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Freitag, 31. August 2012

Trip nach Ramat Gan

B"H 

Gestern war ich blogmässig etwas verhindert, denn ich reiste für ein paar Stunden nach Ramat Gan und Bnei Brak. Beide Städte grenzen direkt an Tel Aviv, wobei Bnei Brak vielerorts ausschliesslich von ultra – orthodoxen Juden (Haredim) bewohnt wird. Nicht im gesamten Bnei Brak, doch immerhin in großen Teilen der Stadt. 

Als ich nachmittags nach Jerusalem zurückkehrte, fuhr ich zu Jordan ins Hadassah Hospital, um sie zu besuchen. Mittlerweile vertritt mich derselbe Anwalt, der auch sie vertritt. Ein Spezialist für Autounfälle. Normalerweise arbeite ich bei anderen Gelegenheiten mit einem anderen Anwalt zusammen, doch der wollte den Busunfall nicht länger bearbeiten, da er sich als "nicht professionell genug auf dem Gebiet" betrachte. Jetzt also verklagen Jordan und ich die Busgesellschaft EGGED mit demselben Anwalt, doch die Rechtsangelegenheit wird sich hinziehen. Mindestens noch ein Jahr, denn erst dann wird ärztlich geprüft, ob bei uns gesundheitliche Folgeschäden bleiben. Immerhin haben wir einen super Anwalt auf Empfehlung vom Hadassah Hospital erhalten. 

Jordan selber habe ich die Grüße einiger Leser zukommen lassen und bei ihr und der Family gibt es einen kleinen Lichtblick am Horizont: Nächste Woche erfolgt eine erneute Hauttransplantation und wenn alles gutgeht, kehrt sie mit ihrer Mutter zum Rest der Familie heim nach Arkansas. Dort muss sie zwar ein paar Monate durch die Reha, aber daheim ist daheim. 

Und ich hatte wegen Anwalt, Ramat Gan sowie Bnei Brak keine Zeit für Blogs und e – mails beantworten. Alles bleibt mal wieder liegen bis morgen Abend bzw. Sonntag. 

Hier ein paar Photos von Ramat Gan, die ich gestern unterwegs knippste:









Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Straßenszene in Bnei Brak


Rabbi Akivah Street im haredischen (ultra - orthodoxen) Teil von Bnei Brak (nahe Tel Aviv).
Mehr Infos zur haredischen Welt auf "Jerusalem Backyard" oder "Hamantaschen".

Photo: Miriam Woelke

Montag, 19. September 2011

Photos aus Ramat Gan

B”H

Wie erwähnt, war ich heute im benachbarten Ramat Gan sowie in Bnei Brak unterwegs. Von Tel Aviv kommend, kann man leicht übersehen, bereits die Stadtgrenze nach Ramat Gan überquert zu haben. Man stelle sich die Städte Nürnberg / Fürth vor, die ebenso direkt ineinander übergehen.

Wer ganz Ramat Gan durchquert, der findet sich bei Überquerung der letzten Kreuzung in den Straßen Bnei Braks wieder. Letztere Stadt ist nicht ausschliesslich haredisch (ultra – orthodox), denn es leben genau so säkulere wie nationalreligiöse Juden dort. Zahlreiche Stadtteile jedoch sind vollkommen haredisch, was der Stadt einen hohen Level an frommem Touch gibt.

Die Sonne brannte vom Himmel und das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana steht an. Die Hitze nervte und erschwerte die Tour, dafür brachten die Gedanken an Rosh Hashana etwas Spiritualität mit ein.

Hier ein paar Photos aus Ramat Gan, dass gewiss nicht nur aus Diamantenbörse und Hochhäusern besteht.


