B"H
Vor drei Wochen traf ich sie zum ersten Mal persönlich wieder: Diana Campuzano.
Ein Jahr vor dem Bombenattentat in der Jerusalemer Shopping Mall, Ben Yehudah, hatte ich sie insgesamt nur drei Tage lang kennen gelernt. Natürlich sind drei Tage alles andere als ausreichend, doch bei Diana hat sich viel verändert. Ihre Bewegungen und ihre Sprache sind hastig geworden. Sich ständig wiederholend und den Satz neu beginnend.
Gestern abend traf ich sie zum zweiten Mal wieder und wir werden den Schabbat mehr oder weniger zusammen verbringen. Mit einer Freundin war ich Kaffeetrinken gewesen und als ich danach zurück in meine Jerusalemer Unterkunft kam, war Diana gerade angekommen. Einer Bekannten führte sie gerade ihre Website vor. Eine Site, auf der ihre Geschichte festgehalten ist. Aus mir unverständlichen Gründen erzählt sie wildfremden Leute sofort immer unbefangen ihre Story. Wie sie am Tisch saß und sich der palästinensische Attentäter vor ihr in die Luft sprengte.
Sie arbeite im Gemeindebüro einer New Yorker jüdischen Gemeinde. Aber nur manchmal, denn sie leide immer noch an einem Trauma. Und ihr Gesundheitszustand sei miserabel.
Unser PC crashte und ich schaffte es nicht, ihn wieder zum Laufen zu bringen. Diana nahm meinen Platz ein und machte sich ans Werk. Nach drei Wochen fiel mir dabei zum ersten Mal ihre verbrannte Hand auf. Eine Hand, die irgendwie nicht zum Rest des Körpers zu passen schien, denn die Hautfarbe ist faltig dunkel. Ihre Arme und Beine sind weniger schwer verbrannt. Ihre Stirn ist voll Narben und man sieht von weitem, dass sie einiges durchlitten hat.
Als ich sie zum ersten Mal wiedertraf, berichtete ich einer Freundin geschockt von Dianas neuer Persönlichkeit und sie meinte, dass das ja alles kein Wunder sei, wenn man solche Behandlungen über sich ergehen lassen muß. Ständig Operationen und Untersuchungen.
Aliyah wolle sie jetzt noch keine machen.
Hinterher fiel mir ein, dass ich vergaß zu fragen, ob sie denn an den Schauplatz in der Ben Yehudah zurückgekehrt ist. Anfangs stellte sie dies in Frage. Ich jedenfalls werde die Frage heute nachholen.
In etwas mehr als einer Woche fliegt sie wieder heim nach New York. Obwohl sie sich seit dem Attentat sträubte nach Israel zu kommen, scheint es ihr jetzt sehr gut zu gefallen. Die Erinnerungen sind noch da, ebenso die Freunde und gleichzeitig Narben, die nicht verschwinden werden.
Alltägliches Leben in Jerusalem - Sarkastische Stories - Witziges und Ernstes -------- Copyright All rights reserved - 2006 - 2012 ---- All Texts are written by Miriam Woelke.
Freitag, 15. August 2008
Perfekte Rechtfertigung
B"H
Nicht jeder, der sich Jude nennt, ist gleichzeitig ein glühender Zionist, versteht etwas von seiner Religion, Geschichte oder von Israel. In Deutschland geht man leider innerhalb der nichtjüdischen Gesellschaft viel zu häufig davon aus, dass Judesein = Israel bedeutet. Und jeder Jude habe automatisch die Pflicht, dem Antisemitismus entgegenzuwirken.
Dazu kann ich nur sagen: "Good Morning, Germany". Sind auch wirklich alle schon wach oder träumt man noch romatisch vor sich hin.
Was in Amerika, Frankreich oder England gewiß keiner Seltenheit entspricht, stößt in Deutschland, sowohl als auch bei deutschen Juden, auf Unverständnis und man regt sich doch tatsächlich auf. So sehr, dass die heutige "Jerusalem Post" darauf eingeht. Da streitet der Autor Henryk M. Broder mit Evelyn Hecht - Galinski, da die Tochter des verstorbenen Heinz Galinski der Ansicht ist, Israel verhalte sich wie Nazi - Deutschland.
So, what ? Lasse man die Dame doch meinen. Wen kümmert das, ob da so eine Tochter, die offensichtlich den Namen ihres Vaters nutzt, etwas von sich gibt ? Wieviele ausländische Juden gondeln nach Ramallah und ziehen eine anti - israelische Show ab ? Sie leben weder in Israel, noch haben sie eine Ahnung, was hier abgeht, noch haben sie jemals Bombenattentate oder Raketenangriffe miterlebt. Az ma ? So, what ?
Jeder kann behaupten, was er will. Und wenn sich Frau Hecht - Galinski lieber in Gaza - City statt in Tel Aviv niederlassen will, so ist das ihr Problem. Ich jedenfalls wünsche ihr dabei angenehmen Aufenthalt.
Ich denke aber, dass die Dame doch am liebsten daheim in Deutschland bleibt und es vorzieht, von dort aus wohlwissende Sprüche von sich zu geben. Denn da ist sie wer. Wen würde in Israel ihr Gelaber kümmern ? Noch nicht einmal die Linkspartei MERETZ.
Nicht jeder, der sich Jude nennt, ist gleichzeitig ein glühender Zionist, versteht etwas von seiner Religion, Geschichte oder von Israel. In Deutschland geht man leider innerhalb der nichtjüdischen Gesellschaft viel zu häufig davon aus, dass Judesein = Israel bedeutet. Und jeder Jude habe automatisch die Pflicht, dem Antisemitismus entgegenzuwirken.
Dazu kann ich nur sagen: "Good Morning, Germany". Sind auch wirklich alle schon wach oder träumt man noch romatisch vor sich hin.
Was in Amerika, Frankreich oder England gewiß keiner Seltenheit entspricht, stößt in Deutschland, sowohl als auch bei deutschen Juden, auf Unverständnis und man regt sich doch tatsächlich auf. So sehr, dass die heutige "Jerusalem Post" darauf eingeht. Da streitet der Autor Henryk M. Broder mit Evelyn Hecht - Galinski, da die Tochter des verstorbenen Heinz Galinski der Ansicht ist, Israel verhalte sich wie Nazi - Deutschland.
