B"H
"Ir bli Hafsakah - die Stadt ohne Pause" - so wird Tel Aviv in Israel genannt.
Ob ich das bestätigen kann ?
Ja, kann ich sehr wohl. Es geht sogar soweit, dass man sich bei der immensen kulturellen Vielfalt sorgfältig auswählen muß, wo man hingehen soll.
Eine Bekannte gab mir einen wertvollen Tip. Auf FACEBOOK gibt es die Gruppe "Schchuna - Stadtteil", welche jedem Mitglied die Veranstaltungen samt Details auflistet. Eine sehr gute Site und immer total aktuell.
http://www.facebook.com/group.php?gid=9109379894
http://www.themerkaz.org/
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Donnerstag, 10. Juli 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Katzav will Geld sehen
B"H
Unser angeklagter Ex - Präsident hat sich schon seit einiger Zeit als das Gegenteil von vertrauenswürdig, zurückhaltend und intelligent erwiesen. Ohne besondere Schulbildung schmuggelte sich Moshe Katzav vom Knessetmitglied bis hin zum Stuhl des Präsidenten. Obwohl, so ungewöhnlich ist dies nun auch wieder nicht, denn welches Knessetmitglied verfügt heutzutage noch über eine gewisse Art von Bildung ? Vielleicht optisch auf der Website der Knesset, doch sobald man einen Politiker reden hört, klingt nichts mehr nach Doktorat geschweige den Bar Ilan University.
Moshe Katzav sieht einer Anklage wegen Vergewaltigung entgegen, scheut aber nicht davor zurück, den Steuerzahler auszunutzen. Letzte Woche reichte er seine Altersforderungen ein und die Presse schlachtete es aus. Ganze 45.000 Schekel (mehr als 8000 Euro) will der Angeklagte Katzav monatlich an Rente beziehen. Dazu einen luxuriösen Dienstwagen samt Bodyguards. Status muß sein. Auch für einen kriminellen Ex - Präsidenten ohne Bildung.
Trotz Politikerproteste (darunter Ex - Bildungsministerin Limor Livnat) sowie Protesten aus der Bevölkerung wird man Katzav seine Forderungen wohl oder über bewilligen müssen, denn das Gesetz sieht es so vor. Mit den Gesetzen, die für ihn sprechen kennt sich Katzav ja bestens aus, nur mit seiner eigenen Gerechtigkeitsauffassung hapert es gewaltig.
Unser angeklagter Ex - Präsident hat sich schon seit einiger Zeit als das Gegenteil von vertrauenswürdig, zurückhaltend und intelligent erwiesen. Ohne besondere Schulbildung schmuggelte sich Moshe Katzav vom Knessetmitglied bis hin zum Stuhl des Präsidenten. Obwohl, so ungewöhnlich ist dies nun auch wieder nicht, denn welches Knessetmitglied verfügt heutzutage noch über eine gewisse Art von Bildung ? Vielleicht optisch auf der Website der Knesset, doch sobald man einen Politiker reden hört, klingt nichts mehr nach Doktorat geschweige den Bar Ilan University.
Moshe Katzav sieht einer Anklage wegen Vergewaltigung entgegen, scheut aber nicht davor zurück, den Steuerzahler auszunutzen. Letzte Woche reichte er seine Altersforderungen ein und die Presse schlachtete es aus. Ganze 45.000 Schekel (mehr als 8000 Euro) will der Angeklagte Katzav monatlich an Rente beziehen. Dazu einen luxuriösen Dienstwagen samt Bodyguards. Status muß sein. Auch für einen kriminellen Ex - Präsidenten ohne Bildung.
Trotz Politikerproteste (darunter Ex - Bildungsministerin Limor Livnat) sowie Protesten aus der Bevölkerung wird man Katzav seine Forderungen wohl oder über bewilligen müssen, denn das Gesetz sieht es so vor. Mit den Gesetzen, die für ihn sprechen kennt sich Katzav ja bestens aus, nur mit seiner eigenen Gerechtigkeitsauffassung hapert es gewaltig.
Die vergessene Bedrohung
B"H
Von der Hamas und von Anschlägen ist die Rede, doch eine wesentliche Bedrohung wird in unserem Land übersehen und heute raffen sich die Zeitungen endlich einmal auf, darüber zu berichten. Es gibt ja sonst so wenig zu sagen derzeit.
Israel steht fast ohne Wasser da. Der Kinneret (See Genezareth) trocknet immer mehr aus und viele Boote stehen fast auf dem Trockenen. Allein für diesen Sommer haben wir eine "heiße" Prognose und aktuell soll es gerade in diesen Tag wieder einmal ungewöhnlich heiß werden. Da hilft selbst ein Bad im Mittelmeer nicht mehr zur Abkühlung, denn auch das Meerwasser hat eine Temperatur von mehr als 20 Grad.
Die Regierung ist mehr oder weniger auf den Wassermangel vorbereitet und hat ein Notprogramm in petto. Geredet wird über das Wasser jedoch kaum und dabei hat es innerhalb der vergangenen Jahre im Winter kaum geregnet. Seit Jahren trocknet der Kinneret immer mehr aus und Fachleute haben jetzt gewarnt, dass der See den niedrigsten Wasserstand seit den 80iger Jahren erreicht hat.
Vorgewarnt wurde auch schon. Anscheinend wird sich der Wasserpreis demnächst verdoppeln und Kleingärten dürfen nicht mehr bewässert werden.
Von der Hamas und von Anschlägen ist die Rede, doch eine wesentliche Bedrohung wird in unserem Land übersehen und heute raffen sich die Zeitungen endlich einmal auf, darüber zu berichten. Es gibt ja sonst so wenig zu sagen derzeit.
Israel steht fast ohne Wasser da. Der Kinneret (See Genezareth) trocknet immer mehr aus und viele Boote stehen fast auf dem Trockenen. Allein für diesen Sommer haben wir eine "heiße" Prognose und aktuell soll es gerade in diesen Tag wieder einmal ungewöhnlich heiß werden. Da hilft selbst ein Bad im Mittelmeer nicht mehr zur Abkühlung, denn auch das Meerwasser hat eine Temperatur von mehr als 20 Grad.
Die Regierung ist mehr oder weniger auf den Wassermangel vorbereitet und hat ein Notprogramm in petto. Geredet wird über das Wasser jedoch kaum und dabei hat es innerhalb der vergangenen Jahre im Winter kaum geregnet. Seit Jahren trocknet der Kinneret immer mehr aus und Fachleute haben jetzt gewarnt, dass der See den niedrigsten Wasserstand seit den 80iger Jahren erreicht hat.
Vorgewarnt wurde auch schon. Anscheinend wird sich der Wasserpreis demnächst verdoppeln und Kleingärten dürfen nicht mehr bewässert werden.
Ekelhaft
B"H
In Deutschland wird alles brav gesammelt, sogar der Müll. Frisch sortiert und die Joghurtbecher ausgewaschen kommt alles in die vorgesehenen Tüten. In Israel hingegen beginnt man erst langsam mit der Einsammlung und Wiederverwertung Tausender Plastikflaschen. Das Altpapier kommt auch nur schwer in Gang. Container gibt es, doch nur in bestimmten Gebieten und längst noch nicht überall. Wie sollen die Bewohner auch große Lust zum Herumsammeln haben, wenn sich vor der eigenen Tür der Müll türmt ?
