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Sonntag, 20. Mai 2012

Photos vom YOM YERUSHALAYIM

B"H  

Jerusalem feierte heute JERUSALEMTAG – YOM YERUSHALAYIM, doch irgendwie wollte die Stimmung nicht so recht aufkommen. Vielleicht sahen andere mehr, doch mir fiel nur das eine Event auf: Der alljährliche MARCH OF THE FLAGS der meist nationalreligiösen Jugend. In Deutschland würde man sagen: "Die fundamentalistische Siedlerjugend". Dahinter aber verbirgt sich viel mehr als nur einseitige Propaganda.

Die nationalreligiöse Jugend wird auf den relig. Zionismus getrimmt und nicht unbedingt auf die Ideologien des säkuleren Theodor Herzl. Im Vordergrund stehen die Werte der Thora. Das Land Israel gehört den Juden und wurde diesen von G – tt gegeben. Punkt. 

Obwohl nicht nur Theodor Herzl einen Judenstaat herbeisehnte, so ist er es, der am meisten für die Existenz des späteren Staates Israel gefeiert wird. Herzl aber wollte einen säkuleren Judenstaat ohne die jüdische Religion und mit einer deutschen Landessprache. Der zweite große Zionist war der "Ahad Ha’am", welcher einen Judenstaat mit jüdischen Werten wollte. Leider wird von ihm viel zu wenig berichtet.

Der YOM YERUSHALAYIM aber hat nichts mit der Staatsgründung zu tun, sondern steht für die Befreiung Jerusalems im Juni 1967. Bis dahin nämlich war die Stadt geteilt. Ein Teil gehörte zu Israel und den zweiten hielten die Jordanier besetzt. Palästinenser gab es bis dahin noch gar nicht und man nannte sich ARABER.

Viele Teile der israelischen Gesellschaft erinnern sich heute kaum mehr an die Bedeutung des Sieges im Sechs – Tage – Krieg gegen die angreifenden arabischen Nachbarländer. Die nationalrelig. Jugend hingegen feiert diesen, für Jerusalem so wichtigen Tag, ausgiebig. 

Hier ein paar Bilder vom heutigen Spätnachmittag in Jerusalem:



Da die Parade des MARCH OF THE FLAGS religiös ist, wird dementsprechend auch nach Männlein und Weiblein getrennt. Nein, keine fanatische ultra – orthodoxen Juden, sondern ganz einfach ein wenig Anstand im Gedränge. Die Jungs tanzen und feiern für sich und so tun es die nationalrelig. Mädels. 

Die gelben Trikots bedeuten "Ordner".



 Die Jungs hingegen versammelten sich ein paar Hundert Meter entfernt vor der Grossen Synagoge von Jerusalem.










 


Copyright / Photos: Miriam Woelke

Montag, 16. Mai 2011

Achad Ha’Am: Der wahre Zionismus

B”H

Es gibt nicht den einen Zionismus, sondern unterschiedliche Formen des Zionismus, genau so wie es zahlreiche Formen des Antizionismus gibt. Den aufrichtigsten und wahren Zionismus repräsentiert, wie vielerseits angenommen, nicht Theodor Herzl, sondern der ACHAD HA’AM, Asher Ginsberg (1856 – 1927).

Hier eine kurze Beschreibung von ihm. Weiteres Infos werden folgen !

Sonntag, 8. Mai 2011

Herzl und der Zionismus

B”H

Der Zionismus hat nicht nur seine leuchtenden heroischen Seiten, sondern genau so eine schlimme, ja, sogar furchtbare Seite. Bei Theodor Herzl war nicht alles Gold was glänzt und etwas später schaue man auf das Mizrachi Movement der nationalreligiösen Zionisten. Seit ewigen Zeit plane ich, über Letzteres zu berichten, denn ich besitze die Schriften des Rabbi Chaim Michael Dov Weissmandel, der exakte Beweise dafür bringt, wie die Chassidim Osteuropas von ihren eigenen Glaubensbrüdern, den relig. Zionisten, im Stich gelassen worden sind.

Samstag, 7. Mai 2011

Die jüdische Orthodoxie und der Holocaust, Teil 2


 Photo: Miriam Woelke

B”H

Nach dem Holocaust waren viele Juden froh, endlich einen eigenen Staat zugesprochen zu bekommen. Im Jahre 1948 war es soweit und Theodor Herzls Traum wurde Wirklichkeit. 

Mein Leben lang war ich froh über die Existenz des Staates Israel. Hätte unser Land schon zur Zeit des Dritten Reiches existiert, wäre sicherlich vieles anders verlaufen und sechs Millionen Juden wären wohl kaum umgekommen. 