An der Diamantenbörse









Copyright / Photos: Miriam Woelke

Trip nach Ramat Gan und Bnei Brak

B"H

Heute war ich einige Stunden lang in den Nachbarstaedten Ramat Gan und Bnei Brak, wobei ich in Bnei Brak viele chassidische Synagogen photographierte und etwas Rosh Hashana - Atmosphäre schnupperte. Am Abend des 28. September beginnt das jüdische Neujahrsfest und an diesem Samstag abend beginnen die Selichot - Gebete der aschkenazischen Judenheit. Von daher schaute ich mich nach einigen Synagogen sowie chassidischen Tischen um, die an diesem Schabbat etwas anbieten. Fündig wurde ich auch.:-)))


Bialik Street in Ramat Gan



Im Stadtteil der chassidischen Gruppe Vishnitz (Kiryat Vishnitz) in Bnei Brak

Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, 21. April 2011

Strassenszenen: Bnei Brak



Strassenszenen im haredischen (ultra - orthodoxen) Teil der Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv.

Photos: Miriam Woelke

Montag, 18. April 2011

Wenige Stunden vor Pessach im haredischen Bnei Brak


Bildergeschäft in Bnei Brak

Photo: Miriam Woelke

B”H

Heute morgen unternahm ich einen Kurztrip ins nur knapp entfernte Bnei Brak. Die Stadt liegt gleich hinter Ramat Gan und ist überwiegend ultra – orthodox, doch nicht vollständig. 

Unter anderem machte ich eine Menge toller Photos und einige wenige davon gibt es HIER zu sehen !

Insgesamt ist ist wahnsinnig heiss und schwül und wir dürften so um die 30 Grad Celsius haben. Ab heute abend sowie morgen ist Feiertag und ich werde mich etwas ins Pessachgetümmel werfen.

Meinen jüdischen Lesern wünsche ich ein tolles, gesundes und koscheres Pessach !

Freitag, 9. Oktober 2009

Schabbat Schalom


Photo: YNET

B"H

Jerusalem ist heute voll Spannungen, denn die Palis ziehen ihr Freitagsgebet auf dem Tempelberg ab. Die israelischen Behörden lassen aus Sicherheitsgründen nur Moslems über 50 Jahre zu.
Schon in der Nacht strömten Tausende Polizisten nach Jerusalem, Akko, Ramle, Haifa oder Yaffo, denn die palästinensischen Ausschreitungen können sich in Windeseile im ganzen Land ausbreiten und eine "Mehrfrontenintifada" entfachen. Dies sahen wir bereits in der Vergangenheit und wer da leichtfertigerweise behauptet, dass in Städten wie Yaffo, Haifa oder Ramle Juden und Araber friedlich zusammenleben, der hat keine Ahnung. Heute machen die Palis auf Frieden und sobald etwas geschieht, hängen sie allesamt gegen Israel zusammen.

Während des neulich erst zuende gegangenen Ramadan herrschte absolute Ruhe auf und um den Tempelberg, denn die Palis kooperierten mit der israelischen Polizei. Sobald jedoch das jüdische Fest Sukkot begann, flippten die Palis aus und begannen ihre Krawalle.
Juden in der Altstadt sind ihnen ein absoluter Dorn im Auge. Noch dazu, wo am Sukkot Tausende Juden ins jüdische Viertel gehen und die Kotel (Klagemauer) besuchen. Diesen Anblick ertragen die Palis nicht, denn er erinnert sie wohl zu sehr daran, dass Juden im Land sind und dieses den Juden gehört.

Eine Dritte Intifada ist im Gespräch und die Welt geht schon wieder mit der Pali - Propagandamaschinerie. Israel und die Juden seien schuld an den Ausschreitungen.
Kein Wunder, dass die Welt irgendwie hirngeschädigt zu sein scheint, denn lt. aktuellen Untersuchungen ist bereits heute jeder VIERTE Weltbürger ein MOSLEM ! Europa ist auf dem besten Wege der Islamisierung und wer glaubt, ich übertreibe, der informiere sich vorher eindringlich. Die besten Beispiele bilden England, Frankreich, Spanien und sogar die Islamische Bundesrepublik Deutschland.

In Tel Aviv geht es derzeit wesentlich entspannter zu. Heute nachmittag fahre ich jedoch zum Schabbat ins gespannte Jerusalem.

Allen Leser wünsche ich SCHABBAT SCHALOM und noch zwei weitere Tage ein tolles Sukkot. Ab Sonntag kehrt in Israel wieder der Alltag ein und somit auch Alltag in meinen Blogs.

