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Freitag, 29. Juni 2012

Schabbat Schalom


Jerusalem: Blick aus Malcha Shopping Mall auf den Technology Park

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Ich verabschiede mich erst einmal ins Wochenende. Sonnenschein, Hitze und der Schabbat steht kurz bevor. Einkaufen muss ich auch noch und vom Wohnungsputz erst gar nicht zu reden. 

Deutschland hat heute eh viel mit sich zu tun, denn die EM ist aus und vorbei.:-) 

Schabbat Schalom an alle Leser !

Sonntag, 17. Juni 2012

Das Jerusalemer AVRAHAM HOSTEL am Schabbat

B"H 

Das AVRAHAM HOSTEL in Jerusalem gehört zu den besten in Israel. Hostelworld sowie Hostelbookers loben das Hostel bis in den Himmel hinein. 

Als ich im Mai ein paar Tage auf den Einzug in meine neue Wohnung warten musste, checkte ich für die Tage ins Avraham Hostel ein und war begeistert. Ich hatte mir ein Privatzimmer genommen, welches recht groß und geräumig war. Der Preis stimmte und das morgentliche Frühstücksbufett war mehr als reichlich. 

Vielerorts wird über das AVRAHAM HOSTEL berichtet, doch eines, was nie zur Sprache kommt, möchte ich unbedingt erwähnen. Offenbar hat keiner der anderen Berichterstatter je in dem Hostel übernachtet, sondern sich nur mündlich Inhalte erzählen lassen. Ich meinerseits war selber Gast und obwohl das Avraham wirklich super ist, so hat es dennoch seine Problemchen am Schabbat. 

Ein religiöser Jude mag am Schabbat auf ungeahnte Schwierigkeiten stossen. Okay, der Fahrstuhl muss nicht benutzt werden und man kann die Treppen bis hinauf in den 3. Stock erklimmen. Die Eingangstür zum Hostel ist da schon ein bisschen komplizierter, denn die kann von innen nur per Knopfdruck geöffnet werden. Wer von draußen hinein will, der muss nicht selten erst die Rezeption anläuten, welche daraufhin per Buzzer die Tür öffnet. 

Ich erwähne dies nur, damit relig. Juden wissen, was sie so ungefähr zu erwarten haben und sich ggf. darauf vorbereiten, wenn sie denn den Schabbat im Hostel verbringen. Ansonsten bietet das Hostel für den Touristen interessante Ausflüge wie Pub Crawl, eine Altstadttour, Karaoke, Filmeabend oder eine Tour über den benachbarten Machane Yehudah Markt. Einige Ausflüge und hauseigene Kurse (wie israelisch kochen) sind umsonst. Andere hingegen verlangen einen kleinen Unkostenbeitrag.

Zum Tod eines Freundes

B"H 

Es ist immer eine heikele Angelegenheit, am Schabbat traurige Geschehnisse zur Sprache zu bringen. Im Judentum wird der Schabbat als ein freudiger Tag betrachtet, an dem sämtliche weltlichen Dinge (Geldsorgen, Geld und Business überhaupt, Vertragsabschlüsse, Arbeit, etc.) ad acta gelegt werden sollten. Nicht vergessen, sondern man beschäftigt sich an den Stunden des Schabbat nicht damit, um eben den Schabbat geniessen zu können. Nach Schabbatende kann sich jeder immer noch genug sorgen bzw. in den Alltag zurückkehren. 

Gestern war ich bei einem Schabbatessen, während dessen Verlauf dennoch ein Todesfall zur Sprache kam. Schon allein aus dem Grund, weil heute abend die Beerdigung stattfindet. Ein Bekannter von mir verstarb in der letzten Woche. Urplötzlich und im Alter von 38 Jahren. Ein gebürtiger amerikanischer Jude, nach Israel eingewandert und er studierte Gesang und Theaterwissenschaften an der Hebrew University in Jerusalem. Er erlangte seinen Abschluss und unterrichtete seit kurzem autistische Kinder anhand von Musiktherapien. 