So, what ? Lasse man die Dame doch meinen. Wen kümmert das, ob da so eine Tochter, die offensichtlich den Namen ihres Vaters nutzt, etwas von sich gibt ? Wieviele ausländische Juden gondeln nach Ramallah und ziehen eine anti - israelische Show ab ? Sie leben weder in Israel, noch haben sie eine Ahnung, was hier abgeht, noch haben sie jemals Bombenattentate oder Raketenangriffe miterlebt. Az ma ? So, what ?
Jeder kann behaupten, was er will. Und wenn sich Frau Hecht - Galinski lieber in Gaza - City statt in Tel Aviv niederlassen will, so ist das ihr Problem. Ich jedenfalls wünsche ihr dabei angenehmen Aufenthalt.
Ich denke aber, dass die Dame doch am liebsten daheim in Deutschland bleibt und es vorzieht, von dort aus wohlwissende Sprüche von sich zu geben. Denn da ist sie wer. Wen würde in Israel ihr Gelaber kümmern ? Noch nicht einmal die Linkspartei MERETZ.
Donnerstag, 14. August 2008
"DER SPIEGEL" im Visier des "Media Watch"
B"H
Zwei hervorragende wichtige Sites des "Media Watch"
Palestinian Media Watch
Man schaue sich nur die Pali - Propaganda - Schizophrenie an:
http://www.pmw.org.il/Bulletins_july2008.html#b240708
Israels Media Watch
(auf Hebr.)
Israel's Media Watch
(auf Russisch)
Israel's Media Watch
(auf Englisch)
Israel's Media Watch klagt, u.a., auch DER SPIEGEL und den Autor Rolf Behrens wegen falscher Berichterstattung an. Gross wundern tut mich das nicht, denn es ist weitreichend bekannt, dass die deutsche Presse Israel stets vorverurteilt ohne Fakten zu kennen. Im Judentum genauso wie in der Politik.
Zwei hervorragende wichtige Sites des "Media Watch"
Palestinian Media Watch
Man schaue sich nur die Pali - Propaganda - Schizophrenie an:
http://www.pmw.org.il/Bulletins_july2008.html#b240708
Israels Media Watch
(auf Hebr.)
Israel's Media Watch
(auf Russisch)
Israel's Media Watch
(auf Englisch)
Israel's Media Watch klagt, u.a., auch DER SPIEGEL und den Autor Rolf Behrens wegen falscher Berichterstattung an. Gross wundern tut mich das nicht, denn es ist weitreichend bekannt, dass die deutsche Presse Israel stets vorverurteilt ohne Fakten zu kennen. Im Judentum genauso wie in der Politik.
Mittwoch, 13. August 2008
Gush Katif Museum eröffnet
B"H
Das angekündigte neue Gush Katif Museum hat seine Pforten nahe dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt eröffnet. Der bisherige Besucherstrom beweist ein reges Interesse und Leiterin Miriam Gottlieb gibt sich zuversichtlich.
Das Museum befindet sich in der Shaarei Zedek Street, zwischen Jaffa Road und Agrippas. Es ist wochentags von 13.00 - 20.00 Uhr geöffnet. Freitags allerdings nur von 9.00 - 13.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei !!!
Telefon: 02-625-5456
e - mail: mgushkatif@gmail.com
Das angekündigte neue Gush Katif Museum hat seine Pforten nahe dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt eröffnet. Der bisherige Besucherstrom beweist ein reges Interesse und Leiterin Miriam Gottlieb gibt sich zuversichtlich.
Das Museum befindet sich in der Shaarei Zedek Street, zwischen Jaffa Road und Agrippas. Es ist wochentags von 13.00 - 20.00 Uhr geöffnet. Freitags allerdings nur von 9.00 - 13.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei !!!
Telefon: 02-625-5456
e - mail: mgushkatif@gmail.com
Israels Abtreibungsproblem
B"H
In Israel gibt es jährlich 50.000 Abtreibungen. Die meisten davon geschehen aus finanziellen Gründen, denn viele Mütter wissen nicht, wie sie ein weiteres Kind ernähren sollten.
Hier ein interessanter Filmbericht (mit engl. Untertiteln) dazu:
http://www.friendsofefrat.org/
In Israel gibt es jährlich 50.000 Abtreibungen. Die meisten davon geschehen aus finanziellen Gründen, denn viele Mütter wissen nicht, wie sie ein weiteres Kind ernähren sollten.
Hier ein interessanter Filmbericht (mit engl. Untertiteln) dazu:
http://www.friendsofefrat.org/
Leben ohne Visa
B"H
Das israel. Innenministerium gab neue Statistiken bekannt.
Demnach leben in Israel 250.000 illegale Personen ohne jegliches gültiges Visum. Monatlich kommen 400 - 500 neue illegale Personen hinzu. Die Mehrheit davon wird seit über einem Jahr im Süden des Landes, von Gaza aus, eingeschleust. Hierbei jedoch handelt es sich meist um Afrikaner. Andererseits gibt es fast genauso viele weitere Ausländer, die als ganz normale Touristen nach Israel einreisen und das Land partout nicht mehr verlassen wollen.
Obwohl ständig Entdeckung droht, lassen sich viele Touristen einfach nicht zur Ausreise bewegen. Nichtjuden werden nur einige kurzfristige Visa erteilt und irgendwann ist auch damit Schluß. Wie schon zuvor einige Male berichtet, fahren dann solche Touristen für ein paar Tage hinüber nach Zypern, Griechenland oder in die Türkei. Wer sich nur nach Ägypten oder Jordanien bemühen will, bekommt am israelischen Checkpoint meist nur einen einzigen weiteren Monat ausgestellt. Von daher fliegt die Mehrheit der Betroffenen schnell nach Zypern und kommen mit der Angst zurück, am Ben Gurion Flughafen abgelehnt zu werden.
Die ganz neue Masche ist es, sich in seinem Heimatland mehrere Pässe auf unterschiedliche Namen ausstellen zu lassen. Zum Beispiel werden da Zusatznamen plötzlich zu richtigen Vornamen: aus Andreas Albert Meier wird nur noch Albert Meier. Einmal Andreas und dann wieder nur Albert.
Auf diese Weise meinen die Illegalen, dem israelischen Computerwesen zu entkommen. Aber auch damit ist seit einiger Zeit Schluß, denn am Flughafen gibt es eine Fingerabdruckindentifikation. Zusätzlich untersuchen die Behörden, ob es sich bei Heiratsanträgen zwischen Israelis und nichtjüdischen Ausländern nicht um fiktive Ehen handelt. Laut dem Innenministerium ist dies bei 70 % der Fall (die Ehen sind tatsächlich fiktiv).
