Freitag, 28. August 2009

Update: Arbeitslosigkeit in Israel steigt weiter an

B"H

Derzeit bewegt sich die israelische Arbeitslosenquote bei 8 %; bis zum Juni 2010 lautet die Prognose 10,8 %. Wie erwartet, führt Jerusalem die Statistik mit 9,7 % an. Gefolgt von Haifa mit 7,2 % und Tel Aviv mit 7 %. Jerusalem verfügt über keine ausgeweitete Industrielandschaft wie es an der Mittelmeerküste (Haifa, Ashdod, Tel Aviv, Ra'anana oder Kfar Saba) der Fall ist. Auch die Gehälter liegen in der Heiligen Stadt wesentlich niedriger als an der Küste.

Momentan sind 241,000 Israelis arbeitslos gemeldet. Die israelische Tageszeitung MAARIV veröffentlicht heute in ihrer Wochenendausgabe eine Schreckensprognose: Innerhalb eines Jahres soll die Zahl der Arbeitslosen auf 340,000 ansteigen.
Offiziell wird verkündet, dass sich die heimische Wirtschaft langsam wieder erholt und die Anzahl der Jobs ansteigt. Die Frage jedoch ist nur, um welche Art von Jobs es sich dabei handelt. Billigjobs selbst für Qualifizierte, denn die Unternehmer wissen die miese Lage auf dem Arbeitsmarkt auszunutzen.


Weitere Details:

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&cid=1251145137577

Donnerstag, 27. August 2009

Noch sind Ferien

Landschaft um Jerusalem

B"H

Die nationalrelig. Schulen begannen teilweise schon mit dem neuen Schuljahr. Reguläre staatliche Schulen in Israel beginnen das neue Schuljahr jedes Jahr am 1. September.

Der 1. September ist jedes Jahr DAS Erlebnis nach den ewig langen Sommerferien. Von genervten Eltern sehnsuchtsvoll herbeigehofft, naht nun der Stichtag. Dann ist wieder Ruhe im Haus und der Sprössling sitzt nicht mehr pausenlos gelangweilt vor der Glotze.

Bis dahin sind es jedoch noch ein paar Tage und auch ich nahm mir dieser Tage etwas Zeit zum Urlauben. Ausflüge nach Sderot, Netivot oder in die Westbank. Wann hat man sonst schon einem richtig Zeit dafür ?


Bis Montag abend geht bei mir noch alles recht gemächlich zu und ab Dienstag, eben jenem 1. September, werde auch ich wieder regelmässig in den Blogs vertreten sein.
Für Sonntag plane ich einen weiteren Kurztrip und dieses Mal geht es ganz in die Nähe von Jerusalem. Genau gesagt südlich der Stadt und nicht allzu weit ab vom palästinensischen Autonomiegebiet Bethlehem.

Die Reise geht diesmal nach Hebron und in das benachbarte Kiryat Arba. In eine Gegend, die nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt liegt und "Gush Etzion" genannt wird.

Hebron ist nicht einfach zu bereisen, denn die Stadt ist, "Dank Netanyahu" (sarkastischerweise), geteilt. Von Jerusalem aus fährt der gepanzerte Egged Bus Nr. 160 in die Stadt, in welcher die jüd. Vorväter Avraham, Yitzchak und Yaakov begraben liegen. Wobei Avraham durch seinen ersten Sohn Ishmael ebenso der Vorvater der Ishmaeliten wurde. Jedoch sind nicht mehr alle heutigen Moslems wahre Ishmaeliten !




Die Maharat HaMachpelah (Gräber der Vorväter) in Hebron. Aufgeteilt zwischen Juden uns Moslems.

Genauso liegen dort die Frauen der Vorväter begraben: Sarah, Rivka (Rebekka) und Lea. Die zweite Frau Yaakovs, Rachel,liegt ausserhalb von Bethlehem im "Kever Rachel" begraben. Was Vielen unbekannt sein mag: Die ersten Menschen, Adam und Eva (Chava) fanden in der Machpelah auch ihre letzte Ruhestätte.

Die Gräber sowie die gesamte Gegend gleichen einem Hochsicherheitstrakt und es wird bestimmt eine besondere Erfahrung werden.

Deutschlands "Israel - Iran Spiel"

B"H

Premier Benjamin Netanyahu weilt in Berlin und Angela Merkel will einmal wieder mehr ihre Israelsympathien kundtun. Dazu gehört natürlich auch, dass Deutschland so gerne einen Frieden im Nahen Osten sehen täte. Klar, die Siedler stören, wobei die Mehrzahl von ihnen eh nur ein paar wirre relig. Fanatiker sind, die man, a la Ariel Scharon im Falle Gush Katif, schon kleinkriegt und dann rausschmeisst. Das ist alles nur eine Frage des Willens und den sollte Netanyahu schon aufbringen.

Doch wie glaubwürdig handelt Deutschland ?
Deutschland ist der
größte Handelspartner des Iran und meint nun, ganz im Sinne des Iran, den Israelis arrogant kommen zu können.