Juden in der Galut (Diaspora) sind vielerseits große Verfechter Israels, können jedoch genau so viel Schaden anrichten. Insbesondere dann, wenn sie ihre eigenen Theorien verbreiten, welche mit dem Alltag in Israel absolut nichts zu tun haben.

Meine Israel”karriere” begann ich im Jahre 1987 als ich zum ersten Mal ins Land kam. Und wie soviele andere als Kibbutzvolontär. Eben mal so in den Semesterferien um das Land zu sehen und billig durchzukommen. Viele Kibbutzvolontäre kommen in der Annahme, man lerne aus dem Kibbutz heraus das Land Israel kennen. Ein Trugschluss und den bekam ich zu spüren als ich im Jahre 1995 nach Tel Aviv zog. Hinaus aus der behütenden Kibbutzblase und hinein in den Alltag des Großstadtdschungels.

Immer noch war ich pro – Israel eingestellt, doch die Ansichten sollten sich etwas verändern. 
Ich lernte viel über die israelische Geschichte und Gesellschaft und heute folge ich ganz sicher nicht mehr irgendwelchen blinden Idealen. Wer die hebräische Sprache spricht, sich in den hebräischen Medien informiert, hebräische Literatur liest und auch sonst alles in der Landessprache tut, erhält den originalen Eindruck des Landes. Meinungen, welche die anderssprachige Presse übergeht, denn jene Journalisten bekommen von diesem Part der Realität selten etwas mit.

Natürlich publiziert unsere Presse dieser Tage hunderte von Soldatenstories zum morgen abend beginnenden "Yom Hazikaron – Gedenktag für gefallene israelische Soldaten und Terroropfer". Sonntag abend wird es abends um 20.00 Uhr einen zweiminütigen Sirenenton geben genauso wie am Montag morgen um 11.00 Uhr. Viele Israelis betrachten den “Yom Hazikaron” als emotional wesentlich stärker als den “Yom Hashoah” am vergangenen Montag. Warum ? Weil Israel eine Armee ist. Kaum jemand war nicht Soldat gewesen und kann sich nicht damit identifizieren. Darüber hinaus aber glorifizieren viele Soldaten ihr Soldatendasein nicht und dafür gibt es Gründe, wie ich dieser Tage zu berichten plane.

Wer in Israel lebt und die hebräische Presse verfolgt, dem wird schnell bewusst, was sich wirklich in unserem Land abspielt. Wer mit wem in der Knesset verbandelt ist, welcher israelische Wirtschaftsmagnat welchen Einfluss auf die Politik nimmt, welche Anwälte und Richter hohen Einfluss nehmen, die Rolle der Künstler, des Obersten Gerichtshofes und warum wer oberster Richter wird und warum ein anderer scheitert. Die negative Seite der nationalreligiösen Bewegung, warum deren Rabbiner etwas verkünden und dann vor ihrer Meinung fliehen. Die Geschichte David Ben Gurions, die gestohlenen jemenitischen Kinder oder warum Ben Gurion samt Yitzchak Rabin ihre eigenen Landsleute an die Briten verpfiffen.

Heutzutage feiert die israelische Mehrheit den "Yom Ha'azma'ut - Unabhängigkeitstag" (Beginn am Montag abend - Dienstag) wie die Amerikaner ihren 4. Juli: Mit Grillparties im Garten oder in Parks. Der israelische Unabhängigkeitstag wurde schon längst zum nationalen “Mangal “Grill” Tag”. Natürlich gibt es auch Shows wie die militärische Flugshow über dem Strand von Tel Aviv oder das Riesenevent auf dem Kikar Rabin in Tel Aviv am Montag abend. Alles live fürs heimische TV. Nicht zu vergessen den ebenso live ausgestrahlten “Bible Contest” am Dienstag morgen. Jerusalems Sacher Park wird am Dienstag mit Grills überlaufen genau so wie der Tel Aviver Hayarkon Park.  

Obwohl ich für den derzeitigen Staat Israel bin, weiss ich doch, dass das nicht alles ist. Der Meschiach ist noch nicht da, aber immerhin haben die Juden nun einen Platz auf Erden, wo sie ohne Antisemitismus zu leben in der Lage sind. Irgendwie aber feiert jedes Grüppchen seinen Unabhängigkeitstag allein. Die Nationalreligiösen tun dies am Montag abend in der Großen Synagoge zu Jerusalem. Mit Service, Chor und dem traditionellen HALLEL – Gebet. Danach bewegt sich die Elite ins Untergeschoss zum geladenen Essen. 