Ich kann verstehen, dass Leute aus der Dritten Welt Israel des Geldes wegen intereessant finden, doch was zieht einen Westeuropäer nach Israel ? Ist Euch allen klar, dass ihr hier fast keinerlei Rechte habt ? Und was geschieht, wenn Ihr einmal krank werdet ? Die Krankenhäuser behandeln Euch nicht ohne teures Cash und das kostengünstigere "Magen David Adom" will ein gültiges Visum sehen. Was Euch ggf. bleibt sind arab. bzw. armenische Ärzte in der Jerusalemer Altstadt. Aber auch die können bei ernsthaften Krankheiten nicht mehr weiterhelfen und verweisen auf ein israel. Krankenhaus.
Ich denke, dass schon allein diese Gründe zum Nachdenken bewegen sollten. Falls nicht, dann will ich Euch sagen, dass ich unzählige Illegale traf, die ihr Leben haßten. Immer Angst vor Entdeckung haben zu müssen, kann ganz schon auf die Nerven gehen.
Bei Entdeckung droht die Abschiebung und die Strafe Israel mindestens fünf Jahre nicht mehr betreten zu dürfen.
Das israel. Innenministerium gab neue Statistiken bekannt.
Demnach leben in Israel 250.000 illegale Personen ohne jegliches gültiges Visum. Monatlich kommen 400 - 500 neue illegale Personen hinzu. Die Mehrheit davon wird seit über einem Jahr im Süden des Landes, von Gaza aus, eingeschleust. Hierbei jedoch handelt es sich meist um Afrikaner. Andererseits gibt es fast genauso viele weitere Ausländer, die als ganz normale Touristen nach Israel einreisen und das Land partout nicht mehr verlassen wollen.
Obwohl ständig Entdeckung droht, lassen sich viele Touristen einfach nicht zur Ausreise bewegen. Nichtjuden werden nur einige kurzfristige Visa erteilt und irgendwann ist auch damit Schluß. Wie schon zuvor einige Male berichtet, fahren dann solche Touristen für ein paar Tage hinüber nach Zypern, Griechenland oder in die Türkei. Wer sich nur nach Ägypten oder Jordanien bemühen will, bekommt am israelischen Checkpoint meist nur einen einzigen weiteren Monat ausgestellt. Von daher fliegt die Mehrheit der Betroffenen schnell nach Zypern und kommen mit der Angst zurück, am Ben Gurion Flughafen abgelehnt zu werden.
Die ganz neue Masche ist es, sich in seinem Heimatland mehrere Pässe auf unterschiedliche Namen ausstellen zu lassen. Zum Beispiel werden da Zusatznamen plötzlich zu richtigen Vornamen: aus Andreas Albert Meier wird nur noch Albert Meier. Einmal Andreas und dann wieder nur Albert.
Auf diese Weise meinen die Illegalen, dem israelischen Computerwesen zu entkommen. Aber auch damit ist seit einiger Zeit Schluß, denn am Flughafen gibt es eine Fingerabdruckindentifikation. Zusätzlich untersuchen die Behörden, ob es sich bei Heiratsanträgen zwischen Israelis und nichtjüdischen Ausländern nicht um fiktive Ehen handelt. Laut dem Innenministerium ist dies bei 70 % der Fall (die Ehen sind tatsächlich fiktiv).
Ich kann verstehen, dass Leute aus der Dritten Welt Israel des Geldes wegen intereessant finden, doch was zieht einen Westeuropäer nach Israel ? Ist Euch allen klar, dass ihr hier fast keinerlei Rechte habt ? Und was geschieht, wenn Ihr einmal krank werdet ? Die Krankenhäuser behandeln Euch nicht ohne teures Cash und das kostengünstigere "Magen David Adom" will ein gültiges Visum sehen. Was Euch ggf. bleibt sind arab. bzw. armenische Ärzte in der Jerusalemer Altstadt. Aber auch die können bei ernsthaften Krankheiten nicht mehr weiterhelfen und verweisen auf ein israel. Krankenhaus.
Ich denke, dass schon allein diese Gründe zum Nachdenken bewegen sollten. Falls nicht, dann will ich Euch sagen, dass ich unzählige Illegale traf, die ihr Leben haßten. Immer Angst vor Entdeckung haben zu müssen, kann ganz schon auf die Nerven gehen.
Bei Entdeckung droht die Abschiebung und die Strafe Israel mindestens fünf Jahre nicht mehr betreten zu dürfen.
Besten Dank an Abu Mazen
B"H
Zu unser aller Entsetzen unterbreitete Premier Ehud Olmert der palästinensischen Autonomiebehörde unter Abu Mazen einen aktuellen Friedensplan. Derzeit fuchtelt Olmert noch wie wild herum und will unbedingt als Friedensheld in die Geschichtsbücher eingehen. Ganze 93 % der Westbank bot er den Palästinensern an und einen freien Zugang per Autobahn hinunter nach Gaza gleich mit. Klingt wie ein israelisches Selbstmordkommando.
Toll, mögen nun die so "friedensliebenden" Europäer denken, das ist doch endlich einmal was. Abu Mazen jedoch dachte anders und lehnte den Olmert - Plan sofort ab. Begründung: Jerusalem sei in dem Plan nicht mit enthalten.
Ich erwähne diese Pressemitteilung nur, damit es nicht immer von den linken Friedenstauben heißt, Israel unternehme nichts in bezug auf Frieden. Tatsächlich wäre Olmerts Plan eine Sicherheitsgefahr für Israel und es ist zu begrüßen, dass Abu Mazen ablehnte. Egal, wie seine Gründe lauten; Israel jedoch hat er einen großen Gefallen getan.
Zu unser aller Entsetzen unterbreitete Premier Ehud Olmert der palästinensischen Autonomiebehörde unter Abu Mazen einen aktuellen Friedensplan. Derzeit fuchtelt Olmert noch wie wild herum und will unbedingt als Friedensheld in die Geschichtsbücher eingehen. Ganze 93 % der Westbank bot er den Palästinensern an und einen freien Zugang per Autobahn hinunter nach Gaza gleich mit. Klingt wie ein israelisches Selbstmordkommando.
