Donnerstag, 17. März 2011

"Konvertiten" zum Judentum mit gekauftem Zertifikat erhalten keine Aliyah

B”H

Der sephardische Oberrabbiner (im Amt neben dem aschkenazischen Oberrabbiner Jonah Metzger), Rabbi Shlomo Amar, gab zu, dass das Rabbanut (Oberrabbinat) über eine Namensliste jener Rabbiner verfügt, welche im Ausland (z.B. den USA oder Europa) Giurzertifikate an Konvertiten zum Judentum verkaufen.

Diese kriminellen Umtriebe einiger Rabbiner im Ausland genauso wie in Israel ist schwer beizukommen, denn oftmals gibt es keine Zeugen. Jene Leute, die aussagen könnten, beissen sich nicht selber in den eigenen Schwanz, denn schliesslich haben sie, in vielen Fällen, selbst ihr Konversionszertifikat käuflich erstanden und haben keinen regulären vorgeschriebenen Konversionskurs durchlaufen.

Ich selber machte die Erfahrung in einer deutschen Gemeinde in Fürth, wo der damalige Rabbiner unverhohlen seinen kriminellen Aktivitäten nachging. In Israel war er schon aufgefallen und versuchte nun sein Glück im Ausland. In Deutschland zumindest werden derlei Rabbiner noch mit einem hohen Gemeindeposten (siehe "Gemeinde Stuttgart) belohnt. Hauptsache der Schein bleibt gewahrt.




Rabbi Shlomo Amar setzte sich mit Ministern der israelischen Regierung zusammen und gemeinsam will man dafür sorgen, dass Konvertiten zum Judentum, deren Zertifikat eine Unterschrift eines der aufgelisteten kriminellen Rabbiner trägt, keine Aliyah nach Israel gewährt bekommen.

Zwar fand diese Prozedur des Rabbinats schon in der Vergangenheit statt, jetzt aber soll sich vermehrt um solche “Rabbiner” gekümmert werden. Eine späte Einsicht ! Es wäre vorteilhafter, die Namensliste zu veröffentlichen, um aufzuzeigen, dass es sich bei den Personen um Kriminelle und keine Rabbiner handelt.

Kommentare:

  1. sehr schön, sowas habe ich auch mal bei einer Frau erlebt. Die ist bei einem liberalen "Rabbiner" übergetreten, musst dick zahlen dafür.

    An dem Tag waren aber noch Dutzende andere Personen da und alle mussten vorher zahlen. Das ganze Geld bar auf die Hand, alles an der deutschen Steuer vorbei.

    Es gibt sogar Russen die sagen ganz offen dass sie das Teudat Giur gekauft haben und deshalb Anrecht hätten Mitglieder der Gemeinde zu werden, die ZWSt hat denen aber schnell einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Mir tun die Leute nur Leid die sowas gutgläubig machen und hinterher merken was das für "Rabbiner" sind.

    Hoffentlich veröffentlich mal die Liste.

    Joshua

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  2. Schöne Sauerei, da ist man am konvertieren und liest dann sowas? Toll...

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  3. B"H

    Besagten Leuten mit gekauftem Zertifikat koennen immer auffliegen und muessen ein Leben lang befuerchten, dass der Rabbiner vorher auffliegt.

    Vor Jahren gab es in Israel einen handfesten Skandal mit weitreichenden Auswirkungen als eine TV - Reportage Sendung (UVDA - FAKT) ein Paerchen zu einem Tel Aviver Rabbi sandte und Geld fuer eine schnelle Konversion der Frau anbot. Der Rabbi akzeptierte und die Journalisten filmten mit versteckter Kamera. Kurz nach der TV - Ausstrahlung wurde der Rabbi verhaftet und saemtliche Batei Din (Rabbinischen Gerichte) im Land geschlossen, denn gleichzeitig waren noch weitere Rabbiner aufgeflogen.

    Bei solch einem Fall besteht natuerlich die Moeglichkeit, nach Jahren die Konversion entzogen zu bekommen und was mit der israel. Staatsbuergerschaft wird, ist die grosse Frage.

    Sobald ein krimineller Rabbiner auffliegt, kramt die Polizei alle seine Akten hervor und ermittelt bei all seinen Konvertiten. Selbst, wenn die vor 20 Jahren konvertiert sind.

    Schuld sind aber auch jene Konvertiten, die erst auf Geldforderungen eingehen. Ich hoerte das ueber die jued. Gemeinde Wien, dass da vor der Konversion Cash den Besitzer wechselte. Ohne Quittung, ohne Begruendung, ohne alles. Die Konversionskandidaten hatten Angst zu fragen oder das Geld zu verweigern, denn sonst waere ihre Konversion geplatzt.

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  4. In Deutschland geht es erstmal ums absahnen.

    Die Konvertiten sind oft verzweifelt und wissen nicht ein und aus, so habe ich das erlebt bei Leuten.

    Ich beziehe mich hier nur auf Reform-Rabbiner, da ist von vorne bis hinten alles Lug und Trug.

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  5. B"H

    Ueber die Reformer kann ich nichts sagen, doch ist / war, wie im Text auf HAMANTASCHEN beschrieben, der jetzige Stuttgarter "Rabbiner" Netanel Wurmser dick im Geschaeft. Bei ihm ist die Sucht nach Geld und Anerkennung.

    Von Ehrenberg in Berlin hoerte ich jedoch auch so einiges. Vielleicht nicht unbedingt Geld, doch anscheinend spielen da viele andere Komponenten mit ein.

    Ehrlich gesagt, jemand, der in Deutschland orthodox konvertierte, ist fuer meine Begriffe nicht unbedingt akzeptabel, denn in Israel kann niemand sagen, was da wirklich vor dem Beit Din abgegangen ist.

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  6. "Ehrlich gesagt, jemand, der in Deutschland orthodox konvertierte, ist fuer meine Begriffe nicht unbedingt akzeptabel, denn in Israel kann niemand sagen, was da wirklich vor dem Beit Din abgegangen ist."

    Es gibt schon Batei Din die auch in Deutschland koscher sind und auch in Israel problemlos anerkannt werden.

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  7. B"H

    Anerkannt schon, aber weiss man, was fuer ein Konvertit genau dahinter steht ? In London oder Paris werden die Kandidaten auf Herz und Niere geprueft und in London dauert ein Giur, meines Wissens nach, sieben Jahre.

    Eine wichtige Rolle beim Giur spielt die Bedingung, den Kopf freizubekommen vom Christentum und genau das sehe ich bei einigen deutschen Konvertiten oder "vielleicht in Zukunft konvertieren" nicht immer. Ausserdem ist es immens wichtig, in einer richtigen jued. Gemeinschaft zu leben, was in Deutschland nicht immer gegeben ist. Jedenfalls nicht nach Londoner oder israelischen Massstaeben.

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