B"H
Wie gewoehnlich findet auch in diesem August die Jerusalemer Kunst - u. Handwerksmesse am Sultans Pool (gleich ausserhalb des Yaffa - Tores) statt. Sie beginnt am 6. August und endet am 18. August.
Geoeffnet ist taeglich von 18.00 - 23.00 Uhr und am Mozzaei Shabbat (Samstag Abend) wird um 20.30 Uhr geoeffnet. Der Eintritt betraegt ca. zwischen 40 - 50 Shekel (10 Euro).
Saftige Preise erwarten einen auch noch nach dem Eintritt, denn man will ja schliesslich auch etwas essen etc. Schoen anzusehen ist es trotzdem und viele israel. Popstars werden auftreten.
Fuer weitere Infos koennt Ihr hier nachschauen:
http://www.jerusalem.muni.il/yotzer/2007/eng/all.htm
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Freitag, 3. August 2007
Donnerstag, 2. August 2007
Mittwoch, 1. August 2007
Holocaust - Ueberlebende gehen leer aus
B"H
Seit Ewigkeiten wurde diskutiert und ausgerechnet am letzten Holocaust - Tag (Yom HaShoah) im April kam es zu Demonstrationen. Tausende von Holocaust - Ueberlebenden leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Regierung lenkte unverzueglich ein und meinte, man koenne doch die Ueberlebenden nicht einfach so mittellos dasitzen lassen, nach allem, was sie erlebt haetten.
Doch dann ging die Diskussion wieder von vorn los; es handele sich ja bei den Faellen vorwiegend "nur" um Ueberlebende, die in den letzten Jahren als Neueinwanderer aus Russland kamen und die bekommen eh schon soviel Beihilfen zu ihrer Rente.
Jetzt beschloss man ein neues Gesetz, das da lautet, dass jeder Holocaust - Ueberlebende genau 100 Shekel (ca. 20 EURO) pro Monat bekommt. Die Ueberlebenden laufen Sturm und sehen sich verhoehnt. Die Presse berichtet endlos von allen moeglichen Schicksalen, bei denen es sich keinesfalls um die vorgeschobenen Ueberlebenden aus Russland handelt, sondern um jene, die damals nach der Gruendung des Staates Israel eingewandert sind.
Israelische Holocaust - Organisationen wollen nun ihre Mitglieder dazu veranlassen, das Geld einfach aus Protest umgehend zurueckzusenden.
Hier ein persoenlicher Bericht von mir:
Im Jahre 1997 volontierte ich einmal eine ganze Zeit fuer Amcha, eine Organisation fuer Ueberlebende bis hin in die zweite Generation. Ich hatte mich auf ein Zeitungsinserat hin gemeldet und wurde zu einem Interview eingeladen. Nach meiner Akzeptanz traf sich die ganze Gruppe neuer Volontaere an einem Nachmittag in der Jerusalemer Niederlassung Amchas, in der Hillel Street. Bevor wir ueberhaupt zu jeglichem Einsatz kamen, wurden wir sozusagen psychologisch auf die Praxis vorbereitet. Jeder von uns sollte einen Betroffenen bekommen und ihn einmal pro Woche fuer eine Stunde lang besuchen. Dies musste nicht unbedingt bei demjenigen daheim stattfinden, sondern koennte theoretisch auch in einem Cafe etc. sein.
In unserer Gruppe befand sich selbst ein Holocaust - Ueberlebender namens Ehud, der sich bereit erklaerte, anderen zu helfen und mit ihnen zu reden. Urspruenglich kam er aus Deutschland, hatte den Krieg als Kind ueberlebt und zog dann nach Israel. Er war schon laenger Volontaer und es war mir nie so recht klar, warum er in unserer Anfaenger - Gruppe sass. Er gab sich allen gegenueber immer reserviert und so habe ich nie ein Wort mit ihm gewechselt. Ich hoerte spaeter, dass Ehud auch in israel. Schulklassen von seinen Erlebnissen berichtet. Der Rest unserer Volontaersgruppe war gemischt, wobei ich die Juengste war. Die Juengste und die einzige Religioese. Unser Psycho - Kurs wurde auf Hebraeisch abgehalten und so fiel ein Amerikaner gleich hinaus, weil er kaum etwas verstand.
Zwei oder drei verschiedene Sozialarbeiterinnen erklaerten uns, was wir zu tun und zu lassen haben. Erstens einmal sollten wir nie die eine Stunde Besuchszeit ueberschreiten. Das war ganz wichtig, denn wir alle hatten nur befristet Zeit und ausserdem sollten die Betroffenen nicht wie Kletten an uns haengen. Immer sollten wir Distanz wahren. Dann besprachen wir die Probleme aelterer Leute und was wir ihnen auf keinen Fall sagen durften. Das mir noch am besten in Erinnerung gebliebene Beispiel ist, dass wir nicht das Wort "Gas" erwaehnen sollten. Jemand fragte, wieso das ueberhaupt zur Sprache kaeme, denn schliesslich verwendet ja normalerweise eh niemand das Wort Gas in Konversationen. In der Antwort hiess es nur, dass bestimme Worte halt schreckliche Erinnerungen aufkommen lassen.
Aus Interesse fragte ich einmal nach, ob es viele deutsche Holocaust - Ueberlebende gebe, die von Amcha Betreuung suchen. "Nein, lautete die Antwort, eher nicht. An Amcha wuerden sich teilweise viele sozial Schwache wenden und die Deutschen gehoeren nicht dazu".
Auch was es mit den nachfolgenden Generationen, heisst mit den Kindern und Enkel der Ueberlebenden, auf sich hatte, wurde uns ausfuehrlich erklaert. Kinder von Holocaust - Ueberlebenden seien vielmals seelisch gezeichnet, und das aus mehreren Gruenden:
1. Ihre Eltern haetten sie zu sehr umsorgt und sie nie aus den Augen gelassen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Nazis kommen und sie umbringen.
2. Essen wurde gehortet und durfte nie weggeworfen werden. Wenn die Kinder fragten warum das alles so sei, kam meistens keine Antwort, denn die Eltern sprachen nicht ueber ihre Vergangenheit.
3. Die Kinder wiederum setzten die gleiche Erziehung bei ihren eigenen Kindern fort usw.
Von daher betreut Amcha gleich mehrere Generationen, was im Ausland nie zur Sprache kommt. Es geht nicht nur um Holocaust - Opfer und Ueberlebende, sondern es geht um ganze Generationen, die seelisch weiterleiden. In Amerika gibt es zu dem Thema uebrigens endlos viele Studien.
Nach ca. vier Treffen bekam jeder von uns eine Person zugeteilt. Man rief mich an und wir machten ein Treffen aus, wobei mich zwei Amcha - Angestellte mit S. bekannt machen wollten. S. war seit einigen Jahren Witwer, lebte allein und hatte sich an Amcha gewendet.