Wer spielt da eigentlich mit wem ?

Vorsicht vor "falschem Fleisch" !

B"H

Vor wenigen Tagen entdeckten israelische Veterinäre vom Landwirtschaftsministerium einen ganzen LKW vollgeladen mit Fleisch ohne jegliches Haltbarkeitsdatum oder eine genaue Herkunftsangabe.

Die 1600kg Fleisch kamen aus Ramallah und wurden von einem palästinensichen LKW transportiert als dieser angehalten und kontrolliert wurde. Der Fahrer war den israelischen Behörden als vorbestraft bekannt, die Warenlieferung wurde konfisziert. Da sämtliche Angaben über das Fleisch fehlen, wurde dieses, welches sich auf dem Weg nach Jerusalem befand, für ungeniessbar erklärt.

Hintergrund ist der massige Fleischbedarf in Jerusalemer Geschäften, denn das Neujahrsfest Rosh HaShana steht schon fast vor der Tür (Beginn am Abend des 18. September). Schon in diesen Wochen vor dem Fest ziehen die Lebensmittelpreise auf den Märkten kräftig an. Allerbestes Beispiel dafür ist der Jerusalemer Machane Yehudah Markt, wo die Preise momentan fast unverschämt sind. Der Tel Aviver Carmel Markt ist gemässigter, doch wird sicher bald nachziehen.

Zu Hochbetriebszeiten wie vor Feiertagen werfen die Palis aus Ramallah und anderen Autonomiegebieten besonders gern gefälschte Billigware auf den Markt. Eier oder Fleisch ohne Haltbarkeitsdatum sowie ohne Herkunftsangabe, zum Beispiel. Ganz zu schweigen, dass das Fleisch nicht koscher ist und eventuell von Juden, welche daheim eine koschere Küche haben, verzehrt wird.

Derzeit wird die Jerusalemer Bevölkerung nur Fleisch von den ihnen bekannten Händlern einzukaufen.

Mittwoch, 26. August 2009

Einfrierung des Siedlungsbaus ?

B"H

Wie zu erwarten, zeigt sich Premier Benjamin Netanyahu kompromissbreit. Zwar liebt er es, euphorische Reden zu schwingen, in denen er die Wichtigkeit der jüdischen Geschichte sowie des Zionismus hervorhebt. Kommt es allerdings hart auf hart, so zeigt sich Netanyahu genauso nachgiebig wie schon Ehud Olmert.

Nun will Netanyahu den Siedlungsbau ggf. einfrieren lassen, damit die USA sich gegen das iranische Atomprogramm aussprechen und Barak Hussein Obama auf die Seite Israels rückt.
Ob die Koalition da so mitspielt ? Wahrscheinlich ja, denn Netanyahu, genauso wie seine Vorgänger Olmert und Scharon, droht mit der Entlassung jener Minister, die nicht in seinem (Netanyahus) Sinne abstimmen. Und die Ministerriege ist bekannt für ihr Postengerangel. Am Ende ist sich jeder selbst der Nächste und will, Ideologie hin oder her, seinen Job nicht verlieren.

Im Austausch gegen eine Verurteilung des Iran soll also der Siedlungsbau eingefroren werden. Obwohl, Netanyahu lässt sich einige Türchen offen, denn vielleicht kann man das Ausland ja doch noch von der Importanz des Siedlungszionismus überzeugen. Oder Obama ist zu beschäftigt, sich selbst und seine Gesundheitsreform zu retten.

Barak Hussein O. hingegen nimmt sich so fanatisch dem Nahen Osten an, denn irgendwie muss für ihn ein Erfolg her. Und das, wenn möglichst, schnell. Seine lokalen Reformen sind noch lange nicht durch, amerikanische Soldaten sind nach wie vor in Al Khaida Nähe stationiert und da muss folglich ein Erfolg im "Friedensprozess" des Nahen Osten herhalten. So jedenfalls die Fiktion Obamas, der keinerlei Auslandserfahrung besitzt. Israel soll wegen eines sich selbst als Messias betrachtenden Moslems zerstückelt werden.




Barak Hussein Obamas Vater war Moslem, sein Adoptivvater ist Moslem und somit ist der Sohn ebenfalls ein Moslem, selbst wenn er nach seiner Hochzeit Christ wurde. Eines jedoch ist der einstige Koranschüler Obama nicht: Der Messias und schon gar niemand, der in Israel bestimmt.

Haifa besiegt Salzburg

B"H

Der Fussballclub "Maccabi Haifa" besiegte gestern abend in einem Spiel der Champions League den österreichischen Club "Red Bull Salzburg" mit 3:0. Das UEFA Cup Rückspiel fand im Stadion von Ramat Gan (bei Tel Aviv) statt und Haifa ist somit eine Runde weiter.