Man sehe sich nur den Strand von Tel Aviv an einem Spätnachmittag an. Überall Müll und Essensreste. Wenigstens ist das Grillen am Strand gesetzlich verboten und die Strandpolizei läßt bei Verstöße keine Gnade walten. In was soll man auch noch alles treten ? Reichen nicht schon all die Zigarettenkippen und Plastikflaschen aus ? Ab und zu kommt einmal jemand mit einer Harke vorbei und versucht, dem Müll Herr zu werden. Vergeblich, denn Israelis regen sich zwar tierisch über den Müll auf; im gleichen Moment jedoch entsorgen sie ihren eigenen Müll mitten am Strand.
In Tel Aviv hat sich nun eine Bürgerinitiative für einen reinen Strand gegründet. Auf FACEBOOK werden Unterschriften gesammelt und man hofft auf einen Erfolg bei der Stadtverwaltung. Allerdings bringt die Aufstellung von mehr Mülleimern nur etwas, wenn ich sie auch benutze und nicht alles an Ort und Stelle fallenlasse.
http://www.facebook.com/group.php?gid=18120831949
In Deutschland wird alles brav gesammelt, sogar der Müll. Frisch sortiert und die Joghurtbecher ausgewaschen kommt alles in die vorgesehenen Tüten. In Israel hingegen beginnt man erst langsam mit der Einsammlung und Wiederverwertung Tausender Plastikflaschen. Das Altpapier kommt auch nur schwer in Gang. Container gibt es, doch nur in bestimmten Gebieten und längst noch nicht überall. Wie sollen die Bewohner auch große Lust zum Herumsammeln haben, wenn sich vor der eigenen Tür der Müll türmt ?
Man sehe sich nur den Strand von Tel Aviv an einem Spätnachmittag an. Überall Müll und Essensreste. Wenigstens ist das Grillen am Strand gesetzlich verboten und die Strandpolizei läßt bei Verstöße keine Gnade walten. In was soll man auch noch alles treten ? Reichen nicht schon all die Zigarettenkippen und Plastikflaschen aus ? Ab und zu kommt einmal jemand mit einer Harke vorbei und versucht, dem Müll Herr zu werden. Vergeblich, denn Israelis regen sich zwar tierisch über den Müll auf; im gleichen Moment jedoch entsorgen sie ihren eigenen Müll mitten am Strand.
In Tel Aviv hat sich nun eine Bürgerinitiative für einen reinen Strand gegründet. Auf FACEBOOK werden Unterschriften gesammelt und man hofft auf einen Erfolg bei der Stadtverwaltung. Allerdings bringt die Aufstellung von mehr Mülleimern nur etwas, wenn ich sie auch benutze und nicht alles an Ort und Stelle fallenlasse.
http://www.facebook.com/group.php?gid=18120831949
Filmfestival in Jerusalem
B"H
Vom 10. - 19. Juli öffnet das Internationale Filmfestival in Jerusalem seine Pforten. Programme liegen aus und es werden Filme aus aller Herren Länder gezeigt. Darunter China, Thailand, Deutschland, Japan, Südamerika, den USA oder Frankreich. Wie in Israel üblich laufen sämtliche Filme in der Originalsprache mit entweder engl. oder hebrä. Untertiteln.
Wer sich einen Film ansehen will, muß vorzeitig im voraus die Karten bestellen, denn normalerweise ist in wenigen Minuten alles ausverkauft. Tickets gibt es ab 45 Schekel (8, 50 Euro) aufwärts; Austragungsort ist überwiegend die Jerusalemer Cinematheque.
Vom 10. - 19. Juli öffnet das Internationale Filmfestival in Jerusalem seine Pforten. Programme liegen aus und es werden Filme aus aller Herren Länder gezeigt. Darunter China, Thailand, Deutschland, Japan, Südamerika, den USA oder Frankreich. Wie in Israel üblich laufen sämtliche Filme in der Originalsprache mit entweder engl. oder hebrä. Untertiteln.
Wer sich einen Film ansehen will, muß vorzeitig im voraus die Karten bestellen, denn normalerweise ist in wenigen Minuten alles ausverkauft. Tickets gibt es ab 45 Schekel (8, 50 Euro) aufwärts; Austragungsort ist überwiegend die Jerusalemer Cinematheque.
Dienstag, 8. Juli 2008
Kibbutz - Der israelische Dorfmief
B"H
Dieser Tage startet auf Kanal 10 des israel. TVs eine neue Serie. Ich kann sie leider aus zweierlei Gründen nicht anschauen. Erstens habe ich kein TV und zweitens habe ich keine Zeit. Über die Serie las ich heute früh in der Zeitung und gebe kurz den Inhalt wieder. Der Titel der Serie lautet: "Le'ehov et Anna - Anna lieben".
Es geht um einen 50 - jährigen Witwer in einem Kibbutz, der durch das Internet die junge schöne Russin Anna kennen lernt und sich in sie verliebt. Sie kommt ihn in seinem Kibbutz besuchen und niemand, einschließlich seiner Kinder, versteht die Liebe der Beiden. Weiter heißt es im Artikel, das die Serie vorwiegend die kleinkarierte Mentalität eines Kibbutzes darstellen soll.
Kibbutz - das bedeutet bis heute Dorfidylle, Ernte, Vieh und Voluntäre. Ich selbst war in drei verschiedenen Kibbutzim, einmal als Voluntär und zweimal im Hebräischkurs, dem Ulpan. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich die Dorfidylle bestätigen, genauso wie die Ernte, die Viecher und die Voluntäre. Obwohl mich ein Kibbutz einmal offiziell fragte, ob ich Mitglied werden wolle, lehnte ich sofort ab. Nein, der Dorfmief ist nichts für mich und ich liebe die Stadt. Außerdem will ich nicht jeden Kibbutzhansel fragen, wo ich zu arbeiten habe und ob ich dies oder das in einem extra Kurs lernen darf. So ist das nämlich im Kibbutz: Kostet etwas Geld und ich will Kurse bzw. die Uni besuchen, dann finden erst Abstimmungen statt. Nein, danke.
Im Kibbutz herrschen eigene Mentalitäten genauso wie in jedem anderen Ort und jeder Gesellschaftsform. Da ich ein Stadtmensch bin, sehe ich gerade die Kibbutzmentalität als kleinkariert. Obwohl man sich tolerant zeigen will, gibt es dennoch Vorurteile. In einem kleineren Kibbutz, in dem ich voluntierte, war ein Lesbenpaar erlaubt, eine Synagoge oder Relig. waren jedoch unerwünscht. Das Essen wiederum war dagegen koscher.
Ein Kibbutz ist ein Dorf und somit herrscht überwiegend jene Mentalität. Jeder weiß alles und kennt jeden. Verhält sich ein Mitglied wider der Norm, gibt es Diskussionen und Abstimmungen. Diese Thematik will die neue Serie aufführen. Das Unbekannte, das Fremde außerhalb des Kibbutzlebens. Fremdes ja, denn Kibbutznik fahren in die Städte und arbeiten sogar dort. Daheim im Kibbutz aber will man seine Ruhe haben und ganz Kibbutznik sein. Soll das Fremde bzw. das Chaos man nur in der Stadt bleiben, wo es hingehört. Im Kibbutz wollen wir das mal nicht.
