Freitag, 18. Juli 2008

Wen wundert's ?

B"H

Die 199 Leichen der Hizbollah - Terroristen, welche die israel. Armee im Zweiten Libanonkrieg als Pfand mit nach Israel nahm, und die jetzt zusammen mit Samir Kuntar in den Libanon freigegeben worden waren, werden am kommenden Mittwoch beerdigt. Die Tageszeitung MAARIV veröffentlicht heute ein Photo, auf dem ein LKW gezeigt wird. Dieser LKW ist vollgehängt mit Hizbollah - Propaganda und auf seiner Ladefläche befinden sich einige der Terroristensärge.

Das Photo wurde im dem Moment aufgenommen als ein Panzerwagen der UNO - Truppe "Unifil" vorbeifuhr. Die sich im Panzerwagen befindenden italienischen UN - Soldaten hielten an und salutiertem mit militärischem Gruß vor dem Hizbollah - LKW mit den Terroristensärgen.

Soviel zur "friedensbringenden objektiven" UNO.

Donnerstag, 17. Juli 2008

In Memory ...





B"H

Eine neue FACEBOOK - Group im Gedenken an Ehud Goldwasser und Eldad Regev:

http://www.facebook.com/group.php?gid=19582828441

Der libanesische Adolf H.

B"H


Ist die Ähnlichkeit nicht verblüffend ???


Samir Kuntar oder Adolf H. ?




Quelle: My right World

Beerdigungen

B"H

Die Beerdigungen von Ehud Goldwasser sowie Eldad Regev finden heute statt. Ehud Goldwasser wird um 10.00 Uhr Ortszeit beerdigt und Eldad Regev um 14.00 Uhr. Im Radio läuft landesweit Trauermusik und das Land befindet sich in einem Schockzustand.
Dafür ist Samir Kuntar für die Geheimdienste zum Abschuss freigegeben worden. Was für ein armseliges Leben er und Nasrallah doch haben. Nur in Bunkern hausen und sich vor dem Mossad in die Hose machen zu müssen ...

Die Obduktion hat ergeben, dass Ehud Goldwasser auf der Stelle verstarb als die Rakete der Hizbollah bei der Entführung in seinen Jeep einschlug.

Eldad Regev überlebte und zog sich aus dem brennenden Fahrzeug. Kurz darauf wurde er von Hizbollahterroristen in den Kopf geschossen.

Hassan und seine kleinen Nasrallahs

B"H


Erwies sich der Deal mit der Hizbollah für Israel als "Rip Off" ? Zog die Hizbollah Israel über den Tisch ?

Auf den ersten oberflächlichen Blick mag man das so sehen, doch ist die Mehrheit in Israel froh über den Deal. Oder um es mit den Worten des Vorsitzenden der sephardisch - haredischen SHASS – Partei, Eli Yishai, zu sagen:

Man wollte auf alle Fälle einen neuen Fall "Ron Arad" vermeiden.

Und dem kann ich nur zustimmen. Es reicht, wenn wir keine genauen Infos über Ron haben. Auch jetzt nach dem aktuellen Deal nicht, obwohl dies eigentlich eine der israelischen Bedingungen war. Die Hizbollah jedoch überreichte ein Papier mit ein paar formellen Infos. Oder kurz gesagt:
"Ron Arad sei bei einem Fluchtversuch erschossen worden".
Auf der Flucht erschossen also. Diese Aussage kommt mir bekannt vor und erinnert mich jedesmal wieder an die Nazizeit. Dort wurde man auch einfach einmal so auf der Flucht erschossen und dann auf nimmer Wiedersehen verbuddelt oder doch lieber gleich verbrannt.

Trotzdem es in Israel eine riesige Diskussion um die Freilassung des liban. - drusischen Mörders Samir Kuntar gab, sprachen doch die Stimmen für einen Austausch. Und somit kamen, wie fast erwartet, zwei Särge heim und Kuntar darf am 20. Juli seinen 46. Geburtstag in Freiheit feiern. Seine gestrige Freilassung wurde auf fast allen arabischen TV - Kanälen live übertragen. Einschließlich Al - Jazeera.

In der arabischen Welt stieg Kuntar zum großen Held auf. Aber für was ? Dafür das er als 16 - Jähriger mit einem Boot nach Israel kam und dort wild um sich ballerte ? Zuerst erschoß er den Polizisten Eliyahu Shachar und danach drang er in das Haus der Familie Haran ein, wo er den Familienvater Dani Haran nebst der vierjährigen Tochter Einat umbrachte.

Die arabische Welt macht also wieder einmal mehr einen Mörder zum großen Helden. Laut einer libanesischen Zeitung soll Kuntar nun der Adjudant Nasrallahs werden, eine geschniegelte Terroristenuniform tragen und eine eigene Waffe erhalten. Auf wen er damit wohl zielen soll ?

