Dienstag, 7. Oktober 2008

Strudel und Faschismus

B"H

Erst nachdem ich neulich einen neuen Widget in meine Sites einbaute, sah ich, aus welchen Ländern und Orten meine Leser kommen. Dabei fiel mir bei den deutschen Sites auf, dass ungewöhnlich viele Österreicher mich lesen.

Nichts gegen die Österreicher und ich selbst war ein paar Mal in dem Ländle und auch in der Schwyz; dennoch erweckt gerade Österreich den Gedanken an einen Jörg Haider. Wie kann solch ein Rechter ausgerechnet in dem Lande Erfolge verbuchen ? Oder kann dies nur in Österreich passieren und nicht in Deutschland ? Sind die Deutschen da vorbehaltener und die Österreicher die sich nicht zurückhaltenden Rechten ?

Auch die israelische Presse berichtet regelmässig über die politischen Verhältnisse in der Alpenrepublik und von dem neuen "29% Rechtsbündnis". Wie soll man damit umgehen und was will ein Jörg Haider überhaupt ? Das Bündnis jedenfalls bestreitet, für den ehemaligen Faschismus des Nazireiches zu stehen. Für wen steht es dann ?

Geht es in Österreich eher nur gegen die Ausländer und für ein "reines Österreich" ? Soll eine Überfremdung wie in Kreuzberg verhindert werden ? Wie fühlt sich die wachsende jüdische Gemeinde in Wien und kann jemand, der chassidisch herumläuft, dies ohne Repressalien tun ?

Vielleicht kann sich dazu einmal jemand aus Österreich äußern, was mich freuen täte. Man trifft ja sonst in Israel kaum auf die "Ösis", sondern eher auf die Schweizer.:-)

Cat Stevens verweigert Teilnahme

B"H

Der britische Popsänger oder besser gesagt - "Ex - Popsänger - Yusuf Islam alias Cat Stevens lehnte eine Einladung des israelischen "Peres Center" ab. Das "Peres - Center" plant sein 10 - jähriges Bestehen zu feiern und beglückte Cat Stevens mit einer Einladung, welche von ihm ohne Angabe von Gründen abgelehnt wurde.

Wahrscheinlich besser so, denn Stevens war in den Jahren 1999 sowie 2000 die Einreise nach Israel verweigert worden, da er für seine anti - israelischen Bemerkungen mehr als bekannt ist. Außerdem steht er im Verdacht, die Terroristenvereinigung Hamas finanziell zu unterstützen.

"Cat Stevens, just remain wherever you are because we don't need people like you in Israel !"

Montag, 6. Oktober 2008

Sonderzulagen



B"H

Zu meiner Zeit in Deutschland, und zugegeben, das ist schon etwas mehr als acht Jahre her, gab es Urlaubs - oder Weihnachtsgeld. Erschwerniszulagen und überhaupt war alles betrieblich oder gesetzlich geregelt. Man brauchte sich um nichts zu kümmern, denn irgendwie war alles immer auf dem Konto. Jedenfalls dann, wenn man nicht gerade für eine Zeitarbeitsfirma beschäftigt war.

In Israel alles anders, obwohl es seit fast einem Jahr auch gewisse neue gesetzliche Regelungen gibt. Insbesondere das Recht auf Rentenversicherungen. Richtige Sonderzulagen und die besten Jobbedingungen geniessen jedoch bis heute nur diejenigen, die entweder staatlich fest oder sonst bei einem großen rennomierten Unternehmen in einer festen Position angestellt sind. Verkäufer, kleine Angestellte, viele Arbeiter, Friseure, Kellner, Zeitarbeiter oder Sicherheitskräfte haben oft das Nachsehen. Besonders dann, wenn man einen Stundenlohn und kein Angestelltengehalt bezieht.
Das israelische Berufsleben kann ein pures Auf und Ab sein. Mal die Schnauze voll und man kündigt, nur um dann wieder zurückzukehren. Das gehört zur Berufsnormalität und wenn ich nebenbei in der Bäckerei arbeite, geht es mir genauso. Eigentlich habe ich dazu keine Zeit mehr und gab zweimal auf. Und zweimal kehrte ich zurück.

Unsere Bäckerei ist ein Mittelstandsunternehmen mit 25 - 30 Angestellten. Die Lage am Machane Yehudah Markt ist perfekt und über fehlenden Umsatz kann sich unser Boss nicht beschweren. Der Laden läuft und der Rubel rollt.