Salzburg wird es schon aufgrund des hiesigen Wetters nicht leicht gehabt haben. Die Tagestemperatur in Tel Aviv beträgt derzeit 31 Grad Celsius. Die Nachttemperatur liegt bei 26 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist kaum zu ertragen. Es sei denn, man bindet sich auf dem Fussballfeld einen Ventilator um. Wer solch ein feucht - tropisches Klima nicht gewohnt ist, kippt leicht aus den Latschen.

Dienstag, 25. August 2009

Trip nach Sderot und Netivot

Landkarte: Haaretz


B"H

Zusammen mit einer Freundin machte ich mich am vergangenen Dienstag auf nach Sderot sowie in die Nachbarstadt Netivot.

Obwohl Sderot innerhalb der letzten Jahre traurige Berühmtheit erlangte, verirren sich selten Touristen in die Stadt. Vielleicht mehr Journalisten, wenn gerade einmal wieder vermehrt Kassamraketen aus Gaza dort landen. Der letzte Raketenalarm "Zewa Adom - Farbe Rot" wurde vor ca. drei Wochen ausgelöst und ansonsten herrscht derzeit gespannte Ruhe. Dies jedoch sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bombenhagel der Hamas aus Gaza jederzeit wieder losgehen kann.

Sderot ist die einzige Stadt Israels, in welcher der Alarm "Zewa Adom - Farbe Rot" ausgelöst wird. Während des Gazakrieges im Dezember 2008 / Januar 2009 gingen in Ashkelon, Netivot oder Beersheva beim Raketenalarm die Sirenen los, in Sderot hingegen dröhnt nichts, sondern eine Frauenstimme verkündet durch die Lautsprecher "Zewa Adom". Dann flüchten die Menschen in die Keller, Bunker oder suchen anderweitigen Schutz hinter Mauern. Der "Zewa Adom" - Alarm wird mit einer ruhigen Stimme verkündet und Panik soll auf diese Weise vermieden werden. Nach mehr als acht Jahren Raketenterror haben sich die Einwohner Sderots schon fast an den Alarm gewöhnt.
Tel Aviv war unsere Ausgangsstation und meine Freundin T. und ich waren überrascht am Busbahnhof zu hören, dass ein Bus direkt nach Sderot fuhr. Nicht von Egged, sondern von der privaten Busgesellschaft "Metropolin". Der Bus durchquert Yavne (südlich von Rehovot), Sderot, Netivot und die Endstation ist Beersheva. Super preiswert war der Metropolinbus dann auch noch: Eine Fahrt von Tel Aviv nach Sderot kostet 16 Schekel (ca. 3 Euro). Mit Egged wären wir nicht so billig weggekommen.

In Tel Aviv war der Bus noch so ziemlich leer, füllte sich aber im Laufe der Fahrt. Vor allem in Yavne stiegen viele Leute zu. Vorwiegend Äthiopier, die auf die Märkte in den Nachbarstädten zu fahren schienen. Einige Soldaten waren ebenso unter den Fahrgästen und ich hörte einen erzählen, dass er in Kfar Aza (Kfar Gaza nahe der Grenze zum Gazastreifen) stationiert sei.

Die Fahrt nach Sderot dauerte eineinhalb Stunden. Die Landschaft auf der Fahrt hinunter in den Süden überraschte mich. Ehrlich gesagt hatte ich Wüstenlandschaft, Sand oder eine sonstige trockene Landschaft erwartet. So wie um Beersheva herum. Was wir jedoch sahen war viel Grün und vor allem bepfanzte Felder. Je weiter wir gen Süden fuhren, desto näher kamen wir Gaza und dem nur wenige Kilometer entfernten Ort Sderot. Es war sonnig und die Temperatur lag bei 35 Grad Celsius.

Sderot bildete eine weitere Überraschung. Es ist eine Kleinstadt, aber nicht so klein, wie man sie sich vorstellt. Einige Stadtteile, darunter ein modernen mit neugebauten Häusern, umrunden das kleine bescheidene City Center. Viele Palmen, viel Grün und mittendrin viele Bunker.



Bunker in Sderot

Überhaupt waren die Bunker das erste, was wir sofort auffiel und was mich bis zu unserer Abfahrt nicht mehr losliess. In meinem ganzen Leben habe ich auf so engem Raum noch niemals soviele Bunker gesehen wie in Sderot. Sogar bunt angemalte oder mit Graffitis versehene Bomb Shelters waren darunter. Hatte ich mir vor der Fahrt nach Sderot noch Gedanken gemacht, was T. und ich denn um Himmels Willen machen, wenn "Zewa Adom" ausgelöst wird, so erhielt ich in Sderot selbst sofort die Antwort ohne groß nachzufragen. Die Bunker stehen überall da. Mit offenen Türen. Sämtliche Bushaltestellen sind ein Bunker. Erfolgt ein Raketenalarm, so geht man in das Gebäude, was sich Haltestelle nennt. Dort befindet sich ein aus Beton bestehender Raum, in welchem man wartet, bis Entwarnung erfolgt.

