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Donnerstag, 8. November 2012

REICHSKRISTALLNACHT & Schabbat CHAYE SARAH in HEBRON

B"H 

In Deutschland wird offenbar mehr an die Reichskristallnacht erinnert als in Israel. Erstens hat unser Land stetig andere Sorgen, denn der Antisemitismus geht weiter seinen weltweiten Weg. Gerade jetzt, nachdem Barak Hussein Obama die US – Präsidentschaftswahlen erneut gewann, hagelt es nur so antisemitische Kommentare aus Deutschland und Österreich. Nicht bei deutschen Online News, sondern bei israelischen ! Man traut sich heute wieder mehr, denn die Welt gibt den Antisemiten ja Recht und heutzutage läßt sich alles so wunderbar als "Israelkritik" kaschieren. 

Nicht, dass der Jahrestag der Kristallnacht in Israel völlig übergangen wird und ich bin mir sicher, in den morgigen Wochenendausgaben der Zeitungen Berichte zu finden; dennoch ist es die Aufgabe Deutschlands und auch Österreichs, dem vor mehr als siebzig Jahren zu gedenken und dafür zu sorgen, dass Juden in Europa unbehelligt leben können. 

Ein zweites großes Ereignis spielt sich in Israel, genauer gesagt in Hebron, ab. Am Schabbat lesen wir in den Synagogen die Thoralesung CHAYE SARAH, in welcher die Vormutter und Frau des Avraham, Sarah, stirbt. Aus diesem Grund versammeln sich, wie in jedem Jahr zu CHAYE SARAH, Tausende Juden an der Ma’arat HaMachpelah (den Gräbern von Avraham und Sarah, Yitzchak und Rivka (Rebekka) sowie Ya’akov und Leah), um der Sarah zu gedenken. Schabbat CHAYE SARAH in Hebron ist etwas Einzigartiges und leider habe ich noch nie geschafft, gerade an dem Schabbat dort zu sein. Übrigens liegen in der Machpelah ebenso Adam und Eva begraben. 

Mehr zum Schabbat CHAYE SARAH findet Ihr auf meinem relig. Hamantaschen – Blog


Links:

Trip nach Hebron 

Israels radikale Linke und ihre obskuren Spendenresourcen 

Deutsche Antisemiten in Hebron

Dienstag, 14. August 2012

Der SS - Mann Josef Blösche

B"H

Wieder einmal wird aufgezeigt, wie ein unscheinbarer deutscher Otto Normalverbraucher zum Verbrecher wurde. 
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WDR -- Film von Heribert Schwan (2003) - Josef Blösche war als SS-Unterscharführer u.a. an der Liquidierung des Warschauer Ghettos und an der Bekämpfung des Warschauer Aufstandes beteiligt und wurde durch ein Foto, das ihn mit einem sich ergebenden Jungen zeigt, als Synonym für die Grausamkeit der SS weltbekannt. Die Dokumentation beschreibt seinen Lebensweg bis zu seiner Hinrichtung durch DDR-Behörden in den 60er Jahren.


Dienstag, 12. Juni 2012

Hass Graffitis im Yad Vashem

B"H

Es erstaunt mich, wie viele Leute nach Einzelheiten zu den gestern aufgetauchten Hass Graffitis im Jerusalemer Holocaust – Museum Yad Vashem googelten. 

Vielerseits steht in der israelischen Presse der Schuldige bereits fest: Super ultra – orthodoxe Juden, die sich einmal wieder antizionistisch äußern. Einige deutsche Nachrichtensites geiferten gleich mit, obwohl sie vom ultra – orthodoxen Judentum absolut keine Ahnung haben. Aber sobald es um Haredim (ultra – orthodoxe Juden) oder Siedler geht, ist die deutsche Presse immer mit ihrer gewohnten Hetze vorne dran. Da wird auch gar kein Unterschied zwischen nationalrelig. und ultra – orthodoxen Juden gemacht. Hauptsache, es geht gegen diese komischen Juden, die da so seltsame Klamotten tragen und noch leben wie vor 500 Jahren. Mit so komischen Ideologien. Thora und halt fundamentalistisch.

Tatsache ist, dass bisher noch kein Täter gefunden worden ist und alle Verdächtigungen auf Spekulationen beruhen. 

