen sträuben sich mittlerweile viele Angehörige und verweigern das Filmen.

Die Opfernamen, Bilder sowie Kurzbiographien werden jedoch weiter auf den Titelseiten veröffentlicht und niemand hat etwas dagegen einzuwenden. Immerhin wollen Freunde, Bekanten, ehemalige Schulkameraden, usw. informiert sein, ob jemand unter den Opfern ist, den sie kennen; aus dem einfachen Grund, um an der Trauer teilzunehmen bzw. zur Beerdigung zu gehen.

Bild des Tages



Nein, das ist KEIN Photoshop, sondern echt !

Gesehen in Tel Aviv nahe Neve Zedek / Ahad Ha'Am

Photo: Miriam Woelke

Am Jaffa Tor zur Jerusalemer Altstadt

B"H


Der "Tower des King David" by Night. Der Turm befindet sich direkt am Jaffa Gate zur Altstadt und hat im eigentlichen Sinne gar nichts mit König David zu tun, sondern die Anlage war einmal eine Festung des Herodes.








Das Jaffa Tor



Vor dem Jaffa Tor mit Sicht auf den "Tower of King David"

Photos: Miriam Woelke


Mein Tipp: Sobald Ihr durch das Jaffa Tor schreitet, überfällt Euch eine Schar von selbsternannten palästinensischen Tour Guides, die Ihre überteuerten Dienste anbieten. Lasst Euch NICHT darauf ein, sondern geht einfach, ohne zu Antworten weiter, und erkundet die Altstadt selbst ! Ansonsten wird Euer Portemonnaie ziemlich leiden und zu sehen kriegt Ihr auch nicht viel. 

Freitag, 30. Juli 2010

Schabbat Schalom


Gesehen in Nachlaot / Jerusalem

Photo: Miriam Woelke


B"H

Schon am frühen Morgen liegt ein klebriger feuchter Belag in der Luft von Tel Aviv. Die Meeresfeuchte verbunden mit einer 30 Grad C Hitze. Allein deswegen freue ich mich auf die Fahrt und den Schabbat in Jerusalem, wo das israelische Sommerwetter einigermassen erträglich ist. Kühle Nächte, denn in Tel Aviv weiss man derzeit nicht, was schlimmer ist: Die Tages - oder Nachthitze.

Eine Kurzmeldung kam über den Nachrichtenticker:
Eine Rakate flog heute morgen auf die Stadt Ashkelon. Mit schönen Grüssen von der Hamas aus Gaza. Man muss halt ab und zu auf sich aufmerksam machen. Der Kampf gegen den Zionismus geht weiter, damit Spenden aus den Arabischen Staaten einfliessen.

Ab Montag nächster Woche bietet der Jerusalemer Machane Yehudah Markt "Olympia Aktivitäten". Das Event soll mehr Kundschaft anziehen, ganz klar. Besser wäre vielleicht eine gründliche Renovierung des Marktes, denn trotz wöchentlichem Generalputz von arabischen Arbeitern der Stadtverwaltung sammeln sich die Ratten im Abwasserkanal.

In dieser Woche kamen mehrere Hundert jüdische Neueinwanderer in Israel an. Ich überfliege derlei Kurzmeldungen in den Nachrichten nur noch, denn die eigene Aliyah bleibt zwar im Erfahrungsgedächtnis heften. Allerdings wurde uns schon im "Finde einen Job - Kurs" kurz nach der damaligen Einwanderung im Jahre 2000 vermittelt, dass wir nicht ewig Neueinwanderer bleiben. Schon nach ein paar Monaten seien wir "altes Eisen", denn täglich landen neue Leute.

Nachvollziehen kann ich die Aliyah - Problemchen schon noch, obwohl es bei mir etwas anders von statten ging. Ich hatte schon zuvor mehrere Jahre in Israel gelebt, war der Landessprache mächtig, kannte die Arbeitswelt, den Wohnungsmarkt und die Mentalitäten. Deswegen war es keine Neueinwanderung in dem Sinne, sondern eher eine Rückkehr. Nach insgesamt vierzehn Jahren im Ausland könnte ich mir heute ein Leben in einem anderen Land außerhalb Israels nicht mehr vorstellen. Ich habe eh  genügend Probleme herauszufinden, ob ich nach Tel Aviv oder doch nach Jerusalem gehöre.

