B"H
Steht ein neuer Angriff bevor oder nicht ?
Genau diese Frage stellt man sich derzeit in Israel. Zumindest in der Armee sowie der Tagespresse. Seit dem zweiten Libanonkrieg vor fast zwei Jahren haben Teile der arabischen Welt Siegesluft geschnuppert. Der lang geglaubte zionistische Feind Israel verpatzte den Sieg und unterschätzte sogar bei Weitem die Fähigkeiten der libanesischen Hizbollah - Terroristen. Jahrelang hatten die nämlich vor den Augen unseres Verteidigungsministers fleißig Minen vergraben und heimlich still und leise Panzerabwehrraketen eingeschmuggelt.
Als nach einigen Wochen ein Waffenstillstand vermittelt worden war, konnte die Welt wieder ruhig schlafen. Deutschland schickte eine Friedenstruppe und die UNO schickte ihre UNIFIL, welche teilweise aus Moslems besteht. Soviel zur moslemischen Terroristenbekämpfung. So geschah es dann auch, dass die Deppen der UNIFIL sich so sehr auf den Frieden konzentrierten, dass sie den neuen Waffenansturm der Hizbollah geradezu verpennten oder verpennen wollten.
Dank Syrien ist Hassan Nasrallah wieder eifrig bereit, nur mußte er diesmal versprechen, nicht auf eigene Faust und ohne der Zustimmung des Iran zu handeln.
Die Hizbollah steht wieder kampfbereit an der israelischen Nordgrenze und auch Syrien läßt sich nicht lumpen. Seit Wochen erhalten syrische Soldaten Spezialtraining und nun erfolgte auch noch ein Truppenaufmarsch an der Grenze zu Israel. Von syrischer Seite heißt es dazu offiziell, dass man sich von Israel bedroht fühle und eine israel. Attacke befürchte.
Ich bin mir sicher, dass falls etwas passieren sollte, die Syrer sowohl als auch die Hizbollah sich abermals prächtig bei der Weltöffentlichkeit verkaufen und allen naiven internationalen Friedensaktivisten erneut weißmachen, dass der Schuldige einzig und allein Israel heißt. Und CNN, die BBC, DER SPIEGEL und die Tagesschau werden es ihnen unterwürfig abnehmen.
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Donnerstag, 3. April 2008
Mittwoch, 2. April 2008
Kurzmitteilungen: Von Jerusalem bis Tiberias
B"H
1. Diese erste Nachricht sollte alles andere, nur keine Kurzmitteilung darstellen.
Am morgigen Donnerstag begeht die Jerusalemer Mercaz HaRav Yeshiva (im Stadtteil Kiryat Moshe, HaRav Zvi Yehudah Street) eine weitere Gedenkveranstaltung für die vor 30 Tagen von einem palästinensischen Terroristen erschossenen acht jugendlichen Yeshivastudenten. Beginn der Veranstaltung wird um 16.00 Uhr sein.
Siehe hierzu auch:
Die Mercaz HaRav Opfer
Feigheit vor dem Feind ?
2. Trotz aller Zusagen Olmerts, in israel. Siedlungen wird wieder vermehr gebaut. Die israel. Presse benutzt zwar das Wort "Siedlungen", aber offiziell handelt es sich um alles andere, nur nicht mehr um Siedlungen. Zum Beispiel ist geplant, im Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev weitere 600 Wohneinheiten zu bauen. In Givat Ze'ev, außerhalb Jerusalems gelegen, sollen 510 neue Wohneinheiten entstehen. Aber auch im nationalrelig. Efrat (außerhalb Jerusalems) sowie in der haredischen Stadt Beitar (nahe Jerusalem, in Gusch Etzion) wird gebaut.
Der Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev

Wie ich zuvor schon berichtete, brauchen wir uns von keiner Condoleeca Rice vorschreiben lassen, wo wir in unserem eigenen Land zu bauen bzw. zu leben haben.
3. Der Checkpoint Rimonim (außerhalb Ramallahs) wurde aufgelöst und die Palästinenser aus dem Autonomiegebiet Ramallah haben nun freie Einfahrt nach Israel. Ganz, wie es Condoleeca Rice verlangte. Israel soll seinen guten Friedenswillen zeigen.
Fragt sich nur, ob Condoleeca auch die Verantwortung übernimmt, wenn dadurch neue Selbstmordterroristen nach Israel eingeschmuggelt werden, die sich in Jerusalem oder anderswo in die Luft sprengen. Im Jahre 2002 befand sich Israel schon einmal in der gleichen Situation. Man zeigte denselben Friedenswillen und kurz darauf wurde in Rimonim eine Mutter von sieben Kindern in ihrem fahrenden Auto von palästinensischen Terroristen erschossen.
Details:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632388560&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632387058&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/IsraelUnderAttack/Rimonim+junction/Etty+Galiah.htm
4. Die Knesset verabschiedete ein längst fälliges Gesetz: Jeder hat ein Anrecht auf einen kostenlosen Platz am Ufer des Kinneret (See Genezareth).
Schon viele Jahre ist es in Israel eine Modeerscheinung, für Strandplätze gnadenlos abzukassieren. Es ist zwar eine ganze Zeit her, seitdem ich mich das letzte Mal nach Tiberias an den See Genezareth begab, allerdings überraschte es mich keineswegs, nicht kostenlos am Ufer sitzen zu können. Entweder gehört der Strand zu einem der zahlreichen Hotels oder er befindet sich anderweitig in Privatbesitz. Umsonst geht gar nichts mehr, es sei denn, man will irgendwo neben einem Abwasserrohr sitzen.
Tiberias am See Genezareth (Kinneret)

Die Knesset beschloß, ein 12 – köpfiges Kommittee einzusetzen, welches allein über das Ufer des See Genezareth entscheidet. Eintrittsgelder werden somit hinfällig, denn jedem einzelnen stehe ein Strandplatz zu. Ob das nun am Kinneret oder am Mittelmeer sei. Allerdings wurde noch nicht mitgeteilt, wie es denn jetzt um die Hotelstrände am See Genezareth steht. Und was wird aus den Stränden am Toten Meer, bei denen ebenso kräftig abkassiert wird ?
1. Diese erste Nachricht sollte alles andere, nur keine Kurzmitteilung darstellen.
Am morgigen Donnerstag begeht die Jerusalemer Mercaz HaRav Yeshiva (im Stadtteil Kiryat Moshe, HaRav Zvi Yehudah Street) eine weitere Gedenkveranstaltung für die vor 30 Tagen von einem palästinensischen Terroristen erschossenen acht jugendlichen Yeshivastudenten. Beginn der Veranstaltung wird um 16.00 Uhr sein.
Siehe hierzu auch:
Die Mercaz HaRav Opfer
Feigheit vor dem Feind ?
2. Trotz aller Zusagen Olmerts, in israel. Siedlungen wird wieder vermehr gebaut. Die israel. Presse benutzt zwar das Wort "Siedlungen", aber offiziell handelt es sich um alles andere, nur nicht mehr um Siedlungen. Zum Beispiel ist geplant, im Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev weitere 600 Wohneinheiten zu bauen. In Givat Ze'ev, außerhalb Jerusalems gelegen, sollen 510 neue Wohneinheiten entstehen. Aber auch im nationalrelig. Efrat (außerhalb Jerusalems) sowie in der haredischen Stadt Beitar (nahe Jerusalem, in Gusch Etzion) wird gebaut.
Der Jerusalemer Stadtteil Pisgat Ze'ev

Wie ich zuvor schon berichtete, brauchen wir uns von keiner Condoleeca Rice vorschreiben lassen, wo wir in unserem eigenen Land zu bauen bzw. zu leben haben.
3. Der Checkpoint Rimonim (außerhalb Ramallahs) wurde aufgelöst und die Palästinenser aus dem Autonomiegebiet Ramallah haben nun freie Einfahrt nach Israel. Ganz, wie es Condoleeca Rice verlangte. Israel soll seinen guten Friedenswillen zeigen.
Fragt sich nur, ob Condoleeca auch die Verantwortung übernimmt, wenn dadurch neue Selbstmordterroristen nach Israel eingeschmuggelt werden, die sich in Jerusalem oder anderswo in die Luft sprengen. Im Jahre 2002 befand sich Israel schon einmal in der gleichen Situation. Man zeigte denselben Friedenswillen und kurz darauf wurde in Rimonim eine Mutter von sieben Kindern in ihrem fahrenden Auto von palästinensischen Terroristen erschossen.
Details:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632388560&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1206632387058&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/IsraelUnderAttack/Rimonim+junction/Etty+Galiah.htm
4. Die Knesset verabschiedete ein längst fälliges Gesetz: Jeder hat ein Anrecht auf einen kostenlosen Platz am Ufer des Kinneret (See Genezareth).
Schon viele Jahre ist es in Israel eine Modeerscheinung, für Strandplätze gnadenlos abzukassieren. Es ist zwar eine ganze Zeit her, seitdem ich mich das letzte Mal nach Tiberias an den See Genezareth begab, allerdings überraschte es mich keineswegs, nicht kostenlos am Ufer sitzen zu können. Entweder gehört der Strand zu einem der zahlreichen Hotels oder er befindet sich anderweitig in Privatbesitz. Umsonst geht gar nichts mehr, es sei denn, man will irgendwo neben einem Abwasserrohr sitzen.
Tiberias am See Genezareth (Kinneret)

