Dienstag, 18. Mai 2010

"CHAG SAMEACH - HAPPY SCHAVUOT !"



B"H

Seit gestern abend erleben wir einen klassischen Temperaturumschwung. Von 34, 30 Grad Celsius zurück auf 23 Grad. Tel Aviv gibt sich heute morgen trübe und ich kann mir vorstellen, dass in Jerusalem schon Hochstimmung auf den Märkten herrscht, denn heute abend beginnt Schavuot (G - ttes Gabe der Thora an die Juden). Bis morgen abend ist dann Feiertag und das traditionelle Essen besteht aus Milchprodukten. Nicht nur, doch Milch sowie allerlei Käsesorten stehen an erster Stelle und die Preise zum fest gleich mit.

Zum Feiertag geben die Tageszeitungen nie viel her, doch die Ausgaben werden zum Wochenendtarif verkauft. Und so erfahren wir heute eher, dass Handys Krebs verursachen und dass Achmadinejad einen Pakt mit der Türkei sowie mit Brasilien schloss. Die Antisemiten also untereinander.

All jene, die sich in Israel bzw. in Jerusalem befinden:
Der heutige Tag läuft wie ein Freitag vor dem Schabbat ab. Die Busse fahren nur bis zum Nachmittag und Shops sowie die Post verhalten sich ähnlich. Abends dann geht es in die Synagogen, zum festlichen Essen und danach wird traditionell die Nacht an Schavuot durchgelernt. Vielerlei Programme finden dazu statt und für jeden dürfte etwas geboten sein. Ich meinerseits bin bei einer chassidischen Familie im ultra - orthodoxen Stadtteil Mea Shearim (Jerusalem) eingeladen und schleppe einen Bekannten mit. Danach gehen wir gemeinsam zu einigen Tischen verschiedener chassidischer Rebben im Stadtteil und Umgebung. Für Interessierte am Chassidismus: Schavuot ist nicht nur die Yahrzeit (Sterbegedenktag) des König David, sondern ebenso des Baal Shem Tov.

Am heutigen Nachmittag fahre ich von Tel Aviv nach Jerusalem. Nur nicht zu spät, wie sonst, denn ich nehme stark an, dass die Busse heute voller sein werden. Ansonsten wünsche ich einen tollen Feiertag, CHAG SAMEACH, und auf das wir alle von Schavuot etwas mit hinüber in den Rest des laufenden Jahres 5770 nehmen !

Kommentare:

  1. In unseren beiden Zeitungen steht heute genau das Gegenteil: KEIN KREBS DURCH HANDY, nämlich:
    Die bislang größte Fall-Kontrollstudie zu Handystrahlung hat kein erhöhtes Krebsrisiko für Durchschnittsnutzer gezeigt. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass extrem langes Telefonieren mit mobilen Telefonen das Tumorrisiko fördere, heißt es in der Studie weiter.
    Es kommt also wie immer auf die ÜBERSCHRIFT eines Artikels an, um Meinung zu machen.
    Margot

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  2. B"H

    Mittlerweile verlautet es hier auch schon wieder, es sei alles nicht so schlimm.

    Gut, dass ich kein Handy habe !

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