Posts mit dem Label Juedische Geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Juedische Geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. September 2012

Jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern

B"H

In Deutschland, Österreich oder der Schweiz mag man sich weniger bis gar keine Gedanken über jene Juden machen, die einst in arabischen Ländern geboren wurden, aufwuchsen und später von den muslimischen Bewohnern terrorisiert und schliesslich in die Flucht getrieben worden sind. Als Beispiele sehen wir die nordafrikanischen Länder, den Irak, Kurdistan, Jemen, Syrien oder den Iran. Hunderttausende Juden lebten einmal in diesen Ländern. Insbesondere in Marokko, Tunesien, Algerien, dem Irak sowie Kurdistan, doch bereits in den 50iger Jahren begann eine massive Einwanderungswelle dieser Juden nach Israel. Zufuss kamen viele Familie allein aus Marokko. In ihrer alten Heimat besassen die Juden Geschäfte und Grundbesitz, aber all das wurde ihnen von der muslimischen Bevölkerung genommen. Entschädigungen gab es keine. Bis heute nicht. 

In den deutschsprachigen europäischen Ländern mögen viele glauben, Israel bestehe weitgehend aus westlich – europäischen Juden. Ja, sogar mit deutscher Mentalität. Ein Trugschluss, denn hierzulande herrscht eine Middle East Mentality und noch dazu die Küche der Kurden, der persischen Juden oder der Marokkaner. Der Bevölkerungsanteil der sephardischen Juden ist immens hoch und allein Jerusalem stellen sie die Mehrheit.

Wer aber redet heute noch von den einstigen jüdischen Flüchtlingen aus arabischen Ländern ?



Link:

Justice for the Jew from Arab Countries

Forced Migration

Donnerstag, 26. Juli 2012

Tisha be'Av und Rabbi Yehudah HaLevi


 Eingang zum "Bell Park - Gan HaPa'amon" in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

B"H

Am Samstag abend, wenn der Schabbat endet, geht die jüdische Welt direkt in den Tisha be'Av. TISHA be’AV steht für den 9. Tag im jüdischen Monat Av, in welchem wir uns gerade befinden. Kurz gesagt steht der Tisha be’Av für die Zerstörung beider Jerusalemer Tempel. Einmal durch die Babylonier und später durch die Römer. Ein tragischer Tag für das Judentum, welcher seinen eigentlichen Ausgang in einem vorangegangenen Event hat. Aber dazu heute noch mehr auf meinem Hamantaschen – Blog.

Ursprünglich plante ich einige weitere Artikel, musste das Schreiben aber gestern aufgeben, da ich immer noch an einer beidseitigen Rippenprellung leide. Geprellte Rippen sind alles andere als lustig und gestern war einmal wieder so ein Tag, an dem ich nicht wusste, ob und wie ich sitzen oder liegen sollte. Heute nachmittag habe ich noch zur Physiotherapie und vielleicht hilft das ja ein wenig.:-) 

Eine Freundin von mir verfasste unterdessen einen sehr guten Artikel zum EGGED Busunfall. Eine Beschreibung von einer Außenstehenden, die da doch nicht ganz so außenstehend war:



Tisha be'Av beginnt also am Samstag abend und der Tag zeichnet sich dadurch aus, dass 25 Stunden lang gefastet wird. Allgemein gelten all dieselben Regeln wie am Yom Kippur (Versöhnungstag), nur mit dem Unterschied, dass das öffentliche Leben nicht stillsteht. Es fahren Busse, vielerorts wird gearbeitet und in Tel Aviv merkt man noch nicht einmal, dass Tisha be’Av ist. In Jerusalem hingegen werden am Sonntag zahlreiche Einrichtungen geschlossen sein. Überhaupt bin ich der Meinung, dass nirgendwo auf der Welt der Schmerz um die verlorenen Tempel intensiv gefühlt werden kann als in Jerusalem selbst. In der messianischen Zeit dagegen wird es einen Dritten Tempel geben und der einstige (jetzige) Trauertag Tisha be’Av wird zum Freudentag warden. 