Warum diverse ultra – orthodoxe Juden sich gegen den heutigen Staat Israel aussprechen ? Einen kleinen Einblick vermittle ich hier:



Und einer der gefragtesten Artikel auf meinem englischen Blog, doch hier in einer deutschen Version: 



Allerdings warne ich davor, sich aus meinen Inhalten zum Antizionismus etwas herauszupicken und meinen, es zu verstehen. Das Thema ist recht lang und wer dazu mehr wissen will, der kann gerne bei mir oder bei kenntnisreichen Rabbinern nachfragen.  

Dienstag, 5. Juni 2012

Israelischer Luftwaffenmajor gegen Volkswagen

B"H 

Der israelische Generalmajor der Luftwaffe, Amir Eshel, weigerte sich, seinen Dienstwagen gegen einen neuen VW – Passat einzutauschen. Der Grund: Eshels Mutter ist Holocaust – Überlebende. 

Zahlreiche Israelis weigern sich bis heute, Produkte aus deutscher Herstellung zu verwenden und somit ist Amir Eshel gewiss kein Einzelfall.

Mittwoch, 30. Mai 2012

50. Jahrestag der Hinrichtung des Massenmörder ADOLF EICHMANN

B”H

Zu Adolf Eichmann brauche ich nicht allzu viel zu sagen, denn seine Taten dürften weitgehend bekannt sein. Morgen, am 31. Mai 2012, jährt sich der Tag seiner Hinrichtung im israelischen Ramle (nahe Tel Aviv) zum 50. Mal, nachdem Eichmann genau zwei Jahre zuvor von israelischen Mossad – Agenten in Buenos Aires gekidnappt und nach Israel verschleppt worden war. In Jerusalem wurde ihm der Prozess gemacht, wobei die Bundesrepublik Deutschland dies nicht allzu gerne sah. Ein hoher Nazi gefangen vor einem israelischen Gericht stehend . . . Wer weiss, was Eichmann da alles ausplaudern könnte. Auch im Bezug auf seine Flucht aus Deutschland und eventuellem Geheimdienstkontakt.

Zum ersten Mal gab der Mossad jetzt Dokumente sowie Gegenstände, die Eichmann bei seiner Verhaftung bei sich trug, zur Einsicht frei. Ausgestellt in einer Sonderausstellung des “Beit HaTefuzot – Diaspora Museum” in Tel Aviv. Die Ausstellung selbst lief von Anfang Februar bis 20. April dieses Jahres. Gleich zu Ausstellungsbeginn war ich dort, bezahlte 15 Schekel (ca. 3 Euro) Eintrittsgeld und erhielt, nach einiger Herumtelefoniererei, eine offizielle Erlaubnis zu photographieren. Dafür nochmals einen herzlichen Dank an das “Beit HaTefuzot" !

Die Eichmann – Ausstellung fand in zwei Räumen statt und fast alle Dokumente sowie die ausgestellten Gegenstände beziehen sich auf die Taten des Mossad. Wie, u.a., ein Koffer mit gefälschten argentinischen Autokennzeichen oder die Pässe der Agenten. Ein Mossad – Agent reiste unter dem falschen Namen “Ze’ev Zichroni” in Argentinien ein und unter anderem Namen und Paß wieder aus. Mittlerweile wurde Eichmann gefangen genommen, man photographierte ihn und klebte das Bild in den Paß des Ze’ev Zichroni. Auf diese Weise reiste Eichmann aus Argentinien aus. Mit einem falschen israelischen Paß und offiziell ausgegeben als Crew – Mitglied der Fluglinie ELAL. Auch die Nadel, welche Eichmann im Arm hatte und deren Medikamente ihn ruhigstellten, befindet sich in der Ausstellung. Ebenso ausgestellt: Die schusssichere Glasbox, in welcher Eichmann während seines Prozesses saß (siehe nachfolgendes Photo). 




Copyright / Photo: Miriam Woelke


 Teil der Ausstellung: Die Glasbox vom Eichmann - Prozess in Jerusalem
 






Falscher israelischer Paß von Eichmann. Der Mossad schmuggelte den Nazi unter dem Namen "Ze'ev Zichroni" aus Argentinien. 


Private Besitztümer Eichmanns zum Zeitpunkt seiner Verhaftung: Ausweise, darunter ein Werksausweis seines damaligen Arbeitgebers MERCEDES in Buenos Aires. Ein Zigarettenhalter, ein Kamm, Hausschlüssel sowie ein kleines Taschenmesser.