Wir alle trafen uns mit S. in seiner Wohnung und keiner wusste so richtig, wie er ein Gespraech beginnen sollte. Nach wenigen Minuten liessen mich die Amcha - Leute mit S. allein und da ich ganz gut zu reden verstehe, interviewte ich ihn erst einmal. Was mich auf den ersten Blick hin stoerte, war die etwas verwahrloste Wohnung. S. erzaehlte, dass er jahrelang seine kranke Frau gepflegt habe und sie dann verstarb. Seitdem hat er nur noch wenig Kontakt zur Aussenwelt. Nein, in einem KZ oder so sei er nie gewesen, denn schon vor dem Krieg sei er von Polen nach Israel ausgewandert und habe in einem Kibbutz gearbeitet.
Wenige Tage spaeter hatten wir ein weiteres Volontaerstreffen bei Amcha und ich beklagte mich darueber, dass S. kein Holocaust - Ueberlebender sei und er weder mich noch Amcha brauche, sondern eher einen staedtischen Sozialarbeiter, der ab und an einmal bei ihm vorbeischaut.
Und dann brach der Sturm der Entruestung los, denn fast alle anderen Volontaere erlebten das gleiche. Sie wurden in Pflegeheime geschickt, um mit Menschen zu sprechen, die einsam waren, aber nicht in die Kategorie "Holocaust" passten. Wir machten Amcha klar, dass wir keine Sozialarbeiter der Stadtverwaltung sind. Trotzdem wollte jeder vorerst seinen Betroffenen behalten und sehen, wie sich die Sache entwickelt.
Bei weiteren Treffen kamen mehr und mehr Probleme zur Sprache. Bei mir passierte es, dass S. mich staendig daheim anrief und er Amcha anscheinend mit einem Ehevermittlungsinstitut verwechselte. Kurz darauf strich Amcha ihn aus dem Programm und ich fuehlte mich erloest. Ehud hatte ein katastrophales Erlebnis, welches er bei einem Treffen berichtete und ich weiss nicht, ob er weiter volontieren wollte. Ich stieg aus, weil ich fuer einige Zeit nach Deutschland fliegen wollte.
Ansonsten ist Amcha eine sehr hilfreiche Organisation mit sehr guten Sozialarbeitern. Ich kann allerdings nur hoffen, dass sie sich ihre Betroffenen seither etwas besser aussuchen.
Seit Ewigkeiten wurde diskutiert und ausgerechnet am letzten Holocaust - Tag (Yom HaShoah) im April kam es zu Demonstrationen. Tausende von Holocaust - Ueberlebenden leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Regierung lenkte unverzueglich ein und meinte, man koenne doch die Ueberlebenden nicht einfach so mittellos dasitzen lassen, nach allem, was sie erlebt haetten.
Doch dann ging die Diskussion wieder von vorn los; es handele sich ja bei den Faellen vorwiegend "nur" um Ueberlebende, die in den letzten Jahren als Neueinwanderer aus Russland kamen und die bekommen eh schon soviel Beihilfen zu ihrer Rente.
Jetzt beschloss man ein neues Gesetz, das da lautet, dass jeder Holocaust - Ueberlebende genau 100 Shekel (ca. 20 EURO) pro Monat bekommt. Die Ueberlebenden laufen Sturm und sehen sich verhoehnt. Die Presse berichtet endlos von allen moeglichen Schicksalen, bei denen es sich keinesfalls um die vorgeschobenen Ueberlebenden aus Russland handelt, sondern um jene, die damals nach der Gruendung des Staates Israel eingewandert sind.
Israelische Holocaust - Organisationen wollen nun ihre Mitglieder dazu veranlassen, das Geld einfach aus Protest umgehend zurueckzusenden.
Hier ein persoenlicher Bericht von mir:
Im Jahre 1997 volontierte ich einmal eine ganze Zeit fuer Amcha, eine Organisation fuer Ueberlebende bis hin in die zweite Generation. Ich hatte mich auf ein Zeitungsinserat hin gemeldet und wurde zu einem Interview eingeladen. Nach meiner Akzeptanz traf sich die ganze Gruppe neuer Volontaere an einem Nachmittag in der Jerusalemer Niederlassung Amchas, in der Hillel Street. Bevor wir ueberhaupt zu jeglichem Einsatz kamen, wurden wir sozusagen psychologisch auf die Praxis vorbereitet. Jeder von uns sollte einen Betroffenen bekommen und ihn einmal pro Woche fuer eine Stunde lang besuchen. Dies musste nicht unbedingt bei demjenigen daheim stattfinden, sondern koennte theoretisch auch in einem Cafe etc. sein.
In unserer Gruppe befand sich selbst ein Holocaust - Ueberlebender namens Ehud, der sich bereit erklaerte, anderen zu helfen und mit ihnen zu reden. Urspruenglich kam er aus Deutschland, hatte den Krieg als Kind ueberlebt und zog dann nach Israel. Er war schon laenger Volontaer und es war mir nie so recht klar, warum er in unserer Anfaenger - Gruppe sass. Er gab sich allen gegenueber immer reserviert und so habe ich nie ein Wort mit ihm gewechselt. Ich hoerte spaeter, dass Ehud auch in israel. Schulklassen von seinen Erlebnissen berichtet. Der Rest unserer Volontaersgruppe war gemischt, wobei ich die Juengste war. Die Juengste und die einzige Religioese. Unser Psycho - Kurs wurde auf Hebraeisch abgehalten und so fiel ein Amerikaner gleich hinaus, weil er kaum etwas verstand.
Zwei oder drei verschiedene Sozialarbeiterinnen erklaerten uns, was wir zu tun und zu lassen haben. Erstens einmal sollten wir nie die eine Stunde Besuchszeit ueberschreiten. Das war ganz wichtig, denn wir alle hatten nur befristet Zeit und ausserdem sollten die Betroffenen nicht wie Kletten an uns haengen. Immer sollten wir Distanz wahren. Dann besprachen wir die Probleme aelterer Leute und was wir ihnen auf keinen Fall sagen durften. Das mir noch am besten in Erinnerung gebliebene Beispiel ist, dass wir nicht das Wort "Gas" erwaehnen sollten. Jemand fragte, wieso das ueberhaupt zur Sprache kaeme, denn schliesslich verwendet ja normalerweise eh niemand das Wort Gas in Konversationen. In der Antwort hiess es nur, dass bestimme Worte halt schreckliche Erinnerungen aufkommen lassen.
Aus Interesse fragte ich einmal nach, ob es viele deutsche Holocaust - Ueberlebende gebe, die von Amcha Betreuung suchen. "Nein, lautete die Antwort, eher nicht. An Amcha wuerden sich teilweise viele sozial Schwache wenden und die Deutschen gehoeren nicht dazu".
Auch was es mit den nachfolgenden Generationen, heisst mit den Kindern und Enkel der Ueberlebenden, auf sich hatte, wurde uns ausfuehrlich erklaert. Kinder von Holocaust - Ueberlebenden seien vielmals seelisch gezeichnet, und das aus mehreren Gruenden:
1. Ihre Eltern haetten sie zu sehr umsorgt und sie nie aus den Augen gelassen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Nazis kommen und sie umbringen.
2. Essen wurde gehortet und durfte nie weggeworfen werden. Wenn die Kinder fragten warum das alles so sei, kam meistens keine Antwort, denn die Eltern sprachen nicht ueber ihre Vergangenheit.
