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Montag, 13. August 2012

Sefer ve'Sefel - Buch und Tasse


Photo: Miriam Woelke
B"H

Früher gab es neben den Büchern auch noch eine Mug (große Tasse) Kaffee zu trinken. Heute ist das nicht mehr so und es sind nur noch die Bücher verblieben. 

Sefer = Buch 

Ve = Und 

Sefel = Große Tasse 

"Sefer ve’Sefel" ist eine alte Jerusalemer Institution und wird von einem Israeli geleitet. Die Bücher sind meist Second Hand, doch auf solch eine enorme Auswahl englischsprachiger Literatur stößt man nicht alle Tage. Second Hand Books sowie neue Bücher vorwiegend in englischer Sprache, aber an Hebräischem ist auch einiges dabei. 

Die Buchandlung, die man per Außentreppe erklimmt, dehnt sich über zwei Stockwerke und einen Balkon aus. Die Preise sind fair und man findet dort vieles, was normalerweise erst bestellt werden muss. Nebenher viele Bücher zur jüdischen Religion. Ansonsten werden englischsprachige Klassiker, Nicholas Sparks bis hin zum Leon Uris, Dan Brown oder Harry Potter angeboten. Kurz gesagt, einfach fast alles. 

Leider verpasste ich es, mehr Photos zu machen, doch demnächst plane ich einen eigenen Youtube Channel und dann werden mehr eigene Videos in die Blogs gestellt. Auch von "Sefer ve’Sefel".



Location "SEFER ve'SEFEL": Yavetz Street 2. In einer kleinen Seitengasse an der Jaffa Road. Direkt neben dem Hintereingang zur Bell Mall. Die Gasse befindet sich auf der linken Seite, bevor Jaffa Road und King George zusammentreffen. 

Photo: Miriam Woelke

Donnerstag, 9. August 2012

Deutsche Bücher in Israel

B"H 

Keine Frage, auch deutsche Bücher waren und sind in Israel erhältlich, doch ich persönlich fahre nicht darauf ab. Meine Literatur beschränkt sich weitgehend auf israelische Autoren oder jüdisch – relig. Bücher und Schriften. 

Früher als noch mehr deutsche Juden im Land lebten, gehörten Bücher in deutscher Sprache zum Verkaufsschlager. Es gab zahlreiche Buchhandlungen, die ein ausgiebiges deutsches Warensortiment führten wie die Jerusalemer Buchhandlung STEIN in der Keren Hayesod Street. Mittlerweile ist die Buchhandlungen ein paar Häuser weiter gezogen, doch befindet sich immer noch in derselben Straße. Der Sohn, der einstigen deutschen Familie Stein, übernahm den Laden vor längerer Zeit, aber verkauft werden die meist Second Hand Bücher in allen möglichen Sprachen. 

Immer mehr ehemalige deutsche Juden sterben und weder Kinder noch Enkel noch Urenkel sind der deutschen Sprache mächtig. Stirbt das einstige in Deutschland aufgewachsene Familienmitglied, so werden die vielen deutschen Bücher weggeworfen oder es findet sich am Ende doch noch eine Buchhandlung, wie Stern, welche die alten Bücher einsammelt und versucht zu verkaufen. 

Dennoch aber wird der Markt der deutschsprachigen Bücher in Israel kleiner, denn die einstmals massenhaft vorhandene deutschsprachige Kundschaft ist kaum mehr vorhanden. Statt deutschen Büchern finden heutzutage Bücher in russischer, englischer oder französischer Sprache hohen Absatz.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Woche des Hebräischen Buches 2012


Bei der "Hebrew Book Week" in Tel Aviv im vergangenen Jahr.

Photo: Miriam Woelke
B"H

Seit gestern abend läuft sie wieder, die jährlich stattfindende HEBREW BOOK WEEK. Mehr Details HIER (leider nur in Hebräisch). 

Jedes Jahr im Juni findet sie statt, die "Hebräische Woche des Buches". Israelische und ein paar Anglo – Verlage preisen an zahlreichen Ständen ihre neuesten Ausgaben an. Die Mehrheit der Bücher ist in hebräischer Sprache, doch wer sucht, der findet auch ein paar englische Ausgaben.