In der vergangenen Woche wurde er tot in seinem Apartment aufgefunden, wo er offenbar bereits mehrere Tage unentdeckt gelegen hatte. Derjenige, der den Tod meines Bekannten gestern zur Sprache brachte, wusste nicht genau, ob Herzversagen oder Diabetes die Todesursache war. Nach all der Erschütterung über den Tod von Moshe begann jeder der Anwesenden, sich so seine eigenen Gedanken zu machen. Jeder Mensch denkt doch im Grunde an seine eigenen Sorgen, an sein Leben und macht Pläne. Dabei zieht keiner von uns in Betracht, morgen vielleicht gar nicht mehr am Leben zu sein. Geld, Job, Karriere, tolle Wohnung, neues Auto, tollen Urlaub … dies scheinen die Lebensinhalte der meisten Leute zu sein, doch niemand will sich so recht mit dem Gedanken beschäftigen, einmal nicht mehr da zu sein. 

Plötzlich ging uns dies alles durch den Kopf, denn wer hätte gedacht, dass der 38 – jährige sportliche Moshe einfach so stirbt ? In der heutigen Zeit leben viele Menschen allein in ihren Wohnungen und vielleicht sollten wir Freunde und Bekannte einfach des Öfteren anrufen und nach dem Wohlbefinden fragen. Natürlich kann jeder sterben und ewig anrufen und sich erkundigen nützt im Endeffekt auch nichts. Andererseits bewirkt ein Anfruf bei vielen Menschen ein Gefühl der Freude, dass da jemand da ist, der mit einem sprechen will. Manchmal kann ein einziger Anruf eine ganze Welt verändern.

Donnerstag, 12. April 2012

Kochrezept: "Gefillte Fisch"

B"H 

Gefillte Fisch, der typische "Schabbat – Aperitif" aschkenazischer Juden. Ehrlich gesagt bevorzuge ich am Freitag abend den in scharfer Sauce zubereiteten Fisch der sephardischen Juden, anstatt mich mit dem süßlichen Brei des Gefillte Fisch abzugeben. 

An Pessach ist gerade das Essen sehr wichtig und heute abend bzw. morgen ist der letzte Tag des jüdischen Festes. Die Diaspora feiert allerdings noch einen Tag länger. 

Wer noch nicht weiss, was er zum Fest oder zum anstehenden Schabbat kochen soll, Mimi von der Israeli Kitchen bringt ein empfehlenswertes "Gefillte Fisch" – Kochrezept:

http://www.israelikitchen.com/whats-cooking-for-shabbos-and-yom-tov/gefulte-fish-recipe-like-grandma-used-to-make/#more-4395

Bei mir dagegen gibt es heute abend frische Hühnerleber in Mazzemehl und Ei getunkt. Dazu Gemüse und Rotwein.

Sonntag, 26. Februar 2012

Tel Aviv, die Stadt ohne G - tt

B"H 

Israels extreme Linke fand sich in den letzten Tagen vor den Busbahnhöfen mehrerer größerer Städte wie Jerusalem, Tel Aviv oder Haifa ein und demonstrierte für die Einsetzung lokaler Busse am SCHABBAT. Wie berichtet, will Tel Avivs Bürgermeister Ron Chulda’i liebend gern die lokalen DAN Busse durch die Stadt rauschen sehen, um aus der Stadt ein weiteres Stück New York zu machen. Die Linke hingegen will sich angeblich von dem Joch der jüdischen Religion befreien, doch lasse man sich gesagt sein: 

Verlieren die Israelis G – tt, verlieren sie ihr Land ! 

Ynet: "DIE STADT OHNE G - TT"

Dienstag, 19. Oktober 2010

Leserkritik an der "Jüdischen Allgemeinen"

B"H

Da ein aktueller Text veröffentlicht worden ist und die "Jüdische Allgemeine Zeitung" bisher keine Stellung bezüglich meiner Kritik eines anderweitigen Artikels nahm, will ich hier einige Fehler des aktuellen Artikels über Rabbi Mordechai Machlis berichtigen.