3. Die Kinder wiederum setzten die gleiche Erziehung bei ihren eigenen Kindern fort usw.
Von daher betreut Amcha gleich mehrere Generationen, was im Ausland nie zur Sprache kommt. Es geht nicht nur um Holocaust - Opfer und Ueberlebende, sondern es geht um ganze Generationen, die seelisch weiterleiden. In Amerika gibt es zu dem Thema uebrigens endlos viele Studien.
Nach ca. vier Treffen bekam jeder von uns eine Person zugeteilt. Man rief mich an und wir machten ein Treffen aus, wobei mich zwei Amcha - Angestellte mit S. bekannt machen wollten. S. war seit einigen Jahren Witwer, lebte allein und hatte sich an Amcha gewendet.
Wir alle trafen uns mit S. in seiner Wohnung und keiner wusste so richtig, wie er ein Gespraech beginnen sollte. Nach wenigen Minuten liessen mich die Amcha - Leute mit S. allein und da ich ganz gut zu reden verstehe, interviewte ich ihn erst einmal. Was mich auf den ersten Blick hin stoerte, war die etwas verwahrloste Wohnung. S. erzaehlte, dass er jahrelang seine kranke Frau gepflegt habe und sie dann verstarb. Seitdem hat er nur noch wenig Kontakt zur Aussenwelt. Nein, in einem KZ oder so sei er nie gewesen, denn schon vor dem Krieg sei er von Polen nach Israel ausgewandert und habe in einem Kibbutz gearbeitet.
Wenige Tage spaeter hatten wir ein weiteres Volontaerstreffen bei Amcha und ich beklagte mich darueber, dass S. kein Holocaust - Ueberlebender sei und er weder mich noch Amcha brauche, sondern eher einen staedtischen Sozialarbeiter, der ab und an einmal bei ihm vorbeischaut.
Und dann brach der Sturm der Entruestung los, denn fast alle anderen Volontaere erlebten das gleiche. Sie wurden in Pflegeheime geschickt, um mit Menschen zu sprechen, die einsam waren, aber nicht in die Kategorie "Holocaust" passten. Wir machten Amcha klar, dass wir keine Sozialarbeiter der Stadtverwaltung sind. Trotzdem wollte jeder vorerst seinen Betroffenen behalten und sehen, wie sich die Sache entwickelt.
Bei weiteren Treffen kamen mehr und mehr Probleme zur Sprache. Bei mir passierte es, dass S. mich staendig daheim anrief und er Amcha anscheinend mit einem Ehevermittlungsinstitut verwechselte. Kurz darauf strich Amcha ihn aus dem Programm und ich fuehlte mich erloest. Ehud hatte ein katastrophales Erlebnis, welches er bei einem Treffen berichtete und ich weiss nicht, ob er weiter volontieren wollte. Ich stieg aus, weil ich fuer einige Zeit nach Deutschland fliegen wollte.
Ansonsten ist Amcha eine sehr hilfreiche Organisation mit sehr guten Sozialarbeitern. Ich kann allerdings nur hoffen, dass sie sich ihre Betroffenen seither etwas besser aussuchen.
Dienstag, 31. Juli 2007
Die Aliyah - Aengste
B"H
Aliyah, die Einwanderung nach Israel, ist zwar fuer viele Juden fast immer eine Alternative, realisiert wird sie aber leider noch viel zu selten. Als ich bei der Frankfurter Jewish Agency meine Aliyah beantragte, beklagte sich der Angestellte, dass deutsche Juden nicht unbedingt vom Aliyah - Geist befallen sind. Entweder bleiben sie in Deutschland oder ziehen ins benachbarte Ausland oder in die USA.
Bei meiner dieswoechigen Umfrage stellte ich die Frage, was genau denn Juden davon abhaelt, nach Israel zu ziehen. Die bisherige Mehrheit fuerchtet die Arbeitslosigkeit. Vielleicht machte ich einen Fehler und haette noch als Antwort "Ungewissheit" mit einbeziehen sollen. Ist es nicht eher die Ungewissheit, die allen etwas Angst macht ? Werde ich ein Zuhause finden, die Sprache lernen, einen Job und Freunde finden ?
Wer ueber keine Hebraeischkenntnisse und eine Bleibe verfuegt, der kann sich fuer die ersten Monate (bis zu einem Jahr) in einem sogenannten Absorption Center (Wohnheim fuer Neueinwanderer) einquartieren lassen. Ihr koennt das im voraus bei der Jewish Agency buchen. Kostenpunkt sind ca. 200 Dollar monatl., aber fragt lieber vorher genau nach. Singles muessen ihren Raum mit noch jemandem teilen und Paare bekommen ein eigenes Zimmer.
Vielleicht hoert sich Absorption Center negativ an, doch viele nutzen es als Eingewoehnung. Ausserdem werden dort Sprachkurse angeboten.
Nach der Aliyah bekommt jeder Neueinwanderer einen sechsmonatigen Sprachkurs von der Regierung gezahlt. Ausserdem gibt es dazu ein monatl. Taschengeld von ca. 1000 Shekel. Den Kurs koennt ihr euch selbst auswaehlen und vom Misrad HaKlita (Einwanderungsministerium) bekommt ihr eine Liste mit Ulpanim, welche gezahlt werden.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, Hebraeisch zu lernen und sich israel. Freunde zu suchen. Die Landessprache zu kennen ist immer von Vorteil, auch bei der Jobsuche. Israelische Freunde lassen euch euer eventuelles Heimweh etwas vergessen und sie sind aeusserst nuetzlich weil ihr erstens besser Hebraeisch lernt und zweitens saemtliche Mentalitaeten kennen lernt. Ausserdem wissen Israelis immer Rat, wenn es um Behoerden und Jobs geht. Schafft euch einen kleinen Freundeskreis, der euch weiterhelfen kann.
Die Jobsuche ist nicht einfach, doch heutzutage gibt es Tausende von Call Centers in Israel und viele Neueinwanderer kommen da erstmal unter. Der Nachteil ist natuerlich, dass ihr dort euer Hebraeisch nicht benutzt, sondern entweder in eurer Muttersprache oder auf Englisch sprecht. Aber besser Call Center als gar nicht.
Allein durch einen einzigen Sprachkurs werdet ihr mit dem Hebraeischen noch nicht allzu weit kommen. Ihr koenntet daher abends auf eigene Kosten weiterlernen, aber der beste Weg sind immer die Medien. TV, Radio hoeren und vor allem die Sprache benutzen. Israelis sind die ersten chaotischen Sprachversuche der Neueinwanderer gewoehnt und kaum jemand wird euch auslachen, wenn ihr Woerter verdreht oder falsch verwendet. Jeder hat mal angefangen.
Einige Leuten meinten in der Umfrage, dass Europa sicherer sei. Ich bin mir dessen nicht mehr so sicher, denn man braucht sich nur London anschauen. Der Terror wird irgendwann auf ganz Europa uebergreifen.
Allgemein denke ich, dass Europaer immer etwas vorbehalten sind mit dem Aufgeben ihrer Habe. Sie haben einen festen Job etc. und darauf will man nicht verzichten. Amerikaner sind da spontaner und packen schonmal ihre sieben Sachen, um Aliyah zu machen und zu schauen, was Israel so zu bieten hat. Religioese Juden kann ich nur raten, Aliyah zu machen, denn an kaum einem anderen Ort gibt es soviele Moeglichkeiten die Religion auszuleben, wie in Israel. Ausser New York natuerlich.