Und wir erhielten zwei tote Soldaten in Särgen zurück. Bis zu guter Letzt hatte ich noch Hoffnung gepflegt, dass wenigstens einer der beiden gekidnappten Soldaten noch leben würde. In einem öffentlichen Gebäude fragte ich einen Security – Guard, der gerade am Radio klebte, nach dem Ausgang. Er winkte nur ab. Beide Soldaten seien tot. Überleben ? Wie denn, wenn die Hizbollah erst den Grenzjeep in die Luft jagt, danach zwei schwerverletzte Soldaten herauszieht und ihnen jede ärztliche Hilfe versagt ?

Mit solchen Leuten haben wir es also zu tun. Kuntar schießt wehrlosen Menschen in den Rücken und die Hizbollah läßt Verletzte sterben. Dazu kommt der ehemalige Ministerpräsident des Libanon, Fuad Seniora, welcher der Hizbollah die Feier gönnte und von sich gab, dass Kuntar nun einmal libanesischer Staatsbürger sei.

Wo blieb der vielgepriesene Widerstand der Libanesen ? Es schien als verbrüdere sich das ganze Land mit einem Mörder. Egal wer, Hauptsache es geht gegen Israel. Diese Art des primitiven Denkens ist für uns Israelis nicht nachvollziehbar. Die Araber mögen uns für weinerlich halten, doch steht bei Israelis trotz allem der menschliche Bezug im Vordergrund. Und wir knallen keine eigenen Leute sinnlos ab und feiern Mörder.

Der Libanon jedenfalls hat gestern jegliche Moral verloren.

In Israel herrscht wieder einmal Alarmzustand. Attentate und vor allem neue Kidnappings von Soldaten seien geplant. Schließlich zeige der Deal, dass sich derlei Aktionen auszahlen können. Und der Preis für den in Gaza sitzenden Gilad Schalit schnellt ebenso in die Höhe. Die Hamas reibt sich schon die Hände.

Der ganz große Verlierer ist wieder einmal Ron Arad, der vor mehr als 20 Jahren im Libanon gefangengenommen worden war. Keine Spur von ihm. Wahrscheinlich tot. Bis Ende der 80iger Jahre soll er noch am Leben gewesen sein, denn seine Angehörigen erhielten Briefe von ihm. Danach verliert sich seine Spur.

Wenn er wirklich längst tot ist, welche Torturen mußte er dann in den Jahren der Gefangenschaft über sich ergehen lassen ? Humanität sind dem Libanon oder dem Iran völlig unbekannt. Auf den Photos bzw. einem Video wirkt er nach den Jahren der Gefangenschaft wie ein Häufchen Elend.

Schimon Peres sagte, er habe das Freilassungsformular Kuntars mit einer zitternden Hand unterschrieben. Der Terrorist mag seine erlangte Freiheit feiern, doch wünschen wir ihm für die Zukunft alles Schlechte.

Die Familien Goldwasser und Regev trauern und können danach mit ihrem Leben fortfahren. Leben, und nicht in der Ungewißheit gefangenbleiben.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Zfonim

B"H

Trotzdem es in Jerusalem auch die typischen Klassenunterschiede zwischen Unter - Mittel - und Oberschicht gibt, geht es in der Stadt noch verhältnismäßig human zu. Betuchtere leben in den Stadtteilen Malcha (Manahat), Rehavia, teilweise in Katamon sowie der German Colony. Betuchte Kinder gehen, z.B., auf die Paula - Ben - Gurion - Schule in Rehavia.

In Tel Aviv ist der Unterschied zwischen arm und reich erheblich krasser. Der Norden der Stadt gehört fast ausnahmslos der oberen Mittelschicht sowie den Reichen. Dies beginnt schon im Centrum in der Arlozorov, Ben Gurion, Gordon, oder Nordau und zieht sich hin bis Ramat Aviv und Herzliya.

Tel Aviv - Süd ist der soziale Brennpunkt der Stadt und wer dort einmal ansäßig ist, der hängt fest. Vor ein paar Tagen sagte mir ein Bekannter, er habe ein billiges Zimmer nahe des Zentralen Busbahnhofes gefunden. Nur 200 Dollar Miete anstatt der so üblichen 400. Ein Deal und wenn ich einmal etwas brauche, dann solle ich mich doch dort in der Nähe umschauen. Die Sache hat natürlich einen Haken, denn seine neuen Nachbarn sind meist Prostituierte und ausländische Gastarbeiter. Der Handel mit den Philippinas im Altenpflege - und Putzgewerbe blüht noch immer. Und wer will da schon gerne in die Schmuddelgegend der Levinsky Street ziehen ?