Am Abend des Tisha be’Av werden sich Tausende Juden an der Klagemauer (Kotel) versammeln und KINOT (ein Buch mit zahlreichen Versen zum Leiden der Juden über die Jahrhunderte hinweg) lesen. Unter anderem beinhalten die Kinot Verse aus der Zeit der Kreuzritter und deren Morde an den Juden Europas sowie Jerusalems. Verse über die Zeit der Inquisition und die Folterungen sowie Morde an den Juden Spaniens und anderswo. 

Kurze Anmerkung: Es gibt KINOT der aschkenasischen Judenheit und jene der sephardischen Juden !!!

Mit einer Freundin nehme ich am Marsch der WOMEN IN GREEN um die Altstadtmauer teil. Danach planen wir, mindestens einen Schiur (relig. Vortrag) zu besuchen. Schiurim finden in der Nacht des Tisha be’Av fast an jeder Jerusalemer Ecke statt. Bereits gestern abend war ich bei meinem allwöchentlichen Schiur, in welchem es normalerweise um die Sichtweise des Rabbi Yehudah HaLevi zum Land Israel geht. Hierbei besonders bezogen auf die Inhalte des Buches HA’KUZARI. 

Gestern abend jedoch hatte Rabbi Chaim Eisen einige Piyutim (Gedichte) von Rabbi Yehudah HaLevi zusammengetragen. In diesen Piyutim beschreibt Rabbi Yehudah die Leiden der jüdischen und moslemischen Bevölkerung Jerusalems beim Einfall der Kreuzritter im Jahre 1099. Rabbi Yehudah war ein Zeitgenosse, wenn er auch zu der Zeit in Spanien lebte. Als die Kreuzritter Jerusalem erreichten, wurden als erstes sämtliche Juden und Moslems umgebracht. Außerdem lasen wir Piyutim über die Massaker von Christen und Moslems an den Juden von Toledo. Nach diesen Pogromen im 12. Jahrhundert beschloss Rabbi Yehudah nach Israel zu ziehen. Ein Leben in der Diaspora sei für einen Juden ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder Jude in der Diaspora muss sich innigst danach sehen, nach Israel zurückzukehren und nicht nur ab und an einmal kurz sagen, irgendwann werde er vielleicht einmal dorthin ziehen. 

Diaspora - Juden hören es nie gerne, doch Rabbi Yehudah hatte schon seinerzeit mehr als Recht. Die Mehrheit der Diaspora – Juden ist bis heute nicht bereit, dass bequeme Leben in der Diaspora aufzugeben und nach Israel zu ziehen. Genau wie damals die Juden Babylons, welche eigentlich von Nebuchadnezzar nach der Ersten Tempelzerstörung von Israel nach Babylon verschleppt worden waren, sich es dann aber in der Diaspora gemütlich einrichteten und nicht bereit waren, unter dem Propheten Ezra nach Jerusalem zurückzukehren, um den Tempel wieder aufzubauen.

Sonntag, 5. Februar 2012

Das CARDO in Jerusalem, Teil 1

B”H 

Beim CARDO in der Altstadt von Jerusalem handelt es sich um eine einstige antike Shopping Mall. Gebaut von den Römern nach der Zweiten Tempelzerstörung. Damals nannte der römische Kaiser Hadrian “Jerusalem” in “Aelia Capitolina” um. Die ehemalige mehrere Kilometer lange Einkaufsstraße führte vom heutigen Damaskus Tor (Ostjerusalem) bis ins heutige Jüdische Viertel hinein. 

Hier ein paar Photos vom Teil des Cardos im Jüdischen Viertel. Verfehlen kann es der Tourist nicht und hineingehen kann jedermann umsonst. Heute bieten viele jüdische Souvenirläden alles für den Touristen an und ich rate jedem, sich eingehend nach den Preisen zu erkundigen. Die Waren sind gerade an belebten Touristenorten nicht billig !


Im CARDO: Was heutzutage überdacht wirkt, lag einst unter freiem Himmel.



Die römischen Originalsteine der antiken Einkaufsstraße






Rechts im Bild: Eine Gruppe israelischer Soldaten, die mit ihrem Tour Guide das Cardo besuchen.



Gemälde der antiken Mall



So sah das Cardo vor 2000 Jahren aus



Und so schaut es heute aus.