Obwohl der Kibbutz im Wandel ist und immer mehr Leute von außerhalb Wohnungen dort anmieten, ohne je Mitglied oder anderweitigen Anschluß zu haben, wollen die Kibbutzniks untereinander bleiben und niemand darf ihre Ruhe stören. Wer fremd ist, wird begafft und ausgefragt.
Aber nicht nur im Kibbutz herrscht diese Art der Mentalität. Jeder von uns kennt dies aus jedem anderen Dorf auch und in Israel fällt mir sogar eine Stadt ein, in der es ebenso kleinkariert zugeht: Jerusalem.
Nein, nicht die Religiösen Jerusalems, da dies wieder eine ganz andere Welt für sich ist; vielmehr die einfachen Jerusalemer und hier besonders die ältere sephardische Bevölkerungsschicht. Verhält man sich nicht so oder so, sagt man nicht dies oder das …. Dann ist man irgendwie anders. Nicht, dass man das unbedingt zu spüren bekommt. Keine negativen Reaktionen, sondern eher die "Nicht - Reaktion" ist zum aus der Haut fahren.
Neulich sagte ein ehemaliger Arbeitskollege zu mir, dass man in Tel Aviv eines gewiß haben kann und das sei absolute Freiheit und ein Recht auf Individualität. Blaue Haare, grüne Haare, halbnackt, wen kümmere das denn da ? Keiner schaut Dich an. Was jedoch fehle, sei die "Ichpatiut - das sich umeinander kümmern und sorgen". Ich kann das soweit nicht ganz bestätigen und vielleicht ist es gerade diese Ichpatiut, die einem Kibbutz den gewissen Touch gibt.
Was aber ist mehr wert ? Zu tun und zu lassen, was man will, ohne ständig beobachtet oder kontrolliert zu werden ? Ichpatiut ? Oder das Finden von guten Freunden ?
Alles zusammen natürlich, doch wäre mir die Enge eines Kibbutzes zuwider. Eine Enge, die Vorurteile aufkommen lassen kann und wir werden sehen, wie sich der Serieninhalt entwickelt. Wird die Beziehung der beiden Gegensätze halten oder kann eine Gesellschaft alles kaputt machen ?
Dieser Tage startet auf Kanal 10 des israel. TVs eine neue Serie. Ich kann sie leider aus zweierlei Gründen nicht anschauen. Erstens habe ich kein TV und zweitens habe ich keine Zeit. Über die Serie las ich heute früh in der Zeitung und gebe kurz den Inhalt wieder. Der Titel der Serie lautet: "Le'ehov et Anna - Anna lieben".
Es geht um einen 50 - jährigen Witwer in einem Kibbutz, der durch das Internet die junge schöne Russin Anna kennen lernt und sich in sie verliebt. Sie kommt ihn in seinem Kibbutz besuchen und niemand, einschließlich seiner Kinder, versteht die Liebe der Beiden. Weiter heißt es im Artikel, das die Serie vorwiegend die kleinkarierte Mentalität eines Kibbutzes darstellen soll.
Kibbutz - das bedeutet bis heute Dorfidylle, Ernte, Vieh und Voluntäre. Ich selbst war in drei verschiedenen Kibbutzim, einmal als Voluntär und zweimal im Hebräischkurs, dem Ulpan. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich die Dorfidylle bestätigen, genauso wie die Ernte, die Viecher und die Voluntäre. Obwohl mich ein Kibbutz einmal offiziell fragte, ob ich Mitglied werden wolle, lehnte ich sofort ab. Nein, der Dorfmief ist nichts für mich und ich liebe die Stadt. Außerdem will ich nicht jeden Kibbutzhansel fragen, wo ich zu arbeiten habe und ob ich dies oder das in einem extra Kurs lernen darf. So ist das nämlich im Kibbutz: Kostet etwas Geld und ich will Kurse bzw. die Uni besuchen, dann finden erst Abstimmungen statt. Nein, danke.
Im Kibbutz herrschen eigene Mentalitäten genauso wie in jedem anderen Ort und jeder Gesellschaftsform. Da ich ein Stadtmensch bin, sehe ich gerade die Kibbutzmentalität als kleinkariert. Obwohl man sich tolerant zeigen will, gibt es dennoch Vorurteile. In einem kleineren Kibbutz, in dem ich voluntierte, war ein Lesbenpaar erlaubt, eine Synagoge oder Relig. waren jedoch unerwünscht. Das Essen wiederum war dagegen koscher.
Ein Kibbutz ist ein Dorf und somit herrscht überwiegend jene Mentalität. Jeder weiß alles und kennt jeden. Verhält sich ein Mitglied wider der Norm, gibt es Diskussionen und Abstimmungen. Diese Thematik will die neue Serie aufführen. Das Unbekannte, das Fremde außerhalb des Kibbutzlebens. Fremdes ja, denn Kibbutznik fahren in die Städte und arbeiten sogar dort. Daheim im Kibbutz aber will man seine Ruhe haben und ganz Kibbutznik sein. Soll das Fremde bzw. das Chaos man nur in der Stadt bleiben, wo es hingehört. Im Kibbutz wollen wir das mal nicht.
Obwohl der Kibbutz im Wandel ist und immer mehr Leute von außerhalb Wohnungen dort anmieten, ohne je Mitglied oder anderweitigen Anschluß zu haben, wollen die Kibbutzniks untereinander bleiben und niemand darf ihre Ruhe stören. Wer fremd ist, wird begafft und ausgefragt.
Aber nicht nur im Kibbutz herrscht diese Art der Mentalität. Jeder von uns kennt dies aus jedem anderen Dorf auch und in Israel fällt mir sogar eine Stadt ein, in der es ebenso kleinkariert zugeht: Jerusalem.
Nein, nicht die Religiösen Jerusalems, da dies wieder eine ganz andere Welt für sich ist; vielmehr die einfachen Jerusalemer und hier besonders die ältere sephardische Bevölkerungsschicht. Verhält man sich nicht so oder so, sagt man nicht dies oder das …. Dann ist man irgendwie anders. Nicht, dass man das unbedingt zu spüren bekommt. Keine negativen Reaktionen, sondern eher die "Nicht - Reaktion" ist zum aus der Haut fahren.
Neulich sagte ein ehemaliger Arbeitskollege zu mir, dass man in Tel Aviv eines gewiß haben kann und das sei absolute Freiheit und ein Recht auf Individualität. Blaue Haare, grüne Haare, halbnackt, wen kümmere das denn da ? Keiner schaut Dich an. Was jedoch fehle, sei die "Ichpatiut - das sich umeinander kümmern und sorgen". Ich kann das soweit nicht ganz bestätigen und vielleicht ist es gerade diese Ichpatiut, die einem Kibbutz den gewissen Touch gibt.
Was aber ist mehr wert ? Zu tun und zu lassen, was man will, ohne ständig beobachtet oder kontrolliert zu werden ? Ichpatiut ? Oder das Finden von guten Freunden ?