Toll, mögen nun die so "friedensliebenden" Europäer denken, das ist doch endlich einmal was. Abu Mazen jedoch dachte anders und lehnte den Olmert - Plan sofort ab. Begründung: Jerusalem sei in dem Plan nicht mit enthalten.
Ich erwähne diese Pressemitteilung nur, damit es nicht immer von den linken Friedenstauben heißt, Israel unternehme nichts in bezug auf Frieden. Tatsächlich wäre Olmerts Plan eine Sicherheitsgefahr für Israel und es ist zu begrüßen, dass Abu Mazen ablehnte. Egal, wie seine Gründe lauten; Israel jedoch hat er einen großen Gefallen getan.
Paul sagt ab
B"H
Paul Mc Cartney hat sein für September geplantes Konzert in Tel Aviv abgesagt.
Ehrlich gesagt hatte es mich bei seiner Konzertankündigung eh schon gewundert, dass er tatsächlich nach Israel kommen will. Die meisten Stars beehren uns nicht gerade und wenn dann wirklich einmal jemand kommt, wird er hofiert bis zum geht nicht mehr. Sogar Präsident Schimon Peres lädt ein, was aber eher an seiner Persönlichkeit liegen mag, denn er liebt den Mittelpunkt. Vor allem mit einem Glamoursternchen am Arm.
Paul Mc Cartney hat sein für September geplantes Konzert in Tel Aviv abgesagt.
Ehrlich gesagt hatte es mich bei seiner Konzertankündigung eh schon gewundert, dass er tatsächlich nach Israel kommen will. Die meisten Stars beehren uns nicht gerade und wenn dann wirklich einmal jemand kommt, wird er hofiert bis zum geht nicht mehr. Sogar Präsident Schimon Peres lädt ein, was aber eher an seiner Persönlichkeit liegen mag, denn er liebt den Mittelpunkt. Vor allem mit einem Glamoursternchen am Arm.
Dienstag, 12. August 2008
Im Urlaub
B"H
Es scheint geradezu, dass das halbe Land im Urlaub steckt. Besonders im August ist in Israel fast immer tote Hose. Die Unis laufen nur eingeschränkt weiter; die Studenten sind in den Semesterferien, doch finden nach wie vor private Kurse statt. Aber auch damit ist bald Schluß, denn ca. eine Woche vor dem 1. September schliessen auch die Unis ihre Pforten ganz.
Der 1. September wird jedes Jahr zum "Tag des Jahres" erklärt. Mehr oder weniger unbewußt, doch arbeiten alle stets auf ihn hin - den Schulbeginn nach den fast dreimonatigen Sommerferien. Wie sehnen sich Eltern diesen Tag herbei, denn dann haben die Kinder wieder etwas zu tun und hängen nicht den ganzen Tag daheim herum. Ausschlafen, TV, Computer oder Freunde treffen, so verbringen auch die israel. Jugendlichen ihre Sommerferien. Jedenfalls jene, die nicht wie viele Tausende in die Türkei geflogen sind und es sich in dortigen Spielkasinos gutgehen (oder auch nicht) lassen.
So machen derzeit nur die Kadima - Politiker Zipi Livni und Sha'ul Mofaz auf sich aufmerksam. Beide wollen Olmerts Nachfolge antreten und beide liefern sich eine Schlammschlacht. Zweites Thema ist natürlich die Invasion Russlands in Georgien. Die Berichterstattung ist objektiv und ich habe noch nicht herauslesen können, auf welche Seite Israel sich schlagen wird. Die russischen Zeitungen Israels jedoch haben sich schon eingehend festgelegt. So steht die russ. Tageszeitung "Vesti" zu den Georgiern. Auch fanden sich einige aus Georgien stammende Neueinwanderer vor israel. Regierungsgebäuden zur Demo ein. Mehrere Hundert Israelis (Georgier, die Aliyah machten) und georgische Juden befinden sich immernoch am Kriegsschauplatz und warten, dass sie per Flugzeug heim nach Israel geholt werden. Bisher geschah nichts.
Wer derzeit einen Israelaufenthalt plant, der muß noch bis zum November mit saftigen Preisen rechnen. Hostels und Hotels haben Hochkonjunktur. In arabischen Gegenden steigen die Preise automatisch an, sobald man einen Touristen anrauschen sieht. Amerikaner, Deutsche, Japaner, Hongkong, egal woher, Ihr seid alle reich und wenn Ihr das Gegenteil behauptet, dann seid Ihr einfach nur geizig. Mit Argumenten wie "Ich bin Student" läßt sich kein Pali im arab. Markt mehr abwimmeln. Genau dort könnt Ihr handeln, wohingegen in israel. Läden alles seinen Festpreis hat.
Regierungseinrichtungen laufen manchmal nur auf Halbbetrieb, denn viele Angestellte sind im Urlaub. Das Oberrabbinat sowie die Yeshivot (relig. Schulen) sind fast ganz dicht. Das allseits normale Leben geht erst wieder am 1. September los (für Relig. im Monat Elul). Dann aber gleich wieder richtig.
Es scheint geradezu, dass das halbe Land im Urlaub steckt. Besonders im August ist in Israel fast immer tote Hose. Die Unis laufen nur eingeschränkt weiter; die Studenten sind in den Semesterferien, doch finden nach wie vor private Kurse statt. Aber auch damit ist bald Schluß, denn ca. eine Woche vor dem 1. September schliessen auch die Unis ihre Pforten ganz.
Der 1. September wird jedes Jahr zum "Tag des Jahres" erklärt. Mehr oder weniger unbewußt, doch arbeiten alle stets auf ihn hin - den Schulbeginn nach den fast dreimonatigen Sommerferien. Wie sehnen sich Eltern diesen Tag herbei, denn dann haben die Kinder wieder etwas zu tun und hängen nicht den ganzen Tag daheim herum. Ausschlafen, TV, Computer oder Freunde treffen, so verbringen auch die israel. Jugendlichen ihre Sommerferien. Jedenfalls jene, die nicht wie viele Tausende in die Türkei geflogen sind und es sich in dortigen Spielkasinos gutgehen (oder auch nicht) lassen.