Bücher zu jedem Themenbereich sind zu haben: Romane, Wissenschaftliches, Judentum, Kinderliteratur, Science Fiction, einfach alles. Israelis sind begeisterte Bücherleser und viele kommen zu den landesweit stattfindenden öffentlichen Ständen, um sich richtig einzudecken.

Bis vor wenigen Jahren war dieisraelische Buchwoche ein wichtiges Event. Ganze Familien kamen zu den örtlichen Veranstaltungsplätzen und es wurde kiloweise Bücher gekauft. An diesen Buchmessetagen nämlich bieten die Verlagsstände viel Literatur zum halben Preis und das kommt an. Heutzutage jedoch nimmt die Buchwoche kaum mehr einen wichtigen Raum ein, denn seit Jahren überhäufen uns die Buchladenketten "Zomet HaSefarim" und "Steimatzky" mit Angeboten wie: Vier Bücher für 100 Schekel (ca. 20 Euro). Auch Israelis suchen es billig. Vor allem deswegen, weil der Buchpreis zuvor bei 84 Schekel (ca. 16 Schekel) lag. Seitdem "Zomet HaSefarim" seine landesweiten Discounter – Filialen eröffnete, zog Konkurrent “Steimatzky” nach, um seine Kundschaft zu halten. In Israel ist die einheimische Literatur zur Billigware degradiert. Ganz zur Freude der Kundschaft natürlich.


"Hebrew Book Week" in Tel Aviv (2011)

Photo: Miriam Woelke


Das Nachsehen haben die israelischen Buchautoren. Wer von ihnen im Ausland bekannt ist und dort Bücher absetzt,mag noch gut dran sein. Auf dem heimischen Markt aber läßt sich kein Blumenpott mehr gewinnen. Am 14. Juni werden Autoren David Grossman, Amoz Oz oder Ronit Matalon sich auf dem Jerusalemer Kikar Zion (Zion Square) zu einer Protestaktion einfinden. Die genaue Uhrzeit kenne ich icht, doch wenn ich es herausfinde, werde ich das Ergebnis in die Blogs stellen. Somit könnt Ihr, falls in Jerusalem, die Autoren in Action erleben ! 

In Jerusalem findet die HEBREW BOOK WEEK im BELL PARK (Gan HaPa'amon) an der Keren HaYessod statt. Geöffnet wird täglich um 18.00 Uhr. Am morgigen Freitag ist geschlossen. Dagegen ist nach Schabbatausklang am Samstag abend geöffnet.

In Tel Aviv findet die Messe, wie gewohnt, auf dem Kikar Rabin vor dem Rathaus statt. Die Öffnungszeiten sind dieselben wie in Jerusalem. 

Link:






Gesehen im Dizengoff  Center / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 3. Juni 2012

Israel liest



B"H 

Mit der Ankündigung bin ich etwas spät dran, denn eigentlich begann die Veranstaltung bereits Anfang Mai. Aber besser spät als nie und die Aktion "ISRAEL LIEST" läuft ja noch bis Mitte Juni. 

Wer der hebräischen Sprache mächtig ist, israelische Autoren und ihre aktuelle Literatur kennen lernen will, der schliesse sich den Veranstaltungen an. Kaffeehauslesungen. Viele Autorenlesungen finden im ganzen Land an unterschiedlichen Orten statt. 

Hier eine Veranstaltungsliste: 

http://www.booktrips.co.il/186211/%D7%A1%D7%99%D7%95%D7%A8%D7%99%D7%9D


Link:

Ein israelischer  Autor verdient nichts

Samstag, 3. März 2012

Ein Autor verdient in Israel nichts mehr

B"H

Israelische Autoren nagen am Hungertuch, wenn sie nicht gerade ihre Verkäufe auch im Ausland vornehmen. Der Discounter “Zomet HaSefarim – Die Bücherkreuzung” verscherbelt einmal wieder billig Bücher. Zwar nicht die Auserlesensten, aber 5 Bücher für 50 Schekel (ca. 10 Euro) … Wahnsinn ! 