Montag, 6. April 2009

Vor Pessach in Bnei Brak

B"H

Bnei Brak bei Tel Aviv ist eine überwiegend relig. Stadt. Wenige Säkulere oder Nationalreligiöse sind zu finden, dazu umso mehr Haredim (litvishe wie chassidische).

Am Mittwoch abend beginnt das 7 - tägige Pessachfest und in einem haredischen Forum fand ich ein paar interessante Photos zur Pessachstimmung in Bnei Brak.





Sellerie, als Teil der Pessachseder, im Angebot



Das reguläre Geschirr wird an Pessach komplett ausgetauscht, denn nichts soll an das an den Tagen verbotene Chametz (Getreide / Getreideprodukte) erinnern. Viele Familien (und auch ich daheim) ersetzen das Alltagsgeschirr mit Plastik.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Wie im Iran …

B"H

Am späten gestrigen Nachmittag stattete ich einmal wieder der haredischen (ultra - orthod.) Stadt Bnei Brak (bei Tel Aviv) einen Besuch ab. Vom Azrieli - Tower in Tel Aviv nahm ich die Buslinie 54 nach Bnei Brak. Auf dem Fahrplan an der Haltestelle sah ich, dass die 54 am Kiryat Vishnitz endet. Kiryat Vishnitz ist der Stadtteil der chassidischen Gruppe Vishnitz mitten in Bnei Brak. Wow, stellt man sich da vor, da mag es ja zugehen. Iranmässig und so, alles vermummt und nur "wilde" Orthodoxen.
Wider Erwarten war dann die Linie 54 alles andere als religiös. Jeder sass, wo er wollte und viele zählten noch nicht einmal zur haredischen Bevölkerung.

Bis zum Kiryah wollte ich allerdings nicht weiterfahren, denn immerhin war es schon 17.00 Uhr und ich beabsichtigte durch die zwei Einkaufsstraßen (Rabbi Akivah und Chazon Ish) der Stadt zu schlendern. Außerdem wollte ich mir die lokale Buslinie 1 anschauen, von der ich gehörte hatte, dass sie über eine absolute Geschlechtertrennung verfüge.

Geschlechtertrennung - Männlein und Weiblein - sitzen auch in anderen Bussen getrennt, doch sei es in der Linie 1 ganz extrem. Dort hänge nämlich eine Art Vorhang in der Busmitte und man könne die andere Seite nicht einsehen. Praktisch gesehen fragte ich mich, wo ich denn da einsteigen soll. Normalerweise steigen selbst in nach Geschlechtern getrennten Bussen die Frauen vorne beim Fahrer ein. Schließlich muß man ja irgendwo zahlen.
Wie aber läuft es in der 1 ab ?

Leider fand ich die Linie 1 dann nicht und ich suchte auch nicht groß herum. Beim nächten Mal aber garantiert, denn es interessiert mich, was das für ein Gefühl ist als Frau irgendwo im Hinterteil eines Busses hinter einem Vorhang zu sitzen.

Die Mehrheit der orthodoxen Juden ist gegen eine Geschlechtertrennung in israelischen Bussen. Wer von wilden Protesten und Forderungen einiger Haredim (Ultra - Orthod.) hört, die da so auf Geschlechtertrennung pochen, bekommt einen falschen Eindruck. Bei all dem Aufruhr möge man glauben, dass alle Haredim so sind. Dies wiederum entspricht ganz und gar nicht der Realität. Erstens ist einmal zu beachten, dass es bei vielen haredischen Forderungen vordergründig um Machtproben geht.
Zweitens halten sich viele Haredim an die bestehenden Geschlechtertrennungen in den Bussen selber nicht. Man pfeift drauf und sitzt, wenn verheiratet, mit seiner Frau irgendwo in der Busmitte zusammen. Kaum jemand regt sich bei Mißachtung auf. Dies kann ich von den Egged - Bussen in die haredische Stadt Beitar oder Kiryat Sefer nur bestätigen. Und selbst in den Bnei Brak - Bussen, wie der Linie 2, plaziert sich jeder, wo er will.