Alles zusammen natürlich, doch wäre mir die Enge eines Kibbutzes zuwider. Eine Enge, die Vorurteile aufkommen lassen kann und wir werden sehen, wie sich der Serieninhalt entwickelt. Wird die Beziehung der beiden Gegensätze halten oder kann eine Gesellschaft alles kaputt machen ?
Noch zehn Tage ?
B"H
Noch ungefähr zehn Tage soll es dauern, bis der Gefangenenaustausch zwischen den beiden gekidnappten Soldaten Goldwasser und Regev bzw. dem liban. Terroristen Samir Kuntar sowie 199 Leichen von gefallenen liban. Hizbollah - Terroristen stattfindet. Derzeit werden die Leichen der liban. Terroristen aus einem israel. Friedhof für feindliche Gefallene ausgegraben und "versandfertig" gemacht.
Noch ungefähr zehn Tage soll es dauern, bis der Gefangenenaustausch zwischen den beiden gekidnappten Soldaten Goldwasser und Regev bzw. dem liban. Terroristen Samir Kuntar sowie 199 Leichen von gefallenen liban. Hizbollah - Terroristen stattfindet. Derzeit werden die Leichen der liban. Terroristen aus einem israel. Friedhof für feindliche Gefallene ausgegraben und "versandfertig" gemacht.
Fahrpreiserhöhungen
B"H
Als ob ich es nicht vor kurzem vorausgeahnt hätte:
Die ansteigenden Benzinpreise verursachten am 1. Juli eine landesweite Fahrpreiserhöhung der Egged - Busse.
Eine Hin - und Rückfahrt von Jerusalem - Tel Aviv und umgekehrt kostet jetzt 31, 50 Schekel (ca. 6, 50 Euro für beide Fahrten).
Eine Fahrt von Tel Aviv nach Jerusalem (oder umgekehrt) kostet jetzt 18 , 50 Schekel (ca 3, 50 Euro).
Eine Busfahrt innerhalb Jerusalems kostet nun 5, 70 Schekel und eine Busfahrt innerhalb von Tel Aviv kostet 5, 30 Schekel.
Fragt sich nur , wie lange die neuen Preise anhalten …
Als ob ich es nicht vor kurzem vorausgeahnt hätte:
Die ansteigenden Benzinpreise verursachten am 1. Juli eine landesweite Fahrpreiserhöhung der Egged - Busse.
Eine Hin - und Rückfahrt von Jerusalem - Tel Aviv und umgekehrt kostet jetzt 31, 50 Schekel (ca. 6, 50 Euro für beide Fahrten).
Eine Fahrt von Tel Aviv nach Jerusalem (oder umgekehrt) kostet jetzt 18 , 50 Schekel (ca 3, 50 Euro).
Eine Busfahrt innerhalb Jerusalems kostet nun 5, 70 Schekel und eine Busfahrt innerhalb von Tel Aviv kostet 5, 30 Schekel.
Fragt sich nur , wie lange die neuen Preise anhalten …
Sonntag, 6. Juli 2008
Bnei Brak und die Vorurteile
Bnei Brak im Vordergrund mit Blick auf die Bürotürme in Ramat Gan
B"H
Nein, es wagen sich nicht viele Touristen in die Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv. Und falls ja, dann handelt es sich vorwiegend um jüd. - relig. Touristen. Verirrt sich tatsächlich ein nichtjüd. Tourist in die Stadt, so geht er bestenfalls die Haupt - und Einkaufsstraße Rabbi Akiva einmal auf und ab und meint, das wars.
Genau das war es eben nicht, denn er wirklich an Bnei Brak und seinen haredischen Bewohnern interessiert ist, der kann und darf sich nicht mit der Rabbi Akiva oder der Jabotinsky (nach Petach Tikwah führend) zufrieden geben.
Wer in Tel Aviv oder Umgebung erzählt, er fahre nach Bnei Brak, der bekommt oft sarkastische Kommentare zu hören. Bnei Brak, was sei denn da außer Haredim (Ultra - Orthod.) ?
Das Vorurteil ist nicht ganz unwahr, doch kann ich dem mit Sicherheit hinzufügen, dass es dort extrem nette hilfsbereite Leute gibt. Außer der riesigen Coca Cola Fabrik Israels. Bnei Brak ist statistisch betrachtet die ärmste Stadt Israels; der Sarkasmus läßt da vielleicht verlauten, dass die hohe Bevölkerungszahl der Haredim meist nicht arbeitet und die Männer auf Yeshivot oder im Kollel (Yeshiva für verheiratete Männer) lernen. Das stimmt, doch gibt es andererseits viele Haredim, die durchaus arbeiten. Aber Bnei Brak wäre nicht Bnei Brak, wenn es trotzdem nicht überleben täte. Und außerdem leben in der Stadt einige ganz wenige Säkulere sowie Nationalreligiöse auch.
Mit den Buslinien 51 oder 54 (relig.) kommt man bequem von Tel Aviv nach Bnei Brak. Beide Linien halten in der ewig langen Jabotinsky Street, die sich von Ramat Gan nach Petach Tikwah schlängelt. Tel Aviv, Ramat Gan, Bnei Brak, Petach Tikwah, das ist die Route. Kurz nach der Einfahrt in Bnei Brak befindet sich rechts die Rabbi Akivah Street. Die Rabbi Akivah ist die Hauptstraße der Stadt und dort bummeln die Haredim. Restaurants, relig. Shops, relig. bzw. anständige Kleidung, dies alles ist dort zu finden. Nichtjüdischen Touristen möchte ich anraten, nur in anständiger Kleidung, Männer mit Kopfbedeckung und Frauen in langem Rock, durch die Straßen zu laufen. In Bnei Brak ist man keine Touristen gewöhnt. Überhaupt reagieren die Bewohner zuerst skeptisch Fremden gegenüber; redet man jedoch ersteinmal mit ihnen, entwickeln sich tolle Gespräche. Mit Englisch aber ist absolut kein Weiterkommen. Hebräisch ist ein Muß oder bestenfalls ein gutes Jiddisch.
Am letzten Freitag, etwas mehr als eine Stunde vor Schabbatbeginn, stand ich in der Rabbi Akivah und wußte nicht unbedingt weiter. Chassidische Synagogen bzw. Tische der jeweiligen Rebben wollte ich besuchen. Nur wo beginnen, wenn man sich nicht auskennt ? Mit einiger Nachfragehilfe fand ich dann schnell das Gebiet, in denen alle in Bnei Brak ansäßigen chassidischen Gruppen versammelt sind und dann brauchte ich nur noch aus dem Vollen zu schöpfen. Alles war da und wenn ich Leute befragte, so gaben die sich hilfsbereit. So zum Beispiel eine Frau der chassidischen Gruppe Vischnitz, die mir ausführlich die Umgebung zum Vischnitzer Stadtteil "Kiryat Vischnitz" erklärte.
Es war positiv, dass sich die Chassidim so dermaßen in nur einem bestimmten Gebiet ansiedelten, denn so brauchte ich nie allzu lange laufen. Ansonsten herrschen in der Stadt die litvischen Juden mit ihren großen Yeshivot "Ponibezh" oder "Chazon Ish".
Einen Besuch Bnei Braks, kann ich demjenigen empfehlen, der sich mit der haredischen Gesellschaft auskennt und Hebräisch sprich. Wer sich ernsthaft für chassidische Gruppen interessiert, der wird überall fündig.