Die Neturei Karta fackelt traditionell die israelische Flagge ab. Photographiert von der zionistischen Presse, welche die Neturei Karta sich nicht scheut, zu informieren. Public Relation muss sein !

Aber nicht jeder ultra – orthodoxer Jude ist gegen den Staat Israel, wie ich schon oft beschrieben habe und noch mehrmals tun werde ! 

Der derzeitige Staat Israel – JA, aber mit dem Bewusstsein, dass dies nicht unsere letztendliche Aufgabe bzw. unser Ziel ist, wie uns die Thora sowie der Talmud lehren. 

Wer den 63. Unabhängigkeitstag feiern will, der muss nach Tel Aviv kommen. Die Jerusalemer wissen in der Beziehung nicht zu feiern und die Party am Zion Square fällt stets recht dürftig aus. In Tel Aviv hingegen beginnt das große Feiertagsevent am Montag abend nach 20.00 Uhr. Am Dienstag werden das Ben Gurion House sowie das Gebäude in der Sderot Rothschild, in welchem Ben Gurion den Staat Israel ausrief, kostenlos zugänglich sein.

Montag, 18. Oktober 2010

DONA GRACIA Festival in Tiberias

B"H


Momentan sammele ich alle erdenklichen Informationen zur Person der grossen jüdischen mittelalterlichen Zionistin DONA GRACIA. Die Suche erweist sich als nicht ganz so einfach, denn nur wenig ist bekannt über jene reiche Frau, welche die Juden schon im 16. Jahrhundert nach Israel zurückführen wollte. Das Medaillon (links im Bild) ist die einzig existierende Abbildung von Dona Gracia (1510 - 1569).

Mitte November findet in Tiberias / Nordisrael ein DONA GRACIA FESTIVAL statt und hier die Einzelheiten:


Im Augenblick stelle ich einen Artikel zur Person zusammen und werde ebenso am Festival teilnehmen und darüber berichten. Das "Dona Gracia Hotel" in Tiberias half mir bisher sehr bei der Suche nach Informationen und ich durfte die historische Hotelausstellung photographieren.

Hier ein kurzer Vorgeschmack auf die Photos:




Das "Dona Gracia Hotel" in Tiberias dient zugleich als Hotel sowie als Museum.
Hier ein paar Einblicke in die historisch eingerichtete Hotellobby !



Photos mit freundlicher Erlaubnis vom "Dona Gracia Hotel":
Miriam Woelke

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Schabbat Schalom


Der TABOR Berg zwischen Afula und Tiberias. Der Ort direkt am Hand ist entweder arabisch oder gehört den Drusen.

Photo: Miriam Woelke


B"H

Eine Woche in der Peripherie des Nordens und schon ist Jerusalem vergessen. Die Leute aus der Bäckerei riefen einmal an, um HALLO zu sagen. Des Weiteren mit ein paar Jerusalemer Freunden telefoniert und ansonsten nimmt das Leben schon fast seinen neuen Lauf. Allerdings muss ich am Sonntag nochmals auf zwei Wochen zurück nach Jerusalem.

Diese gesamte Woche war voll Action und nebenbei sammelte ich so einiges an Material für weitere Artikel. Neue Leute lernte ich kennen und bemerkte, dass recht viele von ihnen aus den Städten im Landesinneren kamen und eine Zukunft im Norden planen.

Am Montag abend sass ich im besten und vielleicht teuersten Hotel von Tiberias, denn ich sammelte Material über Lotte Eisenberg; eine deutsche Immigrantin aus den 30iger Jahren, welche im Jahre 1946 das erste Hotel in Tiberias zu leiten begann. Das heutige Hotel "Rimonim Galei Kinneret" liess mich in die hauseigene Ausstellung, um zu photographieren. Danach durfte ich in dem halben Luxusschuppen auf der Aussenveranda am See Genezareth sitzen und einen Kaffee schlürfen. Hätte ich die 1800 Schekel (ca. 360 Euro) flüssig, dann würde ich garantiert in dem Hotel nächtigen.

Am darauffolgenden Tag war ich im Hotel "Dona Grazia". Ebenso in Tiberias und diesmal in der Dona Grazia - Ausstellung. Jene portugiesische Dame, die im 16. Jahrhundert zu dem wurde, was heute die Jewish Agency repräsentiert. Nämlich den Zionismus.

