Donnerstag, 17. Februar 2011

Bettler in Tel Aviv

B"H

Uch wünschte, es gebe eine Lösung für das im Video aufgezeigte Problem, doch nach wie vor ist das der Alltag in zahlreichen israelischen Städten.

Die Hizbollah droht Israel


 Die HIZBOLLAH in Hitler - Action

B”H

Der Libanese Hassan Nasrallah (Beruf: Terrorist) drohte wieder einmal Israel. In seinem Bunker sitzend gab Nasrallah bekannt, dass seine Hizbollah Nordisrael (Galiläa) besetzen werde. 

Dazu Premier Netanyahu: “Wer sich in seinem Bunker verkrieche, der solle gefälligst auch dort bleiben !”

Die israelische Armee in Social Networks

Meet the IDF Facebook-Twitter Commando



Bild des Tages


Neue Werbekampagne in der Tel Aviver Innenstadt.

Photo: Miriam Woelke

Mittwoch, 16. Februar 2011

Eine erfolgreiche Aliyah (Einwanderung nach Israel)

B"H

Was macht eine erfolgreiche Aliyah nach Israel aus oder welchen Ratschlag gebe ich jenen Juden, die sich entscheiden, nach Israel auszuwandern ? Ganz einfach:
Die hebräische Sprache erlernen und sich in die israelische Gesellschaft eingliedern. Job und Wohnung sind auch wichtig, keine Frage. Diesbezüglich jedoch würde ich mich bescheiden geben. Wieviele Leute aus aller Herren Länder traf ich nach ihrer Aliyah und fast alle fingen irgendwo klein an. Kleine Wohnung, kleines Zimmer oder Bruchbude gemietet und Job gesucht. Job, egal wo. Teller waschen, Hotelzimmer putzen, Telemarketing, kellnern, was gerade so kommt. Danach kann man immer noch etwas Besseres suchen, aber man ist erst einmal hier. Seht es als Abenteuer.

In Tel Aviv kenne ich einen kürzlich eingewanderten Belgier, der einen Job in einer Touristenbar annahm. Nicht ganz Bar, denn morgens gibt es auch Kaffee zu trinken. Der Arbeitgeber stellt ihm ein kleines Zimmer zur Verfügung und die Miete wird vom Lohn abgebucht. Heute sagte mir der Belgier, dass ihm das egal sei. Wo kriegt man hier in Tel Aviv so billig ein Zimmer und noch dazu ohne die monatlichen Rechnungen wie Stadtsteuer (Arnona), Wasser, Strom, Gas, etc. Wo ? Jetzt macht er halt erst einmal das und dann sehen wir weiter.

Deutsche mögen da oft ihr Sicherheitsdenken mitbringen und alles so durchorganisiert und gestylt wollen wie daheim. In Israel funktioniert das in den seltensten Fällen. Seid Euch bewusst, dase eine neue Sprache auf Euch zukommt, ein anderes Klima und eine wesentlich andere Mentalität. Die israelische Gesellschaft funktioniert nach anderen Maßstäben und es dauert ca. zwei bis drei Jahre das alles abzuchecken. Daher mein Rat: Sobald Ihr der Sprache einigermassen mächtig seid, mischt Euch unter Israelis und jammert nicht nach Deutschland. Seht die Vorteile sowie positiven Aspekte in Israel, denn hier findet Euer Leben statt. Versteift Euch nicht auf das Denken a la “Was wäre jetzt wohl in Deutschland ?” oder “Was würde man da jetzt sagen und machen ?”

“HALLO !” Hier spielt die Musik und es ist nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug Zeit, sich in Israel einzugewöhnen. Das Klima ist anders und viele müssen halt sehen, wie sie durch den Winter kommen. Vor einigen Wochen machte ich diese Herausforderung noch im nordisraelischen Zfat mit. Ufff, war das kalt dort. Dagegen sind Jerusalem und die Berge Judäas die reinste Sauna. Zfat ist saukalt und da zieht man sich halt einen Pullover mehr über. Andere Bewohner jammern auch nicht den ganzen Tag, sondern sagten mir “Na, und. Kalt hier, aber was soll man machen. Der Sommer kommt schon wieder”.