Photos: Miriam Woelke

Dienstag, 11. Oktober 2011

Palästinenser und Kirchen fälschen jüdische Geschichte

B”H

Wer sich mit den Palästinensern der Jerusalemer Altstadt unterhält, hört neben der Bemerkung “Hitler hätte sein Werk vollenden und alle Juden vergasen sollen” auch die Behauptung, es habe niemals zwei jüdische Tempel in Jerusalem gegeben. Aufgrunddessen sei die gesamte jüdische Geschichte Israels von den Juden und Zionisten gefälscht. 

Doch nicht nur die Palästinenser hegen ein extrem hohes Interesse daran, die jüdische Geschichte Israels auszumerzen. Mit ihnen zusammen macht auch die katholische Kirche tatkräftig mit. Ebenso die Armenier und die Griechisch – orthodoxe Kirche. 

Juden waren und sind den Kirchen ein Dorn im Auge, denn schliesslich sind sie der lebende Beweis dafür, wie sehr G – tt über sein Volk wacht. Solange es Juden gibt, besteht immer die Gefahr, dass die Lügen der Kirchen weiterhin aufgedeckt und publiziert werden. Ein Machtmonopol sieht sich in Gefahr und G – tt spielt dabei nur eine geringe Rolle. Wenn überhaupt. 

So passt das Lügengebilde christlicher Kirchen wunderbar in die politischen Beweggründe der Palästinenser. Wenn es um Juden geht, wird sogar der Papst zum Fan des Islam. Und das ganz ohne Photoshop. 

Weitere Details bei YNET ! 

Ähnliche Links:

Zum Papstbesuch in Deutschland



Botschaft an die Kirchen

Donnerstag, 8. September 2011

"SILENT EXODUS - Der Stille Exodus"

B"H

Silent Exodus was selected at the International Human Rights Film Festival of Paris (2004) and presented at the UN Geneva Human Rights Annual Convention (2004)
In 1948 nearly one million Jews lived in Arab lands. But In barely twenty years, they have become forgotten fugitives, expelled from their native lands, forgotten by history and where the victims themselves have hidden their fate under a cloak of silence.
A people whom legend have always associated with "wandering" many of these Jews from Arab lands had lived there for thousands of years and accepted their fate, through good times and bad times.
But 1948, the beginning of their exodus, also saw the birth of the State of Israel.
And, while the Arab armies were preparing to invade the young refugee-country, the survivors of the Shoah were piling up in rickety boats. Meanwhile a few hundred thousand Arabs from Palestine were getting ready to flee their homes, convinced that they would return as winners and conquerors.
Soon - by a terrible twist of fate they, as well, began to fill up refugee camps and passed on their refugee status to new generations.
  

 Mit Dank an FRUMLIFE.

The Jews, however, did not receive refugee status.
They had just rediscovered the land of their birthright.
And if they came from Morocco, Algeria, Tunisia, Libya, Egypt, Syria, Iraq or from Yemen, if they had lost everything, even their relatives and their cemeteries, they were ready to rebuild their lives in the West and for many - in Israel - and try to forget their past.
Without ever asking for compensation or the right of return, or even wishing that their story be told...
THE ARABS WITHOUT THE JEWS: ROOTS OF A TRAGEDY
by MAGDI ALLAM
(translated from Italian by Lyn and Lawrence Julius)
Israel is the keeper of a mutilated Arab identity, the repository for the guilty consciences of the Arab peoples, the living witness to a true history of the Arab countries, continuously denied, falsified and ignored.

Dienstag, 9. August 2011

Das Jerusalem des Zweiten Tempels in Miniaturformat

B"H

Zum heutigen Tisha be'Av:

Vor genau einem Jahr besuchte ich das Jerusalemer ISRAEL MUSEUM und machte dort Photos vom Miniaturmodell des Jerusalem in der Zweiten Tempelperiode:

Polnische Juden vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

B"H

Am heutigen Trauer - und Fastentag TISHA Be'AV wird sich mit weniger erfreulichen Themen aus der jüdischen Geschichte beschäftigt. Darunter auch mit dem Holocaust. Wenn heute Filme anschauen, dann zum Thema HOLOCAUST oder anderweitige Judenpogrome.


