Sonntag, 10. Juni 2012

Die BILD und Sarah Netanyahu

B"H 

Wenn ich den aktuellen BILD – Bericht über Sarah Netanyahu lese, dann wird mir nur eines: Nämlich schlecht ! 

Bei den BILD – Reportern scheint Sarahle ja ihren falschen Charme so richtig eingesetzt zu haben. Erfolgreich, denn BILD fiel drauf herein. Heimischen Medien könnte Sarah keine derartige Show vorspielen und davon einmal abgesehen: Israelische Medien würde sie erst gar nicht zu sich nach Hause einladen. 

Offenbar aber fahren amerikanische Medien derzeit eine positive Kampagne über die Netanyahus. Ein bisscher PR kann ja nie schaden. In Israel jedoch kann vor allem Sarah keinen Blumenpott mehr gewinnen. Die Bevölkerung ist schon lange fertig mit ihr. Und das seit vielen Jahren und nicht erst seitdem diverse Haushälterinnen bzw. Kindermädchen vor Gericht zogen, um ihr ausstehendes Gehalt einzuklagen. 

Sarah Netanyahu ist landesweit bekannt für ihre psychopathischen Ausfälle. Schulleiter anzuschreien und mit Entlassung zu drohen, weil ihr Gatte Bibi der Premier ist. In Regierungsentscheidungen zu pfuschen und Minister bei ihrem Mann madig zu machen, wenn die mal wieder nicht nach der Pfeiffe der "Gnädigsten" tanzen wollen. Israelische Zeitungen berichten immer wieder, wie sich Sarah in die Geschäfte ihres Mannes einmischt und das Land beeinflusst. Wer vor ihr niederkniet, der ist ihr Freund. Äußert jemand Kiritk, oje. Dann fliegen die Fetzen und aus der, so BILD, "barmherzigen Dame", wird die "Furie der Nation". 

Seit Jahren ist Sarah bereits die "Furie" und keineswegs eine liebesvolle First Lady. Da hatte Sonja Peres wesentlich mehr Charme, Eleganz und die Zustimmung der Israelis. Soweit hat es Sarah nie gebracht und nur gut, dass die Pro – Sarah Kampagnen im Ausland rollen und nicht in Israel. Hier nämlich würden sich die Leute kugeln, wenn jemand behaupte, die Netanyahu – Söhne Avner und Ya’ir seien wie die Prinzen William und Harry. Ya’ir ist gerade bei der Armee und eine kleine Schande für die Familie. War sein Onkel Jonathan (der Bruder Bibis, umgekommen in Entebbe 1976), in einer Eliteformation der Armee, so läuft Ya’ir nur mit Leibwächter über seine Basis und schiebt Dienst im Büro. Richtige Freunde hat er nicht und man kann nur hoffen, dass aus Avner mal etwas mehr wird. Kurz gesagt, die Netanyahu – Söhne interessieren niemanden im Land, außer Mama Sarah. Und genau das ist Ya’ir: Das Mama – Söhnchen der Nation. 


Kommentare:

  1. Ein Kommentar, den ich per e - mail erhielt:



    Warum ist die Bildzeitung so israelfreundlich und scheut auch vor einer allzu positiven Berichtersatattung von Sara Netanyahu nicht zurück ?

    Die Antwort hierzu kann man zur Zeit in einer Sonderausstellung der Frankfurter Jüdischen Musseum besichtigen. Die Ausstellung heißt: "BILD dir dein Volk ! - Axel Springer und die Juden!"

    Inhalt der Ausstellung: Axel Springer (1912-1985) war der größte deutsche Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte. Zudem war er eine Persönlichkeit, die polarisierte und an zahlreichen politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit beteiligt war. Fast unbekannt ist, dass er sich persönlich und in seinem Verlag einem radikalen „Versöhnungsprojekt“ Juden und dem jungen israelischen Staat gegenüber verschrieb. Mindestens einmal pro Jahr reiste Springer zwischen 1966 und 1985 nach Israel und pflegte dort Kontakte mit Politikern und Kultureinrichtungen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Teddy Kollek, dem Bürgermeister von Jerusalem; das Israelmuseum und andere Institutionen erhielten zahlreiche Spenden aus dem Haus Springer.

    Auf einer dieser Reisen entstand 1967 ein Foto, das Axel Springer zeigt, der auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Der Fotograf war Sven Simon, Axel Springers Sohn, der ihn auf seinen Israelreisen oft begleitete. Seine Fotos haben wesentlich zur Selbstinszenierung Springers beigetragen. So auch in diesem Fall: als Visionär der Einheit Berlins am Beispiel des vereinten Jerusalem, auf dem sein Blick ruht. Dieses Foto steht im Zentrum der Ausstellung, die das Jüdische Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Instituts ausrichtet. Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte.

    http://www.juedischesmuseum.de/fileadmin/user_upload/uploadsJM/Images/Wechselausstellungen/Axel_Springer/Einladung.pdf

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  2. Meine Antwort darauf:

    Ich glaube, dass Photo von Springer in Israel schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Wahrscheinlich in der BILD selbst.

    Die BILD ist eh die einzige deutsche Zeitung, die ein positives Israelbild vorweist, doch dass mit Sarah Netanyahu war zu viel des Guten. So dermassen unkritisch sollte man dann auch wieder nicht sein.

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  3. Rueckantwort von Anonym:


    Auch die Welt und das Hamburger Abendblatt sind israelfreundlich. In der Ausstellung erfährt man, dass alle Arbeitsverträge des Axel Springer Redaktuere eine Klausel unterschrieben müssen, nach der ssie sich zur Versöhnung Deutschland - ISraels und zur Bejahung des israelischen Existensrechts verpflichtne müssen! Leider keine Selbstverstädnlichkeit mehr in Deutschland heute.

    Beste Grüße

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