Die Knesset beschloß, ein 12 – köpfiges Kommittee einzusetzen, welches allein über das Ufer des See Genezareth entscheidet. Eintrittsgelder werden somit hinfällig, denn jedem einzelnen stehe ein Strandplatz zu. Ob das nun am Kinneret oder am Mittelmeer sei. Allerdings wurde noch nicht mitgeteilt, wie es denn jetzt um die Hotelstrände am See Genezareth steht. Und was wird aus den Stränden am Toten Meer, bei denen ebenso kräftig abkassiert wird ?
Dienstag, 1. April 2008
Heute und nicht morgen
B"H
Langfristige Planung erweist sich in den meisten Fällen von Vorteil. Selbst wenn sich nicht unbedingt ein schneller Erfolg einstellt, geht es doch allmählich bergauf. Wer Glück hat, verdient sich einen Namen und die Kundschaft kommt immer wieder. In Israel wird in vielen Fällen auf alles andere, nur nicht auf langfristige Planung gesetzt.
Im arab. Teil der Jerusalemer Altstadt wird gnadenlos abgezockt; und das nicht erst seit heute. Touristen fühlen sich bedrängt und hintergangen. Da schlendert man zum Touristenbummel durch die engen Gassen der arab. Altstadt und an jedem Verkaufsstand lauert schon der nächste Händler, der einem sagt, wie toll man ist, wo man denn herkommt und das in seinem Shop alles nur vom Feinsten sei. Der Tourist wird offensichtlich ganz unverbindlich vom Shopinhaber zu einer kostenlosen Tasse Tee eingeladen.
Der Shop selber ist bis unter die Decke vollgestopf mit viel Überflüssigem. Vom Kreuz bis hin zum Salzstreuer, alles ist vorhanden. Die Gerüche orientalischer Gewürze geben dem Touristen ein besonderes Flair; wer dagegen in einem Stand neben der öffentlichen Toilette sitzt, hat weniger Flair.
Der Inhaber beginnt sofort mit seiner Biographie, die da meistens erlogen zusammengestellt ist. Frauen werden schon mal angemacht, wobei seine zwei oder drei Ehefrauen verheimlicht werden. Die politische Lage wird natürlich auch diskutiert und die Israelis sind selbstverständlich an allem schuld. Und dann gehts auch schon thematisch hinüber zum eigentlichen Zweck. Tja, uns geht es so schlecht und da solltest Du schon etwas kaufen, um uns aus der miserablen Lage zu befreien. Der Kühlschrank daheim ist leer und die Mutter hat kein Geld für die Medikamente.
Viele Touristen fühlen sich da überrumpelt. Eigentlich steht ihnen der Sinn nach dem "Gehen", aber da sie westlicher Natur sind, kriechen schon die ersten Schuldgefühle durch die Magengegend. Naja, ich kaufe halt eine Kleinigkeit und dann gehe ich. Die Kleinigkeit wird dann schnell zum teuren Spaß, denn das Angebot des Händlers ist saftig. Aber letztendlich zahlt man lieber, um aus dem engen vollgestopften Laden zu entkommen. Dies ist der Moment, in dem man sich sagt: "Nie wieder". Der Händler freut sich, denn er hat wieder einmal seinen "Made in Taiwan - Ramsch" teuer unter die Leute gebracht. Dass der Tourist sauer ist, interessiert nicht. Hauptsache ich habe jetzt Cash. Wenn besagter Tourist nicht mehr wieder kommt, so what ? An neuer Kundschaft aus aller Welt herrscht ja kein Mangel.
Das gleiche Muster spielt sich in den Hostels der arab. Altstadt ab. Viele von ihnen sind heruntergekommen, aber dennoch werden die Zimmer teuer vermietet. Wer im Billighostel saubere Bettlaken bekommt, kann sich schon freuen. In einigen Hostels werden die Laken schon einmal für mehrere Gäste verwendet. Die Wolldecken werden eh nie gewaschen und wenn ein Gast morgens auscheckt, wird die Decke sorgfältig zusammengefaltet und für den nächsten Gast einsatzbereit aufs Bett gelegt.
Zimmer ohne Fenster sind keine Seltenheit. Wer für eine kleine Gruft ohne Fenster 100 Schekel (20 Euro) zahlt, ist selber schuld. Viele Hostel, wie das am Jaffa - Tor gelegene Petra - Hostel vermelden auch schon einmal Käfer im Bett, welche ihre Opfer des nachts gnadenlos beißen. Das Petra - Hostel ist zwar ein gewisser Kult, dennoch, wer sich mit normalen Leuten unterhalten will, ist dort fehl am Platz. Das Hostel ist ein Magnet für christliche fundamentalistische Spinner, die in allem den Satan sehen und den Weltuntergang predigen.
Das ehemalige Tabasco - Hostel heißt seit einiger Zeit Hebron - Hostel und soll vor Sauberkeit strotzen. Klein aber fein, wenn auch ein Magnet internationaler Friedensaktivisten der "International Solidarity". Als Rechter hat man keine Chance und als Israeli schon gar nicht. Alle arab. Hostels nehmen niemanden mit einem israel. Personalausweis auf. Alle, außer dem Jaffa - Gate Hostel am Jaffa Tor. Wer schon Jude ist, der sollte einen ausländischen Pass dabei haben, um in die anderen arab. Hostels einchecken zu können. Wer dagegen ein gutes, wenn auch etwas teureres Hostel sucht, der schaue hier einmal herein.
Und wer sich schon in Ostjerusalem aufhält, der meide die Taxen. Eine Taxifahrt nach Bethlehem oder Ramallah kommt da leicht auf über 100 Schekel (20 Euro), wenn nicht noch viel mehr. Eine Fahrt zum Toten Meer gar auf 400 Schekel (und mehr). Wer schon reisen will, der begebe sich in einen Bus. An Bussen herrscht kein Mangel und sie sind allemal günstiger als arab. Taxen, bei denen erst der Preis ausgehandelt werden muß. Eine Busfahrt in einem arab. Bus vom Damaskus - Tor kostet ca. 4 Schekel (weniger als einen Euro). Eine Fahrt nach Ramallah kostet ca. 1,5 Euro (7 Schekel).
Mir ist jedesmal unbegreiflich, wie Touristen reihenweise auf diese Machenschaften hereinfallen. Vielleicht wissen sie nicht, sich aus der Situation zu befreien. Vielleicht wollen sie aber auch nur ihr Mitgefühl bekunden. Und wer dann erst einmal in Ramallah den Campus des Arafat - Grabes besucht und hinterher in eines der Flüchtlingslager geschleift wird, der vergiesst auch einmal ein paar Tränen. Bei seiner Abreise steht man dann mit Übergewicht am Flugschalter und fragt sich, was man jetzt um Himmels Willen mit dem arab. Kleid oder dem ollen in China maschinengeschnitzten Holzkamel soll.
Die Dächer der Arabischen Altstadt in Jerusalem

Im Bazar (Shuk)

Langfristige Planung erweist sich in den meisten Fällen von Vorteil. Selbst wenn sich nicht unbedingt ein schneller Erfolg einstellt, geht es doch allmählich bergauf. Wer Glück hat, verdient sich einen Namen und die Kundschaft kommt immer wieder. In Israel wird in vielen Fällen auf alles andere, nur nicht auf langfristige Planung gesetzt.
Im arab. Teil der Jerusalemer Altstadt wird gnadenlos abgezockt; und das nicht erst seit heute. Touristen fühlen sich bedrängt und hintergangen. Da schlendert man zum Touristenbummel durch die engen Gassen der arab. Altstadt und an jedem Verkaufsstand lauert schon der nächste Händler, der einem sagt, wie toll man ist, wo man denn herkommt und das in seinem Shop alles nur vom Feinsten sei. Der Tourist wird offensichtlich ganz unverbindlich vom Shopinhaber zu einer kostenlosen Tasse Tee eingeladen.
Der Shop selber ist bis unter die Decke vollgestopf mit viel Überflüssigem. Vom Kreuz bis hin zum Salzstreuer, alles ist vorhanden. Die Gerüche orientalischer Gewürze geben dem Touristen ein besonderes Flair; wer dagegen in einem Stand neben der öffentlichen Toilette sitzt, hat weniger Flair.
Der Inhaber beginnt sofort mit seiner Biographie, die da meistens erlogen zusammengestellt ist. Frauen werden schon mal angemacht, wobei seine zwei oder drei Ehefrauen verheimlicht werden. Die politische Lage wird natürlich auch diskutiert und die Israelis sind selbstverständlich an allem schuld. Und dann gehts auch schon thematisch hinüber zum eigentlichen Zweck. Tja, uns geht es so schlecht und da solltest Du schon etwas kaufen, um uns aus der miserablen Lage zu befreien. Der Kühlschrank daheim ist leer und die Mutter hat kein Geld für die Medikamente.
Viele Touristen fühlen sich da überrumpelt. Eigentlich steht ihnen der Sinn nach dem "Gehen", aber da sie westlicher Natur sind, kriechen schon die ersten Schuldgefühle durch die Magengegend. Naja, ich kaufe halt eine Kleinigkeit und dann gehe ich. Die Kleinigkeit wird dann schnell zum teuren Spaß, denn das Angebot des Händlers ist saftig. Aber letztendlich zahlt man lieber, um aus dem engen vollgestopften Laden zu entkommen. Dies ist der Moment, in dem man sich sagt: "Nie wieder". Der Händler freut sich, denn er hat wieder einmal seinen "Made in Taiwan - Ramsch" teuer unter die Leute gebracht. Dass der Tourist sauer ist, interessiert nicht. Hauptsache ich habe jetzt Cash. Wenn besagter Tourist nicht mehr wieder kommt, so what ? An neuer Kundschaft aus aller Welt herrscht ja kein Mangel.
Das gleiche Muster spielt sich in den Hostels der arab. Altstadt ab. Viele von ihnen sind heruntergekommen, aber dennoch werden die Zimmer teuer vermietet. Wer im Billighostel saubere Bettlaken bekommt, kann sich schon freuen. In einigen Hostels werden die Laken schon einmal für mehrere Gäste verwendet. Die Wolldecken werden eh nie gewaschen und wenn ein Gast morgens auscheckt, wird die Decke sorgfältig zusammengefaltet und für den nächsten Gast einsatzbereit aufs Bett gelegt.
Zimmer ohne Fenster sind keine Seltenheit. Wer für eine kleine Gruft ohne Fenster 100 Schekel (20 Euro) zahlt, ist selber schuld. Viele Hostel, wie das am Jaffa - Tor gelegene Petra - Hostel vermelden auch schon einmal Käfer im Bett, welche ihre Opfer des nachts gnadenlos beißen. Das Petra - Hostel ist zwar ein gewisser Kult, dennoch, wer sich mit normalen Leuten unterhalten will, ist dort fehl am Platz. Das Hostel ist ein Magnet für christliche fundamentalistische Spinner, die in allem den Satan sehen und den Weltuntergang predigen.
Das ehemalige Tabasco - Hostel heißt seit einiger Zeit Hebron - Hostel und soll vor Sauberkeit strotzen. Klein aber fein, wenn auch ein Magnet internationaler Friedensaktivisten der "International Solidarity". Als Rechter hat man keine Chance und als Israeli schon gar nicht. Alle arab. Hostels nehmen niemanden mit einem israel. Personalausweis auf. Alle, außer dem Jaffa - Gate Hostel am Jaffa Tor. Wer schon Jude ist, der sollte einen ausländischen Pass dabei haben, um in die anderen arab. Hostels einchecken zu können. Wer dagegen ein gutes, wenn auch etwas teureres Hostel sucht, der schaue hier einmal herein.
Und wer sich schon in Ostjerusalem aufhält, der meide die Taxen. Eine Taxifahrt nach Bethlehem oder Ramallah kommt da leicht auf über 100 Schekel (20 Euro), wenn nicht noch viel mehr. Eine Fahrt zum Toten Meer gar auf 400 Schekel (und mehr). Wer schon reisen will, der begebe sich in einen Bus. An Bussen herrscht kein Mangel und sie sind allemal günstiger als arab. Taxen, bei denen erst der Preis ausgehandelt werden muß. Eine Busfahrt in einem arab. Bus vom Damaskus - Tor kostet ca. 4 Schekel (weniger als einen Euro). Eine Fahrt nach Ramallah kostet ca. 1,5 Euro (7 Schekel).
Mir ist jedesmal unbegreiflich, wie Touristen reihenweise auf diese Machenschaften hereinfallen. Vielleicht wissen sie nicht, sich aus der Situation zu befreien. Vielleicht wollen sie aber auch nur ihr Mitgefühl bekunden. Und wer dann erst einmal in Ramallah den Campus des Arafat - Grabes besucht und hinterher in eines der Flüchtlingslager geschleift wird, der vergiesst auch einmal ein paar Tränen. Bei seiner Abreise steht man dann mit Übergewicht am Flugschalter und fragt sich, was man jetzt um Himmels Willen mit dem arab. Kleid oder dem ollen in China maschinengeschnitzten Holzkamel soll.
Die Dächer der Arabischen Altstadt in Jerusalem