Aber wie gesagt, im Gegensatz zu Mea Shearim in Jerusalem sind die Bnei Braker keine fremden Besucher gewohnt und sind skeptisch ihnen gegenüber. Von daher braucht man etwas mehr Geduld, was sich jedoch hinterher auszahlen kann.
"Laila Lavan" - Tel Aviv im Jazz - Fieber
B"H
Donnerstag, 3. Juli
Seit ein paar Wochen geht es nun schon so und vornehmlich immer donnerstags abends. "Laila Lavan - Weiße Nacht" in Tel Aviv. Und ich kann nicht sagen, wann um die Gegend der Allenby Street, dem nahegelegenen Strand sowie dem Rothschild Boulevard (an die Allenby grenzend) mehr los ist. Tagsüber oder donnerstags nacht bis weit nach Mitternacht.
Der Rothschild Boulevard in Downtown Tel Aviv, an Allenby sowie Dizengoff und Bograshov grenzend, ist das Wahrzeichen der neuen Juppie - Elite. Hier wohnen Leute mit Geld oder die zumindest vorgeben, welches zu haben. Ein paar Studenten in WGs sind auch darunter. Anscheinend sind die Eltern etwas besser betucht und schiessen einiges an Barem dazu. Ansonsten sieht man in der Rothschild Ärzte, Anwälte, High Tech - Leute oder Banker.
Die Lage ist optimal; Strandnähe, äußerst zentral, und tolle alte sowie neue Häuser der architektonischen Vielfalt. Dazu teure Cafes und Restaurants. In der Mitte des breiten Boulevard befindet sich eine Art grüne Promenade zum Bummeln. Alte Bäume, Rasenflächen und Bänke laden zum Verweilen ein. Trotz der Massenabgase vom vorbeiströmenden Verkehr.
Und genau auf dieser ewig langen Pormenade in der Straßenmitte fand die "Laila Lavan" statt. Jazz - und Rockbands, Pianisten der Klassik und des Jazz, sowie Clown und eine undefinierbare Tuba - Band hatten sich offiziell postiert. Überall wurden Postkarten mit den Künstlernamen sowie dem jeweiligen Stand / Bühne verteilt. Auf der Karte las man dann Namen wie Max Ronafeld, Steve Brown oder Yuval Schapira. Drei Pianisten gab es in der Rothschild zu sehen, nur nützten die ausgebenen Programmkarten überhaupt nichts, denn inoffiziell (oder illegal) hatten sich einige weiter Künstler aller Art einfach dazwischen postiert und brachten somit die Reihenfolge durcheinander. Der zweite Pianist in der Rothschild, ein Russe, zog das meiste Publikum an. Kann sein, dass dies auch mit an seinem Outfit lag. Im weißen Hemd mit Fliege saß er verschwitzt da und hämmerte Klassiktöne auf die Tastatur ein. Seine Gesichtsmimik zeigte, dass er sich selbst als Musiker sehr ernst nahm. Sogar einen weiteren Russen hatte er als Aufpasser mit dabei.
Weiter hinten gab es auch eine Rock'n Roll Band, die meistens jedoch nur wirres aus den Instrumenten herausholten. Den populärsten Jazz lieferte eine Teenie Band ab. Nicht älter als 15 Jahre, aber perfekt am Saxophon.
Die Restaurants und Cafes rundherum waren alle voll besetzt und so gab es auch etwas zu verdienen. Ach ja, die Konzerte waren übrigens alle kostenlos und so drängten sich mehrere Tausen Menschen aller Altergruppen durch die Promenade. Die besten Logenplätze hatten allerdings die Anwohner selbst, denn die machten es sich einfach auf ihren Balkons bequem, aßen und tranken Wein. Niemand meldete Ruhestörung an, sondern alle genossen die musikalische Aussicht. Dann wurden auch noch Poster aller Art vekauft. Schwarz versteht sich. Und plötzlich saß eine junge Frau mit weiß angemaltem Gesicht und Querflöte am Mund in einem der Bäume. Spielen tat sie nicht, sondern machte nur auf Mimik. Dafür hatte sie aber ihr Spendenhütchen gleich mit an den Baum gehängt. Auch zwei Jongleure gesellten nicht allzu weit entfernt dazu. Einer davon jonglierte mit Bällen und der andere mit einer Schur und einem Plastikrad darauf. Auch sie wollten Spenden, damit die nächste Miete bezahlt werden kann.
Alles in allem war es ein gelungener Abend mit viel Abwechselung. Nebenbei hatten viele Läden und Imbisse in der gesamten Allenby geöffnet. Ob Pizza oder Bier, alles ging bei der Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit weg.
Donnerstag früh soll es noch weiter gehen und ich werde es mir wieder anschauen. Empfehlenswert wäre soetwas auch einmal in Jerusalem, aber da herrscht zuviel Terrorangst. Und überhaupt vernahm ich in Tel Aviv heute viele Stimmen von Leuten, die sich entsetzt über das Attentat in Jerusalem äußerten.
Link:
Events in Tel Aviv
Donnerstag, 3. Juli
Seit ein paar Wochen geht es nun schon so und vornehmlich immer donnerstags abends. "Laila Lavan - Weiße Nacht" in Tel Aviv. Und ich kann nicht sagen, wann um die Gegend der Allenby Street, dem nahegelegenen Strand sowie dem Rothschild Boulevard (an die Allenby grenzend) mehr los ist. Tagsüber oder donnerstags nacht bis weit nach Mitternacht.
Der Rothschild Boulevard in Downtown Tel Aviv, an Allenby sowie Dizengoff und Bograshov grenzend, ist das Wahrzeichen der neuen Juppie - Elite. Hier wohnen Leute mit Geld oder die zumindest vorgeben, welches zu haben. Ein paar Studenten in WGs sind auch darunter. Anscheinend sind die Eltern etwas besser betucht und schiessen einiges an Barem dazu. Ansonsten sieht man in der Rothschild Ärzte, Anwälte, High Tech - Leute oder Banker.
Die Lage ist optimal; Strandnähe, äußerst zentral, und tolle alte sowie neue Häuser der architektonischen Vielfalt. Dazu teure Cafes und Restaurants. In der Mitte des breiten Boulevard befindet sich eine Art grüne Promenade zum Bummeln. Alte Bäume, Rasenflächen und Bänke laden zum Verweilen ein. Trotz der Massenabgase vom vorbeiströmenden Verkehr.
Und genau auf dieser ewig langen Pormenade in der Straßenmitte fand die "Laila Lavan" statt. Jazz - und Rockbands, Pianisten der Klassik und des Jazz, sowie Clown und eine undefinierbare Tuba - Band hatten sich offiziell postiert. Überall wurden Postkarten mit den Künstlernamen sowie dem jeweiligen Stand / Bühne verteilt. Auf der Karte las man dann Namen wie Max Ronafeld, Steve Brown oder Yuval Schapira. Drei Pianisten gab es in der Rothschild zu sehen, nur nützten die ausgebenen Programmkarten überhaupt nichts, denn inoffiziell (oder illegal) hatten sich einige weiter Künstler aller Art einfach dazwischen postiert und brachten somit die Reihenfolge durcheinander. Der zweite Pianist in der Rothschild, ein Russe, zog das meiste Publikum an. Kann sein, dass dies auch mit an seinem Outfit lag. Im weißen Hemd mit Fliege saß er verschwitzt da und hämmerte Klassiktöne auf die Tastatur ein. Seine Gesichtsmimik zeigte, dass er sich selbst als Musiker sehr ernst nahm. Sogar einen weiteren Russen hatte er als Aufpasser mit dabei.
