Sonntag, 23. September 2012

Christliche Missionare reisen nach Jerusalem

B"H

Jerusalem rüstet sich für den höhsten jüdischen Feiertag, den Yom Kippur, welcher am Dienstag abend beginnt. Von da an bis zum Mittwoch abend kurz nach 18.00 Uhr wird 25 – Stunden lang gefastet, denn in der Zeit richtet G – tt die Juden auf ein weiteres Jahr. Wir alle erhalten unser individuelles G – ttesurteil und trotz allem Säkularismus, gilt der Yom Kippur ach wie vor als ernster Feiertag, den sogar viele säkulere Juden achten. 

Wer sich dieser Tage als Tourist in Israel aufhält, der kann sich darauf gefasst machen, dass am Dienstag die Egged Busse ihren Verkehr gegen 14.00 Uhr nachmittags einstellen werden. Ebenso viele Geschäfte, Cafes und Restaurants. Nicht nur in Jerusalem, sondern selbst in der Hochburg des Säkularismus, in Tel Aviv. Bis zum Mittwoch abend wird gebetet und es herrscht manchmal eine geradezu Totenstille. 

Der Yom Kippur ist ein durchweg jüdischer Feiertag, mit dem Nichtjuden absolut nichts zu tun haben. Ich erwähne dies, da sich in Jerusalem immer wieder fanatische Christen hervortun, den Juden partout alles nachzuahmen. Im Ausland kann man sich das vielleicht weniger vorstellen, in Jerusalem hingegen haben wir so unsere Erfahrung mit den fanatischen Christen, die momentan in Scharen anrollen, weil sie während des jüdischen Sukkot (Laubhüttenfest) in Jerusalem ihren alljährlichen Missionskongress abhalten. Nach außen hin geben sie sich als "Freunde Israels", doch das wahre Ziel besteht in der Judenmission. 



Immer wieder neu im Oktober: Internationale fanatische Christen bei ihrer Parade in Jerusalem.

Photo: Miriam Woelke


Wenn sich Tausende fanatischer Christen (unter ihnen viele Freikirchler) im Jerusalemer International Convention Center treffen, dann geht es in Vorträgen vorwiegend darum, wie man die Juden zum Christentum missionieren kann. Seit Jahren warnt die israelische Anti – Missionsorganisation YAD le'ACHIM vor den zu Sukkot anreisende Christen, deren Reisen weitgehend von der International Christian Embassy Jerusalem in Zusammenarbeit zusammen mit einem Reisebüro in Mevasseret Zion organisiert werden. Siehe HIER und HIER

Links:

Die Jerusalemer "Parade fanatischer Christen"

Kommentare:

  1. Danke fuer den Beitag und Link! Sehr interessant und sicher kein einfaches Thema..

    M.e. finde ich eine "Warnung" etwas uebertrieben, soll sich doch jeder ruhig auch ueber andere religionen informieren - und wenn er sich wirklich missionieren laesst, kann es mit seinem Glauben nicht sehr ernst gewesen sein. Denke es gibt sicher auch in Israel ein Gesetz zur Religionsfreiheit, und von einer tatsaechlichen Gefahr wird ja wohl kaum jemand ueberzeugt sein.

    Die Seite schreibt auch etwas zur Lage der "intermarriage" - besonders mit Muslimen, was aber ja auch auf Misch-ehen mit anderen Religionen (oder Relegionslosen) zutrifft, welche in Israel nicht moeglich ist. Hier ist m.E. eine Gesetzesaenderung laengst ueberfaellig, da die heutige kaum zu einem demokratischen Land passt und noch immer staatliche - buergerliche Angelegenheiten mit Religioesen Begehrlichkeiten vermischt.


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  2. B"H

    In Israel ist die Judenmission unter speziellen Umstaenden gesetzlich verboten !!! Israel ist nach wie vor ein juedisches Land und sollte den Charakter auch behalten.

    Gegen Muslime hierzulande habe ich ueberhaupt nichts, wenn sie sich an die Gesetze halten und nicht mit der Hamas liebaeugeln. Jedenfalls sind mir die hiesigen Muslime lieber als fanatische Christen aus dem Ausland, die sich hier auffuehren als gehoeren das Land ihnen.

    Und Warnungen gegen christliche Missionare sind sehr wohl angebracht und in dem Punkt setze ich mir keine rosarote Brille auf und spiele alles herunter:

    http://jewishisrael.ning.com/

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  3. Aber was genau und wo ist die Gefahr? Das Menschen einer andere Religion folgen? Das es u.U. eine chritliche Partei geben wird, mehr Kirchen, Feiertage, Christbaeume..? Sollte das nicht demokratisch geregelt werden - jeder wie er es gerne mag.. und was die Mehrheit will. Kann und sollte man denn einen Glaubensuebertritt verbieten?

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  4. B"H

    Die Aufgabe eines Juden besteht darin Jude zu sein und zu bleiben. Laut der Thora gibt es Juden und Nichtjuden, das ist richtig, doch gilt das Christentum im Judentum als Goetzendienst. G - tt erwaehnt in der Thora kein anderes Verbot so haeufig wie den Goetzendienst und dass sich ein Jude davon fernhalten soll.

    Juden haben in diesem Leben eine bestimmte Aufgabe und dasselbe gilt fuer Nichtjuden. Wer rechtmaessig leben will, fuer den gibt es die Sieben Noachidischen Gesetze.

    http://hamantaschen.blogspot.co.il/2007/07/die-bnei-noach.html

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  5. B"H

    Bedeutet, dass Nichtjuden gemaess der Sieben Noachidischen Gesetze leben sollten und nicht nach dem Christentum, Buddhismus, etc.

    http://hamantaschen.blogspot.co.il/2007/07/die-bnei-noach.html

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  6. B"H

    Weitere Infos zu Judentum und Kirche hier:

    http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Rabbi%20Tuvia%20Singer

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