Der Strom der Gastarbeiter wurde vor wenigen Jahren gebremst und mehr als 100.000 Illegale abgeschoben. Nun aber strömen ganz andere Ausländer nach Israel ein: die Asylanten. Darfur & Co. lassen grüßen.
Die Regierung will sie abschieben, doch weiß niemand so recht wie und wann. Die Tel Aviver Stadtverwaltung hat sich deshalb erst einmal auf einen längeren Aufenthalt der Asylanten eingestellt. Und obwohl die Darfur - Leute seit Monaten unter freiem Himmel auf dem Rasen des Levinsky - Park (gegenüber dem Busbahnhof) campieren, suchen die Stadtverordneten nach einer humanen Lösung. Zumindest für die Kinder. Diese nämlich sollen im kommenden Schuljahr (Beginn 1. September) nicht in den typischen Brennpunktschulen eingeschult werden. In Tel Aviv - Süd machten die Rektoren eh schon auf ihre fatale Lage aufmerksam; nur Russen - bzw. Philippino - Kinder. Dazu einige Kinder aus illegalen südamerikanischen Familien. Wer soll da noch durchsteigen ? Und jetzt sollen eben diese Schulen noch Asylantenkinder aufnehmen ? Ein Witz. Wie denn ?

Aufgrund dieser Bemerkungen kam die Stadtverwaltung auf die Idee zu verkünden, dass der arme "Süden" die katastrophale Ausländerlage nicht mehr allein bewältigen könne. Der Norden hat zu helfen und so sollen Asylantenkinder auch von den Schulen der reichen Bevölkerungsschicht (u.a. in Herzliya) aufgenommen werden.
Und wie sich jetzt jeder sicherlich denken kann, sind die Eltern dieser Schulen nicht gerade begeistert. Das heißt, viele geben der Stadtverwaltung durchaus recht, nur sollen die Asylantenkinder nicht gerade in die Schule ihres Kindes eingeschult werden. Insgeheim schadet dies dem Ruf der Schulen was nicht so offen zu vernehmen ist. Dagegen verlautet es offiziell, dass die Asylantenkinder soziale Schäden erleiden könnten, sobald sie erst einmal sehen, was die anderen Kinder aus dem Norden an Luxusgütern mit sich herumschleppen. Außerdem seien die "Nordkinder" den Anblick der Asylanten nicht gewohnt. "Zfonim - reiche Leute aus dem Norden Tel Avivs und Umgebung) halt. Da kann man nichts machen. Und weiterhin habe die Stadtverwaltung ja noch gar nicht mitgeteilt, was denn da genau für Asylantenkinder kommen sollen. Woher und so.

Wir werden sehen, ob der Vorschlag im September tatsächlich Umsetzung findet.

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ZFONIM:

Slang für Kinder aus wohlhabenden Familien in Tel Aviv - Nord, Herzliya, Hod HaSharon, Ra'anana oder Kfar Saba.

Die Slang - Bezeichnung stammt von dem Wort ZAFON - NORDEN.

Dienstag, 15. Juli 2008

Tragödie inmitten eines Paradieses

B"H

Die Knesset stimmt heute über den Gefangenenaustausch Goldwasser - Regev / Kuntar ab. Ich bin mir sicher, dass der Beschluß durchkommt; insbesondere nach dem gestrigen Photo Ron Arads, welches durch die Presse ging. Und wenn alles "gut" geht, dann soll der Gefangenenaustausch morgen früh am Grenzübergang in Rosh HaNikra stattfinden. Die Gegend wird dann zum militärischen Sperrgebiet erklärt und weder die Presse noch die Angehörigen Goldwasser und Regev werden dabei sein. Ehe der liban. Terrorist Samir Kuntar die Grenze überqueren darf, findet ein DNA - Schnelltest statt. Gesetz dem Falle, dass Ehud Goldwasser und Eldad Regev im Sarg zurückkommen.

Zweimal war ich im Laufe meiner Zeit in Israel in Rosh HaNikra. Ein Kibbutz nördlich von Haifa, an der Küste gelegen. Metalltore und Stacheldraht machen hier die Grenze zum Libanon deutlich. Nichts geht mehr und die Einzigen, die hier passieren, sind Militärfahrzeuge. Aber Rosh HaNikra ist auch noch durch eine ganz andere Attraktion bekannt udn wer einmal in Israel ist, der sollte unbedingt dort vorbeischauen. Für mich ist dies der schönste Anblick auf Erden.

Mit einer Seilbahn (Made in Austria) fährt man hinab zum Meer. Dort gibt es unterirdische weiße Kreidefelsgrotten, in welche die Meereswellen schlagen. Man steht genau davor und kann den wundervollen Anblick kaum fassen. Im Hintergrund dieses Panoramas soll morgen der Gefangenenaustausch stattfinden. Eine Tragödie im Schatten des Paradieses.

Bis zu guter Letzt spielt die Hizbollah mit den israelischen Gefühlen. In ihre hauseigenen Zeitung war gestern zu lesen, dass Israel zwei Särge zurückerhalten wird. In einer weiteren liban. Zeitung hingegen hieß es, dass einer der beiden gekidnappten Soldaten noch lebe und der zweite zwei Tage nach dem Kidnapping gestorben sei. Also bleibt alles bis zum wahren Schluß im Unklaren.

