Sonntag, 8. Juli 2012

17. Tammuz - Fasten in der jüdischen Welt

B"H 

Die jüdische Welt begeht heute den Halbfastentag 17. TAMMUZ. Einem Tag, der eine dreiwöchige Trauerperiode einleiten, welche an die Zerstörung beider Jerusalemer Tempel erinnert. Auch finden in dieser Zeit keine jüdischen Hochzeiten statt. 

Mehr Infos zum 17. Tammuz HIER !

Freitag, 6. Juli 2012

Politchaos


 Alt & Neu

Gesehen im Stadtteil Neve Zedek / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Die Nachricht ist, dass es nicht viel Neues gibt. Unsere Politiker kloppen sich nach, nach wie vor, um das Thema "HAREDIM (ultra- orthodoxe Juden) zur Armee". Dabei geht es weniger um Prinzipien als um Machtgerangel. Koalitionspartner Sha’ul Mofaz von der Kadima – Partei drohte Netanyahu nämlich mit dem Ausstieg aus der Koalition, wenn er (Netanyahu) nicht die von einem speziellen Kommittee geforderten Sanktionen gegen die ultra – orthodoxe Gesellschaft (bei Verweigerung des Dienstes an der Waffe) anerkennt. Und so dämlich, wie Bibi nun einmal ist, gab er nach. Nur um seine eigene Premier – Position zu wahren. Das ist es, was fast jedem Knesset – Politiker wichtig ist: Der eigene Sessel und der Rest ist Wurscht. 

Realistisch betrachtet macht das Politikum "Haredim an die Waffe" keinen Sinn. Noch weniger macht es Sinn, wie vom Plassner - Kommittee gefordert, Araber zum Pflichtdienst einzuziehen. Der Feind kämpft dann also mit. Fragt sich nur, gegen wen eigentlich. 

Fakt ist, dass die israelische Armee jetzt schon personell überladen ist. Oft wird die Einberufung der 18 – Jährigen verschoben, weil einfach kein Platz in der Kaserne ist. Andere brauchen noch nicht einmal ihren Reservedienst antreten, weil es eh schon zu viele Soldaten gibt und nicht jeder gebraucht wird. Was sollen also plötzlich und mit einem Schwung Tausende neue Rekruten in der Armee ? 

Ein weiteres viel diskutiertes Thema ist die eventuelle Anerkennung eines "universitätsähnlichen" Institutes in der Stadt Ariel. Auch Ariel wurde mittlerweile zum Politikum, denn eine Anerkennung des Institutes als offizielle israelische Universität könnte sich international als nachteilig erweisen. Linksgerichtete israelische Professoren lästern bereits und sie wollen Ariel nicht als Unistadt. Ariel bildet nämlich ein kleines Problem, denn die Stadt liegt in der Westbank und ist zumeist rechts ausgerichtet. Nationalreligiöse Siedler und so. Das passt dem Ausland nicht und Netanyahu kommt deshalb schon wieder ins Grübeln. Das Ausland mache dann wieder Ärger, dabei ist die Uni in Ariel intern schon fast als Universität anerkannt. 

Und was geht uns das Ausland und seine Meinung an ? Israel schert sich ja auch nicht darum, ob in Höxter eine neue Fachhochschule eröffnet wird. Dies nur als fiktives Beispiel nebenbei. 



Jerusalem

Photo: Miriam Woelke


Und mit diesen Themen gehen wir dann ins Wochenende. Nichts Neues und wenig Interessantes also, denn das politische Knessetgerangel interessiert sowie so niemanden mehr. Und so widmen sich die Jerusalemer lieber den Schabbateinkäufen und dem heissen Wetter. Ich dagegen widme mich am Nachmittag dem Hausputz und in meiner neuen Wohnung ist eh noch nicht alles organisiert. 

Schabbat Schalom, dann erst einmal !

Donnerstag, 5. Juli 2012

Jerusalem im Donnerstag nachmittag Feierabendverkehr

B"H 

Der Donnerstag ist für viele Israelis der letzte Arbeitstag der Woche und dann beginnt das "Wochenende". Sprich der "Schabbat", denn am Sonntag beginnt eine neue Arbeitswoche. 