Weiter hinten gab es auch eine Rock'n Roll Band, die meistens jedoch nur wirres aus den Instrumenten herausholten. Den populärsten Jazz lieferte eine Teenie Band ab. Nicht älter als 15 Jahre, aber perfekt am Saxophon.
Die Restaurants und Cafes rundherum waren alle voll besetzt und so gab es auch etwas zu verdienen. Ach ja, die Konzerte waren übrigens alle kostenlos und so drängten sich mehrere Tausen Menschen aller Altergruppen durch die Promenade. Die besten Logenplätze hatten allerdings die Anwohner selbst, denn die machten es sich einfach auf ihren Balkons bequem, aßen und tranken Wein. Niemand meldete Ruhestörung an, sondern alle genossen die musikalische Aussicht. Dann wurden auch noch Poster aller Art vekauft. Schwarz versteht sich. Und plötzlich saß eine junge Frau mit weiß angemaltem Gesicht und Querflöte am Mund in einem der Bäume. Spielen tat sie nicht, sondern machte nur auf Mimik. Dafür hatte sie aber ihr Spendenhütchen gleich mit an den Baum gehängt. Auch zwei Jongleure gesellten nicht allzu weit entfernt dazu. Einer davon jonglierte mit Bällen und der andere mit einer Schur und einem Plastikrad darauf. Auch sie wollten Spenden, damit die nächste Miete bezahlt werden kann.
Alles in allem war es ein gelungener Abend mit viel Abwechselung. Nebenbei hatten viele Läden und Imbisse in der gesamten Allenby geöffnet. Ob Pizza oder Bier, alles ging bei der Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit weg.
Donnerstag früh soll es noch weiter gehen und ich werde es mir wieder anschauen. Empfehlenswert wäre soetwas auch einmal in Jerusalem, aber da herrscht zuviel Terrorangst. Und überhaupt vernahm ich in Tel Aviv heute viele Stimmen von Leuten, die sich entsetzt über das Attentat in Jerusalem äußerten.
Link:
Events in Tel Aviv
Donnerstag, 3. Juli 2008
Kleine Pause
B"H
Auf meinen Blogs lege ich bis Montag oder Dienstag eine kleine Pause ein. Ich fahre für kurz in den Norden in die ehemals kabbalistische Stadt Safed, was mich aber nicht hindert, am Sonntag abend zum Meschichisten - Kongreß bei Chabad teilzunehmen.
Außerdem will ich die kurze Auszeit dazu nutzen, mit vielen Haredim zu sprechen und einige Artikel zur jüdischen Geschichte und zu Chabad ausführlich vorzubereiten.
Auf meinen Blogs lege ich bis Montag oder Dienstag eine kleine Pause ein. Ich fahre für kurz in den Norden in die ehemals kabbalistische Stadt Safed, was mich aber nicht hindert, am Sonntag abend zum Meschichisten - Kongreß bei Chabad teilzunehmen.
Außerdem will ich die kurze Auszeit dazu nutzen, mit vielen Haredim zu sprechen und einige Artikel zur jüdischen Geschichte und zu Chabad ausführlich vorzubereiten.
Terror in Jerusalem

Die umgekippte Buslinie 13
Photo: Ynet
B"H
Jahrelang war mehr oder weniger Ruhe eingekehrt und was dann gestern in der belebten Jaffa Road geschah, erinnerte uns alle an die Zeit der Anschläge vor wenigen Jahren. Damals gehörten exlodierende Busse fast zum Jerusalemer Alltag und niemand wußte morgens, ob er abends noch leben nach Hause kommt. Die Presse gab uns Ratschläge, wie wir uns denn im Falle eines explodierenden Busses oder eines schiessenden Amoktäters verhalten sollen. Stieg jemand arabisch ausschauend mit einer großen Tasche in den Bus, dann schrillten bei uns allen schon die Alarmglocken. Ich kann das alltägliche flaue Gefühl in der Magengegend kaum beschreiben.
Die Amokfahrt des gelben Baggers von gestern ließ bei uns allen eben jenes Gefühl wieder hochkommen. Ein palästinensischer Bauarbeiter bog von an der Kreuzung Sa'arei Israel / Jaffa Road links in die Jaffa ab. Er kam von einer Baustelle in der Sa'rei Israel. Eine belebte Straße, welche in der Bar Ilan Street endet. Die Gegend ist absolut haredisch (ultra - orthod.) und gerade zu Beginn der Sa'arei Israel werden gerade neue haredische Wohnkomplexe errichtet.
Der Terrorist Chussam Duwiyat (30) arbeitete bei einem der Bauunternehmen. Es heißt, er habe kurz zuvor noch mit seinen Kollegen gegessen und gelacht; dann sei er auf den Bagger gestiegen und habe seine 300 Meter - Amokfahrt gestartet. Er bog in die Jaffa ein und walzte alles platt, was ihm in die Quere kam. Autos, ein Taxi, dann rammte er den Linienbus Nummer 30. Duwiyat fuhr weiter in Richtung Pressegebäude des ersten israel. Fernsehens. Fast genau gegenüber befindet sich das Jerusalemer Hauptgebäude der Kupat Cholim Me'uchedet - Krankenkasse. Die Amokfahrt ging von der Kreuzung Sa'arei Israel bis HaTurim Street, der Tankstelle vor der Me'uchedet.
An der Haltestelle des ehemaligen vorübergehenden Zentralen Busbahnhofes (vor der Fertigstellung des neuen Busbahnhofes) rammte er die Buslinie 13 aus Katamon kommend. Die Linie 13 kippte um und unter den Fahrgästen brach das absolute Chaos aus. Danach rammte der Attentäter das Auto der 33 - jährigen Batsheva Untermann, die mit ihrer sechmonatige alten Tochter Efrat von der Kupat Cholim kam. Passanten wollten der Frau und ihrem Baby helfen, doch die Türen klemmten. Währenddessen holte der Attentäter mit der Planierraupe zum nächsten Schlag aus. Doch die Autotür sprang auf und das Baby Efrat konnte gerettet werden. Für die Mutter Batsheva reichte die Zeit nicht mehr, denn die Planierraupe walzte Sekunden später das Auto platt.

Photos: Ynet

Zuerst dachten alle, dass es sich um einen Unfall handele. Passanten hingegen berichteten, dass sie die Augen des Baggerfahrers sahen und diese wiesen nichts von einem Unfall auf, sondern von kaltblütiger Absicht. Wie kaltblütig muß man sein, um ein Auto absichtlich zweimal zu rammen, damit die Insassen auch ja sterben, wie Batsheva Untermann.