Link:






Gesehen im Dizengoff  Center / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Dienstag, 28. Juni 2011

Zur gestrigen Verhaftung von RABBI DOV LIOR

B”H

Rabbi Dov Lior, (links im Bild) der Oberrabbiner von Hebron und dem nahegelegenen Kiryat Arba, ist nicht so kontrovers, wie seine Wikipedia beschreiben mag. Wenn, dann erweckt er eher das Unverständnis vieler säkulerer Israelis; bei der religiösen Bevölkerung hingegen ist Rabbi Lior hoch angesehen.

Gestern (Montag) wurde Rabbi Dov Lior von der israelischen Polizei verhaftet und wenig später wieder freigelassen. Hintergrund der Verhaftung ist Rabbi Liors Weigerung, bei der Polizei vorzusprechen und sich zu seiner Billigung des von Rabbi Yitzchak Shapira verfassten Buches “Torat HaMelech” zu äußern. 

Benjamin Netanyahu gab bekannt, dass Rabbi Dov Lior nicht über dem Gesetz stehe und zur Vernehmung hätte erscheinen müssen. Die religiöse Gesellschaft Israels, darunter auch die zwei Oberrabbiner Jonah Metzger (aschkenazisch) und Shlomo Amar (sephardisch), schlugen Alarm und verurteilten die Verhaftung des Rabbiners.


Seit ca. einem Jahr wettern Teile der Säkuleren, und hierbei besonders die linke Szene, gegen das Buch “Torat HaMelech” des Rabbi Yitzchak Shapira. 

“Verboten gehöre das und alle Befürworter sollen hinter Gitter !” – so die linke Meinungsmache. Presse und Schabak (innerer Geheimdienst) schossen sich dermassen auf ein Buch ein, welches sie eigentlich nie gelesen hatten und schon gar nicht halachisch begriffen. Es stimmt, dass einige Passagen des Buches kontrovers sein können, doch sollte man den halachischen Hintergrund betrachten und sich eingehend mit dem Thema beschäftigen, anstatt wie Oppositionsführerin Zipi Livni wie ein Elefant im Porzellanladen herumzustampfen, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht.

Im Jahre 2009 veröffentlichte der israelische Rabbiner Yitzchak Shapira das Buch “Torat HaMelech”, worin unter anderem die Aussage erscheint, dass Juden das Recht haben, Nichtjuden zu töten, wenn diese eine Gefahr für Juden darstellen. Israels linke Medienwelt sowie die Weltpresse jedoch keiften Slogans hinaus wie “Juden dürfen Nichtjuden umbringen !” Der wahre Hintergrund der Aussage wurde weder erklärt noch die jüdische Halacha verstanden, geschweige denn danach gefragt. “Juden dürfen Nichtjuden umbringen !” Allein der Satz sollte Schlagzeilen bringen. Um die ursprüngliche Aussage kümmern sich doch die Leser gar nicht.

Genau so wird Meinungsmache gegen religiöse Juden betrieben. Bei Netanyahu läuft das nicht viel anders, denn er will mit Abu Mazen wieder an einem Verhandlungstisch sitzen und ausgerechnet dann kommen ihm derlei Aussagen in die Quere. Da will man Härte beweisen, obwohl Abu Mazen weitere Verhandlungen momentan eh ablehnt.

Es ist klar, dass Rabbi Dov Lior nicht über dem Gesetz steht und zur Vorladung hätte erscheinen sollen. Dennoch findet hier wieder einmal eine Hetzjagd gegen nationalrelig. Juden und die Siedlerbewegung statt. Eine Frage aber bleibt offen. Und die sollte sich jeder stellen, der meint, er hätte jetzt auch etwas zum Fall “Torat HaMelech” zu sagen: Wer hat das Buch wirklich gelesen und verstanden ?

Montag, 20. Juni 2011

Photos: “Shavua HaSefer Ha’Ivri – Woche des hebräischen Buches” in Tel Aviv, Teil 2

B"H

Auf HAMANTASCHEN stellte ich Photos der Buchmesse unter einem religiösen Aspekt ein. Dabei beeindruckte mich ein Stand ganz besonders und auch darüber berichte ich in einem gesonderten Artikel !

Links:

Sonntag, 19. Juni 2011

Photos: “Shavua HaSefer Ha’Ivri – Woche des hebräischen Buches” in Tel Aviv, Teil 1

B”H

Bis zum 25. Juni 2011 findet sie noch statt, die “Woche des hebräischen Buches” in Israel. Heute abend machte ich mich auf zur so traditionellen alljährlich stattfindenden Freiluftbuchmesse. Jeder darf hin und der Eintritt ist frei !