Copyright / Photos: Miriam Woelke

Links:




Freitag, 20. April 2012

Wie Israels BANK LE’UMI Holocaust – Opfer beklaute

B"H 

Vor Jahren wurde aufgedeckt, dass Israels Großbank, "Bank Le’umi", die Gelder derjenigen Anleger, die in der Shoah umgekommen waren, einfach für sich behielt. Mehr dazu HIER !

Ein Skandal und ich bin froh, nicht gerade bei dieser als eh unfreundlich geltenden Bank zu sein.

Die israelische BEITAR - Jugend boykottiert deutsche Produkte

B”H 

Der gestrige Sirenenton zum israelischen Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH. Im Video sehen wir den Sha’ul HaMelech Boulevard in Tel Aviv.

  

Die israelische BEITAR – Jugend versammelte sich gestern, wie in jedem Jahr zum YOM HA’SHOAH, vor der Deutschen Botschaft in Tel Aviv, um daran zu erinnern, wer den Holocaust ausführte. Außerdem steht BEITAR bereits lange Zeit dafür, deutsche Produkte zu boykottieren. 

Ich kenne heute recht viele religiöse Juden der zweiten und dritten Generation, die jegliche deutsche Produkte boykottieren und im Leben nicht nach Deutschland reisen würden. 

Donnerstag, 19. April 2012

Live aus dem Jerusalemer Holocaust - Museum YAD VASHEM

B"H

Ich bin alles andere als ein Freund von Präsident Schimon Peres, aber manchmal bringt er etwas auf den Punkt. Wie hier in seine gestrigen Rede zum heutigen israelischen YOM HA'SHOAH:


Die gestrige offizielle Einleitung zum jährlichen nationalen Holocaust – Gedenktag fand, wie gewohnt, im YAD VASHEM statt. Hier ein Video mit der gesamten Live – Veranstaltung, die von den israelischen Fernsehstationen übertragen wurde. 

Israel steht für Deutschlands schlechtes Gewissen

B"H 

Deutschland könnte so gut und überragend dastehen in der Welt. Zweiter Weltkrieg hin oder her. Selbst die Briten und Holländer könnten übertrumpft werden. Immerhin ist man schliesslich wieder wer. Wenn … wenn da bloß nicht Israel wäre. 

Israel das schlechte Gewissen Deutschlands. Immer wieder dem Holocaust gegenübertretend müde, sucht Deutschland einen emotionalen Ausstieg, der da lautet: "Heutzutage macht sich Israel schuldig und wir selber waren ja gar nicht so schlimm". Der Täter macht sich zum Ankläger, um sich auf diesem Wege selbst aus der Schuld zu heben. Dabei ist Günter Grass nur eines der extremeren Beispiele. Der Alltag findet bereits auf der Straße statt. 

Man ist wieder wer und unschuldig und, ja, die Juden haben es ganz faustdick hinter den Ohren. Je mehr Deutschland anti – israelisch wettert, desto mehr holt es sich und seine Vergangenheit stets wieder neu ein. Es geht weniger um Palästinenser, den Iran oder Siedlungen, sondern um Deutschlands unverarbeitete Schuldgefühle.

Mittwoch, 18. April 2012

"Der Untergang"

B"H

In Israel beginnen in diesen Momenten die Gedenkfeiern zum YOM HA'SHOAH im Jerusalemer YAD VASHEM und aus diesem Anlass heraus stelle ich ein Video des deutschen Filmes "Der Untergang" in den Blog. Ein sehr guter Film und ich denke nicht, dass Hitler hier als zu "freundlich" oder gar bemitleidenswert dargestellt wird.


Hier ist der 2. Teil

Erev YOM HA'SHOAH

B"H

Heute abend ist EREV YOM HA’SHOAH und um 20.00 Uhr beginnen die offiziellen Gedenkfeierlichkeiten zum nationalen Holocaust – Gedenktag. 

Die heutigen Schlagzeilen: NIEMALS WIEDER !