Als ich das letzte Mal vor zwei Monaten ging, fand man sogar eine Nachfolgerin. Doch die entpuppte sich schnell als Fehlgriff und man rief mich zurück. Begründung: Die Tussi sei geflüchtet.
Doch dann kam sie zurück und ich war heilfroh. Vor Rosh HaShana bekam ich erneut eine e - mail. Ob ich nicht wieder mindestens zweimal pro Woche arbeiten könne, denn die Tussi sei nun völlig entschwunden und man finde niemanden. Alle hauen immer gleich nach ein paar Tagen ab und arbeiten will eh keiner. Es ist schwer auf dem israelischen Arbeitsmarkt jemanden zu finden, der nicht andauern jammert "Ejn Li Koach - Ich habe keine Kraft oder Lust". "Dies ist mir zu schwer oder das, und wann machen wir denn endlich Pause ?"

Also ging ich wieder zurück; allerdings mit der Auflage von flexiblen Arbeitszeiten. Dann kam gleich Rosh HaShana und zu dem Feiertag bekommt die Mehrheit des israelischen Proletariats Geschenkgutscheine (Tluschim) zum Fest. Mal mehr und mal weniger, und sogar unser sonst so knauseriger Boss läßt ein paar Schekel springen. Jahrelang schon gibt es Krach darum, denn einige Teile der Belegschaft fühlt sich öfters hintergangen. Zum Beispiel gab es vor zwei Jahren keinen Gutschein im Wert von einigen Hundert Schekeln, sondern eine Box mit einer Weinflasche, einer CD mit Blabla - Musik, ein Honigfäßchen und noch irgendwelchen Kitsch. Gewisse Teile der Fabrikbelegschaft im ersten Stock rasteten aus und machten auf Protest. Entweder gebe es einen Gutschein oder sie schmeissen die Box aus dem Fenster. Am Ende nahmen alle die Kitschbox, weil es sonst gar nichts gegeben hätte. Unser Boss jedoch lernte aus dem Vorfall und beim nächsten Mal an Pessach gab es wieder Gutscheine.

Gutscheine gibt es immer noch, aber bei vielen je nach Leistung. 300 Schekel (ca. 60 Euro) Maximum und das immer nur für den Alki - Laden gegenüber. Wer braucht schon für 300 Schekel Weine oder anderweitigen Suff ? Alle würden einen Supermarktgutschein bevorzugen, doch unser Boss scheint ein Abkommen mit dem Alki - Laden zu haben.

Da ich erst wenige Tage vor Rosh HaShana zurückkehrte, rechnete ich mir keine großen Chancen auf einen Gutschein aus. Andere hingegen prahlten schon mit ihren 300 Schekeln und fragten, ob ich denn auch schon im Alki - Laden gewesen sei. Das geschah nur um herauszufinden, ob und wieviel ich bekommen habe.

Nichts geschah und ich fand mich damit ab, ohne sauer zu sein.

Gestern früh kam wieder die übliche Nachfrage, was ich denn gekauft hätte. Wenn bloß nicht immer dieser furchtbare Proletarierneid auftauchen würde. Was aber sollte ich groß berichten, denn ich hatte ja nichts bekommen ?

Als ich gehen wollte, kam der Ausruf via Intercom. Oben in der Fabrik wartete ein Briefumschlag auf mich, der da anscheinend schon eine ganze Weile herumstand. Ein 200 - Schekel - Gutschein für den Alki - Laden war drin und die Belegschaft schnüffelte gleich, wieviel ich denn bekam. "Naja, 200 wär jetzt aber nicht viel und ich soll mich da mal bloß beschweren gehen". Ich hingegen freute mich, überhaupt soviel zu bekommen, da ich ja eine ganze Zeit gar nicht dort war.

Ich ging zum Manager ins Büro, wo ich eh hin wollte und bedankte mich nebenbei für den Gutschein. "Pscht, meinte der, das sollen doch die anderen gar nicht wissen". "Zu spät, gab ich zurück, wenn Du soetwas in die Fabrik aufs Regal stellst, brauchst Du Dich nicht wundern, wenn jeder drumherum schnüffelt".