In wenigen Stunden fahre ich nach Jerusalem, denn ich muss gleich nach Schabbatende in der Schicht arbeiten. Wobei ich stets versuche, meine Arbeitszeiten in der Bäckerei zu verkürzen, was kaum gelingt. Realistisch betrachtet muss jeder Israel eine bestimmte Summe an Geld verdienen, um zu leben, Genau wie in jedem anderen Land auch. Ich lebe nicht von Spenden oder lasse mich sonst irgendwie aushalten und gehöre daher zum regulären israelischen Proletariat.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

"Welcoming OLIM " !




B"H

Hier ist ein gut und einfach geschriebener Blog zum Leben eines Neueinwanderers (Oleh Chadash) in Israel. Vielleicht auch für manchen Touristen lesenswert gestaltet. Der Blog beschreibt die alltäglichen Wehwehchen des Neueinwanderers in Israel.

Ich finde es gut, dass fast alles positiv gehalten ist, auch wenn die Aliyah nach Israel oft frustierend wird. Dennoch sollte jeder, der einwandert, eine gehörige Portion Humor mit im Gepäck haben und nicht alles zu verbissen betrachten. Eine positive Einstellung wirkt sich nicht selten positiv auf die verdriesslichen israelischen Gegenüber aus. Zumindest machte ich bei meiner Einwanderung vor zehn Jahren diese Erfahrung.

DIE perfekte Anleitung findet Ihr eh nie, denn jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln !

Donnerstag, 29. Juli 2010

Orange Israel SIM Card

B"H

Was kostet eine SIM Card von Orange Israel ?
70 Schekel einschliesslich 40 Gesprächseinheiten auf dem Handy oder 30 Schekel ohne Gespräche; bedeutet: nur die SIM allein.

Diese Erfahrung machte ich gestern als ich mir eine neue SIM für mein erst gestohlenes und nun wiedergefundenes Handy anschaffte. Die Diebe brachen meine SIM Card heraus und beim Batterieaufladen bemerkte ich, dass auch meine ursprüngliche Handybatterie ausgetauscht worden war. Die "fremde" Batterie ist jedoch von der gleichen Herstellerfirma wie das Handy selber und funktioniert daher.

Weiterhin waren die kolumbianischen Diebe so doof, ihre Kontakte in meinem Phone Book zu belassen und dadurch wurde ich mit Namen und Nummern von Armando, Pablo, Luisa oder Gerardo konfrontiert.

Ist doch "toll" sein gestohlenes Handy in solch einem Chaoszustand wieder zu bekommen. Nun habe ich zwei, denn nach dem Diebstahl vor drei Wochen schaffte ich mir umgehend ein neues Gerät an. Besser und auf dem neuesten Standard.

Review: "Inception" mit Leo Di Caprio

B"H

In Israel lief heute der neue Leonardo Di Caprio Film "INCEPTION" an und in Tel Aviv machte ich mich auf, ihn mir anzusehen. Zweieinhalb Stunden dauert der Film, doch ist er durchaus sehenswert. Langweilig war es jedenfalls nicht, selbst wenn der Zuschauer besonders zu Beginn kaum mehr zwischen Traum, Wirklichkeit und Grund unterscheiden konnte. Träume beeinflussen, das Unterbewusstsein im Traum ausschalten und einen Traum im Traum haben. Man muss sich erst etwas in den Film einsehen. So empfand ich es zumindest.

Unterhaltsam, eine gute Filmidee und gute Schauspieler. Der Inhalt erinnerte mich etwas an MATRIX und einen Film der deutschen Literaturfigur MOMO, wo die grauen Männer kommen und die Zeit stehlen. Allerdings fragte ich mich am Ende doch iwe es kommt, dass mehrere Personen das gleiche träumen und gemeinsam in einen Traum einsteigen um kollektiv zu handeln. Naja, Hollywood macht alles möglich !