Das Hotel "Dona Grazia" veranstaltet ab dem 15. November vier Tage lang ein Dona Grazia - Festival. Aber dazu mehr in der nächsten Woche. Zur Dona Grazia (1510 - 1569), jener reichen Dame, die den türkischen Sultan dazu überredete, den Juden zur Zeit der Inquisition die Stadt Tiberias zu überlassen. Dona Grazia hatte sogar eine eigene Industrie geplant. Leider starb sie vor Vollendung ihres Planes, die europ. Judenheit vor der Inquisition zu retten und nach Israel zurück zu bringen.

Lotte Eisenberg, die deutsche Immigrantin aus Königsberg / Ostpreussen war ebenso vom Zionismus eingenommen und als Hitler an die Macht kam, suchte sie das Weite.

Gestern dann nächtigte ich durch Zufall im "Hotel Tel Aviv" in Zfat. Die schlechteste Herberge, in der ich jemals war.
Das Chabad Hostel "Ascent" kaufte vor einigen Monaten das Hotel auf und versucht momentan genügend Spenden aufzutrieben, um beide Gebäude auszubauen und miteinander zu verbinden. Zur Zeit jedoch ist das "Tel Aviv Hotel" eine Katastrophe und ich erwähne an dieser Stelle nur eines: All die fremden Haare, die sich in der Bettwäsche befanden. Furchtbar !

Vielleicht sollte ich damit beginnen, einen Hotel - bzw. Herbergenführer zu schreiben.:-)

Morgen früh habe ich unten in Tiberias noch ein paar weitere Termine, danach geht es zurück nach Zfat (nicht ins "Tel Aviv Hotel") und am Sonntag zurück nach Jerusalem. Ab Montag laufen meine Blogs wieder normal weiter.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

Sonntag, 20. Juni 2010

Das Ben Gurion Haus in Tel Aviv



Hier wohnte David Ben Gurion mit seiner Frau Paula. Heute befindet sich im Haus das Ben Gurion Museum.


Photo: Miriam Woelke

Montag, 2. November 2009

Israel, der Zionismus, die Religion und die Ablehnung der Völker

B"H

Mehrere Links zum Thema will ich einfach einmal auslassen und die Leser nicht mit einem Datenwust nerven. Mein kleiner Einblick an dieser Stelle fällt eh etwas limitiert aus, denn das Thema ist mittlerweile breitgefächerter als man sich das vorzustellen vermag.

Grundsätzlich geht es darum, dass die Völker der Erde sich von Israels Judentum gestört fühlen. Von Juden, die zu ihrer Identität stehen, nicht immer religiös sind, doch sich immerhin mit ihrem Judentum öffentlich identifizieren. Israel = Judenstaat.
Unsere ungeschriebene, dennoch existierende Verfassung, definiert Israel als JÜDISCHEN Staat und so soll es auch bleiben. Nicht nur, weil dieses Land eigentlich G - tt gehört, der es den Juden gab und wir ebenso die Thora von Ihm bekamen. Vielmehr, weil wir uns selbst als Juden identifizieren und seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer (im Jahre 70 nach Beginn der Zeitrechnung) keine richtige Heimat mehr hatten. Glaubten wir, diese einmal zu haben, wie im frühmittelalterlichen Spanien, so wurde die Illusion nach Jahrhunderten zerstört. Waren zuvor Juden und die herrschenden Moslems relativ gut miteinander ausgekommen, machte das einfallende Christentum mit Mission und Inquisition alles zunichte.

Schauen wir in das einstige Deutschland.
Auch dort fühlten sich Juden einst mehr deutsch als Deutsche und was wurde daraus ?
Nach dem Holocaust, im Jahre 1948, bekamen wir unseren eigenen Staat, den wir, gemäss der Geschichte und der Thora sowieso innehaben sollten. Einen jüdischen Staat, wenn auch vorerst säkuler. Israel aber ist immerhin unser und wir bestimmen die Regeln. Die Welt besitzt den Rest des Territoriums unseres Planeten, aber selbst das reicht einigen nicht. Sie wollen Israel; ob es ihnen rechtlich zusteht oder nicht.

Die anderen Völker fühlen sich von von Avraham oder Moshe genervt. Moral predigen, einen G - tt und so. Wer will das hören, wenn es sich doch richtig schön verlottert leben läßt. Und da kommen irgendwelche Israeliten oder Juden mit so einer komischen Thora und labern von Geboten.