Und einen Streikfall gab es dann doch wieder. Eine Bäckerin, die angeblich immer zuviel Ausschuß produziert, wurde die Gutscheinsumme gekürzt und sie weigert sich, den Umschlag anzunehmen. Der klebt nun mitten an der Bürotür und der Manager lästerte, dass der Umschlag da bis in alle Ewigkeiten hänge, wenn B. ihn nicht annehme.

Und genau aus dem Grund hat unser Boss soviel Erfolg, denn jeder ist neidisch auf den anderen und anstatt zusammenzuhalten, kloppt sich die Belegschaft lieber untereinander.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Lieber Israel als gar nichts

B"H

Ein interessantes Umfrageergebnis veröffentlichte das "Institute for Policy and Strategy at the Interdisciplinary Center of Herzliya (IDC)".

92 % der befragten Israelis gaben an, für Israel in einem Krieg kämpfen zu wollen. Ebenso bezeugten 92 % stolz auf ihre jüdische Religionszugehörigkeit zu sein.

90 % der befragten Israelis bezeichnen sich als Patrioten und 85 % sind gegen einen Frieden mit den Palästinensern, wenn deswegen eine Spaltung Jerusalems bevorsteht.

83 % der befragten Israelis befürworten das Hissen einer Flagge am Unabhängigkeitstag "Yom Ha'azma'ut". 90 % sind verärgert, wenn jemand am Gedenktag für die gefallenen Soldaten "Yom HaZikaron" nicht zum Sirenenton stillsteht.

87 % der befragten Israels wollen lieber Israelis sein und in einem jüdischen Staat leben als irgendwo anders auf der Welt.
Selbst dann, wenn der Iran seine Atombombe fertigstellt.

400 neue Karawane !



B"H

In der Presse entsteht meist ein absolut negatives Bild der israelischen Siedlerbewegung. "Mitnachalim" nennt man sie in der säkuleren israelischen Presse, obwohl "Mitjaschwim" eigentlich der richtigere Ausdruck wäre.
Bei jährlichen Umfragen stehen ausgerechnet die Siedler auf der Beliebtheitsskala der heimischen Bevölkerung ganz weit unten. Sogar die Palästinenser sind teilweise noch beliebter als die jüdischen Mitbewohner. Woher kommt das negative Bild der Siedler ?

Zuerst einmal meint die Mehrheit, dass es sich bei ihnen um wirre jüdische Religionsfanatiker handelt. Fundamentalistische Nationalreligiöse, die da um sich kloppen, Hippieklamotten tragen und ihr selbstangepflanztes Essen im Kochtopf wälzen. Viele Kinder, die Frauen im langen Rock a la Heimchen am Herd und der Mann draußen mit der Knarre in der Hand und auf alles schiessend, was sich bewegt. Ob Hirsch oder Palästinenser sei ja egal.



Siedlungen in Samaria (Schomron)


Als vor drei Jahren Gush Katif geräumt anstand, da wurde die Unwissenheit des israelischen Otto Normalverbrauchers besonders deutlich. Man war auch nicht unbedingt an einer Verbesserung des Wissens interessiert.
"Was gehen uns denn die Siedler an ? Sind ja eh nur alles chaotische Irre !"
So lautete die Meinung der breiten Masse aufgeputscht von der säkuleren Presse. Und wer scherte sich dann auch um Gush Katif, wenn doch die Siedlerkinder aus Protest die Zufahrten nach Tel Aviv oder Jerusalem mit Sitzblockaden blockierten. Da kann man ja auch sauer werden, wenn da so ein paar komische Teenies auf der Straße hocken und mir den Feierabend mit einem tüchtigen Stau vergraulen.



Karnei Shomron


Tatsache ist, dass das Land Israel den Juden gehört. Zur Begründung bringe ich die Thora hervor, die da aber anscheinend einigen zu antik bzw. realitätsfremd erscheint. Man erinnere sich: G - tt gab den Juden das Land und wer ein Land besitzt, der darf sich dort niederlassen, wo er will. Er darf dort bauen, wohnen, sich daheim fühlen, wo er will. Oder darf ein Deutscher nicht mehr in Kreuzberg wohnen ?

Juden haben niemanden vertrieben, sondern der Staat Israel wurde aufgrund einer UNO - Abstimmung gegründet. Die arabischen Staaten brachten es fertig, sich selbst ins Abseits zu befördern als sie ihre unablässigen Angriffskriege starteten. Palästinenser nannten sich die Palis erst viel später, denn zuvor waren die Juden die Palästinenser.