Seit fast dreissig Jahren veranstalten Rabbi Mordechai Machlis samt Gattin Henny und deren 14 Kinder (die Hälfte davon ist bereits unter der Haube) allwöchentliche Schabbatessen. Die einzige Pause, die sich die Familie gönnt, ist zu Pessach. Grundsätzlich darf jeder ohne Anmeldung dazustossen; Christen dürfen ebenso erscheinen, doch sollte sie auf jegliche Missionsversuche verzichten !

Seit mehreren Jahre pflege ich ein recht inniges Verhaeltnis zu den Machlises, obwohl ich längst nicht mehr jeden Schabbat erscheine. Auch zu den Schiurim (relig. Vorträge) des Rabbis zweimal pro Woche habe ich leider keine Zeit mehr.


Jede Woche geben die Machlises unsagbare Summen an Geld für ihre Schabbatot aus und es ist kein Geheimnis, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten sind. Eingeweihte wissen davon und seit einiger Zeit haben die Machlises ein paar Websites für Spenden eingerichtet. Eine dritte Site wurde, mehr oder weniger illegal, eingerichtet und die Spenden kommen nicht den Machlises zugute, sondern ein paar Parasiten, die sich im Namen der Machlises bereichern wollen.

Hier die regulären Machlis - Homepages:


http://www.machlis.org/


http://www.themachliscampaign.com/


Und hier meine Kritik zum Artikel am Artikel der Jüdischen Allgemeinen:

- Die Machlis - Essen dienen keinem jüdischen Heiratsmarkt, denn relig. heiratswillige Juden lernen sich auf anderem Wege kennen. Wer Interesse an einem solchen Schidduch hegt, der spreche mit Henny Machlis. Henny weiss fast immer Rat.:-)))

- Der älteste Machlis Sohn Moshe hilft schon lange nicht mehr bei den Essen, sondern vielmehr dürfte es sich hier um den zweitältesten Sohn Joshua gehandelt haben.

- Am Schabbat darf sehr wohl abgewaschen werden, doch ziehen die Machlises aufgrund der Menschenmasse Plastik vor ! Wer dienstags zum Machlis - Vortrag geht, findet ebenso Plastikgeschirr vor.

- Rabbi Mordechai Machlis samt Familie kann kein Deutsch und hält seine Reden abwechselnd auf Hebräisch und seinem gewohnten Brooklyn English ! Der Rabbi erzählte mir einmal, dass er ein wenig Jiddisch verstehe, aber das sei recht dürftig.

Ferner machten mich Freunde, denen ich von dem Artikel berichtete, darauf aufmerksam, dass jetzt hoffentlich nicht wieder sämtliche Christen Auftrieb erhalten und bei den Machlises ihre Mission unternehmen. Ausserdem seien die Machlises kein kostenloses Restaurant, wo man sich eben mal so vollfresse.
Letzteres zu erwähnen wird mir der Rabbi übelnehmen, denn, seiner Auffassung nach, kann jeder kommen und er macht keine Unterschiede. Trotzdem sollte erwähnt werden, dass er Juden vorzieht.
Sorry, Rabbi, I went against the rules !!! :-)

Zu guter Letzt hätte ich mir von der Artikelverfasserin ein persönliches Interview mit den Machlises gewünscht und keinen spekulativen Gästebericht !

Mir wurde hiermit klar, warum ich die Namen anderer, besonders ultra - orthodoxer, Familien, die ebenso zum Schabbat einladen, lieber verschweige.

Sonntag, 13. Juni 2010

Ein Schabbat der anderen Art

B"H

Normalerweise bedeutet "Schabbat" Mitzwot (Thoragesetze einhalten), Synagogengang, Schabbatessen, Freunde treffen, zu den Tischen chassidischer Rebben gehen und, nicht zu vergessen, das Ausruhen. Den vergangenen Schabbat jedoch verbrachte ich mit einer Freundin auf eher ungewöhnliche Art und Weise.