Natuerlich braucht man fuer Israel einen gewissen Pioniergeist und gute Nerven. Aber vergesst nicht, dass Tausende Neueinwanderer sie gleichen Probleme haben und auf meinem Weg durch die Aemter habe ich tolle Leute kennen gelernt, die so manchen guten Tipp geben konnten. Ausserdem machte man sich gegenseitig immer Mut, was ziemlich half.
Aliyah, die Einwanderung nach Israel, ist zwar fuer viele Juden fast immer eine Alternative, realisiert wird sie aber leider noch viel zu selten. Als ich bei der Frankfurter Jewish Agency meine Aliyah beantragte, beklagte sich der Angestellte, dass deutsche Juden nicht unbedingt vom Aliyah - Geist befallen sind. Entweder bleiben sie in Deutschland oder ziehen ins benachbarte Ausland oder in die USA.
Bei meiner dieswoechigen Umfrage stellte ich die Frage, was genau denn Juden davon abhaelt, nach Israel zu ziehen. Die bisherige Mehrheit fuerchtet die Arbeitslosigkeit. Vielleicht machte ich einen Fehler und haette noch als Antwort "Ungewissheit" mit einbeziehen sollen. Ist es nicht eher die Ungewissheit, die allen etwas Angst macht ? Werde ich ein Zuhause finden, die Sprache lernen, einen Job und Freunde finden ?
Wer ueber keine Hebraeischkenntnisse und eine Bleibe verfuegt, der kann sich fuer die ersten Monate (bis zu einem Jahr) in einem sogenannten Absorption Center (Wohnheim fuer Neueinwanderer) einquartieren lassen. Ihr koennt das im voraus bei der Jewish Agency buchen. Kostenpunkt sind ca. 200 Dollar monatl., aber fragt lieber vorher genau nach. Singles muessen ihren Raum mit noch jemandem teilen und Paare bekommen ein eigenes Zimmer.
Vielleicht hoert sich Absorption Center negativ an, doch viele nutzen es als Eingewoehnung. Ausserdem werden dort Sprachkurse angeboten.
Nach der Aliyah bekommt jeder Neueinwanderer einen sechsmonatigen Sprachkurs von der Regierung gezahlt. Ausserdem gibt es dazu ein monatl. Taschengeld von ca. 1000 Shekel. Den Kurs koennt ihr euch selbst auswaehlen und vom Misrad HaKlita (Einwanderungsministerium) bekommt ihr eine Liste mit Ulpanim, welche gezahlt werden.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, Hebraeisch zu lernen und sich israel. Freunde zu suchen. Die Landessprache zu kennen ist immer von Vorteil, auch bei der Jobsuche. Israelische Freunde lassen euch euer eventuelles Heimweh etwas vergessen und sie sind aeusserst nuetzlich weil ihr erstens besser Hebraeisch lernt und zweitens saemtliche Mentalitaeten kennen lernt. Ausserdem wissen Israelis immer Rat, wenn es um Behoerden und Jobs geht. Schafft euch einen kleinen Freundeskreis, der euch weiterhelfen kann.
Die Jobsuche ist nicht einfach, doch heutzutage gibt es Tausende von Call Centers in Israel und viele Neueinwanderer kommen da erstmal unter. Der Nachteil ist natuerlich, dass ihr dort euer Hebraeisch nicht benutzt, sondern entweder in eurer Muttersprache oder auf Englisch sprecht. Aber besser Call Center als gar nicht.
Allein durch einen einzigen Sprachkurs werdet ihr mit dem Hebraeischen noch nicht allzu weit kommen. Ihr koenntet daher abends auf eigene Kosten weiterlernen, aber der beste Weg sind immer die Medien. TV, Radio hoeren und vor allem die Sprache benutzen. Israelis sind die ersten chaotischen Sprachversuche der Neueinwanderer gewoehnt und kaum jemand wird euch auslachen, wenn ihr Woerter verdreht oder falsch verwendet. Jeder hat mal angefangen.
Einige Leuten meinten in der Umfrage, dass Europa sicherer sei. Ich bin mir dessen nicht mehr so sicher, denn man braucht sich nur London anschauen. Der Terror wird irgendwann auf ganz Europa uebergreifen.
Allgemein denke ich, dass Europaer immer etwas vorbehalten sind mit dem Aufgeben ihrer Habe. Sie haben einen festen Job etc. und darauf will man nicht verzichten. Amerikaner sind da spontaner und packen schonmal ihre sieben Sachen, um Aliyah zu machen und zu schauen, was Israel so zu bieten hat. Religioese Juden kann ich nur raten, Aliyah zu machen, denn an kaum einem anderen Ort gibt es soviele Moeglichkeiten die Religion auszuleben, wie in Israel. Ausser New York natuerlich.
Natuerlich braucht man fuer Israel einen gewissen Pioniergeist und gute Nerven. Aber vergesst nicht, dass Tausende Neueinwanderer sie gleichen Probleme haben und auf meinem Weg durch die Aemter habe ich tolle Leute kennen gelernt, die so manchen guten Tipp geben konnten. Ausserdem machte man sich gegenseitig immer Mut, was ziemlich half.
Montag, 30. Juli 2007
Mein Boss als Kinofilm
B"H
Mein Boss ist jetzt bestimmt richtig aufgeregt, denn in etwas weniger als einer Stunde wird sein Leben als Kinofilm gezeigt. Besser gesagt als Reportage.
Ein besonders aufregendes Leben hatte er mit seinen ca. 48 Jahren noch nicht. Jedenfalls nichts, was unbedingt einen Kinofilm wert waere. Dennoch gehoert er in Jerusalem zu den besonderen Charaktaeren und einer der Buergermeister, Yigal Amedi, wird anwesend sein.
Mein Boss, der eigentlich Chesi Alon heisst, nahm als einziger Israeli im Januar 2005 an der Rallye Paris - Dakar teil. Ohne Team, ohne Mechaniker, ohne alles. Ganz allein und nur teilweise gesponsert, fuhr er los. An der Grenze zu Marokko hatte er riesen Probleme wegen seiner israel. Staatsbuergerschaft.
Trotz aller Schwierigkeiten schaffte er es, ins Ziel zu kommen. Zwar nicht als Sieger, aber immerhin erfuellte er seinen Traum es zu schaffen.
Und genau darum geht die heutige Reportage. Wer in Jerusalem ist und sich gerade furchtbar langweilt, der sollte schnell zur Cinematheque kommen und sich um 21.00 Uhr den Film anschauen. Ich haette noch eine Freikarte zu vergeben.
Hier ein kleines Video ueber Chesi. Ich hoffe, Ihr koennt den Link oeffnen.
http://www.heep.co.il/heep/media/30929;jsessionid=7f00000130d5e641abfe5fa84800b344fe38d6066c27.e34ObxiMbx0Oci0Lbh0KahyNchmQe0
Mein Boss ist jetzt bestimmt richtig aufgeregt, denn in etwas weniger als einer Stunde wird sein Leben als Kinofilm gezeigt. Besser gesagt als Reportage.