Die Leute, die mit mir im Kinosaal sassen, waren begeistert und es gab Beifall. Armer Leo: Schon in seinem letzten Film "Shutter Island" musste er sich mich einer Psychogattin herumärgern.

Netanyahu feierte trotz toter Soldaten



Die mit dem Hubschrauber verunglückten sechs Soldaten.

B"H


Am Montag verunglückten sechs israelische Soldaten mit ihrem Hubschrauber bei einer Militärübung in Rumänien. Mit an Bord und somit weiteres Unglücksopfer war ein rumänischer Beobachter. Um 16.00 Uhr nachmittags wusste Verteidigungsminister Ehud Barak Bescheid und kurz nach 18.00 Uhr war Premier Benjamin Netanyahu informiert. Aber anstatt zu trauern feierte Netanyahu ausgelassen und in Partystimmung den 19. Geburtstag seines Sohnes Ya'ir.


Das sind die heutigen Schlagzeilen in Israel. Das Land trauert und unser Premier gibt einmal wieder den Deppen. Hinzu kommt, dass Ya'ir Netanyahu, der gerade seinen Pflichtdienst in der Armee absolviert,von der Party abgeholt wurde und zu einer 10 - tägigen Strafe seines Batallions verdonnert wurde. Grund: Befehlsverweigerung.


In Israel wird eh mächtig über Ya'ir gelaestert, der dieser eigentlich in der Armee gar nichts tut, ausser von Bodyguards bewacht zu werden. Seine Verwandten waren Kriegshelden und nun schaue man auf den Neffen. Den Höhepunkt bietet die Geburtstagsfeier am Montag. Soldaten sterben und Dummchen Ya'ir feiert bei Mama.


Details:


http://www.worldofjudaica.com/jewish-news/israel/during-the-helicopter-crash-in-romania-celebration-at-the-netanyahus/465/52/


http://www.israelpolitik.org/2010/07/27/faces-of-the-idf-six-killed-in-mondays-helicopter-crash-in-romania/

Mittwoch, 28. Juli 2010

Strafe wegen falscher Religionsangaben ?

B"H

Vor Ewigkeiten erklärte ich mich auf der Site "Wer weiss Was" mitzumachen und Antworten bezüglich Fragen des Judentums zu geben. Seither bekomme ich ab und an Fragen zugesandt, doch die Site lässt mich nie antworten. Immer wieder wird ein Password verlangt, was ich erst anfordern muss und ich bin alles irgendwie leid. Nicht die Fragen der Leser, sondern die Technik an sich.

Jemand, der sich Yitzchak nennt, stellte mir die folgende Frage und ich antworte ihm auf diesem Weg, in der Hoffnung, dass er irgendwie hierher findet.


Hallo, meine Frage ist eigentlich recht simpel. Mache ich mich strafbar wenn ich falsche Angaben zu meiner Religion mache z.B. in der Schule, auf der Arbeit und im alltäglichen Leben? Wenn ja, welche Folgen kann eine solche Falschangabe nachsichziehen? Danke schon im Voraus für eure Antworten.


An welchem Ort sollen denn die eventuell falschen Angaben stattfinden ? In Israel ?
Wie die genaue Gesetzeslage aussieht, weiss ich nicht, doch denke ich einmal, dass Du an den meisten Orten Papiere vorweisen musst. In einer israelischen Schule, zum Beispiel, und an so manchem Arbeitsplatz. Zumindest dann, wenn Du keinen israelischen Personalausweis besitzt.

Sollte die Religion wichtig sein und Deine Falschangabe negativen Einfluss auf die Arbeit oder sonstiges nach sich ziehen, dann kann ich mir vorstellen, dass es ein gesetzliches Nachspiel geben kann.

Wie aber willst Du die falschen Angaben gestalten, wenn Du Dich im Touristenstatus befinden solltest ? In dem Moment verlangt schon allein das Innenministerium eine Bescheinigung der Jüdischkeit (bei der Visavergabe, z.B.). Einen Juden einfach so heiraten, könntest Du ebenso wenig, denn das Oberrabbinat stellt keine Heiratsgenehmigungen ohne vorherige Prüfung aus.