Mittlerweile lebt ein Großteil der Welt nach den Geboten. Nicht morden, nicht stehlen, etc. Man erkennt G - tt an, doch stören halt die Juden immer noch. "Auserwählt" und so'n Kram. Und dann Israel als jüdischen Staat, der im Prinzip Nichtjuden als Einwohner nicht gerade willkommen heisst. Womit ich keinesfalls die hier lebenden Palästinenser meine, sondern christliche Gruppierungen etc., die meinen, nach Israel zu gehören.

Jeder will ein Stück vom Heiligen Land und wenn es geht, auch von G - tt. Das Problem ist nur, dass dabei Juden, Thora und G - tt so richtig in den Hintern getreten werden und zum Störfaktor deklariert werden. Juden sollen sich gefälligst anpassen und so sein, wie alle anderen Völker auch. Die Völker lernen Thora, doch der Verfasser namens G - tt, soll verschwinden und mit ihm Sein Volk. "Assimilation" so lautet das Zauberwort. Nur ein assimilierter Jude ist ein guter Jude.

In einem aktuellen Report kritisieren die USA Israels Identität. Seltsamerweise wird die Identität des Iran oder der Saudis nicht angezweifelt. Auch dann nicht, wenn Gegner dahingemetzelt werden. Heute rennen amerikanische Christen wie Hillary Clinton in die Kirche, morgen ist die Thora nichts weiter als ein Haufen Schwachsinn.
Zionisten, Juden und unsere Religion sollen weg. Wir wären zu abfällig gegenüber Andersgläubigen.

Wer in die Thora bzw. in die Propheten schaut, der wird feststellen, dass genau diese Aussagen der Völker schon vor mehr als Tausend Jahren vorhergesagt worden sind. Jüdische Identität stört und Zionismus sei mit dem Nazismus gleichzusetzen. Selbst Israels Linke ist dieser Ausfassung und verpasst all jenen Säkuleren wie David Ben Gurion oder Golda Me'ir, welche dieses Land aufbauten einen Tritt. Gleichheit soll her. Für alle und nicht nur für Juden.
Warum ziehen die Linken nicht ins Ausland und leben ihre falsche Toleranz dort ? Weil sie vielleicht genau wissen, dass sie dort zum jüdischen Nationalisten werden könnten ?

Eines sollte jeder Jude begreifen:
Die Völker werden uns immer mit Argusaugen begegenen, egal, wie assimiliert wird sind. Jude bleibt Jude !
Anstatt die Augen auf fremde oberflächlichen Werte zu richten, sollten wir den USA etc. standhalten und unsere Werte ausleben. Nicht immer relig., doch mit jüdischer Identität.
Und all jene, die diese Aussage für Rassismus halten:
G - tt erschuf die Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben. Juden haben ihre Aufgabe genauso wie Nichtjuden die ihre.
Deswegen wäre es vorteilhaft, wenn jeder sich um SEINE Aufgabe kümmert.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Trip mit Yeshivat "Ateret Cohanim"

B"H

Die nationalreligiöse Yeshiva (relig. Schule) "Ateret Cohanim" ist im arabischen Viertel der Jerusalemer Altstadt zu finden. Leiter ist Rabbi Shlomo Aviner und seine Yeshiva veranstaltet kostenlose Trips an den Zwischenfeiertagen von Pessach und Sukkot. Treffpunkt ist vor dem Wasserbecken vor dem Eingang zur Männerseite an der Klagemauer (Kotel). Es kann zwischen zwei unterschiedlichen Touren gewählt werden, welche je 1,5 - 2 Stunden dauern.

Seit Jahren nehme ich jedesmal an den Trips teil und es ist immer weider ein Erlebnis und nie langweilig. Am Sonntag nachmittag war es für mich wieder soweit; trotz der palästinensischen Unruhen im arabischen Viertel, wo man meint, den Tempelberg gegen einen nicht existierenden Feind verteidigen zu müssen. Der verborgene Propagandaweg zu einer dritten Intifada ?

Yeshivat Ateret Cohanim ist bekannt für Häuseraufkäufe im arabischen sowie im christlichen Teil der Altstadt. Man kauft die Immobilien ganz legal und siedelt dort jüdische Familien an. Ateret Cohanim rechtfertigt sich damit, dass man 1. die spirituelle Unreinheit aus der Altstadt verdrängen will und 2. solle Jerusalem jüdisch werden.

Weder Palästinenser noch Christen reagieren positiv darauf. Palästinensischen Hausbesitzern, welche ihren Grundbesitz an Juden verkaufen, droht von Pali - Seite die Todesstrafe. Von daher zahlt Ateret Cohanim nicht nur den regulären Kaufpreis, sondern besorgt den verkaufswilligen Palästinenser gleich noch eine neue Identität; meist im Ausland, um sie vor ihren eigenen Landsleuten zu bewahren.