Handelt es sich nicht gerade um einen amtlichen Bunker, so gibt es zumindest einen mit Beton versehenen Raum (meist aus mehreren Betonteilen zusammengeschoben), in den man schnell flüchten kann. Wie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt von Sderot, der zweimal pro Woche stattfindet oder neben jedem Spielplatz. Eine Tatsache stört jedoch: Nämlich das einige der Bunker von fundamentalistischen Christen aus den USA finanziert worden sind. Nun kann man meine, dass diese Fundi - Christen wie die sogenannten "Israelfreunde" oder "Evangelikalen" es doch nur gut meinen und helfen wollen. Die Frage jedoch ist immer, um welchen Preis man zu helfen beabsichtigt. Bei beiden Gruppen geht es ausschließlich um die Judenmission und da sind derlei Bunkerfinanzierungen oftmals nur ein Vorwand, um sich einzuschleichen und dann mit der eigentlichen Aufgabe zu beginnen: der Judenmission.

Wer durch die kleine Shoppingmall von Sderot spaziert, der sieht sogar die israelische Buchhandlungskette "Steimatzky", aber nicht mein Lieblingscafe "Aroma". Wir fanden einen "Aroma" - Ersatz, der sich "Coffee to Go" nennt, liessen uns dort nieder und riefen unseren Freund David an, der seit einigen Jahren in Sderot wohnt. Bei David handelt es sich um einen gebürtigen Amerikaner, der vor einigen Jahren Aliyah nach Israel machte. Eine Journalist / Schriftsteller, der ab und zu in der "Jerusalem Post" aus Sderot berichtet und ein Buch über Prostitution schrieb. Keine Prostitution aus Sderot, sondern vornehmlich berichtet David davon aus Holland oder Russland.

Insgeheim hatten T. und ich gehofft, dass in Sderot vieles billiger sein wird, doch damit war es dann nichts. Es herrschten die gleichen Warenpreise wie überall im Land.
David kam ins "Coffee to Go" und berichtete uns vom Sderoter Alltag: Seit dem Beginn des Bombenterrors habe es acht Tote gegeben. Allerdings sei es ziemlich unwahrscheinlich, dass eine Kassam direkt in ein fahrendes Auto oder in eine Menschemenge einschlage. Außer einmal, als es einen solchen Direkteinschlag in einen fahrende Wagen gab und der Insasse umkam.

Wichtiger jedoch sei es, sich vor Schrapnellen der Raketen zu schützen. Wer sich beim "Zewa Adom" daheim befindet, der bleibe im Haus. Das sei sicherer als draußen herumzulaufen. Überall dort, wo man von Beton umgeben ist, denn wenn die Rakete einschlägt, fliegen meterweit die Schrapnellen und das sei das Gefährliche. Sobald ein Alarm erfolgt, reagieren die Leute in Sderot unterschiedlich. Manche laufen in die Bunker, wobei man, mehr oder weniger, ca. 12 - 15 Sekunden Zeit hat. Andere machen gar nichts und gehen weiter ihrer Beschäftigung nach. Die dritte Gruppe sucht Schutz hinter einer Mauer, lehnt sich an und hält den Arm vor das Gesicht. Die vielen Jahre Raketenterror haben die Kinder von Sderot gezeichnet. Viele haben ein Trauma, bekommen beim Alarm die Panik und andere wiederum werden zu Bettnässern. Psychoterror pur, denn keiner weiß, wann und wo die nächste Kassam einschlagen wird.

Zu Dritt machten wir uns auf zu einer Tour durch Sderot. Zum Wochenmarkt, der gerade stattfand sowie in die Wohngebiete nahe der Polizeistation. Eine nette Kleinstadt und wenn man herumläuft begreift man nicht, warum der Ort solch einem Terror unterliegt.



Sderot ist ausgesprochen sauber und gepflegt. Wer Raketeneinschläge sehen will, wird enttäuscht, denn die Schäden werden stets sofort behoben. Trotz all der Bürokratie, welche der Staat veranstaltet und man genau nachweisen muss, ob die baulichen Schäden durch einen Angriff entstanden sind. Die staatliche Entschädigung kann sich in die Länge ziehen und so mancher Betroffener wünschte sich eine schnellere Bearbeitung seines Antrages.

Außerhalb des City Center gibt es genügend Imbisse und Supermärkte. Später setzten wir uns in einen der Imbisse, doch zuerst zeigte uns David dann doch noch die einstigen von Raketeneinschlägen betroffenen Häuser und Plätze. In einem Park konnten wir auf dem Asphalt einen Einschlag erkennen. Obwohl das Loch zubetoniert war, so sah man den Asphalt trotzdem noch voll Spuren der Schrapnellen.

