Freitag, 30. April 2010

Schabbat Schalom

B"H

Am Ende bin ich doch nicht mehr zum Lag Ba'Omer nach Meron gekommen, doch habe ich mir fest vorgenommen, dies im nächsten Jahr nachzuholen. Zu allem Trost fahre ich in zwei Wochen in den Norden. Darunter auch nach Meron zum Grabe des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai.

Die Tageszeitungen habe ich heute noch gar nicht in Angriff genommen. Während die säkulere Presse a la "Business as usual" berichtet, fährt die haredische (ultra - orthodoxe) Presse natürlich mit dem Thema "Lag Ba'Omer" in Meron auf. Dem Feiertag, der morgen abend mit dem Schabbatausklang beginnt. Richtig gefeiert wird der Lag Ba'Omer jedoch in chassidischen Kreisen.

Weltlich dagegen wurde es gestern abend als ich mit Freunden in der Jerusalemer Stadtmitte essen ging. Das Wetter war ausgesprochen kühl und da kam das Angebot der drei Suppen auf einmal gerade recht. Ein halber Liter Bier dazu und der Abend war gelaufen.

Vom Essen einmal abgesehen, irgendwie drehen sich die Gespräche fast ausschliesslich um die jüdische Religion. Wie man was auslegen kann, wie sich jemand versuchen kann, zu perfektionieren und wie dies am besten in Angriff zu nehmen sei. Wobei ein jeder individuell seinen eigenen Zugang finden muss.
Ich glaube, dass Lag Ba'Omer mit dem historischen Hintergrund des Rabbi Schimon bar Yochai oder Rabbi Akiva uns einmal aufzeigen sollte, was für überragende Persönlichkeiten das Judentum einmal besass. Und es ist gewiss nicht neu, dass diverse Vergleiche zur heutigen Gegenwart aufkommen, in der wir uns eben nach derlei Persönlichkeiten sehnen, wenn wir nur unsere Knessetpolitiker anschauen.

Und so dreht sich an diesem Schabbat fast alles um Spiritualität, Lag Ba'Omer und den Lagerfeuern, die überall gezündet werden (nach Schabbat). Feuer, die uns das Licht der Thora wiederspiegeln sollen.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !


Alles zum LAG BA'OMER auf HAMANTASCHEN !

Kommentare:

  1. Auch Du, sprichst - wenn es um den Sinn Deiner Religion geht - immer in der Vergangenheit: "So geht es am Lag Bar Omer"- um... ja, um was denn?
    Ist jüdisch religiös zu sein immer gleichbedeutend mit: alt-backen, angehalten und un-modern.
    Nee - denn sogar DU gehst aus und trinkst ein Bier! Diese Freiheit, diese moderene Normalität gewährst DU Dir - und anderen? Wenn sie anderes leben wollen?
    Nur ne Frage - ansonsten: Chag Samech!

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  2. B"H

    Ueber Lag Ba'Omer habe ich recht detailliert auf meinem Hamantaschenblog berichtet und ich gab den Link dazu unten im Text.

    Wieso soll man im Judentum kein Bier trinken und das allein hat, wie ich finde, nichts mit der Moderne zu tun.

    Es gibt unterschiedliche Ansichten zur Moderne und jeder muss halt wissen, wo er die Grenzen zieht. Man kann in gewissem Masse modern leben, doch sollte die Thora nicht vergessen.

    Was heisst jetzt dabei "anders leben wollen" ?

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