Freitag, 20. Januar 2012

Kältewelle in Israel


In Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B”H 

An diesem Wochenende leidet Israel an den kältesten Nächten den Jahres und Jerusalem gab bereits die übliche Schneewarnung heraus. Ob es nun schneit oder nicht, ab Sonntag soll es sich ja angeblich wieder erwärmen. Unterdessen sind wir damit beschäftigt, warme Plätzchen aufzusuchen und den Regengüssen zu entkommen. Obwohl in Tel Aviv momentan bei 13 Grad Celsius die Sonne scheint, ist neuer Regen im Anmarsch. Also bereite ich mich einmal auf einen saukalten trüben Schabbat vor. Ein Nachbar meinte gestern euphorisch: “Den kältesten Monat Januar haben wir ja fast geschafft !” 

Im Winter schimpfen wir über die Kälte und im Sommer über die unerträgliche schwüle Hitze. Rechtmachen kann es der liebe G – tt halt keinem.

Neueste Waffentechnologien der israelischen Armee



Weitere Informationen auf der IDF Homepage 

Tel Aviv im Winter


Donnerstag, 19. Januar 2012

Israelis sind Menschen


Leute am Jaffa Gate zur Jerusalemer Altstadt

Photo: Miriam Woelke
B”H 

Irgendwer sagte mir irgendwann einmal, dass es endlich Zeit werde, dass Deutsche Israelis als normale Menschen akzeptieren und nicht teilweise philosemitischer Natur durch ihren Israelaufenthalt wuseln. Ganz so philosemitisch gibt sich die Mehrheit deutscher Touristen hierzulande nicht mehr, aber falsche Vorstellungen bezüglich dem Land Israel herrschen nach wie vor. 

Jene Leute, die immer wieder neu ihre pro – israelischen Sprüche ablassen, gehen mir nach einiger Zeit wahnsinnig auf den Geist. Klar, Israel braucht Zuspruch, doch nicht immer wieder denselben Wust. Anstatt aus dem gelebten Alltag zu berichten, kommt dann ständig ein Video von Palästinenser – Terroristen. Zu viele Deutsche meinen nach wie vor, Israel sei das super Land. Alles perfekt und dahin wolle man auswandern: "Komme was wolle und die Juden sollen akzeptieren, dass ich als Nichtjude nur Gutes für das Land einbringen kann". 

Die Realität jedoch sieht wesentlich anders aus. Israel ist, wie andere Länder ebenso wenig, kein perfektes Land und der Alltag kann sehr rauh und hart sein. Angefangen bei den extrem hohen Lebenshaltungskosten, den Jobs, dem Umgang untereinander, einfach in allem. Die perfekte Gesellschaft existiert nirgendwo und wer so etwas sucht, der macht sich selber etwas vor. Insbesondere jene von Israel träumenden Menschen, die noch niemals hier waren. 

Ich bin mehr als 15 Jahre im Land und mir fällt der Unterschied zu anderen Nationen erst dann auf, wenn ich mit ihnen direkt zu tun habe. Sobald ich mit meinem in Deutschland lebenden Bruder telefoniere, wird mir der Mentalitätsunterschied bewusst. Der Alltag in Israel sieht völlig anders aus und jeder Israeli samt Neueinwanderer kann ein Buch darüber schreiben, durch welche Höhen und Tiefen er bereits gegangen ist. In Deutschland werden die Bewohner immer noch vom Sozialstaat aufgefangen, in Israel nicht. Vor allem keine Touristen oder eben jene, welche keine israelische Staatsbürgerschaft besitzen. Allein aus diesem Grund sollte niemand sich aufs Geratewohl nach Israel aufmachen, um ein perfektes Land vorzufinden.

FREMDE - Ein israelischer Kurzfilm


Jewish News 1 zum Hacker - Krieg


Jerusalem: Machane Yehudah Markt


Photo: Miriam Woelke

Eines meiner beliebtesten Motive: Der Jerusalemer Machane Yehudah Markt, weil gerade dieser Ort das Wesen der Stadt wiederspiegelt.


Photo: Miriam Woelke

Die israelische Afarsimon (Persimon) Frucht

Israelische “Nuclear” Gruppe hackt saudische Kreditkarten


B”H 

Der Hacker – Krieg zwischen den arabischen Ländern und Israel geht weiter. Die israelische “Nuclear” Hacker Group veröffentlichte jetzt 4800 saudische Kreditkartendetails.