Die Polizeistation ist der beliebteste Anlauf für ausländische Journalisten und anderweitige Besucher. Dort nämlich gibt es eine Raketensammlung zu besichtigen. Allerdings sollte man sich vorher anmelden und da wir dies ausgelassen hatten, liess man uns nicht zur Besichtigung zu. Pech, aber die Bilder sind eh schon im Internet zu finden:

Sammlung von Kassam Raketen in der Polizeistation


Nach ca. vier Stunden es Herumwanderns und des Essens verliessen wir Sderot in Richtung Netivot. Meine Freundin und ich stellten uns an eine der bunkerähnlichen Haltestellen und nahmen ein Scherut (Sammeltaxi) in die 11km südlich gelegene Kleinstadt Netivot.
Nach Netivot verirren sich wahrlich keine ausländischen Touristen. Zwar hatte uns David gesagt, dass dort etwas mehr los sei als in Sderot, doch als wir gegen ca. 14.30 Uhr dort ankamen, sahen wir kaum eine Menschenseele. Die meisten Shops und Restaurants hatten wohl Mittagspause und waren dicht.

Wie kommt jemand dazu, ausgerechnet nach Netivot zu fahren ?

Ganz einfach, denn wer von der jüdischen Religion etwas Ahnung hat und noch dazu wichtige sephardische Rabbiner kennt, den zieht es in die Kleinstadt. Netivot ist bekannt durch eine ganz bestimmte Person: Dem einstigen großen marrokanischen Rabbiner und Kabbalisten Baba Sali (Rabbi Israel Abuchazera, verstorben im Jahre 1984). Und zu dessen Grab wollten wir fahren, wie viele Tausende andere Leute auch. Tausende nicht gerade an dem Tag, doch überhaupt.



Links im Bild: Der Baba Sali, Rabbi Israel Abuchazera.



Viel zu früh stiegen wir aus dem Scherut (die Fahrt von Sderot nach Netivot kostet 8 Schekel - ca. 1,5 Euro) und mussten daher den Weg zum Grab des Baba Sali erfragen. Eine halbe Stunde liefen und verliefen wir uns durch / in die stechende Hitze, doch schließlich kamen wir am Netivoter Friedhof an. Auf unserem vorgerigen Irrweg und nach mehrmaligem Durchfragen fanden wir zufällig die Haltestelle des Busses nach Tel Aviv. Somit hatte der Irrlauf durch Netivot wenigstens noch einen Vorteil.



Netivot

Das Grab des Baba Sali erwies sich als riesen Baukomplex mit Innenhof. Mehrere sephardische Familien hielten ihr Barbecue (hebräisch "Al HaEsch") ab. Meine Freundin und ich liessen uns so ziemlich erschöpft auf zwei Stühlen nieder und tranken Wasser. Wasser ist überhaupt DAS Getränk im israelischen Sommer.

Neben uns hatte eine marrokanisch - französische Familie Picknickstellung bezogen und wir wurden glatt miteingeladen. Es gab eiskalte Cola und Wassermelone. Danach sollten wir auch noch so richtig mitessen, was wir jedoch freundlich ablehnten. Typisch aschkenazisch wollten wir nicht herumstören, obwohl sephardische Juden dies nicht so sehen und immer freundlich einladen und einem den Teller vollhauen. Satt wird man immer, ganz im Gegensatz zu aschkenasischen Juden, wo oftmals jede Kartoffel abgezählt wird. Aber ehrlich gesagt hatten wir nicht den großen Hunger und zogen weiter in eines der Gebäude, wo sich das Grab des Rabbi Israel Abuchazera befand.

Der Gebäudekomplex am Grab des Baba Sali

Ich trat sogar in einer Hose ein und nicht im Rock, obwohl ich extra einen mitgebracht hatte. Bei den Sepharadim ist es weniger streng und so einige Frauen liefen in Hose herum. Wir traten in das Gebäude, liefen durch einen längeren Korridor und kamen am Grab an. Ein Raum mit einem riesigen Grabstein in der Mitte. In dem Raum waren nur Frauen und die Männer befanden sich getrennt auf der Gegenseite.

Tehillim (Psalmen) wurden gebetet und gleich nach unserem Eintritt stand eine weitere Frau vor uns. Sie hielt ein Tablett mit Nüssen, getrockneten Rosinen und Kuchen in der Hand. Wir sollen mal ordentlich zugreifen. Die Sepharadim und ihr stetiges Essen.:-) Wir griffen zu, doch die Frau meinte, dass das nicht ordentlich genug war. Und so drückte uns sie noch mehr von den Rosinen in die Hand. Kalte Getränke gab es dazu.


Die Frauenseite am Grab

Nebendran, in einem getrennten Raum befand sich das Grab der Miriam Abuchazera, der zweiten Frau des Baba Sali. Auf unserem Weg nach draußen durch den Korridor sahen wir einen der Enkel des Baba Sali, der da in einem kleinen Raum saß und Segen austeilte. Jeder konnte zu ihm kommen, egal ob Männlein oder Weiblein, und einen Segen erhalten. Meine Freundin fuhr voll darauf ab, ich allerdings bin für derlei Segen weniger zu haben. Der Rabbi sprach kein Englisch und so übersetzte ich das Gespräch zwischen den Beiden. Zu meinem Erstaunen regten sich die Beiden mächtig auf; meine Freundin hatte ein spirituelles Erlebnis und der Rabbi meinte aufgeregt, er wolle einen Tikun (Korrektur der Seele) ausführen. Draußen angekommen kauften wir an einem kleinen Kiosk "gesegnetes Olivenöl".