Hier ein paar Photos vom Kikar Rabin (Rabin Square) vor dem Tel Aviver Rathaus !


Sicherheitskontrollen am Eingang.



Die "Digitale Ecke"



Puppentheater für die kleinen "Konsumenten"



Müller Milch einmal KOSCHER ! 



Die neuesten Joghurtsorten gab es umsonst verteilt und alles stürzte sich drauf.

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 9. Februar 2011

Wenn ich Jude wäre, hätte ich genug von den Deutschen

B”H

Solch einen ausgemachten Schwachsinn wie die Zitate aus einem neu erschienen Buch habe ich lange nicht mehr gelesen. Der Inhalt strotzt nur so vor Selbstanklage und den Shoah – Bückling machen.

Wer als deutscher Tourist am Ben Gurion Flughafen aus dem Flugzeug steigt, der wird gewiss nicht mit Mossad und Auschwitz bombardiert, sondern mit der Passkontrolle sowie der Wahl einen Bus nach Tel Aviv oder Jerusalem zu nehmen oder sich doch lieber ein teures Taxi zu gönnen. Ferner muss nun nach englischen Wörtern gekramt und mit Bus – oder Taxifahrern verhandelt werden. Wo komme ich wie hin und dabei geht es bestimmt nicht um die Frage, wo die nächste Mossad – Niederlassung steht.
Ich weiss nicht, was ich noch mehr zu dem idiotischen Buchinhalt sagen soll. Anscheinend hat der Autor vor lauter Auschwitz im Hirn das gesamte Land Israel missverstanden oder gar ganz verpasst.

Montag, 29. November 2010

Eine Biographie schreiben

Quelle: Overfloden


B"H

Ein Buch über eine einem selbst unbekannte Person zu verfassen, ist alles andere als einfach. Allein der intensive Research kann nervenaufreibend sein. Manche Leute sagen mir sogar: "Alle Zeitzeugen sind tot, also lasse alles auf sich beruhen".
Diese Aussage jedoch hält mich nicht von meinem Vorhaben ab.


Bis vor kurzem kannte ich den Namen der Person, über die ich schreibe, gar nicht. Mittlerweile versuche ich, ein Puzzle zu ergründen und zusammenzusetzen.


Man stelle sich vor: Da hat jemand im Leben einiges an Bekanntheit erlangt, wird älter, krank und verschwindet im Altenheim. Was wird dann aus all den Träumen der "Unsterblichkeit" ? Gestern noch mit einem Staatspräsidenten auf der Veranda gesessen und heute kommt die Altenpflegerin zum Windeln wechseln.


Was muss in solch einer Person vorgehen ? Beginnt man dann nachzudenken ? Was hat der Ruhm im Endeffekt gebracht ?


In der vergangenen Woche sagte mir jemand, dass ich in meinem nicht in der Lage bin, mich in eine Person im Altenheim hinein zu denken. Der Mensch durchlaufe verschiedene Phasen im Leben und im Seniorenalter sitzt man nicht da und denkt, dass das bisher gelebte Leben vielleicht ein Fehler war. Eher werde an die Zukunft gedacht und wie alles von nun an positiver gestaltet wird.


Es ist gewiss nicht einfach, eine Biographie zusammenzusetzen. Es ist Arbeit, doch im Nachhinein beginnt man als Schreiber über sein eigenes Leben nachzudenken und daran, was einem selbst im Leben wichtig erscheint.

Israelis unterwegs: "Frau Eichmann heiraten - להינשא לגברת אייכמן"


Israelis unterwegs



B"H

Der Israeli Yossi Yovel verfasste den Roman "Frau Eichmann heiraten - להינשא לגברת אייכמן" in welchem er das Studienjahr des Yossi Lavi in Tübingen beschreibt. Der israelische Tel Aviv University Student Yossi Lavi geht für ein Jahr ins Ausland, findet einen WG - Bleibe und wird Assistent bei einem der Professoren.
Was Yossi Lavi alles durchlebt und wie seine Umwelt auf seine israelische Identität reagieren, ist sehr gut und oft witzig beschrieben. Ursprünglich kam die Romanfigur Yossi mit nur wenigen Deutschkenntnissen in Tübingen an. "Raus, Gas, Heil Hitler oder Juden" - darauf basiert sein Wortschatz.