Jerusalem, Verkehrsknotenpunkt Stadteinfahrt / Zentraler Busbahnhof / Herzl Boulevard

Photos: Miriam Woelke

Gesundheit

B"H 

Unsere Gesundheit ist bekanntlich mehr wert als alles Geld der Welt. Immerhin befinden wir uns nicht mehr in der Zeit der Generation des Noach. Vor der Flut als die damaligen Erdbewohner noch einen anderen DNA besassen als wir heute. Erst nach der Flut änderte G – tt den menschlichen DNA und so kommt es, dass wir heute nicht mehr 500 oder 600 Jahre alt werden. 

Was sich mit dem DNA ebenfalls änderte, ist die Tatsache, dass die Menschheit seit der Flut an Krankheiten leidet. Zuvor gab es keine Kranken und wer letztendlich starb, der fiel einfach tot um. Ohne jede Vorzeichen, ohne alles. 

Obwohl ich mich manchmal zurück in die Zeiten des Noach und seiner Arche wünsche, ist dies, realistisch betrachtet, keine so gute Idee, wie uns der Talmud Sanhedrin lehrt. Die Gesellschaft verstand sich weniger auf moralische Werte und alles endete letztendlich im Chaos. 

Seit ein paar Monaten schon leide ich an Schmerzen in Knie und Fuss. Zuerst dachte ich, es lege an den Schuhen, dann an der Tatsache, dass ich in Tel Aviv tagsüber viel zu lange auf den Beinen war … und und. Was sucht man nicht alles für Ausreden ? Am Schluss half alles nichts mehr und als ich im Mai wieder nach Jerusalem zog, ging ich zum Orthopäden. Nach einigem Röntgen sowie CT – Scan kam die erste Analyse, doch um ganz sicher zu gehen, wurde ich zum Kniespezialisten überwiesen. Bei dem war ich diese Woche und heraus kam, dass mein Knie völlig in Ordnung ist, aber mein Fuss nicht. Da ich, wenn ich Schmerzen im Fuss habe, manchmal humpele, kommt zu viel Gewicht auf das Knie, was am Ende die Schmerzen verursachte. Der Fuss wird ab sofort per Physiotherapie behandelt, was mindestens zwei Monate dauern wird. Die erste Session hatte ich schon heute. Immerhin bin ich froh, keine Operation am Knie oder so was in der Art vor mir zu haben, denn die ersten Analysen sahen nicht besonders vielversprechend aus. Am Ende aber gibt es, trotz Physiotherapie, doch noch ein kleines Happyend und die verschriebenen Tabletten halfen von der ersten Einnahme an. 

Der Physiotherapeut (ein Haredi - ultra - orthodoxer Jude) meinte, dass wir zuerst einmal die Ursache für meine gelegentlichen Schmerzen finden müssen. Mein Fussproblem wird mit 50 % der Bevölkerung geteilt, doch die Frage ist, was bei mir den Anlass für die Schmerzen gibt. Und so gehe ich noch einige Wochen einmal pro Woche zum Physiotherapeuten Ursache suchen. 

Dienstag, 3. Juli 2012

Teures 24 Stunden Shopping in Jerusalem

B"H 

Was in Tel Aviv schon seit vielen Jahren zum Alltag gehört, setzt sich in vermehrtem Maße nun auch in Jerusalem durch. Klar, gab es in der Hauptstadt schon immer hier und da Lebensmittelläden, die 24 Stunden lang geöffnet haben. Auch am Schabbat. 

Mittlerweile aber setzt sich der Trend immer mehr fort. In der Hebron Street befinden sich mindestens zwei dieser 24 Stunden Läden, die selbst am Schabbat offen haben. Ein weiterer Laden wurde vor kurzem in der HaNevi’im Street (gleich neben dem Avraham Hostel) eröffnet und selbst in der Rav Kook (Kuk) Street (zwischen Jaffa Road und HaNevi’im) befindet sich ein weiterer neuer 24 Stunden Store. 