Jerusalem ist voll streunender frei herumlaufender Katzen. Ich habe noch nie soviele herrchenlose Katzen gesehen wie in Israel. In Scharen laufen sie, unter anderem, durch den Jerusalemer Stadtteil Nachlaot und leben nicht schlecht, denn der Abfallcontainer des Machane Yehudah Marktes ist voller Fressalien.

Mittlerweile gehen die Katzenscharen den Leuten so sehr auf den Geist, dass nicht selten die lokale Stadtverwaltung benachrichtigt wird, welche nach jeder Beschwerde ein Team entsendet und die streunenden Katzen und Hunde einfängt. Ich schätze einmal, dass die Tiere dann nicht mehr lange zu leben haben. Nebenbei aber gibt es ebenso eine Organisation, welche Katzen und Hunde zur Adoption freigeben.

Vor ein paar Tagen fand eine Freundin von mir ein kleines, anscheinend nur wenige Tage altes Kätzchen im Dach des Nachbarn eingeklemmt. Zuerst wollte meine Freundin die Stadtverwaltung benachrichtigen, doch befreite dann die Katze aus ihrer misslichen Lage. Halb verdurstet bei brennender Sonne und eine Augeninfektion haben ihre Spuren hinterlassen.




Die kleine Katze wurde erst einmal gebadet und dann richtig versorgt. Heute geht meine Freundin mit ihr zum Tierarzt und danach soll ein liebesvolles neues Herrchen / Frauchen gefunden werden. Auch wissen wir nicht, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt. Darüber hinaus suchen wir einen Namen. Falls jemand Ideen hat, hat er gerne kommentieren !

Den gesamten Schabbat verbrachten wir letztendlich damit, dass Kätzchen zu versorgen. Das Tierreich kann brutal sein und nur der Stärkere überlebt. Obwohl, wir Menschen sind da heutzutage nicht viel besser.

Das war also der Schabbat und ich hoffe sehr, dass es der Katze wieder gutgehen wird. Eigentlich bin ich alles andere als ein Katzenfan, doch das Schicksal des gefundenen Tieres kann einen schon gegenteilig stimmen.

Donnerstag, 28. Januar 2010

"Lecha Dodi "Likrat Kalah







"Lecha Dodi" ist Bestandteil des Abendgebetes Maariv am Erev Schabbat (Freitag abend) ! Man heisst die "Braut" Schabbat Willkommen.

See You on Shabbos



B"H

Einige orthodoxe Juden starteten ein neues Projekt mit dem Ziel, Juden näher mit dem Schabbat und dem orthodoxen Judentum zu verbinden. Schidduchim (Ehepartner) stehen ebenso auf dem Programm. Man stellt halt insgeheim Leute einander vor.:-) 

Wer Interesse hat (und dies gilt weltweit):


Die Siteinhaber (Organisatoren) versicherten mir, dass der gesamte Service KOSTENLOS erfolgt !

Freitag, 8. Mai 2009

Schabbat Schalom

B"H

Freitags ist meine Zeit aufgrund des Schabbats immer begrenzt, und deswegen gibt es nur Kurzbeiträge. Sämtliche Themen müssen daher bis nach dem Schabbat warten. Auch die leidliche Politik.
Doch die Kultur will ich einmal nicht auslassen: "Depeche Mode" befinden sich in Israel und geben am Sonntag abend um 21.00 Uhr ein riesiges Konzert im Fussballstadion von Ramat Gan (bei Tel Aviv).

Anfang der nächsten Woche will der Papst kommen und nicht wenige relig. Juden warnen schon im Vorfeld. Mich eingeschlossen.
Willkommen ist er nicht, der Hitlerjunge Benedikt. Das Einzige, worauf sich die Regierung konzentriert, ist die Ankurbelung des Tourismus und da dient Papst als Zugpferd. Danach kann er getrost wieder abhauen !

Botschaft an den Papst !

Aber ich will mir nicht den Schabbat mit derlei Gedanken ruinieren !
Schabbat Schalom an alle Leser !
Und hoffentlich verstehen viele die kleine Ironie und nehmen nicht alles so ernst im Leben.