So machen derzeit nur die Kadima - Politiker Zipi Livni und Sha'ul Mofaz auf sich aufmerksam. Beide wollen Olmerts Nachfolge antreten und beide liefern sich eine Schlammschlacht. Zweites Thema ist natürlich die Invasion Russlands in Georgien. Die Berichterstattung ist objektiv und ich habe noch nicht herauslesen können, auf welche Seite Israel sich schlagen wird. Die russischen Zeitungen Israels jedoch haben sich schon eingehend festgelegt. So steht die russ. Tageszeitung "Vesti" zu den Georgiern. Auch fanden sich einige aus Georgien stammende Neueinwanderer vor israel. Regierungsgebäuden zur Demo ein. Mehrere Hundert Israelis (Georgier, die Aliyah machten) und georgische Juden befinden sich immernoch am Kriegsschauplatz und warten, dass sie per Flugzeug heim nach Israel geholt werden. Bisher geschah nichts.
Wer derzeit einen Israelaufenthalt plant, der muß noch bis zum November mit saftigen Preisen rechnen. Hostels und Hotels haben Hochkonjunktur. In arabischen Gegenden steigen die Preise automatisch an, sobald man einen Touristen anrauschen sieht. Amerikaner, Deutsche, Japaner, Hongkong, egal woher, Ihr seid alle reich und wenn Ihr das Gegenteil behauptet, dann seid Ihr einfach nur geizig. Mit Argumenten wie "Ich bin Student" läßt sich kein Pali im arab. Markt mehr abwimmeln. Genau dort könnt Ihr handeln, wohingegen in israel. Läden alles seinen Festpreis hat.
Regierungseinrichtungen laufen manchmal nur auf Halbbetrieb, denn viele Angestellte sind im Urlaub. Das Oberrabbinat sowie die Yeshivot (relig. Schulen) sind fast ganz dicht. Das allseits normale Leben geht erst wieder am 1. September los (für Relig. im Monat Elul). Dann aber gleich wieder richtig.
Altstadtphotos zum letzten Tisha Be'Av
B"H
Photos aus der Jerusalemer Altstadt. Aufgenommen am vergangenen Sonntag, dem Fastentag Tisha Be'Av.
http://hamantaschen.blogspot.com/2008/08/altstadtphotos-vom-tisha-beav.html
Photos aus der Jerusalemer Altstadt. Aufgenommen am vergangenen Sonntag, dem Fastentag Tisha Be'Av.
http://hamantaschen.blogspot.com/2008/08/altstadtphotos-vom-tisha-beav.html
Montag, 11. August 2008
Warum die Juden ?
B"H
Am gestrigen Trauer - und Fastentag Tisha Be'Av nahm ich an einem relig. Programm der haredisch - litvischen Yeshiva AISH HaTorah teil. Und wer Aish näher kennt, der weiss garantiert, dass Rabbi Motty Berger viele Themen ganz besonders liebt und eines davon lautet "Warum die Juden ?"
Warum wurden Juden seit Jahrtausenden Opfer des Antisemitismus aller Völker ? Übrigens sind es nur die Juden, die ein eigenes Wort für ihre Benachteiligung bzw. Unterdrückung entwickelten: Antisemitismus.
Zu Beginn des Vortrages stellten wir eine ganze Liste von nichtjüdischen Vorurteilen den Juden gegenüber zusammen:
"Auserwähltes Volk"
Man habe den christlichen G - tt J. C. umgebracht.
Juden seien entweder geizig oder stinkreich. Wobei beide Stereotype ganz nach Belieben verwendet werden, obwohl sie sich logischerweise widersprechen.
Juden würden immer zusammenhalten und planen eine Machtübernahme der ganzen Welt.
Juden haben komische Riten.
Bei Juden weiss man nie, ob sie dem jeweiligen Land, indem sie leben, loyal sind.
Viele weitere Punkte zierten unsere Liste.
Rabbi Motty Berger konzentrierte sich fast nur auf einen der Punkte. Zum Beispiel das "Auserwählte Volk", welches von G - tt auserwählt worden ist (siehe Thora); von G - tt und kein Jude behauptet von sich aus, er sei auserwählt. Dies ist G - ttes Entscheidung und wer damit Probleme hat, der solle sich bei Ihm beschweren und nicht bei Seinen Auserwählten, den Juden.
Aber was bedeutet "auserwählt" ?
Keineswegs eine Vorrangstellung, sondern sollen Juden den Nichtjuden ein gutes Beispiel sein, indem sie die Thora einhalten und der Welt Moral zeigen. Nicht immer war oder ist dies bisher der Fall, aber immerhin haben Christen erst von den Juden von einem allmächtigen G - tt gelernt, der die Welt erschuf.
Wir Juden haben demnach die Aufgabe, der Welt offen kundzutun, dass es nur einen einzigen allmächtigen G - tt gibt. Das bedeutet "auserwählt".
Warum aber Antisemitismus ?
Anscheinend weil gerade die Juden der Welt die Moral lehrten. Von der Antike bis heute beten die Menschen zu Götzen oder morden und stehlen. Und seither hatten viele ein Problem damit, wenn Juden kamen und von Moral erzählten.
Und glauben nicht die Christen an das Alte Testament (die Thora) ? Wieso zweifeln sie dann überhaupt G - ttes Statement an, dass die Juden Sein Auserwähltes Volk sind und in alle Ewigkeiten bleiben werden ? Vielleicht weil sie wissen, dass es wahr ist ? Und mit der Wahrheit kann man so seine Probleme haben, wenn man sich selbst niedriger setzt als man ist.
Wer tatsächlich an die Thora glaubt, der zweifele G - ttes Entscheidungen nicht an und drehe sie nicht nach Belieben herum, wie es halt in den persönlichen Kram passt. Wer an die Thora glaubt und nichtjüdisch ist, der hat die Sieben Noachidischen Mitzwot und nach jüdischem Glauben kann jeder Mensch einen Platz in der Olam Habah, der Kommenden Welt, erlangen.
Am gestrigen Trauer - und Fastentag Tisha Be'Av nahm ich an einem relig. Programm der haredisch - litvischen Yeshiva AISH HaTorah teil. Und wer Aish näher kennt, der weiss garantiert, dass Rabbi Motty Berger viele Themen ganz besonders liebt und eines davon lautet "Warum die Juden ?"
Warum wurden Juden seit Jahrtausenden Opfer des Antisemitismus aller Völker ? Übrigens sind es nur die Juden, die ein eigenes Wort für ihre Benachteiligung bzw. Unterdrückung entwickelten: Antisemitismus.
Zu Beginn des Vortrages stellten wir eine ganze Liste von nichtjüdischen Vorurteilen den Juden gegenüber zusammen:
"Auserwähltes Volk"
Man habe den christlichen G - tt J. C. umgebracht.