Wenn ich den ganzen Tag herumhänge und alles pessimistisch ansehe, bringt mir das nichts außer Depressionen. Warum nicht das Positive sehen ? Okay, geht das Aliyahgeld aus, wird es oft eng mit dem Geld und man rennt hier jobben und da. Das jedoch weiss ich im voraus und wenn ich nicht flexibel bin, dann kann ich auch nicht helfen und derjenige sollte erst gar nicht kommen. In solchen Fällen werden Israelis sauer, denn sie betrachten denjenigen Oleh (Neueinwanderer), der ewig jammert als einen weiteren, der da das Aliyahgeld einstreicht und dann wieder abhaut. Sozusagen von unseren Steuergeldern lebt.

Weder ich noch andere hatten oder haben es einfach und ich könnte Tausend Krisen und deren Bewältigung auflisten. Eines sollte man nicht tun: Daheimsitzen und sich verkriechen. Geht hinaus in den Freundeskreis und sagt, was Euch bedrückt. In Tel Aviv unternehme ich viel man als in Jerusalem. Ich treibe Sport und nehme an vielen Kulturkursen teil. Umsonst. Auch das gibt es, wenn man nur sucht. Mittwochs gehe ich zu einem Theaterkurs, der von einem bekannten israelischen Regisseur geleitet wird. Das heutige Kursthema war eine Geschichte zu erzählen und hinterher dieselbe Geschichte aus einer anderen Perspektive wiederzugeben. Zuerst vielleicht verärgert und dann aus einer lustigen oder ruhigeren Sichtweise heraus. Eine Studentin berichtete, wie sie fast an einem Aufnahmekurs scheiterte. In der mündlichen Prüfung versagte, doch dann im Schriftlichen noch alles umdrehte. Wie aber konnten die mündlichen Prüfer sie nur so auflaufen lassen ?

Ich sagte dem Kursleiter vorab, dass Hebräisch nicht meine Muttersprache ist, doch das war egal. Außer mir waren allen anderen Teilnehmer geborene Israelis.

Was ich damit sagen will “Mischt Euch unter die Menge, selbst wenn Ihr die Sprache noch lange nicht perfekt beherrscht. Macht halt Fehler, aber geht aus Euch heraus. Job und Wohnung, okay, aber es ist auch wichtig, gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Und das bedeutet nicht, dass ich mit einer Freundin im Cafe oder einer Bar hocke, sondern das ich mich aktiv engagiere.

Demonstration im Jerusalemer Machane Yehudah Markt

B”H

Die Händler des Machane Yehudah Marktes in Jerusalem sagten gestern der Stadtverwaltung ihren Protest an. Der Markt ist umreiht von der belebten Jaffa Road sowie der Agrippas Street auf der gegenüber liegenden Seite. In der Jaffa fährt in wenigen Monaten Jerusalems Straßenbahn an und somit ist jetzt schon ein Großteil von ihr für den Autoverkehr gesperrt. Mindestens zwei Jahre zuvor zog sich die Schienenverlegung hin und auf der Jaffa Road herrschte Baustellenchaos.



Photo: Miriam Woelke

Mittlerweile wird der Autoverkehr durch die Innenstadt über die Agrippas geleitet, denn die Jaffa wurde zur neuen Fussgängerzone samt Straßenbahn in der Straßenmitte. In der Agrippas, nur wenige Hundert Meter weiter, staut sich der Innenstadtverkehr. Lautes Gehupe, nervige Staus und die komplette Enge der Straße verursachen ein Chaos.