Über das Öl lachen viele und meinen, der zuständige Rabbi des Grabes, Rabbi Baruch Abuchazera (Baba Baruch), der Sohn des Baba Sali, betreibe hier falsche Geschäftemacherei. Egal, wir kauften das Öl, was eh nur 6 Schekel (etwas mehr als einen Euro) kostete und ich schüttete mir sogleich einiges davon auf mein sonnenverbranntes Gesicht. Die Haut beruhigte sich und das gesegnete Öl vollbrachte ein kleines Wunder.

Danach ging es nach all der "Heiligkeit" zurück nach Tel Aviv.

Es war ein toller Ausflug gewesen, wir haben eine Menge gesehen und gelernt und "gesegnetes Olivenöl" hatten wir auch in der Tasche.

Was will man mehr ???

P.S. Ich hoffe, dass ich die Photos aus Sderot noch zugesandt bekomme, denn meine Freundin liegt momentankrank darnieder.


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Weiterer Link:

Sderot Media Center

Heute abend: "Maccabi Haifa" gegen "Red Bull Salzburg"

B"H

In der UEFA - Champions League findet heute abend im Stadion von Ramat Gan das Rückspiel zwischen
Maccabi Haifa und Red Bull Salzburg statt.

Haifa gewann das Hinspiel mit 2:1 und ist sich sicher, eine Runde weiterzukommen. Selbst bei einer 1:0 Niederlage gegen die Salzburger käme man immer noch weiter.

Der israelische TV - Sender Arutz 10 überträgt das Spiel live um 21.45 Uhr (israelische Zeit).






gegen

Netanyahu in Europa

B"H

Premier Benjamin Netanyahu brach gestern (Montag) zu einem Kurzbesuch in Europa auf. Genauer gesagt nach England sowie Deutschland. Heute trifft er auf den englischen Premier und danach reist er weiter nach Berlin, um Angela Merkel klarzumachen, dass es keinerlei Grenzverschiebungen in und um Jerusalem geben wird. Ebenso wird in Samaria (Shomron) und in Judäea (Yehudah) weitergebaut werden.

Warum auch nicht ?

Erstens ist Israel unser Land und zweitens, was haben Europa und Merkel mit Jerusalem zu tun ? Die Erhabenheit Europas sowie Obamas schreit zum Himmel, doch G - tt wird sich von beiden nichts vorbestimmen lassen.

Hoffen wir nur, dass Netanyahu selbst nicht wieder umkippt und beweist, dass seine euphorischen "Heimatreden" nichts weiter als kalter Kaffee sind.

Nach der Geburt getrennt

Zwillinge nach der Geburt getrennt:
In Bezug auf Israel benimmt sich Jimmy Carter genauso mies wie der Imperator aus Star Wars.


Photo: Separated at Birth

Montag, 24. August 2009

Westbank Trip

B"H

Vor noch nicht allzu langer Zeit empfahl mit jemand bei einem Schabbatessen, einfach den Egged Bus Nr. 148 von Jerusalem nach Ariel zu nehmen. Nicht, dass die Kleinstadt Ariel, nördlich zwischen Jerusalem und Tel Aviv, so interessant sei, aber die Fahrt dorthin sein es allemal. Eine unbeschreiblich schöne Landschaft und in Shilo, welches wir ebenso passieren, habe schließlich einmal das Mischkan (Tabernakel) gestanden, nachdem die Israeliten das Land erobert hatten.

Ich muss sagen, dass diejenige, die mir dies anriet, nicht übertrieben hatte. Dennoch muss ich davor warnen, nach Ariel zu fahren, denn die Kleinstadt ist ein Kaff. Nichts los und absolut nichts zu tun. Immerhin gibt es einen größeren MEGA Supermarkt und man kann etwas zu essen mitbringen oder einkaufen und sich in den Park in der Sheshet HaYamim Street setzen. Um den Bus zurück nach Jerusalem zu erwischen, sollte man zum Mega zurückkehren und genau gegenüber befindet sich die Bushaltestelle. Stellt Euch auf keinen Fall an die Haltestelle in der Sheshet HaYamim, auch wenn diese "Jerusalem" sagt. Und fragt keine in Ariel lebenden russischen Neueinwanderer nach dem Weg, sondern immer Israelis.

Das Positive an Ariel ist die einmalig schöne Landschaft drumherum. Die Berge Samarias (Shomron) und der Ausblick macht selbst die arabischen Dörfer der Umgebung wett. Es ist wesentlich einfacher von Ariel nach Tel Aviv zu fahren als nach Jerusalem. Und in Tel Aviv oder Jerusalem scheinen auch die meisten Bewohner der Kleinstadt zu arbeiten, denn fast alle Siedlungen sind tagsüber wie ausgestorben. Ariel selbst erinnerte mich an einen Kibbutz und wer als Israeli ein ruhiges sauberes Plätzchen sucht, um dort seinen Lebensabend zu verbringen, der ist in der Stadt genau richtig.