Hello people of the world, We are very proud to be at this moment. As you all know, a hacker named 0xOmar hacked into israeli Credit cards and sites to make some damage to the state of Israel. Now I, As an Pro-Israeli person, think, its going to be hard a long electronical war, but we will win. Nuclear Group is now helping Hannibal and more pro-israeli hackers in the world, to fight against the Arabs. So what we did is just that we hacked into one of the biggest banks in Saudi Arabia, and we are proud to publish 4,800 Arabs Credit Cards today. 0xOmar, And more Arabian Hackers, War is not over… Dont forget to share,use and enjoy the information. Contact us on nuclearhack@gmail.com 

Hier der Link zu den Kreditkarten:

http://pastebin.com/ubHyVX70

Mittwoch, 18. Januar 2012

Leserfrage: Kein Hard Rock Cafe in Jerusalem.

B"H

Ein Blogleser fragte an, ob es in Jerusalem ein Hard Rock Cafe gebe. 
Nein, es gibt keines. 

Bis ca.1997 gab es ein Hard Rock Cafe am Dizengoff Center in Tel Aviv, was jedoch schliessen musste, weil es einfach zu unretabel arbeitete. Zu teuer und selbst die Touristen zeigten wenig Interesse. Vermisst wurde das Hard Rock Cafe nach der Schliessung nicht und Tel Aviv bot schnell anderweitigen Ersatz.

Es muss ja auch nicht immer das standardmässige Hard Rock Cafe sein. Jerusalem hat viel mehr zu bieten. Besonders auf dem heimischen lokalen Sektor. Wer schon einmal in der Nähe des Zion Square / Ben Yehudah in der Innenstadt ist, der sehe sich im nahegelegenen TMOL SHILSHOM um. Eine Bücherkneipe (Cafe, Restaurant), auf einem Hinterhof gelegen, liebevoll eingerichtet und romantisch verpackt.  




Photos: Miriam Woelke

Kindesmissbrauch in Nachlaot (Jerusalem)


B"H 

Am vergangenen Freitag berichtete Israels größte Tageszeitung "Israel Hayom - Israel Heute" in einem mehrseitigen Artikel von eine Pädophilengang, die den Jerusalemer Stadtteil Nachlaot unsicher gemacht haben soll. Zuerst konnte ich das gar nicht glauben. Nachlaot ? Die romantisch beschauliche Seite Jerusalems im Schatten des Machane Yehudah Marktes. Pädophile in Nachlaot ? Wie kann denn das sein ? Jahrelang habe ich in dem Stadtteil gewohnt und gearbeitet, aber etwas Außergewöhnliches ist mir nie aufgefallen. Wer aber kann schon hinter die Fassaden blicken ? Kriminelle gibt es überall; selbst im romantischsten Ort der Welt.

Laut "Israel Hayom" sollen den Pädophilen mindestens 50 - 100 Kinder in die Hände gefallen sein. Auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten oder der Schule abgefangen. Hinterher bedroht, dass man ihre Familie umbringe, falls jemand auch nur ein Sterbenswörtchen verrät. “Israel Hayom” liess aus, ob es sich bei den betroffenen Kindern auch um Mitglieder der lokalen haredischen (ultra – orthodoxen) Gemeinde handelte. Laut mehrerer Aussagen der Eltern handelt es sich bei den Gang Mitgliedern vorwiegend um Nichtjuden. Russen ? Auch das liess die Zeitung offen.

Mehrere Eltern wurden anonym interviewt und berichteten, wie ihre Kinder letztendlich zugaben, missbraucht worden zu sein. Die Polizei wirft den Eltern vor, danach zu sehr auf eigene Faust gehandelt zu haben, um die Täter dingfest zu machen. Darüber hinaus glaubt die Polizei selber nicht an die Verhaftung des größten Kindesmissbrauchring seit der Staatsgründung im Jahre 1948. Die einzelnen Gang Mitglieder kannten sich untereinander teilweise gar nicht und allein das läßt die Polizei zu dem Schluss kommen, dass lediglich eine Person aktiven Missbrauch betrieb. Jedoch nicht in der Größenordnung von 50 – 100 Kindern. Zu viele Eltern hätten ihre Kinder beeinflusst und vieles sei einfach nur böses Gerede gegen die angeblichen Pädophilen. 

Die Verdächtigen befinden sich fast alle wieder auf freiem Fuß und seitdem ist Nachlaot zur Sperrzone geworden. Kinder werden von ihren Eltern nicht mehr allein auf die Straße gelassen und die Verdächtigen sind eh zu Personen non grata geworden.


