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Montag, 29. Oktober 2012

Raketen auf Israel

B"H


Das folgende Terroristenvideo durchlief Twitter & Google +. In Letzterem schnappte ich es auf.



Ich befinde mich seit heute bis zum Mittwoch morgen in Zfat und kann sagen, dass hier im Norden alles ruhig ist. Keine Raketen in Sicht, doch bis zum Zweiten Libanonkrieg im Sommer 2006 war das einmal ganz anders. Bis dahin flogen keine Raketen aus Gaza ein, sondern die libanesische Hizbollah schoss in aller Regelmässigkeit Katyusha – Raketen auf Israels Norden. Insbesondere auf die grenznahe Stadt Kiryat Shemona. 

Eines muss ich jedoch noch loswerden: 

Die Negevstadt Sderot hat heute nicht nur Probleme mit dem Raketenterror aus Gaza, sondern ebenso mit christlichen Missionaren, die sich dort eingenistet haben. Die Missionare spenden (Kindertagesstätten oder Bunker) und geben sich solidarisch und sozial, aber mittlerweile hat man in Sderot eine riesige Nerverei mit ihnen, denn sie gehen der jüdischen Bevölkerung mit der Mission auf den Geist. Ein Problem, welcher seit längerem landesweit bekannt ist.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die arme Seite von Zfat (Safed)




So kennen Touristen die beschauliche Kleinstadt Zfat (Safed) in Nordisrael. Circa 30,000 Einwohner und 30km nördlich von Tiberias gelegen. 

Photos: Miriam Woelke

B"H

Der Tourist erlebt die Stadt Zfat nicht selten im Schnelldurchlauf. Reisebusse rollen an und parken nahe der Kunstgalerien. Die Guides ziehen ihre Gruppen schnell durch, die Touristen kaufen ein paar Bilder und anderen Schnickschnack und weiter gehts zurück zum Bus.

Die romantische Bergstadt Zfat im Oberen Galiläa bietet eine grandiose Aussicht auf die Berge von Meron bis hinunter zum See Genezareth (Kinneret). Tolle Umgebung, die Altstadt ist sauber, die Menschen freundlich und wer sich gerne abzocken läßt, der liegt hier richtig.

Jüdische Touristen zieht es vielfach in die berühmten Synagogen der mittelalterlichen Kabbalisten bis hin zu einigen relig. Programmen vorwiegend offeriert von der chassidschen Gruppe Chabad (Lubawitsch). Einmal dem Alltagsstress entkommen und für ein paar Tage saubere Bergluft schnuppern, meditieren und nicht wenige kommen und schreiben hier ihr neues Buch. Autoren lieben die Abgeschiedenheit und wo kann man seinen neuesten Roman besser verfassen als in dieser idyllischen Umgebung ?

Innerhalb der vergangenen Jahre erlebt die Stadt einen wahren Boom, denn mehr und mehr relig. Juden aus Amerika zieht es nach ihrer Einwanderung nach Israel (Aliyah) ausgerechnet nach Zfat. Viele kommen, viele gehen, denn die Stadt, in welcher einst die großen mittelalterlichen Kabbalisten lebten, bietet heute weitaus weniger. Zwar ist die Spiritualität immer noch vorhanden, aber das Leben in Zfat ist gewiss kein Zuckerschlecken. Im Gegensatz zu den Ballungszentren sind Arbeitsplätze absolute Mangelware und ca. die Hälfte der Bewohner lebt von der Sozial – bzw. Arbeitslosenhilfe. Keine Besserung in Sicht, dabei wünschen sich die israelischen Zfatim (Bewohner der Stadt) richtige amerikanische Investoren, die eine wirtschaftliche Infrastruktur aufziehen. Wohlhabende Amerikaner bleiben jedoch weitgehend aus und wer kommt, der sucht eine niedrige Miete sowie einen erschwinglichen Lebensstandard. Das ist in Zfat nach wie vor gegeben, obwohl auch hier die Mieten langsam anziehen und die Lebenshaltungskosten nun auch nicht gerade billig sind.

Die Mentalität der Bevölkerung gleicht jener des Nordens. Alles geht gemächlich seinen Gang, ohne Hektik, doch für einen richtigen Städter wirkt alles viel zu langsam. Kleinbürgerlich ist dann meist auch die Denkweise, was mir manchmal so richtig auf den Geist geht, aber wen interessiert die große weite Welt in Zfat ?

In der Altstadt gelten wesentlich höhere Mieten als in den Bezirken drumherum. Besonders billig dagegen ist es in Zfat – Süd, doch gleichzeitig wurde dieser Stadtteil zum sozialen Brennpunkt und Gebiet für die sozial Schwächeren. Touristen interessiert dies wenig, denn, außer der romantischen Altstadt, wird nichts anderes besucht.




Das Einkaufszentrum in der Mitte der Neustadt























Einer der wenigen Arbeitgeber in der Stadt: Die Kaffeerösterei von STRAUSS (einem bekannten israelischen Wirtschaftsimperium). 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Im Süden herrscht wieder Kriegszustand

B"H 

Im Süden leben die Bewohner wie im Kriegszustand, denn Städte wie Sderot sowie weitere israelische Orte um den Gazastreifen werden Tag und Nacht zum Ziel der Raketen aus Gaza. Die Bewohner sind sauer, denn sie fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen: "Es handele sich ja nur um den wirtschaftlich schwachen Süden und nicht um Städte wie Tel Aviv oder Jerusalem. Die Peripherie sei der Regierung in Jerusalem ja eh egal und habe keine Lobby !" – so die Anklage der Leute. 