Diesmal hieß unser Guide David. Ein junger nationalrelig. Student aus der Ateret Cohanim und extrem zionistisch eingestellt. Er führte unsere Gruppe, bestehend aus Israelis und ein paar französichen Neueinwanderern, hinaus ins Arabische Viertel. Inmitten der palästinensischen Marktstände sieht man eine kleine weisse Tür. Dort war einstmals der Eingang zur Mikweh (Ritualbad) der chassidischen Gruppe Sadigura. Überhaupt lebten bis zum Jahre 1948 unzählige Juden im Arabischen Viertel, ganz in der Nähe zum Koteleingang (Klagemauer). Chassidische Gruppen sowie sephardische Juden. Aber schon in der Vergangenheit sorgten die Araber immer wieder für Aufsehen, indem sie Pogrome veranstalteten und Juden abschlachteten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Im Jahre 1919, zum Beispiel. In Jerusalem und das berühmte Pogrom in Hebron.

Gegenüber dem einstmaligen Mikweheingang befindet sich eine Treppe. Eine weitere Marktgasse, in welcher sich die Yeshiva "Shuvo Banim" des Breslover Rabbis Eliezer Berland befindet. Gegenüber erkennen wir anhand einer braunen schusssicheren Tür sowie einer Kamera am Gebäude ein Haus mit jüdischen Bewohnern. Sämtliche jüdischen Häuser im Arabischen Viertel erkennt man an der dicken Tür, den Kameras und ggf. privatem Sicherheitspersonal.

David zeigte uns verschiedene jüdische Häuser und als wir an einem ehemaligen Haus, welches nicht mehr existiert und man nur Schotter liegen sieht, vorbeikamen, erklärte er uns, dass hier vor ca. 20 Jahren ein paar Pali - Terroristen an einer Bombe gebastelt haben. Soe planten ein Attentat gegen Israelis und sprengten sich letzenendes selbst in die Luft. Ein sogenannter "Arbeitsunfall".

Wir erreichten das christliche Viertel, wo die Gassen nicht dunkel und dreckig sind, sondern das genaue Gegenteil. Zu dem Zeitpunkt weilten Tausende Christen im Viertel, denn ihre Parade durch Jerusalem fand ein paar Tage später statt. Eine Parade, welche von der Christlichen Botschaft Jerusalem organisiert wird. Ziel der Botschaft ist die Judenmission.

Jene Christen, die gerade in den Cafes sassen als wir vorbeikamen, erwiesen sich teilweise als fanatische Kletten. Sobald sie uns sahen, kamen sie aus dem Glotzen nicht mehr heraus. Viele Male, wenn derlei Fanatiker Juden sehen, kriegen sie anscheinend einen besonderen Kick. Jedenfalls kamen viele auf uns zu und wollten uns die Hände schütteln oder uns sonstwie begrabschen. "Mal einen Juden anfassen", so in der Art. Niemals habe ich einer derlei ekelhafte Szene im christlichen Viertel erlebt. Wie in einem Horrofilm mit irgendwelchen relig. Fanatikern in der Hauptrolle und das Verhalten jener Christen erinnerte mich an "Rosemarie's Baby". Einfach nur noch widerlich grinsten sie uns mit ihrem bekehrenden Lächeln an.

David meinte, wir sollten mal lieber der Unreinheit entkommen und somit marschierten wir gen Eingang eines riesigen Gebäudes mit privatem Sicherheitspersonal vor der Tür. Das Haus war einmal ein christliches Hotel, doch wurde es von Ateret Cohanim aufgekauft. Als man jüdische Familien hineinsetzte, zogen die christlichen sowie arabischen Gegner vor Gericht. Das Gebäude gehöre den Juden gar nicht rechtmässig.
Ein israelische Gericht legte jedoch fest, dass der Kauf absolut legal von statten gegangen war. Allerdings müssen die Juden wieder ausziehen und das Gebäude solle von zwanzig jüdischen Wächtern bewacht werden.

So kam es, dass diese Wachposten aus je zehn Frauen und zehn Männern bestanden. Sprich, aus zehn Familien. Somit umging man trickreich legal das Gerichtsurteil.

Für mich wäre das kein Leben. Ich machte Aliyah nach Israel um unter Juden zu leben und trotz aller Ideologie, mich ständig der Terrorgefahr auszusetzen, hätte ich auch keine Lust. Vergitterte Fenster, damit ja keine Steine von außen hindurchfliegen.
Wer als relig. Jude durch das Arabische oder Christliche Viertel geht, dem schlägt eine gehörige Portion Hass entgegen. Nicht selten hassen uns die Christen mehr als die Moslems.