Im Bazar (Shuk)

Montag, 31. März 2008
Israel must …..
B"H
Israel must give up more and more and more and more……
Als Condoleeca Rice in den gestrigen Nachrichten ihre Forderungen präsentierte, stellte ich gleich ab. Wie satt habe ich es, mir von einer angereisten Amerikanerin, die weder Jüdin ist noch in Israel lebt, anhören zu müssen, wie wir Israelis zu leben haben; was wir zu tun und zu lassen haben und wo wir uns ansiedeln dürfen und wo nicht. Zu wem betet Mrs Rice eigentlich in der Kirche ? Zu G - tt ? Anscheinend scheint sie ja weit über Ihm zu stehen.
Condoleeca will, dass Israel mehr und mehr Zugeständnisse den Palästinenser gegenüber macht, egal, was das Resultat sein wird. Hauptsache George Bush kann vor seinem Amtsende einen Nahosterfolg feiern. Ob hier alles in die Luft fliegt oder nicht, wieviele Menschen sterben bzw. Soldaten entführt werden, steht nicht zur Debatte. Dabei hatte doch wenigstens Oppositionsführer Benjamin Netanyahu sich einmal aufgerafft, Condoleeca Rice die Sicherheitsbedenken zu erklären. Punkte, die sie noch nie bedacht hatte. Wie auch, denn sie hat ja von unserem Land keine Ahnung.
Heute: Condoleeca Rice mit Busenfreund Abu Mazen

Vielleicht wäre sie nicht schlecht beraten gewesen, hätte sie sich die gestrigen Palidemos angeschaut. Sogar die israel. Araber mit israel. Personalausweis befürworten Bombenatttentate auf die israel. Zivilbevölkerung. Mit wem sollen wir da eigentlich Frieden schließen ?
Kein Wunder, wenn die israel. Bevölkerung kein reges Interesse zeigt, denn täglich sehen wir, dass alle am Frieden interessiert sind, nur die Mehrheit Palästinenser halt nicht. Mehr Land bedeutet gleichzeitig mehr Angriffsfläche auf israel. Städte. Siehe die Räumung Gaza und die Kassam - Raketenangriffe auf die Stadt Aschkelon.
Herrschen auch bald in Tel Aviv oder Jerusalem Sderoter Verhältnisse ?
Nun, dies alles ist nichts Neues und Herausragendes mehr. Wir alle wissen, dass Ehud Olmert Papiere unterschreibt, welche Israel zu Undenkbarem verpflichtet. Papiere, die noch nicht einmal seine Minister kennen. Ist Jerusalem schon futsch ? - fragen sich viele Einwohner.
Was mich jedoch bei den gestrigen Demos dennoch hellhörig machte, war die Teilnahme vieler Drusen, die da mit der Paliflagge wedelten. Ein Soldat sagte mir einmal, dass die Drusen immer mit dem Stärkeren laufen. Momentan ist dies Israel, aber was geschieht, wenn sich das Blatt wendet ?
ca. 120.000 Drusen leben in Israel; vor allem um Haifa und im Golan. Sie selber leben eine geheime moslemische Mischung aus Glauben, welche vorwiegend nur ihre Priester kennen. Moslems nennen sie nicht Moslems und Drusen sehen sich auch nicht als das an, obwohl ihre Religion schon mit dem Islam zu tun hat. Jedenfalls teilweise.
Ihre Solidarität zu Israel begründen sie damit, dass sie an den Propheten Yitro (Moshes Schwiegervater) glauben. Aber wie weit reicht diese Solidarität wirklich ?
Die Drusen sehen sich als absolut solidarisch, sind sie doch stolz, dass viele ihrer Söhne in der israel. Armee dienen. In Kampfeinheiten und einer von ihnen sogar als Pilot bei der Luftwaffe.
Und, viele von ihren Söhnen zählen zu den Gefallenen. Dennoch gibt es auch Schattenseiten, denn Armee - sowie Geheimdienstobere sehen die Drusen nicht immer als so loyal wie sie sich geben. Ein Blick am Jerusalemer Jaffa - Tor genügt, um sie in Action zu sehen. Da machen drusische Polizisten ihre Deals mit arab. Händlern. Ruft man dort die Polizei, kommt nicht selten ein Druse, der sich dann sofort auf die Seite des Palis schlägt, da beide Arabisch sprechen.
Andererseits, wenn es darum geht, bei den Palis hart durchzugreifen, zeigen sich gerade die Drusen willig. Viele von ihnen sind in der Haudrauf - Truppe "Mischmar HaGvul - der Grenzpolizei" und wenn diese Einsätze im arabischen Viertel hat, dann wehe dem, der einem Drusen begegnet.
Loyalität zu Israel hin oder her, die gestrigen Demos zeigten einen nicht zu übersehenden Widerspruch. Anscheinend sind auch die Meinungen der Drusen gespalten.
Die Frage aber bleibt: Inwieweit können wir solchen Leuten wirklich vertrauen und sie ggf. in der Armee mit wichtigen Posten betrauen ?
Israel must give up more and more and more and more……
Als Condoleeca Rice in den gestrigen Nachrichten ihre Forderungen präsentierte, stellte ich gleich ab. Wie satt habe ich es, mir von einer angereisten Amerikanerin, die weder Jüdin ist noch in Israel lebt, anhören zu müssen, wie wir Israelis zu leben haben; was wir zu tun und zu lassen haben und wo wir uns ansiedeln dürfen und wo nicht. Zu wem betet Mrs Rice eigentlich in der Kirche ? Zu G - tt ? Anscheinend scheint sie ja weit über Ihm zu stehen.
Condoleeca will, dass Israel mehr und mehr Zugeständnisse den Palästinenser gegenüber macht, egal, was das Resultat sein wird. Hauptsache George Bush kann vor seinem Amtsende einen Nahosterfolg feiern. Ob hier alles in die Luft fliegt oder nicht, wieviele Menschen sterben bzw. Soldaten entführt werden, steht nicht zur Debatte. Dabei hatte doch wenigstens Oppositionsführer Benjamin Netanyahu sich einmal aufgerafft, Condoleeca Rice die Sicherheitsbedenken zu erklären. Punkte, die sie noch nie bedacht hatte. Wie auch, denn sie hat ja von unserem Land keine Ahnung.
Heute: Condoleeca Rice mit Busenfreund Abu Mazen