Gestern gingen die Markthändler auf die Barrikaden und zündeten ein “Protestfeuer” mitten auf der Agrippas. Sie sehen ihre Einkommen reduziert, denn aufgrund des Verkehrschaos kämen immer weniger Leute vorbei.



Im Machane Yehudah Markt

Photo: Miriam Woelke


Dazu kann ich nur sagen “So ein Quatsch”. Gerade die Straßenbahn und die vermehrte Laufkundschaft in der Agrippas sind ein Segen für den Machane Yehudah. Wenn die Händler weniger verkaufen, dann dürfte das an ihren überhöhten Preisen liegen. Viele Male bemerkte ich, dass in Jerusalem die Waren teilweise teurer verkauft werden als auf dem Tel Aviver Carmel Markt.

Schon seit einiger Zeit ziehen die Preise in Jerusalem an und man will ein Tel Aviv Flair einfahren, was Jerusalem nicht in der Lage ist zu bieten. Nur die hohen Preise bleiben halt.

Die lustige Hochzeitsgesellschaft


Dienstag, 15. Februar 2011

"Na Nach Nachma Nachman Me'uman" - Die Breslover Chassidim unterwegs


Photo: Miriam Woelke

B"H

Touristen wissen mit den offensichtlich "lustigen" Gestalten am Kikar Zion (Zionsplatz) in Jerusalem kaum etwas anzufangen. Ein bestimmter Teil der Breslover Chassidim steht singend und lachend dort oder tanzt wild auf einem Autodach durch die Stadt. Nebenbei werden CDs und Literatur verkauft. 

Was sind das fuer Leute, die da so offen religiös herumflippen ?
Mehr Infos HIER !

Und noch mehr Details HIER !

Und HIER geht es zu einer Sparte des Breslover Movements auf Deutsch. Allerdings repräsentiert die Website längst nicht die gesamte Chassidut Breslov !

Weder gehöre ich der chassidischen Gruppe Breslov noch einer andere Gruppierung an, doch wer nach Israel kommt, der kann jenem Breslover Trend, der von Neureligiösen eingeführt worden ist, kaum entgehen. Wundert Euch daher nicht, wenn chassidisch aussehende Leute öffentlich singen und tanzen.

Benjamin Gantz is neuer Oberbefehlshaber der Streitkräfte


 Gabi (Gabriel) Aschkenazi (rechts), dessen Amtszeit auslief mit Verteidigungsminister Ehud Barak (mitte), der sich weigerte, Aschkenazis Amtszeit zu verlängern. Benny Gantz (links im Bild).


B”H

Allen Querelen zum Trotz wurde der neue israelische Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Benny (Benjamin) Gantz, in sein Amt eingeführt. Damit tritt Gabriel (Gabi) Aschkenazi ab und man darf gespannt sein, was für ein neuer RAMATKAL Benny Gantz sein will. Das Hauptproblem liegt bei Verteidigungsminister Ehud Barak, der da den Big Boss heraushängen lässt und keinen zu mächtigen Oberbefehlshaber neben sich duldet. Gabi Aschkenazi war beliebt bei der Truppe, doch in Barak fand er sein Nemesis.

Dienstag, 15. Februar 2011 - Am Strand von Tel Aviv


Gegen Abend wurde es ausgesprochen windig in der Stadt, aber kalt ist es nicht. Eher angenehm. 








Copyright / Photos: Miriam Woelke

Montag, 14. Februar 2011

Leserfrage: Die Entfernung zwischen Tel Aviv und Jerusalem

B”H

Ungewöhnlich viele Leute googeln die Frage nach der Entfernung zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Hier von meiner Seite eine kurze Antwort:

Die Entfernung zwischen den beiden Städten beträgt ca. 50 km. Zwei Egged – Busse verkehren im 20 – Minuten – Takt. Die Linie 405 vom Jerusalemer Busbahnhof – Tel Aviv Busbahnhof. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde, was jedoch von den Staus auf der Autobahn abhängig ist.