Nicht ganz zu Unrecht, denn weiter nördlich leben wir alle ganz normal weiter. Zwar bedauern wir die Bewohner des Südens, doch mit ihnen tauschen will niemand. Früher bombardierte in aller Regelmässigkeit die Hizbollah die Stadt Kiryat Schemona im Norden, heute läßt die Hamas in Gaza ihre Raketen ab. Ab und an bombardiert die israelische Luftwaffe die Abschussrampen der Hamas, doch die Angriffe sind nu rein Tropfen auf den heissen Stein. Um die Angriffe abzuschalten ist ein Einmarsch in den Gazastreifen notwendig. Nur so können die Abschussrampen zerstört und die Hamas dingfest gemacht werden. Bis dahin duselt die Lage halt so weiter und die Bevölkerung muss es ausbaden.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Bild des Tages


Gesehen in Lewinsky Street / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B"H

Einen Großteil des heutigen Tages verbrachte ich in Tel Aviv. Am Sonntag blüht mir dasselbe nochmal, denn ich muss erneut zum Anwalt wegen des Busunfalls vor drei Monaten. Ab Montag werde ich vermutlich ein paar Tage im Norden verbringen. Kurz danach fahren ich erneut hinauf, um ein paar Berichte zusammenzustellen. Beit She’an, Tiberias und Zfat werden vorerst meine Ziele sein. 

Für amerikanische Leser will ich herausfinden, wie es den zahlreichen Neueinwanderern aus den USA in Nordisrael so ergeht. Auch kundschafte ich ein wenig die Hostelsituation im Norden aus, die, laut Internet, eher bescheiden ausfällt. Bed & Breakfast kommt total teuer und wer Glück hat, der findet ein günstiges Hotel. Aber selbst das kostet einiges an Zeitaufwand und Nerven. 

Sonntag, 26. Februar 2012

Schlagzeilen in Israel - 26. Februar 2012

B"H

Nach all den Geschehnissen a la "Neuer Intifada" oder dem "Fast – Lynch" zweier israelischer Soldaten durch Palästinenser in Haifa, Israels Fernsehnachrichten zeigten heute abend andere Prioritäten. Die Nummer 1 Berichterstattung bezog sich auf die anstehende Benzinpreiserhöhung an diesem Donnerstag (1. März). Ganze 8 Schekel (ca. 1,60 Euro) soll der Liter Sprit dann kosten. Die massive Preiserhöhung wird mit dem Iran gerechtfertigt, doch lt. TV – Berichten verdient der israelische Fiskus ganz schön mit. Nicht alles ist nur Achmadinejads Schuld.:-)

Die zweite und dritte große Nachricht betraf den heutigen Streik der Hafenarbeiter sowie die Schließung der Konservendosenfabrik "Pri HaGalil" im nordisraelischen Chatzor HaGlilit bei Zfat (Safed). PRI HAGALIL ist jedem Israeli, der im Supermarkt Konservendosen mit Bohnen, Erben oder Karotten einkauft, ein Begriff. Sicherlich sind derlei Konservendosen hierzulande extrem teuer und PRI HAGALIL musste harte Konkurrenz der billigeren Supermarktangebote hinnehmen. Wenn der MEGA Markt oder "Shufersal" ihre eigenen Konserven unter ihrem Namen wesentlich günstiger verkaufen. A la"No Name" Produkte. 

Der Streit um die PRI HAGALIL Fabrik in Chazor währt schon mindestens zwei Jahre. Damals wollte die Fabrikleitung das Unternehmen schliessen, denn es drohte die Insolvenz. Dazu muss man sich die Gegend um den kleinen Ort Chazor bei Rosh Pina und Zfat vorstellen. Absolute Pampa und keinerlei Arbeitsplätze weit und breit. Wo sollen die PRI HAGALIL Arbeiter dann hin ?

Die Regierung versprach finanzielle Hilfe und eben die ist bis heute nicht eingetroffen. Deswegen schloss das Management die Fabrik am Freitag und liess heute keine Arbeiter hinein. Stattdessen versammelte sich die Belegschaft draußen vor verschlossenen Toren und forderte eine Lösung. Ansonsten stehen die Leute auf der Straße; und das ohne Einkommen. Während das Management die Schuld auf die Regierung schiebt, tun sich, lt. TV – Berichten, ganz andere Abgründe auf: Nicht die Regierung sei an allem schuld, sondern insgeheim plane das PRI HAGALIL Management die Verlegung der Produktion nach Nahariya, wo die dortige Stadtverwaltung günstigere Steuern versprach. Mit dem Hintergedanken, mehr Arbeitsplätze in Nahariya anzusiedeln. 

Arbeitskampf bei PRI HAGALIL in der Vergangenheit 


Schliesst PRI HAGALIL in Chatzor HaGlilit, steht eine weitere Region im Norden des Landes ohne Jobs da, denn im benachbarten Zfat, Tiberias oder Rosh Pina sind die Jobs selber rar.

Montag, 15. November 2010

Photos aus Kiryat Shmona an israelischen Nordgrenze


Das Theater


Am letzten Donnerstag war ich kurz in der nordisraelischen Stadt KIRYAT SHMONA. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt, sollte Kleinstadtflair vermittelt, erinnerte mich jedoch eher an Tel Aviv. Kiryat Shmona - wunderbar anzusehen mit den Bergen drumherum, doch ebenso gekennzeichnet von den Shopping Malls und einer vielfaeltigen Industrie.





In der Mall von Kiryat Shmona







Der Markt incl. zahlreicher drusischer Haendler.




Einer der zahlreichen Bunker in einem Wohngebiet. Seit vielen Jahren feuern libanesische Hizbollah Terroristen Katyusha Raketen auf die Stadt.



Photos & Copyright: Miriam Woelke