Immer wieder stellt sich heraus, dass die deutsche Umwelt unwissend auf den Israeli zugeht. Man kenne Juden bzw. Israelis nur aus dem TV und da sehen die ganz anders aus. Ausgerechnet im Jahre 2006 ist Yossi in Tübingen; in dem Jahr als der zweite Libanonkrieg ausbrach. Bei der Umwelt kommen die alten Ressentiments gegen Israel auf und Yossi wundert sich über die Komplikationen der deutschen Sprache:

"Ich habe das akkustisch nicht verstanden", sowie die Worte "Sperrmüll" oder "Mitfahrgelegenheit".

Bisher scheint der Roman nur in der hebräischen Sprache veröffentlicht worden zu sein, dennoch ist es interessant zu lesen, wie der Autor Yossi Yovel Tübingen und das Verhalten der Deutschen beschreibt. Manches mag er, doch vieles kommt ihm sehr seltsam vor.

Dienstag, 15. Juni 2010

"Son of Hamas - Sohn der Hamas"



Ein absolutes Lesemuss !!!

 


B"H
Der in den Staaten lebende Mosab Hassan Yousef offenbart in seinem Buch "Son of Hamas" die Terroraktivitäten der Hamas und wie der Koran die Juden sieht.


Mosab Hassan Yousef bot sich dem israelischen Geheimdienst als Informant an und konvertierte später zum Christentum.



Weitere Details hier:


Fox News


Fox News Interview mit Mosab Hassan Yousef

Dienstag, 8. Juni 2010

Shavua HaSefer 2010 auf dem Kikar Rabin in Tel Aviv

B"H

Photos habe ich gemacht, doch die folgen etwas später, denn mit dem Abladen vom neuen Handy klappt es noch nicht allzu gut.
 
Noch bis zum 12. Juni findet in Israel die traditionelle alljährliche "Woche des hebräischen Buches - Shavua HaSefer HaIvri" statt, doch wird diesmal vorrangig die Frage gestellt, welchen Sinn die Veranstaltung eigentlich noch macht, wenn das ganze Jahr über die zwei großen landesweiten Buchketten "Steimatzky" und "Zomet HaSefarim" sich mit Preisen übertrumpfen, nur um die Kundschaft anzulocken. Vier Bücher für 100 Schekel (ca. 20 Euro) bei Zomet HaSefarim ! Gibt es soetwas in Deutschland ?

Das Nachsehen haben die Autoren, doch wen stört das im Zeitalter des iPad oder Google Books noch ? Trotz aller Sonderangebote sind viele Leser nach wie vor an guten Büchern interessiert und bereit zu zahlen.

In Tel Aviv findet das 12 - tägige Buchevent auf dem Kikar Rabin an der Ibn Gvirol in der Innenstadt statt. Abends ab 18.00 Uhr öffnen sich die Polizeiabsperren und nach einem Sicherheitscheck ist man dabei. Wer will, der sollte sich am Eingang von einem der Dirndlmädels ein buntes Lesezeichen geben lassen; mit dem kann man dann ein paar Meter weiterschlappen und sich am Müller Milch Stand einen kostenlosen Joghurt abholen. Hergestellt aus nichtjüdischer Milch, doch koscher, wenn auch minderer Qualität. Ich aß ihn nicht, sondern machte nur Photos von den Israelinnen, die im Müller Milch Alpendirndl dastanden.

Eigentlich war ich auf der Suche nach relig. Büchern, doch Fehlanzeige. Selbst der Chabad (Lubawitsch) - Stand war geschlossen. Alles wühlte sich vorwiegend durch Romane. Hierbei besonders durch bekannte Namen wie Yoram Kaniuk oder Stephen King. John Grisham war ebenso vertreten und natürlich viele viele israelische Autoren.
Sonderangebote gab es zu Hauf. Wer ein Buch zum Katalogpreis von ca. 88 Schekel (ca. 18 Euro) kauft, bekommt entweder ein oder zwei weitere Bücher nach Wahl geschenkt.