Ein besonders aufregendes Leben hatte er mit seinen ca. 48 Jahren noch nicht. Jedenfalls nichts, was unbedingt einen Kinofilm wert waere. Dennoch gehoert er in Jerusalem zu den besonderen Charaktaeren und einer der Buergermeister, Yigal Amedi, wird anwesend sein.
Mein Boss, der eigentlich Chesi Alon heisst, nahm als einziger Israeli im Januar 2005 an der Rallye Paris - Dakar teil. Ohne Team, ohne Mechaniker, ohne alles. Ganz allein und nur teilweise gesponsert, fuhr er los. An der Grenze zu Marokko hatte er riesen Probleme wegen seiner israel. Staatsbuergerschaft.
Trotz aller Schwierigkeiten schaffte er es, ins Ziel zu kommen. Zwar nicht als Sieger, aber immerhin erfuellte er seinen Traum es zu schaffen.
Und genau darum geht die heutige Reportage. Wer in Jerusalem ist und sich gerade furchtbar langweilt, der sollte schnell zur Cinematheque kommen und sich um 21.00 Uhr den Film anschauen. Ich haette noch eine Freikarte zu vergeben.
Hier ein kleines Video ueber Chesi. Ich hoffe, Ihr koennt den Link oeffnen.
http://www.heep.co.il/heep/media/30929;jsessionid=7f00000130d5e641abfe5fa84800b344fe38d6066c27.e34ObxiMbx0Oci0Lbh0KahyNchmQe0
Sonntag, 29. Juli 2007
Neues von Goldwasser und Regev
B"H
Offiziell wurde bekannt gegeben, dass nur noch einer der von der Hizbollah entfuehrten israelischen Soldaten lebt. Im vergangenen Sommer wurden bekanntlich Ehud Goldwasser und Eldad Regev von der Hizbollah verschleppt und kurz darauf brach der zweite Libanon - Krieg aus.
Wer von den beiden noch lebt, liess der Libanon nicht verlauten.
Offiziell wurde bekannt gegeben, dass nur noch einer der von der Hizbollah entfuehrten israelischen Soldaten lebt. Im vergangenen Sommer wurden bekanntlich Ehud Goldwasser und Eldad Regev von der Hizbollah verschleppt und kurz darauf brach der zweite Libanon - Krieg aus.
Wer von den beiden noch lebt, liess der Libanon nicht verlauten.
Die Hitzewelle und ihre Folgen
B"H
Seit einer Woche werden wir von einer enormen Hitze fast erdrueckt. Fast 40 Grad und nachts kuehlt es sich auf nur 25 Grad ab. Wer keine Klimaanlage oder Ventilator neben sich hat, der kann einem nur leid tun.
Furchtbare Folgen zog die Hitze vor wenigen Tagen mit sich. Ein Vater vergass seine sieben Monate alte Tochter im Auto. Genau gesagt, ging er in eine Autowerkstatt und verplauderte sich dort fuer mehr als eine Stunde mit dem Inhaber.
Als er zum Auto zurueckkam, war die Tochter kaum noch am atmen und auch das herbeigerufene Rettungsteam konnte nicht mehr helfen. Im Auto herrschten ueber 70 Grad und die Kleine hatte sogar Verbrennungen.
Kein Einzelfall, denn immer wieder vergessen Eltern ihre Kinder im Auto. Ich frage mich, wie das passieren kann.
Seit einer Woche werden wir von einer enormen Hitze fast erdrueckt. Fast 40 Grad und nachts kuehlt es sich auf nur 25 Grad ab. Wer keine Klimaanlage oder Ventilator neben sich hat, der kann einem nur leid tun.
Furchtbare Folgen zog die Hitze vor wenigen Tagen mit sich. Ein Vater vergass seine sieben Monate alte Tochter im Auto. Genau gesagt, ging er in eine Autowerkstatt und verplauderte sich dort fuer mehr als eine Stunde mit dem Inhaber.
Als er zum Auto zurueckkam, war die Tochter kaum noch am atmen und auch das herbeigerufene Rettungsteam konnte nicht mehr helfen. Im Auto herrschten ueber 70 Grad und die Kleine hatte sogar Verbrennungen.
Kein Einzelfall, denn immer wieder vergessen Eltern ihre Kinder im Auto. Ich frage mich, wie das passieren kann.
Freitag, 27. Juli 2007
Schlechte Nachrichten fuer Neueinwanderer ?
B"H
Der Streik im oeffentlichen Dienst ist beendet, doch schon steht der naechste Knall bevor. Der neue Haushalt fuer das kommende Jahr wird demnaechst von der Knesset verabschiedet. Die Regierung plant neue eingreifende Kuerzungen und dieses Mal wird es hoechstwahrscheinlich auch die Neueinwanderer (Olim) nach Israel treffen.
Gekuerzt werden soll vermutlich der sogenannte "Sal Klitah". Der Sal Klitah ist eine finanzielle Soforthilfe, welche die Olim bekommen.
Als ich im Juni 2000 Aliyah machte, hatte ich keinerlei Anspruch auf einen Sal Klitah, da der nur fuer Olim aus aermeren Laendern wie Russland, Suedamerika oder Aethiopien vorgesehen war. Ein oder zwei Jahre spaeter aenderte sich das. Nach dem neuen Gesetz bekommt jeder Oleh Chadash (Neueinwanderer) eine bestimmte Summe in Cash ausgezahlt.
Soweit mir bekannt ist, handelt es sich hierbei um 20.000 Shekel (ca. 4000 Euro), die allerdings auch nicht mehr auf einmal ausgezahlt werden, sondern in Monatsraten. Der Grund fuer die Ratenzahlung ist, dass viele Olim die 20.000 Shekel nahmen und wer weiss was damit anstellten.
Meiner Meinung nach haben diese 20.000 Shekel ihre Vor - u. Nachteile. Der grosse Nachteil ist, dass viele erstmal von dem Geld leben ohne sich Gedanken ueber die Jobsuche zu machen. Ploetzlich ist das Geld aufgebraucht und die Leute stehen vor dem Nichts. Das Geld verleitet viele zum Nichtstun.
Der Vorteil besteht natuerlich darin, dass jeder Neueinwanderer erstmal jeden Pfennig gut gebrauchen kann, denn Israel ist ein teures Land.
Als ich kam, machte ich einen dreimonatigen Ulpan, der eigentlich kein richtiger Sprachkurs war. Stattdessen sprachen schon alle Hebraeisch und wir lernten, wie man einen israelischen Lebenslauf schreibt und ein Bewerbungsgespraech fuehrt. Ich kann jedem nur das gleiche raten.
Trotz aller Vorteile, die man durch seine Aliyah erst einmal geniesst, sollte sich jeder dennoch auf die Jobsuche begeben.
Hier ein paar Tipps der Aliyah - Organisation Nefesh Be'Nefesh zum Thema Jobs in Israel:
http://www.nbn.org.il/employment/employment_services.html
Der Streik im oeffentlichen Dienst ist beendet, doch schon steht der naechste Knall bevor. Der neue Haushalt fuer das kommende Jahr wird demnaechst von der Knesset verabschiedet. Die Regierung plant neue eingreifende Kuerzungen und dieses Mal wird es hoechstwahrscheinlich auch die Neueinwanderer (Olim) nach Israel treffen.