Vor ca. zwei Wochen war ich abends einmal in einem der Läden und stellte fest, dass die Preise sogar die superteuren AM:PM Filialen Tel Avivs bei Weitem übertreffen. 



Überall anzutreffen in Tel Aviv und Ramat Gan: Die 24 Stunden lang geöffneten AM:PM Filialen

Photo: Miriam Woelke


An die Touristen im Avraham Hotel: Wenn Ihr wenig Geld habt, kauft tagsüber auf dem nahegelegenen Machane Yehudah Markt oder einem anderen Supermarkt ein, aber nicht in dem teuren Store gleich neben Eurem Hostel !

Wäschetrockner


Fenster in Tel Aviv. Nahe dem Rothschild Boulevard.

Photo: Miriam Woelke

Die Enge von Tel Aviv

B"H 

In Tel Aviv sind die Häuser oft so dicht aneinander gebaut, dass nicht selten auf den Teller des Nachbarn geschaut werden kann. So jedenfalls erging es mir in meiner Wohnung. 

Seit mehr als einem Monat lebe ich wieder in Jerusalem und mein jetziger Ausblick ist phänomenal: Natur, doch ein paar Nachbarn gibt es immer noch. Allerdings sehe ich kaum mehr irgendwelche Essensteller auf Tischen. 




Photos: Miriam Woelke

Montag, 2. Juli 2012

Israels Haredim und die Armee


Eine Familie der chassidischen Gruppe Toldot Aharon / Jerusalem

Copyright / Photo: Miriam Woelke
B"H 

Deutschland befindet sich momentan in eine riesen Diskussion um die Beschneidung und Juden sowie Moslems fühlen sich diskriminiert. Wobei ich, wie in einem Kommentar verfasst, keinen Antisemitismus in dem Kölner Urteil sehe, sondern pure Ignoranz. In Israel hingegen sieht sich momentan wieder einmal eine ganz andere Gruppe vom jüdischen Staat Israel diskriminiert und ausgegrenzt: Nämlich die Haredim (ultra – orthodoxe Juden). 

Und wieder einmal geht es um das Thema: Haredim sollen zur Armee gehen. Innerhalb der letzten Jahre nutzen diverse Politiker immer wieder ausgerechnet das Thema, um sich selbst zu positionieren. Man ist ja sonst kaum in den Schlagzeilen. Für die israelische Presse sind die Ultra – Orthodoxen ein saftiges gefundenes Fressen und es wird gehetzt, was das Zeug hält. Nachrichtensprecher Yaakov E’ilon gab vor ein paar Wochen bei einem haredischen Newsblatt zu, dass die säkulere Presse so gern auf die Haredim abfahre, eben weil die Bevölkerung das gern liest und derlei Themen hohen Absatz versprechen. 

Und so geht es seit Jahren hin und her: Politiker und Presse hetzen und die haredische Presse schlägt zurück, findet aber wenig Gehör. Viele Israelis reagieren mit den üblichen Stereotypen und wenn die israelische Presse hetzt, fühlen sich SPIEGEL, TAZ & Co. auch gleich auf den Plan gerufen. Hier kann man unbesorgt über religiöse Juden hetzen, denn die israelische Presse tut es ja auch. 

Ein Schlagabtausch jagt den anderen, doch wer genau kennt eigentlich die Seite der Haredim ? Wer interessiert sich dafür ? 

Einige Leutchen schon, denn mehrere Male sass ich gerade mit Deutschen zusammen und wurde von von ihnen ausgefragt. Sei es, weil jemand eine Unistudie durchführte, einen Film drehen will oder ein Buch verfasst. Fehler will man bei seiner Recherche nicht machen und auf die sonstige Pressedarstellungen ist kein Verlass. 