Nachlaot

Photos: Miriam Woelke


Sämtliche Infos sowie die Übersetzung des hebräischen Artikels aus der “Israel Hayom” hier in englischer Sprache:




Israelis sollen das wahre Israel darstellen

  


Infos zum Video HIER ! 

B”H 

Die eigentlich Frage erscheint mir doch zu sein, ob Israel sich mit dem riesigen Hasbarah (Erklärungs - ) Aufgebot nicht übernimmt. Natürlich können wir der ganzen Welt unsere Darstellung des paläs. – israel. Konfliktes definieren. Unsere Sichtweise samt Beweismaterial. 

Klar, dürfen wir nicht der arabischen Propaganda nachgeben, die da die Welt mit ihrer Ideologie bombardiert und die westliche Presse, die gerne mitzieht. 

Was bringt uns das ein ? Ein paar Leute werden aufgrund der Hasbarah ihre Meinung vielleicht ändern, doch die Menschen, die eh gegen Israel und Juden sind, werden bei ihrem Standpunkt bleiben. 

Persönlich haue ich meine Blogs nicht mit Hasbarah – Themen zu, denn ich beschäftige mich lieber mit dem “Mann auf der Straße”. Realitäten aus dem gelebten Alltag und ich denke, das ist es, was der Welt fehlt. Wie lebt man in Israel ? Bestimmt nicht mit dem Gewehr über der Schulter und noch dazu auf einem Kamel reitend. 

Hasbarah ist sicherlich wichtig, aber meiner Meinung nach sollten wir uns nicht zu sehr auf die Meinung der Weltöffentlichkeit fixieren und stattdessen lieber unsere internen Probleme selbst lösen. Nicht erst schielen, was wohl die USA oder UN zu einer Bombardierung Gazas sagen, sondern bei Anti – Terroreinsätzen entschlossen loslegen. Das ist es, was Israelis vermissen. Ganz wie zu Zeiten des Sechs – Tage – Kriegs im Juni 1967, zum Beispiel. 

Nach all den Tausenden von Jahren muss das jüdische Volk begreifen, dass es immer allein dastehen wird und sich nur sehr begrenzt auf andere Völker verlassen kann und soll.

500,000

B”H 

Ich sah gerade, dass die Anzahl der Site Hits die 500,000 überschritten hat. Einen Dank an alle Leser !

Natan Slifkin: Mehr Toleranz gegenüber ultra - orthodoxen Juden

B”H  

Natan Slifkin ist ein in England geborener haredischer (ultra – orthodoxer) Jude, welcher in der englischsprachigen Welt besonders durch seine Website ZOOTORAH bekannt geworden ist. Auf der Site bezieht er sich auf die Tiere, welche in der Thora erwähnt werden und schreibt so einiges zum Erschaffungsprozess unseres Universums. Deswegen handelte sich Slifkin vor ein paar Jahren riesen Ärger mit der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” ein, denn er vertritt, wie ich und viele andere, die These, dass der sechstägige Erschaffungsprozess der Welt Millionen oder Milliarden von Jahren andauerte. Die sechs Tage also eine Symbolsprache der Thora darstellen. Die “Edah HaCharedit” nimmt jedoch die sechs Tage tatsächlich wörtlich und definiert jeden einzelnen Tag mit 24 Stunden. Es kam zu einem heftigen Streit und Natan Slifkins Bücher landeten auf dem Index. Trotzdem hält sich Slifkin wacker und schreibt weiter Bücher und an seinen Internet Sites. Haredi ist er geblieben und wohnt seit vielen Jahren in der israelischen Stadt Beit Shemesh. 

Aktuell veröffentlichte er einen Artikel in Israels “Jerusalem Post” sowie auf seinem Blog, indem er für mehr Toleranz der haredischen Bevölkerung gegenüber plädiert. 

Sehr gut und realistisch geschrieben ! 

Weitere Links zum Thema:


Zur Welterschaffung

Jerusalem: Blick auf den Ölberg


Photo: Miriam Woelke

Dienstag, 17. Januar 2012

Januar Tristesse


Gestern in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

B”H 

Düstere Wetteraussichten. Es ist eisig kalt. Selbst in Tel Aviv. Des nachts sinkt das Thermometer auf 10 Grad Celsius, was für Tel Aviver “Alaskakälte” bedeutet. Touristen sind derzeit rar und wenn, dann frieren sie sich in den Hostels mit ein paar Decken fast etwas ab. Wer Glück hat, der findet irgendwo eine Heizung. Und sei es in einem der Cafes. Heisse Suppe ist angesagt und man wartet halt auf Wetterbesserung. Eine Erwärmung, die in dieser Woche nicht mehr ansteht.