 

MA'ARIV

Israel Hayom



Yediyot Acharonot

Dienstag, 17. April 2012

Das Land macht sich fein zum Unabhängigkeitstag

B"H 

Morgen abend beginnt der nationale Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH und an alle Tel Aviv Touristen vorab die Info: 
Morgen abend (Mittwoch) schliesst die sonst stets geöffnete Ladenkette AM:PM gegen 18.00 Uhr !!! Der Grund ist der Beginn des Yom Ha’Shoah morgen abend sowie am Donnerstag. Des Weiteren wird es morgen abend keinerlei Vergnügungen wie Restaurants, Cafes, Kinos oder Discos geben. 

Dieselbe Prozedur wiederholt sich in einer Woche nochmals. Dann nämlich gedenkt Israel den gefallenen Soldaten und Terroropfern am YOM HA’ZIKARON bevor es danach geradewegs in den Unabhängigkeitstag geht. 

Die Flaggen wurden, wie üblich, bereits vor Pessach aufgehängt, doch allgemein macht sich unser Land für den anstehenden Unabhängigkeitstag hübsch. Wie hier in Tel Aviv ! 




Beflaggung in der Ibn Gavirol Street / Tel Aviv



Photos: Miriam Woelke

Montag, 16. April 2012

Diese Woche in Israel: YOM HA’SHOAH

B"H


An diesem Mittwoch abend beginnt in Israel das nationale Gedenken zum Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH. Am Donnerstag früh um 10.00 Uhr ertönt, wie in jedem Jahr, ein zweiminütiger Sirenenton. 


In der Woche des Holocaust – Gedenktages richtet Israel spezielle Hotlines für Holocaust – Überlebende ein, denn durch die massive Berichterstattung in den Medien kommen bei den Überlebenden sämtliche Erinnerungen wieder hoch. In Israel fehlt es an Sozialarbeitern und Tausende Überlebende beklagen, dass sie gänzlich allein dastehen und sich niemand um sie kümmert. 


Vor Jahren war ich selbst einmal Volontär bei AMCHA in Jerusalem und habe dort so einiges miterlebt. Insbesondere das AMCHA zu meiner Zeit Leute mit ins Programm aufnahm, die gar keine Holocaust – Überlebenden waren, sondern ältere Menschen, die normalerweise einen Sozialarbeiter gebraucht hätten. In Jerusalem jedoch herrschen Sozialarbeitermängel, sodass mancher Rentner in Not nur alle drei Monate von einem Sozialarbeiter daheim besucht wird. Die Lücken sollten dann wir AMCHA - Volontäre stopfen.

Dienstag, 3. April 2012

Photos von der EICHMANN - Ausstellung in Tel Aviv

B"H

Ungewöhnlich viele Leser suchen dieser Tage Infos zum Massenmörder Adolf Eichmann. Im Februar dieses Jahres besuchte ich die Eichmann – Ausstellung im Diaspora Museum in Ramat Aviv (im Norden von Tel Aviv). Der Mossad gab zum ersten Mal Dokumente zur Verhaftung Eichmanns frei. Hier stellte ich einige Photos der Ausstellung ins Netz: 

Samstag, 18. Februar 2012

Mormonen entschuldigen sich für "Taufe" der Eltern des Simon Wiesenthal

B”H

In einer vor einem Monat stattfindenden "Taufzeremonie" wurden die längst verstorbenen Eltern des Nazi – Jägers Simon Wiesenthal wider Willen in die Kirche der Mormonen befördert. Wiesenthals Mutter Rosa kam im Jahre 1942 im deutschen Vernichtungslager Belzec ums Leben. Vater Asher Wiesenthal starb im Ersten Weltkrieg bei einem Kampfeinsatz an der Ostfront. Simon Wiesenthal selber verstarb im Jahre 2005.

Die Kirche der Mormonen hegt offenbar einen seltsamen Brauch, nachdem Menschen anderen Glaubens nach ihrem Tode von den Mormonen "getauft" und so ihre Seelen "erhoben" werden. Dazu benutzen die Mormonen sehr gern Holocaust - Opfer, was der Angelegenheit einen menschenverachtenden Hintergrund gibt. Nach dem sofortigen Protest des Wiesenthal Centers, entschuldigten sich die Mormonen, nannten jedoch nicht die Namen jener Kirchenmitglieder, welche die "Taufe" der Wiesenthals veranlasst hatten. 