Ich selber war einmal Teil der haredischen Gesellschaft, beschäftige mich auf meinen relig. Blogs mit dem Thema. Einem Thema, was mich niemals verlassen hat und ich mich immer noch still und heimlich frage, warum ich nicht mehr Teil der sogenannten Ultra – Orthodoxen bin, wo ich doch eigentlich immer noch dabei bin. Jedenfalls in Bezug auf meine Schreiberei und mein Freundeskreis besteht zu einem großen Teil aus Haredim. Bei den Haredim bin ich, bis zu einem gewissen Grad, die Abtrünnige und bei den anderen die Fanatikerin. 

Dann bin ich jetzt einmal richtig fanatisch und sage, dass mir das Thema mit der Armee bereits zu den Ohren herauskommt. Es nervt, immer wieder rechtfertigen zu müssen und Gründe aufzulisten. Dann ist das Thema abgehakt und nach ein paar Monaten holt es die Politik wieder neu hervor und dann geht das Blabla von vorne los, ohne jemals zu einer Lösung zu kommen, die es sowie so nicht gibt. 

Die Mehrheit der Ultra – Orthodoxen gehen nicht zur israelischen Armee, weil sie nicht unbedingt zum Staat Israel stehen. Nein, nein, nicht Neturei Karta und in den Iran fahren und gegen Israel hetzen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und hoffentlich kommen jetzt SPIEGEL & Co. nicht wieder mit falschen Behauptungen daher. Die absolute Mehrheit der Haredim ist bestimmt nicht Neturei Karta, denn die NK ist haredisch - intern verhasst wie kaum eine andere Richtung. 

Das haredische Judentum ist in mehrere Gruppen aufgespalten und wer behauptet, alles im ultra – orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) sei voll antizionistisch, der weiss nicht, was er sagt. 

Wie soll man einem Außenstehenden das nur alles klarmachen ? Wer kann noch unterscheiden zwischen diversen Ausrichtungen und wer wer und was ist ? Gibt es denn nicht Haredim in der zionistischen Knesset ? Wie das ? Und dienen nicht einige Chabadnikim in der Armee, obwohl Chabad – Lubawitsch doch eigentlich der Antizionismus in Person ist ? 

Ups, wie kann denn das sein ?


Quelle: Chadrei HaCharedim

Link:

Nachal HaCharedi (Haredim in der israelischen Armee)

Die richtigen Antizionisten wie die chassidischen Gruppen Toldot Aharon oder Satmar würden niemals zur Armee gehen. Beide Gruppen sind keine Neturei Karta und die Neturei Karta ist keine chassidische Gruppe ! Außerdem vertreten die Toldot Aharon im Bezug auf den Antizionismus eine wesentlich andere Position als die Neturei Karta. Die der Belzer Chassidim ist wieder anders und nicht zu vergessen die Position der sephardischen Haredim unter Rabbi Ovadia Yosef. 

Und wer steigt jetzt da noch durch ? 

Ein Außenstehender sicherlich nicht und ein paar mal habe ich es erlebt, dass diejenigen Personen, die mich befragten, nach einer Stunde noch immer nichts unterscheiden konnten und ratlose Gesichter schauten mich an. 

Hä ????? 

Deswegen mache ich es kurz: Der Staat Israel wird aus vielerlei Gründen nicht die angedrohten Sanktionen gegen die haredische Bevölkerung ausrufen. Darüber hinaus bin ich dafür, dass viele Haredim zur Armee gehen sollten, doch dafür muss der notwendige Rahmen geschaffen werden. Das aber will die Armee offenbar wieder nicht und so dreht sich alles im Kreis. Bis zur nächsten Diskussion und so weiter und so weiter …

Links:



Warum stieg Tanya Rosenblid in einen haredischen Bus ? 

Deutsche Journalisten stehlen meine Bloginhalte

"European Jewish Congress" gegen das deutsche Beschneidungsverbot

B"H

Der "European Jewish Congress" kritisiert das aktuelle Beschneidungsverbot in Deutschland. Gerade von Deutschland hätten sich Juden eine freie Religionsausübung gewünscht.


Ich bin neugierig, wie die in Deutschland lebenden Moslems auf das Verbot reagieren.