Irgendwie zog mich das alles nicht an. Mich stört es einfach, wenn da aufgetakelte Messetussen rumstehen und einem auf die Finger schauen und dann ihre Marketing - Show abziehen. Ich will in Ruhe schmökern und keinen "Bring hier bloss nicht alles durcheinander" - Blick. So machte ich dann einmal meine Runde und entschied mich für einen Gang zu Zomet HaSefarim im nahegelegenen Dizengoff Center.

Im Center angekommen lieferten sich Steimatzky und Zomet HaSefarim per Lautsprecherdurchsagen einen regelrechten Preiskrieg. Letztere boten zwei Bücher für je zwei Schekel (ca. 40 Cent), wenn man denn eines zum Katalogpreis erstehe. Zumindest konnte sich hier der Kunde in Ruhe umsehen und ich entdeckte auch gleich ein Buch, was mich interessiert: "Son of Hamas" von Mosab Hassan Yousef, dessen Vater der Hamas - Scheich Hassan Yousef ist. Im Buch erzählt der Sohn seine Lebensgeschichte und wie er sich dem inneren Geheimdienst SHABAK als Informant anbot.

Weiter kaufte ich Ron Leshems "Beaufort"; einen Roman mit Erlebnisberichten israelischer Soldaten und deren Alltag bei ihrer Stationierung an der israelisch - libanesischen Grenze (in der ehemaligen Sicherheitszone). Das dritte Buch ist von Yuval Abramovitch und handelt von einer TV - Journalistin. Hinter den Kulissen eines israelischen TV - Kanals sozusagen.

Mit meinem Kauf bin ich happy und meiner Meinung nach kann tatsächlich auf die Buchwoche verzichtet werden.

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Der Joghurt - Aufdruck von Müller besagt, dass lediglich MILCHPULVER verwendet worden ist ! Bei Gelegenheit werde ich nachforschen, ob dieses Milchpulver aus Israel stammt oder aus dem Ausland.

Sonntag, 30. Mai 2010

"The Machurian President" - Die wahre Herkunft des Barak Hussein Obama



B"H

In den USA sorgt derzeit das neue Buch des Journalisten Aaron Klein mächtig für Furore; beschreibt er doch die von ihm analysierte wahre Herkunft des amerikanischen Praesidenten Barak Hussein Obama sowohl als auch dessen politische Ambitionen und moslemische Gefolgsleute. Das Buch sollte eine Warnung an alle freiheitsliebenden westlichen Bürger sein. Obama aber weiss sich zu wehren und tut das pendantisch recherchierte Buch als Verschwörungstheorie gegen ihn ab. Jene, die sich mit dem Thema sorgsam auseinandersetzen, kommen ziehen gegenteilige Schlussfolgerungen.

Leider habe ich selbst das Buch noch nicht gelesen, doch hier eine Leserresonanz auf Amazon.

Links:


http://themanchurianpresident.wordpress.com/

http://theobamafile.com/


http://barenakedislam.wordpress.com/2010/05/02/aaron-kleins-the-manchurian-president-exposes-barack-hussein-obamas-ties-to-communists-socialists-and-other-anti-american-extremists/


http://www.amazon.com/Manchurian-President-Communists-Socialists-Anti-American/dp/1935071874


Hier spricht der Autor Aaron Klein:


Woche des hebräischen Buches - שבוע הספר העברי



B"H

Am Mittwoch, dem 2. Juni 2010, beginnt in Israel die 10 - tägige "Woche des Hebräischen Buches". Leider kann ich die dazugehörige Website nur in hebräischer Sprache anbieten. Unter anderem stehen findet diese Buchmesse im Jerusalemer "Gan HaPa'amon - Bell Garden" sowie auf dem Tel Aviver Kikar Rabin statt.

In früheren Jahren nutzten die Leser die Gelegenheit, kräftig die in Israel recht teuren Bücher zu Schnäppchenpreise zu erstehen. Die Massen strömten zur Buchwoche und jedesmal wieder war alles ein riesen Event. Seit einem Jahr jedoch sieht der israelische Leser der Buchwoche weniger interessiert entgegen, denn die landesweiten Buchketten wie "Steimatzky" oder "Zomet HaSefarim" entdeckten schon lange das Dumpingpreisverfahren. Beide Buchketten kloppen sich mit Sonderangeboten und bieten vier Taschenbücher zu 100 Schekel (ca. 25 Euro) an. Normalerweise kostet ein Buch schon fast 100 Schekel, doch seitdem Zomet HaSefarim mit Sonderangeboten lockte, zog auch Steimatzky nach. Das Nachsehen haben die israelischen Buchautoren, wo selbst ein A.B. Yehoshua, Nir Baram, Gadi Taub oder Etgar Keret das Hungertuch etwas in Anspruch nehmen muss.