Die zweite Linie ist die 480, welche zwischen dem Jerusalemer Busbahnhof und dem Arlozorov Bahnhof in Tel Aviv verkehrt. Vorzugsweise wird die Linie von Fahrgästen genutzt, die entweder einen Zug zur Weiterreise nehmen wollen, denn an der Arlozorov befindet sich eine Bahnhaltestelle. Andere Reisende hingegen suchen schnelle Anschlüsse in den Norden Tel Avivs oder in die Nachbarstädte Ramat Gan, Bnei Brak sowie Petach Tikwah. Wer jedoch in Tel Aviv bleiben und ins Zentrum fahren will, der nehme die blauen DAN – Lokalbusse 5, 10 oder 18.

Die Busfahrt mit einem der lokalen Busse in Tel Aviv kostet 6 Schekel (ca. 1,20 Euro).

Eine Fahrt zwischen Tel Aviv – Jerusalem (und umgekehrt) kostet 20 Schekel (ca. 4 Euro). Wer eine Hin – und Rückfahrt plant, der sollte das Round Ticket für 34 Schekel bei der Hinfahrt kaufen !

Aus dem Tel Aviv - Alltag gegriffen


Links: In der Bugrashov Street


B"H

Eigentlich heißt dieser Blog “Leben in Jerusalem” und bis vor einigen Monaten ging es auch um mein Leben in Jerusalem. Zwischenzeitlich aber wechselte ich den Standort. Zuerst nach Nordisrael und seit einigen Wochen nach Tel Aviv. Dies geschah schon einmal zuvor, doch Jerusalem war und wird weiterhin im Blickpunkt stehen. Momentan allerdings findet mein Leben fast ausnahmslos in Tel Aviv statt und aufgrund der Arbeit schaffe ich derzeit keine Fahrt nach Jerusalem. Deswegen teilte ich meinen Jerusalemer Freunden mit, dass sie, wenn sie mich sehen wollen, sich nach Tel Aviv begeben müssen. Ich wünschte selbst, dass ich mehr Zeit für Jerusalem hätte, doch meine dortigen Freunde liessen mcih wissen, dass ich eh nicht viel verpasse.

Hier eine weitere kleine Story aus Tel Aviv:

Vor ca. einer Stunde ging ich durch die Bugrashov gen Ben Yehudah Street. Nicht allzu viele Touristen verirren sich in die Bugrashov, obwohl die Straße eine der Hauptverbindungen zwischen der belebten King George und der Ben Yehudah (Strandnähe) ist. Zahlreiche neue Cafes und Restaurants befinden sich in der einst etwas vernachlässigten Bugrashov und einige der Cafes sind sogar “Koscher an Pessach”. Eine Tatsache, die vor allem in Tel Aviv erwähnt sein will.

Ich weiss nicht von woher sie kamen, doch kurz vor der Kreuzung Ben Yehudah / Bugrashov stiessen zwei Damen aus dem Rotlichtmilieu auf die Straße Richtung Ben Yehudah. Und das abend gegen 19.30 Uhr im Feierabendverkehr. Ihren Beruf leben sie offen aus, denn in schwarzem knappen Minirock und hohen schwarzen Lackstiefeln wackelten die mit dem Hintern und ich dachte schon, der Autoverkehr komme zum Stillstand. Nichts dergleichen geschah, denn das Publikum war anscheinend zu sehr vom Anblick geschockt. Am frühen Abend bekam die Bugrashov einen Touch vom Tel Aviver Busbahnhof.

Die Damen platzierten sich auffällig an den Straßenrand, doch der einzige Wagen, der hielt, war ein Taxi. Also offenbar doch Tel Aviv – Süd.

Bild des Tages


Gesehen am Dizengoff Brunnen in Tel Aviv. 

Photo: Miriam Woelke

Islamisten beten in Venedig


Israel schliesst seine Botschaft in Kairo