Sonntag, 7. August 2011

Warum Jerusalem den Juden gehört

Jerusalem 60 Minutes: The City of David



B”H

Morgen Abend einschliesslich Dienstag gedenkt die jüdische Tag der zwei zerstörten jüdischen Tempel in Jerusalem. TISHA be’AV, der 9. Tag des jüdischen Monat Av ist ein Trauertag. 25 Stunden lang wird gefastet und es gelten ungefähr dieselben Regeln wie am Yom Kippur. Allerdings darf am Tisha be’Av gearbeitet werden. Auch geht der Alltag weiter, außer dem Fasten und einigen weiteren Halachot.
Besonders in der jüdischen Welt Jerusalems ist der Tisha be’Av zu spüren.

Sonntag, 10. Juli 2011

Ausstellung: Das HEILIGE LAND im 19. Jahrhundert

B"H

Die JEWISH NATIONAL LIBRARY auf dem Campus der Hebrew University in Jerusalem (im Stadtteil Givat Ram) unterhält derzeit eine Ausstellung über das heutige Israel im 19. Jahrhundert.



 
Der amerikanische Schriftsteller Herman Melville (Moby Dick) über die Juden im damaligen Heiligen Land.


Auch christliche Missionare krochen zu der Zeit schon durch unser Land.





Eine christliche Missionsschule in Yaffo im Jahre 1870.

Photos: Miriam Woelke

Montag, 23. Mai 2011

Leserfrage: Wie hiess der Vater von Benjamin Netanyahu ursprünglich ?

B”H

Ein Leser googelte die Frage, wie denn der Vater von Benjamin Netanyahu ursprünglich hiess ?

Ursprünglich HEIßT sollte es an dieser Stelle lauten, denn Benzion Netanyahu, der Vater des derzeitigen israelischen Premierministers, ist immer noch am Leben. 

Obwohl sein ursprünglicher Familienname bei Wikipedia mit MILEIKOWSKI angegeben ist, so lautete der ursprüngliche Name der Netanyahus einmal MILIKOWSKI.

Montag, 16. Mai 2011

Achad Ha’Am: Der wahre Zionismus

B”H

Es gibt nicht den einen Zionismus, sondern unterschiedliche Formen des Zionismus, genau so wie es zahlreiche Formen des Antizionismus gibt. Den aufrichtigsten und wahren Zionismus repräsentiert, wie vielerseits angenommen, nicht Theodor Herzl, sondern der ACHAD HA’AM, Asher Ginsberg (1856 – 1927).

Hier eine kurze Beschreibung von ihm. Weiteres Infos werden folgen !

Donnerstag, 3. März 2011

Papst Benedikt gibt sich erneut antisemitisch

B”H

Demnächst kommt ein neues Buch auf den Markt und der Autor ist kein geringerer als der deutsche Papst Benedikt. In seinem jüngsten Werk zeigt sich der Nazi – Papst wieder einmal so richtig antisemitisch, wie man es von ihm gewohnt ist. 
“Die Juden seien Schuld am Tod des gekreuzigten J. !”

Mit seiner Äußerung beruft sich der Papst auf das antisemitische Buch des Matthäus.
Die Juden sind wieder einmal schuld am Tod des Juden J. Von der historischen Sichtweise hat der Papst keine Ahnung, denn es ist bewiesen, dass die römische Besatzungsmacht Kreuzigungen durchführte, aber was will man von der antisemitischen Kirche erwarten, die da, zusammen mit Martin Luther im Mittelalter ihre Judenpogrome abzog. Passend zum anstehenden Pessach wird der Papst wieder einmal besonders antisemtisch, ohne sich an der Kriminaltät seiner eigenen Kirche zu stören.


Links zum Thema:




Warum die Kirche den Talmud ablehnt

Mittwoch, 26. Januar 2011

Wenn Hitler das sehen könnte ...


Israelisches Verteidigungsministerium in Tel Aviv.



Breslover Chassidim in Downtown Tel Aviv.



Pulsierendes Leben in Tel Aviv.



Photos: Miriam Woelke

B"H

Schon die Thora sagt uns, dass Juden niemals aussterben werden und der beste Beweis ist, dass es uns trotz allem noch gibt.

Mittwoch, 10. November 2010

Wie ultra - orthodoxe Juden den Holocaust sehen

B"H

Vor einiger Zeit verfasste ich einen längeren Artikel zum Thema und möchte dem Inhalt einige kurze Aspekte hinzufügen.

