Donnerstag, 4. Februar 2010

Irma Grese

B"H

Durch puren Zufall bin ich auf die KZ - Wächterin Irma Grese gestossen. Kurz nachdem die Allierten Deutschland besetzten, griffen sie wenigstens noch hart durch und sprachen Todesurteile gegen NS - Täter auch. So auch im "Fall Grese". Heutzutage käme die Brutalo - Psychopathin sicher auf Bewährung frei, weil sie garantiert eine schlimme Kindheit angeben täte.


Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass Irma Grese nach wie vor Bewunderer an sich zieht. Ihre Brutalität lässt anscheinend in einige Mitmenschen eigenartige Gefühle frei. Man kann Grese sogar als Facebook Friend anklicken. Wer's pervers liebt ...


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Kommentare:

  1. Die kämen heute fast alle frei. Einige wegen psychischer Störungen andere weil man ihnen nichts beweisen kann. Schon garnicht wären Todesurteile ausgesprochen worden.
    Die hatten einfach Freude am Quälen, für uns unverständlich.

    Diese Leute konnten ja nicht ahnen das 1000 Jahre so kurz sein können.

    Joshua

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  2. Warum der Konjunktiv?
    Die weitaus größte Mehrheit der Täter IST frei gekommen bzw. geblieben.
    Wie sah es mit der deutschen Justiz nach 1945 aus?
    Wo kamen die Richter her und warum verlief die "Entnazifizierung" wohl mehr oder weniger im Sande.
    Ich hatte einmal eine Doku eines schwedischen Journalisten gesehen, der 1946 Deutschland bereiste - erschreckend, was da zu Tage kam.
    Nichts hatte sich in den Köpfen der Befragten geändert.
    Man fühlte und drückte klar aus, dass Deutschland nicht befreit wurde sondern besiegt.

    LG

    Carl

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  3. KOnjunktiv in Bezug auf die Personen die tatsächlich verurteilt wurden, selbst die wären vermutlich schadlos davongekommen.

    Ach, Entnazifizierung :) Da wissen wir besser wie das vor sich ging. Ausserdem, es gab ja garkeine Nazis und Antisemiten in Deutschland ;)

    6 Monate nach Kriegende forderten Deutsche das doch "endlich mal Schluss mit der Vergangenheit sein soll".
    Auch heute noch hört man in Deutschland Sprüche wie "Naja, wir haben ja den Krieg verloren." mit trauriger Stimme.
    Deutsche sehen sich irgendwie als Opfer und machen Juden und Israel dafür verantwortlich warum sie nicht zur Normalität finden.

    Frage dann immer: Wie sah denn die Normalität zwischen Juden und Deutschen aus? War da alles immer schön und gab es ein fröhliches Nebeneinander bis auf einmal die Nazis kamen? Eben nicht, sonst wäre DAS nie möglich gewesen.

    Nein, NICHT alle Deutsche sind oder waren Nazis und Antisemiten, das zur Klarstellung warum ich "die Deutschen" schreibe!

    Ich solle einen eigene blog starten. :)

    Joshua

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  4. B"H

    Haette die damalige deutsche Justiz alle NS - Taeter abgeurteilt, dann haette man gleich die KZs bestehen lassen koennen.

    Die Allierten veranlassten, dass die Deutschen in der Umgebung des KZ Buchenwald eine Lagertour machen mussten. Eine gute Idee, die man woanders versaeumte:

    http://www.youtube.com/watch?v=52swR3dRkjs

    Deutschland wurde wieder aufgebaut und spaetestens mit dem Weltmeistertitel in der 50igern glaubte man, wieder WER zu sein.

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  5. B"H

    Die Deutschen in der Opferrolle - das kam doch spaetestens dann auf als "Dresden" Gedenkveranstaltungen durchfuehrte. Aber auch schon beim Film "Der Untergang der Wilhelm Gustloff".

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  6. Ich möchte noch den sehr lesenswerten Artikel von Thomas Eppinger beisteuern.
    Er stellt darin die Verbindung zur heutigen Täter/ Opferrolle her, in die Israel, als "Täter", gegenüber den Palästinensern, als "Opfer", gedrängt wird.
    Ich finde, dass die Situation in Deutschland, historisch betrachtet aber auch aktuell, hierin sehr gut beschrieben wird.

    http://eppinger.wordpress.com/2010/01/26/taterverliebt/

    LG

    Carl

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  7. Wenn ich diese ganzen Filme sehe, es übersteigt völlig meine Vorstellungskraft.
    Wie will man die Täter nennen? Tiere? Mit Sicherheit nicht.