Wer zur Buchwoche geht, der schaue sich vor dem Kauf auf alle Fälle vorher bei Zomet HaSefarim (Jerusalem: Zentraler Busbahnhof, Tel Aviv: Dizengoff Center) um. Man weiss ja nie, wo das billigere Schnäppchen zu finden ist.

Freitag, 28. Mai 2010

Antonio Salas als moslemischer Undercover - Terrorist

B"H

Ein neues Buch ("El Palestinio") des spanischen Journalisten Antonio Salas ist auf dem Markt. Bisher leider nur in Spanisch, doch hoffentlich wird das Buch bald in andere Sprachen (zumindest ins Englisch) übersetzt.

Man könnte Antonio Salas (es ist mir nicht ganz klar, ob dies sein richtiger Name ist) als eine Art Günter Wallraff sehen. Statt nur zu schreiben, wurde der Spanier aktiv. Er lernte Arabisch, liess sich einen Bart wachsen und machte auf Moslem. Nebenbei legte er sich eine erfundene palästinensische Familienbiographie zu und wurde Mitglied einer weltweit fungierenden moslemischen Terrororganisation. Unter anderem beschreibt er, wie arabische Terroristen in Venezuela ihr Unwesen treiben. Mit staatlicher Hugo Chavez Präsidentenhilfe.

Ob die Welt den moslemischen Terror Grund zur Sorge hat und ihn bekämpfen muss ?
Nach all den Undercoverjahren in einer Terrororganisation lautet Salas Antwort: JA !

Donnerstag, 1. April 2010

Mossad & Facebook

B"H

Neulich begann ich das Buch "The Volunteer", geschrieben von dem ehemaligen Mossad Agenten "Michael Ross" zu lesen. Der Name des Autors steht lediglich als Synonym und ist keinesfalls sein wahrer Name. Selbst seine Story ist überwiegend falsch. Das Buch kaufte ich nur, weil es billig auf dem Grabbeltisch lag und es offensichtlich sonst niemand wollte. Belletristik sozusagen. Man hat ja sonst am Strand nichts zu tun.

"Michael Ross" wurde in Kanada als Christ geboren, kam als Tourist nach Israel, konvertierte zum Judentum, ging zur Armee, heiratete und irgendwann kontaktierte ihn der Mossad.

Schon allein das klingt wie der typische Touristentraum !

Ob Michael Ross ernsthaft konvertierte, stelle ich in Frage. Eingehen tue ich jetzt nicht weiter darauf, denn ich habe die Stories samt Entschuldigungen solcher Leute satt bis oben hin.

Ross kam zum Mossad und wurde zusammen mit einem anderen Typen in arabische Länder entsandt, um zu spionieren. Internet Kommentare besagen, dass Ross den Mossad nicht um Erlaubnis bat, doch niemand sich überhaupt für seine wirren Darstellungen im Buch interessierte. Kurz gesagt, das Buch ist absoluter Schrott und falls Ihr es irgendwo erblickt, spart Euch lieber Euer Geld !

Ganz schlimm wird es, wenn Ross beschreibt, wie er in den Iran reiste (er war niemals dort !), sich einen Wagen geliehen haben will und in die Nähe atomarer Anlagen fuhr, sich Erdproben in die Schuhe stopfte, um so die Erde in Israel auf Atomspuren untersuchen zu lassen.

Schliesslich verliess "Michael Ross" nach dreizehn Jahren den Mossad, da er nie befördert worden war und sich immer wieder neu als kleiner Sklave wiederfand. Selbst mit seinem Buch erlitt er Schiffbruch.