Die Fahrt nach Ariel dauert ca. 1,5 Stunden und bei der Linie 148 handelt es sich um einen gepanzerten Bus. Nicht selten wurden und werden israelische Busse von Palis beschossen.

Die Fahrt nach Ariel kostet 12,50 Schekel (ca. 2,5 Euro). Da der Bus dicke gepanzerte Scheiben hat, fällt es schwer, hinauszuschauen. Deswegen setzte ich mich fast neben den Fahrer und konnte so durch die Frontscheibe des Busses schauen.

Wir verliessen Jerusalem via French Hill und dort sah ich in einem Depot die funkelnagelneuen französischen Straßenbahnen stehen, welche Jerusalem in der Zukunft durchqueren sollen. Am Stadtteil Pisgat Ze'ev vorbei fuhren wir in die "Kav HaTefer - Westbank.




Links: Ein Checkpoint



Hierbei passierten wir einen Checkpoint (Machsom) der israelischen Armee, an welchem israelische Wagen meist nur durchgewunken und Palästinenser aus den Territories kontrolliert werden. Palis sowie einige Touristen lassen sich stets negativ über die Checkpoints aus, doch sollte man nie den Grund für ihre Existenz vergessen: der Pali - Terror.

Auf unserem Weg nach Ariel durchquerten wir mehrere jüdische Siedlungen (Yishuvim). Unser erster Stop kam gleich nach dem Checkpoint in "Shaarei Binyamina", einem Industriecenter vor den Toren von Pisgat Ze'ev. Der nächste Halt war in Psagot / Migron, dann in Ofrah, Shilo, an der Tapuach (Kfar Tapuach) Kreuzung, in Eli und schließlich kamen wir in Ariel an. Die Landschaft Samarias mit den Bergen und den Olivenbäumenfelder ist einfach grandios.



- So die Siedlerideologie.


Weitere Photos von Siedlungen:

http://shechem.org/eindex.html

Viele palästinensische Dörfer waren zu sehen. Alle mehr oder weniger neu. Gewöhnlich behaupten die Palis, dass sie schon mehr als 500 Jahre in Samaria ansässig sind, doch die Wahrheit ist, dass schon Mark Twain bei seiner Reise nach Israel vor mehr als 100 Jahren keine Araber in der Shomron sichtete. Die Palis liessen sich erst in den letzten 30 - 40 Jahren nieder und machen nun auf 500 Jahre. Ich könnte auch nach London ziehen und es nach fünf Jahren Anwesenheit als meine eigene Stadt deklarieren. Dort jedoch nur an der Speaker's Corner !

Die Siedlungen sind fast alle von einem Drahtzaun umgeben. Das Eingangstor ist aus Eisen und mindestens ein Wächter incl. Maschinengewehr sitzt stets davor.

Wir kamen nach Ofrah und an der dortigen Bushaltestelle sichtet ich einen interessantes Graffiti:
"We trust in G - d and not in Obama !"

Ich kann ehrlich sagen, dass ein Leben in einer der Siedlungen nichts für mich wäre, obwohl ich es nicht wenige Male angeboten bekam. Erstens bin ich ein Stadtmensch und zweitens will ich nicht ständig von Stacheldraht und Maschinengewehr umgeben sein. Wer dorthin zieht, der sollte verheiratet sein und ein Familie haben. Ansonsten kann er einsam enden. Die meisten Yeshuvim machen Tests bevor sie jemanden Neues in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Nicht jeder darf so einfach hinziehen und sich niederlassen. Die Kibbutzim verfahren seit vielen Jahren genauso.

Shilo, zum Beispiel, ist von arabischen Dörfern geradezu "umzingelt" und so leben will ich wirklich nicht. Genau genommen, ist Israel eh umzingelt, dennoch will ich mein Dasein nicht damit verbringen, aus meinem Fenster auf Palis zu schauen. Hinzu kommt, dass man besonders im Dunkeln vorsichtig sein muss, wenn man zurück in die Siedlung fährt. In der Vergangenheit und auch heute schiessen Palis von den Bergen herab in die Autos und viele Israelis kamen auf diese Weise ums Leben.

Insgeheim bewundere ich die Menschen, die dort leben können. Viele Siedler sagten mir, dass bei ihnen die Mieten günstiger seien und dass sie außerdem von der Landschaft sowie der tollen freundschaftlichen Atmosphäre innerhalb der Siedlung begeistert sind. All das liesse die Palis drumherum vergessen machen.
"Wir müssen klarmachen, dass Juden sich in allen Teilen unseres Landes niederlassen und dass das Land UNS gehört !

Update: Israel beklagt sein 13. Schweinegrippeopfer

B"H

Die 27 - jährige Vered Basson aus Rishon LeZion verstarb gestern im Klinikum "Assaf HaRofeh" an Schweinegrippe. Ihre Familie beschuldigt nun das Krankenhaus, die Schweinegrippe nicht rechtzeitig erkannt und so den Tod von Vered verursacht zu haben.