Vielleicht wäre sie nicht schlecht beraten gewesen, hätte sie sich die gestrigen Palidemos angeschaut. Sogar die israel. Araber mit israel. Personalausweis befürworten Bombenatttentate auf die israel. Zivilbevölkerung. Mit wem sollen wir da eigentlich Frieden schließen ?
Kein Wunder, wenn die israel. Bevölkerung kein reges Interesse zeigt, denn täglich sehen wir, dass alle am Frieden interessiert sind, nur die Mehrheit Palästinenser halt nicht. Mehr Land bedeutet gleichzeitig mehr Angriffsfläche auf israel. Städte. Siehe die Räumung Gaza und die Kassam - Raketenangriffe auf die Stadt Aschkelon.
Herrschen auch bald in Tel Aviv oder Jerusalem Sderoter Verhältnisse ?
Nun, dies alles ist nichts Neues und Herausragendes mehr. Wir alle wissen, dass Ehud Olmert Papiere unterschreibt, welche Israel zu Undenkbarem verpflichtet. Papiere, die noch nicht einmal seine Minister kennen. Ist Jerusalem schon futsch ? - fragen sich viele Einwohner.
Was mich jedoch bei den gestrigen Demos dennoch hellhörig machte, war die Teilnahme vieler Drusen, die da mit der Paliflagge wedelten. Ein Soldat sagte mir einmal, dass die Drusen immer mit dem Stärkeren laufen. Momentan ist dies Israel, aber was geschieht, wenn sich das Blatt wendet ?
ca. 120.000 Drusen leben in Israel; vor allem um Haifa und im Golan. Sie selber leben eine geheime moslemische Mischung aus Glauben, welche vorwiegend nur ihre Priester kennen. Moslems nennen sie nicht Moslems und Drusen sehen sich auch nicht als das an, obwohl ihre Religion schon mit dem Islam zu tun hat. Jedenfalls teilweise.
Ihre Solidarität zu Israel begründen sie damit, dass sie an den Propheten Yitro (Moshes Schwiegervater) glauben. Aber wie weit reicht diese Solidarität wirklich ?
Die Drusen sehen sich als absolut solidarisch, sind sie doch stolz, dass viele ihrer Söhne in der israel. Armee dienen. In Kampfeinheiten und einer von ihnen sogar als Pilot bei der Luftwaffe.
Und, viele von ihren Söhnen zählen zu den Gefallenen. Dennoch gibt es auch Schattenseiten, denn Armee - sowie Geheimdienstobere sehen die Drusen nicht immer als so loyal wie sie sich geben. Ein Blick am Jerusalemer Jaffa - Tor genügt, um sie in Action zu sehen. Da machen drusische Polizisten ihre Deals mit arab. Händlern. Ruft man dort die Polizei, kommt nicht selten ein Druse, der sich dann sofort auf die Seite des Palis schlägt, da beide Arabisch sprechen.
Andererseits, wenn es darum geht, bei den Palis hart durchzugreifen, zeigen sich gerade die Drusen willig. Viele von ihnen sind in der Haudrauf - Truppe "Mischmar HaGvul - der Grenzpolizei" und wenn diese Einsätze im arabischen Viertel hat, dann wehe dem, der einem Drusen begegnet.
Loyalität zu Israel hin oder her, die gestrigen Demos zeigten einen nicht zu übersehenden Widerspruch. Anscheinend sind auch die Meinungen der Drusen gespalten.
Die Frage aber bleibt: Inwieweit können wir solchen Leuten wirklich vertrauen und sie ggf. in der Armee mit wichtigen Posten betrauen ?
Sonntag, 30. März 2008
Die Saudis und Yaffo
B"H
Offiziell heißt die Stadt "Tel Aviv - Yaffo", denn die kleine antike Stadt Yaffo wurde Tel Aviv fast ganz einverleibt. Yaffo, daß ist vor allem ein antiker Hafen, der heute zwar nicht mehr genutzt wird (außer für Boottrips von Touristen), sich aber dennoch großer anderweitiger Attraktionen erfreut. Die Hafengegend ist meist schmuddelig und arab. Händler sitzen auf dem Boden, um ihre Waren zu verkaufen. Samt selbstgebackenen "Laffot", eine irakische Art von Crepesdünnem rundem Weizenbrot.
Nun soll sich die Hafengegend in eine Luxuscentrum verwandeln, denn ausgerechnet reiche Saudis kaufen immer mehr Häuser auf. Auch ein Nobelhotel soll demnächst entstehen. Bezahlen tun die Saudis millionenfach in Cash und das kommt auch bei israel. Maklern gut an. Cash hinblättern für eine Immobilie, die sich kaum ein anderer leisten kann oder will. Reiche Araber haben eine Lücke in der israel. Gesetzgebung entdeckt, nach der auch Ausländer in Israel Grund und Boden kaufen dürfen. Ganz legal und die Tagesezeitung "Yediot Acharonot" verkündet heute sogar, dass sich selbst Scheich Hassan Nasrallah in Israel ein Häuschen kaufen darf, wenn er denn nur wollte und nicht mit seinen Katyuschas vorher alles in die Luft jagdt.
Die Hafenstadt Yaffo hatte schon immer einen arab. Touch und wer heute durch die kleinen Gassen schlendert, dem fallen gewiß die vielen blaugestrichenen Fenster und Türen auf. Die Farbe Blau soll nach arab. Brauch böse Geistern fernhalten.
Jeder kann Yaffo leicht erreichen; entweder mit dem Bus oder zufuß. Als längerer Strandspaziergang ist die Wanderung nach Yaffo ideal. Immer am Strand entlang und unterwegs bieten sich viele Plätze zur Rast an. Nur muss man manchmal den vielen herumliegenden Müll erst beiseite schieben.
Aber Yaffo hat auch noch ein anderes und weniger friedvolles Gesicht. Immer mehr palästinensische Einwohner zeigen sich radikal. So zogen am letzten Freitag viele von ihnen mit palästinen. Flaggen durch die Innenstadt, um ihren Unmut zum heutigen "Yom HaAdamah - Land Day" Ausdruck zu verleihen.
Im Gegensatz zu Haifa, wo Israelis und Palästinenser friedlich zusammenleben, ist Yaffo ein stetiger Brennpunkt. Und das nicht erst seit Freitag, sondern schon viele Jahre lang. Als Wohnort würde ich Yaffo alles andere als empfehlen, aber einen Tagesausflug ist es allemal wert. Auch gibt es ein tolles Hostel, die wirklich zu empfehlen ist.
Photos aus Yaffo:



Blick von Yaffo nach Tel Aviv

Blick von Tel Aviv nach Yaffo
Offiziell heißt die Stadt "Tel Aviv - Yaffo", denn die kleine antike Stadt Yaffo wurde Tel Aviv fast ganz einverleibt. Yaffo, daß ist vor allem ein antiker Hafen, der heute zwar nicht mehr genutzt wird (außer für Boottrips von Touristen), sich aber dennoch großer anderweitiger Attraktionen erfreut. Die Hafengegend ist meist schmuddelig und arab. Händler sitzen auf dem Boden, um ihre Waren zu verkaufen. Samt selbstgebackenen "Laffot", eine irakische Art von Crepesdünnem rundem Weizenbrot.
Nun soll sich die Hafengegend in eine Luxuscentrum verwandeln, denn ausgerechnet reiche Saudis kaufen immer mehr Häuser auf. Auch ein Nobelhotel soll demnächst entstehen. Bezahlen tun die Saudis millionenfach in Cash und das kommt auch bei israel. Maklern gut an. Cash hinblättern für eine Immobilie, die sich kaum ein anderer leisten kann oder will. Reiche Araber haben eine Lücke in der israel. Gesetzgebung entdeckt, nach der auch Ausländer in Israel Grund und Boden kaufen dürfen. Ganz legal und die Tagesezeitung "Yediot Acharonot" verkündet heute sogar, dass sich selbst Scheich Hassan Nasrallah in Israel ein Häuschen kaufen darf, wenn er denn nur wollte und nicht mit seinen Katyuschas vorher alles in die Luft jagdt.
Die Hafenstadt Yaffo hatte schon immer einen arab. Touch und wer heute durch die kleinen Gassen schlendert, dem fallen gewiß die vielen blaugestrichenen Fenster und Türen auf. Die Farbe Blau soll nach arab. Brauch böse Geistern fernhalten.
Jeder kann Yaffo leicht erreichen; entweder mit dem Bus oder zufuß. Als längerer Strandspaziergang ist die Wanderung nach Yaffo ideal. Immer am Strand entlang und unterwegs bieten sich viele Plätze zur Rast an. Nur muss man manchmal den vielen herumliegenden Müll erst beiseite schieben.
Aber Yaffo hat auch noch ein anderes und weniger friedvolles Gesicht. Immer mehr palästinensische Einwohner zeigen sich radikal. So zogen am letzten Freitag viele von ihnen mit palästinen. Flaggen durch die Innenstadt, um ihren Unmut zum heutigen "Yom HaAdamah - Land Day" Ausdruck zu verleihen.
Im Gegensatz zu Haifa, wo Israelis und Palästinenser friedlich zusammenleben, ist Yaffo ein stetiger Brennpunkt. Und das nicht erst seit Freitag, sondern schon viele Jahre lang. Als Wohnort würde ich Yaffo alles andere als empfehlen, aber einen Tagesausflug ist es allemal wert. Auch gibt es ein tolles Hostel, die wirklich zu empfehlen ist.
Photos aus Yaffo:
Blick von Yaffo nach Tel Aviv
Blick von Tel Aviv nach Yaffo
Kurzweiliger Umzug
B"H
Ab Mitte dieser Woche wird sich mein Leben etwas verändern, denn ich werde meinen Wohnort nach Tel Aviv bzw. ins haredische (ultra - orthod.) Bnei Brak verlegen. Obwohl dies nur befristet ist und ich sicher nach Jerusalem zurückkehren werden, freue ich mich, wie gesagt, auf den Tapetenwechsel. Meine Blogs werden wohl darunter leiden und es kann vorkommen, dass ich nicht mehr soviel poste. Dafür gibt es News aus Jerusalem (wo ich 2x pro Woche sein werde), aus Tel Aviv sowie aus Bnei Brak und Petach Tikwa.
Ab Mitte dieser Woche wird sich mein Leben etwas verändern, denn ich werde meinen Wohnort nach Tel Aviv bzw. ins haredische (ultra - orthod.) Bnei Brak verlegen. Obwohl dies nur befristet ist und ich sicher nach Jerusalem zurückkehren werden, freue ich mich, wie gesagt, auf den Tapetenwechsel. Meine Blogs werden wohl darunter leiden und es kann vorkommen, dass ich nicht mehr soviel poste. Dafür gibt es News aus Jerusalem (wo ich 2x pro Woche sein werde), aus Tel Aviv sowie aus Bnei Brak und Petach Tikwa.
Kindesmißhandlung im Schleier
B"H
In der Stadt Beit Schemesch (ca. 20 km von Jerusalem) wurde jetzt ein neuer Fall von Kindesmißhandlung aufgedeckt.
Eine Mutter von 12 Kindern mißhandelte jahrelang ihre Kinder und ließ es zu, dass die Kleinen von den Großen vergewaltigt werden. Jetzt wurde die Mutter verhaftet und als ich ihr Photo in der Presse sah, dachte ich zuerst, es handele sich um eine Araberin. Aber nichts da, denn die Mutter gehört zum wirren Clan der "Rabbanit Beruriah".
Die Kinder sagten aus, dass sie bis vor 7 Jahren eine ganz normale Familie waren. Mit einer normalen liebenden Mutter. Erst nachdem sich Letztere entschloß, der wirren Rabbanit und deren Frauengruppe beizutreten, änderte sich alles.
Details:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&cid=1206446111507
Und was sagt Beruriah dazu ?
Nichts.
In der Stadt Beit Schemesch (ca. 20 km von Jerusalem) wurde jetzt ein neuer Fall von Kindesmißhandlung aufgedeckt.
Eine Mutter von 12 Kindern mißhandelte jahrelang ihre Kinder und ließ es zu, dass die Kleinen von den Großen vergewaltigt werden. Jetzt wurde die Mutter verhaftet und als ich ihr Photo in der Presse sah, dachte ich zuerst, es handele sich um eine Araberin. Aber nichts da, denn die Mutter gehört zum wirren Clan der "Rabbanit Beruriah".
Die Kinder sagten aus, dass sie bis vor 7 Jahren eine ganz normale Familie waren. Mit einer normalen liebenden Mutter. Erst nachdem sich Letztere entschloß, der wirren Rabbanit und deren Frauengruppe beizutreten, änderte sich alles.
Details:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&cid=1206446111507
Und was sagt Beruriah dazu ?
Nichts.
Donnerstag, 27. März 2008
Nicht vergessen….
heute Nacht werden in Israel die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt !!! Die Umstellung erfolgt in dieser Nacht von 2.00 auf 3.00 Uhr.
Dadurch beginnt der morgige Schabbat später; nämlich derzeit erst um 18.20 Uhr. Und wer plant, am Schabbatessen der Machlis - Familie teilzunehmen, der muß zwangsläufig damit rechnen, dass sich auch dort die Zeiten ändern. Vor 20.15 Uhr wird der Rabbi kaum beginnen. Und da wir schon beim Thema sind: Das gesamte Jahr über veranstalten die Machlises Schabbatessen bzw. Essen an den Feiertagen. Demnächst aber kommt die Zeit, an der auch sie einmal die Nase voll haben und in den Urlaub fahren. Niemals geben die Machlises Essen an Pessach und wer ausgerechnet an Pessach auf das Essen angewiesen sein sollte, bzw. noch nicht weiß, wo er in einem Monat bei der Seder sitzen wird, darf sich nicht auf die Machlis - Family verlassen, sondern muß sich schon einmal selbst einen Sederplatz besorgen.
Um Uhrzeiten geht es heute Abend auch in Tel Aviv. Die weltweite Umweltverschmutzung zerstört unseren Planeten unaufhörlich. Die Ausgabe der heutigen Zeitung Maariv zeigt sogar ein Photo aus der Antarktis, auf dem der Absturz eines riesigen Eisblock (3,5 x so groß wie Jerusalem) zu sehen ist. Durch die Klimaerwärmung schmilzt das Eis an den Polen und der Wasserpegel der Meere steigt an.
Um auf all die Umweltprobleme aufmerksam zu machen, hat die Stadt Tel Aviv heute Abend etwas ganz Besonderes vor. Um genau 20.00 Uhr sollen die Lichter der Stadt ausgehen. Über 200.000 Einwohner werden sich an der Aktion beteiligen und eine Stunde lang bei Kerzenschein verbringen. Der "Tag des Erdballes" soll weltweit auf die heikle Umweltlage aufmerksam machen.
Und warum nur Tel Aviv und nicht auch Jerusalem oder andere israel. Orte ?
Schuld ist unsere staatliche Stromversorgung "Chevrat HaChaschmal", denn diese befürchtet einen Zusammenbruch des Stromnetzes, wenn nach einer Stunde Dunkelheit alle gemeinsam den Lichtschalter wieder betätigen.
Wer also heute Abend vorhat, in einem Tel Aviver Restaurant zu sitzen, kann sich am Kerzenschein erfreuen.
Mehr Infos:
http://www.earthhour.org/cities/tel-aviv/
Dadurch beginnt der morgige Schabbat später; nämlich derzeit erst um 18.20 Uhr. Und wer plant, am Schabbatessen der Machlis - Familie teilzunehmen, der muß zwangsläufig damit rechnen, dass sich auch dort die Zeiten ändern. Vor 20.15 Uhr wird der Rabbi kaum beginnen. Und da wir schon beim Thema sind: Das gesamte Jahr über veranstalten die Machlises Schabbatessen bzw. Essen an den Feiertagen. Demnächst aber kommt die Zeit, an der auch sie einmal die Nase voll haben und in den Urlaub fahren. Niemals geben die Machlises Essen an Pessach und wer ausgerechnet an Pessach auf das Essen angewiesen sein sollte, bzw. noch nicht weiß, wo er in einem Monat bei der Seder sitzen wird, darf sich nicht auf die Machlis - Family verlassen, sondern muß sich schon einmal selbst einen Sederplatz besorgen.
Um Uhrzeiten geht es heute Abend auch in Tel Aviv. Die weltweite Umweltverschmutzung zerstört unseren Planeten unaufhörlich. Die Ausgabe der heutigen Zeitung Maariv zeigt sogar ein Photo aus der Antarktis, auf dem der Absturz eines riesigen Eisblock (3,5 x so groß wie Jerusalem) zu sehen ist. Durch die Klimaerwärmung schmilzt das Eis an den Polen und der Wasserpegel der Meere steigt an.
Um auf all die Umweltprobleme aufmerksam zu machen, hat die Stadt Tel Aviv heute Abend etwas ganz Besonderes vor. Um genau 20.00 Uhr sollen die Lichter der Stadt ausgehen. Über 200.000 Einwohner werden sich an der Aktion beteiligen und eine Stunde lang bei Kerzenschein verbringen. Der "Tag des Erdballes" soll weltweit auf die heikle Umweltlage aufmerksam machen.
Und warum nur Tel Aviv und nicht auch Jerusalem oder andere israel. Orte ?
Schuld ist unsere staatliche Stromversorgung "Chevrat HaChaschmal", denn diese befürchtet einen Zusammenbruch des Stromnetzes, wenn nach einer Stunde Dunkelheit alle gemeinsam den Lichtschalter wieder betätigen.
Wer also heute Abend vorhat, in einem Tel Aviver Restaurant zu sitzen, kann sich am Kerzenschein erfreuen.
Mehr Infos:
http://www.earthhour.org/cities/tel-aviv/
Mittwoch, 26. März 2008
Tel Aviv - hin und zurück
B"H
Für einen eingefleischten Jerusalemer ist ein Tel Aviv Trip ganz abwechselungsreich, mehr oft aber auch nicht. Jedesmal sind wir froh, auf der Heimfahrt die Jerusalemer "Skyline" zu erblicken. Selbst dann, wenn es sich um die häßlich monströse weisse Brücke handelt, die sich derzeit immer noch im Bau befindet. Das Fertigstellungsdatum ist für diesen Mai geplant. Mit dem Brückenkoloss soll Jerusalem endgültig zur Weltstadt aufsteigen. Als ob wir dies nicht schon sind.
"Welcome to Jerusalem", dieses Schild an der Stadteinfahrt erfreut uns immer wieder. Man ist daheim im Kleinstadtmief und vergessen ist die hektische Metropole Tel Aviv. Wenigstens geht bei uns noch alles verhältnismäßig rustikal zu und wir treten nicht alle mit Füssen, um an unser Ziel zu kommen. Gegen den Tel Aviver Carmel Markt wirkt unser Machane Yehudah Markt wie tiefste verschlafene Provinz. Unsere Flower - Power - Künstler - Gegend heißt Nachlaot und nicht Florentin, aber zumindest sind die Wohnungspreise den Flower - Power - Leuten noch wesentlich angepasster. Noch, denn ein Ende ist auch hier schon in Sicht. Betuchte amerik. Einwanderer machen das Prolo - Nachlaot zum Schickimicki - Paradies für Ex - Hippies.
Jerusalem - Nachlaot