Wer an Pessach oder Sukkot in Jerusalem weilt, der sollte den Trip unbedingt mitmachen. Zwar findet alles auf Hebräisch statt, doch sagen die Gesichter der umherstehenden Palis sowie fanatischen Christen mehr aus als jedes einzelne Wort.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die Karten werden neu gemischt


B"H

Laut aktueller Umfragen erleidet der LIKUD unter Benjamin (Bibi) Netanyahu einen Einbruch zugunsten der kleineren Rechtsparteien. Zipi Livni und Kadima haben derweil keinerlei Chancen den neuen Ministerpräsidenten / in zu stellen.

Die Mehrheit der Israelis will Taten im Kampf gegen den Pali - Terror sehen, denn die Hamas bedroht uns auch weiterhin (siehe die gestrige Grad - Langstreckenrakete auf die Stadt Aschkelon) und die libanesische Hizbollah steht auch schon wieder fast vor der Tür. Scheich Nasrallah drohte vor ein paar Tagen mit neuen Angriffen. Hinzu kommt der Iran. Was also liegt näher als dass die Bürger eine starke Regierung wollen und kein Olmert - oder Livni Gejammer und Gezauder.

Netanyahu war schon einmal unser Premier und auf sein Konto ging die teilweise Rückgabe der Stadt Hebron an die Palis und des Weiteren bewilligte er als Minister der Sharon - Regierung den Abzug aus Gush Katif. Diese Taten vergessen ihm die Nationalreligiösen nie und gerade deren Wählerschaft wächst unaufhörlich an.

Auf Bibi kann man nicht bauen und bei Avigdor Lieberman (Israel Beitenu) weiß man, trotz grosser Sprüche, auch nie, wo man dran ist. Was liegt also näher als anderswo rechts zu wählen und da bietet der "Ichud HaLe'umi" unter Aryeh Eldad eine wunderbare Alternative, der auch ich mich am nächsten Wahldienstag anschliessen werde. Interessant ist, dass die eigentliche nationalreligiöse Partei laut der Umfrage nicht den Sprung in die Knesset schafft, dazu sind Lieberman und der ebenso nationalrelig. "Ichud HaLe'umi" zu stark im Kommen.

Den grossen Parteien laufen die Stammwähler davon und für rebellische Likudniks bieten die kleineren Rechtsparteien und sogar Lieberman ein weitreichendes optimales Auffangbecken. Man darf auf das Wahlergebnis am Dienstag gespannt sein !

Freitag, 21. November 2008

Die LETZTEN Zionisten

B"H

Unser Land ist alles andere als religiös. Das ist keine Neuigkeit und jedem ausreichend bekannt. Dass Israel hingegen alles andere als zionistisch ist, dürfte dagegen für manche neu sein zu hören.

Ariel Scharon hatte mit der Räumung Gush Katifs begonnen, was sich seither als Katastrophe für die Sicherheit Israels herausstellt hat. Man schaue nur auf Sderot und Aschkelon und die Kassam - Raketen.

Herzlichen Dank an den Friedensplan ! Scharon ist nicht mehr ganz unter uns und die Einwohner dürfen büssen.

Immerhin war Scharon noch um einiges besser drauf als die derzeitige Kadima - Blamage. Um von Kadima Zugeständniss zu bekommen, sollte man schon Pali sein und kein Jude. Und wenn, dann erst recht kein religiöser Jude, denn die seien ja der "Krebs des Landes" - so Verteidigungsminister Ehud Barak (Arbeiterpartei) auf der Gedenkveranstaltung zum 13. Todestag Yitzchak Rabins auf dem Kikar Rabin in Tel Aviv vor zwei Wochen.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich es mehr mit der Ideologie der Haredim (Ultra - Orthod.) habe als mit den Nationalreligiösen. Dies wiederum bedeutet nicht, dass ich haredisch herumlaufe und zur Gesellschaft gehöre. Das tat ich einmal, doch heute ist das anders, obwohl ich mich stets eher mit den Haredim identifiziere als mit den relig. Zionisten. Ich laufe also in Hose herum (außer am Schabbat oder haredischen Events) und bin trotzdem einigermassen zionistisch eingestellt.
Mit den Nationalrelig. habe ich es also nicht so und schon gar nicht mit jenen aus der radikalen Siedlerbewegung. Wobei nicht alle Siedler relig. oder radikal sind !
Die Kids aus den Yishuvim (Siedlungen) machen mich mit ihren Mentalitäte wahnsinnig. Vielleicht ist es auch nur die "Dorfmentalität", für die ich eh nicht geschaffen bin.

