Mittwoch, 12. März 2008

Rauswurf

B"H

Erziehungsministerin Yuli Tamir war einmal wieder außer sich; da hatte man sie doch vorgestern glatt aus der Yeshiva (relig. Schule) "Mercaz HaRav" hinausgeworfen. Und attackiert sei sie auch worden. "Das erste Mal, dass ich meine Bodyguards einsetzen mußte und überhaupt erinnere sie die Attacke daran, wie Yitzchak Rabin umgebracht worden war." Viel dümmer kann man wohl kaum reagieren.

Was hatte Yuli Tamir, unsere bekannte Linkspolitikerin, denn erwartet ?
Jahrelang wettert sie gegen die Religiösen und deren "Fundamentalismus". Sie stimmt Räumungen von Siedlungen zu und kaum geschah das Attentat auf die Yeshiva Mercaz HaRav (am vergangenen Donnerstag), will sie ihr Mitgefühl bekünden. Ein Mitgefühl, welches ihr niemand abnahm und nach ihrer Reaktion auf den Rauswurf aus der Yeshiva erst recht nicht. Wer Ärger zeigt, dem rutschen meistens die wahren Gedanken heraus und Yuli Tamir ist der beste Beweis dafür. Dumm gelaufen, ihren Rauswurf sofort mit dem Rabin - Mord zu vergleichen.

Aber nicht nur Yuli Tamir blieben die Türen verschlossen; auch Ehud Olmert durfte nicht kommen. Erst gegen Religiöse hetzen, insgeheim schon Jerusalem zerlegen, jüdische Siedlungen räumen und dann auf Trauerbesuch machen wollen.

Einer der Glücklichen, die eingelassen wurden, war Verteidigungsminister Ehud Barak. Ein Linkspolitiker, falls sich gerade jemand aufregen sollte, dass die "Rechten" keine "Linken" zulassen.


Traueranzeige der acht ermordeten Yeshiva - Studenten der Mercaz HaRav Yeshiva

4 Kommentare:

  1. also ich verstehe schon das man die erziehungsministerin rausgeworfen hat. warum ist sie eigentlich gekommen ? etwa um ihre trauer zu bekunden ? oder um ein paar nette fernsehbilder zu bekommen ? ich finde solchen trauertourismus absolut geschmacklos. vielleicht sollten solche leute mal darueber nachdenken ob es einen zusammenhang zwischen der vertreibung der siedler aus gaza und dem attentat auf die jeshiva gibt .....

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  2. B"H

    In der aktuelle Ausgabe der nationalrelig. Wochenzeitung "Be'Sheva" steht ein Artikel mit der Ueberschrift "Wir haben keine Fragen an G - tt, sondern an die Regierung".
    Dies sagen die Rabbiner der betroffenen Yeshiva Mercaz HaRav.

    Die Regierung Olmert sowie vorher jene unter Sharon hetzen seit Jahren gegen die Relig., inbesondere gegen die Nationalrelig. Die Presse (u.a. Yediot Acharonot) wettert mit und Dank Regierung sowie Presse ist eine riesige Kluft zwischen relig. und saekuleren Israelis zu entstanden. Vor allem zu Zeiten vor der Raeumung Gush Katifs wurde der Hass kraeftig geschuert.

    Und nun auf einmal will Yuli Tamir kommen und auf Mitleid machen. Vor Kameras, versteht sich. Olmert fragte an und sein Besuch wurde abgelehnt. Er tauchte erst gar nicht auf.

    Einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und Gush Katif gibt es sicher nicht. Das Attentat wurde in Syrien geplant und der Terrorist kam aus Ostjerusalem.

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  3. hi miriam,

    schavua tov !

    ich wollte nicht sagen das es eine verbindung zwischen dem massaker an der jeshiva und gush katif gibt.

    ich dachte an etwas anderes: dadurch das die nationalreligioesen jahrelang einer solchen hetzte ausgesetzt waren - koennte es nicht das sie als "leichtere" opfer eines anschlages angesehen worden ? ich denke da an das motiv der geschlossenheit die von den rabbinern ja immer wieder betont wird. geschlossenheit heisst staerke, das gegenteil macht anfaelliger fuer die anschlaege, pogrome usw ....
    oder ?

    herzliche gruesse,
    der grenzgaenger

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  4. B"H

    Die Yeshiva Mercaz HaRav war mit Bedacht ausgewaehlt worden. So als Wahrzeichen des Zionismus.

    Aber wie der Leiter, Rabbi Yaakov Shapira, betonte, die Yeshiva laesst sich nicht kleinkriegen.

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