Skyline von Nachlaot mit dem City Tower im Hintergrund

Jerusalem - Jaffa Road

Tel Aviv ist für mich ein Tagestrip. Morgens los, ankommen, irgendwo Kaffeetrinken und etwas essen, kurz am Strand herumlaufen und mich insgeheim auf die Rückfahrt nach Jerusalem freuen. Die ca. 45 km Busfahrt können gar nicht schnell genug vergehen. Kaum daheim in Jerusalem berichte ich allen, wie eklig es in Tel Aviv war. Hektik, die Mentalität der Gleichgültigkeit und der Bauwahn. Alle, die mich hören, nicken eifrig und geben ihre einstimmige Meinung dazu ab. Ja, in solch einer Stadt will man nicht leben.
Und was mache ich ? Da ich in Tel Aviv bzw. in der haredischen Nachbarstadt Bnei Brak demnächst an einem Projekt teilnehmen werde, bin ich mehr oder weniger gezwungen, einige Monate in TA zu verbringen. Spätestens in einem Monat werde ich dort hausen und sobald ich dies einem Jerusalemer berichte, betone ich das Wort "befristet" ganz besonders. Ein befristeter Aufenthalt, denn danach will ich unbedingt wieder nach Jerusalem zurückkehren. Einerseits freue ich mich sogar auf den Tapetenwechsel, aber andererseits werde ich meine Freunde unendlich vermissen. Immerhin werde ich mindestens zweimal pro Woche für einige Stunden in Jerusalem sein. Und am Schabbat ? Ja, zum Schabbat komme ich auch öfters vorbei.
Tel Aviv

Da das Projekt sehr religiös bedingt ist, werde ich natürlich die Gelegenheit nutzen, an den chassidischen Schabbattischen im haredischen (ultra - orthod.) Bnei Brak teilzunehmen und darüber berichten. Die chassidischen Gruppen Vishnitz, Sadigora, Schomrei Emunim, Zhvil, etc. nichts wird ausgelassen. Und so wird sich dieser Blog in den kommenden Woche auch mit Tel Aviv und Bnei Brak beschäftigen.
Und wer weiss, vielleicht mag ich ja am Ende Tel Aviv sogar doch noch...
Noch mehr Tel Aviv




Für einen eingefleischten Jerusalemer ist ein Tel Aviv Trip ganz abwechselungsreich, mehr oft aber auch nicht. Jedesmal sind wir froh, auf der Heimfahrt die Jerusalemer "Skyline" zu erblicken. Selbst dann, wenn es sich um die häßlich monströse weisse Brücke handelt, die sich derzeit immer noch im Bau befindet. Das Fertigstellungsdatum ist für diesen Mai geplant. Mit dem Brückenkoloss soll Jerusalem endgültig zur Weltstadt aufsteigen. Als ob wir dies nicht schon sind.
"Welcome to Jerusalem", dieses Schild an der Stadteinfahrt erfreut uns immer wieder. Man ist daheim im Kleinstadtmief und vergessen ist die hektische Metropole Tel Aviv. Wenigstens geht bei uns noch alles verhältnismäßig rustikal zu und wir treten nicht alle mit Füssen, um an unser Ziel zu kommen. Gegen den Tel Aviver Carmel Markt wirkt unser Machane Yehudah Markt wie tiefste verschlafene Provinz. Unsere Flower - Power - Künstler - Gegend heißt Nachlaot und nicht Florentin, aber zumindest sind die Wohnungspreise den Flower - Power - Leuten noch wesentlich angepasster. Noch, denn ein Ende ist auch hier schon in Sicht. Betuchte amerik. Einwanderer machen das Prolo - Nachlaot zum Schickimicki - Paradies für Ex - Hippies.
Jerusalem - Nachlaot

Skyline von Nachlaot mit dem City Tower im Hintergrund

Jerusalem - Jaffa Road

Tel Aviv ist für mich ein Tagestrip. Morgens los, ankommen, irgendwo Kaffeetrinken und etwas essen, kurz am Strand herumlaufen und mich insgeheim auf die Rückfahrt nach Jerusalem freuen. Die ca. 45 km Busfahrt können gar nicht schnell genug vergehen. Kaum daheim in Jerusalem berichte ich allen, wie eklig es in Tel Aviv war. Hektik, die Mentalität der Gleichgültigkeit und der Bauwahn. Alle, die mich hören, nicken eifrig und geben ihre einstimmige Meinung dazu ab. Ja, in solch einer Stadt will man nicht leben.
Und was mache ich ? Da ich in Tel Aviv bzw. in der haredischen Nachbarstadt Bnei Brak demnächst an einem Projekt teilnehmen werde, bin ich mehr oder weniger gezwungen, einige Monate in TA zu verbringen. Spätestens in einem Monat werde ich dort hausen und sobald ich dies einem Jerusalemer berichte, betone ich das Wort "befristet" ganz besonders. Ein befristeter Aufenthalt, denn danach will ich unbedingt wieder nach Jerusalem zurückkehren. Einerseits freue ich mich sogar auf den Tapetenwechsel, aber andererseits werde ich meine Freunde unendlich vermissen. Immerhin werde ich mindestens zweimal pro Woche für einige Stunden in Jerusalem sein. Und am Schabbat ? Ja, zum Schabbat komme ich auch öfters vorbei.
Tel Aviv

Da das Projekt sehr religiös bedingt ist, werde ich natürlich die Gelegenheit nutzen, an den chassidischen Schabbattischen im haredischen (ultra - orthod.) Bnei Brak teilzunehmen und darüber berichten. Die chassidischen Gruppen Vishnitz, Sadigora, Schomrei Emunim, Zhvil, etc. nichts wird ausgelassen. Und so wird sich dieser Blog in den kommenden Woche auch mit Tel Aviv und Bnei Brak beschäftigen.
Und wer weiss, vielleicht mag ich ja am Ende Tel Aviv sogar doch noch...
Noch mehr Tel Aviv




Dienstag, 25. März 2008
Eine warme Mahlzeit ?
B"H
Es gibt wohl kaum noch einen Flecken auf der Welt, an dem wir nicht alle von Callcenter - Anrufen genervt werden. Israel war dabei sogar noch der Forerunner gegenüber Deutschland. In Israel wurde schon kräftig angerufen und genervt; in Deutschland hingegen herrschte noch angenehme Stille. Wie dem auch sei, seit wenigen Jahren sind alle davon betroffen. Man nimmt den Hörer ab und schon nervt einen jemand mit dummen Fragen oder einem gelangweilt dahinsagenden Text.
Gestern erwischte es mich wieder einmal. Eigentlich handelte es sich um einen Fehler, denn die Person am anderen Ende der Leitung wollte mit jemand ganz anderem sprechen. Doch ohne lange herumzuzögern sprang sie sofort auf mich an. Es sei ja egal, wer das Telefon beantworte, Hautsache man kann etwas verkaufen.
Die Callcenter - Tussi legte gleich so richtig los; amtlich, damit alles offiziell erscheint. Der Bürgermeister vom Kassam - Raketen geplagten Sderot riefe alle Bürger zur Mithilfe auf. Wir sollten gefälligst spenden, damit in Sderot alle Bewohner etwas zu essen haben.
In solchen Fällen frage ich gewöhnlich nach einer Website, die ich mir erst einmal anschauen wolle. Am Telefon lasse ich mich nämlich nicht blöd berieseln. Tussi wußte die Website - Adresse nicht, aber ich könne ja googeln.
Und wie lange es denn dauert, bis ich die Site angeschaut habe. Ob sie in zehn Minuten wieder zurückrufen kann.
Ich sagte ihr, dass ich gerade anderweitig busy sei und keine Zeit für die Site habe. Abends vielleicht.
Tussi gab nicht auf und ratterte wieder von vorne los. Die Site brauche ich eh nicht, denn sie, Ireen, wisse alles. Sie kenne die Infos und wenn ich mich jetzt nicht zu einer Spende entscheide, dann rufe sie abends wieder an.
Ireen klebte an mir wie ein Virus. Ich sagte ihr, dass ich jetzt nichts spende.
"Ja, wann denn dann ? Der Bürgermeister von Sderot hat das aber verlangt und ob ich noch Freunde habe, die sie dann auch gleich anrufen kann."
Wenn ich Ireen alle Telefonnummer gegeben hätte, dann säße ich heute ohne jegliche Freunde da.
Irgendwie gelang es mir, Ireen abzuschütteln. Aber ich solle bloß nicht Sderot vergessen und sie rufe wieder an, drohte sie.
Leider hat sie meine Nummer und jeder Anruf wird nun zur Farce. Am Ende ruft mich noch der Bürgermeister von Sderot an.
Wer aber zahlt eigentlich Ireens Gehalt ?
Etwa der Bürgermeister ?
Die Website war übrigens nicht auffindbar !!!
Es gibt wohl kaum noch einen Flecken auf der Welt, an dem wir nicht alle von Callcenter - Anrufen genervt werden. Israel war dabei sogar noch der Forerunner gegenüber Deutschland. In Israel wurde schon kräftig angerufen und genervt; in Deutschland hingegen herrschte noch angenehme Stille. Wie dem auch sei, seit wenigen Jahren sind alle davon betroffen. Man nimmt den Hörer ab und schon nervt einen jemand mit dummen Fragen oder einem gelangweilt dahinsagenden Text.
Gestern erwischte es mich wieder einmal. Eigentlich handelte es sich um einen Fehler, denn die Person am anderen Ende der Leitung wollte mit jemand ganz anderem sprechen. Doch ohne lange herumzuzögern sprang sie sofort auf mich an. Es sei ja egal, wer das Telefon beantworte, Hautsache man kann etwas verkaufen.
Die Callcenter - Tussi legte gleich so richtig los; amtlich, damit alles offiziell erscheint. Der Bürgermeister vom Kassam - Raketen geplagten Sderot riefe alle Bürger zur Mithilfe auf. Wir sollten gefälligst spenden, damit in Sderot alle Bewohner etwas zu essen haben.
In solchen Fällen frage ich gewöhnlich nach einer Website, die ich mir erst einmal anschauen wolle. Am Telefon lasse ich mich nämlich nicht blöd berieseln. Tussi wußte die Website - Adresse nicht, aber ich könne ja googeln.
Und wie lange es denn dauert, bis ich die Site angeschaut habe. Ob sie in zehn Minuten wieder zurückrufen kann.
Ich sagte ihr, dass ich gerade anderweitig busy sei und keine Zeit für die Site habe. Abends vielleicht.
Tussi gab nicht auf und ratterte wieder von vorne los. Die Site brauche ich eh nicht, denn sie, Ireen, wisse alles. Sie kenne die Infos und wenn ich mich jetzt nicht zu einer Spende entscheide, dann rufe sie abends wieder an.
Ireen klebte an mir wie ein Virus. Ich sagte ihr, dass ich jetzt nichts spende.
"Ja, wann denn dann ? Der Bürgermeister von Sderot hat das aber verlangt und ob ich noch Freunde habe, die sie dann auch gleich anrufen kann."
Wenn ich Ireen alle Telefonnummer gegeben hätte, dann säße ich heute ohne jegliche Freunde da.
Irgendwie gelang es mir, Ireen abzuschütteln. Aber ich solle bloß nicht Sderot vergessen und sie rufe wieder an, drohte sie.
Leider hat sie meine Nummer und jeder Anruf wird nun zur Farce. Am Ende ruft mich noch der Bürgermeister von Sderot an.
Wer aber zahlt eigentlich Ireens Gehalt ?
Etwa der Bürgermeister ?
Die Website war übrigens nicht auffindbar !!!
Montag, 24. März 2008
Purim - Party bei Rabbi Machlis
B"H
Hier sehr Ihr einige der Photos von der gestrigen Purim - Party im Hause von Rabbi Mordechai Machlis:



Hier sehr Ihr einige der Photos von der gestrigen Purim - Party im Hause von Rabbi Mordechai Machlis:



Das ewig aktuelle Vorurteil
B"H
Wer die mittelalterliche Geschichte des Antisemitismus studiert, der stößt immer wieder auf das Wort "Blood Libel". Beim "Blood Libel" handelt es sich um einen uralten Vorwurf der Kirche, Juden würden gerade vor Pessach christliche Kinder ermorden, um deren Blut für das Backen der Pessach - Mazzot (ungesäuerten Brote) zu verwenden.
Eine vollkommene idiotische Idee, denn wer die Thora lernt, der stellt fest, dass G - tt mehrere Male die Juden vor dem Blutgenuß warnt. Kurzum, im Judentum ist jeglicher Blutgenuß strengstens verboten. Zum diesem Thema bestehen keinerlei rabbinische Kompromisse.
Aber wer meint, dieser alte antisemitische Vorwurf sei eh dämlich und gehört ins Mittelalter und nicht in unsere Neuzeit, der täuscht sich gewaltig. In der letzten Freitagsausgabe der "Jerusalem Post" lasen wir einen längeren Artikel zum "Blood Libel". Und zwar befinden sich derzeit in der sibirischen Stadt Nowosibirsk Poster an den Hauswänden, welche die christliche Bevölkerung davor warnen, ihre Kinder allein und unbeaufsichtigt auf die Straße zu lassen. Jetzt, genau einen Monat vor dem jüdischem Pessach, gehen eben gerade die Juden um und ermorden wieder christliche Kinder zwecks Mazzaherstellung.
Die 13.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Nowosibirsk legten Protest ein. Anscheinend jedoch zu spät, denn die Poster waren allen ersichtlich. Jeder, der sich auf dem Weg zur Arbeit befand, mußte an den Postern vorbei. Selbst wenn der Vorwurf dermassen absurd klingt, einige Vorurteil und Zweifel, ob nicht doch vielleicht alles der Wahrheit entspricht, bleiben immer in den Hinterköpfen hängen.
Aber nicht nur in Nowosibirsk ist der "Blood Libel" nach wie vor aktuell. Auch ich erlebte im Jahre 1999 den gleichen Vorwurf. Eine aus Polen stammende christliche Kollegin in der Bank sagte mir allen Ernstes, dass Juden christliche Kinder zur Mazzaherstellung ermorden. Wohlgemerkt nicht im Mittelalter, sondern im Jahre 1999 !!!
Nun könnte man direkt behaupten, dass solche Leute, die diese idiotischen Vorwürfe glauben, nicht gerade einen hohen Intelligenzquotienten besitzen. Oder man könnte tatsächlich darüber lachen und sagen, dass jeglicher Protest unnötig sei, denn wer glaube schon diesen Müll. Man könnte, wenn nur alles nicht so traurig wäre. Die Kirche hat in ihrer Geschichte ganze Arbeit geleistet. Der Antisemitismus gedeiht nach wie vor. Dabei vergessen anscheinend alle, dass deren geliebter J. C. selber Jude war. Hat er demnach also seinen eigenen Kinder (christlich ?) umgebracht, damit deren Blut in die hauseigenen Mazzot fließt ?
Rabbi Joshua Trachtenberg erklärt in seinem Büchern zu diesem Thema, dass die Menschen glauben, was sie glauben wollen. Und was tut man nicht alles, um sich selbst die Absurdität des eigenen Glaubens aufrecht zu erhalten ?
Wer die mittelalterliche Geschichte des Antisemitismus studiert, der stößt immer wieder auf das Wort "Blood Libel". Beim "Blood Libel" handelt es sich um einen uralten Vorwurf der Kirche, Juden würden gerade vor Pessach christliche Kinder ermorden, um deren Blut für das Backen der Pessach - Mazzot (ungesäuerten Brote) zu verwenden.
Eine vollkommene idiotische Idee, denn wer die Thora lernt, der stellt fest, dass G - tt mehrere Male die Juden vor dem Blutgenuß warnt. Kurzum, im Judentum ist jeglicher Blutgenuß strengstens verboten. Zum diesem Thema bestehen keinerlei rabbinische Kompromisse.
Aber wer meint, dieser alte antisemitische Vorwurf sei eh dämlich und gehört ins Mittelalter und nicht in unsere Neuzeit, der täuscht sich gewaltig. In der letzten Freitagsausgabe der "Jerusalem Post" lasen wir einen längeren Artikel zum "Blood Libel". Und zwar befinden sich derzeit in der sibirischen Stadt Nowosibirsk Poster an den Hauswänden, welche die christliche Bevölkerung davor warnen, ihre Kinder allein und unbeaufsichtigt auf die Straße zu lassen. Jetzt, genau einen Monat vor dem jüdischem Pessach, gehen eben gerade die Juden um und ermorden wieder christliche Kinder zwecks Mazzaherstellung.
Die 13.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Nowosibirsk legten Protest ein. Anscheinend jedoch zu spät, denn die Poster waren allen ersichtlich. Jeder, der sich auf dem Weg zur Arbeit befand, mußte an den Postern vorbei. Selbst wenn der Vorwurf dermassen absurd klingt, einige Vorurteil und Zweifel, ob nicht doch vielleicht alles der Wahrheit entspricht, bleiben immer in den Hinterköpfen hängen.
Aber nicht nur in Nowosibirsk ist der "Blood Libel" nach wie vor aktuell. Auch ich erlebte im Jahre 1999 den gleichen Vorwurf. Eine aus Polen stammende christliche Kollegin in der Bank sagte mir allen Ernstes, dass Juden christliche Kinder zur Mazzaherstellung ermorden. Wohlgemerkt nicht im Mittelalter, sondern im Jahre 1999 !!!
Nun könnte man direkt behaupten, dass solche Leute, die diese idiotischen Vorwürfe glauben, nicht gerade einen hohen Intelligenzquotienten besitzen. Oder man könnte tatsächlich darüber lachen und sagen, dass jeglicher Protest unnötig sei, denn wer glaube schon diesen Müll. Man könnte, wenn nur alles nicht so traurig wäre. Die Kirche hat in ihrer Geschichte ganze Arbeit geleistet. Der Antisemitismus gedeiht nach wie vor. Dabei vergessen anscheinend alle, dass deren geliebter J. C. selber Jude war. Hat er demnach also seinen eigenen Kinder (christlich ?) umgebracht, damit deren Blut in die hauseigenen Mazzot fließt ?
Rabbi Joshua Trachtenberg erklärt in seinem Büchern zu diesem Thema, dass die Menschen glauben, was sie glauben wollen. Und was tut man nicht alles, um sich selbst die Absurdität des eigenen Glaubens aufrecht zu erhalten ?
Sonntag, 23. März 2008
Facettenreiches
B"H
Während wir Jerusalemer Juden immer noch Purim feiern, begehen die Christen heute ihr Osterfest. Wer nun allerdings auf den grossen Osterbericht aus Jerusalem wartet, der wartet umsonst, denn ich habe keine Ahnung, was in der Altstadt vor sich geht. Nur soviel, dass heute in Jerusalem satte 33 Grad Hitze herrschen und die Altstadt weiträumig abgesperrt ist. Die Armenier haben am Nachmittag ihren grossen Aufmarsch von der Grabeskirche bis zu ihrer eigenen Kirche nahe dem Zionsberg. Ihre eigene Kapelle spielt dabei auch. Armenische Jugendliche in roter Uniform; samt Trommeln und Dudelsack.
Spätestens morgen werden die christlichen Pilger wieder abreisen und wer ausgerechnet jetzt einen Besuch in unserer Stadt plant, der kann sich freuen, denn die hohen Osterpreise in der Altstadt fallen weg.
Wer dagegen etwas Jüdisches sucht:
Um 15.00 Uhr (heute - Sonntag) findet im Hause von Rabbi Mordechai Machlis eine wilde Purim - Party statt.
Erev Purim (letzten Donnerstag abend) am Zion Square:
Spontan nahm ich ein Poster mit dem letzten Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson zur Hand. Aber nicht, dass mir jetzt jemand annimmt, ich halte ihn für den Meschiach.
Während wir Jerusalemer Juden immer noch Purim feiern, begehen die Christen heute ihr Osterfest. Wer nun allerdings auf den grossen Osterbericht aus Jerusalem wartet, der wartet umsonst, denn ich habe keine Ahnung, was in der Altstadt vor sich geht. Nur soviel, dass heute in Jerusalem satte 33 Grad Hitze herrschen und die Altstadt weiträumig abgesperrt ist. Die Armenier haben am Nachmittag ihren grossen Aufmarsch von der Grabeskirche bis zu ihrer eigenen Kirche nahe dem Zionsberg. Ihre eigene Kapelle spielt dabei auch. Armenische Jugendliche in roter Uniform; samt Trommeln und Dudelsack.
Spätestens morgen werden die christlichen Pilger wieder abreisen und wer ausgerechnet jetzt einen Besuch in unserer Stadt plant, der kann sich freuen, denn die hohen Osterpreise in der Altstadt fallen weg.
Wer dagegen etwas Jüdisches sucht:
Um 15.00 Uhr (heute - Sonntag) findet im Hause von Rabbi Mordechai Machlis eine wilde Purim - Party statt.
Erev Purim (letzten Donnerstag abend) am Zion Square:
Spontan nahm ich ein Poster mit dem letzten Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson zur Hand. Aber nicht, dass mir jetzt jemand annimmt, ich halte ihn für den Meschiach.
Samstag, 22. März 2008
Purim in Jerusalem
B"H
Tolles Wetter, ca. 30 Grad und Sonne, machen in diesem Jahr das Purim - Fest zu einem wahren Vergnügen. Ansonsten ist es in jedem Jahr kalt und es regnerisch. Dank des jüdischen Schaltjahres jedoch, fällt Purim diesmal später aus.
Leider komme ich bis Montag nicht besonders zum Schreiben, denn bis morgen (Sonntag) abend wird in Jerusalem noch gefeiert. Die Innenstadt ist eine einzige Partyzone genauso wie die haredischen (ultra - orthod.) Zentren Mea Shearim etc. Das Schlimmste aber sind die Knallkörper, die überall geworfen werden.
Purim Sameach - Happy Purim an alle. Jedenfalls an all jene, die in Jerusalem leben. Außer in Jerusalem ist Purim für alle anderen auf der Welt schon wieder vorüber.
Tolles Wetter, ca. 30 Grad und Sonne, machen in diesem Jahr das Purim - Fest zu einem wahren Vergnügen. Ansonsten ist es in jedem Jahr kalt und es regnerisch. Dank des jüdischen Schaltjahres jedoch, fällt Purim diesmal später aus.
Leider komme ich bis Montag nicht besonders zum Schreiben, denn bis morgen (Sonntag) abend wird in Jerusalem noch gefeiert. Die Innenstadt ist eine einzige Partyzone genauso wie die haredischen (ultra - orthod.) Zentren Mea Shearim etc. Das Schlimmste aber sind die Knallkörper, die überall geworfen werden.
Purim Sameach - Happy Purim an alle. Jedenfalls an all jene, die in Jerusalem leben. Außer in Jerusalem ist Purim für alle anderen auf der Welt schon wieder vorüber.
Donnerstag, 20. März 2008
PURIM SAMEACH !!!!!!!
B"H
Heute Abend (Donnerstag) gegen 18.15 Uhr wird die "Megillat Esther - Das Buch Esther" in den Synagogen gelesen. Damit wird Purim feierlich eingeleitet.
Purim scheint immer einen Hauch von Fasching zu verbreiten, dabei hat es damit eigentlich nichts gemein. Vielmehr handelt es sich um ein hochreligiöses Fest mit einem sehr ernsthaften Hintergrund. Heutzutage geht Purim leider oft im Suff unter. Ob säkuler oder relig., Tausende werden dieser Tage besoffen herumtorkeln.
Aber es geht auch anders und viele Leute tun sich zusammen und arrangieren "normale" Parties und Festessen.
Wer immer noch nicht weiß, wo er heute abend und morgen früh die Megillah hören soll:
Heute (Donnerstag) abend:
Lesen der Megillat Esther in der Tzemach Zedek Synagoge von Chabad in der Jüdischen Altstadt oberhalb des Cardo. Serviert werden leichte Getränke und ein wenig Gebäck.
Nichtjuden können theoretisch kommen, Chabad aber sieht es nicht allzu gerne.
Stadtteil Nachlaot: Lesen der Megillat Esther in der Kol Rina Synagoge in Beer Sheva Street. Kol Rina folgt dem Rabbi Shlomo Carlebach - Stil und wer darauf steht, kann dort hin gehen. Auch gibt es dort am Mozzaei Schabbat eine Purimparty. Allerdings sollten nur Juden an den G - ttesdiensten teilnehmen, denn viele Gemeindemitglieder regen sich auf, dass zuviele Leute von außen kommen.
Mea Shearim: Sämtliche Synagogen lesen die Megillah. Es versteht sich von selbst, dass nur jüdische Besucher Teilnehmen können.
Nach dem heutigen Lesen der Megillah werden Festessen veranstaltet. Jedoch vielerseits privat.
Morgen früh (Freitag) kann jeder an der erneuten Lesung der Megillat Ester an der Kotel (Klagemauer) teilnehmen. Dort hat Rabbi Mordechai Machlis um 8.00 Uhr früh eine Minyan.
Am Sonntag nachmittag werden die großen Parties abgehalten. Wer chassidische Veranstaltungen in Mea Shearim besuchen will, kann ggf. bei mir nach der genauen Adresse bzw. Zeitpunkt anfragen.
Die einzige mir bekannte Veranstaltung, an der auch Nichtjuden teilnehmen können, ist die Purimparty bei Rabbi Machlis.
Sonntag um 15.00 Uhr.
Ich werde für einige Tage Blogpause machen und mich erst wieder am Montag regulär melden. Kann sein, dass ich einmal kurz etwas poste, aber normal läuft alles erst ab Montag weiter. Wenn Purim am Freitag abend überall endet, feiern wir in Jerusalem noch bis Sonntag abend.
Allen Purim Sameach, tolle Feiertage und bleibt sauber !!!!!!