ISRAEL HAYOM über YITZCHAK SHAMIR

B"H

Hätten wir heute noch Politiker wie Yitzchak Shamir, wer weiss, wie unser Land dann dastehen würde. Wahrscheinlich nicht so tief im Sumpf der Korruption und des Opportunismus !



Heute abend um 18.00 Uhr wird Yitzchak Shamir auf dem Jerusalemer Herzlberg beerdigt. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, an der Beisetzung teilzunehmen. Details dazu hier:

http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/Spokesman/2012/07/spokefuner010712.htm

JERUSALEM: Kreuzung Betzalel / Sacher Park


Die Neubauten wurden einfach auf das Dach der halb bankrotten Shopping Mall "Shuk Canyion" in der Agrippas Street draufgesetzt.





Photos: Miriam Woelke

Diebische Elster

B"H

In Israel sind diese diebischen nervigen Viecher riesig:




Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 1. Juli 2012

Beschneidungsverbot in Deutschland

B"H 

Wenn ich mir die Kommentare zum Artikel des Michel Friedman anschaue, bin ich froh, nicht mehr in Deutschland zu leben und mich nicht mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen. Wäre ich noch dort, würde ich eine recht schnelle Aliyah (Einwanderung nach Israel) in Betracht ziehen, denn wer weiss, was da sonst noch alles in deutschen Landen kommt. 
So viel zu dem Thema !

Guten Morgen Jerusalem !


Photo: Miriam Woelke

Israel in Schlagzeilen (1. Juli 2012)


YEDIOT ACHARONOT (siehe oben) sowie ISRAEL HAYOM (unten).

Photos: Miriam Woelke

B"H
Einer der letzten großen israelischen Patrioten der alten Garde verstarb gestern im Alter von 97 Jahren: Yitzchak Shamir, in Polen geboren, im Jahre 1935 rechtzeitig vor dem Einfall der Deutschen nach Palästina gezogen, wo er, zusammen mit Avraham "Ya’ir" Stern die LECHI gründete. 

Die LECHI stand im krassen Gegensatz zur sozialistischen PALMACH des David Ben Gurion und Yitzchak Rabin. Letztere arbeiteten mit der damaligen britischen Besatzung zusammen und verrieten nicht selten andere Juden an die Briten, welche Letztere danach einfingen und hinrichteten. Das schwarze Kapitel der Palmach. 

Zweimal wurde Yitzchak Shamir israelischer Premierminister und nicht nur dann zeichnete er sich aus. Im Jahre 1996 verabschiedete sich der bescheiden gebliebene Politiker aus der Politszene und erkrankte später an Alzheimer. Morgen (Montag) abend wird Yitzchak Shamir in einem Staatsbegräbnis neben seiner Frau Shulamit beerdigt. 

Weitere Schlagzeilen: 

YEDIOT ACHARONOT schreibt, dass der italienische Torjäger Mario Balotelli einer "von uns" sei. Worauf das Blatt auf die jüdische Adoptivmutter des gebürtigen Ghanesen anspielt. Halachisch betrachtet, macht eine jüdische Adoptivmutter kein nichtjüdisch – adoptiertes Kind zum Juden. Damit das Kind letztendlich Jude wird, findet eine vorgeschriebene halachische Prozedur statt. Bei Balotelli war dies nicht der Fall, doch manchmal überwiegt der säkulere Stolz. Vielleicht auch im Hinblick darauf, dass ausgerechnet Balotelli die Deutschen aus dem EM – Turnier schoss. 

Weiterhin: 

Russische Jugendliche, Kinder von Neueinwanderern, machten am Freitag abend am Strand von Ashdod auf Party und soffen sich total zu. Danach gingen sie ins Meer schwimmen, wobei zwei von ihnen ertranken. Der Suff steht jedoch nicht nur bei den Russen im Vordergrund. Seit Jahren kaufen israelische Minderjährige, trotz gesetzlichem Verbot, Alkohol, besaufen sich und beginnen dann zu randalieren. Gerade jetzt wieder in den Sommerferien.