Neben den Eltern des Simon Wiesenthal standen ebenso Angehörige von Elie Wiesel auf dem "Taufplan" der Mormonen. Kaum zu glauben, welchen Schwachsinn sich diverse Glaubensgruppen und / oder Sekten ausmalen. Erst kommt Hitler mit seiner Vernichtungsmaschinerie daher und Jahre danach wurschteln auch noch die Mormonen herum.

Link:

Die "Zeugen Jehovas" und die Juden

Montag, 13. Februar 2012

50. Jahrestag der Hinrichtung des Massenmörder ADOLF EICHMANN

B”H

Zu Adolf Eichmann brauche ich nicht allzu viel zu sagen, denn seine Taten dürften weitgehend bekannt sein. Im Mai dieses Jahres jährt sich der Tag seiner Hinrichtung im israelischen Ramle (nahe Tel Aviv) zum 50. Mal, nachdem Eichmann genau zwei Jahre zuvor von israelischen Mossad – Agenten in Buenos Aires gekidnappt und nach Israel verschleppt worden war. In Jerusalem wurde ihm der Prozess gemacht, wobei die Bundesrepublik Deutschland dies nicht allzu gerne sah. Ein hoher Nazi gefangen vor einem israelischen Gericht stehend . . . Wer weiss, was Eichmann da alles ausplaudern könnte. Auch im Bezug auf seine Flucht aus Deutschland und eventuellem Geheimdienstkontakt.

Zum ersten Mal gab der Mossad jetzt Dokumente sowie Gegenstände, die Eichmann bei seiner Verhaftung bei sich trug, zur Einsicht frei. Ausgestellt in einer Sonderausstellung des “Beit HaTefuzot – Diaspora Museum” in Tel Aviv. Vor wenigen Tagen erst begann die Ausstellung und laufen tut sie noch bis zum 20. April dieses Jahres. Heute war ich dort, bezahlte 15 Schekel (ca. 3 Euro) Eintrittsgeld und erhielt, nach einiger Herumtelefoniererei, eine offizielle Erlaubnis zu photographieren. Dafür nochmals einen herzlichen Dank an das “Beit HaTefuzot" !

Die Eichmann – Ausstellung selber findet in zwei Räumen statt und fast alle Dokumente sowie die ausgestellten Gegenstände beziehen sich auf die Taten des Mossad. Wie, u.a., ein Koffer mit gefälschten argentinischen Autokennzeichen oder die Pässe der Agenten. Ein Mossad – Agent reiste unter dem falschen Namen “Ze’ev Zichroni” in Argentinien ein und unter anderem Namen und Paß wieder aus. Mittlerweile wurde Eichmann gefangen genommen, man photographierte ihn und klebte das Bild in den Paß des Ze’ev Zichroni. Auf diese Weise reiste Eichmann aus Argentinien aus. Mit einem falschen israelischen Paß und offiziell ausgegeben als Crew – Mitglied der Fluglinie ELAL. Auch die Nadel, welche Eichmann im Arm hatte und deren Medikamente ihn ruhigstellten, befindet sich in der Ausstellung. Ebenso ausgestellt: Die schusssichere Glasbox, in welcher Eichmann während seines Prozesses saß (siehe nachfolgendes Photo). 




Copyright / Photo: Miriam Woelke


 Teil der Ausstellung: Die Glasbox vom Eichmann - Prozess in Jerusalem
 






Falscher israelischer Paß von Eichmann. Der Mossad schmuggelte den Nazi unter dem Namen "Ze'ev Zichroni" aus Argentinien. 


Private Besitztümer Eichmanns zum Zeitpunkt seiner Verhaftung: Ausweise, darunter ein Werksausweis seines damaligen Arbeitgebers MERCEDES in Buenos Aires. Ein Zigarettenhalter, ein Kamm, Hausschlüssel sowie ein kleines Taschenmesser.


Copyright / Photos: Miriam Woelke

Links:




"Eichmann - Ausstellung" im Tel Aviver "Beit HaTefuzot"

B”H

Am 10. Februar 2012 begann sie und ich wollte mir die Ausstellung auf gar keinen Fall entgehen lassen. Heute früh machte ich mich auf nach Ramat Aviv (im Norden von Tel Aviv) und erhielt sogar die Bewilligung, Photos zu machen. Die Rede ist von der “Eichmann – Ausstellung” im Tel Aviver “Diaspora Museum – Beit HaTefuzot”. 