Viele chassidische Gruppen reden bis heute nicht offen über den Holocaust, welcher so vielen Chassidim das Leben kostete. Ich kenne einen Belzer Chassid, der seinen Kindern nichts zum Thema "Holocaust" lehrt. Einmal davon abgesehen, dass der Holocaust des Dritten Reiches eine Katastophe für das jüdische Volk war; nichtsdestotrotz eine Katastrophe unter vielen innerhalb der Geschichte des Volkes. Allzu oft vergessen wir leider allein schon die Zeit der Inquisition und wieviele Juden von der Kirche des Mittelalters gefoltert und schlimmstenfalls hingerichtet worden sind. Der Holocaust des Dritten Reiches unterscheidet sich vielleicht durch seine durchorganisierte Ausführung, insgesamt jedoch steht er für eine Katastrophe unter vielen.

Die Haredim (Ultra - Orthodoxen) gedenken der Holocaustopfer am Halbfastentag 10. Tevet (fällt in diesem Jahr auf den 17. Dezember 2010). Ein Trauertag mit Tradition und, u.a., wird an dem Tag jener toten Juden gedacht, deren Ort der Beerdigung / Ort des Grabes unbekannt ist.

Die chassidische Gesellschaft, einschliesslich Chabad, ignoriert die Shoah keineswegs, aber was sie tut ist, grossen Wert auf religiöse Aspekte zu legen. Es werden keine Holocaust - Gedenkreden geschwungen, sondern es wird sich hingesetzt und Thora gelernt. Dies schon allein aus dem Grund, die Seelen der Toten zu erhöhen, wie die jüdische Tradition besagt. Religiöse Juden gedanken anders und nicht nur an einem einzigen Tag.

Hunderttausende Mitglieder verloren die Chassidim im Holocaust. Danach herrschte allgemeines Entsetzen. Warum liess G - tt soetwas zu ? Hatten die Juden etwas falschgemacht ? Wozu diente der Holocaust und was sollen die Juden daraus lernen ?
Sehr intensive und eindringliche Fragen innerhalb des Kreises der relig. Juden.
War es die Assimilation ? Der aufkommende Zionismus ? Das Reformjudentum ? Was ? Warum mussten die Juden in der organisierten Todesfabrik Trelinka umkommen ?

Bis heute wird die Tradition des Thoralernens aufrecht erhalten. Man konzentriert sich auf relig. Aspekte. Zu leugnen sei trotz allem nicht, dass besonders die haredische Gesellschaft nach dem Holocaust die verlorenen Generationen wettmachen wollte, indem man mehr Kinder gebar.

Ein furchtbares Thema für chassidische Gruppen und bis heute gilt Deutschland teilweise als Abbild des Judenhassers "Amalek". Daran wird sich wenig ändern, denn vor 2000 Jahren sprach schon der Talmud davon (siehe Megillah 6b sowie Yoma 10).

_________________________________


Weitere Links zum Thema:


- Rabbi Kalonymus Kalman Shapira

Sonntag, 31. Oktober 2010

Das Grab der Rachel wird auch Moschee

B"H

Die Juden sind vielen in der Welt ein Dorn im Auge und in relig. Kursen aller Art kam stets die Frage auf, warum das so ist. Sind die Juden selber dran schuld oder begreift die Welt einfach nur nichts ? Die Antwort lautete stets, dass schon Avraham den ersten Antisemitismus zu spüren bekam. Und das als er noch in seinem Heimatort Ur Kasdim, im heutigen Irak, unter König Nimrod lebte. Avraham kam zu der Erkenntnis, dass es nur einen einzigen G - tt geben kann, welcher die gesamte Welt beherrscht und regiert. Weder Mond noch Sonne können G - tt sein und schon gar nicht König Nimrod oder eine der kleinen Götterstatuen, die Avrahams Vater Terach an die damaligen vorbeiziehenden Touristen verkaufte.

Avraham war anders als die Mitmenschen, glaubte an einen G - tt und den Rest kennen wir aus der Thora. An all dem hat sich bis heute nichts geändert und die Welt betrachtet die Juden immer noch als "anders". Die Araber und Palästinenser beabsichtigen die Juden unschädlich zu machen, denn Hitler hat ja, ihrer Meinung zufolge, versagt. Also will dass jetzt einmal ein Machmoud Achmadinejad in die Hand nehmen, damit nichts mehr schiefläuft. Die Palästinenser schreien nach ihrem eigenen Land und die Welt steigt so richtig mit ein. Israel sei schuld und die arabische Terroristenwelt im Recht.