Im Libanon werden Poster des Terroristen Kuntar gedruckt und er wird mit Pauken und Trompeten am Beiruter Flughafen empfangen werden. Die liban. Regierung sowie die Hizbollah werden eifrig auf ihn warten. Seine terroristischen Aktivitäten will er auch nach 30 - jährigem israel. Knast nicht einstellen. Eher im Gegenteil. Aber was bedeutet ein Nichts wie er gegen die israel. Soldaten ?

In Beirut herrscht Partystimmung und in Israel sollen Goldwasser und Regev, falls die denn tatsächlich im Sarg heimkehren werden, am Donnerstag mit allen militärischen Ehren bestattet werden. Gleich danach befürchtet Israel das Schlimmste, denn Scheich Nasrallah braucht neue "Ware" und weitere Kidnappings von Soldaten werden erwartet. Mit das Schlimmste, was hier im Lande passieren kann und keiner, der jetzt neu eingezogenen Wherpflichtigen will an soetwas auch nur denken.



Die geschlossene Grenze zum Libanon bei Rosh HaNikra.



You are leaving the Israeli sector !!!!

Montag, 14. Juli 2008

Israel in Hochglanz

B"H

Wer sich die neuen Israelprospekte anschaut, der sieht ein Land auf Hochglanz getrimmt. Jedenfalls im Prospekt. Alles funkelt und ist blitzblank. Ehrlich gesagt, habe ich Israel noch niemals so sauber gesehen wie im Prospekt.

Die neuen Prospekte zeigen die moderne porsitive Seite Israels. Man möge fast glauben, wir essen hier alle nur noch Sushi und der Müll kommt sorgsam in die grüne Tonne.

Und wie überall auf der Welt spiegeln auch die Tel Aviv - Prospekte wenig von der Realität wieder. Auch nicht von der Touristenrealität, wo der Strand ganz oben steht. Schon nach wenigen Stunden am Morgen ist der Strand verdreckt. Plastikflaschen, Zigarettenkippen, Coladosen, Papier, alles liegt ausgebreitet herum. Nicht zu vergessen das dicke Abwasserrohr, welches ins Meer führt und aus welchem ununterbrochen Wasser ins Meer geleitet wird. Wasser, Abwasser, Chemikalien, man schweigt sich aus und der Badende denkt lieber nicht weiter nach. Schließlich ist man ja hier um zu geniessen.

Freunde sagten mir, dass die Strände im nahegelegenen Herzliyah oder in Caesarea sauber sind. Und Muscheln sammelt man dort auch noch. Muscheln und weisse Steinchen, die sogar im Internet verkauft werden. Vielleicht sollte ich mich beeilen hinzugehen, denn sonst sind die Steinchen auch noch weg.

FACEBOOK - Group: Fixing the Beaches in Tel Aviv

http://www.facebook.com/group.php?gid=18120831949


Was liest man also in den Prospekten ?
Das Übliche. Alles super und über die Themen Terror oder Krieg wird vollkommen hinweggegangen. Nicht das ich jetzt alles Negative lesen will. Soziale Brennpunkte, Drogen oder was auch immer. Auch das gibt es natürlich in Tel Aviv genauso wie überall auf der Welt auch. Was mich an Orten interessiert, das findet man in keinen Touristenprospekten. Ich interessiere mich eher für die Bewohner aller Art. Besonders jene die multikulti leben. Hier Kunst und da die Lebenskünstler. Hier der Falafelhändler und dort der Haredi (Ultra - Orthod.). In anderen Worten ich interessiere mich für die ungewöhnlichere Art zu leben und nicht den üblichen Bikini - Nike - Schnickschnack. Man trägt Crocs und ich auch.

In Tel Aviv ist es nicht allzu schwer, genau solche Viertel bzw. Kneipen aufzutreiben. In Jerusalem hingegen laufen die Uhren etwas anders und man sollte sich schon entweder in den Stadtteil Nachlaot oder ggf. in die German Colony aufmachen. Dennoch, eine Atmosphäre wie in Tel Aviv wird man kaum finden. Selbst nicht im so lebenskünstlerisch aufwartenden Nachlaot. Die Mietpreise dort wurden Dank der betuchten Amerikaner so richtig verdorben wenn nicht versaut. Einmal angekommen, errichten sie sofort ihre kleinen Thai Tshi - Studios oder wollen einen sonst irgendwie naturell heilen.

Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt "alternative" Reiseprospkte, die sich nicht am Hochglanz, sondern an der Wirklichkeit orientieren ?

Das Photo, das Israel schockt

B"H

Die liban. Terrororganisation Hizbollah hat ihren Ron Arad - Bericht an die israel. Regierung abgegeben. Ohne gravierende News und man wusste eh schon alles. Dafür gab es ein neues Photo von Ron Arad, welches kurz nach seiner Gefangennahme aufgenommen worden ist.



Ron Arad schaut ängstlich drein und dieses neue Photo, welches jedoch schon zwanzig Jahre alt ist, schockt heute die Nation von allen Titelseiten herab.