Zum 50. Jahrestag der Hinrichtung des Massenmörders Adolf Eichmann gibt der Mossad erstmals Dokumente frei, welche verdeutlichen, wie der Nazi Eichmann in Argentinien aufgespürt und nach Israel transportiert wurde. 

Im Laufe des Tages werde ich Photos aus der Ausstellung in den Blog stellen ! 

Hier ein paar Photos des “Diaspora Museums” im noblen Ramat Aviv. Das Museum selbst befindet sich auf dem Campus der “Tel Aviv University”. 






Copyright / Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, 9. Februar 2012

"Und der Horror geht weiter" - Ein Blick in die psychiatrische Klinik SHA'AR MENASHE

B”H

Kurz aufgelistet herrschen zweierlei Meinungen vor:

1. Viele Holocaust – Überlebende haben den Deutschen ganz oder zumindest ansatzweise verziehen. Sie sehen, dass eine neue Generation herangewachsen ist. Wobei heutzutage auf eben jene neue Generation weniger zu pochen ist, denn man schaue nur auf die Linke oder ganz normale deutsche Otto Normalverbraucher. Die, die immer noch gegen Juden sind, obwohl mehr als 95% von ihnen gar keinen Juden kennt; ebenso jene, die alles nur Erdenkliche gegen den Staat Israel tun und sich auf die Seite palästinensischer Terroristen stellen.

2. Zum Zweiten gibt es jene Holocaust – Überlebenden, welche den Deutschen niemals verzeihen werden und nichts mit Deutschland zu tun haben wollen.

Es versteht sich von selbst, dass gerade deutsche Medien die erste Kategorie lieber sehen und davon berichten. Manchmal wird sogar der Anschein erweckt, Holocaust – Überlebende verziehen gemeinsam als Kollektiv allen Deutschen und es herrsche Friede, Freude, Eierkuchen. Dem allerdings ist ganz bestimmt nicht so und bis auf den heutigen Tag weigern sich viele Nachkommen Überlebender mit Deutschland etwas zu tun haben zu wollen.



Photo: Gili Ya'ari

Eine dritte Kategorie dagegen scheint vollkommen ignoriert zu werden: Nämlich jene Überlebenden, die aus den Lagern als völlig gebrochene Menschen herauskamen. Jene, die seit Jahrzehnten in israelischen psychiatrischen Einrichtungen leben, weil sie das Erlebte niemals verwunden haben. Photojournalist Gili Ya’ari präsentiert eine längst fällige Photodokumentation der vergessenen Holocaust – Überlebenden von Sha’ar Menashe. Sha’ar Menashe, eine psychiatrische Einrichtung in Nordisrael, die im Jahre 1949 gegründet worden ist. Immer noch weigern sich Überlebende zu duschen, weil sie meinen, es komme kein Wasser aus den Duschen, sondern Zyklon B. Alpträume, Angstzustände, Schlaflosigkeit … Menschen, von denen man gerade in Deutschland weniger hört, denn das perfekte Bild des Deutschland vergebenden Auschwitz – Überlebenden kommt scheinbar besser an.

Dienstag, 31. Januar 2012

Holocaust Clip: "Rainbow in the Night"

 

Rainbow in the Night, a short YouTube clip, is a brief but exceptionally powerful video created specifically for today's fast paced generation. Using stunning cinematography, a haunting score, hard hitting lyrics and vocals that will touch the deepest recesses of the soul, this historical work offers a glimpse into World War II Krakow as seen through the eyes of a survivor. Beginning with footage of a 1939 original oil painting of a synagogue being ravaged by the Nazis, shown at a private event in the survivor's home, Rainbow in the Night is an exquisitely emotional journey, as the survivor recalls first the warmth of his childhood home, then the shock and disbelief as people are forced to leave their homes for the Krakow ghetto, taken to an extermination camp and after enduring unspeakable cruelty, finally liberated. Set against a backdrop of utter despair and hopelessness, the survivor relives the inexplicable power that enabled him to persevere, the rainbow in the figurative night that promised better days to come. Culminating triumphantly with our hope for the future, the faces of hundreds of modern day Jewish children, Rainbow in the Night is both a euphoric tribute to the indomitable human spirit that enabled the Jewish people to survive against all odds and also a call to arms, to rekindle the spark of Jewish pride and unity among Jews worldwide, as we continue to rebuild the generations that were destroyed by the Nazis.