Itamar


Israelische Siedler pochen auf ihr Recht, sich niederlassen zu dürfen, wo man will. Dazu sei unser Land schließlich da und man tue nichts anders als die Thora zu erfüllen. Wobei anzumerken ist, dass nicht alle Siedler überhaupt erst relig. sind, denn es gibt genauso zahlreiche säkulere Siedlungen.

Wo komme man denn da hin, sich vorschreiben zu lassen, wo man wohnen darf und wo nicht. Und falls jemand sich weigern sollte, werde er von Terroristen abgeknallt. Die Regierung Olmert betrachtet die Siedler als mehr als nur einen Störenfried. Zur Kadima - Wählerschaft gehören sie eh nicht und was soll man denn jetzt groß irgendwelche Hügel in Samaria (Schomron) oder Judäa besiedeln ? Können sich die Leute nicht wie andere auch in offiziellen Orten wie Efrat, Beit El, Ariel oder im extremen Kfar Tapuach niederlassen ? Reicht das denn nicht schon ?



In Ariel



In Ariel


Die Presse verkündet heute, dass trotz Olmerts Räumungsankündigungen 400 neue Karawane (Wohnwagen) aufgestellt worden sind. Manche Siedlungen bestehen nur aus fünf Wohnwagen, aber man hofft natürlich auf Wachstum. Wer sich heutzutage zum Siedlertum entschließt, der benötigt teilweise eine gehörige Portion Pioniergeist. Nicht nur, dass man vorerst in einem Wohnmobil campiert, nein, gleichzeitig muß auf die Gerätschaften aufgepaßt werden, denn eventuelle nebenan wohnende Palis oder Beduinen sind für ihre Diebstahlaktivitäten bestens bekannt. Hinzu kommt die Gefahr, bei einem Attentat umzukommen. Wer weiß denn schon, wer einen da des nachts auf der Straße überholt und eine Waffe zücken könnte.

Warum begeben sich die Siedler in Lebensgefahr ?
Idealismus ist bestimmt einer der Hauptgründe. Das Land gehört uns, basta.
Weiterhin sind Siedlungen billig und man wohnt günstig. In kleinen Siedlungen kennt jeder jeden und viele Bewohner loben den Zusammenhalt, der in der Stadt wohl kaum mehr zu finden sei. Es herrsche Gemeinschaftssinn und kaum einen Gegeneinander. Außerdem lebt man in der Natur und kein Nachbar quakt einem wegen übermäßigem Lärm die Ohren voll.

In all den Jahren zogen die Siedler ihre eigene Jugend heran, mit der es oft nicht ganz leicht ist, umzugehen oder auszukommen. Als "Taff - tough" werden sie bezeichnet. Manchmal sogar zu selbstbewußt, was wiederum leicht als Arroganz ausgelegt werden kann. Insgeheim kommt es mir sogar oft so vor als sei diese "neue" Jugend zu sehr auf ihre eigene Bewegung ausgerichtet als sich mit einem Tel Aviver zu identifizieren. Wobei der Tel Aviver wiederum keine Ahnung von einer Siedlung hat.

Zwei Faktoren sind für den Unmut der Siedler verantwortlich:
1. Pali - Terroristen.
Aber mit denen hat man mittlerweile gelernt umzugehen. Besonders in Kfar Tapuach läuft heute kaum noch ein Bewohner ohne Waffe herum.
2. Räumungen der Regierung.
Unverständlich erscheint hierbei immer wieder die teilweise schiere Gewalt, mit der meist seitens der Polizei oder der Armee vorgegangen wird. Vielerseits wird verbreitet, dass hierzu Kompanien bestehend aus russischen Neueinwanderern oder Drusen eingesetzt werden. Leute halt, die mit dem Judentum kaum oder gar nichts zu tun haben und die ihre Abneigung eben an den Siedlern auslassen.