Was ist mit dem mysteriösen Teppich im Hintergrund ? Ein Koranvers in arabisch oder persisch ? Und wenn persisch, wurde dann das Photo vielleicht im Iran aufgenommen ?

Die Regierung zeigt sich von dem Bericht enttäuscht und uns allen dürfte klar sein, dass hier nur wenige Infos abgegeben wurden. Die Details bleiben weiter im Dunkeln.


http://www.10million.org/


Sonntag, 13. Juli 2008

Massenansturm

B"H

Der Tourismus blüht. Schon am Freitag nachmittag bevor ich mich nach Jerusalem aufmachte, war die Innenstadt Tel Avivs hoffnungslos überlaufen. Es war einfach kein Durchkommen mehr, was teilweise furchtbar nervte, wenn man es doch eilig hatte. Im Carmel - Markt ging fast gar nichts mehr. Auch Dank der vielen Gruppen von BIRTHRIGHT (Taglit), die gerade Israel "unsicher" machen. Am Birthright - Programm darf jeder Jude bis zu einem bestimmten Alter kostenlos teilnehmen, bedeutet, er bekommt einen 10 - tägigen Israelaufenthalt samt 5 - Sterne - Hotel bezahlt. Das eigentliche Ziel dabei ist es, die jungen Leute für das Land zu begeistern und ggf. zur Aliyah zu bewegen. Der Nachteil ist, dass zu dem Programm auch diejenigen zugelassen werden, die aus interrelig. Ehen stammen. Kinder, deren Vater Jude ist und die Mutter nicht. Halachisch also Nichtjuden.

Ich selbst unterrichtete in der Vergangenheit mehrere Birthright - Gruppen in der jüd. Religion und war dann ziemlich genervt, solche Teilnehmer dabei zu haben. Unter den Kollegen führte die zu vielen Protesten; auch seitens Chabad (Lubawitsch), welche oftmals die Jugendlichen am Schabbat beherbergten. Birthright ist also in diesem Sommer wieder kräftig aktiv und hoffen wir auf eine baldige Einsicht und Ausbesserung der Lücken im Programm.

Gestern Abend nach Schabbatende ging es in der Ben Yehudah hoch her und ich konnte mich nur schwer zu einer Rückkehr nach Tel Aviv aufraffen. Insbesondere weil die Lubawitscher Chassidim (Chabad) wieder einmal eine riesen Show vor ihrem Haus in der Ben Yehudah Nr. 5 abzogen. Die Chabad - Meschichisten tanzten wie wild mit ihren Meschiach - Flaggen und verkündeten per Mikrofon, dass der letzte Lubawitscher Rebbe der Meschiach sei.

Egal, wer der Meschiach ist, Hauptsache er kommt bald und dann dürfte auch das leidige Birthright - Problem bereinigt werden.

Neuer Anschlag in Jerusalem

B"H

Am Freitag abend (Erev Schabbat) ging ich mit einer Freundin durch Mea Shearim als wir das Geräusch des fliegenden Helikopters vernahmen. Der nämlich flog ständig auf und ab und wir ahnten, dass etwas geschehen war. Gestern beim Mittagessen dann die Bestätigung und heute berichtet die Presse darüber.

Freitag abend kam es zu einem erneuten Terroranschlag in Jerusalem. Zwei Grenzpolizisten (Magav) wurde in der arab. Altstadt am Löwentor (Shaar HaAraiot) von einem Palästinenser niedergeschossen. Ein Polizist schwebt nach einem Kopfschuß noch in Lebensgefahr, der andere leigt mit einer leichteren Schußwunde im Krankenhaus. Der Täter entkam und wird nun wie verrückt gesucht.

Innerhalb von vier Monaten geschahen in Jerusalem drei Terrorattentate. Das Erste in der Yeshiva Mercaz HaRav, das Zweite vor gut zwei Wochen in der Jaffa Road (ein Palästinenser raste mit einem Bulldozer in die Menschenmenge und kippte einen Bus um) und das Dritte geschah Freitag abend am Löwentor.

Seit langem ist das Löwentor im arab. Altstadtteil nicht mehr sicher und es ist ratsam, sich nicht im Dunkeln dort aufzuhalten. Den Palis wird ein Entkommen in der Altstadt leicht gemacht, denn diese besteht aus schmalen dunklen Gassen und es gibt Hunderte von Verstecken. Obwohl die gesamte Altstadt mit Überwachungskameras versehen ist, läuft die israel. Armee den dortigen Terroristen meistens nur hilflos hinterher.

Link:

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/126809

Nichts Neues

B"H

Sollen wir es tatsächlich glauben oder nicht ?
Laut dem Bericht der liban. Hizbollah, der dieser Tage Israel erreichte, ist der vor mehr als 20 Jahren gekidnappte israel. Kampfpilot Ron Arad nicht mehr am Leben. Warum, wo, weshalb, dies will angeblich kein Mensch mehr wissen, trotz einer seit Jahren ausgesetzten Belohnung von mehreren Millionen Dollar. Bisher war keine Sterbenswörtchen zu vernehmen, außer Berichte von Leuten, die sich wichtigmachen wollten und im Grunde genommen gar nichts wussten.