Gekuerzt werden soll vermutlich der sogenannte "Sal Klitah". Der Sal Klitah ist eine finanzielle Soforthilfe, welche die Olim bekommen.
Als ich im Juni 2000 Aliyah machte, hatte ich keinerlei Anspruch auf einen Sal Klitah, da der nur fuer Olim aus aermeren Laendern wie Russland, Suedamerika oder Aethiopien vorgesehen war. Ein oder zwei Jahre spaeter aenderte sich das. Nach dem neuen Gesetz bekommt jeder Oleh Chadash (Neueinwanderer) eine bestimmte Summe in Cash ausgezahlt.
Soweit mir bekannt ist, handelt es sich hierbei um 20.000 Shekel (ca. 4000 Euro), die allerdings auch nicht mehr auf einmal ausgezahlt werden, sondern in Monatsraten. Der Grund fuer die Ratenzahlung ist, dass viele Olim die 20.000 Shekel nahmen und wer weiss was damit anstellten.
Meiner Meinung nach haben diese 20.000 Shekel ihre Vor - u. Nachteile. Der grosse Nachteil ist, dass viele erstmal von dem Geld leben ohne sich Gedanken ueber die Jobsuche zu machen. Ploetzlich ist das Geld aufgebraucht und die Leute stehen vor dem Nichts. Das Geld verleitet viele zum Nichtstun.
Der Vorteil besteht natuerlich darin, dass jeder Neueinwanderer erstmal jeden Pfennig gut gebrauchen kann, denn Israel ist ein teures Land.
Als ich kam, machte ich einen dreimonatigen Ulpan, der eigentlich kein richtiger Sprachkurs war. Stattdessen sprachen schon alle Hebraeisch und wir lernten, wie man einen israelischen Lebenslauf schreibt und ein Bewerbungsgespraech fuehrt. Ich kann jedem nur das gleiche raten.
Trotz aller Vorteile, die man durch seine Aliyah erst einmal geniesst, sollte sich jeder dennoch auf die Jobsuche begeben.
Hier ein paar Tipps der Aliyah - Organisation Nefesh Be'Nefesh zum Thema Jobs in Israel:
http://www.nbn.org.il/employment/employment_services.html
Zum Thema deutsche Staatsbuergerschaft
B"H
Das Thema laesst einen irgendwie nicht los. Immer wieder gibt es Neuerungen. Ist nun jemand, der nach Israel auswandert / einwandert noch Deutscher oder nicht ?
Worum es genau geht, findet Ihr hier:
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2007/07/zum-thema-deutsche-staatsbuergerschaft.html
Und sehr lesenswert ist ein Schreiben der Deutschen Botschaft dazu, welches die NOAM - Site veroeffentlicht:
http://www.noam.org.il/content/view/98/62/
Das Thema laesst einen irgendwie nicht los. Immer wieder gibt es Neuerungen. Ist nun jemand, der nach Israel auswandert / einwandert noch Deutscher oder nicht ?
Worum es genau geht, findet Ihr hier:
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2007/07/zum-thema-deutsche-staatsbuergerschaft.html
Und sehr lesenswert ist ein Schreiben der Deutschen Botschaft dazu, welches die NOAM - Site veroeffentlicht:
http://www.noam.org.il/content/view/98/62/
Donnerstag, 26. Juli 2007
Drei Straende geschlossen
B"H
Wegen Umweltverschmutzung hat das israel. Innenministerium drei Straende am See Genezareth (Kinneret) vorerst geschlossen. Laut einer Untersuchung des Gesundheitsministeriums liegt dort die Bakterienanzahl weit ueber dem erlaubten Wert. Am Kinneret hofft man jedoch, dass die drei Straende innerhalb der naechsten drei Tage wieder geoeffnet werden koennen.
Es ist schon das dritte Mal in dieser Woche, dass verschmutzte Straende entdeckt werden. Fuer das Innenministerium ist die Schliessung der Straende schon zur Routine geworden und es beschuldigt die Kommune Tiberias (Tveria), zuviel Abwaesser in den See zu leiten.
Ich frage mich allerdings, ob die Bakterienverschmutzung auch Einfluss auf unser Trinkwasser hat.
Wegen Umweltverschmutzung hat das israel. Innenministerium drei Straende am See Genezareth (Kinneret) vorerst geschlossen. Laut einer Untersuchung des Gesundheitsministeriums liegt dort die Bakterienanzahl weit ueber dem erlaubten Wert. Am Kinneret hofft man jedoch, dass die drei Straende innerhalb der naechsten drei Tage wieder geoeffnet werden koennen.
Es ist schon das dritte Mal in dieser Woche, dass verschmutzte Straende entdeckt werden. Fuer das Innenministerium ist die Schliessung der Straende schon zur Routine geworden und es beschuldigt die Kommune Tiberias (Tveria), zuviel Abwaesser in den See zu leiten.
Ich frage mich allerdings, ob die Bakterienverschmutzung auch Einfluss auf unser Trinkwasser hat.
Streik beendet
B"H
Der eintaegige Streik im oeffentlichen Dienst fand heute sein Ende. Die Gewerkschaft und das Finanzministerium einigten sich auf 5 % mehr Lohn und Gehalt fuer alle Angestellten.
Die Meinungen, ob der Streik gerechtfertigt war, gehen weit auseinander. Eine Bekannte von mir, die Regierungsangestellte ist und mit der ich vorhin sprach meinte, dass der Streik gerechtfertigt gewesen sei. Und zwar fuer alle kleinen Angestellten.
Im Jahre 2003 als es der Regierung finanziell schlecht ging, machten die Angestellten einen Kompromiss, der sie auf Lohn verzichten liess.
Jetzt wo wieder Ueberschussgelder in den Kassen sind, wollte die Regierung die Gehaelter nicht ausgleichen und somit kam es zum Streik.
Trotz allem bin ich der Meinung, dass die Angestellten im oeffentlichen Dienst es immer noch besser haben als andere, denn sie bekommen alle nur erdenklich guenstigen Bedingungen, welche fuer andere Arbeitnehmer nicht selbstverstaendlich ist.
Der eintaegige Streik im oeffentlichen Dienst fand heute sein Ende. Die Gewerkschaft und das Finanzministerium einigten sich auf 5 % mehr Lohn und Gehalt fuer alle Angestellten.
Die Meinungen, ob der Streik gerechtfertigt war, gehen weit auseinander. Eine Bekannte von mir, die Regierungsangestellte ist und mit der ich vorhin sprach meinte, dass der Streik gerechtfertigt gewesen sei. Und zwar fuer alle kleinen Angestellten.
Im Jahre 2003 als es der Regierung finanziell schlecht ging, machten die Angestellten einen Kompromiss, der sie auf Lohn verzichten liess.
Jetzt wo wieder Ueberschussgelder in den Kassen sind, wollte die Regierung die Gehaelter nicht ausgleichen und somit kam es zum Streik.