Freitag, 5. September 2008

Schabbat Schalom


Jerusalem


B"H

Obwohl ich an diesem Schabbat wie gewohnt in chassidische Synagogen gehen, geht es mir dennoch nicht besonders. In Israel geht ein mieser Erkältungsvirus um und es scheint mich erwischt zu haben.

Sobald die Nächte kühler werden, wie in den letzten Tagen, werden wir alle immer krank. Tagsüber ist es heiß und nachts kühl. Da weiß man kaum, was man anziehen soll und läuft halt abends auch schon einmal ohne Jacke herum, ohne die frische kühle Luft so richtig wahrzunehmen. Tja, und dann liegt an darnieder.

Aber der Schabbat kommt und das gibt zumindest einigen frischen Auftrieb.

Schabbat Schalom an alle !!!


Photos zum Schabbat aus Jerusalem




Ein Karliner Chassid in Schabbattracht



Nicht viel tut sich in der Jaffa Road am Schabbat, doch die Grenzpolizei ist immer unterwegs.




Vor Schabbatbeginn: Einkauf im Machane Yehudah Markt




Die Kotel (Klagemauer) am Schabbat




Die "Schabbatbraut"

Freitag, 29. August 2008

Kugel und Gefillte


Gefillte Fisch am Schabbat



B"H

Der Schabbat in Jerusalem ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das weiß jeder und ich will niemanden neidisch machen. Vielleicht sollte ich das, denn schließlich sollte ein Jude zumindest in Israel leben. Nur hier kann man die unbeschreibliche Schabbatatmosphäre erleben. Selbst im so säkuleren Tel Aviv.

Doch nichts ist so wie Jerusalem, denn wir befinden uns in der Heiligen Stadt samt Klagemauer, zu welcher gerade am Freitag abend (Erev Schabbat) Hunderte, wenn nicht Tausende, Besucher aus aller Welt kommen. Man betet oder beobachtet einfach nur das Geschehen um sich herum. Yeshivastudenten tanzen vor der Kotel (Klagemauer) und stimmen ihre Schabbatgesänge an.

Danach geht es weiter zum Schabbatmahl.
Normalerweise gehe ich am Erev Schabbat so gut wie nie an die Kotel, sondern in eine der Synagogen im ultra - orthod. Mea Shearim.

Besonders in relig. Gegenden riecht es schon am Freitag morgen nach Schabbatessen. Was sage ich: Schon am Donnerstag abend dringen die Gerüche hinaus auf die Straße. Überall wird gekocht und vorbereitet. Hühnersuppe, Kugel (Nudel - oder Kartoffelpastete) und Gefillte Fisch. Bei den sephardischen Juden schaut das Schabbatessen grundlegend anders aus. Hier gibt es einen ganzen Fisch in meist scharfer Sauce, Reis und Kube (in Teig eingelegte Fleischbällchen) oder Gondi (Fleischbällchen) bei den iranischen Juden.

Selbst die Luft riecht in Jerusalem am Schabbat anders. Jedenfalls in den relig. Bezirken.

Wer dies noch nicht erlebt hat, der sollte es nicht auslassen. Jerusalem ist ein Symbol für Gastfreundschaft und jedermann findet einen Platz an einem Schabbattisch. Juden werden stets an relig. Familien vermittelt. Ein Erlebnis, welches man woanders kaum finden wird. Und gerade das habe ich in deutschen Gemeinden so unheimlich vermißt. Die fehlende Atmosphäre und die Luft zum Atmen.

Ich wünsche allen Lesern einen tollen Schabbat, wo immer sie auch sein mögen !!!


Hier ein paar interessante Links zum Schabbat in Jerusalem:

Jeff Seidel's Schabbatvermittlung in Jerusalem

Schabbatessen für Jedermann, die Machlis - Family

Donnerstag, 11. Januar 2007

Neue Website

B"H

Da ich ja, wie ihr wisst, immer gerne meinen Rabbi, Rabbi Mordechai Machlis, erwaehne, hier seine neue eigene Website:

http://www.machlis.org/

Rabbi Machlis ist ein orthodoxer nationalreligioeser Rabbiner amerik. Herkunft. Schon sein Vater war Rabbi und Leiter einer Yeshiva in New York (Torah ve Daat). Rabbi Machlis unterrichtet in verschiedenen Yeshivot und an der Universitaet Bar Ilan in Ramat Gan.