Der Sanitäter, der das Baby nach der Rettung in der Hand hielt, erinnerte uns alle an ein ähnliches Bild. Im März 1997, einem Freitag nachmittag, flog in der Ben Gurion Street in Tel Aviv das Cafe "Apropos" in die Luft. Zu genau der gleichen Zeit befand ich mich gerade in einem Bus von Jerusalem nach Rehovot, um eine Freundin über den Schabbat zu besuchen. Damals rettete die Polizistin Ziona Buschari das Baby Schani Winter aus den Trümmern des Cafes. Schanis Mutter, die Anwältin Anat Rosen - Winter (32) hatte mit dem Baby und einer Freudin im Cafe neben dem Attentäter gesessen, der sich kurz darauf in die Luft sprengte. Anat Rosen - Winter kam ums Leben und heute berichtet das damalige Baby und heutige 11 - jährige Mädchen Schani über ihre Erfahrungen beim Aufwachsen ohne eine Mutter. Elf Jahre seien seit dem Tod ihrer Mutter vergangen und noch immer bringen palästinensische Terroristen Israelis um. Als sie und ihr Vater von dem Attentat in Jerusalem hörten und das Photo des geretteten Babies Efrat Untermann sahen, kamen alle Erinnerungen wieder hoch.
Die Familie des Attentäters gab sich erst schweigsam. Später jedoch rief eine Verwandte fanatische Haß und erklärte den Planierraupenfahrer zum Jschahid. Nahe Verwandte hingegen sehen das alles als einen Unfall. Chussam Duwiyat habe Drogen genommen und deswegen sei er wohl ausgerastet.
Wie dämlich können die Ausreden eigentlich noch sein ?
Die israel. Regierung will die Wiedereinführung von Haussprengungen paläst. Terroristen. Jeder, der ein Attentat gegen israel. Bürger begeht muß damit rechnen, dass hinterher sein Haus zerstört wird und die Familie auf der Straße steht.
Wieso wurde die Aktion "Häuserzerstörung" überhaupt jemals eingestellt ?
Da will Israel sich immer menschlich zeigen und stellt solche harschen Aktionen ein. Im gleichen Moment aber kommen die Palis daher, betrachten Israels Menschlichkeit als weinerlich und Schwäche und nutzen die Situation aus. Seit dem gestrigen Attentat ist Jerusalem wieder voll Polizei und Militär. Aber welchem Pali sieht man es schon an, dass er auf einen Bagger steigt und alles plattwalzt ?
Der Terrorist Chussam Duwiyat wurde von einem 20 - jährigen Soldaten dreimal in den Kopf geschossen. All das konnten wir gestern Abend im TV mitverfolgen, denn das Attentat fand genau vor dem TV - Center des 1. Kanals statt. Der Soldat ist ein Verwandter desjenigen Soldaten, der vor wenigen Monaten den Mercaz HaRav - Attentäter erschoß. Die Presse ernennt den Soldaten heute zum Helden.
Link:
Terrorist - Info
Auf Deutsch
Terror in Jerusalem
Palestinian Suicide Bombings 1994 - 2004
Mittwoch, 2. Juli 2008
Anschlag in Jerusalem
B"H
Vor ca. einer halben Stunde gab es in Jerusalem, Kreuzung Jaffa Road - Sa'arei Israel (nicht weit vom Zentralen Busbahnhof), einen Terroranschlag.
Ein Traktor mit arabischem Fahrer fuhr in Richtung Machane Yehudah Markt und raste plötzlich auf Passanten sowie einen Bus zu. Soweit sind mindestens 30 Verletzte zu vermelden, davon einige schwer. Der Terrorist wurde von einem Polizisten erschossen bevor er noch Unheil mehr anrichten konnte.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3562991,00.html
Vor ca. einer halben Stunde gab es in Jerusalem, Kreuzung Jaffa Road - Sa'arei Israel (nicht weit vom Zentralen Busbahnhof), einen Terroranschlag.
Ein Traktor mit arabischem Fahrer fuhr in Richtung Machane Yehudah Markt und raste plötzlich auf Passanten sowie einen Bus zu. Soweit sind mindestens 30 Verletzte zu vermelden, davon einige schwer. Der Terrorist wurde von einem Polizisten erschossen bevor er noch Unheil mehr anrichten konnte.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3562991,00.html
Keinerlei Schande
B"H
Israelis lieben es grundsätzlich, sich in ihrem Leben zu verändern. Nicht nur finanziell, sondern auch arbeitsmäßig und ortsbedingt. Wer seien Job wechselt, der wird vom neuen nachfolgenden Arbeitsgeber nicht unbedingt schief angesehen. Im Gegenteil, denn kann man sich doch so als besonders ambitioniert ausweisen und behaupten, man wolle halt im Leben weiterkommen und nicht nur auf der Stelle treten.
Auch in unserer Bäckerei ist derzeit das Kündigungsfieber ausgebrochen. Geht erst einmal einer, träumen fast alle weiteren davon und hegen neidische Blicke. Heuern und Feuern ist in der Bäckerei absolut nichts Außergewöhnliches. Überhaupt, schnuppert man in einen Job erst einmal rein und entscheidet dann. Dem Arbeitgeber ergeht es nicht viel anders.
In der Bäckerei nun gehen (außer mir) zwei Angestellte, die sogenannte Führungspositionen bekleiden bzw. bekleideten. Still und heimlich schaut man sich anderweitig um und wenn das Angebot stimmt, warum nicht ? Ersatz findet sich eh immer schnell und sei es auch nur für wenige Wochen oder Monate, bis wieder gewechselt wird. Bekommt man dadurch einen schlechten Wechselruf ? Nein, ganz und gar nicht.
Noch nie habe ich ein Land gesehen, in dem die Bewohner so schnell ihre Jobs wechseln und sich ggf. auch einmal für ganz neue ungeahnte Laufbahnen entscheiden. Selbst nach meiner Aliyah legte man mir ans Herz, doch einmal etwas Neues auszuprobieren und nicht nur stocksteif auf die Ausübung des erlernten Berufes zu pochen. Viele schauten da nicht schlecht überrascht aus der Wäsche und tatsächlich hinterließ dieser Vorschlag Spuren. Nicht wenige (einschließlich mir selbst) treffe ich, die denn da heute etwas ganz anderes im Leben arbeiten als zuvor.
Jeder träumt halt vom optimalen Job und in Israel scheut man in einer Stadt wie Tel Aviv, in der alles möglich ist, vor nichts zurück.
Israelis lieben es grundsätzlich, sich in ihrem Leben zu verändern. Nicht nur finanziell, sondern auch arbeitsmäßig und ortsbedingt. Wer seien Job wechselt, der wird vom neuen nachfolgenden Arbeitsgeber nicht unbedingt schief angesehen. Im Gegenteil, denn kann man sich doch so als besonders ambitioniert ausweisen und behaupten, man wolle halt im Leben weiterkommen und nicht nur auf der Stelle treten.
Auch in unserer Bäckerei ist derzeit das Kündigungsfieber ausgebrochen. Geht erst einmal einer, träumen fast alle weiteren davon und hegen neidische Blicke. Heuern und Feuern ist in der Bäckerei absolut nichts Außergewöhnliches. Überhaupt, schnuppert man in einen Job erst einmal rein und entscheidet dann. Dem Arbeitgeber ergeht es nicht viel anders.