Trotz allem bin ich der Meinung, dass die Angestellten im oeffentlichen Dienst es immer noch besser haben als andere, denn sie bekommen alle nur erdenklich guenstigen Bedingungen, welche fuer andere Arbeitnehmer nicht selbstverstaendlich ist.
Mittwoch, 25. Juli 2007
Der ewige ungerechtfertigte Streik
B"H
Bis ich nach Israel kam, wusste ich nicht, dass Lehrer oder das TV in den Streik treten koennen. Keine Schule und kein Fernsehen.
In Israel ist alles moeglich. Hier wird fuer jeden Muell gestreikt und heute war es mal wieder so weit. Worum es genau geht, interessiert die wenigsten. Das einzige, was wirklich interessiert ist, ob morgen der Generalstreik morgen fortgesetzt wird oder nicht.
Generalstreik im oeffentlichen Dienst und der Gewerkschaftsvorsitzende Ofer E'ini hat angedroht, dass morgen nicht nur oeffentliche Einrichtungen, sondern auch der Flughafen Ben Gurion in den Streik treten.
Zur Stunde treffen sich E'ini und Finanzminister Ronnie Bar On. Allgemein wird erwartet, dass die Beschaeftigten im oeffentlichen Dienst 5 % mehr Gehalt bekommen werden und der Streik heute Nacht beigelegt wird.
Ich frage mich, was die Angestellten im oeffentlichen Dienst eigentlich noch wollen. Sie bekommen verhaeltnismaessige hohe Gehaelter und alle nur vorstellbaren Rechte, von denen ein normaler israel. Arbeiter nur traeumen kann.
Ein Freund von mir, ein hoeherer Beamter, faehrt alle paar Monate mit seiner Abteilung auf Fortbildung. Jedenfalls was man so Fortbildung nennt. Bisher ging es immer mehrere Tage in gute Hotels nach Eilat oder letztens ins Hotel "City Tower" nach Ramat Ran. Vollverpflegung, Swimming - Pool und Massagen, alles inclusive. So werden Steuern verschwendet und wir muessen die Streiks auf noch mehr Swimming - Pool ausbaden.
Positive Schlagzeilen machte ein ganz anderes Thema:
600 franzoesische Neueinwanderer kamen heute aus Paris in Israel an. Praesident Shimon Peres begruesste sie am Flughafen.
Ich wuensche den neuen Olim alles Gute, weiss ich doch selbst noch zu gut, wie es ist als Neueinwanderer in Israel anzukommen.
Die Franzosen sind immer eifrig dabei, Hebraeisch zu lernen und ausserdem kommen sie sehr gut mit der israel. Mentalitaet zurecht. Franzosen sind frech und da passen sie gut hierher.
Die Hitzewelle wird sie da haerter treffen. Morgen werden es ganze 37 Grad und heute Nacht sinken die Temperaturen nur bis auf 25 Grad.
Bis ich nach Israel kam, wusste ich nicht, dass Lehrer oder das TV in den Streik treten koennen. Keine Schule und kein Fernsehen.
In Israel ist alles moeglich. Hier wird fuer jeden Muell gestreikt und heute war es mal wieder so weit. Worum es genau geht, interessiert die wenigsten. Das einzige, was wirklich interessiert ist, ob morgen der Generalstreik morgen fortgesetzt wird oder nicht.
Generalstreik im oeffentlichen Dienst und der Gewerkschaftsvorsitzende Ofer E'ini hat angedroht, dass morgen nicht nur oeffentliche Einrichtungen, sondern auch der Flughafen Ben Gurion in den Streik treten.
Zur Stunde treffen sich E'ini und Finanzminister Ronnie Bar On. Allgemein wird erwartet, dass die Beschaeftigten im oeffentlichen Dienst 5 % mehr Gehalt bekommen werden und der Streik heute Nacht beigelegt wird.
Ich frage mich, was die Angestellten im oeffentlichen Dienst eigentlich noch wollen. Sie bekommen verhaeltnismaessige hohe Gehaelter und alle nur vorstellbaren Rechte, von denen ein normaler israel. Arbeiter nur traeumen kann.
Ein Freund von mir, ein hoeherer Beamter, faehrt alle paar Monate mit seiner Abteilung auf Fortbildung. Jedenfalls was man so Fortbildung nennt. Bisher ging es immer mehrere Tage in gute Hotels nach Eilat oder letztens ins Hotel "City Tower" nach Ramat Ran. Vollverpflegung, Swimming - Pool und Massagen, alles inclusive. So werden Steuern verschwendet und wir muessen die Streiks auf noch mehr Swimming - Pool ausbaden.
Positive Schlagzeilen machte ein ganz anderes Thema:
600 franzoesische Neueinwanderer kamen heute aus Paris in Israel an. Praesident Shimon Peres begruesste sie am Flughafen.
Ich wuensche den neuen Olim alles Gute, weiss ich doch selbst noch zu gut, wie es ist als Neueinwanderer in Israel anzukommen.
Die Franzosen sind immer eifrig dabei, Hebraeisch zu lernen und ausserdem kommen sie sehr gut mit der israel. Mentalitaet zurecht. Franzosen sind frech und da passen sie gut hierher.
Die Hitzewelle wird sie da haerter treffen. Morgen werden es ganze 37 Grad und heute Nacht sinken die Temperaturen nur bis auf 25 Grad.
Dienstag, 24. Juli 2007
The Music is back
B"H
Der Fastentag Tisha Be' Av ist vorueber und somit auch die dreiwoechige Trauerperiode der Zerstoerung beider Tempel. Aufgrunddessen koennen wir auch wieder Musik hoeren.
Fuer mich ist Rita die beste Saengerin Israels. Trotz das einige mich manchmal belaecheln.
Hier ein Video von Rita
Zahava Ben und die Gruppe Ethnix
Der Fastentag Tisha Be' Av ist vorueber und somit auch die dreiwoechige Trauerperiode der Zerstoerung beider Tempel. Aufgrunddessen koennen wir auch wieder Musik hoeren.
Fuer mich ist Rita die beste Saengerin Israels. Trotz das einige mich manchmal belaecheln.
Hier ein Video von Rita
Zahava Ben und die Gruppe Ethnix
Talli Fachimah, die Feindin der Nation
B"H
Die Israelin Talli Fachimah erlangte in den letzten Jahren traurige Beruehmtheit. Sie ist eine rechtsextreme linke Aktivistin und traf sich in Jenin mit dem Leiter der terroristischen Tanzim - Organisation, Zechariah Sabeidi. Die Tanzim werden in Israel fuer unzaehlige Attentate verantwortlich gemacht und Sabeidi ist der Gesuchte Nummer 1.
Zurueck in Israel wurde Fachimah festgenommen und monatelang vom israel. Sicherheitsdienst "Shabak" verhoert. u.a. vermutete man, dass sie aus Liebe zu Sabeidi bereit sei, sich selbst irgendwo in die Luft zu sprengen oder zumindest Selbstmordattentaetern helfen koennte.
Innerhalb der letzten Wochen bekam Sabeidi von Olmert eine Amnestie. Amnestie fuer den Gesuchten, der immer wieder entkam. Ploetzlich koenne man sich ihn als Partner vorstellen, wenn er denn seine Waffen niederlege. Zechariah Sabeidi will offiziell alles niederlegen und bewegt sich nun als freier Mann in Jenin. Vorerst braucht er keine israel. Helikopter zu fuerchten, die kommen, um ihn in die Luft zu sprengen.