Bnei Brak ist bekannt für seine Strenge, doch lernt man, wenn man sich oft dort aufhält, viele Dinge einfach zu schätzen. Dinge, die einem ansonsten gar nicht so auffallen. Da ist zum Beispiel Israels einiziges Frauenkaufhaus, in welchem eben nur Frauen zugelassen sind. Erstaunen tut dies schon lange niemanden mehr, denn im Jerusalemer Mea Shearim sowohl als auch in Bnei Brak hängen vor vielen Läden Schilder aus, dass hier nur "anständig" angezogene Leute bedient werden.

Klingt das nach Iran oder undemokratisch ?
Mag sein, aber wenn mir derlei Vorschriften nicht passen, dann gehe ich von vornherein gar nicht in solche Stadtteile bzw. kaufe nicht in derlei Geschäften ein. Als ob es keine anderen Läden gebe.

Zum Frauenkaufhaus ist zu sagen, dass nicht nur relig. Frauen es vorziehen, dort einzukaufen. Endlich einmal shoppen ohne manchmal lästige Männerblicke oder das Gemäkele des Gatten, man solle sich doch endlich einmal beeilen. Das Kaufhaus kommt jedenfalls gut an.

Das Schlimmste in Bnei Brak könnte in der Zukunft Realität werden. Unbekannte Fanatiker haben es schon ausprobiert; in Bnei Brak genauso wie in Beit Shemesh. Männer und Frauen sollen getrennte Gehsteige benutzen. Jede Straßenseite für ein anderes Geschlecht. Inoffizielle Schilder hingen schon aus, doch niemand kümmerte sich weiter darum, außer der chaotisch um sich greifenden Polizei. Geschieht soetwas, dann rennt die Presse Sturm; die Haredim selber läßt das kalt, denn sie wissen sehr genau, welcher chaotischen Gruppe / Strömung sie dies wieder zu verdanken haben. Oder besser gesagt, wer sich mit idiotischen Erlässen wichtig machen will. So, what ?

Ein Chassid hingegen sagte mir, dass der Geschlechtertrennung in Bussen die Zukunft gehöre. In Bnei Brak, Beit Shemesh und Jerusalem. Jedenfalls in haredischen Stadtteilen.

Ich selber lebte schon in solch einem Stadtteil und in unserem Linienbus gab es eine inoffizielle Trennung nach Männlein und Weiblein. Männer vorn und Frauen hinten. Manchmal störte mich dies gewaltig, denn waren fast nur Männer im Bus, machten sie es sich auch auf den Frauensitzen bequem und ich hatte keinen Platz. Für derlei Situationen ist das beste Rezept, sich als Frau einfach neben einen Haredi zu setzen. Der springt dann in Sekundenschnelle auf, flüchtet und so hat man den Sitz für sich allein.

Zugegeben, es mag nach Iran klingen und ich bin gegen die Geschlechtertrennung. Andererseits sehen vor allem viele Frauen die Vorteile. Man wird halt nicht mehr dumm angemacht und so.

Insgesamt betrachtet kann man sich stundenlang zum Thema auslassen und kommt zu keinem Ergebnis. Es gibt Vor - und Nachteile und wer in diese Busse einsteigt, wie die Linie 402 von Bnei Brak nach Jerusalem (und umgekehrt), die Linie 472 von Jerusalem nach Kiryat Sefer, die Linie 417 von Jerusalem nach Ramat Beit Shemesh oder die Linie 185 nach Beitar, sollte wissen, was ihn erwartet. Geschlechtertrennung ist dort angesagt. Manchmal mehr und manchmal schert sich niemand darum. Man muß halt wissen wie …

Sonntag, 6. Juli 2008

Bnei Brak und die Vorurteile


Bnei Brak im Vordergrund mit Blick auf die Bürotürme in Ramat Gan



B"H

Nein, es wagen sich nicht viele Touristen in die Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv. Und falls ja, dann handelt es sich vorwiegend um jüd. - relig. Touristen. Verirrt sich tatsächlich ein nichtjüd. Tourist in die Stadt, so geht er bestenfalls die Haupt - und Einkaufsstraße Rabbi Akiva einmal auf und ab und meint, das wars.