Das zweite Buch, was ich mir anschaffte, heißt "The Accidental Billionaires" von Ben Mezritch. Das Buch beschreibt die Entstehungsgeschichte von Facebook. Wie Mark Zuckerberg seinen Harvard Freunden die Facebook Idee klaute und später von ihnen verklagt worden ist. Das Buch ist nicht schlecht und immer noch besser als die Mossad Looser Story !

Dienstag, 9. März 2010

Israelische Buchautoren und das Hungertuch

B"H

Alles ist ja bekanntlich Geschmackssache und ich habe nun einmal keinen Geschmack für David Grossmann, die verstorbene Batya Gur oder Amoz Oz. Meine Geschmacksrichtung bezieht sich nicht auf die linke Politorientierung dieser Autoren, sondern auf die Buchinhalte. Und die sind meines Erachtens nach schwach. Am allerschlimmsten sind die Bücher des Amoz Oz; bestenfalls als Schlaflektüre geeignet und gerade bei Oz merkt man, dass er sich längst in seine eigene Welt verabschiedet hat.

Glück für Grossmann und andere Schriftsteller, dass sie einen Absatzmarkt in Deutschland gefunden haben. In Israel nämlich lässt sich seit geraumer Zeit keine Kohle mehr mit der Schriftstellerein verdienen. Vier Bücher für 100 Schekel (ca. 20 Euro) bietet der Buchdiscounter "Zomet HaSefarim". Normalerweise kostet ein hebräischer Roman in Israel zwischen 84 - 100 Schekel. Ein Buch und nicht vier !
Das aber ist der Leserschaft teilweise viel zu teuer und die Folge ist, dass ein Buchkauf mit Bedacht erfolgt. Nur keinen lahmen Schund, sondern wenn, soll es für das Geld schon etwas sein.

Die Buchhandlungskonkurrenz ist gezwungen mitzuziehen und setzt demnach die Preise herunter. Wo aber bleiben die Autoren ?
Die besten israelischen Autoren sind im Ausland gar nicht oder weniger bekannt. Sieht man einmal von der linken Einheitssülze (ups, jetzt wird es doch politisch) ab.

Knessetabgeordnete verschiedener Parteien (schon wieder politisch, doch diesmal weder rechts noch links) legten einen neuen Gesetzentwurf vor, nach welchem Buchautoren ein Mindestprozentsatz (von ihrem Werk) für ein Jahr gesichert wird. Keinen Ramschverkauf für 5 Schekel (ca. 1 Euro), sondern Qualität hat nun einmal ihren Preis. Der Leser sieht das ein, doch mag niemand so richtig auf die Dumpingpreise verzichten, denn schliesslich wird sich ordentlich mit Büchern eingedeckt.

Mal sehen, wie es weitergeht. Ca. im Mai / Juni findet in Israel die alljährliche Woche des hebräischen Buches statt und selbst wenn die Dumpingpreise verschwinden, die Buchwoche bietet immer wieder günstige Kaufgelegenheiten. Allerdings nicht zu 5 Schekel pro Buch.

Samstag, 9. Januar 2010

Buchempfehlung: Ronen Bergman

B"H

Im hebräischen Original lese ich gerade Ronen Bergmans aktuelles Buch "Medinat Israel Ta'aseh Hakol - Der Staat Israel wird alles tun". Der Buchtitel löste am Donnerstag abend ein Gelächter bei einem der Security Guards am Tel Aviver Busbahnhof aus als ich den Check passierte und meine Tasche öffnete, in welcher das Buch oben auf lag.
"Seit wann tut unser Land alles ?" lachte der Guard.
"Lies das Buch, dann weißt Du es", erwiederte ich.
"Ist es das wert ?"
"Ja, auf alle Fälle".


In englischer Sprache ist das Buch unter dem Titel "By any means Necessary" erschienen und ich kann es nur empfehlen. Bergman beschreibt wie Israel seine gekidnappten Soldaten nach Hause holte bzw. scheiterte. Was genau tat Israel im Falle eines Gefangenenaustausches ? Wie Schimon Peres den Militärplan in Entebbe ablehnte, dieser jedoch gelang und er sich danach im Erfolg sonnen wollte. Und wie der damalige Premier Yitzchak Rabin seinem Außenminister Peres die Meinung geigte.

Zwar bin ich erst auf Seite 53 angelangt, doch kann ich mit bestem Gewissen bestätigen, dass das Buch sein Geld wert ist.