Und trotz all der Räumungsdrohungen, den Weiterbau gibt die Siedlerbewegung gewiß nicht auf und die Regierung muß in ihren Ankündigungen der Landabgabe vorsichtig sein. Gush Katif hat noch funktioniert, aber falls Samaria und Judäa aufgegeben werden sollten, stehen viele Tausend Leute auf der Straße und die Siedlergeduld scheint eh schon am Ende. Gebe es etwa Gefahren für einen Bürgerkrieg ? Ideologische Siedler gegen ein paar Haudrauf - Drusen ? Der israelische Geheimdienst ist sich der Gefahr bewußt und spioniert, wo er nur kann. Offiziell läßt man verlauten, dass die extreme Rechte Attentate plane. Stichhaltige Hinweise gab es bisher kaum und oftmals erscheint die Behauptung des Geheimdienstes als viel zu weit aus der Luft gegriffen, nur ein Einschreiten zu rechtfertigen .

Mit ihren 400 neuen Wohnmobilen zeigt die Siedlerbewegung, dass sie noch längst nicht am Ende ist oder es überhaupt jemals sein wird.

Kommt "Depeche Mode" ?

B"H

"Depeche Mode" planen morgen in Berlin ihren Tour Kalender 2009 bekanntzugeben und anscheinend sieht es so aus, dass auch Israel darauf verzeichnet sein wird. Nachdem das Trio ihre Tour vor zwei Jahren platzen ließ, soll nun auf Wiedergutmachung gemacht werden.

Mal schauen, ob es tatsächlich klappt. Vielleicht hat ja Paul Mc Cartney mit seinem Auftritt in Tel Aviv am 25. September ein positives Zeichen gegeben.
Im Jahre 2006 liessen Depeche Mode ihre Tour platzen, da angeblich ihre Angestellten sich weigerten, nach Israel zu fahren. Man könne ja in die Luft fliegen und so.

Gerade Paul Mc Cartney hat kürzlich erst bewiesen, dass es auch anders geht.
Trotz Hamas - Drohungen !

Samstag, 4. Oktober 2008

Nicht vergessen ...

B"H

Wer sich gerade in Israel aufhält:

Heute nacht endet die israelische Sommerzeit und die Uhren werden daher eine Stunde zurückgestellt !!!

Freitag, 3. Oktober 2008

Die Dreissiger sind zurück

B"H

Die Dreissiger Jahre scheinen wieder zurückzukehren. Mit den plötzlichen Börsencrashs kehrt auch der altbekannte Antisemitismus wieder in die Wohnstuben ein.

"Da sehe man es wieder. Juden kontrollieren die Regierung mit dem Ziel, eine jüdische Weltordnung aufzubauen".

Nur nebenbei nachgefragt:
Was ist eigentlich eine jüdische Weltordnung ?


Die Anti-Defamation League schlug jetzt Alarm und bezichtige zahlreiche Websites, Rassismus und Antisemitismus zu versprühen, indem die weltweiten Finanzkrisen den Juden in die Schuhe geschoben werden.

Wer behauptete da immer so selbstsicher, dass sich die "alten Zeiten" nie wiederholen, weil heutzutage die Leute so immens aufgeklärt seien ?

Der Schuss geht tüchtig nach hinten los

B"H

Vor kurzem noch mit einer Rohrbombe beworfen, sieht sich der radikale Linkspopulist Zeev Sternhell nun ganz anderen Bedrohungen ausgesetzt.

Nachdem er erneut haßerfüllte Äusserungen gegen israelische Siedler von sich gab ("Jüdische Städte in Judäa und Samaria seien eine Bedrohung") hat sich jetzt der oberste Ankläger Israels, Menachem (Meny) Mazuz, eingeschaltet.

Nicht nur die Rechten sind hinter Sternhell her, sondern nun läuft auch eine Ermittlung wegen Rassismus, Aufstachelung zur Gewalt sowie Volksverhetzung gegen ihn.

Vielleicht sollte Zeev Sternhell sich einmal an die eigene Nase fassen, bevor er damit beginnt, andere zu beschuldigen. Sternhell - einer der schlimmsten Volksverhetzer und ein Joseph Goebbels hätte sicher seine wahre Freude an ihm gehabt.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Zum Thema "Deutsche Staatsbürgerschaft"

B"H

Hier ein immer wieder erscheinender Link von mir, der auf so zahlreiches Interesse stößt:

Zum Thema "Deutsche Staatsbürgerschaft" und was geschieht nach meiner Aliyah (Einwanderung nach Israel) ?



Ist ein israelischer Paß immer ratsam ?