Juden seien entweder geizig oder stinkreich. Wobei beide Stereotype ganz nach Belieben verwendet werden, obwohl sie sich logischerweise widersprechen.
Juden würden immer zusammenhalten und planen eine Machtübernahme der ganzen Welt.
Juden haben komische Riten.
Bei Juden weiss man nie, ob sie dem jeweiligen Land, indem sie leben, loyal sind.
Viele weitere Punkte zierten unsere Liste.
Rabbi Motty Berger konzentrierte sich fast nur auf einen der Punkte. Zum Beispiel das "Auserwählte Volk", welches von G - tt auserwählt worden ist (siehe Thora); von G - tt und kein Jude behauptet von sich aus, er sei auserwählt. Dies ist G - ttes Entscheidung und wer damit Probleme hat, der solle sich bei Ihm beschweren und nicht bei Seinen Auserwählten, den Juden.
Aber was bedeutet "auserwählt" ?
Keineswegs eine Vorrangstellung, sondern sollen Juden den Nichtjuden ein gutes Beispiel sein, indem sie die Thora einhalten und der Welt Moral zeigen. Nicht immer war oder ist dies bisher der Fall, aber immerhin haben Christen erst von den Juden von einem allmächtigen G - tt gelernt, der die Welt erschuf.
Wir Juden haben demnach die Aufgabe, der Welt offen kundzutun, dass es nur einen einzigen allmächtigen G - tt gibt. Das bedeutet "auserwählt".
Warum aber Antisemitismus ?
Anscheinend weil gerade die Juden der Welt die Moral lehrten. Von der Antike bis heute beten die Menschen zu Götzen oder morden und stehlen. Und seither hatten viele ein Problem damit, wenn Juden kamen und von Moral erzählten.
Und glauben nicht die Christen an das Alte Testament (die Thora) ? Wieso zweifeln sie dann überhaupt G - ttes Statement an, dass die Juden Sein Auserwähltes Volk sind und in alle Ewigkeiten bleiben werden ? Vielleicht weil sie wissen, dass es wahr ist ? Und mit der Wahrheit kann man so seine Probleme haben, wenn man sich selbst niedriger setzt als man ist.
Wer tatsächlich an die Thora glaubt, der zweifele G - ttes Entscheidungen nicht an und drehe sie nicht nach Belieben herum, wie es halt in den persönlichen Kram passt. Wer an die Thora glaubt und nichtjüdisch ist, der hat die Sieben Noachidischen Mitzwot und nach jüdischem Glauben kann jeder Mensch einen Platz in der Olam Habah, der Kommenden Welt, erlangen.
Ist Jerusalem reif für Porush ?
B"H
In Jerusalem geht der Bürgermeister - Wahlkampf um. Vor wenigen Jahren, als der noch amtierende Bürgermeister Uri Lupolianski gewählt wurde, schieden sich schon die Geister. Eigentlich glaubte Lupolianski damals, die haredische (ultra - orthod.) Bevölkerung voll und ganz auf seiner Seite zu haben, doch nichts war es. Die Haredim sehnten sich nicht gerade nach einem "selbsternannten" Haredi, einen, der nicht wie sie haredisch geboren wurde, sondern erst später in seinem Leben religiös geworden ist. Kaum jemand, der im Verlauf seines späteren Lebens relig. wird oder zum Judentum konvertiert und sich entscheidet haredisch zu leben, wird auch tatsächlich von den Haredim anerkannt. Die israel. Realität schaut so aus, dass derjenige stets ein Außenseiter bleiben wird, was sich besonders bei den Schidduchim (Heiratspartnern) bemerkbar macht. Auf dem haredischen Heiratsmarkt werden einem dann nur ebenso Konvertierte bzw. später relig. gewordene angeboten. Ausnahmen gibt es, doch sind sie keinesfalls alltäglich.
Einer der bekannteste Opfer der leider so realen Einstellung anderen gegenüber wurde Bürgermeister Uri Lupolianski. Zusätzlich beschuldigte man ihn von haredischer Seite, er rufe schließlich keine positiven relig. Änderungen in der Heiligen Stadt hervor. Viele Discos, Restaurants und Läden seien nach wie vor am Schabbat geöffnet und was für ein "guter" haredischer Bürgermeister kann soetwas zulassen ? "Nein, er sei keiner von ihnen". Und so kam es einerseits vor, dass die Reifen seines Dienstwagen in Mea Shearim zerstochen wurden, dann wiederum wurde er zu relig. Veranstaltungen der Agudat Israel (weniger extreme chassidische Gruppen wie Vishnitz, Gur, Belz oder litvische Haredim) eingeladen. Insgesamt versucht Lupolianski ein Bürgermeister für alle Bürger zu sein. Einer gewissen Beliebtheit erfreut er sich, wenn seine Amtszeit auch etwas öde sein mag. Farblos halt, aber durchaus tolerant.
Der russische - israelische Milliardär Arkadi Gaydamak möchte gern. Anscheinend sind die Russen immer der Meinung, sie können alles kaufen. Nicht so in Israel und schon gar nicht in Jerusalem. Das Geld wird zwar gerne genommen, aber dann auch "Auf Nimmerwiedersehen". So erging es ebenfalls dem "großen " Gaydamak, der da Tausende von Dollars an Yeshivot spendete, doch im letzten Moment von den Haredim allein gelassen wurde. Wer will auch so einen als Bürgermeister ?
Die größten Chancen hat der Israeli Nir Barkat. Er ist Unternehmer und sitzt seit Jahren im Stadtrat. Außerdem spricht er Hebräisch ohne jeglichen quälenden russ. Akzent. Wobei Gaydamak eh NUR Englisch, Russisch oder Franz. spricht.
Die "Yahadut HaTorah" - Partei kam auf die Idee, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Man wolle endlich einen geborenen Haredi und so sah man in Me'ir Porush den geeigneten Kandidaten. Laut aktuellen Umfragen jedoch würde Porush seinem Konlurrenten Nir Barkat um 20 % unterliegen. Haredische Zeitungen nahmen diese Umfragen geschockt auf, hatte man sich doch schon sicher gefühlt. Jerusalem mag zwar für den liberalen Haredi Lupolianski gewappnet sein, doch Porush ist zuviel. Immerhin besteht die Stadt auch aus Palästinensern, Nationalrelig. und Säkuleren. Ich kenne Porushs Pläne nicht, doch gemäß seiner Partei täten einige Veränderungen im Hinblick auf den Alltag stattfinden und dies sei den nicht - haredischen Bürgern zuviel. Aufgabe eines Bürgermeisters ist es, sich um alle Bewohner zu kümmern und bei Porush hegen wir das Gefühl, das dem nicht so sein wird.