Eines ist jedoch sicher. Ron Arad wurde im Ersten Libanonkrieg auf liban. Seite gefangengenommen und bis zum Jahre 1988 fand noch eine Korrespondenz seinerseits statt. Danach verlieren sich seine Spuren ganz.

Natürlich sollte man alles mit einer Portion Realismus angehen und davon ausgehen, dass Arad, Goldwasser und Regev wirklich nicht mehr am Leben sind. Doch erhoffen wir uns alle immer wieder Details. Die Frage nach dem wie oder warum. Waren Goldwasser und Regev schon nach der Explosion ihres Jeeps nicht mehr am Leben und wurde ihren Leichen von der Hizbollah über den Grenzzaun gezogen ? Was geschah mit Ron Arad und was mußte er durchleiden ?

Fragen, die wohl unbeantwortet bleiben werden, außer der ersten vielleicht.

Freitag, 11. Juli 2008

Der Unerwähnte

B"H

Goldwasser, Regev und Schalit, dies sind die drei bekannten entführten israelischen Soldaten. Wer kennt nicht ihre Namen ? Die Tortur des Gilad Schalit, dem Entführten nach Gaza, dauert noch an, denn Israel konnte sich noch nicht mit der Hamas, bezüglich der überzogenen Forderungen einigen. Die Hamas verlangt von Israel, einsitzende Terroristen freizulassen, welche unzählige Bombenattentate vorbereiteten und nach einer eventuellen Freilassung beabsichtigen, ihre "Killerkarriere" fortzusetzen. Was sollen sie auch sonst machen ? Etwa zum Arbeitsamt gehen ?

Zum Gefangenenaustausch mit dem Libanon soll es eventuell am kommenden Mittwoch kommen. Dann wird sich herausstellen, ob Goldwasser und Regev noch leben oder nicht. Bisher gibt es nur Spekulationen, aber nichts Handfestes. Das Gleiche gilt im Fall Ron Arad, der vor 20 Jahren im Ersten Libanonkrieg gefangengenommene israel. Kampfpilot. Eine der israel. Bedingungen des aktuellen Gefangenenaustausches ist, dass die Terroristen - Hizbollah einen ausführlichen Bericht über das Schicksal Ron Arads mitliefert. Dieser schriftliche Bericht soll an diesem Wochenende in Israel eintreffen. Neue Infos werden nicht erwartet, sondern wir nehmen einfach einmal an, dass der Verbleib Arads unaufgeklärt bleibt. Vor Jahren verpasste die israel. Regierung mehrere Chancen für einen Austausch. u.a. weigerte man sich damals, den liban. Terroristen Samir Kuntar freizulassen. Ein Unterfangen, welches heute in wenigen Tagen von der Regierung genehmigt wurde. Ron Arad scheint dies nicht mehr zu helfen.

Von einem verschwundenen Soldaten jedoch ist kaum oder gar nicht die Rede. Seine Mutter Rina behauptet sogar, die Armeeführung habe der Einheit ihres Sohnes verboten, mit der Presse oder ihr, seiner Mutter, zu reden.
Die Rede ist von Guy Hever, der im August 1997 spurlos verschwand. Nach Beendigung seines Wachdienstes ging er an der syrischen Grenze verloren und kam niemals in seiner Militärbasis an. Seitdem fehlt jede Spur von dem damals Zwanzigjährigen.

Nach seinem Verschwinden teilte die Armee der Mutter mit, ihr Sohn habe anscheinend Selbstmord verübt, denn es habe Probleme mit Vorgesetzten gegeben. Mutter Rina Hever schließt dies absolut aus, denn niemals sei eine Leiche aufgetaucht. Elf Jahre lang nichts. Alle reden immer nur von Goldwasser und Regev, doch wer kümmere sich um den Verbleib ihres Sohnes. Die Regierung tut nichts und auf Bitten Rina Hevers wurde sie ein einziges Mal zu einem Essen mit Kanzlerin Merkel eingeladen. Offiziell hieß es, dass die Kanzlerin sich nicht mit den Eltern gekidnappter Soldaten treffe und so wurde halt mit Goldwassers, Schalits, und Regevs nur am Tisch gespeist. Mehr oder weniger anonym. Rina Hever jedoch sagt, dass sich Frau Merkel plötzlich mit den Eltern der anderen Gekidnappten zurückzog, nur mit ihr habe niemand gesprochen.

Verzweifelt wandte sich Rina Hever an den Ex - Präsidenten Jimmy Carter und dieser brachte den Fall "Guy Hever" beim syrischen Präsidenten Assad zur Sprache. "Nein, Assad, wolle nicht über Guy Hever reden". Wieder nichts.
Dabei nimmt Guys Mutter an, dass die Syrer ihren Sohn an der Grenze gefangennahmen. Die israel. Regierung hingegen unternehme nichts, um den Verbleib ihres Sohnes aufzuklären.