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Die Machlis - Familie

B"H

Wer einmal in Jerusalem ist, der sollte die Stadt nicht verlassen, ohne bei der Machlis - Familie gewesen zu sein. Das ist ein absolutes MUSS.

Vieles wurde schon ueber diese aussergewoehnliche Familie berichtet, doch als Stammgast dort, moechte auch ich einmal die Machlises wuerdigen und weiterempfehlen.

Die Machlises, das sind Rabbi Mordechai Machlis, seine Frau Henny und deren 14 Kinder. Ja, 14 Kinder, ihr habt richtig gelesen. Sowas gibts heute auch noch. Allerdings sind die meisten davon schon verheiratet.

Zusammen mit seiner Frau ist Rabbi Machlis vor mehr als 20 Jahren von New York nach Jerusalem eingewandert. Sie leben im Stadtteil Maalot Dafna, zwischen Mea Shearim und Ramat Eshkol gelegen. ca. 40 zufuss von der Innenstadt.

Seit ueber 20 Jahren veranstalten die Machlises JEDEN Shabbat (ausser an Pessach) Abend - u. Mittagessen. Freitag abend und Samstag mittag.
Wer sich dort einfindet, der begegnet schon einer kleinen Menschenschlange vor der Machlis - Haustuer. Leute jeden Alters und jeder Herkunft. Religioese Juden, Yeshiva - Leute, Nichtreligioese, Freaks, Nichtjuden und alles moegliche. Fuer jeden ist garantiert etwas dabei.
Jeden Freitag abend oeffnet der Rabbi persoenlich die Haustuer und laesst die Leute ein. Fuer jeden hat er ein freundliches SHABBAT SHALOM und jeder ist willkommen (ausser christl. Missionaren, wenn sie aufdringlich werden!!!!!).

Die Leute stuermen ins Wohnzimmer und kaempfen um die Sitzplaetze. Aber keine Sorge, fuer jeden ist Platz. "Please, come in, come in. There is plenty of space". So begruesst der Rabbi seine Gaeste. Und wenn wirklich kein Platz mehr da ist, wird er geschaffen. Selbst draussen auf der Terrasse.

Das, was das Machlis - Erlebnis so einzigartig macht, ist die gesamte Atmosphaere. Man fragt sich immer wieder, wie schafft das diese Familie bloss. Nicht nur finanziell, denn die Familie ist verschuldet, doch bekommt etwas an Spenden herein.
Nein, alle Familienmitglieder haben eine riesen Geduld mit all den Leuten. 70, 80 oder 100 Leute zweimal pro Woche. Normale und "weniger Normale".
Beruehmt sind des Rabbis Reden und natuerlich das Essen, welches in Mengen aus der Kueche hereingereicht wird. Essen ohne Ende. Man bringe ausreichend Appetit mit.
Ausserdem kann jeder aufstehen und seine eigene Rede vor aller Leuten halten. Rabbi Machlis ruft dazu einige Leute auf, auch mich manchmal.

Ich kann die Machlises nur empfehlen und wer noch nicht dort war, der sollte dies sogleich nachholen. Die aktuellen Zeiten sind derzeit:
Freitag abend Beginn: 18:45 Uhr
Samstag mittag Beginn: ca. 13.15 Uhr


www.machlis.blogspot.com

Ihre Adresse ist: 137 Maalot Dafna # 26
Jerusalem 97762, Israel

Tel.: 02-581-3910 (innerhalb Jerusalems)

Tip: Maenner sollten eine Kopfbedeckung dabei haben. Frauen muessen nicht unbedingt im Rock erscheinen, sondern koennen auch in Hose kommen. Bitte als Frau dem orthodoxen Rabbi nicht die Hand schuetteln!!!


See you there!!!!!