Ehrlich gesagt, kümmert mich das weniger, denn ich nehme nie an der Wahlen zum Bürgermeister teil. Bei einem jedoch sind wir uns alle sicher: Ein Bürgermeister wie der ignorante Teddy Kollek soll nicht mehr her.
In Jerusalem geht der Bürgermeister - Wahlkampf um. Vor wenigen Jahren, als der noch amtierende Bürgermeister Uri Lupolianski gewählt wurde, schieden sich schon die Geister. Eigentlich glaubte Lupolianski damals, die haredische (ultra - orthod.) Bevölkerung voll und ganz auf seiner Seite zu haben, doch nichts war es. Die Haredim sehnten sich nicht gerade nach einem "selbsternannten" Haredi, einen, der nicht wie sie haredisch geboren wurde, sondern erst später in seinem Leben religiös geworden ist. Kaum jemand, der im Verlauf seines späteren Lebens relig. wird oder zum Judentum konvertiert und sich entscheidet haredisch zu leben, wird auch tatsächlich von den Haredim anerkannt. Die israel. Realität schaut so aus, dass derjenige stets ein Außenseiter bleiben wird, was sich besonders bei den Schidduchim (Heiratspartnern) bemerkbar macht. Auf dem haredischen Heiratsmarkt werden einem dann nur ebenso Konvertierte bzw. später relig. gewordene angeboten. Ausnahmen gibt es, doch sind sie keinesfalls alltäglich.
Einer der bekannteste Opfer der leider so realen Einstellung anderen gegenüber wurde Bürgermeister Uri Lupolianski. Zusätzlich beschuldigte man ihn von haredischer Seite, er rufe schließlich keine positiven relig. Änderungen in der Heiligen Stadt hervor. Viele Discos, Restaurants und Läden seien nach wie vor am Schabbat geöffnet und was für ein "guter" haredischer Bürgermeister kann soetwas zulassen ? "Nein, er sei keiner von ihnen". Und so kam es einerseits vor, dass die Reifen seines Dienstwagen in Mea Shearim zerstochen wurden, dann wiederum wurde er zu relig. Veranstaltungen der Agudat Israel (weniger extreme chassidische Gruppen wie Vishnitz, Gur, Belz oder litvische Haredim) eingeladen. Insgesamt versucht Lupolianski ein Bürgermeister für alle Bürger zu sein. Einer gewissen Beliebtheit erfreut er sich, wenn seine Amtszeit auch etwas öde sein mag. Farblos halt, aber durchaus tolerant.
Der russische - israelische Milliardär Arkadi Gaydamak möchte gern. Anscheinend sind die Russen immer der Meinung, sie können alles kaufen. Nicht so in Israel und schon gar nicht in Jerusalem. Das Geld wird zwar gerne genommen, aber dann auch "Auf Nimmerwiedersehen". So erging es ebenfalls dem "großen " Gaydamak, der da Tausende von Dollars an Yeshivot spendete, doch im letzten Moment von den Haredim allein gelassen wurde. Wer will auch so einen als Bürgermeister ?
Die größten Chancen hat der Israeli Nir Barkat. Er ist Unternehmer und sitzt seit Jahren im Stadtrat. Außerdem spricht er Hebräisch ohne jeglichen quälenden russ. Akzent. Wobei Gaydamak eh NUR Englisch, Russisch oder Franz. spricht.
Die "Yahadut HaTorah" - Partei kam auf die Idee, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Man wolle endlich einen geborenen Haredi und so sah man in Me'ir Porush den geeigneten Kandidaten. Laut aktuellen Umfragen jedoch würde Porush seinem Konlurrenten Nir Barkat um 20 % unterliegen. Haredische Zeitungen nahmen diese Umfragen geschockt auf, hatte man sich doch schon sicher gefühlt. Jerusalem mag zwar für den liberalen Haredi Lupolianski gewappnet sein, doch Porush ist zuviel. Immerhin besteht die Stadt auch aus Palästinensern, Nationalrelig. und Säkuleren. Ich kenne Porushs Pläne nicht, doch gemäß seiner Partei täten einige Veränderungen im Hinblick auf den Alltag stattfinden und dies sei den nicht - haredischen Bürgern zuviel. Aufgabe eines Bürgermeisters ist es, sich um alle Bewohner zu kümmern und bei Porush hegen wir das Gefühl, das dem nicht so sein wird.
Ehrlich gesagt, kümmert mich das weniger, denn ich nehme nie an der Wahlen zum Bürgermeister teil. Bei einem jedoch sind wir uns alle sicher: Ein Bürgermeister wie der ignorante Teddy Kollek soll nicht mehr her.
Freitag, 8. August 2008
Tisha Be'Av in Jerusalem
B"H
Morgen abend zum Schabbatausklang beginnt der jüdische Fasten - und Trauertag Tisha Be' Av. Aufgrunddessen finden nach dem Schabbat nicht unbedingt die grossen Feiern statt. In Tel Aviv vielleicht eher, aber vor allem in Jerusalem werden bis zum Sonntag abend (nach Fastenende) viele Geschäfte und Restaurants geschlossen sein. Die Busse fahren dagegen ganz normal weiter, wohingegen die Stadtverwaltung und eventuell die Banken sowie die Post dicht sind.
Morgen abend (Samstag) findet eine öffentliche Lesung der "Megillat Eichah" zum Tisha Be' Av statt. Dies geschieht um 21.30 Uhr auf dem Kikar Safra vor dem Jerusalemer Rathaus. Organisiert wird das Ganze von den rechten "Women in Green". Nach EICHAH versammeln sich Tausende, meist nationalareligiöse Juden, um gemeinsam
um die Stadtmauer zu laufen. Am Löwentor gibt es gewöhnlich politische Reden, darunter die Vorsitzende der Women in Green, Nadja Matar, sowie der Knessetpolitiker Aryeh Eldad von der Partei Ichud HaLeumi. Viele Jahre lang bin ich immer gern mitgelaufen, bis es mir im vergangenen Jahr zu politisch wurde. Kann sein, dass ich einfach nur die Nase voll habe, obwohl ein Gang um die Stadtmauer empfehlenswert ist. Wann kommt man sonst schon so sicher bewacht zum Damaskustor und anderen Orten in Ost - Jerusalem ?