Tourismus an Sukkot (Laubhüttenfest)


Abzocke: Jaffa Tor.
Vorsicht mit den palästinensischen Geschäftsinhabern, Geldumtauschgeschäften und selbsternannten Touristenführern.




B"H

Hohe jüdische Feiertage stehen an, und darunter auch das Laubhüttenfest Sukkot. Und gerade während dieser acht Tage Sukkot (in der Diaspora sind es neun Tage) entscheiden sich besonders viele Touristen, Israel einen Besuch abzustatten. Zum Einen handelt es sich um Otto Normalverbraucher Tourist, welcher vielleicht noch einmal vor dem Wintereinbruch Sonne tanken und sich ein paar israelische Sehenswürdigkeiten antun will. Zum Anderen kommen natürlich viele Christen während des Laubhüttenfestes nach Jerusalem.

Ein jüdischer Tempel (auch der Dritte zukünftige Tempel) ist sowohl für Juden als auch fuer Nichtjuden da. Schon zu antiken Tempelzeiten opferten vor allem an Sukkot auch Nichtjuden G - tt ihre Opfer. Und genau das wird auch in der Zukunft einmal stattfinden, wenn der Meschiach (der Richtige) denn einmal eingetroffen ist.

Aber alle Jahre wieder kommen Tausende Christen aus aller Welt nach Jerusalem, um am sogenannten "Jerusalem March" teilzunehmen. Ich unterstelle nicht allen Teilnehmern negative Absichten, doch sollte sich wieder einmal mehr jeder bewußt sein, dass die Christenparade durch die Jerusalemer Innenstadt während Sukkot von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt werden wird. Und das nicht nur von religiösen Juden !

Die Christliche Botschaft in Jerusalem (in der Emek Refaim Street) ist es, welche diese Parade veranstaltet. Offiziell heißt es hierzu, dass Christen aus aller Welt dem Staat Israel ihre Solidarität bezeugen wollen. "Israel wir sind mit dir", so in der Art. Inoffiziell jedoch dient die Parade Missionszwecken und dies sollte und darf nicht außer Acht gelassen werden !!!

Auch der lokale Jerusalemer Kibbutz Ramat Rachel mischt wieder kräftig im Missionsgeschäft mit und vermietet seine Räumlichkeiten christlichen Missionaren.

Hier einige Artikel zum Thema aus dem letzten Jahr:

Die Schlammschlacht - "Yad Le'Achim gegen Kibbutz Ramat Rachel"

Die Missionare marschierten


Anderen Touristen, die ganz einfach nur aus Spass an der Freud kommen, sei gesagt, dass es in der Zeit des Laubhüttenfestes in ca. zwei Wochen kaum günstige Übernachtugsmöglichkeiten geben wird.
Erstens haben die Paradeteilnehmer alles schon im voraus reserviert oder die Hotels und Hostels treiben ihre Preise so herauf, dass sich kaum einer mehr ein Zimmer leisten kann.

Besonders in der Altstadt wird auf Kundenfang gegangen.
Wer das Jüdische Viertel besucht, der sollte eh vorher in der Neustadt essen, denn dort ist es preiswerter.
Aber auch im arab. Viertel wird an Sukkot kräftig abgezockt und man sollte dringend Preise vergleichen oder sich eh eingehend informieren.

Nichtsdestotrotz, Jerusalem ist ein tolle Stadt und man muß halt schauen, wo man was günstig erwerben kann.



"Tower of King David" - der einstige Wohnsitz von Herodes




Im arabischen Bazar (Shuk)

War "J." ein Palästinenser ?

B"H

Die skurile Geschichtsverfälschung in amerikanischen Schulbüchern scheint vor nichts halt zu machen.

Wem dient die Geschichtsverfälschung im Sinne des radikalen Islam ? War der von den Christen als Meschiach verehrte "J." in Wahrheit ein friedliebender Palästinenser, der von den "bösen" Juden fälschlicherweise als "Jude" betitelt wird ?

Inwieweit hält der radikale Islam Einzug in die so gepriesene amerikanische Demokratie ? Und wie dumm sind die Leute, welche solchen, an den Haaren herbeigezogenen Inhalten, Glauben schenken ?

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/127797

Wenn man das liest, wird einem erst bewußt, wie dringend der Dokumentarfilm "The Third Jihad" im amerikanischen TV gezeigt werden muß, um die Bevölkerung aufzurütteln.