Sonstige Veranstaltungen in Jerusalem:
Sonntag, 23. März 2008:
Zion Square - Kikar Zion sowie die Ben Yehudah
Musik, Attraktionen und Kulinarisches.
10.00 - 15.00 Uhr
Heute Abend (Donnerstag) gegen 18.15 Uhr wird die "Megillat Esther - Das Buch Esther" in den Synagogen gelesen. Damit wird Purim feierlich eingeleitet.
Purim scheint immer einen Hauch von Fasching zu verbreiten, dabei hat es damit eigentlich nichts gemein. Vielmehr handelt es sich um ein hochreligiöses Fest mit einem sehr ernsthaften Hintergrund. Heutzutage geht Purim leider oft im Suff unter. Ob säkuler oder relig., Tausende werden dieser Tage besoffen herumtorkeln.
Aber es geht auch anders und viele Leute tun sich zusammen und arrangieren "normale" Parties und Festessen.
Wer immer noch nicht weiß, wo er heute abend und morgen früh die Megillah hören soll:
Heute (Donnerstag) abend:
Lesen der Megillat Esther in der Tzemach Zedek Synagoge von Chabad in der Jüdischen Altstadt oberhalb des Cardo. Serviert werden leichte Getränke und ein wenig Gebäck.
Nichtjuden können theoretisch kommen, Chabad aber sieht es nicht allzu gerne.
Stadtteil Nachlaot: Lesen der Megillat Esther in der Kol Rina Synagoge in Beer Sheva Street. Kol Rina folgt dem Rabbi Shlomo Carlebach - Stil und wer darauf steht, kann dort hin gehen. Auch gibt es dort am Mozzaei Schabbat eine Purimparty. Allerdings sollten nur Juden an den G - ttesdiensten teilnehmen, denn viele Gemeindemitglieder regen sich auf, dass zuviele Leute von außen kommen.
Mea Shearim: Sämtliche Synagogen lesen die Megillah. Es versteht sich von selbst, dass nur jüdische Besucher Teilnehmen können.
Nach dem heutigen Lesen der Megillah werden Festessen veranstaltet. Jedoch vielerseits privat.
Morgen früh (Freitag) kann jeder an der erneuten Lesung der Megillat Ester an der Kotel (Klagemauer) teilnehmen. Dort hat Rabbi Mordechai Machlis um 8.00 Uhr früh eine Minyan.
Am Sonntag nachmittag werden die großen Parties abgehalten. Wer chassidische Veranstaltungen in Mea Shearim besuchen will, kann ggf. bei mir nach der genauen Adresse bzw. Zeitpunkt anfragen.
Die einzige mir bekannte Veranstaltung, an der auch Nichtjuden teilnehmen können, ist die Purimparty bei Rabbi Machlis.
Sonntag um 15.00 Uhr.
Ich werde für einige Tage Blogpause machen und mich erst wieder am Montag regulär melden. Kann sein, dass ich einmal kurz etwas poste, aber normal läuft alles erst ab Montag weiter. Wenn Purim am Freitag abend überall endet, feiern wir in Jerusalem noch bis Sonntag abend.
Allen Purim Sameach, tolle Feiertage und bleibt sauber !!!!!!

Sonstige Veranstaltungen in Jerusalem:
Sonntag, 23. März 2008:
Zion Square - Kikar Zion sowie die Ben Yehudah
Musik, Attraktionen und Kulinarisches.
10.00 - 15.00 Uhr
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