Die Vereinten Nationen haben sich in der letzten Woche wieder einmal ein ganz tolles Fettnäpfchen geleistet, denn sie erklärten das Grab der Rachel (Frau des biblischen Yaakov) gleichfalls zur Moschee. Nicht nur "Kever Rachel", sondern ebenso Moschee.
Ich wiederhole die UN - Entscheidung, denn sie klingt so absurd, dass man sie beim ersten Hinhören für einen Scherz hält.

Das Grab der Rachel liegt ausserhalb von Beit Lechem (Bethlehem) und bis zum Jahren 1996 hat sich kein einziger Moslem darum gekümmert. Noch im 19. Jahrhundert gaben die in der Umgebung lebenden Araber einstimmig zu, dass es sich um das Grab der Rachel handele und sie, die Moslems, haben mit der Stätte nichts zu tun. Seit vielen Jahrhunderten wurde das so gehandhabt, bis die Intifada aufkam und die Palästinenser erneut eine Gelegenheit sahen, die jüdische Geschichte Israels auszumerzen. Die UNESCO gab den Palis Recht und beugte sich wieder einmal mehr dem Islam.
Herzlichen Glückwunsch zur Fälschung der Geschichte. Vielleicht wird ja das UNO - Gebäude demnächst auch noch Moschee !


Weitere Details bei


Montag, 18. Oktober 2010

DONA GRACIA Festival in Tiberias

B"H


Momentan sammele ich alle erdenklichen Informationen zur Person der grossen jüdischen mittelalterlichen Zionistin DONA GRACIA. Die Suche erweist sich als nicht ganz so einfach, denn nur wenig ist bekannt über jene reiche Frau, welche die Juden schon im 16. Jahrhundert nach Israel zurückführen wollte. Das Medaillon (links im Bild) ist die einzig existierende Abbildung von Dona Gracia (1510 - 1569).

Mitte November findet in Tiberias / Nordisrael ein DONA GRACIA FESTIVAL statt und hier die Einzelheiten:


Im Augenblick stelle ich einen Artikel zur Person zusammen und werde ebenso am Festival teilnehmen und darüber berichten. Das "Dona Gracia Hotel" in Tiberias half mir bisher sehr bei der Suche nach Informationen und ich durfte die historische Hotelausstellung photographieren.

Hier ein kurzer Vorgeschmack auf die Photos:




Das "Dona Gracia Hotel" in Tiberias dient zugleich als Hotel sowie als Museum.
Hier ein paar Einblicke in die historisch eingerichtete Hotellobby !



Photos mit freundlicher Erlaubnis vom "Dona Gracia Hotel":
Miriam Woelke

Montag, 11. Oktober 2010

Zwei große Frauen des Zionismus

B"H

Kannten taten sich die beiden zionistisch geprägten Frauen nicht, denn dazu waren die Zeitabstände zu hoch. Dennoch waren beide Frauen für die Stadt Tiberias am See Genezareth (Kinneret) sehr wichtig, obwohl eine der Frauen Tiberias niemals erreichte, denn sie verstarb im Jahre 1569 in Istanbul. Über die zweite Persönlichkeit, Lotte Eisenberg, berichtete ich HIER.

Dona Gracia und Lotte Eisenberg haben in Tiberias Geschichte gemacht. Die Eine als Hotelmanagerin, die andere als finanzielle Förderin des frühen mittelalterlichen Zionismus. Eine Form des Zionismus nach der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal, welche heute kaum mehr auf zu grosses Interesse stößt.

Ich fuhr heute von Zfat hinunter nach Tiberias und sprach mit der PR - Leiterin des Hotels, welches Lotte Eisenberg in den 40iger, 50iger und 60iger Jahren leitete. Morgen werde ich nochmals nach Tiberias fahren, um Dona Gracia zu erkunden.

Es ist erstaunlich, auf welche Persönlichkeiten man in Israel trifft. Egal, an welchem Ort; jeder Einwohner hat seine Geschichte.

In der nächsten Woche werde ich über beide Frauen berichten und Bilder in den Blog stellen, wie sie so noch nicht öffentlich zu sehen waren.