In der Bäckerei nun gehen (außer mir) zwei Angestellte, die sogenannte Führungspositionen bekleiden bzw. bekleideten. Still und heimlich schaut man sich anderweitig um und wenn das Angebot stimmt, warum nicht ? Ersatz findet sich eh immer schnell und sei es auch nur für wenige Wochen oder Monate, bis wieder gewechselt wird. Bekommt man dadurch einen schlechten Wechselruf ? Nein, ganz und gar nicht.
Noch nie habe ich ein Land gesehen, in dem die Bewohner so schnell ihre Jobs wechseln und sich ggf. auch einmal für ganz neue ungeahnte Laufbahnen entscheiden. Selbst nach meiner Aliyah legte man mir ans Herz, doch einmal etwas Neues auszuprobieren und nicht nur stocksteif auf die Ausübung des erlernten Berufes zu pochen. Viele schauten da nicht schlecht überrascht aus der Wäsche und tatsächlich hinterließ dieser Vorschlag Spuren. Nicht wenige (einschließlich mir selbst) treffe ich, die denn da heute etwas ganz anderes im Leben arbeiten als zuvor.
Jeder träumt halt vom optimalen Job und in Israel scheut man in einer Stadt wie Tel Aviv, in der alles möglich ist, vor nichts zurück.
"Die Jugend ist High"
B"H
Der Drogenkonsum israel. Jugendlicher hat sich um ganze 100 % erhöht. Drogen und Alkohol, dies sind heutzutage die größten Problembereiter eines Schuldirektors. Außerdem bewaffnen sich israelische Jugendliche gerne mit einem Messer und somit nimmt die Gewaltbereitschaft zu.
Auf die Herkunft der Jugendlichen geht die Zeitung "Israel HaYom" in ihrem Bericht nicht weiter ein. Dabei ist es in unserem Land so wichtig, zwischen den Elternhäusern zu unterscheiden. Dass nur sozial schwache klauen gehen, ist, wie überall auf der Welt, ein Vorurteil. Doch habe ich oftmals das Gefühl, dass viele hiesigen Jugendliche ihre Grenzen nicht kennen. Schon in vielen Elternhäusern wird diesbezüglich wenig abgesteckt. Viele Eltern stehen oft nur hilflos da, wenn die Kinder sie beschimpfen oder harsch angehen. Selbst bei vielen nationalrelig. Familien habe ich das miterlebt.
Was israel. Kinder ihren Eltern zu sagen pflegen, gibt es bestimmt kaum woanders auf der Welt. Klar, sind nicht alle so, aber selbst bei den sogenannten "Netten" erlebte ich emotionale Ausfälle. Da wird losgeschrien und viele meinen, sie müssen immer nur das Eine: Alles muß sich nur um sie drehen und sie wollen alles haben.
Klamotten stehen selbstverständlich auch hoch im Kurs; in den reichen Küstenregionen mehr als im eher armen Jerusalem. Derjenige, dessen Eltern finanziell nicht mithalten können, wird dumm angemacht. Dazu kommt die Schule, auf die man geht. Selbst ganz normale Schulen können als jene der Reichen angesehen werden. Es kommt immer darauf an, wer die Schüler sind und in welcher Gegend die Schule steht. Sind die Schüler aus einem wohlhabenden Elternhaus ? Wieviele äthiopische Kinder gehen auf die Schule oder wieviel Sepharadim ?
Und dann kommen noch die Drogen - und Gewaltprobleme hinzu. Auf allen Schularten und nicht nur bei den Armen. Die Lehrer sind oft froh, wenn sie sich raushalten können und ignorieren vieles. Ein Lehrer in Israel hat es eh nicht leicht und jede Unterrichtsstunde kann zur Folter werden.
Aber bekanntlich darf man in unserem Land nichts generalisieren und somit auch nicht die Jugendlichen. Es kommt stets darauf an, aus welchem Elternhaus derjenige kommt. In welchem Stadtteil er lebt, wer seine Freunde sind …..Nicht alle sind gleich verdorben und kiffen sich zu. Eine Lösung allerdings hat niemand parat. Mehr Sozialarbeiter oder Aufklärung ? Insgesamt ist die Gesellschaft heute schnelllebig und ein jeder will mithalten und dabei sein. Das Internet tut sein Übriges, ganz zu schweigen von der allseits beliebten Glotze.
Der Drogenkonsum israel. Jugendlicher hat sich um ganze 100 % erhöht. Drogen und Alkohol, dies sind heutzutage die größten Problembereiter eines Schuldirektors. Außerdem bewaffnen sich israelische Jugendliche gerne mit einem Messer und somit nimmt die Gewaltbereitschaft zu.
Auf die Herkunft der Jugendlichen geht die Zeitung "Israel HaYom" in ihrem Bericht nicht weiter ein. Dabei ist es in unserem Land so wichtig, zwischen den Elternhäusern zu unterscheiden. Dass nur sozial schwache klauen gehen, ist, wie überall auf der Welt, ein Vorurteil. Doch habe ich oftmals das Gefühl, dass viele hiesigen Jugendliche ihre Grenzen nicht kennen. Schon in vielen Elternhäusern wird diesbezüglich wenig abgesteckt. Viele Eltern stehen oft nur hilflos da, wenn die Kinder sie beschimpfen oder harsch angehen. Selbst bei vielen nationalrelig. Familien habe ich das miterlebt.
Was israel. Kinder ihren Eltern zu sagen pflegen, gibt es bestimmt kaum woanders auf der Welt. Klar, sind nicht alle so, aber selbst bei den sogenannten "Netten" erlebte ich emotionale Ausfälle. Da wird losgeschrien und viele meinen, sie müssen immer nur das Eine: Alles muß sich nur um sie drehen und sie wollen alles haben.
Klamotten stehen selbstverständlich auch hoch im Kurs; in den reichen Küstenregionen mehr als im eher armen Jerusalem. Derjenige, dessen Eltern finanziell nicht mithalten können, wird dumm angemacht. Dazu kommt die Schule, auf die man geht. Selbst ganz normale Schulen können als jene der Reichen angesehen werden. Es kommt immer darauf an, wer die Schüler sind und in welcher Gegend die Schule steht. Sind die Schüler aus einem wohlhabenden Elternhaus ? Wieviele äthiopische Kinder gehen auf die Schule oder wieviel Sepharadim ?
Und dann kommen noch die Drogen - und Gewaltprobleme hinzu. Auf allen Schularten und nicht nur bei den Armen. Die Lehrer sind oft froh, wenn sie sich raushalten können und ignorieren vieles. Ein Lehrer in Israel hat es eh nicht leicht und jede Unterrichtsstunde kann zur Folter werden.
Aber bekanntlich darf man in unserem Land nichts generalisieren und somit auch nicht die Jugendlichen. Es kommt stets darauf an, aus welchem Elternhaus derjenige kommt. In welchem Stadtteil er lebt, wer seine Freunde sind …..Nicht alle sind gleich verdorben und kiffen sich zu. Eine Lösung allerdings hat niemand parat. Mehr Sozialarbeiter oder Aufklärung ? Insgesamt ist die Gesellschaft heute schnelllebig und ein jeder will mithalten und dabei sein. Das Internet tut sein Übriges, ganz zu schweigen von der allseits beliebten Glotze.
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