    Gibt es eine minimale Chance jüdisches Leben nach ´45 in Deutschland aufzubauen? Ganz sicher nicht, das Trauma ist zu gross und zu nachhaltig, zumal viele Deutsche immer noch Vorbehalte gegen Juden haben, gerade WEGEN Auschwitz. Sie meinen ja dass das Opfer irgendwie schuld ist.

    Joshua

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  8. B"H

    Danke fuer den Link, Carl. Ich werde ihn mir am Sonntag anschauen, denn heute ist die Zeit knapp.:-)))

    Ich bin der meinung, dass jued. Leben in Deutschland nach 1945 nicht mehr moeglich ist.

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  9. Hier nochmal ein paar Bilder davon wie in Polen mit solchen Frauen verfahren wurde: http://max.mmvi.de/ssfrauen/biskupia.htm

    Die Bilder mal vielleicht nicht jeder sehen aber ich finde es notwendig.

    Hier findet man noch die Biografien der Täterinnen, sehr aufschlussreich:

    http://max.mmvi.de/ssfrauen/index.html

    Joshua

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  10. Bin bei meiner Recherche über Frauen im 3.Reich zufällig auf dieser Seite hier gelandet und fühle mich,angespornt durch die knackige lakonische Aussage, zu einem Kommentar hingezogen :-)
    Heutzutage käme die Brutalo - Psychopathin sicher auf Bewährung frei, weil sie garantiert eine schlimme Kindheit angeben täte.

    Interessante Bemerkung und,leider, vollkommend richtig! Natürlich, schließlich hat sie ja ihre Mutter verloren, das hinterlässt natürlich ein, ehm,Trauma.Welches sicherlich viele Menschen mit sich herumtragen ohne antisozial zu werden. Ich bin ja total für Resozialisation, aber irgendwo müssen da Grenzen sein (es scheint sogar Leute zu geben, die den norweg. Soziopathen Breivik "resozialisieren" wollen...einfach nur atemberaubend)
    Ich bedauere aber sehr, dass nicht adequatere Strafen ausgesprochen worden sind (siehe auch den Brief von Izabela Rubinstein an Grese , in der sie schreibt, dass sie eben nicht ihren Tod möchte), z.B Lebenslänglich ohne Bewährung, in einem polnischen Arbeitslager,bei minimalsten Standarts,gepaart mit harter Arbeit,Disziplin und Pflicht zur Aufarbeitung der eigenen Verbrechen. Bin gespannt, wie solche Monster nach z.B 30 oder mehr Jahren Haft sich selbst und ihr Leben bewertet hätten.Vielleicht wären Worte der Reue zu vernehmen gewesen, wer weiß? Abschreckender/für die Opfer befriedigender wäre es wohl auf alle Fälle gewesen und es gäbe keine "Märtyrer". (und peinlichen Fanclubs...)

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  11. B"H

    Ich bin kein Psychologe, sage aber trotzdem, dass eine ganze Reihe von Fans dieser Frauen gerade von dem Geheimnisvollen angezogen werden. Von dem Mysterium warum diese Frauen zu dem wurden, was sie in den KZs waren: Moerderinnen. Warum passierte das und wer waren diese Frauen ? Wo kamen sie her und welches "Geheimnis" umwittert sie ?

    Ich denke schon, dass das ein Rolle spielt.

    Die deutsche Justiz haette schon kurze Zeit nach dem Krieg die Kriegsverbrecher und Massenmoerder milde abgeurteilt und ich bin froh, dass jemand wie Rudolf Hoess in Polen gehaengt wurde und nicht in Deutschland ein paar Jaehrchen abgesessen und dann freigekommen waere.

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  12. Es gibt da so einige NS-Verbrecher, die der Öffentlichkeit kaum bekannt sind und die man nur durch Zufall oder nach langer Wikipedia-Recherche findet.

    Ein anderes Beispiel für unvorstellbaren Sadismus ist der SS-Mann "Willhelm Boger" aka "Die Bestie von Auschwitz". Sogar ein Folterinstrument wurde nach ihm benannt ("Boger-Schaukel"). Und so ganz nebenbei führte er bis zu seiner Verurteilung 1958 auch noch 13 Jahre lang unbehelligt ein normales Leben..

    War dir dieser Fall bekannt?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Boger

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  13. B"H

    Mir war Wilhelm Boger bekannt. Der inzwischen verstorbene Auschwitz - Ueberlebende Hermann Langbein erwaehnte Boger ausfuehrlich in seinem Buch.

    Boger selbst wurde beim Auschwitzprozess in den 60iger zur Haft verurteilt, kam aber dennoch recht glimpflich davon. Genau wie wie Oswald Kaduk.

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