Auch Talli Fachimah ist nach ihrem Gefaengnisaufenthalt wieder auf freiem Fuss. Sie lebt in Tel Aviv oder nebenan in Yaffo und jammert, dass sie keinen Job findet. Sie haelt sich fuer eine verkannte Heldin, doch fuer die Israelis ist sie nur der Staatsfeind Nummer 1. Ueberall werde sie erkannt und angemacht. Bus faehrt sie schon lange nicht mehr, sondern nur noch Taxi, Vorstellungsgespraeche enden in einer Katastrophe und ueberhaupt, alle sind schuld, nur Talli selbst nicht.
Warum sie eines Tages nach Jenin fuhr, weiss sie selbst nicht. Die Armee und der Shabak sind fuer sie Nazis, welche die armen Palaestinenser ausrotten wollen. Israel sei schuld an den Attentaten auf seine Buerger. Sie selbst sieht sich als Humanistin und Sabeidi sei auch einer. Was fuer ein Humanist, der ihr bei dem Treffen die Hand schuettelte und gleichzeitig in der anderen Hand ein Maschinengewehr hielt.
Talli sagt, dass sie nach Jenin ziehen wolle, denn dort sei ihre Heimat. Allerdings sind ihr jegliche Jenin – Besuche fuer die kommenden drei Jahre untersagt.
Sie sagt, dass die israel. Linken sie hassen und sie wiederum die Linken nicht ausstehen koenne. Sie sei zu radikal und introvertiert und sie lasse sich nicht fuer deren Propagandazwecke einspannen. Und was ist mit Sabeidi, der ploetzlich zum "Partner" jenes Landes wird, welches Talli so abgrundtief hasst; Israel.
Sie weiss es nicht und will auch nicht an die Amnestie glauben. Das sei doch alles nur ein schmutziger Trick des Shabak um Sabeidi in die Falle zu locken.
Wer also ist Talli Fachimah, die mit ihren radikalen Ansichten ihr Leben ruinierte ? Eine Heldin, jemand der Aufmerksamkeit will oder nur eine arme Irre ?
Ich glaube kaum, dass es ihr um Aufmerksamkeit geht. Sie will die Presse genauso wenig wie den Shabak. Vielmehr vertritt sie ihre radikalen Meinungen, ohne einzusehen, dass sie sich vielleicht irren koennte. Nur ihre eigene Meinung zaehlt und alles andere ist Nazipropaganda. Auch dann, wenn man ihr beweist, dass sie sich irrt. Bockig wie ein kleines Kind macht sie weiter und ist erstaunt darueber, dass sie keinen Job findet und die Leute sie hassen.
Ihre Zukunft sieht sie in Jenin mit Sabeidi, wobei ich mir wirklich nicht sicher bin, ob der Talli um sich haben will. Bis dahin lebt Talli weiter in ihrer eigenen Welt und laesst sich ihre Traeume nicht nehmen.
Die Israelin Talli Fachimah erlangte in den letzten Jahren traurige Beruehmtheit. Sie ist eine rechtsextreme linke Aktivistin und traf sich in Jenin mit dem Leiter der terroristischen Tanzim - Organisation, Zechariah Sabeidi. Die Tanzim werden in Israel fuer unzaehlige Attentate verantwortlich gemacht und Sabeidi ist der Gesuchte Nummer 1.
Zurueck in Israel wurde Fachimah festgenommen und monatelang vom israel. Sicherheitsdienst "Shabak" verhoert. u.a. vermutete man, dass sie aus Liebe zu Sabeidi bereit sei, sich selbst irgendwo in die Luft zu sprengen oder zumindest Selbstmordattentaetern helfen koennte.
Innerhalb der letzten Wochen bekam Sabeidi von Olmert eine Amnestie. Amnestie fuer den Gesuchten, der immer wieder entkam. Ploetzlich koenne man sich ihn als Partner vorstellen, wenn er denn seine Waffen niederlege. Zechariah Sabeidi will offiziell alles niederlegen und bewegt sich nun als freier Mann in Jenin. Vorerst braucht er keine israel. Helikopter zu fuerchten, die kommen, um ihn in die Luft zu sprengen.
Auch Talli Fachimah ist nach ihrem Gefaengnisaufenthalt wieder auf freiem Fuss. Sie lebt in Tel Aviv oder nebenan in Yaffo und jammert, dass sie keinen Job findet. Sie haelt sich fuer eine verkannte Heldin, doch fuer die Israelis ist sie nur der Staatsfeind Nummer 1. Ueberall werde sie erkannt und angemacht. Bus faehrt sie schon lange nicht mehr, sondern nur noch Taxi, Vorstellungsgespraeche enden in einer Katastrophe und ueberhaupt, alle sind schuld, nur Talli selbst nicht.
Warum sie eines Tages nach Jenin fuhr, weiss sie selbst nicht. Die Armee und der Shabak sind fuer sie Nazis, welche die armen Palaestinenser ausrotten wollen. Israel sei schuld an den Attentaten auf seine Buerger. Sie selbst sieht sich als Humanistin und Sabeidi sei auch einer. Was fuer ein Humanist, der ihr bei dem Treffen die Hand schuettelte und gleichzeitig in der anderen Hand ein Maschinengewehr hielt.
Talli sagt, dass sie nach Jenin ziehen wolle, denn dort sei ihre Heimat. Allerdings sind ihr jegliche Jenin – Besuche fuer die kommenden drei Jahre untersagt.
Sie sagt, dass die israel. Linken sie hassen und sie wiederum die Linken nicht ausstehen koenne. Sie sei zu radikal und introvertiert und sie lasse sich nicht fuer deren Propagandazwecke einspannen. Und was ist mit Sabeidi, der ploetzlich zum "Partner" jenes Landes wird, welches Talli so abgrundtief hasst; Israel.
Sie weiss es nicht und will auch nicht an die Amnestie glauben. Das sei doch alles nur ein schmutziger Trick des Shabak um Sabeidi in die Falle zu locken.
Wer also ist Talli Fachimah, die mit ihren radikalen Ansichten ihr Leben ruinierte ? Eine Heldin, jemand der Aufmerksamkeit will oder nur eine arme Irre ?
Ich glaube kaum, dass es ihr um Aufmerksamkeit geht. Sie will die Presse genauso wenig wie den Shabak. Vielmehr vertritt sie ihre radikalen Meinungen, ohne einzusehen, dass sie sich vielleicht irren koennte. Nur ihre eigene Meinung zaehlt und alles andere ist Nazipropaganda. Auch dann, wenn man ihr beweist, dass sie sich irrt. Bockig wie ein kleines Kind macht sie weiter und ist erstaunt darueber, dass sie keinen Job findet und die Leute sie hassen.
Ihre Zukunft sieht sie in Jenin mit Sabeidi, wobei ich mir wirklich nicht sicher bin, ob der Talli um sich haben will. Bis dahin lebt Talli weiter in ihrer eigenen Welt und laesst sich ihre Traeume nicht nehmen.
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