Mittwoch, 20. Juni 2012

Jerusalems Stadtteil TALPIYOT und der Sumpf christlicher Missionare

B"H

Wer in einer Stadt wohnt, der sollte sich aufmachen, sie kennenzulernen und nicht in seinem eigenen kleinen Stadtteilghetto hockenbleiben. Jerusalem hat sich seit den 90iger Jahren spürbar verändert und sogar die einstige schmutzige Industriezone Talpiyot mauserte sich schon vor langer Zeit zum Shopping – und Ausgehzentrum. Wie, u.a., die Pierre König und die Haoman Street. 








Ausblick auf andere Teile Jerusalems

Photos: Miriam Woelke


Alles ganz toll und ich mag Talipyot sowie die umliegenden Stadtteile sehr gern. Wenn man von der German Colony oder dem benachbarten Katamon absieht, zu denen ich keinen Bezug habe. 

Was jedoch stört, sind zahlreiche christliche Missionare, die sich gerade in einigen der Stadtteile niederliessen. Nehmen wir das arabische Dorf Abu Tur an der Derech Hebron Road. Dort leben Araber und Christen. Zwar heisst es seitens diverser Leute, in Abu Tur leben auch Juden. Doch Fehlanzeige. Stattdessen bewegen sich in Abu Tur christliche Missionare. Insbesondere der Gruppe "Christian Friends of Israel", welche ganze Häuser mieten. 

Auch im Stadtteil Arnona, neben Talpiyot und Baka, hagelt es christliche Missionare aus aller Welt. Wohnungen werden angemietet und von dort aus operiert. Ganz zu schweigen von der missionarischen "International Christian Embassy" in Katamon. Obwohl die besagten Stadtteile einen hohen Anteil jüdisch – religiöser Bevölkerung haben, so zieht es dennoch auch sogenannte Pseudo -– Juden, vorwiegend falsche Konvertiten zum Judentum, in die Gegenden. Allein deswegen sind die Stadtteile zum Sumpf der Missionare sowie christlich - fundamentalistischer Sympathisanten geworden.

Kommentare:

  1. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass Christian Friends of Israel keine Häuser in Abu Tor anmietet. Dies ist aus der Luft gegriffen. Nur weil Christen in der Stadt wohnen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch missionieren und ein Stadtteil zum Sumpf verkommt. Sollten wir in Jerusalem denn soweit kommen, dass hier nur Juden und dort nur Christen leben dürfen wie in der NS Zeit in Europa?

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  2. B"H

    "Christian Friends of Israel" bringt einige seiner Volontaere in Abu Tur unter. Dies weiss ich von jemandem, der selber mitgemacht und in Abu Tur gewohnt hat.

    Christliche Missionare sind nichts weiter als die Fortsetzung von Hitler. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Missionare juedische Seelen vernichten wollen und sich nicht auf die Koerper beschraenken wie Hitler.

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