Dienstag, 19. Oktober 2010

Leserkritik an der "Jüdischen Allgemeinen"

B"H

Da ein aktueller Text veröffentlicht worden ist und die "Jüdische Allgemeine Zeitung" bisher keine Stellung bezüglich meiner Kritik eines anderweitigen Artikels nahm, will ich hier einige Fehler des aktuellen Artikels über Rabbi Mordechai Machlis berichtigen.

Seit fast dreissig Jahren veranstalten Rabbi Mordechai Machlis samt Gattin Henny und deren 14 Kinder (die Hälfte davon ist bereits unter der Haube) allwöchentliche Schabbatessen. Die einzige Pause, die sich die Familie gönnt, ist zu Pessach. Grundsätzlich darf jeder ohne Anmeldung dazustossen; Christen dürfen ebenso erscheinen, doch sollte sie auf jegliche Missionsversuche verzichten !

Seit mehreren Jahre pflege ich ein recht inniges Verhaeltnis zu den Machlises, obwohl ich längst nicht mehr jeden Schabbat erscheine. Auch zu den Schiurim (relig. Vorträge) des Rabbis zweimal pro Woche habe ich leider keine Zeit mehr.


Jede Woche geben die Machlises unsagbare Summen an Geld für ihre Schabbatot aus und es ist kein Geheimnis, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten sind. Eingeweihte wissen davon und seit einiger Zeit haben die Machlises ein paar Websites für Spenden eingerichtet. Eine dritte Site wurde, mehr oder weniger illegal, eingerichtet und die Spenden kommen nicht den Machlises zugute, sondern ein paar Parasiten, die sich im Namen der Machlises bereichern wollen.

Hier die regulären Machlis - Homepages:


http://www.machlis.org/


http://www.themachliscampaign.com/


Und hier meine Kritik zum Artikel am Artikel der Jüdischen Allgemeinen:

- Die Machlis - Essen dienen keinem jüdischen Heiratsmarkt, denn relig. heiratswillige Juden lernen sich auf anderem Wege kennen. Wer Interesse an einem solchen Schidduch hegt, der spreche mit Henny Machlis. Henny weiss fast immer Rat.:-)))

- Der älteste Machlis Sohn Moshe hilft schon lange nicht mehr bei den Essen, sondern vielmehr dürfte es sich hier um den zweitältesten Sohn Joshua gehandelt haben.

- Am Schabbat darf sehr wohl abgewaschen werden, doch ziehen die Machlises aufgrund der Menschenmasse Plastik vor ! Wer dienstags zum Machlis - Vortrag geht, findet ebenso Plastikgeschirr vor.

- Rabbi Mordechai Machlis samt Familie kann kein Deutsch und hält seine Reden abwechselnd auf Hebräisch und seinem gewohnten Brooklyn English ! Der Rabbi erzählte mir einmal, dass er ein wenig Jiddisch verstehe, aber das sei recht dürftig.

Ferner machten mich Freunde, denen ich von dem Artikel berichtete, darauf aufmerksam, dass jetzt hoffentlich nicht wieder sämtliche Christen Auftrieb erhalten und bei den Machlises ihre Mission unternehmen. Ausserdem seien die Machlises kein kostenloses Restaurant, wo man sich eben mal so vollfresse.
Letzteres zu erwähnen wird mir der Rabbi übelnehmen, denn, seiner Auffassung nach, kann jeder kommen und er macht keine Unterschiede. Trotzdem sollte erwähnt werden, dass er Juden vorzieht.
Sorry, Rabbi, I went against the rules !!! :-)

Zu guter Letzt hätte ich mir von der Artikelverfasserin ein persönliches Interview mit den Machlises gewünscht und keinen spekulativen Gästebericht !

Mir wurde hiermit klar, warum ich die Namen anderer, besonders ultra - orthodoxer, Familien, die ebenso zum Schabbat einladen, lieber verschweige.

Kommentare:

  1. B"H

    Ein Beispiel fuer einen besseren Artikel, welcher die Machlis - Atmosphaere wiedergibt und zudem juedischen Inhalts ist:


    http://www.njjewishnews.com/njjn.com/082009/njAmidTheStrife.html

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  2. schade ist nur, dass man direkt unfreundlich abgebügelt wird, wenn man telefonisch nach der genauen Uhrzeit und Adresse fragt und als Antwort erhält: sorry - we are full!
    und dann einfach auflegt

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  3. B"H

    Echt ?
    Das muss eines der Kinder gewesen sein, denn denen gehen die Schabbatot ihres Vaters gehoerig auf die Nerven !

    Voll sind die Machlises nie und Du kannst immer gehen !!!
    Momentan beginnen sie, glaube ich, gegen 20.00 Uhr am Freitag abend. Mittagessen am Samstag beginnt meist zwischen 12.30 - 13.15 Uhr.

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  4. tja, ich wollte einfach nicht unhöflich sein und einfach so aufkreuzen - außerdem hatte ich nur den Stadtteil, aber nicht die genaue Adresse notiert und ich war so perplex, dass wir es dann dabei belassen haben. Aber Jersualem ist zum Glück nicht aus der Welt und er nächte Trip ist schon in Planung, dann wagen wir einen zweiten Versuch

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  5. B"H

    Du gehst einfch zum Stadtteil Ma'alot Dafna, hinter Mea Shearim gelegen, fragst nach der Yeshiva "Ohr Sameach" und dort angekommen, fragst Du nach den Machlises. Geh einfach hinein, wenn die Tuer auf ist und falls nicht, warte mit der Masse vor der Tuer. Unhoeflich bist Du deswegen nicht.

    Den Rabbi freuts, den Kindern gehen die ganzen Besucher gehoerig auf den Senkel, aber was sollen sie machen ? Ihr Vater laesst sich halt nicht umstimmen.

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