Wenn ich ehrlich bin, dann muß ich zugeben, dass ich in den Fällen der gekidnappten Soldaten völlig ratlos bin. Einerseits zittert man mit deren Eltern mit, dass alles irgendwie noch gut ausgehe oder wir zumindest wissen, was mit ihnen geschah. Andererseits werden aufgrunddessen Terroristen freigelassen, die soviel Dreck am Stecken haben, dass die Hölle allein für sie schon gar nicht mehr ausreicht. Selbst der Teufel würde sie rausschmeissen (wenn es denn einen Teufel im Judentum gebe).

Die nationalrelig. Zeitung "Sheva" stellte gestern in ihrer wöchentlichen Ausgabe die Frage, ob die Regierung denn noch den Hinterbliebenen der Terroropfer in die Augen schauen könne. Auf der Titelseite gab es mind. 100 Gesichter von Terroropfern zu sehen. Überschrift: "Schaut ihnen in die Augen !".

Und kann das die Regierung ? Können das die Eltern Goldwasser, Schalit oder Regev ? Können wir es ? Wo liegen die Prioritäten ? Was geschieht, wenn Schalit freikommt, die freigelassenen Terroristen seines Austausches jedoch weiter Israelis töten ? Wie soll sich Gilad Schalit dann fühlen ? Damit er wieder in Freiheit ist, kamen die Mörder anderer frei ?

Und die arabischen Terroristen ?
Lachen sich ins Fäustchen, denn sie kennen das israelische Dilemma.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Wie im Iran …

B"H

Am späten gestrigen Nachmittag stattete ich einmal wieder der haredischen (ultra - orthod.) Stadt Bnei Brak (bei Tel Aviv) einen Besuch ab. Vom Azrieli - Tower in Tel Aviv nahm ich die Buslinie 54 nach Bnei Brak. Auf dem Fahrplan an der Haltestelle sah ich, dass die 54 am Kiryat Vishnitz endet. Kiryat Vishnitz ist der Stadtteil der chassidischen Gruppe Vishnitz mitten in Bnei Brak. Wow, stellt man sich da vor, da mag es ja zugehen. Iranmässig und so, alles vermummt und nur "wilde" Orthodoxen.
Wider Erwarten war dann die Linie 54 alles andere als religiös. Jeder sass, wo er wollte und viele zählten noch nicht einmal zur haredischen Bevölkerung.

Bis zum Kiryah wollte ich allerdings nicht weiterfahren, denn immerhin war es schon 17.00 Uhr und ich beabsichtigte durch die zwei Einkaufsstraßen (Rabbi Akivah und Chazon Ish) der Stadt zu schlendern. Außerdem wollte ich mir die lokale Buslinie 1 anschauen, von der ich gehörte hatte, dass sie über eine absolute Geschlechtertrennung verfüge.

Geschlechtertrennung - Männlein und Weiblein - sitzen auch in anderen Bussen getrennt, doch sei es in der Linie 1 ganz extrem. Dort hänge nämlich eine Art Vorhang in der Busmitte und man könne die andere Seite nicht einsehen. Praktisch gesehen fragte ich mich, wo ich denn da einsteigen soll. Normalerweise steigen selbst in nach Geschlechtern getrennten Bussen die Frauen vorne beim Fahrer ein. Schließlich muß man ja irgendwo zahlen.
Wie aber läuft es in der 1 ab ?

Leider fand ich die Linie 1 dann nicht und ich suchte auch nicht groß herum. Beim nächten Mal aber garantiert, denn es interessiert mich, was das für ein Gefühl ist als Frau irgendwo im Hinterteil eines Busses hinter einem Vorhang zu sitzen.

Die Mehrheit der orthodoxen Juden ist gegen eine Geschlechtertrennung in israelischen Bussen. Wer von wilden Protesten und Forderungen einiger Haredim (Ultra - Orthod.) hört, die da so auf Geschlechtertrennung pochen, bekommt einen falschen Eindruck. Bei all dem Aufruhr möge man glauben, dass alle Haredim so sind. Dies wiederum entspricht ganz und gar nicht der Realität. Erstens ist einmal zu beachten, dass es bei vielen haredischen Forderungen vordergründig um Machtproben geht.
Zweitens halten sich viele Haredim an die bestehenden Geschlechtertrennungen in den Bussen selber nicht. Man pfeift drauf und sitzt, wenn verheiratet, mit seiner Frau irgendwo in der Busmitte zusammen. Kaum jemand regt sich bei Mißachtung auf. Dies kann ich von den Egged - Bussen in die haredische Stadt Beitar oder Kiryat Sefer nur bestätigen. Und selbst in den Bnei Brak - Bussen, wie der Linie 2, plaziert sich jeder, wo er will.