Allerdings gibt es auch für mich diverse Momente, in denen ich die Reaktion der heutigen israel. Regierungen nicht begreifen kann und auf der Siedlerseite stehe. Insbesondere jetzt, wo es einmal wieder mehr um eine Räumung geht:

Um die Räumung eines JÜDISCHEN Hauses mitten in Hebron !

Das Gericht entschied, dass der Besitzer zwar Jude ist, doch da sich das Haus im Gebiet der Palis befinde, müssen alle Bewohner raus. Juden raus, so in der Art. Genau das ist die Einstellung der Kadima - Regierung sowie der Gerichte. Das ist aus unserem Land und dem Traum der Zionisten geworden. Eine schleimerische Regierung, die den Palis und den USA in den Hintern kriecht und sich um die eigene Bevölkerung einen Dreck schert.

Das jüdische Haus in Hebron soll also geräumt werden und mittlerweile haben sich unzählige relig. Juden dort versammelt, um dem israel. Räumungskommando entgegenzutreten. Ehud Barak, für den eh alle nur Krebsgeschwüre sind, will jedoch die Armee die Keule schwingen lassen. An diesem Schabbat werden die Spannungen besonders hoch sein, denn die Thoralesung lautet "Chaye Sarah". Es geht um den Tode Sarahs, der Frau Avrahams. Und unsere Vorväter sowie deren Frauen liegen in der Ma'arat HaMachpelah" begraben.

Am Schabbat von "Chaye Sarah" versammeln sich jedes Jahr Tausende von Menschen in Hebron. Heute allein werden 20.000 Besucher erwartet, denn es ist einer der wenigen Gelegenheiten, bei denen die der Ma'arat HaMachpelah" die Halle des Yitzchak (Grab des Sohnes Avrahams & Sarahs) geöffnet sein wird. Ansonsten sitzen dort nur die Palis, die überhaupt Hebron und alles darin für sich beanspruchen. Sie sehen Avraham als Ishmaels Vater und es sei Ishmael, von dem sie abstammen und dieser sei der wahre Erbe Avrahams und nicht Yitzchak. Heute lauten viele historische Analysen, dass eben jene Moslems der Mehrheit nicht mehr den Nachkommen des Ishmael entstammen, sondern von anderswo kommen.

Innerhalb der letzten Tage machten sich die jüdischen Protestler Luft, indem sie moslemische Einrichtungen mit Grafittis beschmierten. Was machen die Palis überhaupt in Hebron ? Was in Jerusalem, wo Mohammed selber niemals dort war und das Wort "Jerusalem" nicht ein einziges Mal im Koran auftaucht ?
Doch geht es weniger um Religion als um Macht; und diese Macht soll gezeigt werden und unsere Regierung steigt vollstens mit ein.

In der nächsten Zeit sind also massive Clashe zwischen der Armee und den jüdischen Protestlern zu erwarten. "So billig kommen sie diesmal nicht weg", sagte mir ein Bekannter (Anhänger des radikalen Rabbis Baruch Marzel), auf die Kadima - Regierung anspielend.

Man kann die Sache sehen, wie man will - eine Schande für unser Land ist es allemal. Juden werden von ihrem eigenen Land vertrieben, damit die Palis einziehen. Danach beschiessen uns die Palis und die israel. Armee soll es wieder richten und die Israelis schützen. In welcher paranoiden Situation befinden wir uns eigentlich ?
Juden raus, Palis rein, Palis machen Terror, Juden wieder rein und dann wieder raus, damit die Palis weiter agieren können.

Schabbat Schalom an die beiden Ehuds (Barak & Olmert) !


Anmerkung:
Seit einiger Zeit werden immer mehr israelische Blogger aufgrund ihrer Berichte zum Thema vom Schabak (innerer Geheimdienst) verhört. Die ausländische Presse berichtet, zum Vorteile Olmerts, von einigen radikalen wilden Religiösen, die da den Friedensprozess stören und Randale machen.
Derzeit hetzt Olmert alles gegen jene Blogger auf, welche die tatsächlichen Fakten berichten, denn das mache sich nicht gut im Ausland.



Links:

Das "Friedenshaus" in Hebron und die Taktik der Siedler

Zum "Friedenshaus"

Besitzer des "Friedenshauses" plant Israel zu verklagen