Von der Politik abgesehen, ist der Marsch sehr zu empfehlen, denn es herrscht eine gute Stimmung (wenn man das an dem relig. Trauertag einmal so sagen darf) und viele geniessen einfach nur die Sites um den Tempelberg. Nach dem Damaskustor lag der eigentliche Haupteingang zum Beit HaMikdasch (Tempel). Der antike Eingang in das Jerusalem zur Zeit des Zweiten Tempels befand sich gleich links vom heutigen Damaskustor. Die Überreste sind noch zu sehen, wenn man sich etwas hinunterbeugt. Leider fehlt es an Personal oder an Geld, das antike Tor aufrechtzuerhalten und demnach schaut es heute recht heruntergekommen aus.
Ich wünsche allen Lesern SCHABBAT SCHALOM und ein leichtes Fasten (Zom Kal) am gleich abschließenden Tisha Be'Av.

Der Marsch der "Women in Green"
Morgen abend zum Schabbatausklang beginnt der jüdische Fasten - und Trauertag Tisha Be' Av. Aufgrunddessen finden nach dem Schabbat nicht unbedingt die grossen Feiern statt. In Tel Aviv vielleicht eher, aber vor allem in Jerusalem werden bis zum Sonntag abend (nach Fastenende) viele Geschäfte und Restaurants geschlossen sein. Die Busse fahren dagegen ganz normal weiter, wohingegen die Stadtverwaltung und eventuell die Banken sowie die Post dicht sind.
Morgen abend (Samstag) findet eine öffentliche Lesung der "Megillat Eichah" zum Tisha Be' Av statt. Dies geschieht um 21.30 Uhr auf dem Kikar Safra vor dem Jerusalemer Rathaus. Organisiert wird das Ganze von den rechten "Women in Green". Nach EICHAH versammeln sich Tausende, meist nationalareligiöse Juden, um gemeinsam
um die Stadtmauer zu laufen. Am Löwentor gibt es gewöhnlich politische Reden, darunter die Vorsitzende der Women in Green, Nadja Matar, sowie der Knessetpolitiker Aryeh Eldad von der Partei Ichud HaLeumi. Viele Jahre lang bin ich immer gern mitgelaufen, bis es mir im vergangenen Jahr zu politisch wurde. Kann sein, dass ich einfach nur die Nase voll habe, obwohl ein Gang um die Stadtmauer empfehlenswert ist. Wann kommt man sonst schon so sicher bewacht zum Damaskustor und anderen Orten in Ost - Jerusalem ?
Von der Politik abgesehen, ist der Marsch sehr zu empfehlen, denn es herrscht eine gute Stimmung (wenn man das an dem relig. Trauertag einmal so sagen darf) und viele geniessen einfach nur die Sites um den Tempelberg. Nach dem Damaskustor lag der eigentliche Haupteingang zum Beit HaMikdasch (Tempel). Der antike Eingang in das Jerusalem zur Zeit des Zweiten Tempels befand sich gleich links vom heutigen Damaskustor. Die Überreste sind noch zu sehen, wenn man sich etwas hinunterbeugt. Leider fehlt es an Personal oder an Geld, das antike Tor aufrechtzuerhalten und demnach schaut es heute recht heruntergekommen aus.
Ich wünsche allen Lesern SCHABBAT SCHALOM und ein leichtes Fasten (Zom Kal) am gleich abschließenden Tisha Be'Av.

Der Marsch der "Women in Green"
Auschwitz in Not
B"H
Das Vernichtungslager Auschwitz bittet dringend um finanzielle Unterstützung. Direktor Piotr Cywinski sagte, dass eine Soforthilfe von 100 Mio Dollar benötigt wird, um das 191 Hektar große Gelände in gutem Zustand zu erhalten. Einige der Holzbaracken mussten schon aufgrund von Einsturzgefahr für den Besucherstrom von jährlich 1 Mio Menschen geschlossen werden.
Cywinski beschwerte sich darüber, dass international die Ansicht besteht, das Museum werde schon irgendwie weiterlaufen. Finanzielle Hilfe dagegen treffe nur spärlich ein. Der Direktor schlug vor, dass ausländische Regierungen mit Langzeitkrediten helfen sollten, denn schließlich weise das Museum auf eine internationale menschenrechtliche Verantwortung hin.
Das KZ - Museum besteht seit 1947 und erhält jährlich 5 Mio Dollar von der polnischen Regierung. Austerdem werden weitere 5 Mio Dollar durch Publikationen Überlebender, Dokumentarfilme oder Eintrittsgeldern hinzuverdient. Nur sage und schreibe 370.000 Dollar an Spendengeldern kommen aus dem Ausland.
Das Vernichtungslager Auschwitz bittet dringend um finanzielle Unterstützung. Direktor Piotr Cywinski sagte, dass eine Soforthilfe von 100 Mio Dollar benötigt wird, um das 191 Hektar große Gelände in gutem Zustand zu erhalten. Einige der Holzbaracken mussten schon aufgrund von Einsturzgefahr für den Besucherstrom von jährlich 1 Mio Menschen geschlossen werden.
Cywinski beschwerte sich darüber, dass international die Ansicht besteht, das Museum werde schon irgendwie weiterlaufen. Finanzielle Hilfe dagegen treffe nur spärlich ein. Der Direktor schlug vor, dass ausländische Regierungen mit Langzeitkrediten helfen sollten, denn schließlich weise das Museum auf eine internationale menschenrechtliche Verantwortung hin.
Das KZ - Museum besteht seit 1947 und erhält jährlich 5 Mio Dollar von der polnischen Regierung. Austerdem werden weitere 5 Mio Dollar durch Publikationen Überlebender, Dokumentarfilme oder Eintrittsgeldern hinzuverdient. Nur sage und schreibe 370.000 Dollar an Spendengeldern kommen aus dem Ausland.
Interessante Links
B"H
Die Nachrichtenmagazine Debka und ARUTZ 7
"Outreach Judaism" - gegen christliche Missionare
Israels Sozialversicherung "Bituach Le'umi"
Die Nachrichtenmagazine Debka und ARUTZ 7
"Outreach Judaism" - gegen christliche Missionare
Israels Sozialversicherung "Bituach Le'umi"
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