Bnei Brak ist bekannt für seine Strenge, doch lernt man, wenn man sich oft dort aufhält, viele Dinge einfach zu schätzen. Dinge, die einem ansonsten gar nicht so auffallen. Da ist zum Beispiel Israels einiziges Frauenkaufhaus, in welchem eben nur Frauen zugelassen sind. Erstaunen tut dies schon lange niemanden mehr, denn im Jerusalemer Mea Shearim sowohl als auch in Bnei Brak hängen vor vielen Läden Schilder aus, dass hier nur "anständig" angezogene Leute bedient werden.

Klingt das nach Iran oder undemokratisch ?
Mag sein, aber wenn mir derlei Vorschriften nicht passen, dann gehe ich von vornherein gar nicht in solche Stadtteile bzw. kaufe nicht in derlei Geschäften ein. Als ob es keine anderen Läden gebe.

Zum Frauenkaufhaus ist zu sagen, dass nicht nur relig. Frauen es vorziehen, dort einzukaufen. Endlich einmal shoppen ohne manchmal lästige Männerblicke oder das Gemäkele des Gatten, man solle sich doch endlich einmal beeilen. Das Kaufhaus kommt jedenfalls gut an.

Das Schlimmste in Bnei Brak könnte in der Zukunft Realität werden. Unbekannte Fanatiker haben es schon ausprobiert; in Bnei Brak genauso wie in Beit Shemesh. Männer und Frauen sollen getrennte Gehsteige benutzen. Jede Straßenseite für ein anderes Geschlecht. Inoffizielle Schilder hingen schon aus, doch niemand kümmerte sich weiter darum, außer der chaotisch um sich greifenden Polizei. Geschieht soetwas, dann rennt die Presse Sturm; die Haredim selber läßt das kalt, denn sie wissen sehr genau, welcher chaotischen Gruppe / Strömung sie dies wieder zu verdanken haben. Oder besser gesagt, wer sich mit idiotischen Erlässen wichtig machen will. So, what ?

Ein Chassid hingegen sagte mir, dass der Geschlechtertrennung in Bussen die Zukunft gehöre. In Bnei Brak, Beit Shemesh und Jerusalem. Jedenfalls in haredischen Stadtteilen.

Ich selber lebte schon in solch einem Stadtteil und in unserem Linienbus gab es eine inoffizielle Trennung nach Männlein und Weiblein. Männer vorn und Frauen hinten. Manchmal störte mich dies gewaltig, denn waren fast nur Männer im Bus, machten sie es sich auch auf den Frauensitzen bequem und ich hatte keinen Platz. Für derlei Situationen ist das beste Rezept, sich als Frau einfach neben einen Haredi zu setzen. Der springt dann in Sekundenschnelle auf, flüchtet und so hat man den Sitz für sich allein.

Zugegeben, es mag nach Iran klingen und ich bin gegen die Geschlechtertrennung. Andererseits sehen vor allem viele Frauen die Vorteile. Man wird halt nicht mehr dumm angemacht und so.

Insgesamt betrachtet kann man sich stundenlang zum Thema auslassen und kommt zu keinem Ergebnis. Es gibt Vor - und Nachteile und wer in diese Busse einsteigt, wie die Linie 402 von Bnei Brak nach Jerusalem (und umgekehrt), die Linie 472 von Jerusalem nach Kiryat Sefer, die Linie 417 von Jerusalem nach Ramat Beit Shemesh oder die Linie 185 nach Beitar, sollte wissen, was ihn erwartet. Geschlechtertrennung ist dort angesagt. Manchmal mehr und manchmal schert sich niemand darum. Man muß halt wissen wie …

Die Waffen der Anderen

B"H

Ich kann mir den Grund nicht erklären, warum es gerade jetzt so öffentlich aufgebauscht wird: Der Iran verfügt über Langstreckenraketen mit einer Reichweite von 2000 km. Und gleichzeitig protzt der Iran damit, den Zionistenstaat Israel so dem Erdboden gleichmachen zu können.

An der israelischen Nordgrenze dagegen herrscht angespannte Ruhe. Wissen doch alle, dass die Hizbollah - Terroristen im Libanon wieder voll in Action sind. Nach dem Zweiten Libanonkrieg sollte offiziell alles anders werden. UN - Friedenstruppen (Unifil) an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon; keine Waffenlieferungen aus dem Iran. Wußten wir nicht sofort, dass dies nur romantische Wunschträume jener Europäer sind, die entweder die Hizbollah - Brutalos unterschätzen oder einfach insgesamt von der Lage an der Grenze zum Libanon keine Ahnung haben. Wer in Berlin sitzt, der redet nicht von Kiryat Schemona. Dabei wäre es für die Europäer einmal ganz ratsam, sich am Stacheldrahtzaun umzusehen.

Die Hizbollah wäre allerdings davon kaum beeindruckt und ihre "Kämpfer" sind damit beschäftigt, weitere Raketen gegen Israel zu richten. Man ist wieder ganz Herr der Lage. Dank der Waffengeschenke aus dem Iran. Und das alles trotz der UN.

UNO ? Wo ist die UNO eigentlich ?