Wer hätte das vor sieben Jahren kurz nach dem Attentat auf das World Trade Center je für möglich gehalten ?
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Der Dokumentarfilm "The Third Jihad" wurde von der Jerusalemer Yeshiva "Aish HaTorah" gedreht und wird demnächst an das breite Publikum freigegeben. Der Dokumentarfilm handelt von der stillen Übernahme (z.B. saudische Millionenspenden an amerikanische Schulen sowie Unis) der USA durch den radikalen Islam.

Die Frage ist nur, inwieweit die Menschen diesen eindringlichen Dokumentarfilm annehmen oder überhaupt erst bereit sind, diesen anzuschauen.

Geplante "Anti - Jihad Konferenz" in Jerusalem

B"H

Der holländische FITNA - Filmproduzent Geert Wilders kündigte eine für Dezember geplante "Anti - Jihad Konferenz" in Jerusalem an. Wilders will diese Konferenz ausgerechnet in Jerusalem durchführen, denn seiner Meinung nach sitzen wir alle im selben Boot.


Weitere Dokumentationen zum Thema:





"Relentless" von Honest Reporting

Weitere Details zu "Relentless":

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/127803


Israelische Hasbara

Israelische Terroropfer

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Ein Neues Jahr

B"H

Nach den zwei Rosh HaShana - Feiertagen und all dem Essen müssen wir erst einmal alle wieder zu uns selbst finden. Die Nachrichten habe ich noch gar nicht mitbekommen und es wird mindestens einen Tag dauern, bis ich mich wieder orientiere. Insgesamt aber waren zwei Tage absolute Abstinenz von fast allem Weltlichen gar nicht so schlecht zur Abwechselung.

Und ausgerechnet an diesem beiden Tagen, an denen man nichts tut außer beten und essen habe ich erst gemerkt, wie dringend ich eine Pause von allem nötig hatte.
Aber übermorgen steht schon der Schabbat an und der nächste hohe Feiertag ist nicht mehr weit. Am kommenden Mittwoch abend beginnt der höchste jüdische Feiertag "YOM KIPPUR".

Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit und vorerst geht es wieder zurück in den alten Trott, aber hoffentlich in ein besseres Neues Jahr.

Montag, 29. September 2008

Überlebenswille

B"H

Heute Abend beginnt das jüdische Neue Jahr 5769 und trotz aller feierlichen Vorbereitungen fragt man sich natürlich auch:
"Ma Yehiye – was wird werden ?"

Was wird mit jedem Einzelnen von uns werden und worauf steuert unser Land zu ?

Laut der aktuellen "Jerusalem Post" auf nichts Gutes, denn die libanesische Terroristenhizbollah plant anscheinend, unser Regierungschaos sowie die hohen Feiertage für ganz besondere Zwecke auszunutzen. Sollen Zivilisten beschossen und israelische Soldaten gekidnappt werden ?

Wie lebt man in so einem Land, fragen nicht wenige Touristen. Diese Frage kommt fast immer von außerhalb auf, denn sind Touristen erst einmal im Land, reden sie anders. Wer mag schon glauben, dass an der Nordgrenze Spannungen herrschen, wenn ich es mir in einem Tel Aviver oder Jerusalemer Straßencafe gutgehen lasse ? Wenn ich inmitten der Jerusalemer Mall Ben Yehudah stehe und mein Softeis verdrücke ? Wie bei all den lachenden munteren Passanten um mich herum ? Selbst die herumstehenden Penner verunsichern mich nicht.

Aber ist all das so neu im Zeitverlauf der jüdischen Geschichte ? Leben wir nicht besonders nach der Zweiten Telpelzerstörung von einem Pogrom zum anderen ? Von einem Krieg zum anderen ?
Und ist nicht gerade das unsere Stärke ? Das ständige erfolgreiche Überleben ?

Dies scheint es zu sein, was unsere Feinde offensichtlich immer wieder neu übersehen; unser erstaunliches Talent, jegliche Epochen irgendwie zu meistern und gerade deswegen hoffen wir einmal wieder mehr auf eine gutes und erfolgreiches Neues Jahr.

Ich möchte mich bei allen Lesern dieses Blogs und für das Interesse herzlich bedanken.

Allen ein gutes, friedvolles und gesundes Jahr 5769 !