Schweden = Iran

B"H

Ist es nicht schon fast egal, welches Land der Erde einmal wieder alten / neuen Antisemitismus von sich gibt ? Derzeit liegt für Israel der Iran in Schweden, denn eine schwedische Zeitung beschuldigte die israelische Armee im Jahre 1992 Palis getöten, um sie hinterher ihrer Organe wegen auszuschlachten und diese zu verkaufen.

Diese Beschuldigung klingt genauso absurd wie "Juden würden in der Welt Aids verbreiten" oder "Juden trinken das Blut christlicher Kinder". Die jüdische Gemeinde von Stockholm beschuldigt Israel immerhin der Aufbauschung. Niemand habe vorher Notiz von der Zeitungsmeldung genommen und dann habe Israel seinen "Terror" gestartet. Seit gestern ist es DAS Thema Nr. 1 in unserem Lande. Der schwedische Antisemitismus und die Behauptung des Organverkaufs.

Die schwedische Regierung weigert sich einzuschreiten und meint, ihre Pressefreiheit im Lande schützen zu wollen. Die israelische Regierung hingegen reagiert so wild wie schon lange nicht mehr.

Das Verhalten der Gemeinde Stockholm ist so typisch für eine Diasporagemeinde. Man macht sich vor angst in die Hose und bewahrt lieber Stillschweigen, um größeren Schaden zu verhindern. Kennen wir das nicht schon von den deutschen jüdischen Gemeinden zur Hitlerzeit ?

Wann kapieren die Diasporagemeinden endlich einmal, dass es heute ein Israel gibt und man sich der falschen Anschuldigungen wegen wehren kann anstatt es sich in der Diaspora nur satt und fett gutgehen zu lassen ?

Suff ist IN

B"H

Als ich Ende der achtziger Jahre zum ersten Mal nach Israel kam, war das Land noch stolz auf seine geringe Alkoholikerrate.
Alkohol ?
Nee, sowas gab es nur als ein wenig Wein am Schabbat oder an Feiertagen. In Maße und ohne jegliche Exzesse. Besoffen waren nur die Kibbutzvolontäre. Besonders jene aus England und Skandinavien.

Heute ist alles anders und die israelische Jugend leidet an einem massiven Alkoholproblem. Ein aktueller Report besagt, dass 32,6 % der 12 - 18 - jährigen sich im vergangenen Jahr mindestens einmal betranken. Dies ist ein Anstieg von 7,6 % innerhalb der letzten drei Jahre.

63,8 % der Altersgruppe der 18 - 21 - jährigen gab an, sich im vergangenen Jahr mindestens einmal betrunken zu haben.

Das Alkoholproblem ist deswegen so gravierend, weil eben aus jenem Suff leicht Gewalt entsteht. Ein falsches Wort und schon hat jemand eine Faust im Gesicht oder ein Messer zwischen den Rippen.

Bildungsminister Gidon Sa'ar (Likud) sagte diesbezüglich während einer Regierungssitzung, dass die israelische Gesellschaft als Ganzes gewaltbereit sei. Eben die Gesellschaft solle sich zum Positiven verändern und man solle nicht nur immer nach strengeren Gesetzen schreien.

Die Polizei hingegen erhöhte dennoch ihr Personal.

Ständig kommt es irgendwo zu Schlägereien, Pöbeleien und sogar zu Mord. Wie aber sollen die Jugendlichen es besser machen, wenn die Erwachsenen ihnen alles andere als ein Beispiel sind ?

Sonntag, 23. August 2009

Kurzmeldung

B"H

Ab morgen abend (Montag) werde ich wieder richtig bloggen. Heute hingegen bin ich noch zu busy. Ich komme gerade zurück von einem Trip in die Stadt Ariel. Ariel teilt sich mehr oder weniger in nationalreligiös und russisch auf. Es gibt dort nicht viel zu tun das Leben beschränkt sich auf die Arbeit irgendwo ausserhalb der Kleinstadt und das Privatleben daheim.

Um nach Ariel zu gelangen, nahm ich den Eggedbus Nr. 148 von Jerusalem. Die Fahrt allein ist die kleine Strapaze wert, denn wir passierten viele bekannte Siedlungen wie Psagot, Migron, Ofrah, Shilo oder Eli.

Dazu aber morgen mehr, wenn ich wieder in Tel Aviv bin und Zeit zum Schreiben habe. Dann folgt auch endlich der Bericht über meinen Trip nach Sderot und Netivot.
Heute abend allerdings stecke ich noch in Jerusalem fest, denn
Rabbi Tuvia Singer gibt einen Vortrag gegen christliche Missionare und in der Bäckerei muss ich auch noch etwas tun. Die Details zum Vortrag werde ich auf meinem Hamantaschen Blog veröffentlichen !

Wer Zeit hat, der sollte den Trip von Jerusalem nach Ariel unternehmen und die grandiose Landschaft von Samaria (Shomron) bewundern !