Genau das war es eben nicht, denn er wirklich an Bnei Brak und seinen haredischen Bewohnern interessiert ist, der kann und darf sich nicht mit der Rabbi Akiva oder der Jabotinsky (nach Petach Tikwah führend) zufrieden geben.

Wer in Tel Aviv oder Umgebung erzählt, er fahre nach Bnei Brak, der bekommt oft sarkastische Kommentare zu hören. Bnei Brak, was sei denn da außer Haredim (Ultra - Orthod.) ?

Das Vorurteil ist nicht ganz unwahr, doch kann ich dem mit Sicherheit hinzufügen, dass es dort extrem nette hilfsbereite Leute gibt. Außer der riesigen Coca Cola Fabrik Israels. Bnei Brak ist statistisch betrachtet die ärmste Stadt Israels; der Sarkasmus läßt da vielleicht verlauten, dass die hohe Bevölkerungszahl der Haredim meist nicht arbeitet und die Männer auf Yeshivot oder im Kollel (Yeshiva für verheiratete Männer) lernen. Das stimmt, doch gibt es andererseits viele Haredim, die durchaus arbeiten. Aber Bnei Brak wäre nicht Bnei Brak, wenn es trotzdem nicht überleben täte. Und außerdem leben in der Stadt einige ganz wenige Säkulere sowie Nationalreligiöse auch.

Mit den Buslinien 51 oder 54 (relig.) kommt man bequem von Tel Aviv nach Bnei Brak. Beide Linien halten in der ewig langen Jabotinsky Street, die sich von Ramat Gan nach Petach Tikwah schlängelt. Tel Aviv, Ramat Gan, Bnei Brak, Petach Tikwah, das ist die Route. Kurz nach der Einfahrt in Bnei Brak befindet sich rechts die Rabbi Akivah Street. Die Rabbi Akivah ist die Hauptstraße der Stadt und dort bummeln die Haredim. Restaurants, relig. Shops, relig. bzw. anständige Kleidung, dies alles ist dort zu finden. Nichtjüdischen Touristen möchte ich anraten, nur in anständiger Kleidung, Männer mit Kopfbedeckung und Frauen in langem Rock, durch die Straßen zu laufen. In Bnei Brak ist man keine Touristen gewöhnt. Überhaupt reagieren die Bewohner zuerst skeptisch Fremden gegenüber; redet man jedoch ersteinmal mit ihnen, entwickeln sich tolle Gespräche. Mit Englisch aber ist absolut kein Weiterkommen. Hebräisch ist ein Muß oder bestenfalls ein gutes Jiddisch.

Am letzten Freitag, etwas mehr als eine Stunde vor Schabbatbeginn, stand ich in der Rabbi Akivah und wußte nicht unbedingt weiter. Chassidische Synagogen bzw. Tische der jeweiligen Rebben wollte ich besuchen. Nur wo beginnen, wenn man sich nicht auskennt ? Mit einiger Nachfragehilfe fand ich dann schnell das Gebiet, in denen alle in Bnei Brak ansäßigen chassidischen Gruppen versammelt sind und dann brauchte ich nur noch aus dem Vollen zu schöpfen. Alles war da und wenn ich Leute befragte, so gaben die sich hilfsbereit. So zum Beispiel eine Frau der chassidischen Gruppe Vischnitz, die mir ausführlich die Umgebung zum Vischnitzer Stadtteil "Kiryat Vischnitz" erklärte.

Es war positiv, dass sich die Chassidim so dermaßen in nur einem bestimmten Gebiet ansiedelten, denn so brauchte ich nie allzu lange laufen. Ansonsten herrschen in der Stadt die litvischen Juden mit ihren großen Yeshivot "Ponibezh" oder "Chazon Ish".

Einen Besuch Bnei Braks, kann ich demjenigen empfehlen, der sich mit der haredischen Gesellschaft auskennt und Hebräisch sprich. Wer sich ernsthaft für chassidische Gruppen interessiert, der wird überall fündig.

Aber wie gesagt, im Gegensatz zu Mea Shearim in Jerusalem sind die Bnei Braker keine fremden Besucher gewohnt und sind skeptisch ihnen gegenüber. Von daher braucht man etwas mehr Geduld, was sich jedoch hinterher auszahlen kann.